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Michael Jacksons One Night Only – Das HBO Special, das nie stattfand

“Es musste anstrengend für ihn gewesen sein, denn er hatte für diese Show nicht nur eine Probe am Tag; er hatte fünf oder sechs,“ fügt Smith hinzu. „Es war ein umfangreiches Unternehmen. Wäre er einer dieser Künstler gewesen, die nur dastehen und die anderen um sich herum tanzen lassen, wäre es in Ordnung gegangen, aber das ist nicht Michael. Er musste an den Nummern beteiligt sein. Er inspirierte die Stücke. Damit ist viel Druck verbunden und viel Arbeit. Unsere Tage waren lang, und ich weiß, dass seine Tage dann besonders lang waren.“

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Übersetzung des Artikels von Damien Shields: 

Inside the King of Pop’s 1995 HBO special that never was; Michael Jackson One Night Only

http://www.damienshields.com/michael-jackson-one-night-only/

Am 25 Juli 1995 gab der King of Pop bekannt, dass er an einem später im Jahr gesendeten ‘TV-Special’ beteiligt sein würde. Das ‘Special’ mit dem Namen Michael Jackson: One Night Only würde ein intimes Konzertereignis sein, das auf der Bühne des historischen Beacon Theater in New York City stattfinden würde. Gefilmt am 8. und 9. Dezember vor einem Live-Publikum, sollte es am 10 Dezember, 20.00 Uhr, exklusiv auf HBO gesendet werden.

Michael Jackson: One Night Only wurde schliesslich nur wenige Tage vor dem Sendetermin abgesagt, weil Jackson nach einem Zusammenbruch auf der Bühne während der Proben am 6. Dezember, ins Krankenhaus gebracht worden war. Die Absage des ‘Specials“ warf einige Fragen auf, viele davon unbeantwortet. Bis heute rätseln die Fans über diese Show, die nie stattfinden sollte:…

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Michael Jacksons humanitäre Leistungen Teil 3: 1996 – 1999

Auch 1996 wurde die Zusammenarbeit der HTW-Stiftung und des World Children’s Congress fortgeführt. Michael begann ausserdem im September die HIStory Tour. Die Tour dauerte bis Oktober 1997, Michael gab dabei 82 Konzerte in 35 Ländern.

Was ich gewöhnlich an den Tagen zwischen den Konzerten mache?  Ich besuche so viele Krankenhäuser, wie ich Konzerte gebe.“

Wenn Michael auf Tournee ging, bedeutete das auch immer, dass er, wo immer seine Tour stoppte, Kinderheime und Krankenhäuser besuchte.

Kenny Ortega berichtet über dieser Besuche:

Ich war mit Michael in Osteuropa und als wir aus dem Flugzeug stiegen fragte er mich, ob ich lieber ins Hotel wolle, oder mit ihm ein Kinderheim besuchen möchte. Noch bevor er ins Hotel ging, besuchte er ein Kinderheim. Ich erinnere mich daran, wie er hineinging und wie er sich umschaute. Er war sehr still. Die Konzertveranstalter waren dabei und die Situation in dem Heim war sehr trostlos. Und ich sah ihn mit jemandem flüstern, dann mit jemand anderen und er ging zu den Kindern und befasste sich mit ihnen und später fand ich heraus, dass er jemandem zugeflüstert hatte: „Dieses Heim wird umgebaut werden, es wird neue Betten und saubere Laken bekommen, es werden mehr Leute eingestellt, die sich um die Kinder kümmern, oder ich werde nicht auftreten!“ (Kenny Ortega/The Man Behind The Myth)

Im April 1996 nahmen die jungen Abgeordneten am Children First: A Global Forum in Atlanta teil. Gastgeber der Veranstaltung waren der frühere US Präsident Jimmy Carter, Rosalyn Carter, das Carter Centre, die Task Force for Child Survival sowie die Rockefeller Foundation, die Annie E. Casey Foundation, The World Bank und Heal the World, die als Sponsoren mithalfen. 360 Repräsentanten aus 100 Ländern kamen zusammen, um über die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern zu diskutieren.

Im Mai 1996 sendete Michael ein Gebinde aus weißen Blumen zur Beerdigung eines seiner britischen Fans. Auf der Schleife war zu lesen: „Dein Mut soll für uns alle eine Inspiration sein. Dein Geist strahlt wird ewig weiter strahlen. Love Michael Jackson.“

Die 11-jährige Jaymee Bowen hatte den Kampf mit der Leukämie verloren. Ihre Lieblingslieder: Farewell My Summer Love, Ben und Never Can Say Goodbye – wurden auf ihrer Beerdigung gespielt.

Am 18 Juli 1996, während eines Besuchs in Südafrika anlässlich der Geburtstagsfeier Nelson Mandelas, legt Michael in Soweto einen Kranz zu Ehren derJugendlichen, die während der Apartheid Unruhen 1976 ums Leben gekommen waren, nieder.

Am 22/23 Juli besucht Michael in Budapest, Ungarn den jetzt, nach einer von Heal the World organisierten Lebertransplantation, gesunden Bela Farkas, sowie weitere Kinder des Bethesda Krankenhaus, an die er Geschenke verteilt.

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Michael mit Bela Farkas

Im September 1996 ist Michael Gast bei „Hope“, dem ersten Sportfestival für unterprivilegierte Kinder, und Kinder aus Waisenhäusern. An dem Fest, dem Michael als Ehrengast einen Besuch abstattete, nahmen etwa 3000 Kinder und 6000 freiwillige Helfer teil.

HIStory Tour:

Am 6 September 1996 trifft Michael in Prag, Tschechien, ein, wo er am 7. September vor 127.000 Zuschauern im Letna Park sein erstes HIStory Konzert gibt. Während seines Aufenthalts besucht er in der Stadt kranke Kinder, Waisenhäuser und verteilt Geschenke. Ausserdem trifft er auch Vaclav Havel, zu der Zeit Präsident Tschechiens.

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Besuch im Kinderkrankenhaus in Prag

 

Am 13 September 1996 besucht Michael in Bucharest das Leaganul De Copii Sfanta Ecaterina Waisenhaus, das er schon 1992 besucht hatte, und spendet 1 Million Dollar. Er besucht auch ein Kinderkrankenhaus und spielt mit den kleinen Patienten.

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Besuch im Leaganul De Copii Sfanta Ecaterina Waisenhaus, Bucharest, Romania

Als er am 12 September in Bucharest eintraf, legte er, in Begleitung der Cascio-Familie, Blumen am Denkmal für die Opfer der rumänischen Revolution von 1989 ab.

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Michael am Denkmal für die Opfer der rumänischen Revolution

Am 1 Oktober 1996 spendet er die Einnahmen des HIStory Konzerts in Tunis an den National Solidarity Fund, eine Organisation zur Armutsbekämpfung in Tunesien.

Am 3 Oktober 1996 besucht Michael in Amsterdam, Niederlande, das Ronald Mc Donald Haus und verteilt Geschenke an die Patienten. Ein Raum des Krankenhauses, in dem Eltern zusammen mit ihren kranken Kindern bleiben können, ist nach Michael Jackson benannt.

Am 19 Oktober 1996 besucht Michael ein Heim für behinderte Kinder in Kaohsiung, Taiwan. Er sieht sich zusammen mit den Kindern kleine Aufführungen an, unter anderem auch ein Musikstück, das ein blinder Junge auf der Violine vortrug. Zum Abschluss seines Besuchs verteilte Michael Geschenke an die 150 Kinder und hinterliess seine Handabdrücke auf einer Leinwand zwischen denen der Kinder, als Zeichen dafür, dass sie alle eine große Familie sind.

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Mit den Kindern von Kaohsiung, Taiwan

Am 1 November 1996 spendet Michael die Einnahmen des HIStory Konzerts in Mumbai zugunsten der Organisation Shiv Udyog Sena, und hilft damit, im indischen Bundesstaat Maharastra Arbeitsplätze für 270.000 junge Menschen zu schaffen.

An seine Ankunft in Mumbai, am 31 Oktober, erinnert sich Sabbas Joseph der Agent der Event-Managementagentur Wizcraft später:

…als er raus ging geschah etwas seltsames. Ein Kind fiel hin, und Michael sprang sofort hin und hob es auf, und hielt es so behutsam in seinen Armen, als ob er die Mutter des Kindes wäre. … Michael machte sogar Fotos mit 100 Kindern, für einen Kalender. Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt, lies er mehrmals das Auto anhalten um mit den armen Leuten am Strassenrand zu tanzen oder um mit Kindern zu spielen. Michael wollte auch seine Abreise von Indien verschieben, um sich mit Mutter Theresa zu treffen, aber es kam leider nicht dazu. Alle Prominenten und Industriellen wollten sich gerne mit ihm treffen, also arrangierten wir Meet-and-Greets. Michael nahm all seine Verpflichtungen wahr, er war eine sanfte Person und behandelte jeden mit Respekt.“

Auf Michaels Wunsch hin wurden auch 100 Kinder aus Waisenhäusern in den Garten des Oberoi Hotels zu einer Kinder-Party eingeladen. Michael spielte mit den Kindern und gab ihnen Geschenke. Weitere 50 Kinder lud er in seine Suite ein, und bestellte ihnen Hamburger und Kuchen und spielte mit ihnen.

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Michael lädt Kinder ins Oberoi Hotel, Mumbai, ein

Am 4 November 1996 besucht Michael in Bangkok, Thailand, ein Waisenhaus und eine Schule für blinde Kinder. Er verteilt Geschenke und spendet 100.000$.

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Am 7 November 1996 wurde der 13-jährigen, an Krebs erkrankten Emily Smith über Make-a-Wish der Wunsch erfüllt, ihn in Auckland, Neuseeland, backstage zu treffen.

Er besucht ausserdem ein Kinderkrankenhaus (Starship) und verbringt mehrere Stunden darin. Er gab den Kindern Autogramme und ein krebskrankes Mädchen fragte ihn, wie es ist ein Superstar zu sein. Er antwortete bescheiden: “Hmm…ich weiß es nicht..wirklich nicht. Weil ich mich nicht daran erinnern kann, nicht aufgetreten zu sein, deshalb ist es eine Freude, die Menschen glücklich zu machen…wirklich.”

Ein anderer Junge sagte ihm, sein Lieblingslied sei Ben. Als er von einem Reporter gefragt wurde, wie ihm der Ausdruck auf den Gesichtern der Patienten gefalle, antwortete Michael, mit der Hand auf dem Herzen: “Es berührt mein Herz. Ich liebe sie sehr.” Dann schüttelte er dem Jungen die Hand und fragte ihn über Ben, und fügte hinzu: “Es ist herzergreifend”.

Am 16 November 1996 machte Michael in Sydney, Australien, einen Besuch in einem Kinderkrankenhaus, er ging von Zimmer zu Zimmer verteilte Spielzeug, Autogramme, und CDs an jeden der jungen Patienten.

Michael spendete zudem einen Teil seiner Einnahmen aus den 9 Konzerten in Australien an die Wohltätigkeitsorganisation „The Smith Family“ die sich um Bedürftige kümmert.

Am 19 November 1996 trifft Michael in Brisbane ein und besucht das Mater Children’s Hospital. Er verteilt Autogramme an die kleinen Patienten und deren Angehörigen.

Am 25 November 1996 besucht Michael in Melbourne das Royal Childrens Hospital, gibt Autogramme und verteilt Geschenke an die Kinder.

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Royal Children’s Hospital, Melbourne

Am 7 Dezember 1996 hilft Michael in Manila bei der jährlichen Weihnachtsfeier für Kinder im Manila Hotel. Bei der Feier sind 300 Kinder aus unterschiedlichen Heimen in Manila eingeladen. Michael hilft mehrere Stunden dabei, zusammen mit dem „Weihnachtsmann“ 300 Beutel mit Geschenken zu verteilen, ausserdem gibt er Autogramme an die Kinder und viele neugierige Gäste.

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Weihnachten in Manila

Gwen Carino, ehemalige PR Chefin des Manila Hotels, erinnert sich:
Es war 13.00 Uhr und Santa Claus war auch bei uns. Die Hitze war unerträglich und ich fragte mich, ob es Michael in seinem langärmeligen schwarzen Outfit nicht zu heiß wäre. “Alles in Ordnung, Michael? Wir könnten eine Pause machen.” sagte ich. “Ich bin ganz cool, Gwen. Stell dir lieber mal vor, wie sich Santa Claus fühlen muss in seinem Anzug und mit dem Bart”, antwortete er.
Ich hörte nie, dass er sich beschwerte oder etwas dazu sagte, dass die Schlange so lang war. Er verhielt sich wundervoll. Er fragte nicht mal nach etwas zum Trinken oder einem Handtuch, um sich den Schweiß abzuwischen, aber unser Team brachte ihm ein Glas frischen Orangensaft.
Eine Stunde verging, und wir waren etwa zur Hälfte mit dem Geschenke-Verteilen durch, als wir bemerkten, dass der Garten sich füllte. Plötzlich waren da Leute von den Medien, Politiker und Hotelgäste, inclusive den Gästen einer Hochzeitsfeier von nebenan, die auch einen Blick auf den King Of Pop werfen wollten. “Oh, das war nicht so geplant”, sagte ich. “Es ist ok, wir machen das schon”, antwortete Michael und lächelte. Als wir das letzte Geschenk an einen 11-Jährigen Jungen verteilt hatten, formierte sich schon eine neue Schlange aus Kindern und Erwachsenen. Michaels Bodyguard, Wayne, sagte: “Wir können jetzt gehen.” Michael erwiderte ruhig: “Wir können nicht gehen, solange da immer noch Leute anstehen. Es ist Weihnachten, mein Freund.” Mein Herz schlug schneller und die Haare an meinen Armen und in meinem Nacken stellten sich hoch. Er war nicht nur ein elektrisierender Performer, sondern auch der großzügigste Mensch.

Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich hier:

https://all4michael.com/2015/12/25/weihnachten-in-manila-1996/

Michael besucht auch das Parañaque Comunity Hospital in Manila und veranlasst, dass ein Teil der Einnahmen seines HIStory Konzerts in Manila für dringend notwendige Renovierungsarbeiten des Krankenhauses gespendet werden.

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Besuch im Kinderkrankenhaus Paranaque Manila

 

Anfang April 1997 gibt Michael zusammen mit Debbie Rowe dem britischen Magazin OK! Ein Interviews mit exklusiven Fotos von seiner Familie. Michael wollte durch diese Aktion verhindern, das Magazine ständig versuchten, Fotos von seinem Sohn Prince, geboren am 13.2.1997, zu bekommen, und teilweise sogar gefälschte Fotos veröffentlichten. Um dieses Vorgehen zu vermeiden, stimmte er einem Interview und Aufnahmen mit OK! zu und er stellte die 1 Million $, die OK! ihm zahlte, der Heal The World Organisation zur Verfügung.

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Fotoshoot für OK! Magazin

 

Am 28 Mai 1997 trifft Michael in Warschau, Polen ein, um über ein geplantes Projekt, einen Themenpark, zu sprechen. Während des Aufenthalts besucht er unter anderem eine Darbietung von Kindern des Children’s Hospital on Litewska Street und befasst sich mit den kleinen Patienten, für die er im Spielwarenladen Kidiland für 670.000$ Geschenke und Spielwaren gekauft hat, um sie dem Krankenhaus und den Kindern zu überreichen.

Waldemar Dąbrowski, 1997 Direktor der staatlichen Agentur für ausländische Investitionen, sagt später in einem Interview zu dem Besuch im Kinderkrankenhaus:

Ich war mit ihm im Krankenhaus und im Kinderheim. Ich sah, wie sehr ihn die Situation ergriff. In der Beziehung zu jedem einzelnen von ihnen hatte er eine große Empfindlichkeit. Das Treffen mit den Kindern war ihm genauso wichtig wie das Treffen mit Persönlichkeiten wie z.B. dem Bürgermeister.

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Im Kinderheim in Warschau

 

>> Hier mehr zu dieser Reise nach Polen

Am 18 Juni 1997 lädt Michael Daniele Parisi, einen Jungen bei dem im Alter von 8 Jahren AIDS diagnostiziert wurde (Daniele hatte das Virus bei der Geburt von seiner Mutter übertragen bekommen) während seinem Konzert in Milano, Italien, auf die Bühne ein. Zuvor traf er Daniele und dessen Adoptivmutter schon backstage, wo er Autogramme und Geschenke erhalten hatte.

Nach diesem Erlebnis verbesserte sich Danieles Gesundheitszustand so merklich und schnell, dass die Ärzte von einem Wunder sprachen. Es war so, als hätte Michael ihm ein paar Lebensjahre geschenkt.

Leider starb Daniele zwei Jahre später an einer Hirninfektion, verursacht durch eine Grippe. Die wunderbaren Erinnerungen an Michael zusammen mit der liebevollen Betreuung durch seine Mutter, gaben ihm die Stärke, bis zum Ende zu kämpfen.

Hier der Brief, den Antonietta Parisi, Danieles Adoptivmutter, nach dem Ausgang des Prozess von 2003/05 schrieb:

Liebster Michael,

Ich werde niemals vergessen, was du für meinen Sohn, Daniele, getan hast. Nachdem er dich traf, nannten die Ärzte es ein Wunder, denn für ein paar Monate war es so, als hätte er niemals AIDS gehabt. Nun, da Gerechtigkeit siegte, möchte ich einfach nur meinen Dank und mein Glück ausdrücken. Bitte, lass die Menschen dich nie wieder so behandeln. Ich weiß, du bist ein gutherziger Mensch und willst jedem helfen, aber nicht alle Menschen haben soviel Aufmerksamkeit verdient. Mein Kind ist nicht mehr hier bei uns, aber ich weiß, das er von da oben immer zu dir schaut. Er hat niemals vergessen, was du für ihn getan hast.  Gott schütze dich, Antonietta

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Michael mit Daniele Parisi auf der Bühne

 

Am 9 Juli 1997 nimmt Michael (in Begleitung Debbie Rowes) am jährlichen Charity-Fest „Variety Club Sunshine Coach“ in London teil, und überreicht dem Variety Club great Britain symbolisch die Schlüssel für 6 von der HTW Stiftung gespendete, speziell für Kinder mit Behinderungen ausgestattete Fahrzeuge.

 

Am 19 Juli 1997 trifft Christine Dowling Michael während dem Song Heal The World in Dublin, Irland,  auf der Bühne. Später berichtet sie über das Ereignis:

Während Michaels Show, gibt es Security Leute, die nach Fans suchen, die bei einem bestimmten Song auf die Bühne dürfen. Ich habe das “Morquino Syndrom” und die Security suchte nach einr kleinen Person. Meine Schwester zeigte auf mich und sagte:”Jemand kleineren werdet ihr nicht finden!” Einmal im Leben war ich dankbar dafür, so klein zu sein! Ich bin meiner Schwester für immer dankbar. Als die Security mich mitnahm, begann mein ganzer Körper zu zittern, aber nicht, weil ich bald vor 35.000 Leuten sein würde, sondern weil ich bald meinen Helden gegenüberstehen würde!

Während ich hinter der Bühne wartete, rannte Michael an mir vorbei. Ich liess einen solch lauten Schrei los, dass ich dachte, Michael müsste es gehört haben. Aber zum Glück, bei all dem Lärm auf der Bühne, hatte er es nicht. Die Musik für Heal The World begann und ich wurde auf die Bühne gerollt. Michael hielt meine Hand. Normalerweise fühlte ich nichts in meiner rechten Hand, ich hatte das Gefühl darin schon ein paar Jahre vorher verloren. Aber in dieser Nacht konnte ich wirklich Michaels Hand spüren. Er drehte sich zu mir, als wir von der Bühne gingen und sagte, dass er mich liebt, und ich wußte, dass er es auch so meint.

So nah bei ihm zu sein war erstaunlich. Man kann es nur als eine Spirituelle Erfahrung beschreiben. Ich fühlte so viel Liebe auf dieser Bühne; Liebe und Freude. Als wir wieder von der Bühne kamen, brach ich in Tränen aus. Die Kinder meiner Freunde, die auch auf dem Konzert waren fragten, ob ich OK sei, und meine Mutter sagte: “Ihr geht es gut. Sie weint nur vor Glück” Die Erinnerung an diesen Tag wird mir für immer bleiben, und hilft mir immer wenn ich traurig oder durcheinander bin.

Ein paar Stunden nach dem Konzert spürte ich ein Brennen, das meinen Arm hoch und runter lief. Am nächsten Tag hatte ich in meiner rechten Hand wieder Gefühl. Ich glaube wirklich, ich bekam das Gefühl ganz einfach dadurch zurück, dass Michael meine Hand gehalten hatte Meine Mutter sagte: “Wenn 35.000 Leute so ein positives Lied wie Heal He World singen, muss ja ein Wunder geschehen.”

Ich dachte, ich teile das mit euch, weil ihr als wirkliche Fans von MJ verstehen werdet, was mit mir in dieser Nacht passierte. Auch wenn ich in einem Rollstuhl sitze, fühlte ich mich in dieser Nacht, als liefe ich über Wolken. Ich was damals 18, und jetzt, 13 Jahre später, kann ich immer noch aufrichtig sagen, dass das Treffen mit Michael der beste Tag in meinem Leben war. Ich bin so gesegnet und dankbar, dass mein Traum wahr wurde.

Christine Dowling

Christine Dowling on stage mit Michael

Am 3 September 1997 widmet Michael sein HIStory Konzert in Ostende, Belgien, der am 31 August tödlich verunglückten Prinzessin Diana. Michael hatte sein ursprünglich für den 1 September geplantes Konzert verschoben, nachdem er von Dianas Tod erfahren hatte. Am 13 September nimmt er an einer Trauerfeier für Diana in Los Angeles teil.

Am 5. Oktober 1997 nimmt Michael sich Zeit, für die Kinder in einem Waisenhaus in der Nähe von Kapstadt. Viele dieser Kinder hatten ihre Eltern durch Aids verloren. Anschliessend besuchte er noch kleine Patienten in einem Kinderkrankenhaus in Kapstadt.

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Michael mit Tasneem Davids, einer kleinen Patientin im Kinder-KH, Kapstadt

Über diesen Besuch berichtet Maria Crawford später:

Michael wurde von Ärzten und Krankenschwestern durch das Krankenhaus geführt. Es war das „normale“ Programm: sie begrüßten die Kinder auf den Stationen, gaben ihnen Geschenke und verbrachten etwas Zeit mit ihnen. Dann liefen sie einen Gang zwischen zwei Stationen entlang und dort gab es einen abgetrennten Raum, in dem nur ein Kind war. Michael fragte, warum das Kind ganz alleine in dem Raum sei. Die Ärzte sagten ihm, es handele sich um ein Quarantäne-Zimmer, und dass sie kontrollieren müssten, wer hinein darf, weil das Kind eine ernste Erkrankung habe und sie noch nicht genau wüssten, was es ist und ob es ansteckend sei.

Die Ärzte gingen weiter. Michael blieb etwas zurück, und als sie sich ein wenig entfernt hatten, schlüpfte er in den Raum. Es gab großes Geschrei, die Ärzte und Schwestern gerieten in Panik, aber keiner wollte Michael ohne Schutzausstattung in das Zimmer folgen. Joe erzählte mir, dass sie durch das Fenster beobachteten, wie Michael bei dem Kind am Bett sass, mit ihm sprach und es auf die Stirn küsste. Dann kam Michael ganz ruhig wieder aus dem Raum und die Ärzte wollten natürlich nicht mit ihm schimpfen – schliesslich war er ja Michael Jackson. Aber sie waren deutlich besorgt.

