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Wann hat James Safechuck realisiert, dass er ein angebliches Missbrauchsopfer ist?

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original: https://themichaeljacksonallegations.com/2019/03/18/when-did-james-safechuck-realize-that-he-is-allegedly-an-abuse-victim/

In Leaving Neverland hören wir, wie James Safechucks Mutter Stephanie verkündet, sie habe vor Freude getanzt, als Michael Jackson 2009 gestorben ist, weil es ihm nicht mehr möglich gewesen sei, weiteren Kindern zu schaden.

Aber warum reagierte Stephanie Safechuck auf diese Art und Weise, wenn ihr Sohn seine Anschuldigungen erst 2013 vorbrachte?

Regisseur Dan Reed sagt, dass die Antwort einfach ist – sie ist in seinem Film:

„Es gibt da diese Sache von wegen „Oh, naja, wieso wusste Stephanie von dem Missbrauch, wieso tanzte sie, als Michael Jackson gestorben ist, wenn James ihr 2013 von dem Missbrauch erzählt hat?“ Nun, das ist nicht der Fall. James erzählte seiner Mutter 2005 von dem Missbrauch und das wird in dem Film deutlich. Er sagte ihr 2005 „Michael missbrauchte mich“. Wenn man den Film mit offenen Augen und Ohren gesehen hat, ist das unglaublich offensichtlich und klar. Das ist das bizarre; sie scheinen den Film gar nicht gesehen zu haben. Vieles von dem, was sie sagen, basiert auf dem Brief vom Anwalt des Jackson Estates, den er schrieb, bevor er den Film gesehen hat. Es ist also kein Zwiegespräch zwischen den Jackson Truthern und meiner Dokumentation, es ist ein innerer Dialog innerhalb der Gemeinschaft der Jackson Truther, die sich gegenseitig irgendwie überzeugen, dass „wir [ihn/sie] erwischt haben!“, wenn sich in Wahrheit nichts davon auf meine Dokumentation bezieht. Es ist, als würden die Leute innerhalb eines Art Kult-Tempels schreien und niemand von ihnen hat jemals nach draußen geschaut.“ [1]

Das Problem ist nicht, dass wir den Film nicht gesehen haben (das haben wir!), das Problem ist, dass Dan Reed anscheinend nicht die Gerichtsdokumente seiner Protagonisten gelesen hat. Denn wenn man die Gerichtsdokumente liest, tauchen viele weitere verwirrende Zeitschienen auf.

Aber werfen wir zuerst einen Blick auf den Film. In Wirklichkeit wird in dem Film nicht behauptet, dass James seiner Mutter 2005 erzählt hat, dass er missbraucht wurde, im Gegensatz zu dem, was Reed oben sagt. (Vielleicht ist er es, der seinen eigenen Film nicht gesehen hat?) Es wird behauptet, dass James seiner Mutter gesagt hat, dass Michael „kein guter Mann war“ (laut James) / „ein böser Mann“ war (laut Stephanie). Das ist es, was James auch in seiner Aussage behauptet [2]:

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… ich entschied, zum Haus meiner Eltern zu fahren. Als ich dort ankam, hatte ich eine kurze Unterhaltung mit meiner Mutter. Ich sagte ihr sinngemäß, dass „er keine gute Person ist“ und dass der VERSTORBENE ein „böser Mann“ ist. Ich sagte ihr sinngemäß, dass „etwas passiert ist“ und mehr nicht. Ich drückte nichts konkret in Worten aus – ich konnte nicht – selbst bei meiner eigenen Mutter wirkte der Drill des VERSTORBENEN, zu niemandem irgendetwas zu sagen und alles zu bestreiten, wenn ich gefragt werde. Dann bettelte ich sie an, nichts zu sagen, oder mein Leben wäre vorbei. Ich glaubte das. Der VERSTORBENE hat mir das eingedrillt, seit ich ein Kind war. Die gesamte Unterhaltung mit meiner Mutter, die gar keine richtige „Unterhaltung“ war, da nur ich gesprochen hatte, dauerte nur wenige Minuten. Dann verließ ich das Haus. Meinem Vater erzählte ich nichts davon.

(Nebenbei, hier behauptet James, dass die „Unterhaltung“ nur daraus bestand, dass er das Wort an seine Mutter gerichtet hatte, während Stephanie im Film behauptet, sie hätte ihn gefragt, ob er Hilfe haben wollte.)

Also laut dieser Schilderung erzählte James seiner Mutter 2005, dass Jackson ein „böser Mann“ gewesen ist und dass „etwas passiert ist“ – aber er sagte nicht konkret, dass er missbraucht wurde. Offenbar gab es darüber in den nächsten Monaten oder Jahren keine weiteren Gespräche mehr zwischen James und Stephanie, um zu klären, was damit wirklich gemeint war oder ob James Anschuldigungen über sexuellen Missbrauch gemacht hatte. Die Behauptung ist anscheinend, dass Stephanie aufgrund dieser vagen Bemerkungen wusste, was gemeint war und darauf basierend tanzte sie, als Michael Jackson gestorben ist. Das scheint ohne konkrete Missbrauchs-Kenntnisse eine etwas übertriebene Reaktion zu sein, besonders von der Frau, die auf der anderen Seite im Film gelacht hat, als sie Hotelzimmersituationen beschrieben hat, in denen ihr Sohn belästigt worden sein könnte.

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In einer von James’ Gerichtsakten wird allerdings behauptet, dass James seiner Mutter 2005 tatsächlich erzählt hat, dass er missbraucht wurde und wie ihr gesehen habt, ist es das, was auch Dan Reed in dem obigen Interview behauptet [3].

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Ein paar Tage nach diesem Telefonat rief MICHAEL JACKSON die Mutter des Klägers an, um zu versuchen, sie dazu zu bringen, den Kläger zu überzeugen, beim Prozess zu seinen Gunsten auszusagen. MICHAEL JACKSON wollte auch, dass beide Elternteile des Klägers zu seinen Gunsten aussagen. Ein bis zwei Tage vor MICHAEL JACKSONs Anruf an seine Mutter erzählte der Kläger seiner Mutter von dem Anruf, den er von MICHAEL JACKSON erhalten hatte und dass er ablehnte, beim Prozess auszusagen. Der Kläger sprach mit ihr über den Anruf und erzählte seiner Mutter, dass MICHAEL JACKSON ein „böser Mann“ war, aber es war ihm nicht möglich, ihr irgendwelche Details zu erzählen, mit Ausnahme der kurzen Begründung, dass er missbraucht wurde. Der Kläger sagte seiner Mutter, sie dürfe MICHAEL JACKSON nicht wissen lassen, dass sie es herausgefunden hatte. Der Kläger geriet in Panik, dass MICHAEL JACKSON herausfinden würde, dass er seiner Mutter davon erzählt hatte. Als MICHAEL JACKSON die Mutter des Klägers anrief, gab sie vor, nicht über den vorherigen Drohanruf an ihren Sohn oder den Missbrauch informiert zu sein.

Doch ganz egal, ob behauptet wird, dass James seiner Mutter 2005 geradewegs erzählt hat, dass er missbraucht wurde oder dass er es nur angedeutet hat, es widerspricht in jedem Fall einer weiteren Schilderung Safechucks.

Bei Oprah Winfreys After Neverland Special wurde Safechuck die Frage gestellt, wann er das erste Mal realisiert hat, dass er angeblich missbraucht wurde.

Winfrey: Also wann haben Sie realisiert, dass es Missbrauch war? Sie alle gebrauchen das Wort jetzt als erwachsene Männer ungehindert, aber wann haben Sie begonnen, es als Missbrauch wahrzunehmen?

Safechuck: Nicht bis Wade sich [2013] geoutet hat. Ich habe wirklich gelitten, ich konnte nachts nicht schlafen, ich schlief zwei Stunden und wachte auf und mein Körper pulsierte und ich war die ganze Nacht auf und ich hasste mich selbst und wusste nicht warum. Es ist wie „Warum hasse ich mich selbst?“ Dieses intensive Gefühl des Hasses – und man versteht es nicht. Und dann, als ich Wades Outing gesehen habe, denkt man sich „Okay, vielleicht gibt es einen Grund dafür.“ Und wenn es einen Grund dafür gibt, kann ich jetzt herausfinden, was man dagegen macht. Aber man denkt nicht, dass es Missbrauch ist.“ [4]

Es gibt mehr. In Safechucks Nachlassgerichtsdokumenten wird auch behauptet, dass Safechuck nicht realisiert hat, dass er missbraucht wurde, bis er Robson im Fernsehen sah und 2013 in Therapie ging. [5]

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Wie in der Klageschrift dargelegt, manipulierte Jackson Safechuck dahingehend, dass er von jungen Jahren an glaubte, niemand würde ihre Beziehung verstehen. Genau wie in Doe v. Bakersfield war es Safechuck erst mit Hilfe eines Therapeuten möglich zu realisieren, dass seine Symptome und sein Zusammenbruch von sexuellem Kindesmissbrauch und der Beziehung, die diesen umgab, herrührten, wodurch er schlussendlich in der Lage war zu realisieren, dass er ein Opfer sexuellem Kindesmissbrauchs war. (Klageschrift, 24:19-26) Die immer noch frische Realisierung, dass er ein Opfer von Jacksons sexuellem Missbrauch war erklärt auch, warum Safechuck psychologisch nicht im Stande war, seinen Antrag einzureichen bis er es tat. (Klageschrift, 17:2-18:15) Es war erst nachdem er eine regelmäßige Therapie begonnen hat, dass Safechuck schlussendlich fähig war, dem ins Auge zu sehen, was passiert ist und den langen Prozess des Heilens zu beginnen. (Klageschrift, 18:12-3)

Der obige Abschnitt zeigt auch, warum Safechuck diese Behauptung, dass er bis kurz vor der Einreichung seiner Klage nicht realisiert hatte, dass er angeblich missbraucht worden war, rechtlich geltend machen musste: Um Verjährungsfristen umgehen zu können, musste er zeigen, dass seine Erkenntnis des Missbrauchs immer noch frisch war und deshalb konnte er die Klage nicht früher einreichen als er es getan hat.

In dieser Klageschrift hat Safechuck versucht, einen rechtshemmenden Einwand vorzulegen. Ein rechtshemmender Einwand ist eine juristische Doktrin, die verhindert, dass sich jemand seine Vergehen vor Gericht zu Nutze macht. Wenn ein Kläger die vier Elemente des rechtshemmenden Einwandes nachweisen kann, kann er die Verjährungsfristen umgehen [5].

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Obwohl es in der Klageschrift nicht konkret behauptet wird, erfüllt Jacksons psychologische Manipulation von Safechuck ohne Weiteres die vier Elemente des rechtshemmenden Einwandes, welche sind: (1) die Partei, die gehemmt werden soll, muss die Fakten kennen; (2) die gehemmte Partei muss beabsichtigen, dass aufgrund ihres Verhaltens gehandelt wird, oder muss sich so verhalten, dass die andere Partei glaubt, dass das die Absicht war; (3) die Partei, die den rechtshemmenden Einwand geltend macht, muss sich der wirklichen Fakten nicht bewusst sein und (4) sie muss sich zum eigenen Nachteil auf das Verhalten der anderen Partei verlassen. Wie in Safechucks Klageschrift dargelegt, wusste Jackson offensichtlich, dass er sexuelle Vergehen mit Safechuck beging. Dann, in dem er Safechuck davon überzeugte, über das Wesen ihrer Beziehung zu lügen und Safechuck zu dem Glauben verleitete, dass er ein bereitwilliger Beteiligter in ihren sexuellen Handlungen war (und dass es eigentlich Safechucks Idee war), legte Jackson ein Verhalten an den Tag, durch welches er Safechuck veranlasste entsprechend zu handeln; Safechuck war sich der gesetzeswidrigen, nicht einvernehmlichen Natur dieser Handlungen und dem Schaden, den sie ausgelöst haben nicht bewusst, bis er als Erwachsener in Therapie ging; und zuletzt vertraute Safechuck zu seinem Nachteil auf Jacksons Gebaren, in dem er damit fortfuhr zu bestreiten, dass er ein Missbrauchsopfer war, bis die Verjährungsfrist abgelaufen war. (Siehe Klageschrift, 10:9-13:10, 17:18-15)

Wie man sehen kann, musste Safechuck, um das dritte Element des rechtshemmenden Einwandes zu erfüllen, eine frische Realisierung des Missbrauchs konstatieren und behaupten, dass er „sich der gesetzeswidrigen, nicht einvernehmlichen Natur dieser Handlungen und dem Schaden, den sie ausgelöst haben nicht bewusst war, bis er als Erwachsener in Therapie ging“.

Wenn man den rechtlichen Hintergrund der Behauptungen dieser beiden Männer kennen lernt, wird man feststellen, dass viele ihrer Anschuldigungen sehr stark kalkuliert sind, um gewisse rechtliche Bestimmungen zu erfüllen.

Doch oft ergeben sich daraus Widersprüchlichkeiten, wie in diesem Fall. Auf der einen Seite wusste James 2005, dass er sexuell missbraucht wurde, aber dann hat er bis 2013 nicht realisiert, dass er sexuell missbraucht wurde.

In einem weiteren Interview versuchte Reed die Diskrepanz zwischen James erzählt/suggeriert seiner Mutter 2005, dass er missbraucht wurde und James realisiert bis 2013 nicht, dass er missbraucht wurde zu erklären, in dem er sagt, dass er 2005 realisiert hat, dass er missbraucht wurde, aber er hat nicht realisiert, dass seine Symptome mit dem angeblichen Missbrauch zusammenhängen.

„Eine weitere Sache zu James, der den Missbrauch bis 2013 nicht realisiert hat: was James bis 2013 nicht realisiert hat, ist, dass seine psychiatrischen Symptome mit dem Missbrauch zusammenhängen. Er wusste, dass das, was Michael ihm angetan hat, Kindesmissbrauch war – deshalb hat er seiner Mutter gesagt, dass Michael ein „böser Mann“ war. Die Fans versuchen Widersprüchlichkeiten zu finden, die es nicht wirklich gibt.“ [6]

Wie man sehen kann, behauptet Safechuck auf der einen Seite in Gerichtsdokumenten, dass er nicht realisiert hat, dass seine Symptome mit dem angeblichen Missbrauch zusammenhängen, aber er behauptet auch, dass er bis zu der kürzlich besuchten Therapie nicht realisiert hat, dass er ein Missbrauchsopfer war.

„Es war erst, als Safechuck mit Hilfe eines Therapeuten in der Lage war zu realisieren, dass seine Symptome und sein Zusammenbruch ihren Ursprung in dem sexuellen Kindesmissbrauch und der Beziehung, die diesen umgab, haben, dass es ihm letztlich möglich war, zu realisieren, dass er ein Opfer sexuellem Kindesmissbrauchs war. Die immer noch frische Erkenntnis, dass er ein Opfer von Jacksons sexuellem Missbrauch war, erklärt auch, warum Safechuck psychologisch nicht in der Lage war, seinen Antrag einzureichen bis er es tat.“

Darüber hinaus behauptet er, dass er sich der gesetzeswidrigen, nicht einvernehmlichen Natur dieser angeblichen Handlungen bis zu der kürzlich besuchten Therapie nicht bewusst war.

In seiner Aussage behauptet er auch, dass er „bis ins Erwachsenenalter“ nicht wusste, dass das, von dem er behauptet, dass es ihm passiert sei, Missbrauch und falsch war. [2]

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Ich wusste nie, dass das, was er mir angetan hat, sexueller Missbrauch war. Bis ins Erwachsenenalter verstand ich nicht, dass das, was er getan hat und was wir gemeinsam getan haben, falsch war.

Während er hier kein Datum angibt, wann er im Erwachsenenalter realisiert hat, dass es Missbrauch war, sagte er, als er von Oprah Winfrey dazu befragt wird, wann er realisiert hat, dass es Missbrauch war „Nicht, bis Wade sich geoutet hat.“

Doch selbst wenn wir Reeds Behauptung akzeptieren, dass Safechuck 2005 wusste, dass er missbraucht wurde und er nur bis 2013 nicht wusste, dass seine Symptome das Ergebnis des angeblichen Missbrauchs waren, treten sie damit nur noch mehr Probleme los. Weil was waren manche dieser Symptome?

Zum Beispiel gibt Safechuck in seiner Aussage wieder uns wieder an, dass er all die Jahre in ständiger Angst lebte, dass er „entlarvt“ werden würde und sein „Leben vorbei sein würde“, wenn irgendetwas davon ans Licht kommen würde. Er behauptete auch, dass „meine Angst vor Enttarnung schlimmer wurde, als ich realisiert habe, dass jetzt auch andere Leute zu meinem Leben gehören und ich sie mithineinziehe. Ich fing an zu sehen, wie unschuldig Kinder wirklich sind und machte mir Sorgen, dass ich pädophile Triebe haben könnte.“ [2]

Die Story ist jetzt also, dass Safechuck, obwohl er wusste, dass er missbraucht wurde, nicht wusste, dass seine Symptome wie der konstante Zustand der Angst, als Opfer sexuellem Missbrauchs „entlarvt“ zu werden oder sich darüber Sorgen zu machen, seinem Sohn gegenüber pädophile Triebe zu haben, mit seinem angeblichen Missbrauch zusammenhingen? Ist DAS jetzt die Story?

Wie viel Logik sind wir bereit für diese Ankläger über Bord zu werfen?

Quellen:

[1] Joshua Encinias – ‘Leaving Neverland’ Director Dan Reed on Refuting Michael Jackson Defenders, the Psychology of Child Sexual Abuse, and a Potential Sequel (March 17, 2019)
https://thefilmstage.com/features/leaving-neverland-director-dan-reed-on-refuting-michael-jackson-defenders-the-psychology-of-child-sexual-abuse-and-a-potential-sequel/

[2] Supplemental Declaration of Claimant/Creditor James Safechuck in Support of Amended Petition for Order to Allow Filing of Late Claim Against Estate (filed on March 18, 2015)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2019/02/safechuck-declaration-march-18-2015.pdf

[3] James Safechuck’s Second Amended Complaint (filed on September 19, 2016)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2019/02/safechuck_v_mjj-second_amended_complaint-conformed.pdf

[4] Oprah Winfrey’s After Neverland special (March 2019)

[5] Claimant/Creditor James Safechuck’s Opposition to Demurrer of the Executors of the Estate of Michael Jackson to Claimant’s Petition for Order to Allow Filing of Late Claim Against Estate (filed on December 3, 2014)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2019/02/safechuck-jackson-court-docs-dec-5-2014.pdf

[6] Marlow Stern – ‘Leaving Neverland’ Director Compares Michael Jackson Truthers to Corbynites (March 15, 2019)
https://www.thedailybeast.com/leaving-neverland-director-dan-reed-compares-michael-jackson-truthers-to-corbynites?source=articles&via=rss

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Weiterführende Informationen zu „Leaving Neverland“:

Safechuck spricht von sexuellem Missbrauch im ikonischen Neverland Bahnhof, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal existiert hat

Joe Vogel: Was Sie über die neue Michael Jackson Dokumentation wissen sollten

Fakten kompakt: die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen.

Die Wade Robson Unterstellungen (Zusammenfassung)

Die entlarvten Lügengeschichten in Wade Robsons Klageschrift

Langjährige Weggefährten Michael Jacksons äußern sich zu “Leaving Neverland”

Michael Jackson ist nicht euer #MeToo Minstrel

Leaving Neverland Transcript – LIES and DISTORTION (englisch) (0:00 – 0:30) (0:30 – 1:00)

Michael Jackson und Wade Robson: Die wahre Geschichte – Auch mit deutschen Untertiteln:

Häufig gestellte Fragen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson:

Warum hat Jackson einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen, wenn er unschuldig war?

Was hat es damit auf sich, dass Jackson sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern geteilt hat?

Übersicht aller Artikel auf all4michael, die sich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson beschäftigen:

Die Unterstellungen von 1993, 2003 und 2013 + „The Veritas Project“

Was hat es damit auf sich, dass Jackson sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern geteilt hat?

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original: https://themichaeljacksonallegations.com/2019/03/11/what-about-jacksons-sharing-his-bedroom-with-unrelated-children/

Einige Leute stützen ihr eigenes “Schuldig”-Urteil über Michael Jackson auf seiner eigenen Aussage, es sei nichts Falsches daran, ein Bett mit nicht verwandten Kindern zu teilen. Natürlich befürworten wir dieses Verhalten nicht (es führte direkt zu den Anschuldigungen von 2005) und es war definitiv nicht die klügste Entscheidung von Jackson, sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern zu teilen. Es ist verständlich, warum sich die Menschen dadurch unwohl fühlen. Begleitet von seinem Reichtum, seinem Ruhm, seiner Naivität und seinen Exzentrizitäten machte es ihn auch zu einem angreifbaren Ziel für diese Art von Vorwürfen. Hier möchten wir Ihnen einen Kontext zu diesem Thema geben.

Die möglicherweise größte Gegenreaktion der Öffentlichkeit, die Jackson wegen dieses Themas des „Bettenteilens“ erhalten hatte, war die nach Ausstrahlung der Martin Bashir-Dokumentation von 2003, Living with Michael Jackson. In diesem Interview sprach der Star über das „Bett teilen“ mit Kindern. In der berüchtigten Szene befanden sich Jackson und sein späterer Ankläger Gavin Arvizo, die sich an der Hand hielten, während Jackson darauf bestand, dass nichts falsch daran sei, sein „Bett” mit nicht verwandten Kindern „zu teilen“. Er sagte, wenn ein Kind in seinem Bett schlafen wollte, erlaubte er es ihnen, während er in einem Schlafsack auf dem Boden schlafen würde. Er sagte auch, dass er und Kinder wie Macaulay Culkin und sein Bruder Kieran manchmal im selben Bett geschlafen hätten, aber er würde normalerweise auf dem Boden schlafen. Jackson erklärte auch, dass er Kinder niemals gebeten hatte, in sein Schlafzimmer zu kommen:

„Wir haben Gästeeinheiten, aber wenn Kinder hierher kommen, möchten sie immer bei mir bleiben, sie wollen niemals in den Gästezimmern bleiben. Und ich habe sie nie in mein Zimmer eingeladen, sie wollen einfach immer bei mir bleiben. Sie sagen: „Kann ich heute Nacht bei Dir bleiben?”, Also sage ich „Wenn es für Deine Eltern okay ist, dann kannst Du, ja.” [1] (Betonungen hinzugefügt)

Im Prozess 2005 stimmten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung darin überein, dass es zum Zeitpunkt des Interviews mit Bashir keine andere Gelegenheit gab, bei der Gavin in Jacksons Schlafzimmer schlief, als bei dieser einen Gelegenheit im Jahr 2000, bei der auch andere Personen im Raum schliefen. Im Interview mit Bashir gab Gavin außerdem zu, dass er Jackson ausdrücklich darum gebeten hatte, in sein Schlafzimmer gehen zu dürfen und dort mit seinem Bruder Star zu schlafen:

„Gavin: Es gab eine Nacht, in der ich ihn fragte, ob ich in seinem Schlafzimmer bleiben könnte. Er ließ mich im Schlafzimmer bleiben. Und ich sagte „Michael, du kannst im Bett schlafen”, und er sagte „Nein, nein, du schläfst im Bett”, und ich sagte „Nein, nein, nein, du schläfst im Bett” und dann sagte er: „Schau mal, wenn du mich liebst, wirst du im Bett schlafen”. Ich sagte „Oh Mannnn?“, also schlief ich letzten Endes im Bett. Aber es hat Spaß gemacht in dieser Nacht.

Jackson: Ich habe auf dem Boden geschlafen. War es ein Schlafsack?

Gavin: Du hast das ganze Durcheinander von Decken auf den Boden gepackt. “[1] (Betonungen hinzugefügt.)

Trotz der Empörung der Öffentlichkeit und des Medienwahns, der aufgrund dieser Szene in alle möglichen Spekulationen über Jacksons Beziehung zu Gavin mündete, kümmerten sich nur wenige darum, was Jackson eigentlich damit meinte, das „Bett“ mit Gavin zu „teilen”. Er meinte damit, Gavin und seinem Bruder Star sein Bett zu überlassen, während er auf dem Boden schlief. In dem Interview wird nie behauptet, Jackson und Gavin hätten im selben Bett geschlafen. Tatsächlich geben beide an, dass Jackson auf dem Boden geschlafen hatte, und im Prozess 2005 sagte Gavin aus, dass Jacksons Freund und persönlicher Assistent Frank Cascio in dieser Nacht auch im Zimmer geschlafen hatte, wie auch Gavins Bruder Star und Jacksons Kinder Prince und Paris. Alle Kinder schliefen in Jacksons Bett, während die beiden erwachsenen Männer, Jackson und Cascio, auf dem Boden schliefen [2]. In seinem 2011 erschienenen Buch „My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man” erinnert sich Cascio daran, dass es die Arvizo Kinder waren, die darauf bestanden hatten, dass sie in Jacksons Schlafzimmer schlafen wollten, obwohl Jackson sie nur ungern gelassen hatte.

„Gavin und Star bettelten weiter, ich sagte weiterhin nein, und dann sagte Janet [Arvizo – die Mutter der Jungen] zu Michael: „Sie wollen wirklich bei dir bleiben. Es ist okay für mich.“ Michael gab nach. Er wollte die Kinder nicht enttäuschen. Sein Herz kam ihm in die Quere, aber er war sich der Gefahr voll bewusst. Er sagte zu mir: „Frank, wenn sie in meinem Zimmer bleiben, bleibst du bei mir. Ich traue dieser Mutter nicht. Sie ist beschissen.” Ich war total dagegen, aber ich sagte: „In Ordnung. Wir tun, was wir tun müssen.“ Mich als Zeugen dort zu haben, würde Michael vor den zwielichtigen Ideen schützen, die die Arvizos möglicherweise hegten. Zumindest waren wir beide naiv genug, um das zu denken.“ [3]

Nichtsdestotrotz ist dies die Szene in der Bashir-Dokumentation, die weltweit Aufruhr und Spekulationen über die Natur von Jacksons Beziehung zu Kindern auslöste. Das Bild, das die Medien von Jackson gezeichnet hatten, war das eines Raubtiers, der Kinder mit dem Ziel in sein Schlafzimmer gelockt hatte, sie sexuell zu belästigen, während er ihre Eltern fernhielt. In Wahrheit war Jacksons zweistöckiges Schlafzimmer ein Treffpunkt für Familien, Freunde und Eltern, die dort alle bleiben durften, wie auch die Kinder.

In seinem 2005 erschienenen Buch Lost Boy schrieb Macaulay Culkins Vater Kit Culkin folgendes über diese sogenannten „Übernachtungspartys”:

„Michaels Schlafzimmer (ein riesiges Zimmer mit Alkoven und Ankleidezimmern und einem Kamin, sowie Balkontüren, die zu einem privaten Garten führen, wie auch einer Treppe, die zum gesamten Obergeschoss führt) war fast immer ein offener Platz zum Abhängen, wie es auch auf weite Bereiche des restlichen Hauses zutraf. Meine Kinder saßen wie ich auf dem Bett, um Karten oder Dame zu spielen, fernzusehen oder was auch immer, aber das machten wir so gut wie überall sonst auch. Gelegentlich schliefen sie dort ein, genauso wie sie irgendwo sonst einschliefen und das taten sie auch zu jeder Tageszeit. Obwohl sie Schlafenszeiten hatten, habe ich sie selten durchgesetzt, da sie doch auf Neverland waren, um zu spielen; und wie es meistens bei Kindern der Fall ist (wie jeder Elternteil Ihnen bestätigen wird), haben sie sich nie selbst daran gehalten, weil sie der Meinung waren, dass sie sich etwas ausruhen sollten, um am nächsten Tag wieder besser spielen zu können. Kinder machen sich keine Sorgen über „den kommenden Tag“. Deshalb musste ich sie ständig und meistens nach dem Abendessen zusammentrommeln und oft (manchmal mit einem Golfwagen) zu ihren Unterkünften tragen. Sie schliefen beim Filmschauen im Kino oder beim Spielen mit den Spielzeugeisenbahnen ein und ich erinnere mich gut daran, als einer von ihnen tatsächlich auf dem Karussell eingeschlafen war!” [4] (Betonungen hinzugefügt.)