Später fragte Joe Wilcots (Michaels Kameramann) Michael, warum er das getan hatte – was um Himmelswillen er sich dabei gedacht habe, ein solches Gesundheitsrisiko einzugehen. Michael entgegnete ganz einfach: „Ich wollte das tun, was die Mutter des Kindes getan hätte, wenn sie da gewesen wäre.“ Er wußte, keine Gefahr würde Eltern davon abhalten, zu ihrem Kind zu gehen. Kein Risiko würde eine Mutter daran hindern, zu ihrem Kind zu gehen und ihm zu zeigen, dass sie es liebt.

Das war für mich immer das Sinnbild für Michaels Verhältnis zu Kindern. Er schien elterliche Liebe und Verantwortung für jedes Kind der Welt zu spüren.“     (Quelle: „A Life For Love“)

(Am 15 Oktober 1997 gibt Michael das letzte Konzert seiner HIStory World Tour in Durban, Südafrika)   John Isaac, der als Michaels Fotograf die gesamte HIStory Tour begleitete und auch die vielen Besuche in Krankenhäuser und Waisenhäuser für Michaels privates Archiv dokumentierte, sagte kürzlich in einem Interview:

“Jeder, der die Gelegenheit hatte, für MJ zu arbeiten, oder ihn kennenzulernen und mit ihm zu sprechen, stellte fest, dass er ganz anders war, wie in den Medien dargestellt, er war ein sehr netter und einfühlsamer Mensch. In vieler Hinsicht waren sie sehr unfair ihm gegenüber. Er hatte den aufrichtigen Wunsch, unterprivilegierte Kinder zu treffen und sie aufzumuntern. Er besuchte auch Kinder in Krankenhäusern. Schon allein seine Anwesenheit heiterte sie auf. Manchmal zog er seine Jacke aus und verschenkte sie. Ich glaube er war am glücklichsten, wenn er diese Kinder besuchen konnte.”

Am 15 Mai 1998 nimmt Michael zusammen mit Joe Barden (Barden International) am „Southern Africa Economic Summit“ in Windhoek, Namibia teil. Michael trifft sich mit einigen wichtigen Personen aus Wirtschaft und Politik, darunter Präsident Sam Nujoma und der ehemalige Premier Minister Hage Geingob. Michael schliesst sich einer Forderung afrikanischer Politiker an, einer der ärmsten Regionen der Welt die Schulden zu erlassen, um in dieser Region eine neue Ära zu starten, die vor allem dem Wohl der Kinder nützen würde. Er besucht ausserdem ein SOS Kinderdorf in Windhoek, wobei er den 123 Kindern viele Geschenke mitbringt und dem Kinderdorf 20.000$ spendet.

 

Im September 1998 trifft Michael den 5-jähringen, an Krebs erkrankten Aza Woods im Hilton Hotel in Las Vegas. Er besucht mit ihm die Attraktion „Startreck: The Experience“ und verbringt den Nachmittag mit dem Jungen. Schliesslich lädt er Aza und dessen Familie dazu ein, ein paar Tage auf der Neverland Ranch zu verbringen.

Aza Woods Las Vegas 1998

Aza Woods

Am 16 November 1998 trifft Michael als Mitglied einer amerikanischen Delegation der United Pacific Holdings Group, auf Einladung des Verteidigungsministeriums in Harare, Zimbabwe, ein. Er traf sich dort auch mit Robert Mugabe, um laut dessen Auskunft über Investitionen in ein Hotel an den Viktoria Wasserfällen zu sprechen. Die Abordnung dankt der Regierung Zimbabwes dafür, den Frieden in der Region zu stabilisieren.

1998 schreibt und produziert Michael den Charity-Song “Children’s Holiday” (ins Japanische übersetzt von Yasushi Okimoto), der von J-Friends zusammen mit einem Kinderchor gesungen, in Japan zu einem Nr. 1 Hit wird. Alle Gewinne aus dem Song werden für die Opfer des Erdbebens in Kobe City, Japan, im Januar 1995, gespendet. Michael schreibt für J-Friends auch den Song “People Of The World”.

Am 1 Mai 1999 wird Michael bei den Bollywood Awards in New York mit einem Award für seine Humanitären Leistungen ausgezeichnet. Die Inschrift lautet:

Obwohl er von der jüngeren amerikanischen Tradition stammt, ist Michael die Verkörperung einer alten, indischen Seele. Seine Handlungen sind Ausdruck der Weda- Philosophie, die uns dazu auffordert, zum Wohl der Menschen zu arbeiten und nicht für unsere eigenen Interessen.“

Michaels Dankesrede:

“Ich habe immer geglaubt, dass das wirkliche Mass für Erfolg nicht daran abzulesen ist, wie berühmt man wird, sondern an Hand dessen, was man mit diesem Ruhm und Geschick tut. Besonders in der heutigen technisch und medial fortschrittlichen Gesellschaft, sind Aufmerksamkeit und Glück die einer einzelnen berühmten Person zuteil wird, oft in immensem Ungleichgewicht mit seinen oder ihren Leistungen. Heute kann man buchstäblich über Nacht in der ganzen Welt berühmt werden, und es kann für ein Individuum schwer sein, mit dieser Art Aufmerksamkeit umzugehen. Aber ich habe auch gelernt, dass Berühmtheit ein sehr effektives Medium sein kann, um Aufmerksamkeit und Resourcen auf ein wichtiges Anliegen zu fokussieren.

Ich wurde mit so vielem gesegnet und habe die Möglichkeit zu tun, was nur wenige andere tun können. Ich glaube jedoch, es ist nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine Pflicht. Es wäre selbstsüchtig, unverantwortlich und gewissenlos, die Früchte meiner Talente nur für mich selbst zu ernten und zu genießen. In Zeiten solchen Überflusses und Fortschritt in dem, was man tun könnte, schmerzt es mich daran zu denken, dass wir nur so wenig für unsere Kinder tun. Es fühlt sich an, als hätte ich es eigentlich nicht verdient, einen Award für etwas zu bekommen, das ich als meine Pflicht sehe. Ich nehme diesen Award als ein Zeichen der Ermutigung durch das indische Volk an und als Auftrag, noch mehr für die Menschen zu tun. Ich liebe euch sehr. – Mahatma Gandhi wußte, wie wichtig es war, die Aufmerksamkeit der Welt zu bekommen, um Freiheit für Indien ohne Einsatz von Waffen zu erlangen. In gewisser Weise war er der erste Mensch, der wirklich die Wichtigkeit und die Macht der Öffentlichkeit erkannte. Er war für mich immer eine Inspiration und es freut mich um so mehr, und macht mich stolz, von seinem Volk anerkannt zu werden.”

Im Juni 1999 gibt Michael mit der Unterstützung vieler internationaler Stars 2 Konzerte. Die „MJ & Friends – The Power of Humanity Konzerte finden am 25 Juni in Seoul, Korea (45.000 Zuschauer) und am 27 Juni in München (60.000 Zuschauer) statt. Die Konzerte spielen etwa 3,3 Millionen Dollar ein, die an Organisationen wie das Rote Kreuz, die UNESCO und die Nelson Mandela Kinder-Stiftung gespendet werden. In Seoul besucht er auch ein Kinderkrankenhaus und verbringt Zeit mit den kleinen Patienten.

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Michael mit Kindern auf der Bühne, MJ Friends in München

Am 4 September 1999 überreicht Michael bei den 4. Kora All-Africa Music Awards in Sun City, Südafrika, einen Scheck über 166.000 Doller an Nelson Mandela und dessen Nelson Mandela Chidren’s Fund. Die Summe ist Teil der Einnahmen der MJ & Friends Konzerte vom Juni.

Michael bekommt vom namibischen Präsident Hage Geingob den KORA All Africa Music Award verliehen (der Award geht “nicht nur an Musiker, sondern an jeden, der Großes für die Menschheit leistet”)

Mandela hält dazu eine Rede:

Die Stiftung der Children’s Foundation und ich persönlich möchten unserem Freund Michael Jackson unsere tiefste Wertschätzung ausdrücken. Er unterstützt wichtige Angelegenheiten und ich schätze mich glücklich, dass unsere Stiftung heute eine derer ist, die von ihm unterstützt wird. Die Tatsache, dass wir auf den Strassen vernachlässigte Kinder haben, missbraucht und mit unheilbaren Krankheiten ist an sich schon eine Tragödie von immensem Ausmaß. Was aber noch weitaus tragischer ist, ist die Abwesenheit von Frauen und Männern, die sich wohl einfach daran gewöhnt haben, dass der verletzlichste Teil unserer Gesellschaft leidet – die Kinder, das wichtigste Gut, was jedes Land besitzt. Und ich hoffe, dass der Beitrag von Michael Jackson viele Menschen, nicht nur in unserem Land, sondern weltweit, inspiriert seinem Beispiel zu folgen und Kindern großes Glück zu bringen.“

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Nelson Mandela und Michael Jackson, Kora All Afrika Award, 1999

Michael Jacksons humanitäre Leistungen Teil 2: 1990 – 1995

>>> TEIL 1

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Michael über die Heal The World Foundation:

“Die ‘Heal The World’ Organisation wurde gegründet, um zu heilen, seien es die Kinder, die Ökologie, oder die Menschen im Allgemeinen und es ist eine Non-Profit-Organisation.  Es ist etwas, was ich schon immer tun wollte, und was den Song “Heal The World ‘ inspirierte, den ich hier in meinem Zuhause geschrieben habe. Unser Ziel ist es, die Welt zu verändern. Um das Bewusstsein der Welt über Kinder, die Ökologie und den Planeten zu verändern, um ihn zu einem besseren Ort für jeden zu machen, angefangen mit den Kindern. Denn sie sind unsere lebendige Zukunft. Und ich werde immer damit verbunden bleiben, bis es vollendet ist. Es kommt direkt aus meinem Herzen. Ich tue es, weil ich mich aufrichtig darum sorge und sie liebe und ihnen helfen will. Ich fühle wirklich mit diesen Kindern.” 

 

Am 6 Januar 1990 organisiert Michael auf seiner Neverland Ranch ein Fest für 82 Kinder, die über Child Help USA eingeladen wurden. Sie spielen Spiele, sind zu einem BBQ eingeladen und sehen sich die Filme „Die Kleine Meerjungfrau“ und „Zurück in Die Zukunft II“ an.

Im Juli 1990 begrüßt Michael auf Neverland 45 schwerkranke Kinder aus Los Angeles, die über das Projekt Dream Street auf seine Ranch eingeladen wurden. Sie sehen sich die Ranch an, sind zum Essen eingeladen und schauen Filme an. Die Organisation Dream Street kümmert sich um Kinder mit lebensbedrohenden Krankheiten.

Im August 1990 besuchen 130 Kinder des YMCA Sommer Programms in Los Angeles die Neverland Ranch für ein BBQ, zum Spielen und zum Zoobesuch. Ausserdem bekommt jedes Kind ein Paar Schuhe geschenkt.

 

Im November 1990 lädt Michael den 14-jährigen, an Lungenkrebs erkrankten Britischen Jungen John Brown und dessen Schwester Michelle auf die Neverland Ranch ein um ihn zu treffen. Die Besuch wurde über die Make A Wish Foundation organisiert, nachdem Michelle ihnen den letzten Wunsch von John mitgeteilt hatte.

Im Frühjahr 1991 organisiert Michael eine „Chimpanzee Tea Party”. Die Erlöse gehen an Jane Goodalls Forschungsinstitut für Menschenaffen. Im Mai nimmt er zudem an Mrs. Goodallls „International Tribute Benefit“ teil.

Am 1 Juni 1991 stirbt David Ruffin, ein Mitglied der Temptations, an einer Überdosis. Da sich herausstellte, dass Ruffin zumTodeszeitpunkt mittellos war, setzt sich Michael mit dem Beerdigungsinstitut Swanson Funeral Home in Detroit in Verbindung und übernimmt einen großen Teil der Bestattungskosten. Zudem sendet er ein Gesteck mit der Notiz: „With Love, from Michael Jackson“

Am 26 Juli 1991 besucht Michael die „Community Youth Sports & Arts Foundation“ in Los Angeles. (ein Zentrum zur Unterstützung und Hilfsangeboten für Familien mit Drogenproblemen) Er spricht mit den Kindern der Einrichtung, schenkt ihnen eine TV Anlage und gibt dem Zentrum eine großzügige finanzielle Unterstützung. Michael wird von Emmanuel Lewis begleitet.

Im Dezember 1991 spendet MJJ Productions 200 Truthahn-Essen an verarmte Familien in Los Angeles.

Am 3 Februar 1992 hält in der Radio City Music Hall in New York eine Pressekonferenz, um seinen neuen Vertrag mit Pepsi bekannt zu geben, und seine Welttournee anzukündigen, während der er Gelder für seine neu gegründete Heal The World Organisation sammeln will.

(St. Thomas Childrens Choir singt Heal The World)

Michael: Als ich diesen Song komponierte, träumte ich davon, ihn genau so zu hören, vorgetragen mit solcher Unschuld und Schönheit. Ich danke euch sehr dafür. Ich liebe es, ihn so zu hören, ich musste mich wirklich zusammennehmen, um nicht zu weinen.

Ich möchte der Pepsi-Cola Cooperation für die Unterstützung der Dangerous Tour danken, die ich im Juni beginnen werde. Der einzige Grund für mich, auf diese Tour zu gehen ist, Gelder für meine neu gegründete Heal The World Stiftung zu sammeln, eine internationale Kinder-Wohltätigkeitsstiftung, die ich gründete, um Kinder und die Umwelt zu unterstützen. Mein Ziel ist es, bis Weihnachten 1993 für die HTW-Stiftung 100 Millionen Dollar einzunehmen. Ich bitte jeden, dem dieser Planet und die Zukunft der Kinder am Herzen liegen, dabei zu helfen, Spenden für diese Organisation zu sammeln. Die Heal The World Stiftung wird, zu Ehren meines Freundes Ryan White, auch Mittel für die AIDS Forschung für Kinder aufwenden. HTW wird auch internationale Organisationen unterstützen, wie das Camp Ronald McDonald, die Make A Wish Foundation, Children Diabetes, Minority Aids Foundation und andere Organisationen. Ich freue mich auf diese Tour, weil ich dadurch meine Zeit nutzen, kann um Kinder überall auf der Welt zu besuchen, und weil ich die Botschaft der globalen Liebe verbreiten kann, in der Hoffnung, andere dazu zu bewegen auch ihren Teil zum Heilen der Welt beizutragen. Danke für ihr Kommen. Ich liebe Euch sehr, danke.

 

Vom 11 bis 18 Februar 1992 reist Michael 30.000 Meilen durch Afrika und besucht Gabun, die Elfenbeinküste, Tansania, Kenya und Libreville. Er besucht Krankenhäuser, Schulen, Kirchen, Waisenhäuser.

Über Michaels Besuchen bei Kindern in Gabun sagt Charles Bobbit (damaliger Berater des ehemaligen Präsidenten Bono/Gabun):

Ich war beeindruckt von den Interaktionen zwischen Michael und den Kindern. Er saß am Bett von Kindern mit Deformationen oder Kindern, die krank waren. Er saß dort und redete mit ihnen. Er reichte ihnen die Hände. Er trug keine Maske, so wie manchmal in Amerika, und er hatte keine Angst vor ansteckenden Krankheiten, wobei diese Gefahr sowieso nicht bestand. Es gibt diesen Mythos, dass MJ sich vor Keimen fürchte. Das ist völlig falsch, er kümmert sich wirklich um die Kinder. Viele Leute reden nur darüber, aber er tut es. Er kümmert sich.“ (Jet Magazine, März 1992)

Im Mai 1992 wird Michael von Ronald Reagan mit einem „Point Of Light“ Award ausgezeichnet.

Am 6. Mai 1992 übernimmt Michael die Kosten für die Bestattung und den Grabstein von Ramon Sanchez. Der Junge wurde während der Rodney King-Aufstände in Kalifornien, durch einen Schuss aus einem vorbeifahrenden Auto getötet, als er am Fenster stand. Seine Eltern konnten sich die Beerdigung nicht leisten, deshalb half Michael, als er von der traurigen Geschichte erfuhr. Später besuchte die Familie Sanchez Michael in Culver City am Set, wo er einen Pepsi Spot drehte. Bezirksanwältin Mary Sutton, die bei der Vermittlung der Hilfsleistung behilflich war, sagte später: 

“Das war das erste mal, dass mich jemand völlig unaufgefordert kontaktierte. Dieser Mann ist etwas besonderes und ich hoffe, seine Handlungen inspirieren andere.”

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Durch einen Übersetzer teilten Ramons Eltern Michael mit:

Ramon war einer ihrer größten Fans. Sie haben uns sehr dabei geholfen, diese schwere Zeit etwas erträglicher zu machen. Ihre Hilfe war eine große Überraschung und wir sind ihnen unendlich Dankbar dafür.“

Familie Sanchez besucht Michael in Culver City

Am 18 Mai 1992 besucht er in Maryland die 7-jährige Raynal Pope, die im März 1992 von Hunden schwer verletzt wurde. Michael verbringt ca 45 Min mit ihr und ihrer Schwester und Cousine. Sie spielen, machen Fotos und Michael schenkt ihr eine signierte Beat It Jacke.

Raynal Pope

Michael und Raynal Pope

 

Am 23 Juni 1992 hält Michael (in Begleitung von Brett Barnes) auf einer Pressekonferenz in London eine Rede über seine neu gegründete Heal The World Stiftung und deren Ziele:

(ab 1.45):

Unsere Kinder sind das Schönste, Liebste und Wertvollste unserer Schöpfung. Und trotzdem sterben jede Minute 28 Kinder. Heute sind Kinder dem Risiko ausgesetzt, an Krankheiten, durch Kriegsgewalt, Schusswaffen, Missbrauch und Vernachlässigung zu sterben. Kinder haben nur wenig Rechte und niemand, der für sie spricht. Sie haben in unserer Welt keine Stimme. Gott und die Natur hat mich mit einer Stimme gesegnet. Ich kann sie dazu einsetzen um für die Kinder zu sprechen. Ich habe die Heal The World Stiftung gegründet um die Stimme der Stimmlosen zu sein: die Kinder. Bitte schließen sie sich mir und den Kindern an und helfen sie mit, die Welt gemeinsam zu heilen. Eltern, Gemeinden, Regierungen, alle Menschen der Welt, wir müssen unsere Kinder an die erste Stelle setzen. Schließlich möchte ich noch allen Kindern dieser Welt das Wichtigste mitteilen: ihr seid alle unsere Kinder, jedes von euch ist mein Kind und ich liebe euch alle. Dankeschön.

Am 26 Juni 1992, einen Tag vor dem Start der Dangerous Tour, überreicht Michael dem Bürgermeister von München, Georg Kronawitter, einen Scheck über 40.000 DM für bedürftige Kinder.

Am 29 Juni 1992 besucht Michael in Rotterdam, Niederlande, das Sophia Children’s Hospital wo er einen Scheck über 100.000 £ unterzeichnet. Das Geld soll für ein Spielzimmer im Krankenhaus, den Michael Jackson Playroom, verwendet werden.

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Besuch des Sophia Children’s Hospital, Rotterdam

 

Am 25 Juli 1992, während Michael mit der Dangerous Tour in Dublin ist, gibt er bekannt, 400.000 £ der Einnahmen aus den Konzerten an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen vor Ort zu geben.

Am 29 Juli 1992 besucht Michael das Queen Elizabeth Children’s Hospital in London. Zur Überraschung der Kinder bringt er Mickey Mouse und Minnie Mouse, die er vom Euro Disneyland hat einfliegen lassen, mit in das Krankenhaus, und verteilt Geschenke an die Kinder.

Queen Elizabeth Hospital for Children

Mit Minnie und Mikey zum Queen Elizabeth Hospital for Children

 

Am 31 Juli 1992, vor seinem zweiten Konzert im Londoner Wembley Stadion, bedenkt er den Prince’s Trust mit einem weiteren Scheck über 350.000 £.

Am gleichen Nachmittag hatte Michael lange mit einem Fan telefoniert, und ihn so davon abgehalten, sich gegenüber von Michaels Zimmer im Dorchester Hotel, vom Dach zu stürzen.

Am 16 August 1992 trifft Michael in Leeds den 6-jährigen Nicholas Killen und dessen Mutter Susan. Der Junge hatte durch eine lebensrettende Operation im Juli sein Augenlicht verloren, glühte aber vor Freude, als Michael ihm die Hand reichte und ihn umarmte. Michael schenkte ihm ein Autogramm, das eine Botschaft in Braille enthielt: “To Nicholas with love Michael Jackson.”

Nicholas Killen

Nicholas Killen

 

Am 24 und 25 August 1992 findet der erste Heal The World European Children’s Congress in London statt. 84 Kinder zwischen 8 und 16 Jahren kamen zusammen, um ihre Sicht auf die großen Probleme der Welt mitzuteilen und Lösungsvorschläge zu machen. Trotz einer Kehlkopfentzündung kommt Michael zum Regent’s Palace College und bleibt dort für etwa 4 Stunden. (Michael Jackson: The Visual Documentary’ by Adrian Grant)

Heal The World European Children's Congress in London

Eine Erinnerung eines Teilnehmers:

Dieses Foto entstand 1992, während der Heal The World Tour. Ich nahm an der Kinderkongress teil, im Regent‘s College in London, ich repräsentierte meinen Jugendclub (den ich jetzt leite) MJ wollte wissen, welche Veränderungen in der Welt Kinder für wichtig hielten. Wir bekamen auch Tickets für sein Konzert (was unbeschreiblich war) und er gab uns ein T-shirt und eine Basecap.“

Im September 1992 überreicht Michael der Queen of Spain’s Charity einen Scheck über 1.000.000 Peseten.

Am 30 September 1992 hält Michael vor seinem Dangerous-Konzert am 1.10. eine Pressekonferenz im Teatrul de Revista Constantin Tanase in Bucharest, Romania. Anschließend besucht er das Waisenhaus Leaganul De Copii Sfanta Ecaterina. Er verbrachte viel Zeit in diesem Kinderheim, wo die 5 jährige Alice, deren Mutter dort angestellt war, Michael eine Zeichnung und ein Fotoalbum übergab, das die Kinder des Heims gestaltet hatten, und in dem er geduldig blätterte. Michael finanzierte dem Waisenhaus einen Spielplatz. Einen weiterer Teil der Konzerteinnahmen wurden zur Unterstützung Serbischer Flüchtlinge gespendet, die sich zu der Zeit in Bucharest befanden.

Michaels Rede auf der Pressekonferenz:

“Ich bin sehr froh, hier zu sein…in Rumänien, mein Konzert live auf HBO zu senden, und den Kindern zu helfen.

Liebe Freunde, meine Damen und Herren, Herr Minister. Diese Kinder sind für mich so wertvoll, wie alle Kinder der Welt. Ich hatte heute die Möglichkeit, einen Einblick in Veränderungen und den Zivilisationsprozess zu bekommen. So ein Augenblick wie dieser bedeutet, die Welt zu heilen. Wir müssen die Welt heilen und uns selbst. Wir müssen unser Leben wie ein Netz weben, denn wir alle sind Teil dieses Netzes. Aus Unachtsamkeit haben wir unseren Planeten kontaminiert und verschmutzt, und als Preis davon, verletzen wir uns selbst. In unserem Blut tanzen die Lieder des Lebens von Jahrhunderten. Die Umwelt ist eine Fortsetzung unseres Körpers und sie gibt uns den Pulsschlag der Liebe, es ist das Orchester der Symphonie des Universums. Das ist das Spezielle an Musik – sie ermöglicht uns, unsere Seelen wieder zu finden. Lasst uns heute wieder zusammenkommen in Liebe, Einheit und Versöhnung. Lasst uns jeden heilen – und damit auch uns selbst. Lasst uns mit dem Leben einen Packt schließen und lasst uns mit Freude eine neue Welt feiern… und eine geheilte (Welt). Danke… besonders an alle Kinder der Welt. Ich liebe euch alle. Ich Danke euch so sehr. Danke.

Während seines Aufenthalts in Bucharest nahm er sich auch Zeit, die Snagov Monastery, erbaut von Vlad Tepes (dem sogenannten Dracula), zu besuchen. Michael verbrachte 6 Stunden darin, um zu beten und das Gebäude zu erkunden. Michael spendete zum Erhalt des Klosters 100.000$.

Am 18 November 1992 wird Spike Lees Film Malcolm X veröffentlicht. Der Film basiert auf „The Autobiography of Malcolm X“ von Alex Haley. Michael war zusammen mit anderen an der Finanzierung des Films beteiligt.

Am 24 November 1992 ist Michael dabei, als in einem Hangar auf dem John F. Kennedy Airport in New York, von Heal The World und Americares 43 Tonnen medizinische Hilfsgüter im Wert von 2,1Mio.$ nach Sarajewo verladen werden, wo sie dann durch die Untited Nations verteilt werden.

Michaels Rede:

“Mit ihrem verspielten Lächeln zeigen Kinder mir das Göttliche in jedem Menschen. Die arglose Güte strahlt direkt aus ihren Herzen. Das Zusammensein mit ihnen verbindet uns mit der tieferen Weisheit des Lebens. Kinder erinnern uns an das Wertvolle in jedem Leben, besonderes in noch jungen Leben, unberührt von Hass, Vorurteilen und Gier. Jetzt, wo die Welt so irritiert ist, und die Probleme so kompliziert sind, brauchen wir unsere Kinder mehr denn je. Ihre angeborene Weisheit zeigt uns Lösungswege, die auch in unseren eigenen Herzen darauf warten, erkannt zu werden.

Kinder sind die herausragenden Idealisten und Optimisten dieser Welt. Aus diesem Grund organisiert „Heal The World“ im nächsten Jahr den Welt-Kinderkongress, zusammengesetzt aus Abgeordneten im Alter von 8 bis 16 Jahren. Wir brauchen dringend ihre unschuldige Sichtweise auf die Probleme der Welt. Wir müssen unseren verwundeten Planeten von Chaos, Verzweiflung und der sinnlosen Vernichtung heilen. Die Mission von Heal The World, meine Mission, ist es, zu Heilen. Schlicht und einfach. Um die Welt zu heilen müssen wir damit beginnen, unsere Kinder zu heilen.

Heute sind wir hier her gekommen, um den Kindern des vom Krieg zerrissenen Sarajevos Geschenke zu bringen. Sarajevo wurde 1992 zum Symbol von so vielem, was tragisch – jedoch in unserer Welt vermeidbar ist. Vorurteile und Rassenhass, die Umweltzerstörung, die Zerrüttung von Familien und Jahrhunderte alter Gemeinschaften. Zu diesem besonderen Zeitpunkt des Jahres, ist es uns eine Freude anzukündigen, dass wir unsere Bemühungen auch für die Notlagen unserer Amerikanischen Kinder verstärken werden. Gegen Ende (des Jahres) planen wir „Convoy USA“. Dieses Vorhaben soll allen Amerikanern helfen, um für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten: die Kinder in unseren Städte zu heilen.

Dieses Thanksgiving ist durch das Erscheinen der Single Heal The World für mich ein ganz besonderes. Ich schrieb diesen Song für die ganze Welt, als einen Beitrag zur globalen Harmonie. Alle Einkünfte aus dem Song werden an die Stiftung gehen. Ich danke ihnen allen für ihr Kommen. Mein besonderer Dank geht an AmeriCares, die uns bei diesem Projekt zur Seite stehen. Unsere Gebete und unser Dank gehen an alle, die „Heal The World“ mit ihrer Zeit und ihren Spenden unterstützen.

Am 25. November 1992 erfüllt Michael den Wunsch des jungen David Sonnet an die “Make A Wish Foundation”, eine Organisation, die Wünsche unheilbar kranker Kinder erfüllt. Sonnet hatte im Alter von 8 Jahren ein Hirn-Aneurysma erlitten, er war nicht in der Lage zu sprechen oder zu laufen und kommunizierte mit Hilfe eines Computers. Michael lud den Jungen und dessen Mutter zusammen mit anderen Kindern auf seine Neverland Ranch ein. Michael tauschte mit David in Zeichensprache „I love you“ aus. David hatte zuvor, und auch nach dem Besuch Neverlands, mehrfach an Michael geschrieben, und immer eine Antwort bekommen. Davids Mutter, Debbie Sonnet berichtet später darüber, wie sehr Michaels Musik ihrem Sohn geholfen habe, sich von einem Koma zu erholen. David starb im Juli 2004.

David Sonnet

David Sonnet trifft Michael auf Neverland

 

Am 10 Dezember 1992, während Michael wieder mit der Dangerous Tour in Japan ist, erhält er während einer Pressekonferenz im Amerikanischen Konsulat in Tokyo einen Scheck über $100 000 für die Heal The World Stiftung. (Es wird auch ein Video über die Stiftung gezeigt, und der Botschafter und Vertreter von Pepsi und Sony halten Reden)

Kleiner Auszug daraus:

„Jeder auf der Welt kennt sie als Superstar der Musik, aber jetzt bekommt ihr Name eine neue Bedeutung im Zusammenhang mit der HTW Stiftung. Die Menschen bemerken ihren Einsatz, um Welt zu einem schöneren und angenehmeren Platz zu machen und schätzen sie…“

Michaels Antwort:

“Danke. Ich bin sehr froh, wieder hier in Japan zu sein. Es ist schön, all die Kinder zu sehen und auch diejenigen, die im Herzen jung geblieben sind. Die Unschuld der Kinder ist für mich die Quelle aller Kreativität und ich fühle, dass meine ganze Kreativität daraus entspringt. Das ist keine intellektuelle Intelligenz, sondern eine, voller Staunen, Magie, Geheimnisvollem und Abenteuern. Aus dieser Form der Intelligenz entspringt Liebe und Vertrauen, Freude und Schönheit. Es ist die Art Intelligenz, die die Welt heilen wird. Das ist der Grund, warum ich hier bin und warum wir alle hier sind. Ich danke ihnen sehr. Ich liebe euch.”

Am 18 Januar 1993 steht Michael zusammen mit Diana Ross, Stevie Wonder, Aretha Franklin, Michael Bolton, Dionne Warwick, Kenny Rogers und andere Künstlern, sowie einem Kinderchor, auf den Stufen des Lincoln Memorial in Washington, D.C., um für die Amtseinführungszeremonie des neu gewählten Präsidenten Bill ClintonWe Are The World“ zu singen. Clinton und seine Familie reihen sich mit ein. Michaels Auftritt dort war nicht geplant.

Am 19 Januar 1993 findet die 52. Gala zur Amtseinführung des Präsidenten in der US Air Arena in Landover, Maryland, statt. Michael singt „Gone Too Soon“, Ryan White gewidmet, sowie „Heal The World“, das er allen Kindern der Welt widmet.

Bevor er „Gone Too Soon“ singt, hält Michael noch eine kurze Rede:

Danke, Mr. Präsident, für die Einladung zu ihrer Amtseinführungs-Gala. Ich möchte gerne einen Moment dieser öffentlichen Zeremonie nutzen, um über etwas sehr persönliches zu sprechen. Es betrifft einen lieben Freund von mir, der nicht mehr unter uns ist. Sein Name ist Ryan White. Er war Bluter und mit 11 Jahren wurde bei ihm das AIDS Virus diagnostiziert. Er starb kurz nach seinem 18. Geburtstag, in einem Alter, indem die meisten jungen Menschen anfangen, die wunderbaren Möglichkeiten des Lebens zu erforschen. Mein Freund Ryan war ein sehr fröhlicher, mutiger aber ganz normaler junger Mann, der nie Symbol oder Sprecher einer tödliche Krankheit sein wollte. Über die Jahre habe ich viele lustige, glückliche aber auch schmerzhafte Momente mit Ryan geteilt, und ich begleitete ihm bis zum Ende seiner kurzen, aber ereignisreichen Lebensreise. Ryan hat uns verlassen und so wie jeder, der einen geliebten Menschen an AIDS verloren hat, vermisse ich ihn sehr und für immer. Er ist gegangen, aber ich möchte, dass sein Leben über seinen Tod hinaus eine Bedeutung hat. Es ist meine Hoffnung, Präsident Clinton, dass sie und ihre Regierung die Resourcen aufbringen, die nötig sind, um diese schreckliche Krankheit auszulöschen, die mir meinen Freund nahm und so viele andere Leben vor ihrer Zeit beendete. Dieses Lied ist für dich, Ryan…”

 

Am 23 Januar 1993 findet die Superbowl XXVII & Heal The World Presse Konferenz statt, bei der Michael einen neuen Programmteil seiner Heal The World Stiftung bekannt gibt: Die Heal our Children initiative/ Heal LA, ein Hilfsprojekt speziell für die unterprivilegierten Kinder aus Amerikas Städten. Das Projekt wird unterstützt vom ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter. Michael nimmt an der Pressekonferenz zusammen mit einer Gruppe von Kindern aus LA teil.

Michael:

“Wir müssen die Botschaft verbreiten, unsere Kinder und die Welt zu heilen. Präsident Clintons Aufruf an uns alle, uns bewusst zu machen, dass wir uns alle gegenseitig brauchen und umeinander kümmern müssen, war auch Auslöser für diese Hilfsaktion für Kinder. Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir uns gemeinsam darum sorgen und unseren Teil zur Lösung beitragen. Ich weiß, dass sie alle meine Sorge um die Kinder der Innenstädte teilen, denen es direkt in unserer Nachbarschaft an so vielem mangelt. Wir müssen uns zusammenschließen um diese Welt für jedes von ihnen zu einem besseren Ort zu machen. Heal LA ist nur der erste Schritt, um diese Dinge zu verbessern. Ich bin sehr stolz darauf, ihnen sagen zu können, dass der ehemalige Präsident Jimmy Carter und ich zusammen arbeiten werden, um den Kindern in Städten landesweit zu helfen. Präsident Carter wird mit mir zusammen Vorstandsmitglied unserer neuen, nationalen Heal Our Children Initiative sein. Hier in LA werden wir die Zusammenarbeit beginnen, um dann in vielen Städten weiter zuarbeiten, um die Kinder ganz Amerikas zu heilen. Ich möchte ihnen allen, die schon jetzt so großzügig dieses wichtige, neue Heal The World Programm unterstützt haben, meine Liebe und Wertschätzung ausdrücken. Mein Freund L. Jones und wir – wir alle zusammen haben eine TV-Botschaft entwickelt, die nach der Super Bowl Halftime Show gesendet werden wird. Ich möchte ihnen jetzt eine kleine Vorschau davon präsentieren. Ich liebe sie, danke sehr.”

Am 31. Januar 1993 performt Michael bei der Superbowl Halftime Show im Rose Bowl Stadium, Pasadena, ein Medley aus Jam, Billie Jean, Black Or White und Heal The World vor einem Publikum von 100 000 Menschen im Stadium, sowie 133 Millionen Fernsehzuschauern. Im Zuge dieses Auftritts wird auch die Stiftung Heal LA ins Leben gerufen. Die NFL zahlte lediglich die Auslagen der auftretenden Künstler, spendete aber 100.000$ an Jacksons Heal the World Stiftung.

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Michael vor seinem Auftritt: “Heute stehen wir auf der ganzen Welt zusammen, vereint für ein gemeinsames Ziel – unseren Planeten wieder zu einem Hafen der Freude, des Verstehens und der Güte zu machen. Niemand sollte leiden müssen, besonders unsere Kinder nicht. Diesmal muss es uns gelingen.”

Am 16 Februar 1993 verkünden Jimmy Carter und Michael Jackson dass sie gemeinsam die zur HTW gehörende Initiative Heal Our Children leiten werden, beginnend mit Heal L.A.. Ziel der Initiative ist es, den innerstädtischen Kindern in Los Angeles dringend benötigte Unterstützung und Hilfe zu kommen zu lassen, sowie Programme zur Drogenprävention oder Impfkampagnen zu unterstützen.

Atlanta Project Immunisation Drive

Jimmy Carter & Michael Jackson

 

Im Februar 1993 schickt Michael seine Beileidsbekundung an die Eltern des 2-jährigen James Bulger, der in Liverpool von zwei Jugendlichen ermordet wurde.

Im Februar 1993 spendet Heal The World ausserdem in Zusammenarbeit mit Sega Computerspiele und Ausrüstung im Wert von 108.000$ an Kinderkrankenhäuser und Waisenhäuser in England.

Am 26 April 1993 besucht Michael im Zuge seiner Heal L.A. Tour die „Watts Health Foundation“ und zwei Schulzentren in Los Angeles South Central, wo er mit den Kinder und den Mitarbeitern der Drogenaufklärungsprogramme spricht. Er macht mit den Kindern zusammen Fotos und umarmt sie. Jacksons Heal L.A. und die Heal The World Stiftung stellen diesen innerstädtischen Organisationen dringend benötigte Gelder zur Verfügung, so auch dem El Santo Nino Center in der East 23rd Street, das Michael am gleichen Nachmittag besucht. Der letzte Besuch dieses Tag gilt der Horusman Middle School.

 

Am 27 März 1993 besucht Michael die Milken Family Foundation National Educator Awards– Zeremonie im Century Plaza Hotel, LA. Er singt mit einer Gruppe von Kindern auf der Bühne „Heal The World“, und hält eine kurze Rede vor den 1200 Lehrern und Politikern, die an dieser Veranstaltung, die von der Milken Family unterstützt wurde, teilnahmen. Die Milken Family wurde 1982 gegründet und fördert Edukative und Medizinische Forschung und Projekte.

Michael singt „Heal The World“ mit Kindern

Am 5 Mai 1993 besucht Michael Jimmy Carter anlässlich des auch von “Turner Broadcasting System, Inc.”, “Ronald McDonald Children’s Charities” und anderen unterstützten Atlanta Projekts Immunization/Children’s Health Initiative in Atlanta. Während dieser 5 Tage dauernden Aktion des Atlanta Projects werden 17.000 Kinder geimpft.

 

Im Juni 1993 gibt Michael bekannt, dass die gesamten Jahreseinnahmen von Heal The World, (1,35 Mio. Dollar), zusammen mit seinen Einnahmen für den Auftritt beim Super Bowl XXVII an Heal LA gehen werden und den Kindern, die unter den Folgen der in Los Angeles stattgefundenen Aufstände zu leiden hatten, zu Gute kommen wird.

Im gleichen Monat lädt er 100 Kinder des Challengers Boys und Girls Club in Los Angeles zu sich auf die Neverland Ranch ein.

Eine weitere Gruppe Kinder ist ebenfalls auf Neverland eingeladen, wo sie schon vorab „Tom & Jerry- The Film“ ansehen durften, der erst im Juli in den Kinos anlief, von dem Michael aber vorab eine Kopie von Joseph Barbera erhalten hatte.

Am 10 Juni 1993 nimmt Michael in einer Schule in L.A. an der Vorstellung des neuen Programms DAREPLUS (Play and Learn under Supervision) teil. Michael war Mitglied des Vorstands von DARE (Drug Abuse Resistan Education).

Am 18 Juni 1993 besucht er für mehrere Stunden ein Krankenhaus in Washington D.C., unterhält sich mit den Kindern und spielt mit ihnen Schach.

Für das mehrteilige TV Special Together for our Children, ein Projekt das Geld für Impfkampagnen sammeln möchte, stellt Michael eine Aufnahme seiner Jam Performance aus dem Wembley Stadion zur Verfügung.

Im August 1993 stiftet HTW zusammen mit Pepsi Cola Thailand 40.000$ an die Crown Princess Maha Chakri Sirindhorn’s Foundation und die Organisation Rural School Children and Youth Development, zur Unterstützung eines Programms für Schulspeisungen in Thailands Dörfern. Im gleichen Monat erhalten das Contacts One Independent Living Center for Children in Moskau und das Hospital de Niños Dr. Ricardo Gutierrez in Buenos Aires neue Ambulanzen.

Am 10 September 1993 hat Michael einen besonderen Gast bei seinem Konzert in Japan. Über Make A Wish hat er den unheilbar kranken, 15-jährigen Jungen Martijn Hendriksen und dessen zwei Brüder von Amsterdam nach Fukuoka einfliegen lassen, und sie dort als Gäste bei seinem Konzert empfangen.

Am 15 September 1993, nach seinem Dangerous Konzert in Moskau, verschiebt Michael seine Abreise und besucht stattdessen ein Kinderheim. Michael hält die Kinder im Arm, spielt mit ihnen und singt zusammen mit ihnen ein Lied. Für eines der Kinder wird zudem über die HTW Stiftung der Flug in die USA organisiert sowie die Kosten einer Behandlung in einem dortigen Krankenhaus übernommen.

Michael in einem Krankenhaus in Moskau

 

Am 20 September 1993 besucht Michael, während seines Aufenthaltes in Tel Aviv, Israel, Patienten in einem Krankenhaus und verteilt Geschenke an sie. Am gleichen Tag werden durch Pepsi 160.000$, aus den Michaels Einnahmen von den Dangerous Konzerten in Delhi, Indien, an die Ghandi Foundation For Children überwiesen.

 

Im Oktober 1993 veranlasst Michael, dass eine Summe von 100.000$ unter den Organisationen “Children’s Defense Fund”; “Children’s Diabetes Foundation”; “Atlanta Project”, und “Boys and Girl Clubs” in Newark, New Jersey, aufgeteilt werden.

Für sein Konzert am 6 Oktober in Buenos Aires lässt Michael mehrere Tausend Tickets an kranke und notleidende Kinder verteilen.

Vom 15 – 17 Oktober1993 gibt Michael Konzerte in Brasilien und spendet tausende Tickets an bedürftige und unterprivilegierte Kinder in Sao Paulo und Rio de Janeiro.

Er lässt zudem einen Freizeitpark für sich reservieren und lädt anschliessend Kinder aus den ärmsten öffentlichen Schulen dazu ein, den Park auf seine Kosten zu besuchen. Der damalige Konzertveranstalter Dodi Sirena erinnert sich:

„Er war sehr interessiert an allem, was in diesem Land vorgeht. Besonders sorgte er sich um die Armut und die Strassenkinder.“

Am 28 Oktober 1993 lässt Michael in Mexiko den El Nuevo Reino Aventura Park (Heimat des Wals Keiko aus dem Film Free Willy) reservieren, und lädt 5000 sozial benachteiligte Kinder aus Mexiko City dazu ein, den Park kostenlos zu besuchen.

Am 5 November 1993 besucht Michael ein Kinderfest im Hard Rock Cafe Mexiko City. Kinder des WaisenhausTere Alcaron sind dazu eingeladen und bekommen Geschenke.

 

Im Dezember 1993 spendet die HTW Organisation zusammen mit der Gorbatchev Foundation USA 60.000 Dosen Impfstoff an bedürftige Kinder in Tiblisi, Georgien.

Im Dezember 1993 unterstützt die Heal The World Foundation die „Operation Christmas Child“ in Großbritanien, die Schuhkartons mit Spielsachen, Süßigkeiten, Schulmaterial, Geschenken und Nahrungsmittel für Kinder in Sarajevo, Bosnien-Herzegovina, fliegen und verteilen lässt.

Am 17 Januar 1994 veranstaltet Michael anlässlich des Geburtstags von Martin Luther King Jr., auf seiner Neverland Ranch eine Gala für 100 bedürftige Kinder.

Ebenfalls im Januar 1994 beteiligt sich die Heal The World Stiftung am Impfprogramm für Strassenkinder in LA, in der vom Erdbeben (am 17 Januar) betroffenen Region, und verteilt während der Aktion auch Geschenke an die Kinder.

Zusätzlich spendet HTW 85.000 $ an Al Wooten Jr. Heritage Center”, “Casa Rutilio Grande”, “Clinica Para Las Americas”, “Families in New Directions”, “Meeting Each Need With Dignity”, “Proyecto Esperanza”, “Pueblo Nuevo”, und “Vaughn Street Family Center”, die die Opfer des Erdbebens in Los Angeles und des San Fernando Valleys aufnahmen.

Zusammen mit der Salvation Army lädt die HTW Stiftung 4000 Obdachlose und ihre Kinder dazu ein, einen Tag in den Universal Studios zu verbringen.

Aus der am 22 Februar 1994 gesendeten Gala „The Jackson Family Honors“ gehen 500.000$ an verschiedene, von den Jacksons unterstützte Wohltätige Organisationen.

Im Juni 1994 besucht Michael den 86-jährigen Jazz Musiker Cab Galloway in einem New Yorker Krankenhaus. (Michael kümmerte sich oft im Stillen um seine in Not geratenen oder kranken Musiker-Kollegen, weil es ihm eine Herzensangelegenheit war.)

Am 6 August 1994 besucht Michael mit seiner Frau Lisa Marie Presley zwei Kinderkrankenhäuser (Heim Pal Hospital For Children und Bethesda Hospital) in Budapest, Ungarn, wo er den HIStory Teaser für sein kommendes Album HIStory dreht. Er verteilt Geschenke an die jungen Patienten und spendet Hilfsmittel und ein Beatmungsgerät an das Bethesda Hospital.

Bei diesem Besuch trifft Michael auch den 4-jährigen Bela Farkas, der dringend eine Lebertransplantation benötigt. Die Heal The World Organisation übernimmt die Suche nach einem Spender-Organ und finanziert die Operation.

Bela Farkas2

Michael mit Lisa Marie und Bela Farkas

Das bin ich, zusammen mit Lisa Marie, in Budapest. Ich sah dort dieses Kind, Bela Farkas. Er war sehr krank, ganz grün im Gesicht, aber er hatte dieses Leuchten, dieses Glitzern in den Augen. Ich fragte die Krankenschwester: „Was hat dieses Kind?“ Sie erklärte mir, er brauche eine Leber. Ich fragte sie, ob das bedeute, dass er sonst sterben werde. Sie sagte ja, es sein denn, er bekommt eine neue Leber.’ Ich sagte zu ihr: ‘“Ich werde ihn nicht sterben lassen, diesen süßen Engel. Ich werde alles tun, um eine Leber für ihn zu finden.“ Ich beauftragte meine (HTW) Organisation damit und sie suchten weltweit nach einer geeigneten Organspende. Es dauerte eine ganze Weile, aber ich sagte, wir geben nicht auf, ich werde dieses Kind nicht sterben lassen. Als ich den Anruf bekam, dass man eine passende Leber für ihn gefunden hatte, und er überleben würde, war ich überglücklich. Ich war stolz darauf, ihm helfen zu können. Gott schütze ihn.“ (Michael über Bela Farkas – Private Home Movies)

Bei einem Besuch in Memphis, Tennessee, besuchen Michael und Lisa Marie fast jedes Zimmer des St. Jude Hospitals. Michael gibt Autogramme und verteilt Spielsachen an die kranken Kinder und unterhält sich mit ihnen.