Er schrieb auch:

„Zuallererst habe ich in meinen frühen Tagen, in denen ich Michael gekannt hatte, nie etwas gesehen oder gehört, das darauf schließen lässt, dass er ein Pädophiler ist. Ich habe mitbekommen, dass ein oder zwei Busladungen an Kindern am Nachmittag auf dem Anwesen ankommen sind, direkt in den Vergnügungspark oder das Kino gebracht wurden und dann genauso schnell wieder vom Gelände weggefahren wurden. Ich glaube sogar, dass sich in einem angrenzenden Gebäude ein ganzes Büro samt voller Belegschaft befand, die für die Planung und Durchführung dieser Besuche verantwortlich war; und ich stellte auch fest, dass keines dieser Kinder jemals aus irgendeinem Grund ins Haus gebeten wurde. Das waren alles streng geplante und gut betreute Exkursionen und die Leute, die daran teilnahmen, wurden von denen, die echte Gäste waren (wie meine eigene Familie) völlig getrennt. Und da wir gerade von Gästen sprechen: diese Liste war nicht auf Kinder beschränkt. Tatsächlich schlenderten fast überall Erwachsene, viele von ihnen aus der Regierungswelt, einschließlich (nur zum Beispiel) des ehemaligen Präsidenten und Nachbarn Ronald Reagan, zusammen mit der „Just-Say-No“-Nancy sowie dem Verteidigungsminister William Cohen und nicht wenige andere, die ich seitdem vergessen habe; keiner von ihnen hat einem das Gefühl gegeben, dass das Anwesen (Gott weiß) eine Höhle der Pädophilie war.“ [4]

Selbst June Chandler, die Mutter von Jordan Chandler, gab in ihrer Aussage aus dem Jahr 2005 zu, dass sie in Jacksons Schlafzimmer gehen und dort bleiben konnte, wann immer sie wollte:

Und warum waren Sie diese zehn Mal im Schlafzimmer?

Weil ich Jordies Mutter bin. Ich darf ins Schlafzimmer gehen.

Haben Sie Ihre Kleidung abgelegt?

Oh, das könnte sein. Ich erinnere mich nicht.

Haben Sie sich dort jemals hingesetzt, um TV oder irgendwas zu sehen?

Ja.

Wie oft haben Sie das gemacht?

Ein paar Male.

Haben Sie sich jemals Essen in Michael Jacksons Schlafzimmer bringen lassen?

Ich erinnere mich nicht. [5]

Wade Robsons Mutter Joy gab in ihrer Aussage aus dem Jahr 2005 ebenfalls an, dass sie jederzeit in Jacksons Schlafzimmer gehen durfte.

Gingen Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit in Mr. Jacksons Zimmer?

Wann immer ich wollte, ja.

Erinnern Sie sich, dass Sie tagsüber in seinem Zimmer waren?

Ja.

Erinnern Sie sich, dass Sie abends in seinem Zimmer waren?

Ja.

Erinnern Sie sich, dass Sie spät in der Nacht in Mr. Jacksons Zimmer waren?

Ja.

Hatten Sie jemals das Gefühl, dass jemand versucht hat, Sie von Mr. Jacksons Zimmer fernzuhalten?

Nein. [9]

In einem Interview, das er Larry King 2004 gab, erklärte Macaulay Culkin sehr nachdrücklich, dass ihm Jackson in all den Jahren, in denen er als Kind Zeit mit Jackson verbracht hatte, einschließlich mehrerer Übernachtungen in seinem Schlafzimmer, nie etwas Unangebrachtes angetan hatte. Er war eher wie ein großes Kind, dem es einfach Spaß machte, Videospiele zu spielen, Filme zu schauen und in den Vergnügungspark zu gehen. Laut Culkin war ein weiterer Grund, warum Jackson die Gesellschaft von Kindern genoss, der, dass sie sich nicht für seine Berühmtheit interessierten und auf normale Art und Weise mit ihm redeten. Culkin sprach auch das Thema „Bett teilen” an:

Eine andere Person, die seit seiner frühen Kindheit Zeit mit Jackson verbrachte, war Frank Cascio. In seinem Buch aus dem Jahr 2011 mit dem Titel My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man stellte Cascio fest, dass die Medien dieses Thema oft falsch dargestellt haben. Cascio schrieb in seinem Buch:

„In Bashirs Interview wurde Michael gezeigt, wie er Gavins Hand hielt und der Welt erzählte, dass Kinder in seinem Bett schliefen. Jeder, der Michael kannte, verstand die Ehrlichkeit und die unschuldige Offenheit dessen, was er zu kommunizieren versuchte. Aber Bashir war entschlossen, es in ein anderes Licht zu rücken.

Was Michael nicht zu erklären versuchte, und was Bashir nicht fragen wollte, war, dass Michaels Suite in Neverland, wie ich schon gesagt habe, ein Treffpunkt mit einem Familienzimmer im Erdgeschoss und einem Schlafzimmer im Obergeschoss war. Michael erklärte nicht, dass die Leute dort rumhingen und manchmal bleiben wollten. Er erklärte nicht, dass er Gästen immer sein Bett anbot und dann meistens auf dem Boden im Familienzimmer darunter schlief. Aber, vielleicht noch wichtiger ist, dass er nicht erklärt hat, dass die Gäste immer enge Freunde wie wir Cascios und seine erweiterte Familie waren.

Eines der größten Missverständnisse über Michael, eine Geschichte, die ihn nach der Bashir-Dokumentation jahrelang plagte, war, dass er zu jeder Zeit eine Auswahl von Kindern hatte, die in seinem Zimmer schliefen. Die Wahrheit war, dass niemals wahllos Kinder nach Neverland kamen und in Michaels Zimmer blieben. Genau wie mein Bruder Eddie und ich als wir jünger waren, taten es die Familie und Freunde, die bei Michael blieben, aus freiem Willen. Michael hat es nur erlaubt, weil seine Freunde und seine Familie gern in seiner Nähe waren.

Was Michael in Bashirs Video gesagt hat, ist wahr. „Du kannst mein Bett haben, wenn du willst. Schlafe darin. Ich schlafe auf dem Boden. Es ist deins. Gib den Gästen immer das Beste, weißt du.“ Michael zögerte nicht, die Wahrheit zu sagen, weil er nichts zu verbergen hatte. Er wusste in seinem Herzen und Verstand, dass seine Handlungen aufrichtig waren, seine Motive unverdorben und sein Gewissen rein waren. Michael sagte unschuldig und ehrlich: „Ja, ich teile mein Bett, daran ist nichts auszusetzen.“ Tatsache ist, wenn er sein Bett „teilte“, bedeutete es, dass er jedem, der darin schlafen wollte, sein Bett anbot. Es hat Zeiten gegeben, in denen wir auch oben geschlafen haben, aber er war normalerweise auf dem Boden neben seinem Bett oder er schlief unten auf dem Boden. Obwohl Bashir aus offenkundigen Gründen ständig auf dem Bett herumritt, ist es unmöglich, nicht zu verstehen, was Michael klarstellen wollte, wenn man sich das ganze, ungeschnittene Interview ansieht: Als er sagte, dass er sein Bett geteilt habe, meinte er damit, dass er sein Leben mit den Leuten teilte, die er als Familie betrachtete.

Nun, ich weiß, dass die meisten erwachsenen Männer ihre privaten Räume nicht mit Kindern teilen, und die, die dies tun, haben fast immer nichts Gutes im Sinn. Aber das war nicht meine Erfahrung mit Michael. Als eines der Kinder, die zusammen mit seinem Bruder einige solcher Übernachtungen mit Michael hatten, weiß ich besser als jeder andere, was passiert ist und was nicht passiert ist. War es normal, dass Kinder über Nacht blieben? Nein. Aber es wird auch nicht als sonderlich normal angesehen, dass ein erwachsener Mann mit Silly Strings spielt oder Wasserballschlachten führt, zumindest nicht mit der Begeisterung, die Michael bei solchen Aktivitäten zeigte. Es ist auch nicht normal, dass ein erwachsener Mann einen Vergnügungspark in seinem Garten hat. Machen diese Dinge solch einen Mann zu einem Pädophilen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Antwort nein ist.

Fazit: Michaels Interesse an Jungs hatte absolut nichts mit Sex zu tun. Ich sage dies mit der unanfechtbaren Zuversicht aus eigener Erfahrung, der Zuversicht eines kleinen Jungen, der hunderte Male im selben Raum mit Michael geschlafen hat, und mit der absoluten Überzeugung eines Mannes, der Michael mit Tausenden von Kindern interagieren sah. In all den Jahren, in denen ich ihm nahe war, sah ich nichts, das irgendwelche Alarmglocken hätte läuten lassen, nicht als Kind und nicht als Erwachsener. Michael war vielleicht exzentrisch, aber das machte ihn nicht zu einem Verbrecher.

Das Problem war jedoch, dass diese Sichtweise nicht in der Dokumentation dargestellt wurde. Leute, die ihn nicht kannten und Michael beim Reden zuhörten, waren von dem, was er sagte, beunruhigt, nicht nur, weil seine Worte aus dem Zusammenhang gerissen wurden, sondern auch, weil Bashir, der Sprecher, ihnen gesagt hatte, dass sie beunruhigt SEIN SOLLTEN. Der Journalist hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Michaels Aussagen ihn sehr unbehaglich fühlen ließen. Michael war sicherlich auch ohne die Machenschaften eines gewinnsüchtigen Schlagzeilenjägers eigentümlich genug, aber es besteht kein Zweifel, dass Bashir die Zuschauer für seine eigenen Zwecke manipuliert hat. Seine Fragen waren suggestiv, der Schnitt irreführend. Als ich die Sendung sah, schien es mir, als sei es die ganze Zeit über Bashirs Plan gewesen, Michael auf jede nur erdenkliche Art und Weise bloßzustellen, um die bestmöglichen Einschaltquoten für seine Show zu erzielen. “[3]

Es ist auch eine Verdrehung der Tatsachen, dass nur Jungen in Jacksons Zimmer geschlafen haben. Mädchen taten das auch. Zum Beispiel:

Nicole Richie, Tochter von Lionel Richie

„Vor allem Nicole unterstützte Jackson gegen die Vorwürfe des unangemessenen sexuellen Verhaltens Kindern gegenüber. Zu diesem Zweck erzählte sie von ihren eigenen Tollereien, die sie als Kind auf Jacksons Neverland Ranch erlebt hatte und bei denen sie oft in Jacksons Schlafzimmer schlief. „Weißt du, viele von uns haben alle im selben Raum geschlafen“, sagte sie. „Es war einfach nur… ein Erwachsener, der irgendwie wieder ein Kind sein möchte. Er hatte einfach nur Spaß an der Gesellschaft von Kindern. Ich bin mit ihm aufgewachsen. Ich habe viele Abende dort verbracht und viele Tage.” Sie stellte fest, dass sie „nur für mich selbst sprechen konnte”, und fügte dennoch hinzu: „Es ist absolut nichts passiert.”

Nicole sagte auch, dass sie ihren Mund nicht gehalten hätte, wenn Jackson etwas mit ihr versucht hätte. „Ich bin keine ruhige Person”, sagte sie. „Wenn etwas passiert wäre, würde ich sagen „wer bist du?”… und ich würde es meinen Eltern sagen. Aber meine Eltern würden mich niemals in Hände geben, die sie für gefährlich hielten. Ich hatte nie irgendwelchen Kummer, und ich liebe ihn.“ [6]

Lottie Roses Tochter. Lottie Rose war von 1981 bis 1994 Michael Jacksons Friseurin.

Lottie Rose: Er erlaubte mir, meine Tochter mitzubringen. Sie blieb über Nacht und schlief in Michaels Bett. Ich arbeitete an ihm. Ich blieb auf Neverland, weil die Fahrt so lang war, und wir hatten unser eigenes kleines Zimmer.

Ihre Tochter: Ich traf MJ, als ich elf Jahre alt war. Zufällig war ich an einem Samstag im Friseursalon meiner Mutter, als sie einen Anruf von Bill Bray erhielt, MJs damaliger rechter Hand. Er erzählte meiner Mutter, dass MJ ihre Arbeit mochte (sie machte die Haare für die Soft Sheen Werbung), sie kontaktieren Soft Sheen und wurden an sie weiter verwiesen.

Meine Mutter hielt es für einen Witz, bis die Limousine vor dem Salon stand. Sie erzählte mir in letzter Minute von MJ… Ich konnte es nicht glauben und wurde verrückt, während Bill die Limousine hinter dem Salon parkte. Lassen Sie mich Ihnen sagen… es war die beste Nacht, die ein 11-jähriger je hatte.

Ein wirklich netter Kerl, sehr freundlich und das Beste war, dass ich praktisch MJs ganze Aufmerksamkeit für mich hatte.

Er war überhaupt nicht schüchtern. Eigentlich war ich sehr schüchtern und hatte zuerst Angst, ihn zu treffen, weil er MJ war. Er war jedoch sehr freundlich und half mir, aufzutauen.

MJ und ich sprachen meistens über mich und meine Freunde, was wir zum Spaß gemacht haben, wohin wir gerne gingen, wie es war, in das Einkaufszentrum zu gehen, Lieblingsgeschäfte, Vergnügungsparks, Lieblingsfahrgeschäfte, zum Strand gehen, Filme und mehr … Er rief mich auch hin uns wieder zu Hause an, um zu plaudern.

Michael machte gerne Schabernack. Er erzählte meiner Mutter, dass Muscles oder Bubbles in der Nähe waren und dann streifte er ihr Bein, damit sie glaubte, es sei eines der Tiere. Sie hüpfte herum und schrie manchmal… war wirklich sehr lustig! “[8]

Jacksons Cousine Simone Jackson sagte 2005 im Prozess aus. In ihrer Zeugenaussage ging es hauptsächlich um die Arvizo-Jungs, da sie mit ihnen rumhing, aber aus ihrer Aussage erfuhren wir, dass auch sie in Jacksons Bett geschlafen hatte.

Haben Sie jemals in Michael Jacksons Zimmer übernachtet?

Ja.

Okay. Sie alleine?

Ja.

Haben Sie jemals eine Nacht in seinem Zimmer in seinem Bett mit ihm verbracht?

Ja.

Sie alleine?

Ja.

Gut. Wie alt waren Sie, als Sie das getan haben?

Ich war ungefähr acht oder neun. [10]

Außerdem befanden sich auch Erwachsene in Jacksons Bett – ohne sexuellem Beigeschmack. William B. Van Valin, ein heterosexueller erwachsener Mann, der sich Anfang der 2000er Jahre gemeinsam mit seiner Familie mit Jackson anfreundete, schrieb in seinem Buch mit dem Titel „Private Conversations in Neverland“ darüber, ein paar Mal in Jacksons Bett gewesen zu sein:

dr-van-valin

William van Valin

„In Michaels Zimmer gab es eine Couch mit einer King-Size-Ausziehfunktion. Sie war immer in ausgezogener Position und wurde immer wie in einem Hotel aufgedeckt. Von dort konnte man auf das größte Fernsehgerät sehen, das ich zum damaligen Zeitpunkt je gesehen habe. Wir schalteten einen Film ein, bestellten aus der Küche, worauf wir Lust hatten und schauten bis spät in die Nacht Filme. Wenn Michael einschlief, während wir einen Film sahen, drehte ich langsam die Lautstärke herunter, zog den Netzstecker aus der Steckdose (denn wenn ich die Fernbedienung benutzte, machte er ein lautes Geräusch, als er sich abschaltete) und verließ leise den Raum und ging nach Hause. Ich erinnere mich, dass ich dies eines Abends gemacht habe und auf Zehenspitzen zur Tür ging, als ich Michael sagen hörte: „Bis morgen, Barney.“ Aus irgendeinem Grund fiel es Michael schwer, zu schlafen. Wenn er einschlief, war ich immer darauf bedacht, dass er weiter schlief. Manchmal bat er mich, ihm etwas vorzulesen, ich nahm ein Buch und las einfach daraus vor, dann schlich ich mich davon, wenn es schien, als ob er eingeschlafen wäre. “[7]

Elizabeth Taylor (etwa ab 1:58).

Was bedeuteten diese Übernachtungen in Jacksons Leben wirklich? Laut dem deutschen Psychologen und Psychotherapeuten Dieter Speck übernahm Jackson aufgrund seines Kindheitstraumas – des Verlustes seiner Kindheit, der Schläge seines Vaters usw. – die Doppelrolle, gleichzeitig ein Kind und ein Vater zu sein. In den Kindern, mit denen er sich umgab, sah er sich selbst und wollte ihnen die – nicht-sexuelle – väterliche Zuneigung und Liebe geben, die er nie von seinem eigenen Vater bekam. In anderen Zusammenhängen war er selbst ein Kind. Speck glaubt nicht, dass Jackson ein Pädophiler war oder dass seine Beziehung zu Kindern sexuell war.

(Dieter Speck war 1997 Mitautor eines Buches mit dem Titel „Sexueller Missbrauch – die Einsamkeit der Opfer und die Hilflosigkeit der Justiz”)

Quellen:

[1] Martin Bashir – Living with Michael Jackson interview/documentary (February 2003)

[2] Gavin Arvizo’s testimony at Michael Jackson’s 2005 trial (March 14, 2005)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2016/12/court-transcripts.zip

[3] Frank Cascio – My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man (HarperCollins, Kindle Edition, November 15, 2011)

[4] Kit Culkin – Lost Boy (May 09, 2005, the book was published and distributed exclusively through KitCulkin.com)

[5] June Chandler’s testimony at Michael Jackson’s 2005 trial (April 11, 2005)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2016/12/court-transcripts.zip

[6] Wade Paulsen – Nicole Richie defends Michael Jackson, while Paris Hilton blows off Letterman (Realitytvworld.com, November 21, 2003)
http://www.realitytvworld.com/news/nicole-richie-defends-michael-jackson-while-paris-hilton-blows-off-letterman-2017.php

[7] William B. Van Valin, MD – Private Conversations in Neverland with Michael Jackson

[8] Margena A. Christian – Michael Jackson: Our Icon (Ebony, September 2009)

[9] Joy Robson’s testimony at Michael Jackson’s 2005 trial (May 6, 2005)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2016/12/court-transcripts.zip

[10] Simone Jackson’s testimony at Michael Jackson’s 2005 trial (May 18, 2005)
https://themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2016/12/court-transcripts.zip

Joe Vogel: Was Sie über die neue Michael Jackson Dokumentation wissen sollten

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Dieser Artikel erschien im englischen Original am 29. Jänner 2019 im Forbes Magazin: https://www.forbes.com/sites/joevogel/2019/01/29/what-you-should-know-about-the-new-michael-jackson-documentary/#7397bbb0640f

Michael Jackson Madison Square Garden Bad Tour

Sänger Michael Jackson performt auf der Bühne im Madison Square Garden (Foto von Rick Maiman/Sygma via Getty Images) Getty

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Rezension von Leaving Neverland dar, den ich nicht gesehen habe, sondern er bietet vielmehr einen Überblick über den Kontext hinter den Anschuldigungen in dieser Dokumentation.

Als Michael Jackson 2009 starb, schrieb Wade Robson – der ehemalige Choreograph, dessen Missbrauchsanschuldigungen im Mittelpunkt einer kontroversen neuen Dokumentation, Leaving Neverland stehen, einen Tribut an seinen Freund (ganzer Text auf Deutsch: Mein Mentor – Wade Robson über Michael; Anm.d.Übers.):

Michael Jackson veränderte die Welt und für mich ganz persönlich auch mein Leben, für immer. Er ist der Grund, warum ich tanze, der Grund, warum ich Musik mache, und einer der Hauptgründe, dass ich an das Gute im Menschen glaube. Er war 20 Jahre lang ein sehr enger Freund von mir. Seine Musik, seine Moves, seine persönlichen, inspirierenden und ermunternden Worte und seine bedingungslose Liebe werden für immer in mir weiterleben. Ich werde ihn unermesslich vermissen, aber ich weiß, er hat jetzt seinen Frieden gefunden und erfreut den Himmel mit einer Melodie und einem Moonwalk.

Robson war zu diesem Zeitpunkt siebenundzwanzig Jahre alt. Vier Jahre zuvor sagte er (als Erwachsener) bei Jacksons Prozess 2005 aus, dass niemals irgendetwas Sexuelles zwischen ihnen vorgefallen ist. Im Vorfeld des Prozesses hatte Robson Jackson jahrelang nicht gesehen und er war nicht dazu verpflichtet, ein Zeuge der Verteidigung zu sein. Er stand einem vernichtenden Kreuzverhör gegenüber und war sich über die Strafe bei Meineid für Lügen unter Eid im Klaren. Aber Robson beteuerte hartnäckig, mit Überzeugung und glaubwürdig, dass nichts Sexuelles vorgefallen ist.

Was änderte sich zwischen damals und jetzt? Ein paar Dinge:

  • 2011 trat Robson an John Branca, Co-Executor des Michael Jackson Estates, heran, da er die Regieführung bei der neuen Michael Jackson/Cirque du Soleil Inszenierung ONE übernehmen wollte. Robson gab an, dass er den Job „dringend“ wollte, aber der Estate wählte letztendlich jemand anderen für die Position.
  • 2012 hatte Robson einen Nervenzusammenbruch, der laut seinen eigenen Aussagen durch ein obsessives Streben nach Erfolg getriggert wurde. Seine Karriere fing in seinen eigenen Worten an, zu „zerbröckeln“.
  • Im gleichen Jahr – Robsons Karriere, Finanzen und Ehe waren in Gefahr – begann er, einen Verleger für ein Buch zu suchen, in dem er behauptet, er wurde von Michael Jackson sexuell missbraucht. Kein Herausgeber griff es auf.
  • 2013 reichte Robson eine $1,5 Milliarden Dollar Zivilklage/Gläubigerklage ein – gemeinsam mit James Safechuck, der Ende der 80er ebenfalls Zeit mit Jackson verbracht hat. Safechuck behauptet, dass er erst realisiert hat, missbraucht worden zu sein, als Robson seine Klage eingereicht hat. Diese Klage wurde 2017 von einem Nachlassgericht abgewiesen.
  • 2019 hat das Sundance Film Festival eine Dokumentation uraufgeführt, die lediglich auf Robsons und Safechucks Anschuldigungen basiert. Während die Dokumentation angesichts des Inhaltes selbstverständlich emotional bestürzend ist, präsentiert sie keine neuen Beweise oder Zeugen. Der Regisseur des Films, Dan Reed, bestätigte, dass er keine anderen Schlüsselfiguren interviewen wollte, weil das die Story, die er erzählen wollte, verkomplizieren oder in Frage stellen könnte.

Für die Medien ist es verlockend, Jackson mit einer größeren kulturellen Schilderung über sexuelles Fehlverhalten zu verbinden. R. Kelly wurde zu Recht von einer Dokumentation zur Strecke gebracht und viele andere Gestalten mit hohem Bekanntheitsgrad wurden in den letzten Jahren entlarvt, also muss Michael Jackson – so lautet die Logik – sicherlich auch schuldig sein. Doch das ist ein gefährlicher Sprung – insbesondere mit Amerikas Geschichte, schwarze Männer zu Unrecht anzuvisieren und für schuldig zu befinden – anständige Menschen wären gut beraten, wenn sie sorgfältiger darüber nachdenken würden, bevor sie den Künstler verurteilen. Es ist kein Zufall, dass eines von Jacksons Lieblingsbüchern (und –filmen) To Kill a Mockingbird war, eine Geschichte über einen schwarzen Mann – Tom Robinson – der durch falsche Anschuldigungen zerstört wurde.

Die Medien mit ihren weitestgehend ungeprüften, aus dem Zusammenhang gerissenen Szenen scheinen vergessen zu haben: keine Anschuldigungen wurden öffentlich je mehr untersucht als jene gegen Michael Jackson. Sie lösten Mitte der 90er einen zweijährigen Wahn aus und dann noch einmal Mitte der 2000er, als Jackson einem gründlichen Strafprozess gegenübertrat. Seine Wohnsitze wurden in zwei unangekündigten Razzien der Strafverfolgung auf den Kopf gestellt. Es wurde nichts Belastendes gefunden. Jackson wurde 2005 von einer konservativen Jury aus Santa Maria in allen Anklagepunkten freigesprochen. Das FBI führte ebenfalls eine eingehende Untersuchung durch. In der 300 seitigen Akte über den Popstar, die unter dem Informationsfreiheitsgesetz veröffentlicht wurde, sind keine Beweise für Fehlverhalten zu finden.

Währenddessen beteuern dutzende Personen, die als Kinder Zeit mit Jackson verbracht haben, weiterhin, dass niemals irgendetwas Sexuelles passiert ist. Darunter hunderte kranke und sterbenskranke Kinder wie Bela Farkas (dem Jackson eine lebensrettende Lebertransplantation gezahlt hatte) und Ryan White (mit dem sich Jackson in seinen letzten Jahren im Kampf gegen AIDS angefreundet hatte); weniger bekannte Personen wie Brett Barnes und Frank Cascio; Berühmtheiten wie Macaulay Culkin, Sean Lennon, Emmanuel Lewis, Alfonso Ribeiro und Corey Feldman; Jacksons Nichten und Neffen; und seine eigenen drei Kinder.

Die Anschuldigungen rund um Jackson verblassten im Laufe des letzten Jahrzehnts weitestgehend aus folgendem Grund: im Gegensatz zu den Bill Cosby oder R. Kelly Fällen ist es bei Jackson so, dass je mehr Leute sich die Anschuldigungen gegen Jackson ansahen, desto mehr Beweise rehabilitierten ihn. Der Fall der Staatsanwaltschaft 2005 war so absurd, dass Matt Taibbi vom Rolling Stone ihn wie folgt beschrieb:

Der Michael Jackson Prozess, der vorgeblich eine Story darüber ist, einen Kinderschänder vor Gericht zu bringen, ist stattdessen eine Art Parade geistloser amerikanischer Typen: Trickbetrüger, Trottel und untalentierte Intriganten, die entweder in völliger Arbeitslosigkeit versinken… oder in fingierten Nicht-Karrieren des Informationszeitalters, die auf jede nur erdenkliche Art und Weise darauf aus sind, Geld zu machen. Der MC [master of ceremonies – Zeremonienmeister, Anm.d.Übers.] war Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon, dessen metaphorische Rolle in dieser amerikanischen Reality-Show das graue Herz der Nixonian Silent Majority darstellte – die bittere Mittelmäßigkeit, der es danach verlangte, jeden, der jemals in Paris Urlaub gemacht hatte, festzuhalten .Der erste Monat des Prozesses bot die vielleicht kompromittierteste Sammlung an Zeugen der Staatsanwaltschaft dar, die jemals in einem amerikanischen Gerichtsprozess versammelt war – fast zur Gänze eine Gruppe aus überführten Lügnern, bezahlten Klatsch-Hausierern oder Schlimmerem…

In den nächsten sechs Wochen implodierte praktisch jedes Stück seines Falles in öffentlicher Sitzung und das erste Drama des Prozesses verwandelte sich schnell in einen Wettlauf, bei dem es um die Frage ging, ob der Bezirksstaatsanwalt es schaffen würde, all seine Zeugen in den Zeugenstand zu bringen, ohne dass diese in Handschellen aus dem Gerichtsgebäude entfernt werden.

Was hat sich seit dem verändert?