 

Im September und Oktober 1994 unterstützen Heal L.A. Und die HTW Organisation das Los Angeles Mentoring Program sowie die Community School/Safe Havens Initiative, beide unterstützen Schüler und Schulen in LA.

Im März 1995 organisiert Michaels Heal The World Stiftung schliesslich die Behandlung des 4-jährigen Bela Farkas, den Michael und Lisa Marie in einem Budapester Krankenhaus kennengelernt hatten. Michaels HTW Organisation übernimmt die Kosten der Lebertransplantation und alle Krankenhauskosten, in einer Höhe von schätzungsweise 120.000$.

Am 3 März 1995 nimmt Michael an der Beerdigung des kleinen Craig Flemming teil. Die Mutter hatte den Jungen zusammen mit dessen Bruder von einer Brücke geworfen, und sprang anschliessend selbst. Die Mutter und Craigs 4-jähriger Bruder überlebten. Michael erfuhr von dem Vorfall, als er im Aufnahmestudio arbeitete und war tief erschüttert von der Tragödie.

Craig Flemming funeral

Michael auf der Beerdigung von Craig Flemming

Später widmete er Craig Flemming den Song Childhood von seinem HIStory Album:

Childhood ist Craig Flemming und seinem überlebenden Bruder Michael gewidmet, für den ein Stipendium eingerichtet wurde, damit seine Kindheit in eine Zukunft, in der ihm alle Möglichkeiten offenstehen, münden wird. Love, MJ“

Im April 1995 senden die HTW Organisation zusammen mit dem International Rescue Committee zwei Paletten Spielsachen in das von Krieg zerrüttete Bosnien Herzegovina. Ausserdem unterstützt Michael in diesem Monat die Rettung und Freilassung von Delfinen, in dem er an die zuständigen Behörden appelliert und eine Anpassung der Standards in Zoos und Tierparks an die natürlichen Lebensverhältnisse der Tiere anspricht.

Am 18 April 1995 unterstützt die HTW Organisation, zusammen mit Permanent Charities und EC2000, 46 Kinder aus 18 Ländern, die sich auf Michaels Neverland Ranch zum Weltkindergipfel (World Congress of Children) versammeln, einem 3-tägigen Seminar mit Workshops und Diskussionsrunden zu Kinder betreffenden Themen. Michael und Lisa Marie begrüßen die Kinder und Jugendlichen auf Neverland.

Die Ergebnisse wurden Im Juni 1995 während der Feierlichkeiten anlässlich des 50. Geburtstages der Vereinten Nationen in San Francisco, von den Botschaftern des Gipfels dem World Summit of Children mitgeteilt. Sie trafen dort auch U.N. Sekretär Boutros-Ghali, Rev. Jesse Jackson, Erzbischof Desmond Tutu und viele weitere U.N. Botschafter.

Im Juni 1995 trifft der 5-jährige Travis Thomas, der an Mukoviszidose leidet, Michael auf Neverland. Der Wunsch wurde durch Make A Wish an Michael geleitet, der diese Organisation schon viele Jahre unterstützte. Travis verbrachte zusammen mit seiner Familie und 20 weiteren schwerkranken Kindern auf der Ranch, wo der Freizeitpark und weitere Einrichtungen zu ihrer Verfügung standen.

Travis Thomas

Die Mutter von Travis sagt später:

Die Liebe, die dieser Mann ausstrahlt, wenn er mit diesen besonderen Kindern zusammen ist, ist unglaublich. Er ist einer der nettesten und einfühlsamsten Menschen, die mir je begegneten. Eines Abends sassen wir vor dem Fernseher und Travis hatte seit ein paar Tagen nicht mehr gegessen. Er war im Fernsehen, wir sahen die American Music Awards mit Michael Jackson… Travis setzte sich auf, und wollte etwas essen. Er sagte: „Ich liebe Michael Jackson, Mama.“

Am 26 Juli 1995 verkündet Louis Farrakhan in Chicago, dass Michael 100.000$ an The Million Man March gespendet habe, der am 16. Oktober stattfindet. Der „The Million Man March“ ist eine von der Nation of Islam geleitete Veranstaltung in Washington D.C., in der afroamerikanische Männer aus ganz Amerika zusammentreffen mit dem Ziel, der Welt ein völlig anderes Bild schwarzer Männer zu vermitteln.

Im Jahr 1995 gehen zudem alle Gewinne aus dem Verkauf der beiden französischen Parfüms “Mystique de Michael Jackson” und “Legende de Michael Jackson” an wohltätige Organisationen.


Fortsetzung folgt……

Michael Jacksons humanitäre Leistungen Teil 1: Die frühen Jahre – 1989

Michael Jacksons humanitäre Leistungen – ein Überblick

Michael Jacksons Lebenswerk als Philanthrop ist einzigartig und beispielhaft. Unter anderem unterstützte er über 30 Wohltätigkeitsorganisationen, darunter die Make-a-Wish Foundation, USA for Africa,  Elizabeth Taylor AIDS Foundation, Heal the World Foundation, Wishes Granted Organization, Boys & Girls Clubs, DARE program, YMCA, NAACP, United Negro College Fund, und The Michael Jackson UNCF Endowed Scholarship Fund.

Im Namen dieser und anderer Wohltätigkeitsorganisationen, brachte Michael Jackson über 300 Millionen Dollar auf. Zusätzlich hat er über all die Jahre auch über 50 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen gespendet. Noch bedeutender als die finanziellen Spenden, war jedoch die Zeit, die er so großzügig verschenkte, indem er Krebspatienten und Verbrennungsopfer in Krankenhäusern, sowie tausende Kinder in Waisenhäusern auf der ganzen Welt besuchte.

Er gab also nicht nur sein Geld, sondern auch seine Zeit, seine Liebe und persönliche Unterstützung.

Viele von uns wissen, dass Michael weder Aufwand noch Kosten scheute, um anderen zu helfen. Ich frage mich, ob die Allgemeinheit das Ausmaß und den Umfang von Michaels humanitärer Arbeit wirklich verstanden hat. Beginnt man einmal damit, die zahlreichen Schilderungen von Michaels unermüdlicher Arbeit und Unterstützung anderer zu ergründen, ist es absolut beeindruckend, all das zu lesen. Kein anderer war wie er, und keiner wird je so sein.

Michael Jackson war ein wahrer Humanitär und ein Beispiel für uns alle. Er spendete einer großen Zahl von Hilfsorganisationen nicht nur sein Geld, oder notwendige Ausrüstung, sondern er spendete seine Zeit. Er gab seine Liebe, und nutzte seine Stellung und seinen Einfluss für regionale, nationale und sogar globale Anliegen.

Er sprach öffentlich über seine eigenen Philosophien und Überzeugungen und versuchte, bei jeder Gelegenheit seine Botschaft weiter zu verbreiten. Er liebte Kinder und war in seiner Familie, bei Freunden, Angestellten, Kollegen und seinen Fans dafür bekannt, sich während seinen Tourneen Zeit zu nehmen, um in jeder Stadt in aller Stille kranke und benachteiligte Kinder zu besuchen. In Neverland, seinem Zuhause, hatte er für unheilbar kranke Kinder teure, speziell eingerichtete Zimmer bauen lassen, damit diese sich bei einem Besuch wohlfühlen würden und glücklich und zufrieden sein konnten. Immer wieder öffnete er sein Zuhause und sein Herz für diejenigen, die es am dringendsten brauchten.

Insgesamt führte Michael buchstäblich hunderte von Aktionen durch, die Wohltätigkeit, Freundlichkeit, Herzensgüte und Mitgefühl gegenüber anderen zeigten. Von Zeit zu Zeit wurden diese Aktionen von anderen dokumentiert, besonders in der Zeit zwischen 1997 bis 2003. Obwohl er schon in den späten 1970er Jahren, als er gerade erwachsen wurde, mit seiner humanitären Arbeit begann, steigerte er sie ab 1984 beträchtlich. Bei durchschnittlich 8 oder 9 Projekten jährlich, gab es fast jeden einzelnen Monat etwas, dem besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Sehen wir das in Verbindung mit seiner kreativen Arbeit, seinen Kooperationen und Tourverpflichtungen während dieser 24 Jahre, wird deutlich, wie monumental diese Leistung für eine einzelne Person ist.

Michael Jacksons Leben als Humanitär, als Fürsprecher der Unterdrückten, der Kranken, Benachteiligten und Bedürftigen auf der ganzen Welt, als Stimme derer, die keine Stimme haben, wird deutlich, in der folgenden (sicher immer noch unvollständigen) Auflistung seiner humanitären Leistungen, in der auch viele Personen über ihre durch Michael erhaltene Hilfe und deren Auswirkung auf ihr Leben berichten.

Teil 1

Die frühen Jahre bis 1989

Am 23 Dezember 1972 treten der 14 jährige Michael und die Jackson 5 als Weihnachtsmänner verkleidet auf einer Weihnachtsfeier im Pacific Townclub in Los Angeles auf, um im Namen ihres Plattenlabels Motown, Geschenke an 700 Kinder zu verteilen. In einem Artikel mit der Überschrift „The Jackson 5 Really Changed“ schrieb der Autor, dass Michael, nachdem er das erste mal mit den Jackson 5 ein Kinderkrankenhaus besucht habe, nach hause kam und die ganze Nacht um die vielen kranken Kinder, von denen manche sogar zu schwach waren, die Hände zu heben um zu klatschen, weinte. Dieses Erlebnis führte dazu, dass er aktiv mit diesen Kindern in Verbindung trat. Er korrespondiert mit Kindern seines Alters, die überall im Land in Krankenhäusern lagen. Diese Briefe werden nicht von dem Superstar diktiert, sondern Michael schreibt sie, während seinen Pausen im Studio, oder sogar in der Schule, eigenhändig,

Am 7. März 1973 besucht Michael im Kinderkrankenhaus von Seattle die 6-jährige Leslie Robinette, die an aplastischer Anämie leidet, einer der durch einen genetischen Defekt verursachten Krankheit. Robinette hatte, als eine der jüngsten Patientinnen dieses Verfahrens, eine Knochenmarktransplantation erhalten. Sie bekam eine Chemotherapie, Strahlentherapie und eine Vielzahl von Medikamenten und musste für 3 Monate auf der Isolierstation bleiben. Ihr Gesundheitszustand war labil, und die Ärzte sagten, sie habe nach Beendigung ihres Krankenhausaufenthalts vielleicht noch 10 Jahre zu leben.

Leslie Robinette

Michael besucht Leslie Robinette

Leslie Robinette berichtet:

Ich sass in meinem Zimmer, sah aus dem Fenster, und hörte ironischer Weise den Song „Looking Through The Window“ von den Jackson 5, als ich hörte, wie die Schwestern sehr geschäftig wurden,“ berichtet Robinette 26 Jahre später. Zufällig waren die Jackson 5 im Krankenhaus. „Sie fragten mich, welchen von ihnen ich gerne treffen möchte, und ich sagte, ich möchte Michael sehen – er war der süßeste,“ sagt sie lachend. Sie beschreibt den Teenager als schüchtern, aber sehr freundlich und herzlich. Michael gab ihr Autogramme, hielt ihre Hand, und fragte wie es ihr gehe. „Ich würde nicht sagen, dass er ihr Leben rettete, das wäre sicher verrückt, aber er gab ihr damals etwas von dem Lebensmut zurück, den sie völlig verloren hatte,“ sagt Trine Robinette, Leslies Schwester. Leslies Gesundheitszustand verbesserte sich schliesslich und ihre Familie kehrte auf ihre Farm in Greeneville, Tennessee, zurück, wo sie noch immer mit ihren Eltern lebt. Leslie traf Jackson 11 Jahre später erneut, als er mit seinen Brüdern auf Tournee in Knoxville war. Sie bekam Freitickets und durfte die Jacksons hinter der Bühne treffen. „Ich fragte, ob er sich an mich erinnere und er sagte ja. Wir sprachen darüber, dass ich in einem Chor singe und dass ich bald mein Stützkorsett los werden würde,“ erzählt Leslie. Jackson sagte dann zu seinen Sicherheitsleuten, dass sie sein Gast sei, und sie durfte die dritte Show aus der VIP Lounge beobachten, wo sie direkt neben Jacksons Mutter Katherine saß. Sie kämpft auch heute noch mit ihrer Krankheit, aber sie ist jetzt 42 Jahre alt und Mitglied der Gesellschaft ‘North American Riding for the Handicapped’, wo sie zurzeit ein Training absolviert, um Übungsleiterin zu werden. „Ich hatte immer das Gefühl, dass Michael und ich so etwas wie Seelenverwandte sind, da wir beide aufwuchsen, ohne überall hingehen zu können, oder all das zu tun, was normale Kinder tun können,“ fügt Robinette hinzu und sagt, dass sie sich wünsche, die Menschen würden Michael Jackson für seine guten Taten und seiner Musik in Erinnerung behalten.

1977 besuchten die Jacksons in verarmten Vierteln in Trinidad, Port-au-Spain, die wirtschaftlich benachteiligten Bewohner, die sich nicht leisten konnten, ein Jackson Konzert zu besuchen. Michael besuchte sie in ihren Karton- und einfachen Steinhäusern und besuchte auch Mädchen einer katholischen Schule.

Im gleichen Jahr nahmen die Jacksons ausserdem zusammen mit anderen Teams aus dem Entertainment, an den „Rock ‘N’ Roll Sports Classics“ teil. Zusammen mit ihrem Team belegten sie den ersten Platz, dessen Preisgeld von 20.000 $ der Universität of California zugute kam.

1978 besucht Michael das Children’s Hospital in Los Angeles anlässlich eines Krankenhaus-Fests. Er verteilt Autogramme, Alben und Poster.

Michael Jackson wußte schon 1977, im Alter von 19 Jahren, dass er seine Talente und Möglichkeiten dazu nutzen wollte, um für andere Menschen Gutes zu tun.

Wenn ich auf die Bühne gehe, weiß ich nicht was geschieht. Es fühlt sich so gut an, wie der sicherste Ort der Welt… ich bin auf der Bühne aufgewachsen. Einige Menschen sind für besondere Dinge bestimmt und ich glaube, unsere Aufgabe ist es, die Welt zu unterhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu tun.. Ich habe die ganz Reichen und die ganz Armen gesehen, aber ich interessiere mich am meisten für die Armen. Ich weiß das, was ich habe, zu schätzen und versuche, anderen dadurch zu helfen. Wenn ich andere Länder besuche, möchte ich auch die ärmeren Gegenden besuchen, ich möchte sehen, wie es wirklich ist…“  (Adrian Grant’s Visual Documentary, p. 38)

Im Januar 1979 spendete Michael der öffentlichen Bibliothek Chicago eine große Anzahl von Büchern, darunter auch sein Lieblingstitel „Peter Pan“ von J.M Barrie. Durch das Bücherei Programm „Boogie To The Book Beat“ warb er zudem mit einer Rede für das Bücherlesen.

1980 performt Michael während der UNICEF Gala „Because We Are“ in New York seinen Song „Rock With You“. Nach seiner Performance sagt er zum Publikum:

Danke, danke sehr. Danke nicht nur für ihren Applaus sondern auch für ihr Engagement; und ich bin sehr froh hier zu sein. Ich liebe euch. Danke.

1980, während ihrer Tour besuchen Michael und die Jacksons in Philadelphia und anderen Orten örtliche Kinderkrankenhäuser.

Am 22 Juli 1981, während der Triumph Tour, geben die Jacksons ein Benefiz-Sonder-Konzert im Omni Auditorium in Atlanta, Georgia, das 100,000$ für die Atlanta Children’s Foundation einbringt. Diese Stiftung wurde gegründet als Reaktion auf eine Reihe von Entführungen und Ermordungen von Kindern in Atlanta. Michael sagt: „Wir sind hier, weil wir uns engagieren wollen.“

The Jacksons, performing at the Omni Auditorium in 1981The Jacksons im Omni Auditorium 1981

Kleine Hilfe – große Wirkung:

Zu Beginn der 1980er Jahre erhält Lidia Knight, ein vernachlässigtes 10-jähriges Mädchen aus der Dominikanischen Republik, ihr erstes Paar Schuhe im Namen eines Projekts, das von Michael Jackson unterstützt wurde. Freiwillige Helfer des Projekts kamen in ihr Dorf, um die Füße der Kinder zu messen und kamen dann mit brandneuen Schuhen zurück, inklusive Socken, einem Rucksack voller Schulmaterialien und einem kleinen Kassettenrekorder, der Michael Jacksons Musik spielte. Ab dem Zeitpunkt veränderte sich Lidias Leben und ihre Schulnoten verbesserten sich, dank dem Papier und den neuen Stiften. „Michael Jackson inspirierte mich zu träumen, als ich dachte, ich hätte kein Recht dazu. Träumen gehörte nicht zu meinem Leben, sagt Lidia. „Ich bin dankbar jetzt an einem Punkt in meinem Leben zu sein, an dem ich mich verbessern kann und ich glaube, Gott hat mich nicht an diesen Punkt gebracht, damit ich dort stehen bleibe.“ Momentan arbeitet Lidia als Bedienung, ist Mutter und fängt bald ihr zweites College-Jahr an.

Anfang 1984 wurde das Charity Album ‘Let’s Beat It’ veröffentlicht. Alle Einnahmen aus dem Verkauf des Albums gingen an die T. J. Martell Foundation for Leukaemia and Cancer Research. Anfang Januar besuchte Michael auch die Station für Verbrennungsopfer im Brotman Memorial Hospital in Los Angeles.

Am 27 Januar 1984 erlitt Michael während der Dreharbeiten für einen Pepsi Werbespot Verbrennungen 3. Grades am Kopf. Magnesium-Feuerwerkskörper hatten zu früh gezündet und die Funken setzten seine Haare in Brand. Michael verklagte Pepsi jedoch nicht sondern er spendete das erhaltene Schmerzensgeld seines Sponsors, der sich aussergerichtlich mit Michael geeinigt hatte, 1,5 Millionen Dollar, dem Brotman Memorial Hospital für den Bau einer nach ihm benannten Verbrennungsstation: „The Michael Jackson Burn Center.“

Michael at Brotman Burn Center 1984.Bei einem späteren Besuch im Dezember 1984 besucht Michael wieder Verbrennungsopfer, darunter den 23-jährigen Mechaniker Keith Perry, der sich bei einem Autounfall Verbrennungen an 90% seines Körpers zuzog. Die Ärzte erklären, dass Jacksons Besuch an Perrys Krankenbett einen großen Anteil daran hatte, dass Pery durchhielt. „Michael munterte ihn auf, sprach ihm gut zu und unterhielt sich mehrere Stunden mit ihm,“ erklärt die Sprecherin des Krankenhauses, Judy Davis.

Am 9. April 1984, organisiert von der „Brass RingSociety“, einer Organisation die Wünsche schwerkranker Kinder erfüllt, besucht der 14-jährige, an Mucoviszidose erkrankte David Smithee, Michael in seinem Haus in Encino. Der Junge sieht sich mit Michael zusammen Filme an, sie spielen Video Spiele und Michael bringt ihm den Moonwalk bei. Zum Abschied schenkt Michael David seine rote Beat It Lederjacke, die er im Beat It Video getragen hatte, sowie einen Pailletten-Handschuh. Michael versprach David auch Karten für eines seiner kommenden Konzerte. Leider starb David nur 7 Wochen später.

David Smithees Mutter erinnert sich:

David trug die Jacke und den Handschuh auf seinem Flug zurück nach Tulsa. Er war im 7. Himmel. Michael Jackson schenkte uns die glücklichsten Wochen unseres Lebens. David starb sehr glücklich.“

Michael widmete das Victory Album David Smithee.

David Smithee 1984

Michael mit David Smithee mit Michaels Beat It Jacke

Im April 1984 stattet Michael ausserdem eine 19-Betten-Einheit im Mount Sinai Medical Center New York aus, das zur T.J. Martell Foundation for Leukaemia and Cancer Research gehört.

Zudem unterstützt er die National Campaign Against Teenage Drunk Driving”, die über tödliche Autounfälle durch Alkohol am Steuer bei Jugendlichen aufklärt.

Im Mai 1984 stellt er der Kampagne seinen Song Beat It für zur Verfügung.

Später im Monat überreicht President Ronald Reagan ihm für seinen Einsatz einen Special Archivement Award:

Für Michael Jackson als Anerkennung dafür, der Jugend Amerikas ein hervorragendes Vorbild zu sein. Ihre historischen, alle Rekorde brechenden Leistungen und ihr Ansehen in der Welt der Pop-Musik, verdeutlichen ihre Kreativität, Hingabe und ausserordentlichen Fähigkeiten. Ihre großzügigen Bereitschaft, ihre Zeit und ihr Talent der „National Campaign Against Teenage Drunk Driving“ zur Verfügung zu stellen, wird Millionen von jungen Amerikanern dabei helfen zu lernen, dass Alkohol am Steuer für Freundschaften tödlich sein kann.“

Im Juni 1984 trifft sich Michael mit anderen Personen (darunter O.J. Simpson, Dustin Hoffman, David Soul, Neil Diamond und Richard Chamberlain), die das Camp Goodtime in Malibu unterstützen, eine Wohltätigkeitseinrichtung von McDonalds, die sich jungen Krebspatienten widmet. Das erste Event der Organisation findet im August 1984 in Camp Sealth statt. 93 Personen, Krebspatienten und ihre Familien, nehmen daran teil.

Am 5 Juli 1984 findet in der Tavern on The Green, New York die Victory-Tour Pressekonferenz der Jacksons statt. Michael verkündet dort, dass er seine gesamten Einnahmen von der Tour wohltätigen Organisationen wie “The United Negro College Fund”, “Camp Good Times” und der “T.J. Martel Foundation” spenden wird. Ausserdem werden bei jedem Konzert 500 Plätze für Kranke reserviert, die teilweise mit Tragen in die Stadien transportiert werden. Einigen der schwer kranken Kinder widmet sich Michael vor seinem Auftritt persönlich.

Die Jacksons stellen zudem für ihre Show im Texas Stadion in Dallas 1200 Tickets für unterprivilegierte Kinder zur Verfügung.

In Jacksonville, Florida trifft Michael backstage 8 Kinder, darunter die 14-jährige Malanda Cooper, die nach einem Autounfall gelähmt ist und nur noch kurze Zeit zu leben hat. Sie hatte an den Bürgermeister der Stadt Jacksonville geschrieben und ihm mitgeteilt, dass sie ihr Idol, Michael Jackson, treffen wolle. Der Bürgermeister schrieb an Michael, der sich trotz seines engen Zeitplans die Zeit nimmt, dieses Mädchen zu sehen. Er schenkt ihr u. a. eine seiner Jacken, die er auf der Bühne trug.

Zusätzlich organisieren die Jacksons für 40 Kinder des “Thelma Marshall Children’s Home”, sowie für weitere 700 Kinder, die Teilnahme an einer ihrer Shows.

Was viele Leute nicht über die Victory Tour, die wir 1984 machten, wissen, ist, dass er für jede Show dort schwitzte und tanzte, und auch schon vorher, während all der Proben für diese Shows… er war da draussen auf der Bühne, unter all den Lampen, hunderte Lampen, schwitzte und arbeitete hart, strapazierte seinen Körper ohne auch nur einen Penny dafür zu bekommen. Er spendete seine ganzen 5 Millionen. Jede Nacht, während all dieser Monate, arbeitete er umsonst.“ – Jonathan Phillip „Sugarfoot“ Moffett, Schlagzeuger der Jacksons

Am 28 Januar 1985 in der Nacht der American Music Awards Ceremony, nimmt Michael in den A&M Lion Share Studios in LA zusammen mit vielen anderen amerikanischen Musikern, den von ihm und Lionel Richie geschriebenen Charity-Song We Are The World auf. An der Aufnahme beteiligen sich u. a.: Harry Belafonte, Ray Charles, Bob Dylan, Stevie Wonder, Diana Ross, Tina Turner, James Ingram, Bob Geldoff, Jackie, La Toya, Marlon, Randy and Tito Jackson, Al Jarreau, Billy Joel, Cyndi Lauper, Bette Midler, Willie Nelson, Steve Perry, The Pointer Sisters, Smokey Robinson, Kenny Rogers, Paul Simon, Bruce Springsteen und Dionne Warwick.

Michael Jackson kam schon vor allen anderen zu der Session und nahm ein paar Tracks und Szenen auf, die später in dem We Are The World-Video zu sehen sein würden. Die wirkliche Session begann etwa um 22.00 Uhr, und es war ein Marathon, der bis zum nächsten Morgen um 8.00 Uhr ging.

We Are The World wurde am 7. März 1985 veröffentlicht und allein in den ersten 3 Tagen über 800.000 mal verkauft und wurde dadurch zu der sich am schnellsten verkaufenden Single der Pop-Ära. Ende 1986 stieg die Zahl auf 7,5 Millionen verkaufter Tonträger. Bis heute spielte We Are The World über 60 Millionen Dollar für die Hungerhilfe in Afrika ein.

 We Are The World- Story

we are the world

Im März 1985 besucht Michael in Florida ein junges Mädchen, nachdem er gehört hatte, dass sie durch einen Autounfall gelähmt war. Nach dem Besuch schickte er ihr ein Band der Victory Tour sowie eine seiner Bühnen-Jacken.

Am 30 Juli 1985 wird Michael erneut im Brotman Memorial Hospital behandelt, nachdem er sich beim Filmen von Captain EO die Hand verstaucht hatte, und nahm sich auch die Zeit, andere Patienten zu besuchen.

Brotman visit Captain EO

Im August 1985 ist Michael Gast bei der Charity-Sendung Australian Telethon in Perth. Anschliessend besucht er das Princess Margaret Children’s Hospital in Perth. Er unterhält sich mit Eltern und den Kindern und macht mit ihnen Fotos.

Am 28 Februar 1986 telefoniert Michael mit der 14-jährigen Donna Ashlock, die sich von einer Herztransplantation erholt. Michael lädt sie ein, ihn in seinem Haus in Encino zu besuchen. Der Besuch findet am 8. März statt. Sie essen zusammen und sehen sich Filme an.

Michael with Donna Ashlock

Michael und Donna Ashlock

Im gleichen Jahr wird auch der 12-jährige, an Krebs erkrankte Danielle Finmark von Michael für einen Besuch in sein Haus eingeladen, der an einer Aktion des Camp Ronald McDonald For Good teilnimmt.

1986 gründet Michael ausserdem die Stiftung „Michael Jackson United Negro College Found (UNCF) Endowed Scholarship Fund“. Er stellt 1,5 Millionen Dollar für Afroamerikanische Studenten zur Verfügung. Mit dem Geld der Stiftung werden jährlich Studenten unterstützt, die ein UNCF College oder Universität besuchen.

Im Gründungsjahr gab die Stiftung 97 Stipendien in fast allen der 42 von der UNCF unterstützen Schulen/Universitäten aus.

Im Oktober 1986 ging die Plüschtier-Serie (Michael’s Pets), basierend auf 10 von Michaels Zoo-Tieren, in Serie. (Cool Bear = Michael selbst; Jabbar die Giraffe; Louie das Lama; Muscles die Schlange; Bubbles der Schimpanse; Uncle Tookie der Frosch; Spanky, ein weißer Hund; Mr. Bill, ein weiterer Hund; Suzy der Hase, and Jeannine der Strauss. Michael, der selbst am Design der Kuscheltiere beteiligt war, vereinbarte, dass jeweils 1 Dollar des Verkaufspreis an eine Wohltätigkeits-Organisation für Kinder gespendet wurde.

Michae's Pets

Im September 1987 startete Michael Jacksons Bad World Tour in Tokyo, Japan.

Gleich zu Beginn der Tour spendet Michael einer Familie in Japan, deren 5 -jähriger Sohn, Yoshiyaki Ogiwara, entführt und ermordet wurde, 20.000$. Während seines Konzerts in Yokohama verkündet er dem Publikum, dass er die Konzerte seiner Tour in Japan Yoshiyaki widmet:

Es tut mir sehr leid und ich bin tief traurig, Yoshiyakis Geschichte zu hören. Wenn ich könnte, würde ich seine Eltern aufsuchen, um ihnen persönlich mein Beileid für Yoshiyaki mitzuteilen. Ich widme den Teil meinerTour in Japan Yoshiyaki. Yoshiyaki, ich weiß, du siehst uns zu. Ich hoffe, dass sich so ein brutales und herzzerreissendes Ereignis nie wiederholen wird und ich liebe dich.“  (im Video ab ca 1:00)

Yoshiaki MitM

Auch am Cover der Man In The Mirror Single ist eine Widmung an Yoshiaki zu lesen.

Im Oktober 1987 spendet Michael 30 persönliche Gegenstände, darunter T-shirts, Sonnenbrillen und Jacken für eine Auktion zu Gunsten der UNESCO. Der Erlös geht an Bildungsprojekte für Kinder in Entwicklungsländern.

Am 13 November 1987, während er mit der Bad Tour in Australien Konzerte gibt, trifft Michael im Children’s Hospital in Melbourne, Australien, die 4-jährige Angela Darlington und ihre Mutter Helen. Helen Darlington berichtet später über die Begegnung mit Michael:

Meine Tochter Angela war mit Kopfschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie von einem Auto erfasst worden war. Eines Tages erzählten uns die Krankenschwestern, dass Michael Jackson zu Besuch kommen werde. Wir mussten es geheim halten, damit das Krankenhaus nicht von Fans überrannt wurde. Es war eine große Aufregung zu spüren, als seine Assistenten jedem auf der Station T-Shirts und unterschriebene Kopien seines Bad-Albums verteilten. Danach ging er einfach umher und sprach mit den Patienten. […] Ich sagte “Hallo.” Er meinte, dass er erfreut sei, mich zu treffen. Ich war völlig baff. Er war sehr freundlich und schien schüchtern. Ich bekam den Eindruck, dass er eine tiefe Liebe für Kinder empfand, insbesondere für jene, die verletzt waren. Dann ging er in die Hocke und sagte “Hallo, Angela.” Sie konnte nicht sprechen, da sie gerade erst aus dem Koma erwacht war, aber sie begann zu lächeln. Nach diesem Tag ging es ihr zusehends besser. Ich denke an ihn als eine Inspiration. Wir hatten eine schreckliche Zeit – Angela war im Krankenhaus und ich rief bei Lifeline (Anm.: eine Art Telefonseelsorge) an, um nicht zusammenzubrechen – aber er war eine wahrhafte Inspiration für die ganze Station. Ich dachte: “Gott sei Dank, dass er ihn uns sandte.” Ihn umgab einfach eine Ausstrahlung – diese großartige Empathie für Menschen, die wieder gesund werden mussten. Heute ist Angela 25, studiert an einer Universität und ist lebensfroh. Es gab damals einen anderen Jungen auf der Station, der ungefähr 15 Jahre alt war und ein großer Fan. Nach Michaels Besuch ging es ihm ebenfalls langsam besser. Seine Mutter glaubte, es war ein Wunder. Ich glaube, dass es vielen Kinder besser ging, nachdem sie ihn getroffen hatten. Ich denke, die Menschen sollten diese Seite von Michael kennen.“

angela darlington

Michael und Angela Darlington

Am 18 November 1987 besucht Michael in Sydney das Children’s Hospital in Randwick. Natasha Lang, Mutter eines Kindes, das dort behandelt und von Michael besucht wurde, berichtete 2009:

Was kann man über einen Mann schreiben, der so viel und von ganzem Herzen gab, und so zum Glück von Millionen von Menschen in der ganzen Welt beitrug? Durch seine Musik, und ganz zu schweigen von den vielen kranken Kindern, die er in Krankenhäusern vieler Länder der Welt besuchte, wo er großzügig, von Herzen Geschenke und Eintrittskarten zu seinen Shows verschenkte, und sie dadurch aufmunterte, was ohne Zweifel ihre Genesung unterstützt hat.

Ich bin die Mutter eines solchen Kindes. Mein Sohn und ich hatten Gelegenheit, Michael im Sydney Children’s Hospital in Randwick zu treffen, als er am 18 November 1987 Sydney besuchte. Ich werde mich für immer an diesen Tag, an dem Michael mit einer Menge Stofftiere ins Krankenhaus kam und sie großzügig an die Kinder der Kinderstation verteilte, erinnern. Er ging herum und besuchte jedes Kind persönlich und sprach ganz ruhig ein paar unterstützende Worte mit ihnen, und die Freude der Kinder, des medizinischen Personals und der Eltern, die er an diesem Tag besuchte, werde ich nie vergessen.

Mein Sohn ist jetzt ein erwachsener Mann und ich möchte dieses Foto mit der ganzen Welt teilen, weil es Michaels selbstlose und großzügige Natur zeigt. Mein Sohn hatte unglücklicher Weise in dieser Woche bei einem Schul-Unfall sein Auge verloren und wie Sie sich vorstellen können, war es eine wirkliche Tragödie für die ganze Familie, aber an diesem Tag brachte er uns Freude, großes Vergnügen und eine Fülle von Glück.“

natasha lang sydney

Am 9. Januar 1988 wird Michaels Single Man In The Mirror (geschrieben von Siedah Garrett und Glen Ballard) als vierte Singleauskopplung des Bad Albums veröffentlicht und steigt auf Platz 1 in den US Charts. Erlöse aus dem Verkauf der Single gehen an das Camp Ronald McDonald for Good Times, und kommen krebsranken Kindern und deren Familien zu Gute. Die Lyrics des Song drücken deutlich das aus, was Michael als seine persönliche Aufgabe und Verantwortung sieht, und umsetzt: I’m starting with the man in the mirror/I’m asking him to change his ways/And no message could have been clearer/If you wanna make the world a better place/Take a look at yourself and then make a change.” „Ich beginne mit dem Mann im Spiegel/ ich möchte, dass er sein Handeln ändert/ und keine Botschaft könnte deutlicher sein/ wenn du die Welt zu einem besseren Ort machen möchtest/ beginne bei dir selbst und verändere etwas.“

Am 24 Februar 1988 trifft Michael hinter der Bühne seines Bad Konzerts in Kansas City, den 2-jährigen Allan Bufford. Die Ärzte des an Krebs erkrankten Jungen gaben ihm die Erlaubnis, mit seiner Mutter das ausverkaufte Konzert seines Lieblingssängers zu besuchen.

Allan Bufford

Michael mit Allan Bufford

Im März 1988 gibt Michael 3 Konzerte im Madison Square Garden, New York. Das erste Konzert, am 3.3. ist ein Charity-Konzert zugunsten des United Negro College Fund. Während einer Pressekonferenz seines Sponsors Pepsi, überreicht Michael dem Präsident des UNCF, Christopher Edly, einen Scheck über 600.000$ aus den Erlösen des Konzerts. Michael ist damit einer der großzügigsten Unterstützer des UNCF. Auf der Veranstaltung treten auch Kinder auf, die ihre Träume vortragen. Ein Artikel der New York Times schreibt:

Was Michael getan hat, geht weit über ein Pop-Konzert hinaus. Bis zu diesem Zeitpunkt haben schon 97 junge Menschen von Michaels großzügigen Spenden an den United Negro College Fund profitieren können.“

Michael Jackson Prepares For Grammy Awards

Michael mit Kindern bei der Pepsi Presse Konferenz im März 1988

Ebenfalls im März wird Michael vom UNCF für seine fortwährende Unterstützung von todkranken Kindern, sowie seine Vorbildfunktion für die Jugend Amerikas, mit dem Frederik D. Patterson Award ausgezeichnet. Zu seiner Unterstützung des UNCF sagt Michael bei der Award Verleihung:

Über den United Negro College Fund möchte ich folgendes sagen: Bildung öffnet den Geist eines jeden Menschen für die Welt. Und es gibt nichts Wichtigeres als sicher zu stellen, dass jeder die Möglichkeit bekommt, zu lernen. Die Fähigkeit und den Willen zum Lernen zu haben, es aber nicht zu können, ist eine Tragödie. Ich bin glücklich, dass ich hier heute Abend an einer Veranstaltung einer Organisation teilnehmen darf, die dafür sorgt, dass so etwas nicht passieren wird.“

(Adrian Grant’s Visual Documentary, p. 111)

Im Frühjahr 1988 zieht Michael von Hayvenhurst, Encino, wo er seit 1971 mit seinen Eltern und Geschwistern wohnte, auf seine Neverland Ranch im Santa Ynez Valley und startet den zweiten Teil seiner Bad World Tour. Michael baut die Neverland Ranch nach und nach um, und richtet Zimmer, Gebäude und Fahrgeschäfte so ein, dass sie behindertengerecht sind. Es gibt dort einen Vergnügungspark, einen Zoo und Spiel-Arkarden, alles inmitten einer wunderschön angelegten, gepflegten Parkanlage. Für schwerkranke Kinder lässt er im Kino Zimmer mit allen nötigen medizinischen Geräten ausstatten, damit auch bettlägerige Kinder dort Filme ansehen können. In den nächsten Jahren, die Michael dort lebt, öffnet er sein Zuhause regelmässig für Gruppen sozial schwacher oder kranker Kinder, aber auch für Erwachsene, damit alle dort kostenlos einen unbeschwerten, sorgenfreien Tag verbringen können, ihre Krankheit für eine Zeit lang vergessen und einfach nur (oder wieder) Kind sein können.

Am 22 Mai 1988, während er sich für ein Konzert in Rom aufhält, besucht Michael das Bambino Gesù Kinderkrankenhaus. Er unterhält sich mit den Kindern und ihren Betreuern, verteilt Süßigkeiten, gibt Autogramme und überreicht dem Krankenhaus einen Scheck über 100.00 Dollar für die Krebsforschung.

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Besuch im Bambino Gesù Kinderkrankenhaus, 1988

Am 23 Mai 1988 wurde mitgeteilt, das 4000 Tickets der Bad-Tour Konzerte in England an den ITV Thelethon gespendet würden, die schliesslich 200.000 £ für das Great Ormond Street Children’s Hospital erbrachten.

Im Juni 1988 spendet Michael einen signierten Fedora-Hut für die T.J. Martell Foundatio for Leukemia, Cancer and AIDS Research, der für 4000$ versteigert wird.

Ebenfalls im Juni 1988 überreicht Michael in Rotterdam an die Organisation “Het Nationaal Jeugd Fonds”, einen Scheck über 125.000 Gulden

Am 16 Juli 1988, vor seinem 3. Konzert im Wembley Stadion, London, trifft Michael Prinzessin Diana und Prinz Charles von Wales und überreicht ihnen einen Scheck über 150.000$ für den Prince’s Trust (einer Organisation für benachteiligte Kinder), sowie einen weiteren Scheck über 100.000$ für das Great Ormond Children’s Hospital. Er überreicht Diana und Charles auch Bad-Tour-Jacken für ihre Söhne Prince William und Prince Harry, sowie einen Rahmen mit CDs seiner Solo Alben „Off the Wall“, „Thriller“ und „Bad“.

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Am 20 Juli besucht er das Great Ormond Children’s Hospital, und trifft sich mit schwerkranken Kindern und deren Eltern. Er verbringt viel Zeit mit ihnen, liest den Kindern Geschichten vor, überreicht Geschenke und gibt Autogramme.

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Besuch im Great Ormond Children’s Hospital

Am 29 August 1988, seinem 30. Geburtstag, gibt er in Leeds, England, ein Konzert, dessen Erlös er der „Give To Life“ Organisation spendet. Die Organisation setzt sich für umfassenden Impfschutz aller Kinder ein. Mit seiner Spende wurden Impfstoffe für 40.000 Kinder bezahlt. Michael spendete der Organisation 65.000£.

Im September 1988 wird der Zeichentrickfilm „The Flint Stone Kids“ gesendet, in dem der kleine Fred, Barney, Wilma and Betty alle möglichen Jobs annehmen, um sich Tickets für ein Michael Jackson Konzert zu kaufen. Michael stellte für den Film seinen Song Beat It zur Verfügung, dessen Text überarbeitet wurde. Der neue Text fordert Kinder dazu auf, sich von Drogen fernzuhalten: “They told the girl / Why don’t you step over here? / You wanna be cool, / Take a look in here. / They wanna do drugs / And their words are really clear, / So beat it! / You don’t need it! (Say no!)

Am 23 Oktober 1988 stellt Michael einen Scheck über 125.000$ an Mr. Esther Edwards und den Gründer von Motown, Mr. Berry Gordy, aus. Das Geld geht an die „Motown Museum Historical Foundation“ in Detroit, Michigan, und dient der Unterhaltung des Museums und ist die bis dahin höchste Spendensumme für diesen Zweck. Michael spendet ausserdem noch einen schwarzen Fedora, einen Kristall-Handschuh und ein Bühnenkostüm von 1972. Auch sein ein erstes Konzert, das er im Oktober in Rochester gibt, ist ein Benefiz Konzert für das Motown Museum.

Später im Jahr 1988 stellt Michael für ITV Telethon 4000 Tickets zur Verfügung, deren Erlös von 200.000£ dem “Hospital for Sick Children” in Great Ormond Street, London zu Gute Kommen. Michael besucht das Krankenhaus, bringt Geschenke mit, liest Geschichten vor und unterhält sich mit den Kindern und macht mit ihnen Fotos.

Im Dezember 1988 trifft Michael den 12-jährigen David Rothenburg, der 5 Jahre zuvor seinem Vater mit Kerosin übergossen und angezündet wurde. Der Junge hatte bis dahin schon etwa 50 rekonstruktive Operationen, war aber noch immer entstellt. Michael kannte David schon seit 1983 und er hielt mit David, der sich später Dave Dave nannte, sein Leben lang Kontakt. Er zahlte für seine Behandlungen und unterstützte ihn in dem er ihm z.B. auf Neverland anstellte.

2009, nach Michaels Tod, sagt Tom Mesereau über Dave Dave:

Auf seiner Beerdigung war Dave Dave (David Rothenburg) Michael hatte sich um ihn gekümmert und er (Dave Dave) redete auf der Trauerfeier darüber, welch eine liebenswürdige, ehrbare, großzügige Person Michael Jackson war. Ich habe mitbekommen, dass überall in der Welt solche Kinder waren für die er das tat. Benachteiligte und kranke Kinder. Michael hat Schecks geschrieben, aber niemand hat darüber berichtet. Er hat es nicht getan, um damit bekannt zu werden, er hat es getan, weil es von seinem Herzen kam.”

 Artikel über Dave Dave

Im Januar 1989 spendet Michael die Erlöse eines Konzerts in Los Angeles an Child Help USA, einer Hilfsorganisation die sich gegen Missbrauch von Kindern einsetzt,

Im Januar 1989, zum Abschluss der Bad World Tour, stellt Michael in Zusammenarbeit mit der „Children’s Wish Foundation“ jeweils 100 Tickets für schwerkanke Kinder für jedes seiner letzten 5 Konzerte in LA zur Verfügung. (Januar 16, 17, 18, und 26, 27)

Die Erlöse eines seiner letzten Konzerte der Bad Tour in Los Angeles, wurden an Childhelp USA gespendet – die größte gemeinnützige Organisation, die sich für die Vermeidung von Kindesmissbrauch in Amerika einsetzt. Childhelp USA richtete aufgrund von Michaels großzügiger Spende das “Michael Jackson International Institute for Research on Child Abuse” mit Sitz in Süd Kalifornien ein.

Im Januar 1989 trifft Michael seinen 10-jährigen Fan Andrew Wigglesworth backstage vor seinem seiner letzten Konzert in LA. Michael macht, zusammen mit Bubbles, Fotos mit dem Jungen, der durch einen Tumor ein Bein und eine Niere verlor. „Er war einfach völlig beeindruckt“, sagt Andrews Mutter später über das Treffen.

Michael und Andrew Wigglesworth, jan 1989

Michael und Andrew Wigglesworth

Während der gesamten Bad Tour (sowie auch während seiner anderer Touren,  trifft sich Michael vor jedem Konzert hinter der Bühne mit kranken Kindern der jeweiligen Region. Er macht mit den Kindern Fotos, und gibt Autogramme.

Jeden Abend kamen Kinder auf Tragen. Sie waren so krank, dass sie kaum ihre Köpfe halten konnten, Michael kniete sich vor die Tragen und legte seinen Kopf ganz dicht an den der Kinder, sodass er ein Foto mit ihnen machen konnte und schenkte ihnen dann einen Abzug davon, damit sie sich an diesen Augenblick später erinnern konnten. Ich konnte damit nicht umgehen. Ich ging ins Badezimmer und weinte. Die Kinder blühten in seiner Gegenwart auf. Wenn er ihnen damit ein paar Tage Energie schenkte, war es Michael das Wert.“

(Seth Riggs, zitiert von Joe Vogel in „Earth Song-Inside Michael Jacksons Magnum Opus“)

Michael lädt sozial schwache Kinder mit ihren Eltern zu seinen Konzerten ein. Er sorgt dafür, dass Geschenke für Kinder, die er in Waisenhäusern und Krankenhäusern besucht, gekauft werden und kümmert sich selbst darum, dass diese auch funktionieren. Sein Stimmtrainer Seth Riggs berichtet auch darüber, wie Michael nachts Batterien in Spielzeuge einbaute, und ihre Funktion testete, damit die beschenkten Kinder am nächsten Tag nicht enttäuscht wären. Michael spendet an Krankenhäuser, Waisenhäuser und andere Organisationen. Für jedes Konzert spendet er 400 Tickets, die von Kranken- und Waisenhäusern und anderen Organisationen an Kinder verteilt werden. Er nimmt auch bei jedem Konzert Kinder mit auf die Bühne, die von Krankenhäusern oder Organisationen wie „Make a Wish“ ausgewählt werden.