In Robsons Fall ist es so, dass dieser sich Jahrzehnte nach den angeblichen Vorfällen mit Michael Jackson und seinen Kindern zum Barbecue traf. Er bat um Tickets für die Gedenkfeier des Künstlers. Er nahm an Tributen teil. „Ich habe immer noch mein Handy mit seiner Nummer darin“, schrieb Robson 2009, „Ich kann den Gedanken einfach nicht ertragen, seine Nachrichten zu löschen.“

Dann, nach zwanzig Jahren, hat sich seine Geschichte plötzlich geändert (deutsche Untertitel verfügbar; Anm.d.Übers.), und seinen neuen Behauptungen folgte eine $1,5 Milliarden Dollar Klage.

Sundance Leaving Neverland

Foto vom 25. Jänner 2019: Brenda Jenkyns (links) und Catherine Van Tighem, die aus Calgary, Canada angereist sind, um bei der Premiere der „Leaving Neverland“ Michael Jackson Dokumentation des Sundance Film Festivals in Park City, Utah vor dem Egyptian Theatre in der Main Street mit Plakaten zu stehen. Michael Jacksons Familienmitglieder sagten am Montag, 28. Jänner, dass sie „erbost“ sind, dass zwei Männer, die ihm vorwerfen, sie als Jungs missbraucht zu haben, wegen einer neuen Dokumentation über sie erneute Aufmerksamkeit erhalten haben. Die Familie veröffentlichte ein Statement, in dem sie „Leaving Neverland“, einen Dokumentarfilm mit Jacksons Anklägern Wade Robson und James Safechuck in den Hauptrollen, anprangern. (Foto von Danny Moloshok/Invision/AP, File) Danny Moloshok/Invision/AP

Als exzentrischer, wohlhabender Afroamerikaner war Michael Jackson schon immer ein Ziel für Rechtsstreitigkeiten. In den 1980er und 1990er Jahren behaupteten Dutzende von Frauen fälschlicherweise, er sei der Vater ihrer Kinder. Er sah sich mehreren Klagen gegenüber, die zu Unrecht behaupteten, er habe diverse Lieder plagiiert. Im Jahr 2010 reichte eine Frau namens Billie Jean eine frivole 600-Millionen-Dollar-Vaterschaftsklage gegen Jacksons Estate ein.

Als jemand, der eine enorme Menge an Recherchen über den Künstler durchgeführt hat, viele Menschen interviewt hat, die ihm nahe standen und Zugang zu vielen privaten Informationen erhalten hat, ist meine Einschätzung, dass die Beweise einfach nicht auf Michael Jacksons Schuld hindeuten. Im Gegensatz zu den abgeänderten Darstellungen von Robson und Safechuck gibt es eine bemerkenswerte Konsistenz in der Art und Weise, wie Menschen, die den Künstler kannten, von ihm sprechen – ob Freunde, Familienmitglieder, Mitarbeiter, Künstlerkollegen, Toningenieure, Rechtsanwälte, Geschäftspartner, Sicherheitsbeamte, ehemalige Ehepartner , seine eigenen Kinder – Menschen, die ihn in jeder nur erdenklichen Eigenschaft kannten. Man sagt, Michael sei sanftmütig, brillant, einfühlsam, manchmal naiv, manchmal kindisch, manchmal wahrnehmungsblind. Aber niemand glaubt, dass er ein Kinderschänder war.

Update:

Ich möchte klarstellen, dass Opfer sexuellen Missbrauchs mein tiefstes Mitgefühl haben. Ich glaube auch zutiefst an das Prinzip eines ordnungsgemäßen Prozesses, insbesondere angesichts der Geschichte Amerikas in Bezug auf Farbige. Dieser Artikel sollte einen Kontext in Bezug auf die Anschuldigungen gegen Michael Jackson bieten. Da ich jedoch nicht dabei war, kann ich letztendlich nicht über die Erfahrungen von Wade Robson und James Safechuck sprechen. Es ist meine aufrichtige Hoffnung für alle Beteiligten, dass die Wahrheit siegen wird und alle, die verletzt wurden, Heilung finden werden.

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Weiterführende Informationen zu „Leaving Neverland“:

Safechuck spricht von sexuellem Missbrauch im ikonischen Neverland Bahnhof, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal existiert hat

Fakten kompakt: die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen.

Wann hat James Safechuck realisiert, dass er ein angebliches Missbrauchsopfer ist?

Die Wade Robson Unterstellungen (Zusammenfassung)

Die entlarvten Lügengeschichten in Wade Robsons Klageschrift

Langjährige Weggefährten Michael Jacksons äußern sich zu “Leaving Neverland”

Michael Jackson ist nicht euer #MeToo Minstrel

Leaving Neverland Transcript – LIES and DISTORTION (englisch) (0:00 – 0:30) (0:30 – 1:00)

Michael Jackson und Wade Robson: Die wahre Geschichte – Auch mit deutschen Untertiteln:

Häufig gestellte Fragen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson:

Warum hat Jackson einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen, wenn er unschuldig war?

Was hat es damit auf sich, dass Jackson sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern geteilt hat?

Übersicht aller Artikel auf all4michael, die sich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson beschäftigen:

Die Unterstellungen von 1993, 2003 und 2013 + „The Veritas Project“

Fakten-Kompakt: Die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen

Fakten-Kompakt: Die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen.

Eine kompakte Version von Punkten, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Robson und Safechuck aufwerfen, aber in den Medien nie genannt werden.

Basierend auf: FACT-BOMB: The evidence the media refuses to show you about Michael Jackson’s accusers – von Charles Thomson

>> ORIGINAL

Seit 5 Jahren verklagen diese beiden Männer (James Safechuck und Wade Robson), beide professionelle Schauspieler, Michael Jacksons Estate auf eine Schadenersatzzahlung von mehreren Millionen Dollar. Dieser Rechtsstreit hat schon tausende Seiten von Gerichtsdokumenten produziert: Zeugenaussagen, Einsprüche, Depositionen und Offenlegungen. Diese öffentlich einsehbaren Dokumente beweisen ohne Zweifel, dass diese Männer lügen. Die Medien wissen von diesen Dokumenten, weigern sich aber, über ihren Inhalt zu berichten.

Hier also eine Aufzählung einiger dieser öffentlichen zugänglichen Informationen, über die in den Medien nicht berichten wird.

Beide Männer verteidigten Jackson über Jahrzehnte, auch unter Eid, und entschieden sich erst Jahre nach seinem Tod dazu, als beide in finanziellen Schwierigkeiten waren, belästigt worden zu sein und reichten eine Klage ein, in der es um mehrere Millionen Dollar Schadenersatz geht. Diese Klage wurde abgewiesen – zweimal – aber beide Männer sind in Berufung gegangen, was für sie einen gigantischen finanziell motivierten Grund darstellt zu lügen.

Seit der Einreichung ihrer Klagen, haben beide Männer ihre Geschichte mehrfach geändert und erzählen immer wieder gegensätzliche Versionen der gleichen Ereignisse. Zum Beispiel hat Wade Robson mindestens 4 verschiedene Versionen über den Zeitpunkt des ersten Missbrauchs durch Jackson erzählt.

In seiner Klage wurde Robson dabei erwischt unter Eid so schamlos zu lügen, dass der Richter seine komplette Aussage ablehnte und sagte, kein rational denkender Fakten Ermittler könnte seinen Angaben je glauben.

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“The judge found that no rational fact-finder could possibly believe Robson’s sworn statement”

Zwischen 2012 und 2014 verfasst Robson zwei Entwürfe eines Memoirs über den Missbrauch und versuchte erfolglos, diese an Verleger zu verkaufen. Zwischenzeitlich log er unter Eid und sagte, er habe über diese Vorwürfe niemals zuvor mit jemand anderem als seinen Anwälten gesprochen. Als Jacksons Estate entdeckte, dass Robson tatsächlich versuchte, ein Buch herauszubringen, verlangte das Gericht, dass er die Entwürfe als Beweismittel zur Verfügung stellte. Sie stellten fest, dass seine Geschichte sich von einem Entwurf zum nächsten signifikant geändert hatte.

Es wurde auch angeordnet, dass Robson seine Emails als Beweismittel übergeben sollte. Diese Anordnung missachtete er mehrfach. Zuerst behauptet er, dass sie nicht existieren, danach weigerte er sich einfach, sie auszuhändigen. Dann editierte er alle Mails zwischen ihm und seinen Familienmitgliedern und beanspruchte für sie das Anwalts-Mandanten-Privileg, obwohl keiner in seiner Familie Anwalt ist.

Als er schliesslich der Gerichtsanordnung nachkam, und die Emails übergab, enthüllten sie, dass er zu der Zeit, als er an seinem Memoir schrieb, recherchierte und sich selbst Links von alten Artikeln aus der Klatschpresse über Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson geschickt hatte.

Hier ein link zu Robsons Emails

Diese Mails zeigten z.B., dass Robson eine spezifische Geschichte aus den frühen 1990er Jahren fand, die ihn und seine Mutter beinhaltete. Er schickte diese Story an seine Mutter und fragte, ob sie wahr sei. Sie antwortete: „Wow, nichts davon stimmt!“ Robson übernahm die Story trotzdem in seine Geschichte.

Mail None of this is true

“Wow, none of this is true”

Die Emails zeigten auch, dass Robson 2011/12 versuchte, von Jacksons Estate einen Job als Regisseur und Choreograf einer offiziellen Michael Jackson Tribute Show in Las Vegas zu bekommen. Seine Offensive sich diese Rollen zu sichern, beinhaltete das Versenden von Emails, in denen er seine großartige Freundschaft mit Jackson erwähnte und ausführte, dass kein anderer für diesen Job qualifizierter sei als er, und er mit Hingabe bereit sei, „für Michael“ die beste Arbeit abzuliefern, die möglich sei. Nachdem man ihm sagte, dass dieser Job an jemand anderen vergeben wurde, behauptete er plötzlich missbraucht worden zu sein und verklagte Michael Jacksons Estate und forderte mehrere Millionen Dollar.

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Robson wurde auch aufgefordert, seine Tagebücher zu übergeben. In diesen hatte er darüber geschrieben, wie diese Vorwürfe seine schwächelnde Karriere retten könnten, indem sie ihn „zuordenbar und relevant“ machen würden. Er schrieb auch: „Es wird Zeit, dass ich meines bekomme“. Als er unter Eid gefragt wurde, was er meinte, als er das schrieb, verweigerte er die Antwort.

Laut Jimmy Safechuck schaltete dieser 2013, Monate nach dem Robson seine Klage eingerecht hatte, seinen Fernseher ein und sah zufällig, wie Robson zu seinem Gerichtsprozess interviewt wurde. In diesem Moment erinnerte sich Safechuck plötzlich daran, dass auch er von Jackson missbraucht worden war und beschloss, sich der Klage anzuschließen. Er erwähnte nicht, dass diese  Offenbarung sich genau zu dem Zeitpunkt einstellte, da sein Erbe drohte den Bach herunter zu gehen, nachdem einer seiner Verwandten verstorben war und die verbliebenen Angehörigen – inklusive ihm – sich gegenseitig verklagten, weil jeder das Familiengeschäft kontrollieren wollte.

Safechuck Schulden

Ausführlichere Information zu James Safechucks finanziellen Problemen hier:

Safechuck behauptet also, er habe erst 2013, nachdem er von Robsons Vorwürfen im TV erfahren habe, realisiert, dass auch er von MJ missbraucht wurde. Auch in seinem Interview mit Oprah Winfrey, das nach nach der Ausstrahlung der Dokumentation auf HBO gesendet wurde, hält er an genau dieser Version fest: er habe vor 2013 nicht gewußt, dass er missbraucht wurde. In der Leaving Neverland “Doku” ist jedoch seine Mutter zu sehen und hören, die lebhaft erzählt, wie sie sich 2009 freute (“ich tanzte vor Freude…”) dass Michael Jackson gestorben sei, weil er jetzt endlich keine Kinder mehr verletzten könne.  In diesem Video ist dieser Ausschnitt aus LN mit Stefanie Safechuck zu sehen:

 

Und diesem Video (das auch sonst sehr sehenswert ist!) sind Ausschnitte des Oprah Interviews zu sehen. U.a hört man James Safechuck, der wieder sagt, er habe erst nachdem Wade Robson mit seinen Vorwürfen öffentlich wurde festgestellt, dass er evt. auch missbraucht wurde:

Beide Männer erzählen in einer Fernsehshow Geschichten, die denen in ihrer Klage unter Eid abgegebenen widersprechen. In der Tat ist es so, dass sie auch weiterhin, erst in der letzten Woche, ihre Geschichten verändern.

Beispielsweise behauptet Jimmy Safechuck unter Eid in seiner Klage, dass er sich erst 2013, als er den Fernseher einschaltete und Robson sah, daran erinnert habe, dass Jackson ihn missbraucht habe. In der heutigen TV Sendung der Dokumentation in U.K. und in den Interviews, die diese Sendung ankündigten, behauptet er jedoch, schon 2005 gewußt zu haben, dass er missbraucht worden sei, und sich deshalb, als er gegen Ende des Prozess gefragt worden sei, für Jacksons Verteidigung auszusagen, weigerte, das zu tun.

Dieses ist nachweislich eine Lüge. Safechuck wurde niemals gefragt, für Jacksons Verteidigung auszusagen. Der Richter wies lange bevor der Prozess begann an, dass man nur  Aussagen von bestimmten Kindern anhören dürfe, und Safechuck gehörte nicht dazu. Jegliche Aussage Safechucks war sozusagen ausdrücklich aus dem Gerichtssaal verbannt. Jacksons Verteidigungsteam kann ihn also nicht aufgefordert haben, für Jackson auszusagen – und schon garnicht nachdem der Prozess schon begonnen hatte.

In diesem Interview mit Scott Ross, einem Private Investigator, der 2005 am Michael Jackson/Arvizo Fall mitarbeitete, und u.a. für Zeugen und Zeugenaussagen zuständig war, spricht Ross über Safechuck: (ab 16:00)

Safechuck… dazu wurde um 1994 herum eine Erklärung eigereicht, im Zusammenhang mit dem Jordy Chandler Fall, und Safechuck sagte damals aus, dass nichts passiert sei, Michael ihm nie etwas getan hat… er auch keinen Kontakt mehr mit Michael habe. Deshalb war Safechuck für diesen Prozess (Anmerkung: Ross spricht über den Prozess 2005) ein „Non-Entity“, wie wir das nennen (Nicht relevante Person). Der Richter hatte schon angeordnet, dass nichts was Safechuck betraf, in diesem Prozes erlaubt sei. Nichts von dem würde thematisiert, oder als irgendeine Art Beweis in Betracht gezogen werden. Safechuck existierte quasi im Zusammenhang mit diesem Prozess nicht, ganz einfach. Wenn ich also Geschichten darüber höre, dass Evvi Tavaski, Michaels persönliche Assistentin, Safechuck mehrfach angerufen hätte und ihn drängte, auszusagen, dann ist das nicht einmal nur absurd, sondern die Dummheit dieser Aussage ist nur unglaublich, weil es überhaupt nicht Evvy Tavaskis Angelegenheit ist zu entscheiden, wer als Zeuge auszusagen hat. Es war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal eine Entscheidung, die Tom oder Sneddon hätten treffen können. Zu dem Zeitpunkt hatte der Richter schon längst geregelt – etwa 7-8 Monate vorher – dass Safechuck ein „Non-Entity“ war. Er hatte absolut nichts mit diesem Prozess zu tun. Vielleicht hat er ihn verfolgt, aber das war auch schon der einzigste Berührungspunkt, den er damit hatte. Er war nie,nie…. ein „Entity“ (Rechtsperson in diesem Fall)

In einem Interview mit BBC behauptete Safechuck vergangene Woche, Jackson habe ihn „hunderte Mal“ missbraucht. Die eidesstattliche Aussage seiner Mutter lautet jedoch, sie haben Neverland nur etwa 14 Mal besucht, und Jackson sei in der Zeit fast nie dort gewesen. Sie grenzt die Zahl der Besuche, bei denen auch Jackson auf der Ranch anwesend war, auf etwa 4 ein.

Nach einem finanziellen Motiv befragt, behaupten beide Männer, es gehe ihnen nicht um Geld, sie hätten mit der Klage das Estate nur zur Verantwortung ziehen wollen, um dadurch andere Missbrauchsopfer zu ermutigen. Das ist nachweislich eine Lüge. Die Klage wurde ursprünglich versiegelt eingereicht und Robson versuchte, das Estate zu einem Vergleich zu bewegen, ohne dass es an die Öffentlichkeit kommen sollte. Erst als das Estate sich weigerte, ihm auch nur einen Penny zu bezahlen, ging er an die Öffentlichkeit.

 

Weitere entlarvte Lügen:

Dan Reed behauptet, dass Robson und Safechuck, schon lange bevor diese Dokumentation gedreht wurde, aus rechtlichen Gründen weder Kontakt hatten, oder sich getroffen hatten. Von ‘The Rolling Stone’ in einem Interview danach gefragt, antwortet Reed: „Yeah, so konnten sie sich nicht über ihre Geschichten austauschen. Sundance war das erste Mal, dass sie sich als Erwachsene trafen. Es war das erste Mal, dass sie Zeit miteinander verbrachten.“

Fakt ist jedoch, dass Robson und Safechuck 2014, genau zu der Zeit, als die Dokumentation gedreht wurde, sich gemeinsam mit ihren Anwälten trafen und ihre Fälle besprachen.

Wade and James met 2014

In der Dokumentation behauptet Wade Robson, ein ausschlaggebender Punkt dafür, dass er 2005 für Michael vor Gericht gelogen habe sei ein Dinner auf Neverland gewesen, das vor seiner Zeugenaussage stattgefunden habe. Er beschreibt in der Doku, dass er mit Michael, seinen Kindern und „vielen anderen Personen“ an diesem Dinner teilnahm, und er durch seine Beobachtungen von Michael und seinen Kindern Mitleid bekam und nicht gewollt habe, dass Michaels Kinder ihren Vater verlieren würden. Seine Eindrücke bei diesem Dinner seinen eine wichtige Motivation für ihn gewesen, vor Gericht „zu lügen“ und den Missbrauch zu leugnen.

Das ist jedoch eine weitere Lüge, denn ein Neffe Michael Jacksons, Taj Jackson, der einer der anderen Gäste dieses Dinners mit Michael auf Neverland war schreibt dazu:

Taj Jackson:
“How do you know, you weren’t there.”
That has been one of the main lines the press have used against me as I speak up for my uncle.

Someone sent me this part of the “doc”, and I can tell you with 100% certainly, Wade’s WHOLE family flat out lied on camera in this video…

If I was not physically there myself to witness this dinner, I probably would have not even questioned it.
This story beat is suppose to give Wade the motivation to “lie” under oath to “protect” Michael Jackson. Problem is, this dinner HAPPENED AFTER Wade testified.. Oops

https://twitter.com/tajjackson3/status/1103174980982984704?fbclid=IwAR18QcZKXaUrqnoIbqF9TdNBF65LyTV7C7yLtJE_GMt5930ZXtopOGlA4z4

Taj Jackson:

Ich werde oft gefragt: „Wie kannst du das wissen, du warst doch garnicht dabei.“

Diese Zeile wird in der Presse immer wieder gegen mich hervorgebracht, wenn ich mich für meinen Onkel einsetze. Jemand hat mir diesen Teil der „Doku“ gesendet, und ich kann mit 100% Sicherheit sagen, dass Wade und seine ganze Familie vor der Kamera lügen. Wäre ich nicht selbst bei diesem Dinner anwesend gewesen, hätte ich es nicht einmal in Frage gestellt. Diese Story soll zeigen, was Robson motivierte unter Eid „zu lügen“ um Michael Jackson zu „schützen“. Das Problem dabei ist nur, dieses Dinner fand NACH WADES ZEUGENAUSSAGE statt. Uups..

UPDATE: Ein angeblicher Missbrauch in einer noch nicht vorhandenen Bahnstation….

James Safechuck behauptet im Film LN, er sei u.a. auch in der „Neverland Bahnstation“ missbraucht worden. Der Zeitrahmen, in dem er behauptet, missbraucht worden zu sein, sind lt. seinen Klageschriften und auch den Aussagen in dem Film, die Jahre 1988 – 1992, (bis er 14 Jahre alt war) In der Doku werden Bilder der betreffenden Bahnstation gezeigt, in deren oberen Stockwerk sich ein Raum befinden würde, in dem der Missbrauch angeblich stattfand. (Es gibt und gab auf NL auch keine weitere Bahnstation, die ein oberes Stockwerk besitzt, weshalb als Objekt auch nur diese eine Station in Frage kommt.)

1988 - 1992 safechuckabuse

Aus Safechucks Klage: “…von 1988 bis 1992 als der Missbrauch begann bis zu der Zeit, wo er endete, in 1992”

Das Problem ist, dass diese Bahnstation 1992 noch garnicht existierte. Sie wurde, wie mehrere Quellen und datierte Fotos belegen, (siehe auch Video) erst 1994 fertiggestellt. In dem Jahr war Safechuck schon 16 und er gab nie an, auch dann angeblich noch belästigt worden zu sein, was einen einfachen „zeitlichen Irrtum“ seinerseits ausschliesst. Die Geschichte mit der Bahnstation ist schlicht erlogen.

Eine Luftaufnahme der sich im Bau befindenden Bahnstation von 1993:

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Allan Scanlan war zuständig für die Fahrgeschäfte auf Neverland und zur Zeit des Baus der Station auch dort angestellt.

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Brenda Harvey Richie: “Ich war in der Zeit zw. 1988 und 1992 oft auf Neverland, dort gab es KEINE Bahnstation zu der Zeit.”

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Weitere ausführlichere Informationen:

Michael Jackson ist nicht euer #MeToo Minstrel

https://reidunsaxerud.com/2019/02/11/michael-jackson-is-not-your-metoo-minstrel/?fbclid=IwAR3aAmaapf4flRHHHHca78gghI01R-ee7a2bif8smLnvusrjcZZmQHc-muo

(Übersetzung eines Blog-Posts von Reidun Saxerud)

Wie ein Großteil der Welt mitbekommen hat, wurde „Leaving Neverland“ während der ersten Woche des Sundance Film Festivals 2019 gezeigt. Die etwa 4 Stunden enthalten angeblich vernichtende… Aussagen? Inhalte? Vorgeführt von zwei zu Tränen gerührten Stars: Wade Robson und James Safechuck.

Über die Dokumentation selbst wurde schon viel geschrieben. HBO hat wieder besseres Wissen beschlossen, sie Anfang März zu senden. So wie bei vielen Dingen in Jacksons Leben, gibt es leider auch hier keine einfache, für alle passende Diskussion dieser Angelegenheit. Weil sie sich um Jackson dreht, ist es unmöglich, das Spektakel und die Sensationsgier irgendwie einzudämmen. Auch nach dem Tod bleibt er überlebensgroß: Wegen des Inhalts des Films, stellte Sundance vor Ort jederzeit einsatzbereite Berater für jeden, der traumatisiert würde, zur Verfügung.

Und wißt ihr, ich verstehe es. Ob wahr oder nicht, eine vierstündige Dokumentation, die über einen angeblichen Missbrauch berichtet erinnert mich sehr an eine Aversionstherapie für den guten altenChellovek Alexim Clock Work Orange-Stil. Das muss man erst mal aushalten. Ich selbst musste kürzlich bei der Netflix SerieTed Bundyauf Grund meiner eigenen Erfahrungen mit böswilligen Narzissten, dem Triggern eines früheren Missbrauchs und der kreativen Regieführung der Serie eine Pause einlegen. Es war einfach zu viel für mich, die ganze Serie ohne Hilfe durchzustehen. Es gab jedoch keine Warnung und auch niemand der präventiv anwesend war, um meine Hand zu halten.

Also warum nicht? Geben wir dem Publikum im Voraus ein Signal dass das, was sie sehen werden verrückt und sehr bizarr sein wird, einfach deshalb, weil es sich um Michael Jackson dreht.

Soweit ich weiß, gab es bei der Harvey Weinstein Dokumentation keine einsatzbereiten Trauma-Berater.

Ja, dieser Typ. Genau DER Harvey Weinstein. Erinnert ihr euch? Ganz oben an der Pyramide der zu recht wütenden Missbrauchsopfer, die daran arbeiten, ihre Peiniger zu entmachten. Dieser Typ, kommt er euch bekannt vor?

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Das ist nicht Michael Jackson

 

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Tweet HBO: Leaving Neverland Premiere am 3. und 4. März

Antwort-Tweet Jessica Vill: Oh, 4 Tage vor Weinsteins Hauptverhandlung am 7. März?  Und ist Harvey Weinstein nicht der Typ, der eure Show „Entourage“ produziert?  Das ist aber ein sehr angenehmer Zufall, dass all diese Lügen über MJ die negative Presse über Weinstein ersticken.

Ich werde nicht alles wiederholen, was die Michael Jackson Community dem Publikum in Erinnerung gerufen hat. Aber kurz zusammengefasst:

  • Michael Jackson wurde 2005 freigesprochen, und die Geschworenen würden auch heute das gleiche Urteil fällen  (Anmerkung:The Jury Speaks – eine Serie, in der es um wahre Fälle der Vergangenheit geht, sendete eine Folge mit den Geschworen von Michaels Prozess 2005. Diese Geschworenen standen auch 2017 noch dazu, dass er unschuldig war.)
  • Wade Robson war einer der stärksten Zeugen der Verteidigung, der dann seine Meinung nach einer plötzlichen Erleuchtung änderte und 2013 beschloss, Michael Jacksons Estate zu verklagen. Seine Klage wurde jedoch abgewiesen.
  • Michael Jackson wurde 1993 nicht angeklagt, weil eine Grand Jury zweimal beschloss ihn aus Mangel an Beweisen nicht zu verklagen.
  • Das FBI führten Akten über MJ und in den 10 Jahren der Ermittlung, sowohl vom LAPD als auch dem FBI, fand man keinerlei Beweise, die Jackson mit einer kriminellen Handlung in Verbindung brachten.

Wer glaubt, dass eine dieser Aussagen nicht stimmt, kann gerne selbst nachforschen, um sich zu überzeugen. Abgesehen von diesen Fakten findet man dann in dem Zusammenhang auch Hinweise auf Erpressung, absichtliche falsche Handhabung von Beweismitteln, und ganz offensichtliche Versuche Jackson fälschlich zu bezichtigen und hereinzulegen. Man wird auch herausfinden, welche Rolle Wade Robson spielte, dass er in der Fangemeinde bekannt war und 2005 einer der stärksten Zeugen der Verteidigung war.

Bei keinem der Punkte handelt es sich nur um eine Formsache, Hysterie oder blinde Loyalität. Es handelt sich vielmehr um ernsthafte Bemühungen, kriminelle Handlungen herauszufinden und den Beschuldigten oder Verdächtigen zur Verantwortung zu ziehen – es wurde jedoch nichts gefunden.

Was ist also der Zweck dieser ständigen Versuche, Michael Jacksons Verhalten, das sich immer wieder als nicht kriminell bewiesen hat, auch noch nach seinem Tod zu untersuchen? Sein Leben war sicherlich ungewöhnlich. Aber kriminell? Nein!

Und selbst wenn es das wäre, was genau sollte dann passieren? Sollte er von Forest Lawn exhumiert werden und ins Gefängnis geworfen werden?

Jacksons ältester Neffe, Taj, hat es auf den Punkt gebracht:

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Quelle: Taj Jackson Twitter – Nicht verwunderlich, dass der Hass aus zwei der rassistischsten Länder der Welt ausgeht. Seht wer die Steine wirft, und fragt euch, warum. Fragt euch, warum sie hinter einem toten, schwarzen Mann her sind, der für unschuldig befunden wurde, obwohl es in der Branche viele bekannte weiße Täter gibt.

Egal welche Meinung ihr von ihm oder seiner Unschuld habt, es wird in unserer Lebenszeit keinen anderen „Michael Jackson“ geben. Ob ihr ihn für einen Engel oder Heiligen unter uns Menschen, eine Verkörperung eines tragischen Genies oder nur für einen Verrückten, der auf der Bühne herumtanzt, haltet – es ist nicht zu leugnen, dass seine Präsenz und das soziale Phänomen inhärent einzigartig waren und wir es nicht neu erschaffen können.

Michael Jackson starb 2009. Das war vor etwa 10 Jahren. Habt ihr davon gehört? Vielleicht, als euer Internet nach einem Zusammenbruch am 25 Juni 2009 wieder funktionierte. Später hiess es, es war die Story des Jahrzehnts.

Was genau sollte passieren, wenn Robson and Safechucks Behauptungen stimmen würden? Sollte sich die Strafverfolgung verbessern, die proaktive Vorgehensweise, um verletzliche Kinder und Erwachsene zu schützen, effektiver werden?

Wie wäre es dann mit schnellen und gleichen Konsequenzen für aktuelle und Wiederholungstäter?

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Das ist nicht Michael Jackson

Ist es das, was ihr wirklich wollt?

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Das ist nicht Michael Jackson

Diese angeblichen Täter leben und es geht ihnen gut. Manche von ihnen sind angeklagt und wir können nur hoffen, dass ihnen schnell ein gerechtes Urteil zukommt.

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Das ist nicht Michael Jackson

Aber nicht alle von ihnen.

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Das ist nicht Michael Jackson

Tatsächlich ist es so, dass manchen von ihnen vergeben wurde, und sie ihre Karrieren fortsetzen können, als sei nichts passiert, oder dass ihre selbstauferlegten Auszeiten ausreichend waren.

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Das ist nicht Michael Jackson

Im Laufe der Geschichte waren öffentliche Urteile, Erhängungen und Hinrichtungen ein gesellschaftliches und unterhaltsames Ereignis für das Volk. Besonders in der Hand von puritanischen Kolonisten. Es gibt nichts, was das weiße Amerika mehr liebt, als eine gute öffentliche Hinrichtung. Nur dass wir jetzt die Realität des Todes fürchten und so tun, als existiere er nicht, befriedigen wir uns in unserem modernen Zeitalter mit der Umsetzung durch keimfreie und offizielle Funktionen. Fällt das Gericht der öffentlichen Meinung ein Urteil, muss es wahr sein, und die Todesstrafe muss schnell und unmittelbar vollzogen werden.

Wir haben die Sklaven von den Feldern in die Gefängnisse verlegt (wo sie immer noch auf den Felden arbeiten). Wir erlauben Farbigen, neben uns die Sprossen der Karriereleitern zu erklimmen, nur um sie dann zu kippen oder auf halbem Weg abzusägen, und über ihren Absturz zu lachen.

Wenn sie Alleinerziehende sind, zahlen ihre Kinder den Preis für ihren Erfolg. Wir sammeln ihre Paparazzi- und Fahndungsfotos, hinterfragen ihren Geschmack für europäische Kunst und beschämen sie, wenn sie die Spuren ihrer eigenen Kultur und Herkunft erforschen, feiern und ehren.

Über Jahrhunderte erzwingen wir immer mehr Anpassung. Wir haben gelernt, dass wir Menschen von innen brechen können, ohne jemals eine Hand an sie zu legen und es auf dieselbe Weise auch enden lassen: ein öffentlicher und demütigender Tod.

Michael Jackson hat nicht nur die Kultur beeinflusst, er ist eine Kultur für sich. Er hat die höchste Stufe erreicht. Nicht nur als Mensch mit einem westafrikanischen, sondern auch mit indianischem und europäischem Erbe hat er die modernsten westlichen Ideale übertroffen: Reichtum, Individualismus und ein Maß an Berühmtheit, das die Beatles glaubten erreicht zu haben, als sie sich mit Jesus verglichen.

Im Gegenzug haben wir ihn auf die modernste westliche Art konsumiert. Er ist der einzige Mensch in der Geschichte der Menschheit, der solche Höhen erreicht hat, und das Weiße Amerika hat vergessen, dass er menschlich und somit endlich ist. Wir stampfen und klatschen für sein Talent, sehnen uns nach seiner Kunst, loben ihn dafür, dass er alle Barrieren durchbrochen hat, die wir ihm absichtlich in den Weg stellten, und dann wenden wir uns ab, schlagen ihn und fordern, dass er sich wieder in seine Reihe begibt oder den Galgen besteigt. Selbst jetzt, als er längst tot ist und nichts mehr zu holen ist, erwarten wir, dass er den Preis für die Verbrechen anderer bezahlt. Für unsere eigenen.

Die Michael-Jackson-Kakophonie ist insofern faszinierend, als es überhaupt nicht um Jackson geht… Man wird ihm nicht so schnell verzeihen, dass er so viele Spieße umgedreht hat, er hat alle überholt, und der Mann, der im Casino von Monte Carlo die Bank gesprengt hat, ist nichts gegen Michael.  Der ganze Lärm dreht sich letztlich um Amerika als die verlogenen Wächter des schwarzen Lebens und Reichtums, um die Schwarzen, vor allem die männlichen, und um die brennende, verdrängte amerikanische Schuld; und um Sex und sexuelle Rollen und sexuelle Panik, um Geld Erfolg und Verzweiflung.“ – James Baldwin

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Weiterführende Informationen zu „Leaving Neverland“:

Safechuck spricht von sexuellem Missbrauch im ikonischen Neverland Bahnhof, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal existiert hat

Joe Vogel: Was Sie über die neue Michael Jackson Dokumentation wissen sollten

Fakten kompakt: die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen.

Wann hat James Safechuck realisiert, dass er ein angebliches Missbrauchsopfer ist?

Die Wade Robson Unterstellungen (Zusammenfassung)

Die entlarvten Lügengeschichten in Wade Robsons Klageschrift

Langjährige Weggefährten Michael Jacksons äußern sich zu “Leaving Neverland”

Leaving Neverland Transcript – LIES and DISTORTION (englisch) (0:00 – 0:30) (0:30 – 1:00)

Michael Jackson und Wade Robson: Die wahre Geschichte – Auch mit deutschen Untertiteln:

Häufig gestellte Fragen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson:

Warum hat Jackson einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen, wenn er unschuldig war?

Was hat es damit auf sich, dass Jackson sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern geteilt hat?

Übersicht aller Artikel auf all4michael, die sich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson beschäftigen:

Die Unterstellungen von 1993, 2003 und 2013 + „The Veritas Project“

Langjährige Weggefährten Michael Jacksons äußern sich zu “Leaving Neverland”

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Hier sind Stellungnahmen von folgenden Personen zusammengefasst:

Harriet Lester, Tochter von Mark Lester

LaVelle Smith Jr., Tänzer & Choreograph

Brad Sundberg, Studiotechniker

Emmanuel Lewis, Schauspieler

Bryton James, Schauspieler

Judi Brisse, Haushälterin

Brigitte Nielsen, Schauspielerin

Kerry Anderson, Bodyguard

Jonathan “Sugarfoot” Moffett, Schlagzeuger

Karen Faye, Visagistin

Bill Whitfield, Bodyguard

Brett Barnes, Freund

Michael Lee Bush, Stylist

Kelley Parker, Schauspielerin

Carol LaMere, Haarstylistin

Talun Zeitoun, Sohn von Haarstylistin Janet Zeitoun

Dan Beck, Ex-Sony Music Angestellter

Brenda Harvey Richie, Ex-Frau von Lionel Richie

Update 10.3.19:

Harriet Lester, Tochter von Mark Lester:

View this post on Instagram

I genuinely didn't want to go through this again and to comb through my childhood memories in search of any darkness but my silence felt complicit. I need to talk about these accusations in the movie "Leaving neverland". I spent a lot of alone time with Michael Jackson and participated in many of the activites the documentary spins as proof of abuse. I've had serious discussions with my sisters and brother and none of us recall being abused by MJ or feeling unsafe or seeing anything of that nature. From reveiwing my own relationship with MJ, I can say that my experiences completley contradict the accusations made in the documentary. MJ wanted you to feel like you were special and that you could do anything, he was fiercely committed to preventing children from feeling worthless and alone. He would call you often, give you gifts, shower you with complements and protect you from anything remotely negative. I think being so intensively positive and loving towards very damaged children could've caused a severe dependency on him and when he couldn't give all of himself to them people felt betrayed and rejected. I am very proud of my dad for standing up for a heavily persecuted man. My dad and all of us could've easily made bank on these accusations which are set to make hundreds of millions. No one wants to hear the actual story becuase it doesn't sell papers or drive controversy. I've had people try to manipulate my own experiences with MJ, and swear that they indicate abuse to try and push me towards that narrative. Those that know me will be aware of how much a care about protecting the persecuted and the vulnerable; I do not take this subject lightly. If there was any indication of abuse I'd be screaming it from the rooftops, I would have taken this man down. Seriously think about what you would do in my situation and if it makes any sense for me to lie about this. I have nothing to gain and everything to lose by defending MJ. I am happy to talk to anyone about this and get the truth out there. #leavingneverland #mj #mjinnocent #michaeljackson

A post shared by Harriet Lester (@harriet_lester) on

Ich wollte das wirklich nicht noch einmal durchgehen und meine Kindheitserinnerungen auf der Suche nach Dunkelheit durchforsten, aber mein Schweigen fühlte sich mitschuldig an. Ich muss über diese Anschuldigungen im Film “Leaving Neverland” sprechen. Ich verbrachte viel Zeit alleine mit Michael Jackson und nahm an vielen Aktivitäten teil, die der Dokumentarfilm zum Beweis des Missbrauchs macht. Ich habe ernsthafte Gespräche mit meinen Geschwistern geführt und keiner von uns kann sich erinnern, dass er von MJ missbraucht wurde, sich unsicher fühlte oder irgendetwas dieser Art sah. Wenn ich meine eigene Beziehung zu MJ überdenke, kann ich sagen, dass meine Erfahrungen den Anschuldigungen im Dokumentarfilm vollständig widersprechen. MJ wollte, dass man sich als etwas Besonderes fühlte und dass man alles tun konnte. Er setzte sich mit Nachdruck dafür ein, dass Kinder sich nicht wertlos und allein fühlen. Er hat oft angerufen, Geschenke hergegeben, einen mit Komplimenten überschüttet und vor allem auch nur am entferntesten Negativem beschützt. Ich glaube, so intensiv positiv und liebevoll zu sehr beeinträchtigten Kindern zu sein, könnte eine schwere Abhängigkeit von ihm verursacht haben, und wenn er ihnen nicht alles geben konnte, fühlten sich die Menschen verraten und zurückgewiesen.

Ich bin sehr stolz auf meinen Vater, der sich für einen stark verfolgten Mann eingesetzt hat. Mein Vater und wir alle hätten aus diesen Anschuldigungen leicht Kasse machen können, die Hunderte von Millionen ausmachen könnten. Niemand möchte die eigentliche Geschichte hören, weil es keine Zeitungen verkauft oder Kontroversen auslöst. Da waren Leute, die versuchten, meine eigenen Erfahrungen mit MJ zu manipulieren und schwörten, dass sie auf Missbrauch hinweisen, um mich in die Richtung dieser Erzählung zu drängen. Diejenigen, die mich kennen, wissen, wie wichtig es mir ist, die Verfolgten und Schwachen zu schützen. Ich nehme dieses Thema nicht leicht. Wenn es Hinweise auf Missbrauch gegeben hätte, würde ich es von den Dächern aus schreien, ich hätte diesen Mann niedergemacht. Denken Sie ernsthaft darüber nach, was Sie in meiner Situation tun würden und ob es für mich Sinn macht, diesbezüglich zu lügen. Ich habe nichts zu gewinnen und alles zu verlieren, wenn ich MJ verteidige. Ich freue mich, mit jemandem darüber zu sprechen und die Wahrheit ans Licht zu bringen.

*******

LaVelle Smith Jr., Tänzer & Choreograph:

Hallo zusammen!

Ich hoffe, ihr habt ein schönes Wochenende.

Kürzlich habe ich auf meinem Profil Nachrichten mit der Bitte erhalten, ein paar Worte über eine „Dokumentation“ zu sagen – dessen Name ich nicht nennen werde, weil deren Inhalt Nonsens ist – die allerdings bei einem Festival gezeigt wurde…

Ich habe nur eines zu sagen: Wenn diese Leute auch nur einen Hauch an Würde haben würden, hätten sie niemals solche dummen Sachen gesagt.

Mein Freund Michael Jackson ist VÖLLIG UNSCHULDIG.

Das war er immer.

Michael hat immer zu mir gesagt: „Richte Deine Aufmerksamkeit auf die Details, LaVelle.“… Ich habe mehr als zwei Jahrzehnte an seiner Seite verbracht und habe meine Aufmerksamkeit immer auf die Details seiner Handlungen und Verhaltensweisen gerichtet. Ich habe NIEMALS irgendetwas Unangebrachtes gesehen und der Grund dafür ist einfach: Sein Herz ist rein und aufrichtig.

Leider kann ich dasselbe nicht über falsche Ankläger und Geldhungrige sagen.

Vor fast zehn Jahren haben wir „Ruhe in Frieden“ gesagt, aber offenbar waren „Ruhe“ und „Frieden“ niemals eine Alternative für ihn – weder vor noch nach seinem Tod.

Fakten lügen nicht. Leute tun das.

Ich habe Lügnern niemals die Genehmigung dazu erteilt, meine Proben zu verfilmen oder mein Abbild und meine Choreographie zu benutzen, um meinen Freund Michael Jackson zu verleumden.

Ich würde so gerne in ihre Gesichter schauen und sehen, wie lange sie diese Lügen aufrechterhalten können, während sie mir in die Augen sehen.

Glaubt mir: Man erntet, was man sät.

Gott weiß.

*******

Brad Sundberg, Studiotechniker:

Nur unter uns: es ist sowohl interessant als auch ein bisschen beängstigend, wie die Medien diesen Unsinn aufgegriffen haben, der sich scheinbar der Zerstörung von Michaels Erbe verschrieben hat. Insbesondere der amerikanischen Öffentlichkeit wird gesagt, wie sie zu denken hat, wer zu mögen ist, wer zu hassen ist, was gut und was schlecht ist.

Gerichtsverhandlungen ohne Jury oder Verteidigung waren verpönt. So war es auch mit der Schändung der Toten.

Ich war noch nie gut im Gruppendenken, im Schritt marschieren, still sein “oder anderem”. Doch zwei Typen, die ihre Geschichten über das, was sie gestern zu Mittag gegessen haben, nicht konsistent halten können, haben einen Großteil der Medien und des Landes zu einem großen Kollektiv von Suchenden und Zerstören gemacht.

Das ist gefährlich, weil es nicht bei Michael endet. Wenn ihr nicht denkt, wie es euch gesagt wird, glaubt, was euch gesagt wird, wählt, wie es euch gesagt wird – könnten sie sich gegen euch richten.

Ich werde mit den Seminaren wie geplant weitermachen und meine Erkenntnisse über Michael weitergeben, einem Menschen, den ich wirklich respektiere. Wenn ich auf dem Weg ein oder zwei virtuelle Eier auf mich geworfen bekomme, dann sei es so.

ITSWMJ Freunde –

Gestern habe ich auf meiner persönlichen FB-Seite eine Notiz über den HBO-Wahnsinn gepostet. Ich schreibe nicht sehr oft über MJ auf dieser Seite, aber meine Familie und Freunde wissen, dass ich eng mit Michael zusammengearbeitet habe. Ich hatte das Gefühl, ich wollte meine Gedanken zu dem Film teilen, da die Medien und Oprah ihre zerstörerischen und einseitigen Motoren auf Touren bringen. Die Reaktionen waren sehr positiv. Obwohl ihr das meiste davon bereits wisst, teile ich es auch mit euch.

Bessere Tage voraus …

<><><><><><><><><>

Eine kurze Notiz speziell für meine Freunde, die sich nicht als Michael Jackson-Fans betrachten und vielleicht neugierig sind, weil sein Name wieder in den Nachrichten ist.

Viele von euch wissen, dass ich 18 Jahre meines Lebens damit verbracht habe, mit diesem Mann im Studio, zu Hause, bei Dreharbeiten usw. zu arbeiten.

In den letzten sieben Jahren habe ich rund 170 Veranstaltungen, Vorträge und Seminare über Michaels Arbeitsstil, Songwriting, Aufnahme und Bühnentechniken für fast 6000 Gäste in 17 Ländern veranstaltet.

Ich denke, auf eine etwas unerwartete Weise ist Michael nach wie vor ein Jahrzehnt nach seinem Tod ein Teil meines Lebens.

HBO hat sich leider entschieden, an diesem Wochenende einen Film mit einigen schrecklichen Anschuldigungen von zwei Männern zu zeigen, die behaupten, dass sie von Michael missbraucht wurden. Man behauptet sogar, es sei in einem Studio geschehen, in dem ich anwesend war. Es versteht sich von selbst, dass die Filmemacher nicht darum gebeten haben, mit mir oder irgendjemandem aus dem Team aus dieser Zeit zu sprechen.

Ich bin nicht hier, um euch von Michaels Unschuld zu überzeugen oder euch zu bitten, den Film nicht anzusehen. (Obwohl mir gesagt wurde, dass es abscheulich ist). Ich erspare euch lange Abschnitte über die Make-A-Wish-Kinder und Brandopfer, die in Neverland Stammgäste waren. Oder die scheußlichen Tweets, die mir letzte Woche geschickt wurden.

Als euer Freund möchte ich einfach, dass ihr das wisst: Wenn es eine Zelle in meinem Körper gäbe, die irgendwie glaubte, dass Michael einem Kind irreparabel schaden könnte, würde ich sofort meine Seminare beenden und mit diesen beiden Männern Seite an Seite stehen. Das ist nicht der Fall.

Michael ist ein Medienwitz, das ist mir klar.

Er hatte ein Riesenrad in seinem Hinterhof und war mit einem Schimpansen befreundet.

Er liebte Disney und Filme und Popcorn mit scharfer Sauce.

Er war auch gut zu mir und gut zu meiner Familie.

Er war sanftmütig, großzügig und bemerkenswert talentiert.

Er hatte einen moralischen Kodex, der in der Musikbranche ungewöhnlich war, und ich denke, das ist der Grund, warum er und ich so gut miteinander auskamen.

Ich war nicht rund um die Uhr bei ihm.

Ich kann nicht behaupten, sein Herz zu kennen, genauso wenig wie ich das von einem von euch – meinen Freunden – könnte.

Ich fühle Tragweite davon – er ist damals und jetzt ein leichtes Ziel.

Aber ich stehe zu ihm, basierend auf meinen unzähligen Stunden, die ich mit ihm im Studio, zu Hause, in Produktionstrailern, Videodrehs und Backstage verbracht habe.

Ich habe in seinem Namen vor dem Bundesgericht ausgesagt – und ich würde es morgen wieder tun.

Ich stehe nicht zu ihm, weil er berühmt war, sondern weil er mein Freund war.

In diesen 18 Jahren gab es nie einen einzigen Moment, in dem ich “weggeschaut” habe. Nicht einen.

In diesen 18 Jahren habe ich nie etwas entfernt Unangemessenes gesehen, gehört oder gefühlt. Nichts.

Wenn ich gedacht hätte, dass er – oder irgendjemand – ein Kind verletzt hat, wäre ich der Erste gewesen, der die Polizei gerufen hätte.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, um meine Perspektive zu hören. Gerne diskutiere ich weiter, falls ihr Interesse habt, aber meine Seminare werden wie geplant fortgesetzt, und ich bin stolz und dankbar für die Freundschaft, die ich mit ihm hatte.

Danke noch einmal –

Brad

*******

Emmanuel Lewis, Schauspieler:

Für gewöhnlich schenke ich den Anschuldigungen keine Aufmerksamkeit mehr. Wisst ihr, wie lange dieses Zeug schon läuft? Jahrzehnte!! Lügenmärchen mit nur einem Ziel $$$. Ruhe im Himmel MJJ

Lasst uns hier 100% deutlich sein: Ich war niemals ein Opfer. Mein großer Bruder Michael war immer nur liebenswürdig und er war ein Vorbild für mich und meine Familie. Ich schlage vor, ihr wählt ein Thema, bei dem ihr euch wirklich auskennt, weil offensichtlich kennt ihr Michael nicht und ihr kennt mich nicht. Verbreitet Frieden und keine falschen Gerüchte.

*******

Bryton James, Schauspieler

In unserer 15-jährigen Freundschaft haben weder ich noch meine Familie beobachtet, dass sich Michael Jackson mit einem Minderjährigen oder irgendjemandem diesbezüglich unangemessen verhalten hat. & während ich als Kind mit Mr. Robson arbeitete, erwähnte er nie irgendein falsches Verhalten…

Bryton-James

*******

Judi Brisse, Haushälterin

Ich habe im Haus auf Neverland gearbeitet, als die Safechucks dort waren, Anfang der 90er Jahre. Sie hatten damals keine Probleme damit, Mr. Jacksons Großzügigkeit auszunutzen. Michael war nie am Anwesen, wenn sie kamen. Er zog es vor, nicht anwesend zu sein.

Ich hatte die Ehre, an all diesen wunderschönen Orten auf Neverland zu arbeiten. Kinder anlocken? Wie die Kinder der Innenstadt, die einen Tag auf Neverland bekommen haben und begeistert waren, dass sie auf der Busfahrt ins Santa Ynez Valley zum ersten Mal den Ozean gesehen haben? Lasst uns das bitte überdenken.

Update 15.2.19:

Brad Sundberg, Studiotechniker:

Zehn Jahre nach seinem Ableben und es hört einfach nicht auf. Für’s Protokoll: Ich war  für das “Dangerous” Album jeden einzelnen Tag im Record One und WR schaute hin und wieder vorbei.

Record One ist eine ziemlich kleine Einrichtung mit gerade einmal 2 Studios, Empfangsbereich, Wohnzimmer, Michaels Aufenthaltsraum, Technikraum, Abstellraum für Mikrofone/Kabel, Küche und ein paar Kabinen und Abstellkammern. WR hielt sich für gewöhnlich in Michaels Aufenthaltsraum auf, wo es einen Fernseher und eventuell einen Videorecorder/Filme gab.

Michael war in den Studios, der Küche usw. Ich war ziemlich oft in Michaels Aufenthaltsraum und wie ich es immer und immer wieder gesagt habe – da war nichts, das auch nur im entferntesten auf irgendetwas “Unangemessenes” hingedeutet hat.

Aber darüber hinaus hatte ich damals eine junge Familie und war in meiner Kirche oft unter Kindern. Ich kenne Kinder. Ich weiß, wenn etwas nicht stimmt. Ich bin Kindern gegenüber äußerst beschützend. Ich war nicht immer überall, aber es ist widerlich, dass WR jetzt Record One in seine Story hineinzieht.

Auch kannte ich Michael ziemlich gut. Er fühlte sich in meiner Gegenwart völlig wohl. Es gab nicht einen einzigen Moment, in dem ich das Gefühl hatte, er könnte oder würde irgendetwas tun, um einem Kind zu schaden. Wenn es so gewesen wäre, wäre ich der erste gewesen, der die Polizei gerufen hätte.

Ihr glaubt mir nicht? Fragt den Jugendarbeiter, der dank meiner Hilfe ein paar Jahre später im Gefängnis landete, weil er Kindern geschadet hat. Dieser Wahnsinn muss wirklich aufhören.

Michael Jackson Brad Sundberg

Update vom 6.2.19:

Brigitte Nielsen:

https://www.thesun.co.uk/news/8353001/michael-jackson-never-abused-kids-pal-brigitte-nielsen-claims/

„Ich war selbst eine sehr gute Freundin von Michael. Ich verstehe, wie sich Opfer fühlen, aber in diesem Punkt – er ist nicht mehr unter uns. Lasst ihn in Frieden, so fühle ich mich. Lasst ihn in Frieden.“

[Über Jacksons Freispruch 2005:] „Nun, ich bin kein Richter, aber das ist das Gesetz. Wenn man freigesprochen ist, ist man freigesprochen. Es ist unverkennbar, dass man Leute in der Todeszellen gesehen hat, die ihr halbes Leben dort verbracht haben und dann finden sie dank DNA heraus, dass sie nicht schuldig sind. Es ist erschütternd. Also ist es richtig? Ist es nicht richtig? Ich tendiere dazu – weil ich kein Richter bin – zu sagen, dem Gesetz zu folgen. Er wurde freigesprochen, also ist er für mich nicht schuldig. Ich habe mitbekommen, dass es Leute gibt, die anders empfinden, aber so ist es nun mal. Und da ich Michael kannte, habe ich ihn nie als einen schuldigen Mann gesehen. Niemals. Niemals. Das ist meine persönliche Meinung, da ich ihn kannte.”

[Darüber, ob die aktuellen Anschuldigungen sein Vermächtnis beeinflussen werden:] „Ich danke, das haben sie bereits. Michael hat sich verändert, als er das erste Mal beschuldigt wurde. Es richtete ihn zugrunde. Meiner Meinung nach hat es seine Seele zerstört. Es war sehr, sehr traurig. Niemand gewinnt in diesen entsetzlichen, zerstörerischen Situationen – weder die Opfer, noch die fälschlich Beschuldigten. Es ist eine Sauerei. …]

[Über Michaels Umgang mit Kindern:] „Als Elternteil kann ich es verstehen. Ich habe eine kleine Tochter und vier erwachsene Jungs. Die Eltern können denken, dass es seltsam ist, aber wenn man Michael kennt – er war selbst ein Kind. Er hatte eine sehr kindliche Art. Ich kann mich an unser erstes Treffen zum Mittagessen erinnern. Er sagte >Hi Brigitte, wie geht es Dir? Kann ich mit den Hunden spielen?< Er wollte gar kein Mittagessen haben. Er war selbst so kindlich. Aber natürlich, als Elternteil fragt man sich >Warum spielt ein erwachsener Mann mit meinem 13-jährigen Videospiele? Ist da mehr dahinter oder nicht? Das verstehe ich völlig. Vielleicht hat sich Michael mit den falschen Leuten umgeben, die ihn nicht in die richtige Richtung lenkten, aber ich bin auch der Meinung, dass die Dinge aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Und ich denke auch, dass alle Eltern, die sich für Geld außergerichtlich einigen – wenn sie wirklich glauben, dass ein Mann schuldig ist, einigt man sich nicht für Geld, wenn man nur das Beste für sein Kind will. Das macht man anders. Das ist meine persönliche Meinung als Mutter.“

__________

Kerry Anderson, Michael Jacksons Bodyguard:

Die moralische Orientierung dieser Welt hat sich drastisch verändert. Korrupte, unmoralische, niederträchtige, sittenlose, lügende, betrügende Hochstapler kommen trotz der Auswirkungen, die ihre lügenden Komplotte auf mitfühlende, liebende, gütige, großzügige Personen wie Michael Jackson haben, voran.

Die jüngst erhobenen verabscheuungswürdigen, widerlichen Anschuldigungen sind sehr verstörend und basierend auf dem Mann, den ich kannte und mit dem ich jahrelang lebte, so unglaubwürdig.

Dr. Martin Luther King Jr. sagte einst „Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.“ Weil Michael Jackson mein Freund war, kann ich nicht länger still bleiben, während rücksichtslose, egoistische, lügende Opportunisten meinen Freund – den ich in einer der dunkelsten Zeiten seines Lebens niemals dabei beobachtet habe, irgendetwas anderes als Handlungen der Gutherzigkeit, enormer Großzügigkeit, Mitgefühl und Liebe für andere zu zeigen – ausnutzen, verleumden, beleidigen und verbal angreifen.

Zwei dieser Opportunisten besitzen die absolute Frechheit zu behaupten, ihre Gedächtnisse funktionierten nach der Geburt ihrer Kinder besser.

Jene, die mich kennen, wissen, dass Kinder einen besonderen Platz in meinem Herzen haben und einen besonderen Platz in Michaels Herzen hatten.