Als wir während der Bad Tour in Europa waren, gingen wir in jeder Stadt, die wir besuchten, in ein Kinderkrankenhaus und kauften ihnen neues Equipment. Nicht nur in ein Krankenhaus, während der ganzen Tour, sondern in jeder Stadt! Da gab es einmal einen kleinen Jungen, der im Sterben lag und dieser Junge wollte Michael kennenlernen. Und Michael ging hin. Das Kind strahlte, es war erstaunlich. Ich stellte mich in eine Ecke, ich weinte, ich konnte das nicht ertragen und Michael kam zu mir, legte seinen Arm um mich und sagte: „Du musst wissen, Frank, das ist unser Job außerhalb der Bühne. Es ist unser Job, jemandem ein gutes Gefühl zu geben.“ Daran glaubte er, daran glaubte er absolut.“

(Frank Dileo, Michaels Manager während der Bad-World-Tour, The Man Behind The Myth *2)

Am 7 Februar 1989 besucht Michael die “Cleveland Elementary School” in Stockton, Kalifornien, sowie die Eltern und Kinder einer nahegelegenen Methiodisten Kirche und verletzte Kinder in Krankenhäusern. Drei Wochen zuvor hatte ein Killer 100 Schüsse auf einen Spielplatz der Stadt abgefeuert und sich anschliessend selbst getötet. Fünf Kinder wurden ermordet und 39 verletzt. Michael besuchte Stockton, um die überlebenden Kinder nach ihrem traumatischen Erlebnis zu unterstützen und aufzumuntern.

Die 8-jährige Thahan Tran, die bei dem Massaker ihren jüngeren Bruder verlor, spricht darüber, wie sich Jacksons Besuch auf sie auswirkte:

Ich wollte nicht mehr zurück in die Schule gehen, aber Michael erreichte, dass es wieder ok ist, dorthin zu gehen. Wenn er dorthin kommt, dann muss es auch für uns sicher sein. Michael ist mein Freund, und ich freue mich darüber.“

Laut der Sozialarbeiterin Diane Batres gibt Thahan damit auch die Empfindungen der anderen Kinder wieder. Sie sagt über Michaels Besuch:

Es war sehr liebenswürdig von ihm, uns zu besuchen. Er brachte viele Geschenke mit, und hielt die Kinder in seinen Armen. Er war aufrichtig besorgt und drückte seine Trauer aus.“

Michael besucht auch das “San Joaquin General Hospital” und unterhält sich mit den verletzten Kindern die dort behandelt werden. Die 7-jährige Alice Montejano sagt danach: “Ich habe jetzt keine Angst mehr davor, zur Schule zu gehen. Michael wrid diese bösen Männer fern halten.”

Der stellvertretende Bürgermeister von Stockton sagt über Michaels Besuch:

„Es gibt keine Worte um auszudrücken, welche Turbulenzen unsere Stadt die letzten Wochen durchgemacht hat. Michael Jacksons Besuch hat uns etwas dabei geholfen, das alles zu bewältigen.“

Stockton 1 1989 Trahan

Michael mit Thahan Tran

Am 5 März 1989 lädt Michael über die Organisation “Saint Vincent’s Home for Dysfunctional Children” und “Big Brothers and Big Sisters Programs” 200 Kinder dazu ein, mit ihm in Santa Barbara den Zirkus Vargas zu besuchen. Anschliessend sind sie noch auf seine Neverland Ranch zu einem Zoobesuch eingeladen.

Im Juli 1989 ist Michael Teil eines Werbespots für Claifornia Raisins. Der Spot ist eine Knet-Animation Michaels als „Rosine“, die „I Heard it Through the Grape Vine“ von Marvin Gaye singt. Michael erhält für den Werbespot, an dessen Gestaltung er auch kreativ mitarbeitet, 25.000$, die er für Wohltätige Organisationen spendet.

Am 13 November 1989 tritt Michael beim später im Jahr ausgestrahlten 60th Anniversary TV Special für Sammy Davies Jr. auf und performt „You Were There“, einen Song für Sammy, den er zusammen mit Buz Kohan eigens dafür geschrieben hat. Die Erlöse aus der Show, 250.000$, unterstützen den United Negro College Fund.

Am gleichen Tag ist er auch Gastgeber für 50 Kinder der Maclaren Hall und der Make A Wish Foundation, die seine Ranch besuchen. Der 4-jährige, an Leukämie erkrankte Darian Pagan, ist von der Organisation Wishes Granted dazu eingeladen, Michael persönlich zu treffen und mit ihm eine Akrobaten Show anzusehen.

Michael sagte später über sein Treffen mit David: „Er ist genauso schüchtern, wie ich. Es macht mich stolz, dass das hier sein Traum war und bin glücklich, ihn wahr werden zu lassen.. es ist Teil meiner Gabe jeden glücklich zu machen und besonders solchen Kindern etwas Freude zu schenken. Mein Traum ist es, eine Tour zu machen und alle Kinder der Welt zu sehen, alle hungrigen Kinder. Stellt euch das nur vor…“

Darian Pagan 1989

Michael mit Darian Pagan

Am 28 Dezember 1989 besucht Ryan White, der sich durch eine Bluttransfusion als Kind mit HIV angesteckt hat, auf Einladung Michaels die Neverland Ranch. Michael bleibt mit Ryan bis zu dessen Tod im April 1990 in Kontakt. In seinem Buch Dancing The Dream veröffentlicht Michael später ein Gedicht für Ryan und für sein nächstes Album Dangerous, nimmt er in Erinnerung an Ryan Gone Too Soon auf.

Mj & Ryan 1989

Jeanne White Ginder, die Mutter von Ryan White erinnert sich:

Was auch immer war, ich habe nie gezögert, Ryan Zeit auf Neverland verbringen zu lassen. Er ging nach Weihnachten 1989 zum ersten Mal alleine dort hin. Alles beruhte auf gegenseitigem Vertrauen. Ryan rief mich an und ich fragte ihn: “Was hast du heute gemacht?” Er sagte: “Oh, heute Nacht haben wir 3 Stunden lang die “Three Stooges” angesehen. Ryan war 18 Jahre alt. Ryan war schon etwas erwachsener für sein Alter und Michael war viel mit jüngeren Kindern zusammen und es interessierte ihn sehr, was Ryan mochte, was einen 18-Jährigen interessierte. Michael liebte Kinder, es interessierte ihn nicht, welche Rasse, welche Hautfarbe oder welches Handicap oder welche Krankheit sie hatten. Er liebte einfach alle Kinder. Michael kaufte Ryan einen 1989er Mustang – und einfach nur die Freude auf seinem Gesicht zu sehen… Aber das Schönste, was Michael für ihn tat, war das Gone Too Soon Video…

Oh mein Gott, das Auto stand, während der Trauerfeier, an der Michael teilnahm, draussen und die Leute warfen Blumen, jeder musste ein Andenken da lassen. Meine Tochter Andrea und Michael gingen in das Auto und Michael startete es und „Man In The Mirror“ erklang… und die kleinsten Dinge konnten Michael so glücklich machen. Du konntest es in seinen Augen sehen, er lächelte von einem Ohr zum anderen und er sagte: “Ich war der letzte Mensch, dem Ryan zuhörte”. Und ich sagte “Ja”, denn Ryan spielte „Man In The Mirror“ immer und immer wieder.

Drei Tage nach der Beerdigung rief Michael mich an und fragte, wie es mir gehe. Und ich fragte ihn: “Michael, was hat dich und Ryan so eng verbunden?” Er sagte: “Weißt du Jeanne, die meisten Menschen können nicht ausblenden wer ich bin, deshalb benimmt sich niemand in meiner Nähe normal.” Er sagte: “Ryan wußte wie ich behandelt werden wollte, nämlich genauso normal, wie auch er behandelt werden wollte.” Und er sagte: “Vertrauen, Jeanne, ich kann niemand vertrauen, jeder will etwas von mir. Weißt du, ich habe Ryan versprochen in meinem nächsten Video mitzuspielen. Aber jetzt ist er fort, ich kann ihn nicht mehr ins Video nehmen, aber könnte ich ein Video für ihn machen?” Und ich sagte: “Es ist unglaublich, du würdest ein Video machen?” Und Michael machte das Gone Too Soon Video, eine Erinnerung für die Ewigkeit.

Artikel Ryan White


– Fortsetzung folgt –

Quellen unter anderem:  Charity – True Michael Jackson  und Michael Jackson’s Legacy, Humanitarian Work 

David LaChapelle – “American Jesus”

David LaChapelle – American Jesus

Nach Michaels Tod, 2009, erschuf der Fotograf und Künstler David LaChapelle diese Serie aus 3 Fotografien mit dem Titel: American Jesus (The Beatification: I’ll never let you part, for you’re always in my heart / Archangel Michael: And no message could have been any clearer / Pietà: Hold me, carry me boldly)

Als Modell für die Serie, die auf Hawaii fotografiert wurde, diente La Chapelle der MJ-Impersonator Carlo Riley. LaChapelles Werke sehen oft aus wie Gemälde, oder Photoshop Arbeiten, sind aber immer Fotografien, die er bis in jedes kleinste Detail „live“ arrangiert und inszeniert.

Im folgenden sind mehrere Aussagen von David LaChapelle zu seiner Fotoserie „American Jesus“ und zu seiner Sicht von Michael Jackson zusammengetragen und übersetzt. Sie stammen aus Interviews und Lesungen, die David seit 2009 zu dieser Foto-Serie gegeben hat. (Quellen/english version am Seitenende)

…………………………………

>> Er war ein Mensch der biblische Extreme lebte: Die berühmteste Person der Welt, auf fast hingebungsvolle Art geliebt, der dann in das tiefste Tief der Gesellschaft abstürzte; er wandelte sich von einem dunkelhäutigen Schwarzen in einen hellhäutigen und während all dem sang er diese heilsamen Lieder. In dem Interview mit Martin Bashir sieht man ein kahlköpfiges , an Krebs erkranktes Kind. Später sieht man ihn noch einmal, und es geht ihm viel besser, und seine Familie sagt, dass Michael ihn geheilt hat. Ich bin katholisch, und das Heilen von Kranken ist ein Kriterium der Heiligkeit. Ich sage nicht, dass er wirklich ein Heiliger war, aber er war so überirdisch und erfüllt auf jeden Fall die Kriterien des Märtyrertums. Er hinterfragt all diese Aspekte von Geschlecht und Rasse, die wirklich heisse Themen unserer Gesellschaft sind. Warum kann ein Mann nicht die Hand eines Kindes halten? Muss es erotisch gesehen werden? Ich denke, das sagt genau soviel über unsere Gesellschaft aus, als über ihn.

Für das Foto habe ich einen Michael Jackson Impersonator benutzt. (Carlo Riley, Anmerkung) Ich habe viele Wochen damit verbracht, die Pixel so zu verschieben, um das Gesicht von Michael Jackson von ca 1990 zu erschaffen. Es ist eine Fotografie, aber es ist kein Portrait, es ist eine neue Definition dessen, was ein Foto ist. Wir verbrachten sehr viel Zeit mit den Details, und es besteht kein Zweifel daran, dass es Michael Jackson ist. Aber er hat nie selbst dafür Modell gestanden. Es war ein seltsames Konzept. In gewisser Weise war es, wie ein Gemälde zu erstellen. Anschliessend war es Zeit, wieder zu den anderen Dingen zurückzukehren, den Collagen.<<

(1 – LaChapelle / Interview Magazine, 2009)

Archangel Michael- And No Message Could Have Been Any Clearer 1990 Chromogenic Print © David LaChapelle

Archangel Michael: And no message could have been any clearer

>>Sein Tod lehrt uns über Verachtung und Verurteilung. Es ist ein Beweis der unnatürlichen Angst unserer Gesellschaft vor allem, was anders ist. Er beleuchtete die grundliegenden Vorurteile gegenüber Geschlecht und Hautfarbe. Er entlarvte unser Bedürfnis, diejenigen zu stürzen, die wir zuvor bewundert haben; unser Bedürfnis dabei zuzusehen, wie der größte Star, mit den größten Errungenschaften so tief stürzt, bis es die Hölle auf Erden sein musste. Wir drängten dem reinen Herz unsere Perversionen auf – eine moderne Hexenjagd, im Fernsehen ausgestrahlt.

Er schien androgyn zu sein, schon als junger Mann zeigte er eine Mischung seiner männlichen und weiblichen Seite. Auch wenn er sehr aggressiv und männliche Darbietungen zeigte, konnte er auch fliessend Ambivalenz darstellen – er hatte definitiv diese Magie, die wie ein naturgegebener Segen auf die Sicht der Welt ist, und seine Anziehungskraft so groß machte. In manchen Kulturen wird Andersartigkeit gefeiert, in anderen verboten. Für Entertainer gibt es weniger strenge Vorstellungen. Aber aufgewachsen als Zeuge Jehova und weltlicher Performer mit pluralistischer Sichtweise, musste es eine Herausforderung sein. Fakt ist, er war eine übernatürliche Erscheinung, und es ist unmöglich sich vorzustellen, wie viel Freude diese Musik der Welt gegeben hat, wenn man all die vielen Stunden zusammen nimmt, die Menschen ihr zugehört und darauf getanzt haben.<<

(2 – LaChapelle / Flaunt Magazine, September 2009)

>>Letztendlich war es eine moderne Hexenjagd. „Die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Michael Jackson“. Berichten zufolge der teuerste Gerichtsprozess gegen eine Einzelperson, die den Steuerzahler 80 Millionen Dollar kostete. Und sie fanden nichts.

Vielmehr ist es so, dass man, wenn man die Prozessmitschriften liest, erkennt, dass diese Farce niemals vor Gericht hätte kommen dürfen. Die Anklage fand nichts und die Beschuldigungen gegenüber Michael Jackson waren falsch und abscheulich. Der Hauptankläger schien einen persönlichen Rachefeldzug gegen Michael zu führen. Die Geschworenen befanden ihn unschuldig – der Fall wurde geschlossen.

Warum wollen wir sehen, wie unser einst geliebtes Idol abstürzt? Der Absturz von höchster Höhe in die dunkelste Tiefe? Warum freut man sich wenn, man die Zerstörung eines anderen Menschen beobachtet? Wie Michael es ausdrückte: Es beginnt mit dem Mann im Spiegel, wir müssen auf uns selbst sehen, und diese wichtige Frage beantworten.<<

(3 – LaChapelle / Tel Aviv Museum of Art Solo Exhibition, 2010)

LaChapelle

The Beatification: I’ll never let you part, for you’re always in my heart

>>Er war ein unschuldiger Mann, es besteht kein Zweifel daran, dass Michael völlig unschuldig war. Deshalb ist es eine Tragödie, dass wir diesen großartigen Künstler verloren haben. Und sein Leben ist biblisch oder episch, in dem Sinn dass er der berühmteste Mensch der Erde war und dann mit dem Schlimmsten beschuldigt wurde, das es gibt: pädophil zu sein. Und das zu überleben – manche sagen jetzt sicher: „Aber er ist doch gestorben“ – aber er war ein Held, weil er das bis zu seinem 50. Lebensjahr überlebt und all diese Last solange ertragen hat.

Und dann seine Vitiligo, die seine Haut fleckig werden lies. Vitiligo lässt deine Pigmente verschwinden und so hatte er mehr weiße Stellen in seinem Gesicht, als dunkle, und deshalb bleichte er es einheitlich weiß. Und die Leute sagen dann: „Oh, er wollte weiß sein.“

Michael hatte sicher ein paar plastische Operationen, deshalb sah er anders aus. Ich denke, er wollte auf der Bühne wunderbar aussehen, und das tat er. Und wir verspotten das, was anders ist, als wir selbst, das, was wir nicht verstehen. Wir fürchten uns vor dem, was wir nicht verstehen oder was anders ist, als wir selbst. Man sagt, es gibt etwa 30 Kategorien des menschlichen Gesichts, in die jeder von uns eingefügt werden kann. Und jetzt haben die Leute die Möglichkeit, 40 Kategorien zu erschaffen, Kategorien, die in der Geschichte der Kunst zuvor nie gesehen wurden. Und diese Menschen haben heute die Technologie, ihr Gesicht in etwas völlig neues umzuwandeln, das wir nie zuvor gesehen haben. Es könnte also sein, dass auch so etwas dazu beigetragen hat, dass wir so hart über ihn urteilten und ihn vorverurteilten. Er war unschuldig, er hatte nichts getan. Und von diesem Level an Berühmtheit und Beliebtheit wurde er zu dieser Witzfigur gemacht… und er war ein großartiger Künstler, der uns soviel gab. Nach seinem Tod fand man heraus, dass er 400 Millionen Dollar an wohltätige Organisationen gespendet hatte und Kalifornien gab 80 Millionen Dollar dafür aus, ihn vor Gericht zu bringen. Diese Sache hätte niemals vor Gericht kommen dürfen.

Diese Bilder sind für mich seine wahre Essenz, der wahre Michael. Michael, der Erzengel. Ich sage nicht, dass er eine religiöse Figur ist, oder ein Heiliger. Aber ich glaube, er ist so dicht daran, wie es nur geht. Jemand, der wirklich wie ein Engel war, uns all dies wunderbare Musik gab und immer nur die reinsten Absichten hatte – und wir haben ihn dafür verurteilt und gekreuzigt.<<

(4 – LaChapelle / Lesung in Stockholm, Schweden, Dezember 2012.)

>>Michael wollte auf der Bühne wunderbar aussehen, wie ein Gemälde, und für seine Fans schien er ein Engel zu sein. Er hatte immer nur die besten und wunderbarsten Absichten – aber wir entschieden, ihn zu verurteilen und zu kreuzigen. Seine geheimgehaltenen Spenden an wohltätige Organisationen summierten sich auf über 400 Millionen – erst nach seinem Tod wurde das öffentlich. Und Organisationen für Kinder und Krankenhäuser, wie das Michael Jackson Burn Center in Los Angeles, sind ein Beweis seiner engelsgleichen Seite, die traurigerweise von den mainstream Medien ignoriert wurde.<<

(5 – LaChapelle / Lesung Fotografiska in Stockholm, Sweden – 2013)

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American Jesus (Pietà): Hold me, carry me boldly

>>Die Pietà ist wohl die berühmteste und am häufigsten dargestellte Todes-Szene der Kunstgeschichte, weit zurück bis zu den ersten biblischen Abbildungen. Viele Künstler haben eine Pietà geschaffen und für mich bedeutet sie das symbol für den größten Verlust. Eine Mutter, die ein Kind verliert, es kann keinen größeren Verlust geben. Und diese Idee greife ich auf, ich habe schon mehrmals eine Pietà geschaffen. Und hier ist Michael Jackson in den Armen von Jesus. Wir verloren diesen großartigen Künstler, und für mich ist er ein Märtyrer unserer Zeit, ein Mensch, der der Welt so viel gab.

Es ist unglaublich, wie eine derart berühmte Person, weltberühmt, auf der Spitze seiner Karriere wahrscheinlich die berühmteste Person der Welt, dann zu einem Monster gemacht wurde – und es war nicht wahr. Alles ging nur um Gier. Alles was man tun muss, ist die Gerichtsmitschriften zu lesen, als er vor Gericht unschuldig befunden wurde. Es war der teuerste Prozess der USA gegen eine Einzelperson. Nicht gegen einen Terrorist – gegen Michael Jackson. Die USA gaben 80 Millionen Dollar aus, um etwas herauszufinden, was er getan hatte – und natürlich konnten sie nichts finden. Es war eine moderne Hexenjagd, im Fernsehen übertragen. Und wir müssen uns fragen, was reizt uns daran, einen Menschen auf ein hohes Podest zu stellen, und zu sehen, wie anschliessend die Tabloid-Presse wie ein nie endender Albtraum für ihn wird? Und warum gefällt es uns, unsere einstigen Helden leiden zu sehen und ein bizarres Vergnügen an ihrem Untergang zu finden?<<

(6 – LaChapelle / Interview, Museum Groningen, 2018)

Quellen:

1 – Interview Magazine: http://www.interviewmagazine.com/blogs/art/2009-09-14/david-lachapelle-rape-of-africa-/

2 – “His death teaches the world about condemnation and judgment. It proved our society’s unnatural fear of anything that’s different. He illuminated basic prejudices like gender and skin color. He exposed our need to topple those we once adored; our need to witness the brightest star, highest achiever, fall to the depths of what must have been a living hell. We imposed our perversions on the pure of heart – a modern day televised witch hunt. He seemed to be androgynous, from when he was a young male and female sides a mixture of both. Although he has an aggressive masculine delivery he could also flow and present ambiguity -definitely had that magic, which seemed to be a kind of naturalness a blessing for which to see the world through – and made his appeal so broad —In some cultures this otherness is celebrated, some forbidden -for an entertainer there are less rigid perceptions –For being raised a Jehovah’s Witness … and secular performer with a pluralistic POV it must have been challenging -The facts are: he was a supernatural phenomenon – and it’s incalculable to realize how much joy that music, if you put together all those hours of people listening and dancing to it, has given the world.”
– David LaChapelle speaking with FLAUNT Magazine in September 2009

3 – “In the end,  this modern day witch hunt —“the people of the United States of America -against Michael Jackson” reportedly the most expensive court case in US history against an individual cost taxpayers $80 million.
…And they found nothing … In fact, if one reads the court transcripts, which are currently available to the public upon request, one will find this farce should never have gone to trial in the first place. The prosecution found nothing and the accusations against Michael Jackson where false and of the most heinous nature. The main prosecutor seemed to have a personal vendetta against Michael. The jury found him innocent of all charges -the case closed-
What is it in our nature that wants to see the once beloved idol’s demise? The fall from the greatest heights to the darkest depths? Why do we get enjoyment out of watching the destruction of another human being? Like Michael said, it starts with the man in the mirror, we need to look at ourselves and ask this important question.”

– David LaChapelle speaking at the Tel Aviv Museum of Art Solo Exhibition lecture in 2010

4 – The famous american photographer David LaChapelle had an exhibition and a lecture in Stockholm, Sweden in december 2012.

https://www.youtube.com/watch?v=bLAPk6wvPwM

He was an innocent man, there’s no doubt that Michael was completely innocent. So the tragic is that we’ve lost this great artist. And his live is like biblical or epic in a sense of that we have the most famous person on the planet and then brought down to the level of the worst thing you can be accused of, being pedophile. So to survive that – some may seay but he died, but he was a hero because he lived the 50th. – and carry that burden.