Was fällt diesen drei Opportunisten ein, die vorherigen Bezeugungen der persönlichen Erfahrungen mit Michael Jackson für finanziellen Gewinn komplett zu widerrufen. Wie widerlich und egoistisch.

Habt ihr drei undankbaren Hochstapler auch nur einen Moment in Betracht gezogen, dass eure boshaften Lügen bei Michaels drei jungen Kindern, seiner betagten Mutter, seinen Geschwistern und einer Menge an Verwandten Wunden aufreißen, die gewiss noch immer Trauer verspüren?

Eine der Aufgaben eines Vaters ist es, seine gesamte Familie zu beschützen.

Als Väter habt ihr Typen noch viel Entwicklung vor euch, besonders hinsichtlich der Saat, die ihr sät.

Eines, das alle Religionen gemein haben, ist, dass man erntet was man sät. Ich kann nur hoffen, dass jemand in eurem Leben für euch und eure Familien betet.

War der finanzielle Gewinn, den ihr für eure Lügen erworben habt, mehr wert als euer persönlicher Frieden?

Nichts ist bedeutender als Liebe und innerer Frieden. Was so traurig ist, ist die Erinnerung an eure Gedächtnisse, die sich nicht an die Liebe und den Frieden erinnern können, die Michael Jackson euch und euren Familien gegeben hat.

Persönlich möchte ich anmerken: Wenn einer von euch diese Angelegenheit persönlich besprechen möchte – nennt den Ort, ich werde da sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Kerry Anderson

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Jonathan “Sugarfoot” Moffett, Michael Jacksons Schlagzeuger:

Als Michael Jacksons Schlagzeuger und Freund für mehr als 30 Jahre ist hier meine persönliche Stellungnahme angesichts der neuen Dokumentation „Leaving Neverland“ und die Anschuldigungen gegen ihn:

Wie dieses alte Sprichwort besagt: „Wenn man beim ersten Mal keinen Erfolg hat… versuche, versuche und VERSUCHE es wieder!!“ Nun, das scheint das Motto und die Prämisse dieser beiden Typen zu sein, die IMMER WIEDER versuchen, an Michael durch sein Geld heranzukommen. Und nicht damit aufhören, ihn mit all ihren selbst eingestandenen falschen Anschuldigungen, die belegt sind durch ihre Zugeständnisse an Michaels Unschuld, die sie im Laufe der Jahre, seit diese Anschuldigungen zum ersten Mal aufkamen, wieder und wieder bezeugten und bestätigten, zu demütigen und zu beschämen!!! Wie kann es ihnen immer noch erlaubt sein, eine Person zu diffamieren, die bereits in „14 UNABHÄNGIGEN Anklagepunkten“ und Anschuldigungen in einem großen, öffentlichen Gerichtsprozess vor den Augen der ganzen Welt freigesprochen wurde? Warum wird das wieder und wieder erlaubt… wenn Michaels Unschuld bereits bewiesen wurde? Die immer gleichen Leute mischen ihre Karten stets neu, um eine aufgewärmte Version ihrer gleichen alten Anschuldigungen und Vorwürfe in einem anderen Licht und Blickwinkel auszuprobieren, um zu sehen, ob es auf DIESE ART funktioniert?! Sie versuchen, alle Leute und die Öffentlichkeit, die bereits alle Aussagen beider Seiten (die Michaels Unschuld in allen Anklagepunkten gegen ihn bewiesen haben!!) gesehen und gehört haben, zu verwirren, zu benebeln und zu täuschen. Wenn ihn auch NUR „EINER“ dieser Anklagepunkte für lange Zeit hinter Gittern hätte bringen können… Doch keiner tat es… keiner konnte es… und keiner würde es! Doch selbst nachdem all das in diesem langwierigen Prozess…

Jetzt sollte es kriminell sein, was sie ihm antun! Sie stalken wahrlich sein Leben, sein Andenken und Vermächtnis immer und immer und immer wieder… tun ihm das an! Er, der jetzt in Frieden sein sollte, der jetzt ruhen sollte… nach und jenseits des Misserfolgs dieser bösartigen Verfolgung der Staatsanwaltschaft bewerfen ihn die Leute immer noch weiter. Jetzt, selbst in seiner Abwesenheit von dieser Welt und Erde, da er in seinem Grab ruht, wie kann das immer noch erlaubt sein?! Mit dem gleichen alten unbewiesenen Beweismaterial wie zuvor, nur umgemodelt!? Wie kann die Justiz geldhungrigen Leuten wie diesen immer noch erlauben, das System weiterhin für deren eigene selbstsüchtige, erfundene Agenden zu benutzen? Wo ist die Gerechtigkeit für die „ERWIESENERMASSEN UNSCHULDIGEN“? Und warum ist es diesen ehemaligen Verteidigern Michaels und seiner Unschuld und Integrität erlaubt, die Gerichte und das Gerichtssystem auf diese Art zu missbrauchen? In dem sie ihnen wieder und wieder und wieder eine niederträchtige Meinung unterbreiten?! Es ist verschwendete Zeit für die bereits überfüllten Gerichte und das Gerichtssystem. Mit größeren und wichtigeren Fällen zu verhandeln, statt diesen einen immer weiter zu verhandeln, dessen spezielle Kläger selbst Michaels Unschuld bereits bewiesen haben! Stoppt den Wahnsinn! Denn wenn sogar das FBI selbst nach jahrzehntelangen Ermittlungen und Aktenerfassungen über ihn – von dem er nichts wusste – zu dem Schluss gekommen war, dass er UNSCHULDIG war in Bezug auf allem, dem er beschuldigt wurde!!

Ich LIEBE all meine „Brüder J“ und die Jackson Familie! Besonders die Mutter, die für mich wie MEINE Mutter im Herzen ist! Sie das immer wieder durchmachen zu lassen ist einfach grausam und herzlos! Also lasst meinen „Bruder“ im Herzen, Geiste und Seele, Michael Jackson, bitte in Ruhe! Er ist dieser Welt der Prozesse, Strapazen, Quälerei und Verfolgung entflohen. BITTE LASST IHN IN HEILIGEM FRIEDEN RUHEN… Jonathan Moffett

Moffet

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Karen Faye, Michael Jacksons Visagistin:

Ich hatte niemals einen Moment der Angst oder des Zweifels, wenn Ali Zeit mit Michael verbracht hat. Das ist mir niemals in den Sinn gekommen, irgendwelche Bedenken zu haben. Ich habe viele Stunden, Jahre mit ihm mit Kindern verbracht. Ich hatte immer das Gefühl, dass er ein wunderbarer Einfluss auf jeden war, den er in sein Leben brachte.

Karen-Faye

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Bill Whitfield, Michael Jacksons Bodyguard:

Wenn man 3 Jahre mit jemandem als seine persönliche Security verbringt, vertrauen sie dir und verlassen sich auf dich. Man bekommt ihren wahren Charakter, Geist und Herz zu sehen. Der Mr. Jackson, den ich kannte, KÖNNTE NICHT, WÜRDE NICHT und DACHTE NICHT DARAN, ein Kind zu missbrauchen oder ihm zu schaden, das war NICHT, wer er war. Er war ein guter Kerl, nicht, weil ich das denke, sondern weil ich es weiß.

bill-and-mj

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Brett Barnes, Michael Jacksons Freund:

Wir müssen nicht nur mit diesen Lügen umgehen, sondern wir müssen auch mit den Leuten umgehen, die diese Lügen aufrechterhalten. Die Tatsache, dass sie es – absichtlich oder nicht – nicht schaffen, das bisschen Recherche durchzuführen, das notwendig ist, um zu beweisen, dass das Lügen sind, macht es sogar noch schlimmer.

Die Leute beziehen ihre Fakten jetzt also aus einem Film? Ich frage mich, was sie von der Dokumentation halten, die die große Alien-Invasion von ’96 zeigt. Ich denke, sie hieß Independence Day.

Michael Jackson and Brett Barnes

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Michael Lee Bush, Michael Jacksons Stylist:

Die falschen Angriffe auf meinen Chef und lieben Freund Michael Jackson, die erst getätigt wurden, als er leider nicht mehr hier ist, um sich zu verteidigen, machen mich traurig. Als jemand, der täglich mit Michael Jackson zusammen war, jahrelang mit ihm gereist ist und unzählige Stunden in seiner Gesellschaft verbracht hat, habe ich absolut keinen Zweifel daran, dass die jüngsten Geschichten von Wade Robson und Jimmy Safechuck ganz und gar falsch und völlig frei erfunden sind, insbesondere angesichts ihrer Unterstützung Michaels im Laufe seines Lebens und einige Jahre danach. Es ist wahrhaft erschütternd, was jemand für Ruhm, Geld und bloße Habgier macht – ungeachtet dessen, was Michael Jackson für diese beiden Opportunisten und deren Familien viele Jahre lang getan hat. Letzten Endes wird die Wahrheit immer siegen und die Welt wird Robson und Safechuck als das erkennen, was sie sind. – Michael Bush

Bush

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Kelley Parker, Schauspielerin und Freundin:

All die Leute da draußen, die Wade und James glauben, sind minderbegabt, sie müssen die Wahrheit herausfinden: Michael Jackson ist unschuldig und wird es immer sein. Diese Männer sind pleite und brauchen Geld, also nehmen sie ihr Wort über Michaels Unschuld zurück, nur damit sie Geld bekommen können.

KelleyParker

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Carol LaMere, Michael Jacksons Haarstylistin:

Ich habe jahrelang für Michael Jackson gearbeitet… ich war eines seiner bestgehütetsten Geheimnisse. So hat er mich genannt. Meine Lieblingszeit war, als er in Nahost war. Ich liebte es dort. Michael war dort so glücklich!!! Er heilte sehr von all diesen Lügen!! Ich mietete Busse und brachte Kinder und Eltern nach Neverland… Glücklichster Ort der Welt. Er war so großzügig… Michael war in der Nähe meines Sohnes Nikko, bis er älter wurde. Meine Enkelin Sky hat für ihn gesungen… ein paar Mal. Er schmiss eine Geburtstagsparty für sie… Er gab ihr tolle Ratschläge für ihren Gesang. Er sagte einmal, ihre Gabe sei es zu singen. Er war wie ein Weiser. Eine meiner Lieblingszeiten war, als er mit 3T zusammengearbeitet hatte… Sein Lachen war so toll, bis heute habe ich niemanden mehr so glücklich lachen gehört! ER HAT NIEMALS IRGENDJEMANDEM VON IHNEN ETWAS UNANGEBRACHTES ANGETAN. MEINE TOCHTER WURDE KRANK UND ER ZAHLTE FÜR IHRE OPERATION. Jedes Jahr schmiss er Nikko eine Geburtstagsparty… Warum lügt Wade dermaßen – es ist schrecklich. MICHAEL WAR ERWIESENERMASSEN UNSCHULDIG… LASST IHN IN FRIEDEN RUHEN…

CarolLaMere

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Talun Zeitoun, Sohn von Michael Jacksons Haarstylistin Janet Zeitoun:

Talun Zeitoun: Ich war ei Junge in Michael Jacksons Leben und nichts von dem, dessen man ihn in dieser Dokumentation beschuldigt, passierte.

Talun Zeitoun Janet Zeitoun son hairstylist

>Ich fordere Sie also auf, es zu Ihrer unsterblichen Aufgabe zu machen, die Wahrheit zu suchen und alle Seiten mit einzubeziehen, wenn Sie die Darstellung Michaels in diesem Film konsumieren. Aus Situationen Kapital zu schlagen, spaltende Inhalte einzusetzen und die Manipulation der Medien – in Kombination mit dem falschen Eindruck, das Recht dazu zu haben – kann einen Urteilsspruch schnell aufheben und die Wahrheit zu Gunsten des Anderen für immer verändern. Das ist die Lücke unseres digitalen Ökosystems, das tatsächlich das Schicksal eines Einzelnen bestimmt, und es ist genau dieser Mechanismus, der in Leaving Neverland genutzt wird, insbesondere, da es um viel Geld geht. Es wird letztendlich seine Familie zerstören, sein Vermächtnis diffamieren und seine Kunst vernichten. Wenn Sie denken, dass dieses kleine Schlupfloch sicher nicht so große Auswirkungen haben wird, dann für den Anfang nur soviel: Es hat Michael Jackson bereits umgebracht.<<

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Dan Beck, Ex-Sony Music Angestellter:

Wie Larry Stessel, Harvey Leeds und andere hier auf FB bezeugt haben, haben wir in unseren Geschäftsbeziehungen mit Michael, die oft Interaktionen mit Kindern beinhielten, niemals irgendetwas gesehen, das auf diese Anschuldigungen hindeutete. Wir sind alle Familienväter und unsere Kinder nehmen eine zentrale Rolle ein. Ich habe einen ganzen Tag eine Dokumentation mit 13 Make-A-Wish Kindern und etwa 100 Mitgliedern derer Familien auf Neverland gedreht. Ich wünschte nur, dass die Leute diesen Tag sehen könnten und wie Michael diese Familien mit offenen Armen begrüßte. Er war exzentrisch und wuchs in Hotelzimmern auf, mit Brüdern und Crew, die alle auf einzigartige Weise leben, wie Musiker das tun. Es ist kein normales Leben. Als die Schlüsselperson in seinem Marketing bei Epic von ’90 bis einschließlich ’96 war ich hypersensibel bezüglich der damaligen Anschuldigungen und ich hielt Ausschau nach irgendeinem Anzeichen der Wahrheit an ihnen. Ich habe niemals eines gesehen. Ich bleibe der Realität gegenüber aufgeschlossen, aber ich empfinde diesen Film als reißerisch und eine Attacke an seinen Estate von schlechten Schauspielern.

DanBeck

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Brad Sundburg, Studiotechniker:

Ein paar Worte zu dem Film am Sundance.

Ich habe mich dazu entschieden, den Film nicht einmal namentlich zu nennen, aber ich möchte eine kurze Zusammenfassung einer Unterhaltung mit euch teilen, die ich mit einer meiner Töchter über den Film hatte.

Offenkundig gibt es ein wenig Aufregung über den Film und sie fragte mich zu meinen Gefühlen dazu. Ich dachte ein paar Momente darüber nach und sagte in etwa:

Ich war nicht rund um die Uhr mit Michael zusammen.

Ich habe nie behauptet, sein bester Freund zu sein.

Allerdings kannte ich ihn ziemlich gut.

Ich hatte auch ganz einzigartigen Zugang zu seinem persönlichen Bereich – was bedeutet, dass ich buchstäblich Lautsprecherkabel unter seinem Bett verlegt habe. Ich habe in seinen Garderoben Schachteln verschoben, um Verstärker zu installieren. Ich war in seinen Apartments und Hotels, habe Tanzflächen und Wiedergabesysteme eingerichtet. Ich habe seine persönlichen Aufenthaltsräume in Studios eingerichtet – und habe sie gewartet. Ich habe seine Bücher und Magazine gesehen. Ich habe seine Videosammlung gesehen. Ich war an Orten – privaten Orten – die nur wenige Menschen betreten durften. Das war Teil meines Jobs.

Das gleiche kann über viele Berühmtheiten und Nicht-Prominente gesagt werden, mit denen ich gearbeitet habe. Es gibt da ein Vertrauen, das mit einer so engen Zusammenarbeit in den privatesten Bereichen ihrer Eigenheime einhergeht.

Man schnappt Unterhaltungen und Äußerungen auf. Man lernt, wie sich der Klient in deiner Gegenwart absolut komfortabel fühlt. Sie brauchen Leute um sich herum, die ihnen Dienstleistungen erbringen (in meinem Fall die Errichtung von Musik- und Videosystemen), ohne dem Gefühl, „beobachtet“ zu werden.

Ich habe in ANDEREN Haushalten Dinge gesehen und gehört, die – mangels besserer Worte – traurig waren. Aber nicht in Michaels.

Nichts.

Ehrlich, nichts.

Als ich damit begonnen habe, Seminare über meine Arbeit und Freundschaft mit Michael zu machen, hat mehr als eine Person die Anschuldigungen erwähnt – und „was wäre wenn…“

Meine Antwort war und bleibt weiterhin, wenn es auch nur einen Hauch der Sorge gegeben hätte, dass Michael irgendwie einem Kind geschadet hätte, würde ich meine Seminare nicht anbieten.

Michael war ein sehr einzigartiger Mensch. Ich habe seine Kindheit nicht erlebt, aber ich habe einen sehr tiefen Einblick in sein Erwachsenenleben bekommen. Ich hatte sehr erstaunlich angenehme Unterhaltungen mit ihm. Ich habe ihn lustige Bemerkungen machen gehört – aber niemals verletzend, niemals geschmacklos. Niemals.

Es ist nicht mein Job, ihn zu verteidigen, oder mich über diesen geschmacklosen Film zu ärgern. Aber ich kann eine Stimme sein, die sagt, dass es im Laufe der über 18 Jahre langen Zusammenarbeit und Freundschaft mit Michael – in denen es mir erlaubt war, seine persönlicheren Bereiche, Schlafzimmer, Aufenthaltsräume, Hotelzimmer, Autos usw. zu betreten – schlicht nichts gab, das ich gesehen oder gehört habe, was auch nur einen Schatten des Zweifels in meinen Gedanken ausgelöst hätte. Nichts.

War er perfekt? Nein.

Traf er zu jeder Zeit des Tages einwandfreie Entscheidungen? Nein.

Gab es auch nur den geringsten Hinweis darauf, dass er einem Kind schaden könnte? Absolut nicht.

Der Film wird kommen und gehen und im Zuge dessen werden ein paar Leute höhnische Kommentare in den sozialen Netzwerken machen.

Was mich betrifft, werde ich dabei bleiben, dass ich stolz – sehr stolz – darauf bin, so eng, an so vielen Orten, über so eine lange Zeit hinweg, mit jemandem zusammengearbeitet zu haben, für den ich so viel Respekt hatte. Ich liebe es, Geschichten aus dem Studio, von den Touren und Neverland zu erzählen. Ich liebe es, seine Fans zu treffen und wieder mit alten Freunden zusammenzukommen. Ich war gesegnet, ein kleiner Teil seines Teams gewesen zu sein – was im Zuge dessen so viele Chancen ermöglichte.

Aber am meisten bin ich stolz darauf, dass wir Freunde waren.

BradSundberg

 

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Brenda Harvey Richie, Ex-Frau von Lionel Richie:

Das macht mich krank! Ich kannte Michael, seit er 12 Jahre alt war. Er ist der Patenonkel meiner Tochter! Lionel und ich vertrautem ihm unser kostbares Kind an. Hört mit den LÜGEN UND DEM GELD auf UND IHR ALLE VERSUCHT, GELD AUF KOSTEN SEINES NAMENS ZU MACHEN!

Bill Bray, Michael Jackson, Liz Taylor, Brenda Harvey Richie, Lionel Richie

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Weiterführende Informationen zu „Leaving Neverland“:

Safechuck spricht von sexuellem Missbrauch im ikonischen Neverland Bahnhof, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal existiert hat

Joe Vogel: Was Sie über die neue Michael Jackson Dokumentation wissen sollten

Fakten kompakt: die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen.

Wann hat James Safechuck realisiert, dass er ein angebliches Missbrauchsopfer ist?

Die Wade Robson Unterstellungen (Zusammenfassung)

Die entlarvten Lügengeschichten in Wade Robsons Klageschrift

Michael Jackson ist nicht euer #MeToo Minstrel

Leaving Neverland Transcript – LIES and DISTORTION (englisch) (0:00 – 0:30) (0:30 – 1:00)

Michael Jackson und Wade Robson: Die wahre Geschichte – Auch mit deutschen Untertiteln:

Häufig gestellte Fragen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson:

Warum hat Jackson einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen, wenn er unschuldig war?

Was hat es damit auf sich, dass Jackson sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern geteilt hat?

Übersicht aller Artikel auf all4michael, die sich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson beschäftigen:

Die Unterstellungen von 1993, 2003 und 2013 + „The Veritas Project“

Talun Zeitoun: Ich war ein Junge in Michael Jacksons Leben und nichts von dem, dessen man ihn in dieser Dokumentation beschuldigt, passierte.

> I was a boy in Michael Jackson’s life, and nothing of what he’s being accused of in this documentary happened <

Talun Zeitoun on stage with Michal Jackson

https://talunzeitoun.com/2019/01/30/michael-jackson-and-me/

Ich war ein Junge in Michael Jacksons Leben und nichts von dem, dessen man ihn in dieser Dokumentation beschuldigt, passierte.

(Übersetzung eines Post von Talun Zeitoun)

Ich wollte das hier schon schreiben, bevor Leaving Neverland letzen Freitag beim Sundance-Film-Festival gezeigt wurde. Denn als ich aufwuchs, hatte ich ein enges Verhältnis zu Michael Jackson, und nichts von dem, dessen man ihn immer wieder beschuldigt, ist mir je passiert. Ich entschied mich abzuwarten, denn ich wollte sehen, ob dieser Film, in Anbetracht Wade Robsons sprunghafter und nicht erfolgreicher Klagen gegen Michael Jackson in der Vergangenheit, irgendwelchen Aufwind bekäme. Lasst ihn nur seine Geschichte erneut erzählen. Die Wahrheit und Gerechtigkeit werden ans Licht kommen, so wie sonst auch. Kurz nach der Premiere googelte ich kurz nach „Leaving Neverland“ und erfuhr durch Nachrichtenartikel, dass die vierstündige Dokumentation stürmischen Beifall bekam. Ich konnte es nicht glauben und suchte deshalb unter dem hashtag auf Instagram, um Aufnahmen aus dem Theater zu finden – und da waren sie – Wade Robson, James Safechuck und der Regisseur des Films, Dan Reed – gemeinsam auf der Bühne und ihnen zu Füßen das applaudierende Publikum. Ich bin nicht sicher, ob das Publikum applaudierte, weil sie als „Überlebende“ angesehen wurden, die in die Öffentlichkeit traten, oder ob der Film in ihren Augen wirklich so gut war, oder beides zusammen. Ich dachte nur, dass ihre Strategie leider erfolgreich war.

Das Thema Kindesmissbrauch ins Bewusstsein der Menschen zu bringen und Betroffenen eine sicheren Plattform zu geben, um über ihre Wahrheit zu sprechen, ist wichtig, aber Michael Jackson als Vehikel dazu zu benutzen ist einfach nur falsch.

Damit irgendeine Geschichte plausibel ist, muss ein Stück Vertrauen vorhanden sein, und ich traue den Leuten, die mit diesem Film in Verbindung stehen, nicht. Eines ist jedoch klar: Michael Jackson stellte sich immer wieder: Er gab öffentliche Interviews, beantwortete schwerverdauliche Fragen, stimmte interrogativen Dokumentationen zu, stand eine 10-Jährige Überprüfung durch das FBI und einen 18 Monate dauernden Prozess durch, bis er schliesslich in allen 14 Anklagepunkten, darunter auch der des Kindesmissbrauchs, für unschuldig befunden wurde. Der Umstand, dass 12 Jahre kriminaltechnischer Untersuchungen und staatliche Gerichtsverfahren durch die Medien komplett übergangen werden, in dem diese Geschichten von ein paar wenigen manipuliert werden (insbesondere von denjenigen, die zuvor auf Seiten der Verteidigung waren), ist höchst besorgniserregend, ja sogar erschreckend.

Ich habe die Dokumentation nicht gesehen, aber sie „dreht sich um zwei Männer, die als Kinder von Pop Star Michael Jackson mißbraucht wurden“(Wikipedia).

Jeder hat das Recht, seine/ihre Geschichte zu erzählen, und ich glaube, dass jede Geschichte so wahr wie es ihr/ihm möglich ist, erzählt werden sollte, aber mein Problem mit Leaving Neverland ist die übermässige Abhängigkeit von nur einer Seite, und diese Seite besteht zudem nur aus zwei Personen. Dazu kommt noch, dass diese beiden Personen sich kennen. Das Ergebnis setzt sich also zusammen aus den in einer 236 Minuten langen Dokumentation glorifizierten Erzählungen von zwei Bekannten, die als Kinder an Michaels Leben teilhatten. Man muss bedenken, dass der Film schon Robsons zweiter Anlauf ist, seine Story zu erzählen. Er erzählte die gleiche verkürzte Version schon 2013 und reichte gleichzeitig eine Klage gegen Michael Jacksons Estate ein, die das Gericht später jedoch abwies. Das war 8 Jahre nachdem er zweimal in dem Prozess, dessen Jury Michael nicht schuldig sprach, unter Eid explizit ausgesagt hatte, dass Michael sich ihm gegenüber nie unangemessen verhalten habe. Es ist eindeutig, dass dieser Film Michael als Kinder-Prädator positionieren will, aber ich denke, dass diese ganze Neverland-Saga in Wirklichkeit eine Hetzjagd auf einen mächtigen, wohlhabenden Mann ist, der mittlerweile fast 10 Jahre tot ist und sich deshalb nicht verteidigen kann.

Ich war Teil von Michaels Leben von dem Tag an, als ich 1987 geboren wurde, bis 2001. Das letzte mal, als ich ihm buchstäblich nahe war, war hinter der Bühne des Staples Centers, als sein Sarg an mir vorbeirollte. Ich kannte ihn gut, weil meine Mutter, Janet Zeitoun, die ihn sogar noch besser kannte, während dieser Zeit seine einzige Haarstylistin war. Man könnte sagen, sie hätten Geschwister sein können. Es war tatsächlich so, dass meine Mutter eine der wenigen Personen war, die nicht zur Familie zählte und zur privaten Trauerzeremonie auf dem Friedhof eingeladen war, die Stunden vor der öffentlichen Zeremonie in Downtown L.A., abgehalten wurde. Michael fühlte sich in Anwesenheit meiner Mutter immer sehr wohl, denn sie brachte ihn zum Lachen wie kaum jemand sonst, zudem war sie auch sehr versiert in ihrem Beruf. Michael schrieb ihr sogar einmal, sie sei „der Michelangelo der Haare“.

Karen Faye, Michael Jackson, Janet Zeitoun

Karen Faye, Michael Jackson, Janet Zeitoun

In den 1980ern, 1990ern bis in die frühen 2000er Jahre ist meine Mutter mit Michael rund um den Globus gereist. Sie kümmerte sich an Sets, in Umkleideräumen, Backstage bei seinen Konzerten, bei ihm Zuhause, in Flugzeugen, Hotelzimmern, Autos und auch auf Neverland um seine Haare. Als meine Mutter 1986 mit mir schwanger war, sagte Michael zu ihr, es würde bestimmt ein Jung werden, und am Tag meiner Geburt schickte Michael eine Limousine voller Geschenke zu uns ins Haus. Und von da an nahm meine hart arbeitende, alleinerziehende Mutter mich oft mit zu ihrer Arbeit, weil sie soviel Zeit wie möglich mit mir verbringen wollte. Ich wuchs also an den Sets von Michaels Musikvideos auf, spielte am Boden in seinen Umkleidezimmern und manchmal kam er auch zu uns nachhause, um seine Haare machen zu lassen. Als ich etwas älter wurde und laufen konnte, wurde ich als der Junge auserkoren, der dafür zuständig war, dass Michael während der Proben für seine Konzerte Süßigkeiten bekam. Michael lies geduldig jeden warten, bis ich zu ihm auf die Bühne gewackelt kam. Ich erinnere mich auch daran, dass ich ihm in seinem Trailer „I just can’t wait to be a King“ vorsang (sehr peinlich), aber er gab mir seine ungeteilte Aufmerksamkeit und lächelte. Ich besuchte mehrmals Neverland, wenn Michael dort war, und er gab uns jedesmal eine Tour durch sein Haus. Ich erinnere mich an mein liebstes Golfcart mit einem Emblem von Peter Pan. Ich erinnere mich an die mit Süßigkeiten gefüllte Theke in seinem Filmtheater, wo du dir nehmen konntest, was du wolltest und dann einen Film ansehen konntest. Ich erinnere mich daran, mit dem Dampfzug gefahren zu sein, der dich vom einen Ende der Ranch zum anderen brachte. Ich erinnere mich an ein Hängebauchschwein namens Petunia und dass ich den Namen für ein neugeborenes Rehkitz und ein Kaninchen aussuchen durfte. Ich wählte Cuddie und Thumper, sehr originell, ich weiß, aber Michael gefielen die Namen.