And also his vitiligo that turned his skin blotchy… vitiligo is when the pigment dissapears from peoples skin, and so he had more white blotches on his face than dark, so he bleached it all white, and people say, „oh, he wants to be white“. Michael did, like some plastic surgery, so he looked differently. I think he wanted to look beautiful on stage which he did. And we mock what is different from us, which we don’t understand. We fear what we don’t understand or what is different from us. They say that there are 30 categories of the human face that each one of us falls into, and people now have the ability to create the 40th category, you know, which is never been seen, in art history… so these people have the technology today to actually make their face in something brand new that we’ve never seen before. So maybe that was part of the reason too why we judged him so harshly and convicted him before. He was innocent, he hadn’t done anything. You go from that level of fame to be beloved all over the world, becoming this joke and to be persecuted to the level which he was… and to be such a great artist who gave us so much, you know, after he died we found out that he gave 400.0000 $ to childrens charities and California spent 8 Million $ in trying to prosecute him. This thing should never have gone to trial…

These images I feel is the true essence, the true Michael. Michael the archangel. I’m not saying that he is a religious figure or a saint but I think he is as close as we get, someone who was that incredible angel, giving us this great music and really having pure intentions and we just chosed to kind of persecute him. And crucified him.“

5 – „Michael wanted to look beautiful on stage like a painting and he appeared to his fans as a real angel. He had the most beautiful intentions and we decided to persecute and crucify him. In fact – his secret charitable donations which came to over 400 million – discovered after his death and children’s charities and hospitals like the Michael Jackson burn center in Los Angeles (listed in the Guinness book of world records) proves this angelic side to him – sadly ignored by mainstream media.“

– David LaChapelle lecturing at Fotografiska in Stockholm, Sweden, 2013

6 – https://vimeo.com/282271139

The Pietà is in art history probably the most famous and often repeated death scene going way back to the very first biblical images. Many artists have made their Pietà and so the Pietà for me has become a symbol of greatest loss. A mother losing a child, there can be no greater loss. And so taking that idea – I’ve done the Pietà several times. And here is Michael Jackson in the arms of Christ. We lost that great artist and to me he’s a modern day matyr and someone who gave the world so much… It’s amazing how someone so famous, world famous – probably the world famoust person at the hight of his career, who was then turned into this monster and it was not true. It was all about greed. All you have to do is to read the transcripts when he’s found innocent in the trial… the most expensiv trail in the U.S. History against an individual. It was not against a terrorist – it was against Michael Jackson. People versus… the U.S. versus Michael Jackson. The U.S. spent over 80 Million dollars to find something what he’d done, which they couldn’t find anything. And you know, it was a modern day witch hunt, televised. We have to ask ourselves, why do we like to put people up so high and then all the tabloid was just this never ending nightmare for him? And why we enjoy watching people suffer which once were heroes and somehow take this bizzare pleasure in their down fall?

– David LaChapelle, Interview Museum Groningen 2018

http://www.lachapellestudio.com/portraits/paris-jackson/

2017 fotografierte LaChapelle auch Paris Jackson für ein Interview mit dem Rolling Stone

2015 kreierte er das offizielle Video für den Queen /Freddie Mercury/Michael Jackson Song „There Must Be More To Life Than This“

LaChapelles Bilder sind auch Teil der aktuellen Ausstellung „Michael Jackson On The Wall“ der National Portrait Gallery, London

https://www.npg.org.uk/whatson/michael-jackson-on-the-wall/exhibition/

Mehr über David LaChapelle:

https://www.zeit.de/zeit-magazin/mode-design/2017-10/david-lachapelle-lost-found-good-news-anthologie

Übersetzungen: M.v.d.Linden

Debra Willis über ihre Freundschaft mit Michael – Interview von Larry Nimmer

Übersetzung eines Gesprächs mit Debra Willis, aufgezeichnet von Larry Nimmer, am 30.6.2018. Ich empfehle, das Video auf jeden Fall anzusehen, denn Debra berichtet oft sehr emotional – etwas, was bei einer schriftlichen Wiedergabe schwer zu vermitteln ist und deshalb nicht wirklich rüberkommt.

Larry Nimmer ist der Filmemacher, der für den Prozess 2005 von Michaels Verteidigungsteam beauftragt wurde, einen Film über die Neverland Ranch zu machen. Tom Mesereau wollte der Jury vermitteln, was Neverland für ein wunderschöner, heilsamer Ort ist. Da der Richter nicht erlaubte, dass die Jury sich davon vor Ort überzeugen konnte, wurde Nimmer beauftragt, einen Film zu erstellen, der anschliessend der Jury gezeigt wurde. („Larry Nimmer: The Untold Story Of Neverland“)

Debra Willis: Ich traf Michael 1998 in New York City. Ich war als Security tätig und er kam zum einkaufen, für seine Kinder, denn er sah sich Spielsachen an.

Ich war also Security in einem Spielwarenladen in der Miracle Av./ 34 Street. Er kam herein, um etwas für seine Kinder einzukaufen, und man hatte ihm gesagt, dass ich seine Begleitung sein würde, zusammen mit seinen eigenen Leuten. Wir liefen durch verschiedene Abteilungen und kamen dahin, wo es Furby gab. Das kleine Tier, das kicherte, herumspringen oder mit den Augen wackeln konnte. Und Michael wußte offensichtlich nicht, wie dieses Spielzeug funktionierte. Ich fragte, ob ich ihm helfen könne und nahm es, und als es zum anfing zu kichern und herumzuhüpfen, erschreckte er sich. Aber er lachte dann, und ich lachte auch.

Anschliessend redeten wir für die nächsten 1,5 Stunden…

Larry Nimmer: Worüber habt ihr gesprochen?

DW: Zu dieser Zeit war mein ältester Sohn in einer Klinik für Gelenkerkrankungen. Er hatte nur ein Jahr zuvor eine Operation am Rückgrat. Er hatte eine schwierige Operation und war lange auf der Intensivstation. Und ich denke, irgendwer hatte Michael erzählt, dass mein Sohn krank sei. Ich denke, es war die Frau, die hinter uns war, sie sagte zu ihm: „Ihr Sohn ist krank.“ Er hielt sofort inne und begann, mir Fragen zu stellen. Und als ich zu erzählen begann, sagt er: „Du bist aber nicht aus New York“ Und ich antwortete: „Nein.“ Er stellte dann viele Fragen, über die Operation, ob sie erfolgreich war und solche Dinge.

Später, als er wieder ging, küsste er mich auf die Hand und die Wangen, er war sehr nett und liebevoll. Er sagte, er würde für meinen Sohn beten und entschuldigte sich, dass er meinen Sohn nicht besuchen könne. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Er fragte nach meiner Telefonnummer und sagte, wir würden in Kontakt bleiben, und das war’s.

Dann, am 23 Dezember, also etwa 3 Wochen später, rief er an. Ich ging ans Telefon und fragte wer da sei, und er antwortete Michael Jackson, und ich legte auf. Nach ein paar Minuten rief er wieder an, sagte wieder ‘Hallo’ – aber ich dachte immer noch, es sei ein Scherz, es seien Kollegen von der Arbeit. Es waren ja auch andere dabei gewesen…

Ich legte also wieder auf, und dachte wirklich, es sind die Kollegen, und er rief ein drittes Mal an. Dieses Mal fragte er: „Wie geht es deinem Sohn“. Und dann wurde es mir klar… Oh wow… meine Knie begannen zu zittern als mir klar wurde, dass er es wirklich ist. Ich entschuldigte mich mehrmals, aber ihm gefiel es. Wir redeten dann eine Weile und dann hörte ich nichts mehr von ihm bis etwa Februar. Etwa um den Valentinstag herum, denn er schickte mir Blumen. Er dankte mir für die Freundschaft, und ich fand das wundervoll. Er rief dann etwa 1x pro Monat an, manchmal auch erst nach 2 Monaten.

LN: Worüber habt ihr euch unterhalten?

DW: Wir sprachen über alles mögliche. Natürlich fragte er immer, wie es meinem Sohn gehe. Denn mein Sohn ging nach dem Krankenhausaufenthalt in eine Reha. Er musste alles neu lernen, er musste neu laufen lernen, oder lernen, wie man einen Löffel hält.. all die Dinge, die wir für selbstverständlich halten, musste er von neuem lernen. Er hatte Skoliose, deine Wirbelsäule ist dann S-förmig verbogen. Und er hatte einen kleinen Buckel, so dass er etwas nach vorne gebeugt war. Er war zu der Zeit erst 11 Jahre alt.

Michael rief also immer wieder an, wir redeten und ich fragte nach seinen Kindern… Immer wenn er nach New York kam, gab er Bescheid, wo er sich aufhielt. Ich brachte auch meine Mutter von North Carolina mit zu ihm, … das war zu der Zeit, wo ich noch nicht wußte, dass er sich oft verkleidete. Er verkleidete sich, und kam zu unserem Hotel. Wir hatten eine Zeit ausgemacht, und es wurde 7:20, 7:30, aber Michael erschien nicht. Und ein paar Minuten später klingelte es an der Zimmertür. Ich guckte raus, und meine Mutter sagte: “Mach bloß nicht einfach die Tür auf, wir sind in New York!“ Aber ich tat es trotzdem und draussen stand ein Mann. Ich fragte, ob ich ihm helfen könne, und er antworte nicht. Und Mutter sagte immer noch, „Mach nicht die Tür auf!“ Dann klingelte mein Telefon, und seine Security war dran und sagte: „Mr. Jackson würde gerne herein kommen.“ Ich war völlig baff – ich sah wieder den Mann an, und ich konnte einfach meinen Augen nicht trauen! Er sah aus, wie ein alter Mann, mit grauen Schläfen und einer runden, goldenen Brille, einem kleinen Schnurrbart, einfach verrückt. Aber wenn du dir die Augen angesehen hast, dann konntest du erkennen, dass er es war. Aber ansonsten… Als er dann hineinkam, stellte ich ihn meiner Mutter vor, und sie sagte zu ihm: „Junger Mann, du siehst aber überhaupt nicht so aus, wie auf all den Fotos!“ Und die beiden verstanden sich sofort! Es war verrückt.

Danach trafen wir uns, wenn er nach New York kam. Meine Mutter hatte eine Tante in New York, und manchmal trafen wir uns dort. Er brachte auch seine Kinder mit, die zu der Zeit noch klein waren. Meine Mutter behandelte einmal Paris’ Husten. Paris war ungefähr 3 oder 4. Michael sagte, er habe schon alles versucht, und meine Mutter sagte, es sei nur ein Reizhusten, und probierte es mit einer Mischung aus Honig und Zucker. Und es funktionierte.

LN: War er ein guter Vater?

DW: Er war wundervoll! Wenn du ihn hingebungsvoller Vater nennen würdest, müsstest du bei ihm sagen, ein 20-fach hingebungsvoller Vater… oder 1000-fach… er war einfach wundervoll! Und damals waren es nur Prince und Paris.

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Er besuchte auch einmal Virgina. Und wir trafen uns auch dort. Manchmal war er auch für ein paar Tage in New York, einmal auch im Juli 2002, da blieb er für 3 Tage und ich und meine Mutter verbrachten einige Zeit mit ihm während dieser 3 Tage.

LN: Hast du ihn auch in seinem Haus in NY besucht?

DW: Meistens war es in Hotels, oder er kam zu uns. Aber einmal besuchte ich ihn auch in seinem Appartement Downtown. Auf der Eastside.

LN: Über was hast du dich mit Michael unterhalten?

DW: Einfach über alles. Über Kinder, über Spielsachen, Parks, Urlaubsreisen, darüber, wie Eltern mit ihren Kindern Ausflüge machen, Wanderungen… und er sagte immer, wie sehr es ihm gefallen würde, mit seinen Kindern für eine Woche in der Natur zu sein, ein Lagerfeuer zu haben und Marshmallows zu rösten. Er träumte von solchen Dingen, aber er sagte, dass sie das wohl leider nie erleben würden.

LN: Warum mochte er dich, was glaubst du? Weil du ein ganz normaler Mensch warst?

DW: Ich glaube, weil… als ich ihn 1998 traf, war mein Sohn wirklich sehr krank. Er hatte diese schwere Operation, es ging um Leben und Tod… die Operation dauerte 17 Stunden… lang und gefährlich. Also die meisten Leute hätten sicher damals gesagt: „Oh mein Gott, Michael Jackson! In diesem Laden hier!“ Sie wären ausgeflippt… Kann ich auch verstehen. Aber ich hatte zu dem Zeitpunkt ganz andere Dinge im Kopf. Und als wir anfingen, uns zu unterhalten… wie soll ich das erklären… wenn man ihm so nahe kam, fühlte es sich irgend wie an, als hätte man eine warme Decke um dich gelegt… es gab nichts, über das man nicht reden konnte oder was er nicht verstehen würde. Nichts. Und meistens sprachen wir über unsere Kinder, über das, was wir ihnen für die Zukunft wünschten. Wir sprachen auch ein bisschen über seine Musik, aber nicht über das Showgeschäft. Wir sprachen über Musik, die wir mochten.

Einmal hat er mir einen Streich gespielt… Es war im Waldorf Astoria. Er war dort. Und ich hatte zuvor, als wir uns darüber unterhalten hatten, welche Sänger wir mochten, den Fehler gemacht und ihm erzählt, dass ich Barry Gibb immer sehr mochte, einer der BeeGees. Ich war also für ein paar Stunden dort im Hotel, und er ging zum Telefon und rief jemand an. Er redet eine zeitlang, und ich sass ein gutes Stück von ihm entfernt, in dieser Penthaus Suite. Dann hat er mir gewunken, damit ich zu ihm komme und gab mir das Telefon. Ich fragte, wer das sei, denn ich wußte nicht, wer hier mit mir sprechen könnte. Ich nahm also das Telefon und hörte diesen himmlischen britischen Akzent: „Wie geht es dir?“ „Oh, mir geht es gut…“ Und dann sagte er: „Ich habe gehört, dass du meine Musik sehr magst.“ Oh mein Gott, ich bekam weiche Knie! Ich sah zu Michael hinüber und warf ihm einen Todesblick zu! Ich konnte nicht glauben, dass er das getan hatte! Wir sprachen dann vlt. für 5 Minuten und es war wundervoll, denn seit ich ein kleines Mädchen war, mochte ich die BeeGees – und Michael machte das hier möglich.

LN: Hast du noch andere Geschichten über Michael?

DW: Er gab mal ein Interview, es war nur ein kurzes, aber ich sagte ihm, dass ich solange raus gehen würde, aber er meinte, ich solle bleiben. Ich sagte ok, und setzte mich irgendwo hin. Ich hatte ein paar Päckchen Süßigkeiten dabei. Er sprach mit diesem Typ, er hieß Steve, an den Nachnamen erinnere ich mich nicht mehr, und er sah also, wie ich dieses Zeug in den Mund tat… er war zu neugierig und fragte, was das sei, welche Süßigkeit, und wollte etwas abhaben. Aber ich sagte „Nein“. Er liebe Süßigkeiten und er hat dann wirklich das Interview unterbrochen, aber ich gab ihm trotzdem nichts ab. Erst als er dann fertig war, und der Interviewer noch schrieb, sagte Michael wieder: “Gib mir was davon!“ Ich schüttete ihm etwas in seine Hand und er warf alles gleichzeitig in seinen Mund – und es waren Pop Rocks, dieses Zeug, das in deinem Mund “explodiert“ – und sein Gesichtsausdruck war unbezahlbar! Und der Interviewer, hinten an dem Tisch, konnte sich nicht mehr einkriegen. Das war meine Rache für den Anruf bei Barry Gibb.

Michael Barry All in Your Name

Michael und Barry Gibb im Studio,  2002

LN: Wie war er? War er eher erwachsen oder Kind-gleich?

DW: Die meiste Zeit war er eher Kind-gleich, er spielte gern, er spielte den Leuten auch gerne Streiche, mochte es aber nicht so sehr, selbst hereingelegt zu werden.

Es hing aber auch immer davon ab, über welches Thema wir sprachen. Er war sehr emotional. Er sagte, dass kein Kind auf dieser Welt hungrig ins Bett gehen sollte. Und als wir darüber sprachen, änderte sich sein ganzes Verhalten. Er wollte nie ein Kind leiden oder hungern sehen, und er sagte, er habe alles in seiner Macht stehende versucht, wo immer er war – und er war an vielen Orten dieser Welt – das wahr werden zu lassen.

Wenn ich Michael mit einem Wort beschreiben sollte, dann wäre das „phänomenal“, in Bezug darauf, wie er sich um die Welt sorgte und alles gab, was er konnte. So sah ich ihn als Freund. Ich behandelte ihn so, wie ich jeden meiner Freunde behandelte.

LN: Wie oft hast du ihn getroffen?

DW: Wenn ich nachzählen müsste, wären das sicher 10 – 11 mal. Manchmal nur für 2 – 3 Stunden.

1998, als wir uns zuerst trafen, dann sah ich ihn im November und kurz nach Valentinstag 1999. Im Jahr 2000 traf ich ihn einmal, nur für wenige Stunden. Es waren höchstens einmal 6 Monate, dass ich ihn nicht sah. Zum letzten mal traf ich ihn im März 2009. Ich traf ihn jedes Jahr, manchmal nur einmal, manchmal zweimal, je nachdem – aber das letzte mal habe ich ihn im März 2009 getroffen.

LN: War er in dieser Zeitspanne verheiratet, bzw. in einer Beziehung?

DW: 1998, als ich ihn traf, war er nicht verheiratet und in keiner Beziehung – falls er es doch war, hat er es jedoch nie erwähnt. Aber ich witzelte einmal darüber, dass ich alleinerziehend sei, und er sagte, das könne er gut nachempfinden. Er sagte natürlich nie ausdrücklich, dass er keine Frau habe, oder dass er eine Freundin habe, aber da er das nachempfinden konnte, nahm ich an, dass er alleinerziehender Vater war.

LN: Hat er irgendetwas zu Neverland gesagt?

DW: März 2009 sprachen wir darüber, aber 2007 sagte Michael mir, dass er Neverland umgestalten wollte in etwas in der Art des St. Jude Children Hospital von Danny Thomas in Memphis Tennessee. Er sagte, dass er nicht aktiver Teil davon sein würde, also nicht dort leben würde, aber er wollte das ganze Anwesen für Kinder mit unheilbaren Erkrankungen zur Verfügung stellen. Er machte mit mir noch Witze darüber, dass ich ja dann dort hinkommen könne, um mich um die Kinder zu kümmern, denn ich arbeite seit 31 Jahren im medizinischen Bereich. Er hat mir immer erzählt, dass er das tun wolle.

Ihm gefiel mein Beruf, weil ich mich dadurch um andere Menschen kümmere. Ich arbeite meist mit Demenz- und Alzheimer Patienten, aber auch immer wieder mit unheilbar kranken Kindern.

Wir liebten es einfach, solche Gespräche zu führen.

Als mein jüngster Sohn noch klein war, rief Michael manchmal an und er sang ihm am Telefon „You are my Sunshine“ vor. Er war noch sehr klein, aber anscheinend hat er sich doch gut daran erinnert, denn als er den Kindergarten abschloss um in die erste Klasse zu gehen, sollten die Kinder zum Abschluss etwas vorführen – Klavier spielen, Hula Hop oder irgendetwas – und er wollte etwas vorsingen. Und er sang seiner Gruppe ‘You are my Sunshine’ vor.

LN: Weißt du, ob Michael noch andere Menschen wie dich, also ganz gewöhnliche Leute, als Freunde hatte?

DW: Ich weiß, dass es in Tennessee ein Paar gab, mit denen er auch über Neverland gesprochen hatte. Er hatte ihnen das gleiche erzählt, wie mir. Die Frau hieß Peggy. Es gab auch jemanden in Virginia – ich glaube, es gab einige Menschen wie mich. Aber er sagte einmal zu mir, wenn du überall erzählst, dass wir befreundet sind, wird man dir keine Ruhe mehr lassen. Er sagte mir, er liebe seine Fans, aber wenn ich herumerzählen würde, dass Michael Jackson ein Freund von mir sei, dann würden sie mich entweder als verrückt bezeichnen, oder mich treffen wollen, um ein Autogramm zu bekommen. Er sagte, das Beste sei, wenn ich keine große Sache daraus machen würde. Und das habe ich getan, ich hatte wundervolle 10 Jahre und ein paar Monate mit ihm.

LN: Hat er je etwas über die Beschuldigungen und all die gerichtlichen Dinge erwähnt?

DW: Wir sprachen ein paar mal darüber. Er erzählte mir von Gavin. Er sagte, dass an einem Abend, als er einfach nur in seinem Zimmer sass, um zu entspannen, Gavin zu ihm herein kam, um mit ihm zu reden. Er sagte, er brauche Hilfe, da er verwirrt sei, er sei nicht sicher, ob er Jungs oder Mädchen möge. Michael lies ihn nicht weiter reden, er sagte zu Gavin, dass ist eine Sache, die du mit deinen Eltern besprechen musst. Und Gavin sagte, dass sie ihn vielleicht nicht verstehen würden. Aber es beschäftigte Michael, denn seine Kinder waren noch klein, und es war kein Thema, mit dem er sich zu der Zeit schon auseinander setzen musste. Das kommt, wenn deine Kinder vielleicht 11 oder 12 Jahre alt sind. Und deshalb sagte er zu Gavin, er soll das mit seinen Eltern besprechen. Es tat ihm zwar leid, ihm nicht helfen zu können, aber er wußte einfach nicht wie. Er fand, das sei nicht seine Aufgabe.

LN: Sagte er noch mehr zu den Beschuldigungen durch Gavin?

DW: Ja, er sagte, er könne nicht glauben, dass irgendwer ihn so verletzen könne, ihn so in Stücke reißen würde. Er konnte es einfach nicht verstehen. Ich war für 3 Tage in Los Olivos. Nur ein paar Tage bevor der Prozess begann, und er kam jeden Abend, um mit mir zu reden. Meistens saß er da und trank Tee oder Wasser und wir …

LN: Du hast in Los Olivos gewohnt?

DW: Ja, genauer gesagt Solvang hiess der Ort, wo ich wohnte. Es wurde arrangiert, ich wurde gefragt, ob ich kommen würde… sonst war es immer so, wenn er in New York war, dass er mich anrief, und fragte, wo ich sei und ob ich kommen könnte. Aber dieses mal bat er darum. Und er saß dann dort mit mir, und sagte, er könne nicht verstehen, dass die Menschen so grausam sein und glauben könnten, dass er solche Dinge getan hätte. Er sagte, alles was ich will, ist etwas zu verändern.

Er senkte und schüttelte den Kopf, und als er wieder hoch sah, konntest du sehen, wie niedergeschmettert er war. Und was konnte ich tun? Wie sollte ich ihm helfen? Man fühlt sich so hilflos, man kann nichts tun. Er sagte: “Nie im Leben kam mir so ein Gedanke… wie kann irgendwer das denken? Bei all dem, was ich mein Leben lang getan habe, all die Wohltätigkeiten, die Spenden… wenn ich könnte, würde ich auch noch mehr persönlich mit anpacken, aber das geht nicht. Jeder weiß warum. Ich kann nicht einmal meine Kinder zum Spielen nach draussen begleiten. Wie kann irgendwer glauben, dass ich so etwas getan habe?“ Und meine persönliche Meinung ist, dass damals sein Herz und sein Geist gebrochen sind. Und  nie wieder geheilt wurden. Das ist meine Sicht. Ich sah einen Menschen, der völlig zerstört und zerbrochen war. Durch diese Beschuldigungen, die gegen ihn hervorgebracht wurden.

LN: Trank er Wein und solche Sachen?

DW: Ich sah ihn nie mehr als ein Glas Wein trinken. Er trank Wasser oder heißen Tee. Ich sah ihn nie rauchen. Ich sah ihn nie Medikamente einnehmen. Ausser einmal, da nahm er 2 Tylenol nach dem Essen. Das war alles, ich habe nie gesehen, dass er irgendwelche Drogen nahm.

LN: Was denkst du über Conrad Murray?

DW: Ich glaube, es gibt kein Loch, das tief genug wäre, um diesen Mann zu vergraben. Um ehrlich zu sein… ich weiß, dass er ein Lügner ist. Ich glaube, dass er seine Macht missbraucht hat. Und ich weiß, dass er dabei Hilfe hatte. Ich glaube nicht, dass diese Strafe von 4 Jahren annähernd ausreichend war. Ich… ich hab meine Gedanken dazu… aber ich weiß, dass ich nicht sagen soll, was ich wirklich denke, es wäre nicht richtig vor Gott… aber, es gibt kein Loch, das tief genug für ihn ist…

LN: So wie ich es sah – aber ich weiß es natürlich nicht – wurde Michael durch all diese Dinge mit Gavin Arvizo so zerstört, dass er einfach massive Schlafprobleme hatte und Conrad Murray half ihm, zu schlafen, aber er war verantwortungslos. Siehst du es so?