Talun Zeitoun Janet Zeitoun son hairstylist

Anders als Robson und Safechuck, war ich mit Michael nicht im Auge der Öffentlichkeit. Das einzige Öffentliche war, dass er im Tour-Buch von 1995 auf der Mittelseite ein Foto von uns abdruckte. 14 Jahre später, während seiner Trauerfeier, erkannte mich sein Kindermädchen hinter der Bühne des Staples Centers, und erzählte mir, dass dieses Foto zu Michaels Lieblingsbildern gehört hatte, und zu der Zeit, 2009, noch immer gerahmt auf seinem Piano in Neverland stand.

Ich erinnere mich, dass ich Neverland immer als glückliches Kind verlassen hatte und nicht abwarten konnte, wieder zurück zukehren. Ich erinnere mich, dass ich meiner Mutter sagte, ich wollte noch einmal eine Geburtstagsfeier dort abhalten, oder wieder Zeit mit Michael auf der Ranch verbringen.

Der Großteil meiner Beziehung zu Michael fand während der 1990er Jahre statt, genau als die FBI Untersuchungen wegen der Vorwürfe des Kindesmissbrauchs begannen. In dem Wissen, dass das stattfand, und dass es diese Vorwürfe gegen ihn gab, glaube ich nicht, dass meine fürsorgliche und gut informierte Mutter mir erlaubt hätte, weiterhin Zeit mit Michael zu verbringen, oder nach Neverland zu kommen, wenn sie ihm nicht vertraut hätte.

Man muß mir natürlich nicht glauben, aber sollte wissen, dass die Wahrheit vor Gericht bewiesen wurde. Die Geschichten, die in Leaving Neverland präsentiert werden, sind völlig einseitig. Dieser Film erzählt nur die Wade Robson & James Safechuck Story, denn auch ich erinnere mich daran, Neverland verlassen („leaving Neverland“) zu haben, so wie auch meine Mutter und so viele andere Menschen in seinem Leben, die froh wären, in einem Film mit diesem verallgemeinernden Titel, der jetzt zu Unrecht in Anspruch nimmt, Michaels Leben und sein missverstandenes Verhältnis zu Kindern darzustellen, auch zu Wort kommen zu dürfen. Jeder glaubwürdige Regisseur, der auf der Suche nach der Wahrheit ist, würde ihrer/seiner Sorgfaltspflicht nachkommen und die ganze Geschichte mit Hilfe einer sorgfältig ausgewählten und sinnvollen Vielfalt an Quellen erzählen. Bei einer Länge von 4 Stunden hätte es dafür sicherlich Platz gegeben. Aus diesem Grund bin ich sehr enttäuscht über die Pläne von HBO und Channel 4 UK, diesen Film im Frühjahr zu senden. Die Sender lassen sich auf etwas Falsches ein und werden dafür verantwortlich sein, einen schlecht recherchierten, auf den äussert verzerrten Ansichten einiger weniger basierenden Film zu verbreiten, den viele ihrer Zuschauer als wahr ansehen werden.

Leaving Neverland stellt eine Verbindung her, weil Robsons und Safechucks gut geschauspielerte Geschichten denen von wirklichen Opfern, die diesen Film ansehen, ähneln. Das ist clever, jedoch eine korrupte Art, von den Verletzlichkeiten einer ganzen Gemeinschaft zu profitieren. Sie stellen diese Verbindung auch deshalb her, weil ihre Geschichten davon unterstützt werden, dass sie auf einem überzeugenden Medium erzählt werden und auf einer anerkannten Plattform wie Sundance, als Premiere gezeigt werden. Sie reiten auf der Welle der #MeToo und #TimesUp Bewegung, aber das rechtfertigt kaum die kurzsichtige Gleichung, auf die viele Leute glauben schon ein Antwort zu haben: Michael Jackson + immer umgeben von Kindern = er ist ein Kinderschänder.

Das Ergebnis? Ein Produkt aus Lügen, übertüncht von einer dünnen Schicht Glaubwürdigkeit, dazu gemacht, die Medien in Wut zu versetzen und sich auf die Seite der selbsternannten Opfer zu stellen. Und weil die Leute hinter diesen Formen der Medien eine Gefolgschaft haben (oder nicht), und vielleicht Teil eines „größeren“ Impressums sind, und ihre Information umhüllt ist von Journalisten, die tatsächlich die Wahrheit suchen, wird die Allgemeinheit nach und nach überzeugt, bewertet Informationen nach leichter Zugänglichkeit, die ihnen in Wirklichkeit durch Algorithmen präsentiert werden, die dazu geschaffen wurden, nur das zu zeigen, was einzelne Individuen sehen wollen. Das ist der Punkt, an dem die Zerstörung eskaliert. Das ist der Punkt, an dem der Schneeball zu Lawine wird. Deshalb schreibe ich jetzt meine Geschichte.

Ich fordere Sie also auf, es zu Ihrer unsterblichen Aufgabe zu machen, die Wahrheit zu suchen und alle Seiten mit einzubeziehen, wenn Sie die Darstellung Michaels in diesem Film konsumieren. Aus Situationen Kapital zu schlagen, spaltende Inhalte einzusetzen und die Manipulation der Medien – in Kombination mit dem falschen Eindruck, das Recht dazu zu haben – kann einen Urteilsspruch schnell aufheben und die Wahrheit zu Gunsten des Anderen für immer verändern. Das ist die Lücke unseres digitalen Ökosystems, das tatsächlich das Schicksal eines Einzelnen bestimmt, und es ist genau dieser Mechanismus, der in Leaving Neverland genutzt wird, insbesondere, da es um viel Geld geht. Es wird letztendlich seine Familie zerstören, sein Vermächtnis diffamieren und seine Kunst vernichten. Wenn Sie denken, dass dieses kleine Schlupfloch sicher nicht so große Auswirkungen haben wird, dann für den Anfang nur soviel: Es hat Michael Jackson bereits umgebracht.

Michael hat mir einmal einen Brief mit dem Briefkopf von Neverland geschrieben. Er endete mit folgendem: „von deinem beschützenden und älteren Bruder Michael Jackson.“

Ich finde, dass es jetzt an der Zeit ist, ihn zu beschützen, in dem ich meine Geschichte erzähle, denn ich schwöre feierlich, dass dieser gutherzige, begnadete Mann unschuldig ist. Ich würde es sonst wissen.

…………………………

Übersetzung: M.v.d.L.

Die Wade Robson Unterstellungen (Zusammenfassung)

by

Basierend auf dieser Zusammenfassung wurde auch ein Video erstellt – deutsche Untertitel sind vorhanden:

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Original: https://themichaeljacksonallegations.com/2018/09/23/the-wade-robson-allegations/

Am 1. Mai 2013 reichte Wade Robson eine Gläubigerklage / Zivilklage gegen Michael Jacksons Estate und Firmen ein, um aufgrund der Behauptungen des sexuellen Kindesmissbrauchs durch den Entertainer finanzielle Entschädigung zu bekommen. Das war ein Schocker, weil Robson Jackson zuvor immer gegen solche Unterstellungen verteidigt hatte und dementiert hatte, dass ihm jemals irgendetwas in der Art passiert war. Was ist also passiert? In dieser Zusammenfassung werden wir den Prozess von Robsons sich verändernder Geschichte, die Begleitumstände und die Gerichtsverfahren in diesem Fall durchgehen.

wade-robson

Wade Robson in der Today’s Show im Mai 2013

Wade Robson ist ein Tänzer/Choreograf, dessen Karriere in den frühen 2000ern als Choreograf für Künstler wie die Boy Band NSYNC oder das Teen Idol Britney Spears ihren Höhepunkt hatte. Als Kind wurde er von Michael Jackson betreut, als er und seine Familie aus Australien in die Vereinigten Staaten zog.

Im Laufe der Jahre verteidigte Wade Robson – sowohl als Kind, als auch als Erwachsener – Jackson gleichermaßen im privaten wie im öffentlichen Rahmen und bot seine Hilfe oft von sich aus an. Zu keiner Zeit zeigte er einen Hauch von Leid oder Verwirrung während er über Jackson sprach, er schien bezüglich ihrer Freundschaft immer sehr offen und aufrichtig. Es gibt auch keine Berichte darüber, dass er irgendjemandem – weder öffentlich noch privat – davon erzählte oder auch nur andeutete, sexuell missbrauch worden zu sein.

1993, als die Chandler Unterstellungen ans Licht kamen, kontaktierte die Polizei viele Familien und deren Kinder, die im Laufe der Jahre Zeit mit Michael Jackson verbracht hatten – einschließlich der Robsons. Weder Wade Robson (der zum damaligen Zeitpunkt 10-11 Jahre alt war), seine Mutter oder irgendeines der Familienmitglieder sagte während dieser Untersuchung jemals irgendetwas Belastendes über Jackson. Vielmehr verteidigten sie ihn bei einem Polizeiverhör, einer Grand Jury Aussage und sogar in einem Fernsehinterview.

Während dem Gavin Arvizo Prozess 2005 fuhr Robson – dieses Mal als erwachsener Mann – fort, Jackson zu verteidigen. Er sagte im Prozess aus und dementierte, jemals von Jackson sexuell missbraucht worden zu sein.

Robson fuhr damit fort, Jackson gleichermaßen privat und öffentlich zu verteidigen.

Seine Mutter Joy Robson (die Wade unterstützt und alles akzeptiert, was ihr Sohn jetzt behauptet) sagte 2016 in ihrer eidesstattlichen Aussage: [Wade] hat mir wieder und wieder in die Augen geschaut und mir gesagt, dass niemals irgendetwas passiert ist. Er sollte einen Oscar bekommen. Er war sehr überzeugend.

So war es bis 8. Mai 2012, als er seine Geschichte geändert hatte.

Was ist passiert? Warum und wie hat Robson seine Geschichte nach all den Jahren, in denen er Jackson verteidigt hatte, geändert?

Seine Behauptung ist, dass er erst 2012 realisiert hatte, dass ihn Jackson als Kind sexuell missbraucht hatte. Er behauptet nicht, unterdrückte Erinnerungen gehabt zu haben, er behauptet, er hätte sich immer erinnern können, was ihm angeblich passiert ist – er wusste bis 2012 nur nicht, dass es sexueller Missbrauch und falsch war.

Das ist eine ziemlich unglaubliche Behauptung, wenn man bedenkt, dass Wade beim Prozess 2005 bereits ein erwachsener Mann war und überall darüber gesprochen wurde, wie falsch solche vermeintlichen Taten sind und dass an sexuellen Beziehungen zwischen einem Kind und einem Erwachsenen nichts Einvernehmliches ist. Ein weiterer Punkt, der berücksichtigt werden muss, ist, dass Robson nur wenige Tage nachdem die Arvizo Unterstellungen bekannt wurden, dazu in einem Interview befragt wurde und sagte: „Ich habe nie solche Erfahrungen gemacht und ich hoffe, dass es niemals irgendjemandem passiert.“ Das klingt nach einem Mann, der absolut versteht, dass eine sexuelle Beziehung zwischen einem Mann und einem Kind falsch ist. Und bitte berücksichtigt, dass Wade unter anderem von Dingen wie analer Vergewaltigung spricht.

Er bot auch verschiedene andere widersprüchliche Behauptungen an, warum er seine angebliche „Wahrheit“ bis 2012 nicht erzählt hatte. In einer dieser Versionen hätte ihm Jackson erzählt, dass sie beide ins Gefängnis müssten, wenn es jemals irgendjemand herausgefunden hätte und Robson glaubte das angeblich bis 2012. Das scheint der Behauptung zu widersprechen, dass er bis 2012 nicht wusste, dass es falsch gewesen sei. Wenn man dafür ins Gefängnis kommt, ist es gewiss falsch.

Laut einer weiteren anderen Version, die er seiner Mutter Joy Robson (laut ihrer eidesstattlichen Aussage) erzählt hatte, dementierte er im Prozess 2005 missbraucht worden zu sein, weil er sich deshalb geschämt hätte. Joy Robson: „Er erzählte mir das – er erzählte mir das nachdem er uns von dem Missbrauch erzählt hatte, als er über den Prozess gesprochen hatte, und deshalb wollte er nicht aussagen. Weil wenn er die Wahrheit erzählt hätte, wäre es eine Schande gewesen.

Aber Wade widersprach dem in seiner eigenen Klageschrift. Dort vertrat er seine Version, wo er 2005 noch nicht wusste, dass das, was ihm als Kind angeblich angetan wurde, falsch war und somit fühlte er zu diesem Zeitpunkt weder Scham noch Schuld.

Frage: „Als Du im Prozess 2005 ausgesagt hast, hattest Du ein Schamgefühl wegen dem, was zwischen Dir und Michael passiert ist?“

Wade Robson: „Nein, hatte ich nicht, wie ich sagte, ich hatte dazu keinen Standpunkt.“

(…)

„Ich habe es damals nicht gewusst. Ich wusste es nicht, erst nach Mai 2012.”

Wade behauptete auch, dass ihn Jackson angeblich sowohl 1993, als auch 2005, als er bereits ein erwachsener Mann war, am Telefon in Form eines „Rollenspiels“ gecoacht hätte und dass ihn das über mehr als zwei Jahrzehnte angeblich zu einem meisterhaften Lügner – oder einem „Meister der Täuschung“, wie er es ausdrückte – gemacht hätte. Was war das für ein machtvolles „Rollenspiel“, das Wade – sowohl als Kind, als auch als Erwachsener – angeblich zu solch einem überzeugenden „Lügner“ gemacht hatte?

Nun, Jackson sagte Robson angeblich am Telefon: „Sie erfinden all diese Lügen über Dich und mich, sie sagen, dass wir all dieses widerliche sexuelle Zeug gemacht haben. Sie versuchen, UNS niederzumachen, mir meine Macht und mein Geld wegzunehmen, uns UNSERE Karrieren wegzunehmen. Das dürfen wir sie nicht machen lassen. Wir müssen sie gemeinsam bekämpfen.“

Das ist es. Das ist das ausgefeilte, machtvolle „Coaching“ und die „Rollenspiel“ Methode, die aus Robson angeblich für mehr als zwei Jahrzehnte einen meisterhaften, Oscar-reifen „Lügner“ gemacht hat.

Obwohl Wade interessanterweise 2016 in seiner eidesstattlichen Erklärung an einem Punkt angegeben hatte, dass es JETZT seine Sichtweise war, dass es sich dabei um eine Art Rollenspiel gehandelt hat. Es klang wie eine rückblickende Neubewertung von etwas, das genau genommen eher auf Jacksons Unschuld hindeuten würde. Im Grunde genommen würden beide wissen, dass Missbrauch stattgefunden hätte, wenn ein Missbraucher direkt zu seinem Opfer spricht, also macht es für einen Missbraucher keinen Sinn, es zu leugnen und „Lügen“ zu nennen, während er darüber direkt mit seinem Opfer spricht. Robson behauptet hier auch, dass Jackson ihm gesagt hätte, dass das, was angeblich passiert sei, „widerliches sexuelles Zeug“ gewesen sei, was gegen Wades Behauptung anderenorts spricht, dass Jackson ihm beigebracht hätte zu glauben, dass solche Handlungen „ein Ausdruck der Liebe“ seien und dass er deshalb bis 2012 niemals realisiert hätte, dass er angeblich sexuell missbraucht worden sei. Hier zitiert er Jackson selbst, als er ihm sagt, dass solche Handlungen „widerliches sexuelles Zeug“ seien, also wie würde das nicht bei einem erwachsenen Mann, wie es Wade 2005 war, die Alarmglocken läuten lassen, dass mit diesem Bild irgendetwas nicht stimmt?

Es gibt keine Behauptung, dass Jackson Robson vor seiner Aussage 2005 auf direkte Art und Weise gesagt hätte, was zu sagen oder im Zeugenstand auszusagen sei. Alles, was Robson geltend machen kann, ist dieses angebliche „Rollenspiel“ am Telefon.

Denkt darüber nach: wenn Jackson Wade wirklich missbraucht hätte, wäre es von ihm unglaublich riskant gewesen – sowohl 1993, als auch 2005 – diesen Typen in den Zeugenstand zu bringen (2005 als seinen ersten Zeugen) und sich auf solch lahme angebliche „Rollenspiele“ zu verlassen und zu hoffen, dass Wade verstehen würde, was Jackson mit diesen kryptischen Kommentaren am Telefon wollte und auch, dass er sicher mitziehen würde und genau wüsste, was zu sagen sei, wie er sich im Zeugenstand verhalten solle und wie er überzeugen würde.

In einem Entwurf für ein Buch, das Wade Ende 2012 – Anfang 2013 über seine Unterstellungen herausbringen wollte (mehr dazu später), erklärt er seine konsequente, überzeugende Leugnung des sexuellen Missbrauchs, indem er sich selbst als „einen Meister der Täuschung“ beschreibt.

Aber war Wade Robson all die Jahre, als er den sexuellen Missbrauch dementiert hatte, ein Meister der Täuschung oder ist er jetzt ein Meister der Täuschung, da er seine Geschichte geändert und vor dem Hintergrund finanzieller Forderungen eine Klage eingereicht hat? Wenn jemand ein selbstbekennender Meister der Täuschung ist, wie entscheidet man, WANN er einen täuscht?

Weil wir dürfen nicht vergessen: Man steht unter Eid und unter Strafe bei Meineid, wenn man bei einem Strafprozess aussagt UND wenn man eine eidesstattliche Aussage in einem Zivilprozess macht. Das bedeutet, es führt keinen Weg daran vorbei: Wade Robson ist ein erwiesener Lügner, der keine Skrupel hat, unter Eid und unter Strafe bei Meineid zu lügen. Entweder hat er 2005 gelogen oder er lügt jetzt, da er seine Geschichte geändert und eine Klage mit finanziellen Forderungen eingereicht hat.

Lasst uns weiter nachforschen!

Eine verfehlte Prophezeiung

Am 25. Juni 2009 starb Michael Jackson. Wade und seine Familie trauerten um ihn und gingen zu seiner öffentlichen Gedenkfeier. Nach Jacksons Tod hatte Wade nichts als Lob für Jackson – genau wie zu seinen Lebzeiten.

In einem exklusiven Buch, The Official Michael Jackson Opus, das Ende 2009 veröffentlicht wurde, meldete sich Wade zu Wort und schrieb unter anderem: „Michael Jackson veränderte die Welt und – persönlicher – mein Leben für immer. Er ist der Grund, warum ich tanze, der Grund, warum ich Musik mache und einer der Hauptgründe, warum ich an die reine Güte im Menschen glaube.[mehr dazu hier; Anm.d.Übers.]

Er schrieb auch ein Mail an Jeff Thacker, Co-Produktionsleiter von So You Think You Can Dance, in dem er schrieb „Ich wollte Dir jetzt schreiben, also wenn ihr darüber nachdenkt, irgendein Tanz-Tribut für MJ in der Show zu machen, würde ich das gerne machen.“

Er nahm auch an einem Tribut von Janet Jackson an ihren Bruder bei den MTV Video Music Awards im Jahr 2009 teil. In einer Email vom 8. Oktober 2009 fragt Wade James Phares, den persönlichen Assistenten vom Regisseur Kenny Ortega, ob seine Familie eine Einladung zur Premiere für den This Is It Film (einen Film über Jacksons letzte Proben) bekommen könnte.

Für mehrere Jahre nach Jacksons Tod – bis 2011 – fuhr Wade damit fort, Jackson in diversen Medieninterviews zu loben.

Im November 2010 bekamen Wade und seine Frau Amanda einen Sohn. Einen Monat später, im Dezember, wurde Wade angeboten, bei dem Tanzfilm Step Up Revolution Regie zu führen und er nahm das Angebot an. Laut seinen Gerichtsunterlagen und einem Blogpost, den er im November 2017 geschrieben hatte, hielt er das für die Erfüllung von Michael Jacksons „Prophezeiung“ an ihn, als er noch ein Kind war, dass er ein Filmregisseur von „epischem Ausmaß“ wurde – größer als Steven Spielberg.

Anfang 2011 brach Wade unter dem Druck des Jobs zusammen, was einen Nervenzusammenbruch zur Folge hatte, woraufhin er aus dem Projekt ausstieg und planlos zurückblieb.

Er schrieb darüber 2017 in einem Blogpost: „Zusätzlich war ich jetzt von einem enthabilitierendem Gefühl der Schande verwüstet, dass ich ein völliger Versager war. Ich hatte das Gefühl, dass sich mein ganzes Leben zu der Chance hin entwickelt hatte, ein Filmregisseur zu werden. Ich war angekommen, ich erfüllte Michaels Prophezeiung und dann vermasselte ich es, demnach glaubte ich, mein ganzes Leben sei umsonst gewesen. Gott sei Dank hatte ich [seine Frau] Amanda und unseren Jungen, weil abgesehen davon fühlte ich keine Aufgabe mehr.“

Wade geht in Therapie

Am 16. Mai 2011, nach seinem Nervenzusammenbruch wegen der „verfehlten Prophezeiung“, er würde ein Filmregisseur epischen Ausmaßes werden, ging Wade in Therapie. Er machte keine Anschuldigungen bezüglich sexuellem Kindesmissbrauch gegenüber seinem Therapeuten oder irgendjemandem sonst.

Am 21. Mai 2011, also gerade einmal fünf Tage nachdem er die Therapie begonnen hatte, schrieb er ein Email an den Regisseur von Cirque du Soleil, indem er ihn anbettelte, bei Cirques Michael Jackson basierter Las Vegas Show „ONE“ Regie zu führen und/oder diese zu choreographieren. „Ich wollte diese MJ Show immer schon unbedingt machen,“ schrieb Wade in dem Email.

Cirque du Soleil teilte Wade mit, dass er von Michael Jacksons Estate anerkannt werden musste, also traf sich Wade mit John Branca, dem Testamentsvollstrecker von Michael Jacksons Estate, in Brancas Büro in Los Angeles, wo sie Wades Ambitionen besprachen, an dem Projekt beteiligt zu sein.

Während John Brancas eidesstattlicher Aussage 2017 deuteten Wades Anwälte an, dass Wade letzten Endes angestellt werden würde, die Cirque Show zu machen. Branca antwortete allerdings: „Huh. Das ist eine weitere – weitere von Wade Robsons Fantasien.“ Laut Branca beschlossen sie, dass Jamie King für den Job besser qualifiziert war und sie entschieden sich für ihn und nicht für Wade. Branca spekulierte an einem Punkt seiner eidesstattlichen Aussage, dass es möglich sei, dass Jamie King als Regisseur der Show Wade in einer niedrigeren Position, etwa als Tänzer, anstellen könnte, aber er bestand darauf, dass er definitiv nicht in einer vom Estate anerkannt führenden Kreativrolle, wie als Regisseur oder leitender Choreograph, angestellt werden würde.

Ungeachtet dessen redete Wade in einem Interview vom 30. Juli 2011 darüber, als hätte er eine Hauptrolle in der Cirque Show. In diesem Interview pries er Jackson erneut an. Das war nur wenige Monate bevor er seine U-Wendung machte und zum ersten Mal damit begann, Anschuldigungen gegen den Star vorzubringen.

Im März 2012, etwa ein Jahr nach seinem ersten Zusammenbruch erleidet Wade einen zweiten Nervenzusammenbruch. Er ging im April 2012 zu einem neuen Therapeuten, wo er eine erkenntnisorientierte Therapie beginnt. Laut seiner Geschichte bringt er etwa drei Wochen nach Therapiebeginn, am 8. Mai 2012, das erste Mal Anschuldigungen wegen sexuellem Kindesmissbrauch gegen Michael Jackson vor.

Was ist also zwischen Robsons erster Therapie 2011 und seiner zweiten 2012 passiert? Wie entwickelte er sich davon, Jackson in den höchsten Tönen zu loben und 2011 „unbedingt“ an Cirque du Soleils Michael Jackson Show arbeiten zu wollen, hin zu der Behauptung im Mai 2012, von Jackson als Kind sexuell missbraucht worden zu sein?

Wade behauptet jetzt, dass der Trigger für seine „Erkenntnis“, dass er als Kind angeblich von Jackson sexuell missbraucht worden sei, die Beobachtung seines eineinhalb-jährigen Sohnes gewesen sei und die bildliche Vorstellung, er würde sexuell missbraucht werden – Dinge, von denen er jetzt behauptet, dass sie ihm passiert seien, als er 7-14 Jahre alt war. Offenbar musste er sich seinen eigenen Sohn dabei vorstellen, sexuell missbraucht zu werden, um all die Emotionen aufbringen zu können, die er in seiner eigenen Geschichte des angeblichen sexuellen Kindesmissbrauchs aufgebaut hatte.

„In Therapie habe ich oft auf eine Wand eingeschlagen, wenn ich versucht habe, mit meinem jüngeren Selbst Kontakt aufzunehmen. Aber ähnlich dem, was mich überhaupt erst dazu inspiriert hat, mich zu offenbaren: visuelle Flashes von meinem Sohn zu haben, wie er sexuell missbraucht wird, die mir so in die Eingeweide gegangen sind – mein Sohn wurde in Therapie ein wesentlicher Zugangspunkt zum kleinen Wade. Wenn ich Schwierigkeiten damit hatte, mit meinem jüngeren Selbst in Kontakt zu treten, stellte ich mir oft meinen Sohn in dem traumatischen Szenario meiner Vergangenheit vor, das ich versuchte zu verarbeiten. Dann konnte ich es zutiefst spüren, konnte erschließen, was der kleine Wade fühlte und was er wirklich brauchte, um zu heilen.“ schrieb Wade in seinem Blog.

Wohlgemerkt, Dinge zu visualisieren, die er „real“ werden lassen wollte, war nicht neu für Wade. 2002 sagte er in einem Interview: „Lerne, wie man visualisiert. Wenn (man) ein Ziel hat, muss man jeden noch so kleinen Aspekt davon visualisieren. Weißt Du, wenn ich ein Lied für jemanden machen möchte und ich möchte das wirklich geschehen lassen, bringe ich mich selbst in diese Situation. Ich stelle mir vor, wie das Studio aussieht, wenn wir aufnehmen, ich stelle mir vor, wie ich Kaffee holen gehe, einfache kleine Dinge. Aber es versetzt einen in die Situation und macht es real bevor es passiert und dann ist es überhaupt keine Frage, dass es passieren wird. Jedes Mal, wenn ich das von ganzem Herzen gemacht habe, ist es immer passiert. Es ist nie missglückt.“

2014 postete er ein Neale Donald Wash Zitat auf Facebook: „Denke NUR, was Du zu erfahren erwählst, sage NUR, was Du wahr zu werden gedenkst und nutze Deinen Geist, um Deinen Körper bewusst dazu anzuleiten, NUR das zu tun, was Du als Deine höchste Realität zu demonstrieren ausersehen hast.“

Wade behauptet in seinem Blog auch, dass das, was ihn dazu veranlasst hat, seinem Therapeuten zu „gestehen“, ein bekannter TEG Vortrag von Brenè Brown über „Die Macht der Verwundbarkeit“ war, den er an diesem Tag am Weg zu seinem Therapeuten gehört hatte. Der Vortrag handelt von „dem Mut, unvollkommen zu sein“. Er bringt zur Sprache, dass Eltern einen Fehler machen, wenn sie ihre Kinder dazu erziehen, „perfekt“ zu sein und sicher stellen wollen, dass [sie] in der fünften Klasse im Tennisteam sind und Yale in der siebten abschließen, was Wades Leben widerspiegelt, der mit Sechzehn für internationale Stars wie Britney Spears choreographiert hat. Der Vortrag scheint sich mehr auf Wades Auseinandersetzung mit Karriereerwartungen und seinem Ringen, in seinem Job von früherster Kindheit an „perfekt“ zu sein (was wir bald ansprechen werden), zu beziehen als auf sexuellen Missbrauch.

Das sind also die Dinge, von denen Wade jetzt behauptet, dass sie seine angebliche „Realisierung“ des sexuellen Missbrauchs getriggert haben.

Aber wenn wir all die Elemente seiner Geschichte, einschließlich der Elemente, die er in seinen Gerichtsdokumenten verschwiegen hat, zusammenfügen, kommt eine völlig andere Geschichte zum Vorschein.

Nach seinem ersten Zusammenbruch 2011, aber noch vor seiner Kehrtwende 2012, kehrte er mit seinem früheren Sinn für Unbesiegbarkeit zur Arbeit zurück, wie er es in seinen Gerichtsdokumenten formulierte. Allerdings kämpfte er schon lange Zeit mit den Erwartungen und dem Druck seines Jobs. Diese Komponente sparte er aus seiner Klage völlig aus, aber aus seinen Blogposts, die er 2017 und 2018 (nach seiner Klage) veröffentlicht hatte, erfahren wir von diesen Auseinandersetzungen im Detail.

Dazu kommt, dass der Therapeut, zu dem er 2012 ging, Dr. Larry Shaw, ein Therapeut ist, dessen Fokus auf Menschen mit Jobs unter hohem Druck, sei es im Betrieb oder Entertainment, liegt – und insbesondere auf Menschen, die wegen der hohen Erwartungen ihrer Familien in diesen Jobs sind.

Dr. Shaw schrieb 2015 in einem Artikel: „Die Leute, mit denen ich in letzter Zeit gearbeitet habe, hatten Vater-Probleme, was bedeutet, dass sie sehr mächtige Väter hatten, also gibt es den Aspekt, im Schatten des Vaters zu leben. Sie haben diesen inneren Dialog, wo in Wahrheit die Stimme deren Väter sagt „Du bist nicht gut genug“. Jeder, mit dem ich gearbeitet habe, möchte aus diesem Geschäft raus. Sie sind erstklassig und sie sind unglücklich.“

Dass vielmehr DAS Wades wahres Problem ist, hallte in einigen Blogposts wider, die er 2017-2018 geschrieben hatte. So schrieb er zum Beispiel: „[W]ieder und wieder richtete ich meinen Blick in dem Glauben, dass die Erfolge bislang einfach noch nicht groß genug sind, höher und deshalb habe ich keine Erfüllung und Zufriedenheit gefunden. Aber in diesem Bestreben habe ich sie nie gefunden. In diesem Bestreben wurde ich zerfressen und brach schließlich zusammen.

„Eigentlich wurde ich immer depressiver, je mehr Erfolg ich hatte, weil die Erwartung von Erfüllung und Zufriedenheit immer wieder nicht erfüllt wurde. Ich fühlte mich, als würde ich einen Berg besteigen und jedes Mal, wenn ich zum Gipfel hinaufsah, entfernte er sich weiter aus meiner Sicht. Nichts war jemals ausreichend.

Der Zusammenbruch zwang mich dazu, alles zu hinterfragen, von dem ich glaubte, es sei wahr. Was wäre, wenn es keine Errungenschaft gäbe, die mich jemals glücklich machen würde? Was wäre dann das Ziel der Arbeit? Was wäre dann das Ziel des Lebens?“

In einem weiteren Blogpost vom April 2018 offenbart er, dass er die Freude am Tanzen und der Musik verloren hat, als seine Karriere ein Level erreicht hat, wo ein hoher Druck, etwas zu leisten und zu erreichen, diese Aktivitäten zu begleiten begann, was ab einem Alter von 19 Jahren der Fall war.

In noch einem anderen Blogpost vom Jänner 2018 offenbart er, dass der Druck, etwas zu erreichen und zu leisten, zu seinen Nervenzusammenbrüchen geführt hatte:

„In meinen Kursen rede ich über die Geschichte meines äußerlichen Erfolges und all den Druck und Stress, der damit einhergeht. Über meine fruchtlose Suche nach Zufriedenheit und Erfüllung durch meine äußerlichen Errungenschaften. Darüber, dass ich freudlos erzogen wurde und gelernt hatte, verheerend ernst zu sein. Und wie all das zu völligen Zusammenbrüchen und der (vorübergehenden) Zerstörung meiner Beziehung zu meinen Gaben führte.“

[…]

„Durch diese Indoktrination lernen unsere Kinder Dinge wie „Wenn ich nicht beschäftigt und gestresst bin, bin ich faul und wertlos.“ „Wenn ich nicht der beste bin, bin ich überhaupt niemand“ und „Sei niemals zufrieden, strebe immer nach mehr.“

Das widerspricht der Schilderung in seiner Klage über den Grund seiner Zusammenbrüche. Dort behauptet er, dass der Grund seine Realisierung gewesen sei, von Jackson angeblich sexuell missbraucht worden zu sein und dass das Showbusiness für ihn deshalb jetzt mit sexuellem Missbrauch verbunden sei. Anderenfalls, so behauptet er in seiner Klageschrift, wäre seine Karriere weiterhin „einer aufsteigenden Flugbahn“ gefolgt. In seiner Klageschrift erwähnt er mit keinem Wort, dass er lange Zeit mit Karrieredruck und Erwartungen zu kämpfen hatte und dass DAS der Grund war, warum er zusammengebrochen war.

In seiner Deklaration (also unter Eid) behauptet Wade:

„Vor meinem endgültigen Zusammenbruch 2012 war ich auf dem Weg zu bedeutender Allbekanntheit und Erfolg auf meinem Gebiet.“

„Hätte ich als Kind keinen sexuellen Missbrauch erlitten und als Folge davon meine emotionalen Zusammenbrüche und meine darauf folgende Unfähigkeit, in das Leben zurückzukehren, dass [Jackson] „prophezeit“ hatte, glaube ich, dass meine Karriere weiterhin dieser aufsteigenden Flugbahn gefolgt wäre.“

Wie ihr gesehen habt, ist das schlicht und einfach nicht wahr. Basierend auf seinen eigenen Blogposts wäre sein Leben nicht „dieser aufsteigenden Flugbahn“ gefolgt. In seinem Blog gibt er zu, dass er LANGE mit dem Druck und den Erwartungen seines Jobs zu kämpfen hatte und dass dieser Druck und die Erwartungen der Grund für seine Zusammenbrüche waren. Darüber hinaus bröckelte seine Karriere weit BEVOR er „realisiert“ hatte, dass er angeblich sexuell missbraucht worden sei.

Das bedeutet, dass die ganze Basis für seine Klage – dass seine Zusammenbrüche die Folge sexuellen Missbrauchs seien – nichts als eine Lüge sind. Die Wahrheit ist, dass die Zusammenbrüche die Folge von Karrieredruck und Erwartungen waren, mit denen er nicht umgehen konnte.

Und es war auch eine sehr passende Lüge: Er zerbricht unter Karrieredruck und Erwartungen. Laut der Aussage seiner Mutter Joy Robson hatte er zum damaligen Zeitpunkt auch finanzielle Probleme und Sorgen, wie er mit seinen Karriereproblemen für seine Familie sorgen sollte. Und DANN „realisiert“ er plötzlich, als Kind angeblich von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein – Unterstellungen, mit denen er in weiterer Folge Michael Jacksons Entitäten auf Geld verklagen kann. Natürlich kann man nicht wegen einer „verfehlten Prophezeiung“ klagen, aber man kann klagen, wenn man beginnt, sexuellen Kindesmissbrauch zu unterstellen.

In seiner eidesstattlichen Aussage und seinem Blog behauptet Wade, dass es Jackson war, der ihm beigebracht hat, immer zu arbeiten und der für seine ungesunde Arbeitseinstellung seit frühester Kindheit verantwortlich sei. Er versuchte Jackson dafür verantwortlich zu machen, weil er ihm Dinge sagte wie studiere die Großen und werde größer oder sei in den Geschichtsbüchern. Während Jackson dafür bekannt war, Leuten solche Dinge als eine Form der Inspiration und Motivation zu sagen, ist Robsons Auffassung, dass das eine Art „Prophezeiung“ gewesen sei, zu dessen Erfüllung er berufen gewesen sei und sein Groll auf Jackson, weil sie sich nicht erfüllte, schon sonderbar.

Die Wahrheit ist, dass Wades Mutter Joy Robson eine sehr ambitionierte Bühnenmutter war und sie war es, die ihre Kinder seit frühester Kindheit zu harter Arbeit trainiert hat. Wade macht absolut keine Erwähnung davon in seiner Klage. Joy Robson erklärte allerdings 2011 in einem Podcast-Interview, dass sie die treibende Kraft hinter der unnachsichtigen Arbeitseinstellung und dem straffen Zeitplan ihrer Kinder war. Offenbar war sie diejenige, die „ihre Kinder freudlos erzogen“ hat.

Joy Robson: „[Wade und Wades Schwester Chantal] waren immer beschäftigt und ich denke, Langeweile schafft Probleme. […] Meine Kinder haben jedes Wochenende gearbeitet, jede Schulferien, ihre Geburtstagspartys waren hinter der Bühne, ihre Weihnachtspartys waren hinter der Bühne. Kein Bedauern.“

Aus einem Artikel über die Robsons aus dem Jahr 1995 erfahren wir: „Wade machte jeden Tag drei oder vier Castings zwischen 15:00 und 19:00. Während Wade hart arbeitete, Casting nach Casting besuchte, Verse lernte, seine Tanzschritte übte und probte, tat Joy – sein größter Anhänger – das gleiche. Die beiden sind fast unzertrennlich und treffen gemeinsam Karriereentscheidungen.“

Ebenfalls aus dem Artikel von 1995 (wie auch aus den Aussagen der Robsons 2005 und Joy Robsons eidesstattlicher Aussage 2016) erfahren wir, dass Jackson zu diesem Zeitpunkt kaum anwesend war in deren Leben: Die ersten 18 Monate in LA waren wirklich hart. Wir hatten sechs Koffer, wenig Geld und kannten niemanden in LA, nur Michael, der oft nicht da war.“

Währenddessen – im Widerspruch zu Wades Behauptung, dass es Jackson war, der ihm beigebracht hätte, immer hart zu arbeiten und all den Spaß des Lebens am Altar der Arbeit zu opfern – flehte Jackson Wades Mutter in Wahrheit an, Wade seine Kindheit zu lassen. Joy Robson selbst sagte das 2016 in ihrer eidesstattlichen Aussage aus. Sie sagte, dass Jackson „mich anrief und fragte – und mich anflehte, Wade nicht die ganze Zeit arbeiten zu lassen, ihm seine Kindheit zu lassen.“

Trotz des klaren Beweises, dass es Wades Mutter war, die ihre Kinder so hart arbeiten ließ, ist es in Wades neuer Version seines Lebens Jackson, der der Sündenbock für seine ungesunde Arbeitseinstellung, seine eigenen Fehler und die beruflichen oder persönlichen Fehler seiner Mutter ist und er deutet sogar an, dass der Selbstmord seines Vaters 2002 die Folge der Angst gewesen sei, dass Jackson Wade sexuell missbraucht haben könnte, obwohl es Wades eigene Behauptung ist, dass er bis 2012 niemandem gegenüber erzählt oder angedeutet hat, dass er angeblich sexuell missbraucht wurde. Das schließt seinen Vater mit ein, der nicht einmal mit Wade, seiner Schwester und Mutter in den Vereinigten Staaten gelebt hat, sondern mit Wades älterem Bruder in Australien zurückgeblieben ist.

Wades Vater war bipolar und laut Joy Robsons eidesstattlicher Aussage war das eigentliche Problem, dass er das Gefühl hatte, seine Familie würde es nicht kümmern, was er mit seiner geistigen Erkrankung durchmachte.

Es muss festgestellt werden, dass in Robsons Familie vermehrt geistige Erkrankungen vorzuliegen scheinen. Neben der bipolaren Störung seines Vaters beging ein Cousin von Wade – ebenfalls auf der Seite seines Vaters (Sohn der Schwester seines Vaters) 2014 im Alter von 30 Jahren als Folge von Depressionen Selbstmord.

Am Höhepunkt von Wades Karriere- und finanziellen Problemen – als er zum ersten Mal seine Unterstellungen verkündete – hatte er auch eine Ehekriese. Laut seiner eigenen eidesstattlichen Aussage tat sich seine Frau Amanda schwer, mit seinen Zusammenbrüchen umzugehen und drohte damit, ihn zu verlassen, wenn er wieder zur Arbeit zurückkehren und diesen Kreislauf der Zusammenbrüche nicht unterbrechen würde.

Das ist also der Kontext, in dem Wade – als ziemlich passende Lösung für all seine Probleme – plötzlich „realisiert“ hat, dass er als Kind angeblich von Michael Jackson sexuell missbraucht worden sei.

Diese U-Wendung machte es möglich, Jacksons Entitäten auf Geld zu verklagen oder seine neu entdeckte Geschichte auf andere Art und Weise, wie ein lukratives Buch-Geschäft, zu nutzen, da der Beschuldigte eine internationale Berühmtheit ist.

Darüber hinaus ist seine angebliche „Opferrolle“ anscheinend etwas, das Wade in seiner neuen Karriere als Verkaufsargument einzubauen beabsichtigt. In einer Notiz, die er sich selbst schrieb und von der der Jackson Estate erfahren und in seiner eidesstattlichen Erklärung 2016 präsentiert hat, schreibt Wade: „Meine Geschichte des Missbrauchs und dessen Auswirkungen werden mich ansprechend/relevant machen.“

Als er dazu befragt wurde, was er damit gemeint hatte, sagte Wade, dass er eine Karriere als Vedic Meditationstrainer in Erwägung zieht und dachte, dass potentielle Kunden, die Kindheitstraumata erfahren haben, jemanden mit einer ähnlichen Geschichte ansprechender finden würden. Die gleiche Notiz entält auch den Satz: Es ist Zeit für mich, meines zu bekommen! Als er dazu befragt wurde, was er damit gemeint hatte, sagte Wade, dass er es nicht wüsste.

Es gäbe auch einen Vorteil darin, jemand anderen für seine beruflichen und persönlichen Probleme und Fehlschläge verantwortlich zu machen. Mit der Behauptung des sexuellen Missbrauchs wird Wade plötzlich als „Opfer“ gesehen und nicht als jemand, der in seinem Beruf und als Familienversorger versagt hat. Die Schuld wird auf jemand anderen geschoben. Amanda wird ihn jetzt sicher nicht verlassen.

Übrigens, Wades „Erinnerungen“ zu dem angeblichen Missbrauch „entwickelten“ sich ebenfalls im Laufe des Falles. So kann man es beschönigend formulieren, dass sich seine Geschichte seit seinen ersten Unterstellungen 2012 stetig verändert hat. In seinem Buchentwurf, für den er Ende 2012 – Anfang 2013 einen Käufer finden wollte, gibt es drei unterschiedliche Geschichten und in seiner Klage sind wieder andere zu finden.

„Also haben sich Ihre Erinnerungen verändert, als Sie diesen Prozess durchgemacht haben?“ fragte der Anwalt der Jackson Firmen an einem Punkt während Wades eidesstattlicher Aussage 2016. „Sie haben sich entwickelt“, antwortete Wade.

Nachdem Wade seinem Therapeuten gegenüber im Mai 2012 das erste Mal Behauptungen über sexuellen Missbrauch aufgestellt hatte, mailte er mehrere Monate mit seiner Mutter Joy über die Ereignisse und Umstände, die deren Beziehung mit Jackson umgaben. Aus den Emails geht klar hervor, dass Wade nicht viele eigene Erinnerungen an diese Ereignisse hat und sich für seine Klage sehr stark auf die Erinnerungen seiner Mutter verlassen muss.

Die Emails offenbarten auch, dass Wade Ende 2012 – Anfang 2013 ein Buch über seine Unterstellungen auf den Markt bringen wollte. Er kontaktierte mehrere Buchverlage, aber offenbar lehnten sie alle ab. Während Wades eidesstattlicher Aussage 2016 offenbarte Katherine Kleindienst, eine Anwältin der Firmen Jacksons, dass sie mit Wades Literaturagent Alan Nevins an Telefon gesprochen hatte und er sagte ihr von sich aus, dass Wade einen hohen Geldbetrag für sein Buch verlangt hatte. Wade leugnete das.

Nie wieder Tanz, Filme, Entertainment?

Am 1. Mai 2013 reichte Wade Robson eine Zivilklage gegen Jacksons Firmen und eine Gläubigerklage gegen Jacksons Estate ein. In beiden fordert er finanzielle Entschädigung. Seine Behauptung war, dass seine Karriere wegen Jacksons angeblichem sexuellen Kindesmissbrauch bröckelte, weshalb ihn Jacksons Entitäten dafür finanziell entschädigen sollten. Wie wir zuvor erörtert haben, ist das schlicht nicht wahr. Es waren der Druck und die Erwartungen seines Jobs, weshalb er zusammenbrach.

Und das war nicht die einzige falsche Behauptung in seiner Klageschrift.

Wade behauptete, dass er wegen Jacksons angeblichem Missbrauch nicht mehr länger in der Lage war, irgendeine Art von Entertainmentaktivität durchzuführen, da diese Aktivitäten jetzt zu sehr mit Jackson und seinem sexuellen Missbrauch im Zusammenhang stehen. Er behauptete, dass er nicht mehr tanzen könne, keine Musik mehr machen könne und nicht einmal mehr Filme schauen könne, da diese Aktivitäten so triggernd für ihn seien.

Tatsache ist allerdings, dass Wade die ganze Zeit mit all diesen Aktivitäten fortfuhr, während er in Gerichtsdokumenten behauptete, er sei so traumatisiert von solchen Aktivitäten, die mit Michael Jackson in Verbindung standen, dass er diese nie wieder ausführen könne, weshalb er finanzielle Entschädigung benötige.

Am 19. Juni 2015 postete Wades Frau Amanda ein Foto von Wade auf Facebook und Instagram, wie er ihrem Sohn tanzen beibringt. Wade postete das gleiche Foto am selben Tag auf seiner eigenen Facebookseite. Amanda versah es mit der Bildunterschrift „Wade Weisheit #1: Denke nicht. Wenn es sich gut anfühlt, machst Du es richtig.“ Statt dass es sich hierbei um Wades eigene Weisheit handelt, hallt hier in Wirklichkeit Michael Jacksons Philosophie auf dem Gebiet des Tanzes wider und es ist etwas, das er Wade wahrscheinlich gesagt hat, als er ihm als Kind zu tanzen beigebracht hat.

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2015 schrieb er ein Tanzvideo mit dem Titel „Flight“, bei dem er auch Regie führte. Ebenfalls 2015 kündigte er auf seiner Facebookseite eine Tanzsession mit ihm an.

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Im gleichen Jahr kreierte er einen Teaser-Trailer für eine Tanzfirma. 2016 führte er bei einem weiteren Tanzvideo mit dem Titel „Life in Color“ Regie. Auf seinem Videokanal postete Wade auch „Making of“ Aufnahmen davon, wo man ihn tanzen, Regie führen, lachen und – weit davon entfernt vom Tanzen traumatisiert zu wirken oder unfähig, überhaupt auf irgendeine Art weiterhin Regie zu führen (wie er in seiner Klage behauptete) – viel Spaß mit diesem Projekt habend sehen kann.

Ebenfalls 2016 kündigte Blake McGrath, ein professioneller Tänzer und Choreograph mit Popstar-Ambitionen, auf seiner Instagram-Seite an, dass er mit Wade Robson als Regisseur/Choreograph an seinem ersten Musikvideo arbeitet. Sie kreierten schlussendlich drei Videos gemeinsam – bei den ersten beiden lag der Fokus ganz stark am Tanzen.

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Es gibt einige weitere Tanz- und Filmprojekte, in denen Wade in jener Zeit, als er in Gerichtsdokumenten behauptet hatte, es sei ihn nicht möglich, solche Aktivitäten in welcher Form auch immer auszuführen, involviert war.

Im September 2017, als seine Klage vorhersehbar in Richtung Abweisung zusteuerte, erklärte er sich selbst als von den schlimmen Assoziationen bezüglich Entertainment-Aktivitäten „geheilt“ und kündigte seine Rückkehr in die Tanz- Choreographie- und Entertainment-Szene an. Die angeblich schlimmen Assoziationen und seine Unfähigkeit zu arbeiten verschwanden also plötzlich, als seine Klage kurz vor der Abweisung stand.

Robsons Gläubigerklage

Nun eine Zusammenfassung von Robsons Gläubigerklage und Zivilklage. Zuerst die Gläubigerklage.

Unter US-Recht können jene, die irgendeine Art von Forderung gegen einen Verstorbenen haben, diese Forderungen gegen den Estate der verstorbenen Person einreichen – das wird als Gläubigerklage bezeichnet. Es gibt jedoch bestimmte Verjährungsfristen, um eine Gläubigerklage einzureichen. Ein Kläger darf seine Gläubigerklage nicht später als 60 Tage nach dem Datum einreichen, an dem er zum ersten Mal hinreichend Kenntnis über die Fakten, die seiner Klage zugrunde liegen und die die Verwaltung des Estates betreffen, erlangt hat.

In diesem Fall bedeutet das, dass Robson seine Gläubigerklage innerhalb der ersten 60 Tage, nachdem er über beide der folgenden Dinge Bescheid wusste, hätte einreichen müssen: 1. Dass er als Kind angeblich von Michael Jackson sexuell missbraucht wurde, 2. dass Michael Jackson einen Estate hat.

Wie wir zuvor gesehen haben, behauptete Robson, dass er bis 8. Mai 2012 nicht verstanden habe, als Kind von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. „[Robson] fehlte vor dem 8. Mai 2012 jegliches Verständnis, dass seine vieljährige Kindheits-Beziehung mit [Jackson] fortwährenden sexuellen Missbrauch über eine Periode von sieben Jahren umfasste – die Handlungen, die seine Klage aufkommen ließen.“ lesen wir in Wades gerichtlicher Klageschrift.

In seiner Erklärung und Gläubigerklage behauptet Robson des Weiteren, dass er bis 4. März 2013, als er sich zum ersten Mal mit seinen Anwälten Henry Gradstein und Maryann Marzano traf, keine Kenntnis über die Verwaltung von Michael Jacksons Estate hatte: Vor dem 4. März hatte ich nicht verstanden oder war mir überhaupt bewusst, dass ein Estate für die Verwaltung eingerichtet wurde oder dass ich eine Klage anstreben konnte.“

Wenn das stimmen würde, würde Wade innerhalb der 60 Tages-Frist liegen, da er seine Gläubigerklage am 1. Mai 2013 einreichte – innerhalb von 60 Tagen, nachdem er Kenntnis über die Verwaltung von Jacksons Estate erlangt hatte.

Das ist allerdings eine weitere Lüge in seiner Klageschrift.

Wie es in der Offenlegung ans Licht gebracht wurde, war sich Wade bereits Jahre vor dem 4. März 2013 sehr bewusst über Jacksons Estate. Wie wir zuvor erörtert haben, war Wade sehr erpicht darauf, für Cirque du Soleils Michael Jackson Show zu arbeiten und um über die Show zu sprechen, besuchte er Anfang 2011 das Büro von John Branca, einem der Nachlassverwalter des Michael Jackson Estates. Er wusste also nicht nur, dass Jackson einen Estate hatte, er verhandelte sogar mit ihnen!

Darüber hinaus besprach Wades langjährige Anwältin und Freundin der Familie Helen Yu, die ihm dabei behilflich war, 2012-2013 einen Verleger für sein Buch zu finden, Michael Jacksons Estate 2009 in einem Interview auf ihrer Anwaltskanzlei-Webseite. Sie erwähnt die Nachlassverwalter des Estates John Branca und John McClain und spricht darüber, wie Jackson durch seinen Estate höchstwahrscheinlich tot mehr einnehmen wird als lebendig.

In einem Urteil von Richter Mitchell L. Beckloff wies das Gericht Wade Robsons Gläubigerklage am 26. Mai 2015 ab. Obwohl Wades Anwältin Maryann Marzano unmittelbar nach dem Urteil schwörte, Einspruch zu erheben, taten sie es letztendlich nie.

Die Zivilklage

Parallel zur Gläubigerklage vor dem Nachlassgericht reichte Wade auch ein Zivilverfahren gegen zwei von Jacksons Firmen ein: MJJ Productions und MJJ Ventures, wobei es auch um finanzielle Entschädigung ging.

Um die gewünschte finanzielle Entschädigung zu bekommen, portraitierte Wade die beiden Firmen in seiner Klage als die ausgefeiltesten öffentlichen Organisationen zur Beschaffung und Förderung von Kindesmissbrauchs, die die Welt je gesehen hat“, die wissend und bereitwillig seinen angeblichen Missbrauchförderten“.

Seine eigene Mutter deckte jedoch in ihrer Aussage von 2016 Wades Vorwürfe versehentlich als Lügen auf.

Die Robsons, die ursprünglich aus Brisbane, Australien, stammen, lernten Jackson 1987 kennen, als dieser auf Tour in Australien war und der damals 5-jährige Wade einen Tanzwettbewerb in einem Target-Markt gewann, wobei der Gewinn in einem Treffen mit Michael Jackson bestand.

In Wades Klage heißt es: Robson behauptet, diese „Meet&Greets“, getarnt als wohltätige Veranstaltungen für Minderjährige, wurden von MJJ Productions und MJJ Ventures absichtlich als Technik zur Kontaktaufnahme für einen sexuellen Missbrauch eingesetzt, um minderjährige Opfer für Michal Jackson zu gewinnen.

Dazu muss man vor allem wissen, dass diese Meet&Greets von keiner der Firmen Michael Jacksons organisiert wurden, sondern von Target, Pepsi und CBS. Wade weiß das auch, denn in seiner Aussage von 2005 erwähnt er, dass Target der Organisator war.

Noch wichtiger ist, dass seine Mutter in ihrer Aussage von 2016 Wades Geschichte, in der er versucht dieses Meet&Greet als eine Art Veranstaltung zu beschreiben, die dazu diente, ihn als Missbrauchsopfer zu ködern, komplett über den Haufen wirft.

Joy Robson gab an, dass das Meet&Greet eine Veranstaltung war, bei der sehr viele Menschen anwesend waren und sie nur wenige Minuten mit Jackson verbrachten. Jackson lud Wade dann dazu ein, mit ihm bei seinem nächsten Konzert auf der Bühne zu tanzen. Laut Wades eigener Aussage verbrachte er bei dem Konzert keine  Zeit mit Jackson abseits der Bühne, sie begegneten sich ausschließlich auf der Bühne.

Wäre es nach Jackson und seinen Firmen gegangen, wäre ihr Kontakt damit beendet gewesen. Es war Joy Robson, die versuchte, Jackson erneut zu kontaktieren. Sie hatte ein paar Tage später zusammen mit ihrem Sohn eine Dankes-Botschaft in sein Hotelzimmer gesendet und daraufhin trafen sie Jackson noch einmal für etwa 1,5 Stunden. Für Jackson und seine Firmen wäre das wiederum das Ende ihrer Beziehung gewesen.

Während der nächsten Jahre war es wieder Joy Robson, die Jackson Briefe und Videos von Wades Fortschritten als Tänzer sendete, sie bekamen jedoch nie eine Rückmeldung von dem Star. Das nächste Mal, dass sie Jackson trafen, war 1990, über 2 Jahre später, und es waren wieder die Robsons, die diesen Kontakt suchten und nicht andersherum.

Wie können die Meet&Greets dann Veranstaltungen sein, die als Technik zur Kontaktaufnahme für einen sexuellen Missbrauch eingesetzt werden, um minderjährige Opfer für Jackson zu gewinnen,“ wie Robson behauptet?

Als Robson seine Geschichte konstruierte, kannte er die Wahrheit darüber, wie er mit Jackson in Kontakt kam ganz genau und wusste, dass es seine Mutter war, die Jackson erneut kontaktierte. Daraus kann man nur folgern, dass Robson absichtlich lügt und in seiner Klage Fakten verdreht, um Jacksons Firmen hineinzuziehen und um die Summe zu erhalten, die er sich wünscht.

Im Januar 1990 reisten die Robsons in die USA, wo Wade und Chantal mit einer Talent-Schule in Disneyland auftraten. Bevor sie Australien verließen, versuchte Joy Robson schon, Kontaktdaten von Michael zu erlangen, indem sie bei mehreren australischen TV Sendern anrief, um zu fragen, ob sie irgendwelche Kontaktdaten für sie hätten. Schließlich erhielt sie auf diese Weise die Telefonnummer von MJJ Productions.

Während sie in den USA waren, rief Joy Robson MJJ Productions und Jacksons persönliche Assistentin Norma Staikos an. Auf Joys Bitte hin arrangierte Staikos für die Robsons ein Treffen mit Michal in einem Aufnahmestudio, in dem Jackson zu der Zeit arbeitete.

Wade behauptet in seiner Klage über dieses Treffen: Robson ist darüber informiert und glaubt daher, dass Ms. Norma Staikos im Auftrag von MJJ Productions und MJJ Ventures als eine „Madam“(Zuhälterin) oder „Vermittlerin“ für Opfer zum sexuellen Kindesmissbrauch durch Michael Jackson handelte. Obwohl es als ein weiteres Meet&Greet zwischen Robson, seinen Eltern und Michael Jackson getarnt war, war dieses Event vorsätzlich durch Ms. Staikos, MJJ Productions und MJJ Ventures orchestriert, als eine Möglichkeit für Michael Jackson, ein weiteres Opfer zum sexuellen Missbrauch zu finden, und sich mit ihm und seinen Eltern für diesen Zweck „anzufreunden“.

Liest man Wades Aussage, so sind Wades Behauptungen einfach absurd. Laut Joy Robsons eigener Geschichte, war es Joy, die den Kontakt mit MJJ Productions und Norma Staikos (MJJ Ventures existierte zu dieser Zeit noch gar nicht!) herstellte, und natürlich mit der Absicht, mit Michael Jackson in Kontakt zu treten. Die Firmen und Staikos sind bei diesem Event nur nebensächlich und ganz sicher NICHT die Initiatoren.

Wie macht das Norma Staikos zu „einer „Zuhälterin” oder „Vermittlerin” von Opfern zum Kindesmissbrauch durch Michael Jackson und Jacksons Firmen zu „Organisationen zur Beschaffung und Förderung von Kindesmissbrauch“ wie Wade es in seiner Klage zu portraitieren versucht?

Es ist eindeutig, dass es Joy Robson war, die dieses Treffen „absichtlich orchestrierte“, nicht Norma Staikos, MJJ Productions oder MJJ Ventures. Was Wade in seiner Klage jedoch behauptet, scheint mit Absicht gelogen zu sein, um Jacksons Firmen und Norma Staikos hineinzuziehen, weil Wade auf diesem Weg die Firmen auf Schadenersatz verklagen konnte.

Als nächstes behauptet Robson in seiner Klage:Um ihre Immigration in die USA zu arrangieren, lies Michael Jackson MJJ Productions und MJJ Ventures Robson und seine Mutter einstellen, und ermöglichte Robson, dessen Mutter und Schwester so, dauerhaft nach Kalifornien umzuziehen. Robson behauptet, dass das von Michael Jackson, MJJ Productions und MJJ Ventures mit der Absicht getan wurde, um Michael Jackson Zugriff auf Robson für einen sexuellen Missbrauch zu ermöglichen.

Laut Joy Robsons Zeugenaussage, stammte die Idee für die Immigration in die USA jedoch von Wades Vater Dennis. Joy selbst wollte es auch:Wissen Sie – ich glaubte, dass Wade hier eine Zukunft haben könnte, und ich hatte das Gefühl, dass er in Australien nicht mehr weiter kommen würde. Er musste einfach hier hin, sagt sie in ihrer Aussage von 2016.

Die Rolle von Michael Jacksons Firmen bei dieser Sache war, dass die Robsons, als sie dann im September 1991 immigrierten, einen Sponsor und Arbeitgeber in den USA brauchten, um dauerhaft bleiben zu dürfen. Joy Robson fragte Jackson, ob er ihnen dabei helfen könne, und Jackson wies seine Firmen und sein Büro an, das zu tun.

Das passt jedoch nicht zur Version von Wades Geschichte, dass Jackson und seine Firmen ihn in die USA brachten, „mit dem einzigen Zweck, Michael Jackson Zugriff auf Robson zu ermöglichen, um ihn sexuell zu missbrauchen.“ Jackson und seine Firmen reagierten lediglich auf den Wunsch der Familie Robson, Wade eine Karriere als Tänzer und Choreograf zu ermöglichen, die er in den USA besser verfolgen konnte, als in Australien.

Außerdem ist es so, dass Jackson, nachdem die Robsons in die USA übergesiedelt waren, noch nicht einmal viel Zeit mit ihnen verbrachte, auch nicht mit Wade. Joy Robson sagte sogar in ihrer Aussage, dass sie diejenige war, die an Jackson dranbleiben musste, damit er Wade anrief, um ihn in Videoprojekten, wie z.B 1992 in „Jam“, unterzubringen, und dass Wade sich etwas übergangen fühlte, weil Jackson lieber Zeit mit anderen verbrachte.

Joy gab zu Protokoll, dass sie einmal für 6 Monte den Kontakt zu Jackson abbrach – und zwar, weil Jackson Wade während der Dangerous Tour NICHT anrief. Wade hatte auch mit Jackson auf Tour gehen wollen, aber der Star hatte ihn nicht mitgenommen.

Also macht die Geschichte, dass Jackson die Robsons in die USA übersiedeln lies „mit der Absicht, Michael Jackson Zugriff auf Robson für einen sexuellen Missbrauch zu ermöglichen“, wenig Sinn, wenn er dann nur wenig Zeit mit Wade verbringen wollte und die meiste Zeit weg war“, wie Joy in einem Interview von 1995 sagte, und Wade sich etwas übergangen fühlte.

Höchstwahrscheinlich weiß Wade all das obenstehende, bedenkt man seine detaillierte E-Mail Korrespondenz mit seiner Mutter, während er seine Klage zusammenstellte. Dass er behauptet, Jacksons Firmen hätten seine Immigration in die USA nur aus dem Grund arrangiert, damit Jackson Zugang zu ihm bekomme um ihn zu belästigen, ist eine Missinterpretation dessen, was tatsächlich geschah – und zwar aus dem Grund, um Jacksons Firmen um Schadensersatz verklagen zu können.

Wade fügte seiner Klage noch weitere Geschichten hinzu, von denen er wusste, dass sie falsch sind. Z.B. enthält seine Klage die Geschichte von Charli Michaels, einer verärgerten Ex-Angestellten, obwohl Robsons Mutter ihm in einer E-Mail schrieb, dass diese Geschichte nicht wahr sei. Weil Wade diese Geschichte jedoch gut gebrauchen konnte, um Norma Staikos mit hineinzuziehen, war es Wade egal, dass sie nicht stimmt, er verwendete sie trotzdem.

Das beschreibt ihn als einen opportunistischen Menschen, der keine Skrupel hat, in Gerichtsdokumenten unehrlich zu sein und erlogene Geschichten zu seinen Gunsten zu verwenden.

An dieser Stelle muss man auch zwei weitere angebliche Zeugen Wades erwähnen, deren Aussagen er zuvor abstritt. Diese Personen sind ehemalige Angestellte Jacksons, die 1993, während der Vorwürfe Chandlers und dem dazugehörenden Medienspektakel, mit Behauptungen bezüglich unangemessenen Verhaltens von Jackson hervorkamen. Sie wurden von der Klatschpresse für ihre Geschichten bezahlt.

Der eine ist Mark Quindoy, der zusammen mit seiner Frau von 1989 bis 1990 für Jackson arbeitete. 1993, im Rahmen der Beschuldigungen Chandlers, verkauften sie ihre Geschichten an die Klatschpresse, und behaupteten, sie hätten gekündigt, weil sie über das, was sie angeblich Jackson mit Kindern, inklusive Wade, tun sahen, so verstört waren.

Es ist so, dass die Quindoys schon vor den Chandler-Vorwürfen von 1993 Interviews in den Medien gaben, diese Geschichten enthielten jedoch niemals Behauptungen, dass Jackson sich Kindern gegenüber unangemessen verhielt. Vielmehr bezeichneten die Quindoys, vor den Vorwürfen von 1993, Jackson stets als einen netten schüchternen Mann, der sehr kinderfreundlich war.

Ihre Erzählung änderte sich erst, als die Klatschpresse 1993 Geld für Belästigungs-Geschichten über Jackson bot. Mehrere Journalisten fanden heraus, dass die Quindoys ihre neu erfundenen Geschichten für 250.000$ – 900.000$ anboten. Die Quindoys versuchten auch, einen Vertag für ein Buch zu bekommen, und dem Gericht vorliegende Dokumente bewiesen, dass der Grund zur Beendigung ihres Arbeitsverhältnis die Unzufriedenheit mit ihrem Gehalt und Konflikte mit anderen Angestellten war.

Sogar Tabloid-Journalisten merkten an, dass sie die Quindoys für nicht vertrauenswürdig hielten.

Der andere „Hauptzeuge“ von Wade ist ein Hausmädchen namens Blanca Francia, die von 1986 bis 1991 für Jackson arbeitete. Sie ist die Mutter von Jason Francia.

1993, im Zuge des Chandler-Falls, behauptete sie bei einer Gelegenheit gesehen zu haben, wie Jackson mit einem Kind, Wade Robson, duschte. Franca wurden von der Tabloid-TV-Show Hard Copy für ihre Geschichte 20.000$ bezahlt – das war mehr Geld als ihr durchschnittliches Jahreseinkommen zu dieser Zeit.

Über die Jahre erzählte Francia verschiedene Versionen ihrer Geschichte. In Jacksons Prozess 2005 behauptete sie während des Verhörs, sie habe, obwohl die Scheibe der Duschwand beschlagen war, definitiv die Umrisse zweier Personen in der Dusche gesehen: den von Jackson und den von Wade. Im Kreuzverhör jedoch stellte sich heraus, dass sie während der Untersuchungen von 1993/94 etwas völlig anderes ausgesagt hatte. 2016, für den aktuellen Fall von Wade, wurde sie erneut vernommen, und durch diese neuste Aussage von ihr bekommen wir einen noch besseren Einblick in das, was sie tatsächlich in ihrer Aussage von 1994 sagte.

In ihrer Aussage im Januar 1994, gab Blanca Franca zu, sie habe niemals Wade Robson mit Michael Jackson zusammen in der Dusche gehört oder gesehen. Sie gab zu, sie sah immer nur Michael Jackson in der Dusche und niemals den Schatten einer zweiten Person. Sie bestätigte außerdem, nie jemand anderen in der Dusche gehört zu haben, ausser Jackson selbst.

Sie nahm einfach an, Wade sei in der Dusche (obwohl das nicht das war, was sie wirklich gesehen hat.) – eine Annahme die, wie man rückblickend folgern kann, sicherlich durch die Vorwürfe der Chandlers beeinflusst war. Diese Annahme entwickelte sich bei ihr in eine ausgeschmückte Geschichte, in der sie in der Dusche tatsächlich Wade zusammen mit Michael sah und hörte. Man sollte bedenken, dass sie dieses 2005 eidesstattlich aussagte, was sie zu einer Lügnerin unter Eid macht.

Blanca Francias Vernehmung von 2016 enthält zudem viele weitere Details, die sie als unzuverlässig und unehrlich erkennen lassen, und bereit, ihre Geschichte absichtlich zu verändern.

Die Aufmerksamkeit auf die Unterstützer/Vermittler des Missbrauchs lenken?

Der Grund, warum Norma Staikos und Jacksons Firmen in diesen Protokollen so oft hervorgehoben werden ist, dass Wade sie wegen der besonderen gesetzlichen Vorgaben für den Missbrauch verantwortlich machen musste, um die gewünschte finanzielle Entschädigung zu bekommen.

Das erklärt, warum Robson all diese ausgedachten und absurden Vorwürfe erhebt, um die Firmen und Staikos mit seinem angeblichen Missbrauch in Verbindung zu bringen. Er musste nachweisen, dass die Firmen und Staikos eine Art bösen Plan hatten, um ihn als Opfer zum sexuellen Missbrauch durch Jackson zu gewinnen. Aber aufgrund der Aussage seiner eigenen Mutter, ist diese Geschichte eindeutig eine Lüge. Die Wahrheit ist – und Robson kennt sie ganz genau – dass es seine Mutter war, die Jackson nachsetzte, und nicht anders herum, und dass die Firmen und Staikos in ihrem Verhältnis mit dem Star nur eine Nebenrolle spielten.

Das bringt uns zum nächsten Punkt des angeblichen Grundes von Wades Klage. Auf seinem Blog behauptet er, es ginge nicht um Geld (ganz bestimmt), sondern darum, die Aufmerksamkeit auf sexuellen Missbrauch zu lenken und auf die Leute, die absichtlich oder unabsichtlich dabei helfen, dass Kindesmissbrauch stattfindet“ und „in der Hoffnung, anderen Opfern Michael Jacksons hilfreich zu sein.

Sehen wir uns als erstes die Behauptung an, Aufmerksamkeit auf die Leute zu lenken, die absichtlich oder unabsichtlich dabei helfen, dass Kindesmissbrauch stattfindet.

Joy Robson departs from court after testifying in the Michael Jackson trial in Santa Maria.

Joy Robson

Wenn Wades Geschichte wahr wäre, gäbe es bei seinem angeblichen Missbrauch keinen größeren Helfer, als seine eigene Mutter, Joy Robson. Die Mutter, die das Verhältnis zu Jackson anstrebte. Die Mutter, die Jackson fragte, ihnen bei der Übersiedlung in die USA zu helfen. Die Mutter, die Wade selbst erlaubte, in Jacksons Zimmer zu übernachten – und das auch noch 1993, nach den Beschuldigungen durch Chandler. Die Mutter, die, wenn Wades Story stimmen würde, nicht genug auf ihren Sohn achtete um zu bemerken, dass etwas nicht stimmte. Und trotz all dem erwähnt Wade in seiner Klage mit KEINEM Wort die Verantwortung seiner Mutter.

Stattdessen werden, wie zuvor erwähnt, Joy Robsons Handlungen so verdreht, dass sie als von Norma Staikos und den Firmen ausgehend beschrieben werden. (z.B. wenn es darum geht, wer wirklich einzelne Treffen arrangierte.) Wade versucht mit allen Mitteln, Norma Staikos und die Firmen für den Missbrauch zu verantworten, während jegliche Verantwortung seitens seiner Mutter in seiner Version der Anklage fehlt.

Es ist sogar so, dass Wade in seiner Aussage von 2016, als es darum geht, die Firmen einzubeziehen, Staikos (und Jacksons spätere persönliche Assistentin Evvy Tavasci) sogar mehr Schuld zuweist, als Jackson selbst:

Michael war in vieler Hinsicht wie ein Kind, natürlich konnte er seine Arbeit tun, seine Kunst, aber ansonsten, den alltäglichen Kram, also echt, er konnte gerade so eine Mikrowelle bedienen. Also Michael hat nichts davon organisiert. Norma Staikos und Evvy Tavasci halfen ihm dabei, all diese Dinge zu ermöglichen.

In seiner Aussage stellt Robson absurde Behauptungen auf, z.B. dass Staikos die Behörden hätte informieren müssen, als die Robsons im Januar/Februar 1990 Jackson kontaktierten. (aus welchem Grund denn?) Er beschuldigt Staikos auch weil: Jackson nicht mehr an mich gedacht hat, bis Staikos die Verbindung wieder herstellte, wobei er wieder einmal „vergisst“, dass es seine Mutter war, die diese Verbindung anstieß, und nicht Staikos.

Dass Norma Staikos, und nicht seine Mutter, zum „Hauptvermittler“ bei Wades angeblichem Missbrauch gemacht wird, ist ein deutlicher Hinweis darauf, worum es bei diesem Fall eigentlich geht. Es geht nur darum, dass das der Weg ist, der es Wade ermöglicht, Jacksons Firmen um Geld zu verklagen.

Zusammen mit der Tatsache, dass von der Verantwortung von Wades Mutter in dieser Anklage jede Spur fehlt, wird Wades Unehrlichkeit auch offensichtlich, wenn er behauptet, diese Klage eingereicht zu haben, „um mehr Aufmerksamkeit auf die Menschen zu lenken, die einen Missbrauch ermöglichen“. Weder seine Klage noch seine diesbezügliche Kommunikation in der Öffentlichkeit, taten etwas dafür, das Bewusstsein auf die Rolle und Verantwortung seiner Mutter zu lenken.

Wade behauptete außerdem, ein weiterer Grund zur Einreichung seiner Klage sei, möglichen „anderen Opfern“ Jacksons zu helfen, aber sein Umgang mit diesen angeblichen anderen Opfer spricht ganz sicher nicht dafür. In seiner Aussage gibt Wade zu, dass er nie versuchte, Kontakt zu Gavin Arvizo herzustellen, dem Jungen, der im Mittelpunkt des Prozess von 2005 stand. Also trotz seiner Behauptung, dass er diese Klage nicht wegen dem Geld, sondern als eine Art „Beistand“ für die anderen „Opfer“ Jacksons erhob, hat er sich nie darum gekümmert, den Jungen zu kontaktieren und um Entschuldigung zu bitten, dem – wenn wir der jetzigen Version von Robsons Geschichte glauben würden und er im Prozess 2005 falsch aussagte – wegen dieser Aussage keine Gerechtigkeit widerfahren konnte.

Er hat jedoch versucht Jordan Chandler zu kontaktieren, den Jungen, der Jackson 1993 beschuldigte, allerdings nicht so, wie man es von einem „Mitopfer“ erwarten würde. Er versuchte zur Unterstützung seiner eigenen Klage eine eidesstattliche Aussage von Jordan zu bekommen, obwohl Jordan sich ganz offensichtlich dagegen stellte. Anstatt den offensichtlichen Wunsch der Chandlers, nicht in den Fall einbezogen zu werden, zu respektieren, verfolgte Wades Juristenteam sie mit aggressiven Mitteln und Gegenanträgen, um sie dazu zu zwingen, auszusagen. In einem Artikel in der Klatschpresse prahlten sie sogar damit, Jordan aufzuspüren, ganz egal, wo immer sich vor ihnen verstecken würde.

Auch Jonathan Spence, der sich in den 1980er Jahren als Kind mit Jackson befreundete, verfolgten sie aggressiv. Spence beschuldigte Jackson niemals eines Vergehens und sagt bis heute, dass Jackson ihm nie etwas angetan hat. Robsons Anwälte versuchten ihn dennoch mit Nachdruck zu einer Aussage zu bringen. In einem Antrag, in dem sich Spence der rücksichtslosen Vorgehensweise, ihn unter anderem ohne Rücksicht auf einen für Spence machbaren Termin zu befragen, ist zu lesen: Kläger Wade Robson und seine Anwälte haben Spence auf höchst abscheuliche Weise behandelt, ohne auch nur im geringsten auf die Bedenken und Einwände von Spence bezüglich der im Alleingang angesetzten Befragung von Spence einzugehen“ und „ Robsons schikanierender Umgang mit einer Nichtvertragspartei ist nicht zu entschuldigen und spricht für sich selbst.

Brett Barnes, ebenfalls Australier, der sich auch als Kind mit Jackson befreundete, und immer dabei bleibt, dass Jackson ihn nie belästigte, wollte ebenfalls nichts mit Robsons „Fürsprache“ zu tun haben. Als Robsons Vorwürfe im Mai 2013 öffentlich wurden, twitterte Barnes: Ich wünschte, die Leute würden erkennen, dass Geld in eurem letzten Augenblick auf dieser Welt kein Trost sein wird. Mein reines Gewissen hingegen wird es sein.

Die Wahrheit ist, dass Robsons Klage für niemanden eintritt, außer für die Füllung seiner eigenen Taschen.

Übersetzung: M.v.d.L & Doris

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Da es sich hierbei um die Zusammenfassung einer weit detaillierteren Recherche handelt, sind die Quellenangaben am Ende dieses Dokumentes zu finden: the-wade-robson-allegations-ebook-format-v2-0 (1); Anm.d.Übers.

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Weiterführende Informationen zu „Leaving Neverland“:

Safechuck spricht von sexuellem Missbrauch im ikonischen Neverland Bahnhof, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal existiert hat

Joe Vogel: Was Sie über die neue Michael Jackson Dokumentation wissen sollten

Fakten kompakt: die Beweise gegen Jacksons Ankläger, die die Medien verschweigen.

Wann hat James Safechuck realisiert, dass er ein angebliches Missbrauchsopfer ist?

Die entlarvten Lügengeschichten in Wade Robsons Klageschrift

Langjährige Weggefährten Michael Jacksons äußern sich zu “Leaving Neverland”

Michael Jackson ist nicht euer #MeToo Minstrel

Leaving Neverland Transcript – LIES and DISTORTION (englisch) (0:00 – 0:30) (0:30 – 1:00)

Häufig gestellte Fragen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson:

Warum hat Jackson einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen, wenn er unschuldig war?

Was hat es damit auf sich, dass Jackson sein Schlafzimmer mit nicht verwandten Kindern geteilt hat?

Übersicht aller Artikel auf all4michael, die sich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson beschäftigen:

Die Unterstellungen von 1993, 2003 und 2013 + „The Veritas Project“

Interview mit Jonathan Moffett: “Ich möchte, dass die Welt sich an ihn erinnert.”

>>JM: Ich muss sagen, mit Michael zu arbeiten war einmalig, absolut einmalig! Das ist kein bloßer übermäßiger Gebrauch des Ausdrucks oder des Wortes, denn er war einfach so ein Genie; sehr oft sogar mehr als ein Genie. Michael war ein wahrhaftiges Genie. Seiner Begabungen und Talente, sein Tanzen und Singen zeichnen ihn einfach dafür aus, dass er ein Genie war, verstehst du?  Jeder auf der Welt liebte ihn. Seinen Sound, seine Bewegungen. sein Image, sein Wesen, Ich denke er war wirklich und wahrhaftig beschenkt und gesegnet.
Mit ihm zu arbeiten, ihn zu beobachten und von ihm zu lernen, von einem Genie, das beflügelt deine Fähigkeiten, deine Visionen, deine Sichtweise und deine Möglichkeiten. Es war genial für mich, die Möglichkeit zu bekommen, mit Michael zu arbeiten.. Ich lernte jede Menge von ihm; mit ihm daran zu arbeiten, wie man Dinge richtig angeht, an Perfektion, an Genauigkeit, an Dynamik und daran, überlebensgroß zu sein. Das war ein Ausdruck, den er immer gerne benutze, “Es muss überlebensgroß sein, es muss die Leute sosehr beeindrucken, dass sie es nie wieder vergessen werden, für den Rest ihres Lebens.” Mit Michael zu arbeiten war einfach phänomenal.
Ihn bei jedem Konzert beim Tanzen zu beobachten war, als würde man einen neuen Planeten entdecken, eine neue Galaxie entdecken, weil immer wenn du dachtest, du kennst alle seine Moves, wie ich schon zuvor sagte, machte er etwas, was dich einfach verblüffte. Und ich war dort hinten, und ich versuchte zu arbeiten, aber ich war dahinten und schrie und jubelte, “Mach weiter, Michael”. Ich war wie ein Fan, nur auf der anderen Seite der Bühne, aber es war so umwerfend, wenn er etwas absolut komplett Atem beraubendes tat. Ich freute mich jede Nacht darauf.
Und seine Stimme war so bemerkenswert, so emotional, so voller Leidenschaft, den meisten anderen so weit voraus. Es gibt nur wenige Sänger, die solche Leidenschaft und Emotionen haben, Stevie ist einer von ihnen, aber es gib nur eine sehr begrenzte Menge von Künstlern, die solche Emotionen hervorrufen können. Das, zusammen mit dem Tanz und in Verbindung mit der Symbolik und seinen Visionen die er in ein Konzert einbringt, ist einfach unerreicht. Und die besten Technologien in seinen Shows, seine Visionen und seine Kreativität, wie man in TII sehen kann, wie man eine Show zusammenstellt und wie man sozusagen unglaubliche Dinge macht, Michael hatte das alles. Ich lernte eine Menge von ihm, mit ihm zu arbeiten war einer der größten Schätze. Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens und meiner Karriere, mit dem absolut besten der Welt zusammen zuarbeiten. Es war einfach nur erstaunlich. Ich lernte soviel darüber, wie man eine Show zusammensetzt, über Performance, Theatralik und alles.<<<

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Interview with Jonathan  “Sugarfoot” Moffett – by Valmai Owens, MJTP Magazine

Interview With ‘Sugarfoot’ Jonathan Moffett

Er ging auf Tour, performte und machte Aufnahmen mit einigen der besten Künstler unserer Zeit. Er ist ein vollendeter Musiker, Songschreiber und Produzent mit einer 32-jährigen Karriere. Seine einzigartige und kraftvolle Technik auf dem Schlagzeug, brachten ihm Anerkennung und weltweiten Beifall, doch in seinem Herzen ist er bescheiden, fürsorglich und spirituell und er besitzt einen warmherzigen und witzigen Sinn für Humor. Er ist Jonathan Moffett und ich hatte kürzlich das Vergnügen, mit ihm in einem exklusiven tiefgehenden Interview über seine Karriere, seinen Beruf und über seine persönliche Beziehung zu Michael Jackson zu sprechen. Valmai Owens

Auszüge aus dem Interview:

Valmai Owens: Jonathan, du hast mit 6 Jahren angefangen, auf einer kleinen Trommel zu spielen. Was veranlasste dich, das Schlagzeug aus all den anderen Instrumenten auszuwählen, die du hättest spielen können? Wusstest du schon immer…

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Michael Jacksons One Night Only – Das HBO Special, das nie stattfand

“Es musste anstrengend für ihn gewesen sein, denn er hatte für diese Show nicht nur eine Probe am Tag; er hatte fünf oder sechs,“ fügt Smith hinzu. „Es war ein umfangreiches Unternehmen. Wäre er einer dieser Künstler gewesen, die nur dastehen und die anderen um sich herum tanzen lassen, wäre es in Ordnung gegangen, aber das ist nicht Michael. Er musste an den Nummern beteiligt sein. Er inspirierte die Stücke. Damit ist viel Druck verbunden und viel Arbeit. Unsere Tage waren lang, und ich weiß, dass seine Tage dann besonders lang waren.“

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Übersetzung des Artikels von Damien Shields: 

Inside the King of Pop’s 1995 HBO special that never was; Michael Jackson One Night Only

http://www.damienshields.com/michael-jackson-one-night-only/

Am 25 Juli 1995 gab der King of Pop bekannt, dass er an einem später im Jahr gesendeten ‘TV-Special’ beteiligt sein würde. Das ‘Special’ mit dem Namen Michael Jackson: One Night Only würde ein intimes Konzertereignis sein, das auf der Bühne des historischen Beacon Theater in New York City stattfinden würde. Gefilmt am 8. und 9. Dezember vor einem Live-Publikum, sollte es am 10 Dezember, 20.00 Uhr, exklusiv auf HBO gesendet werden.

Michael Jackson: One Night Only wurde schliesslich nur wenige Tage vor dem Sendetermin abgesagt, weil Jackson nach einem Zusammenbruch auf der Bühne während der Proben am 6. Dezember, ins Krankenhaus gebracht worden war. Die Absage des ‘Specials“ warf einige Fragen auf, viele davon unbeantwortet. Bis heute rätseln die Fans über diese Show, die nie stattfinden sollte:…

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