DW: Ja, genau. Ich denke, er missbrauchte seine Macht als Arzt, als Freund, …er bezeichnet sich selbst als jemand – wie ich einmal las – der sich sehr sorgte… aber nein, du sorgst dich bestimmt nicht um jemanden, wenn du dann all diese Sachen erzählst, die Michael angeblich getan hat. Ich habe einmal ein Interview mit ihm gesehen, er sprach mit Dr. Oz. Ich sah diese Sendung immer gerne, Dr. Oz war immer so hilfsbereit… er wollte dass es den Leuten gut geht, aber nachdem er das Interview mit Murray gemacht hatte, habe ich seine Sendung nie mehr angesehen. Ich weiß, dass sie das wegen den Einschaltquoten machen, aber es gibt Situationen, da sollte man einfach mehr Respekt zeigen. Und was ich aus dem Mund von diesem Mann (Murray) gehört habe, waren komplette Lügen. Er war kein Freund… wenn man nur seine 15 Minuten Ruhm haben will… nein, das ist kein Freund. Ein Freund behandelt einen anderen Freund nicht so. Wenn er so viele Hilfe gebraucht hätte, und dann spricht er darüber erst in einer Talkshow? Es gibt keine Hinweise, dass er zuvor irgendwen um Hilfe gefragt hätte. „Michael geht es wirklich schlecht. Ich brauche Hilfe, ich kann ihm nicht allein helfen…“ – Das hat man nie gehört. Aber hinterher sagen, er hat dieses und jenes getan, und ich hab dies und das gesehen… nein, so handelt kein Freund. Und er behauptet ja, er sei ein Freund.

LN: Wie hast du mich gefunden? Hast du mein Video gesehen? (Anmerkung: „Larry Nimmer: The Untold Story Of Neverland“)

DW: Ja, das habe ich. Ich sehe mir nicht viele Interviews an, es ist meist einfach nur verrückt… ich habe in der Vergangenheit ein paar Dinge gesehen, über die ich nur den Kopf schütteln konnte. Als ich dein Video sah, wußte ich zuerst nicht, was es war. Ich sah es an und dachte dann, endlich hat jemand die Wahrheit berichtet. Jemand hat diesen Mann, meinen Freund, endlich so gezeigt, wie er wirklich ist. Ja, er ist im Herzen ein Kind. Warum auch immer… ich bin auch im Herzen ein Kind. Physisch kann ich natürlich kein Kind mehr sein, aber im Herzen… und das hast du gezeigt, und es war wunderbar. Es beruhte nicht auf der Vergangenheit oder auf Dingen, die jemand anders sagte, es ging einfach nur um IHN und zeigte, wie er war. Und so sollte es jeder machen. Wenn du nicht weißt, wovon du sprichst, mach keinen Film darüber! Tu nicht so, als ob du ihn kennen würdest, wenn du ihn garnicht kennst. Die Leute haben Bücher geschrieben, und wie ich das sehe, sprechen sie alle über die Vergangenheit… aber du zeigtest Anstand und Respekt und das gefiel mir. Ich schrieb dir deshalb einen Brief und sagte dir, dass ich eine Freundin von ihm war und ob du mit mir einen Kaffee trinken würdest, wenn ich nach LA komme. Und du hast zurückgeschrieben, dass du dich freuen würdest. Du hast einen Brief geschrieben, nicht einfach eine email oder Textmessage. Du schriebst einen Brief und hast eine Kopie deines Videos beigelegt. Und das war einfach mustergültig.

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Larry Nimmer auf der Neverlad Ranch

Und genauso wie du, sollten die Leute Michael sehen. Er war kein schlechter Mensch, er hat nichts falsches getan. Manchmal haben wir darüber gesprochen, wie es war, als wir noch Kinder waren. Das, was mit uns getan wurde, als wir Kinder waren, ist heute gesetzlich verboten. Damals, als wir 6, oder 9 Jahre alt waren, war das nicht gesetzeswidrig. Du konntest dein Kind schlagen oder mit einem Gürtel verprügeln oder es auf Reis knien lassen, egal was… und keiner hat etwas dazu gesagt. Deine Nachbarn konnten dich schreien und um Gnade bitten hören, aber sie haben einfach Türen und Fenster geschlossen. Heute passen die Leute auf. Aber so war es damals – und er hat es heftig abbekommen. Und da gab es einige von ihnen und sie alle haben einiges mitgemacht, ich habe keinen Grund, das nicht zu glauben. Denn ich bin auch in dieser Zeit groß geworden, und ich bekam meinen Teil ab – und das nur für Kleinigkeiten. Es konnte nur eine Kleinigkeit sein… und die Leute fragen mich jetzt, was hattest du für Eltern? Ich weiß nicht, welche Art Eltern Michael hatte, aber wenn er über seine Mutter gesprochen hat, und über andere Situationen, dann haben wir oft unsere Erfahrungen verglichen. Und ich weiß, welche Art Eltern ich hatte – sie liessen sich scheiden, als ich 12 Jahre alt war, und ich blieb bei meiner Mutter und Oma, die Mutter meines Vaters, und sie zog mich groß.

LN: Sprach Michael oft über seinen Vater?

DW: Er sprach ab und zu über ihn, im Grunde war er ein guter Mensch aber er war einfach viel zu streng. Und er wußte nie, wann er aufhören sollte.

Und Michael war sehr sensibel. Er wollte nicht verletzt werden, er wollte nicht schikaniert werden. Manchmal wollte er anderen Menschen etwas Gutes tun, und er konnte die Reaktionen, die dann plötzlich kamen, nicht verstehen.

Diese Situationen kannte er auch mit seinen Fans. Es gab darunter welche, denen wollte er was Gutes tun und er lud sie ein und ähnliches, und sie benahmen sich einfach anders, als er es erwartet hätte. Es hat ihn nicht beängstigt, aber er war besorgt über manche ihrer Reaktionen. Wir redeten wirklich über alles, es gab nichts, was tabu gewesen wäre…

Wir lachten viel zusammen, oder spielten… meine Mutter spielte Karten mit ihm, z.B. Solitär. Sie spielte das immer, und er benutzte sogar ihre Gesichtscreme… ihn mit ihrer Gesichtscreme im Gesicht zu sehen ist einfach ein Anblick, den du nicht vergisst. Und als meine Mutter 2008 starb, war Michael sofort für mich da.

LN: Hat er dich angerufen?

DW: Nein, ich musste zuerst ihn anrufen, meine Mutter war ja nicht berühmt, er konnte es also nicht durch die Zeitung erfahren. Also rief ich ihn an und teilte es ihm mit – und am nächsten Tag war er da.

LN: Am Telefon?

DW: Nein, persönlich. Er kam nach Raleigh, North Carolina, das war der nächste Ort, an den er kommen konnte, 2,5 Stunden von mir entfernt. Und dort blieb er einen ganzen Tag, nur um sicher zu sein, dass mit mir auch alles ok war. Er sprach darüber, dass er auch Menschen verloren hatte und wusste, wie es mir gerade ging. Und so war er… er war ein wunderbarer, fürsorglicher, einzigartiger Mensch. Und wenn ich „einzigartig“ sage, dann meine ich besonders diese Leidenschaft, diese Liebe, die er für die Menschen hatte. Die Leute konnten etwas Falsches tun, aber er fand dennoch einen Weg, darüber hinweg zusehen. Es konnte sein, dass es etwas war, was uns völlig entsetzt hätte, aber er konnte trotzdem noch irgendetwas Gutes darin entdecken und sagen, „Also, ich sehe es folgendermassen…“ Es kam oft vor, dass ich mit Michael über bestimmte Situationen sprach und er hat mir dann seine Sichtweise dargelegt. Und ich versuchte, zu verstehen… und meist wurde es dadurch besser.

LN: Was sind deine Gedanken zu Michaels Kindern?

DW: Seine Kinder sind wundervoll. Ich traf zwei seiner Kinder 2001. Sie erinnern sich sicher nicht an mich, Prince war 4 und Paris 3 Jahre alt, Blanket noch nicht geboren. Und ich hatte eine Flasche Seifenblasen dabei, und wir machten Seifenblasen bis die Flasche leer war. Ich und Paris. Sie liebte es, mit kleinen Autos, Matchbox Autos, zu spielen. Sie fuhr damit herum, über den Tisch und überall… mit Prince habe ich Pete the Magic Dragon angesehen. Ich verbrachte vielleicht 3 oder 4 Stunden mit ihnen, es war wunderbar. Und Michael spielte mit ihnen, er spielte am Boden mit den Autos, und ich erinnere mich, an Princes Lachen, als er den Film ansah, er hatte ein süßes, glucksendes Lachen, und es war dem von Michael so sehr ähnlich. Ich fand es wunderbar, wie sie miteinander umgingen, und manchmal war es so, als wir den Film ansahen, dass er am Boden lag und sich in einer bestimmten Position hinlegte, und ich schaute zu Prince, und er hatte genau die gleiche Position eingenommen, ohne dass es ihnen bewusst gewesen wäre. Verrückt, solche Beobachtungen zu machen…

Paris malte mir ein Bild von einer grün-orangenen Raupe. Und mit einer grünen oder orangenen Kreide schrieb sie ihren Namen darauf, so gut sie es konnte. Ich habe es noch, auch wenn das Bild etwas ausgebleicht ist…

LN: Hast du je zuvor ein Interview über dein Verhältnis zu Michael gegeben? Ausser diesem hier?

DW: Nein, das ist das erste Mal. Als sein Prozess begann, haben Leute angerufen.

Als Michael starb, sollte ich eigentlich auch hier (in LA) sein. Am 23.Juni 2009 habe ich zum letzten mal mit ihm am Telefon gesprochen und er hat mich hier hin, nach LA, eingeladen um noch etwas Zeit mit ihm zu verbringen, bevor er zur Tour aufbrechen würde. Er wollte, dass ich seine Mutter kennenlernen sollte. Er stellte sie immer auf ein unerreichbares Podest, deshalb sagte ich zu ihm, dass ich dabei sicher sehr nervös sein würde. Aber er meinte, ich sei ja eigentlich keine besonders nervöse Person. Jedenfalls wollte er, dass ich komme, und ich willigte ein. Es kam schon öfter vor, dass er mich eingeladen hatte, irgendwo hin zu kommen, aber ich konnte nicht. Denn mein Job lässt das nicht immer zu, ich kann nicht einfach meine Patienten im Stich lassen und alles mögliche andere tun. Aber jetzt sagte ich zu und plante es ein.

Ich war auf der Arbeit, und hatte alles vorbereitet, als ein Freund von mir, Freddie, anrief und mich fragte, wo ich sei. Ich sagte ihm, ich bin auf der Arbeit. Und er fragte, ob ich TV geschaut habe oder ähnliches. Ich sagte, ich könne auf meiner Arbeit nicht fernsehen. Er fragte dann, wie lange ich noch arbeiten müsse und ich sagte, ich sei bald fertig und würde nach hause fahren. Er sagte, er rufe dann gleich nochmal an, aber ich meinte, ich bin schon am zusammenpacken und fahre gleich los. Also blieb er am Telefon und ich fragte ihn, was denn los sei. Er meinte, er will einfach nur etwas mit mir reden. Ich dachte, ok, obwohl er irgendwie so ernst klang. Wir redeten also belanglos daher, ich fragte nach seiner Tochter, seiner Freundin, solche Dinge… Ich packte dann zusammen, ging zu meinem Auto, und er wollte, dass ich einfach weiter mit ihm spreche. Er wollte wissen, wie lange ich für die Heimfahrt brauche, und wir unterhielten uns die ganze Zeit über weiter. Als ich zuhause ankam, sagte ich, dass ich jetzt aussteige… ich hab ihm einfach alles erzählt, was ich gerade tat… als ich im Haus war – dort standen im Flur schon meine 3 Koffer, ein großer und 2 x Handgepäck… In dem großen Koffer hatte ich die ganzen Dinge, die ich den Kindern mitbringen wollte. Sachen, die ich genäht hatte und andere Kleinigkeiten. Freddie sagte dann, ich soll mich auf mein Sofa setzen. Und ich meinte, du bist wirklich anstrengend… denn ich wurde langsam frustriert weil ich nicht wusste, warum er das tat.

Er wollte wissen, welchen Nachrichtensender ich normalerweise sehe. Ich sagte, CNN, Fox, CBS… und er sagte, ich soll einfach irgendeinen davon einschalten. Als ich den Fernseher einschaltete, sah ich am Bildrand den News-Ticker… da stand „Michael Jackson starb im Alter von 50 Jahren“. Und er fragte, ist alles ok? Und ich sagte, klar, das ist nur ein Hoax… denn Michael hatte mir so oft von solchen Sachen erzählt, dass berichtet wurde, er sei tot… Aber Freddie meinte, das hier sei kein Hoax. Aber ich bestand darauf. Meine Taschen für LA waren doch gepackt und standen im Flur… ich werde morgen Nachmittag abreisen! Und Freddie, sagte, nein, es ist kein Witz… und je länger ich dort sass, desto mehr Nachrichten kamen, und dann kam Jermaine… Larry, danach kann ich mich an nichts mehr erinnern. Ich bin irgendwann in einer Art Pfütze aufgewacht, ich dachte, ich hätte etwas verschüttet, aber dann merkte ich, dass es Tränen waren. Ich denke, ich lag ein paar Stunden da, es war schon dunkel und ausser dem Fernseher gab es kein Licht. …ich bin nie nach LA gereist.

Das einzigste Mal, dass ich, ausser in New York, wirklich zu ihm hätte kommen können um wirklich viel Zeit mit ihm zu verbringen, seine Kinder getroffen hätte, wahrscheinlich sogar seine Mutter…. Alle Erinnerungen kamen zurück, ich sah ihn weinen, vor dem Prozess, einfach alles. …wie er mit meiner Mutter Karten spielte, mit ihrer Gesichtscreme, ich sah ihn tanzen und sich drehen… (Ich habe nie gesehen, wie er moonwalkte, bis wir uns schon ein Jahre kannte…) Alle Erinnerungen kamen zurück, es traf mich wie eine Tonne Ziegelsteine. Ich hatte niemals einen männlichen Freund, der so war wie er. Niemals. Niemals zuvor habe ich mich so gefühlt, obwohl ich schon andere Menschen verloren hatte. Im Jahr vor ihm verlor ich meine Mutter. Und im Oktober des gleichen Jahres einen meiner besten Freunde.

Und es ist jetzt 9 Jahre her, dass ich versuchte, Kontakt aufzunehmen… wegen der Sache, über die wir gesprochen hatten, über seinen Doktor und andere Dinge.

LN: Wen wolltest du kontaktieren?

DW: Zuerst versuchte ich eine Nummer anzurufen, die zu Hayvenhurst gehörte. Aber es gab keine Verbindung… die Nummer war auch schon alt, aber Michael hatte gesagt, unter dieser Nummer kannst du mich erreichen, wenn du mich je dringend erreichen musst. Ich rief deshalb zuerst dort an – aber erfolglos. Dann rief ich das LAPD an. Ich fragte, mit wem ich sprach und erklärte, wer ich bin. Sie verbanden mich mit jemand anderem, und ich erklärte wieder, wer ich bin. Und er antwortete, dass etwa 200 Leute täglich dort anrufen würden… Ich sagte: „Sir, bitte hören sie mir doch zu.“ Und er sagte, er würde mich zurückrufen. Aber 2 Jahre später, als ich im April 2011 hierherkam, hatte ich diesen Rückruf immer noch nicht bekommen. Und ich hatte alles mir mögliche versucht, um Leute zu finden, die eine Botschaft an seine Mutter übermitteln könnten. Denn ich habe ein paar Dinge, die Michael mir anvertraute und die ich für ihn überbringen sollte, falls er es je selbst nicht könnte. Ich bin nicht eine von denen, die nur berühmt oder reich werden wollen, oder was immer. Ich will nichts, ausser ein wenig Zeit, ein bisschen persönliche Zeit mit seiner Mutter. Ich hab doch nur etwas, was ich ihr übergeben möchte. Das ist alles. Ich brauche keinen ganzen Tag, nicht mal einen halben, nicht mal eine ganze Stunde. Ich möchte nur das Versprechen einlösen, das Versprechen, das ich ihm vor über 9 Jahren gab. Das ist alles.

LN: Was für ein Versprechen war das?

DW: Die Dinge, die er mir gab, seiner Mutter zu geben.

LN: Was waren das für Dinge?

DW: Ein paar Gegenstände, die er mir gab, damit ich sie seiner Mutter geben würde. Ich kann dir nicht sagen, um was genau es sich handelt. Ich kann nur soviel sagen, dass ein Teil davon nie geöffnet wurde, nachdem er es mir gab. Und der andere Teil sind Erinnerungsstücke. Dinge, an die sich erinnern wird… Das ist es…

Und ich traf einige Leute, die sagten, sie würden mir helfen. Leute, die der Familie wirklich nahe stehen… aber ich brauche nicht mit seinen Brüdern oder Schwestern sprechen, ich muss mit seiner Mum sprechen. (schluchzt) …von Mutter zu Mutter, nur für ein paar Minuten. Ich würde ihr meine Sachen übergeben, gehen, und für sie nicht mehr als eine kurze Erinnerung sein. Sie brauchen keine Bedenken zu haben, dass ich danach noch einmal mit ihr sprechen wollte. Aber ich habe ihm versprochen, dass ich das für ihn tun würde… ich habe es jetzt 8,5 Jahre lang versucht, ohne dass ich jemanden gefunden hätte, der mich wirklich ernst nimmt.

Wenn ich das sagen darf, ich hatte Kontakt mit ihrem Assistenten, ich habe mich sogar mit ihm angefreundet. Mit Trent Jackson. Er kontaktierte mich, fragte, wie er mir helfen könne und ich erzählte ihm alles, und wir redeten oft, schrieben emails… er sagte, er würde mir helfen. Und er fragte mich auch, was für Dinge das sind. Aber das kann ich ihm nicht sagen, denn Michael wollte es so. Und daran halte ich mich. Trent sagte, er versuche dieses und jenes.

Ich habe einmal Geschenke für die Kinder zu dem Haus in Calabasas geschickt. Ich habe Belege darüber. Auch nach Hayvenhurst. Ich habe die 3 Fotos, die ich besitze, und einen 6 Seiten langen Brief an seine Mutter mitgeschickt. Ich habe es per Einschreiben gesendet und jemand namens Jay Bennet hat den Beleg unterschrieben, der an mich zurückgeschickt wurde. Aber bis heute habe ich immer noch nichts von ihr gehört.

Trent Jackson schickte mir 3 Flugtickets nach Las Vegas, für mich und meine beiden Jungs, damit wir am 3. September 2011 zur Premiere nach Las Vegas konnten. Es war eine Überraschung. Er war auch im Auto anwesend, als ich zum ersten mal am Telefon mit Joe Jackson sprach. Ich telefonierte fast eine halbe Stunde mit ihm. Ich erzählte ihm von mir und Michael, er lachte und fragte mich, ob die Barsche in Carolina noch anbeissen, anscheinend mochte er diese Fische. Ich sagte, er soll doch vorbeikommen zum angeln, und er meinte, das würde er gerne, aber er müsste sein Security Team mitbringen, das wäre wohl zu auffällig. Das war im Februar 2011. Im April reiste ich nach LA und ich rief ihn wieder an. Er fragte mich, warum ich nicht zum Haus fahren würde. Ich lachte und sagte, ich hätte ein Geburtstagsgeschenk für Paris, weil ihr Geburtstag kurz bevor stand. Und er meinte: „Katie ist da, bring die Sachen einfach zum Haus.“ Ich sagte, dass das nicht gehen würde. Er meinte, ich solle einfach am Tor sagen, ich sei sein Gast. Und er sprach auch zu Trent, in diesem Auto. Ich tat also, was er mir gesagt hatte. Wir fuhren zum Gate, sprachen mit Nancy, sie gab mit einen Passierschein, den ich immer noch habe. Sie sagte, ich soll ihn hinter die Scheibe klemmen. Ich fuhr weiter zum Haus und mir kamen zwei Typen entgegen.

LN: War das im Calabasas Haus?

DW: Ja, Calabasas. Es kamen also diese beiden Afroamerikaner aus dem Haus. Der eine war Michael Amir. Ich wußte, dass er für Michael gearbeitet hatte. Den anderen kannte ich nicht. Michael Amir erkannte ich sofort. Er sagte: „Mam, sie können hier nicht sein.“ Und ich erklärte ihm, dass ich eine Erlaubnis von Mr. Joe Jackson habe. Und er sagte: „Mam, ich gebe nur weiter, was mir gesagt wurde.“ Ich sagte ok, und fragte, ob er die Geschenke, eine kleine Tüte, ins Haus bringen würde, und sie Katherine oder Paris geben könne. Es sei ein Geburtstagsgeschenk. Ihr Geburtstag war ein Tag später. Er sagte, er würde sich darum kümmern, dass sie es bekommt.

Ich bin dann weg gefahren, war am Boden zerstört. Ich war so verletzt. Man hatte mir wörtlich gesagt, ich soll gehen. Und Trent rief mich an, nur etwa 5 Minuten später. Und er war so grob zu mir. Er sagte: „Wer glaubst du, wer du bist? Was zur Hölle machst du hier?“ Und ich versuchte ihm durch meine Tränen zu alles erklären, ich war am Boden zerstört. Ich sagte ihm, dass Joe Jackson mir gesagt hatte, dass ich hierher kommen sollte. Und er sagte: „Mein Onkel wohnt nicht hier. Mr. Jackson, stellt hier nicht die Regeln auf. Das mache ich!“ Was sollte ich darauf antworten? Ich wußte nicht, wer die Regeln bestimmt. Ich hatte nur getan, was er gesagt hatte.

Wir sind dann zurück zu unserer Unterkunft gefahren. Später an dem Abend rief Mr. Jackson mich an. “Debra?“ „Ja, Sir“ „Hier spricht Joe Jackson. Es tut mir wirklich leid, das das passiert ist. Erzähl mir noch mal genau, wie es passierte.“ Ich erzählte es ihm, und er sagte, ich verspreche dir, dass das nicht noch einmal vorkommt. Er sagte, du fährst noch einmal hin. Und ich sagte, nein. Ich erklärte ihm, dass ich mit Trent gesprochen hatte, dass er doch dabei war, als ich mit ihm (Joe) telefoniert hatte, dass ich mit Trent email Kontakt hatte, dass er mir Flugtickets nach Vegas geschickt hatte….

Trent hatte mir sogar zwei große Bildbände geschickt, von „Never Can’t Say Goodbye“, ich habe zwei von diesen Büchern. Wenn du sie öffnest steht innen eine Widmung an mich und meinen Sohn, mit der mir dafür gedankt wird, dass ich Michaels Freundin war, soviel Zeit mit ihm verbrachte und mich um ihn kümmerte. In dem Buch für meinen ältesten Sohn John steht ein Dank an ihn, dafür dass er ein guter Freund war, und da steht: „ich sprach mit deiner Mutter am Telefon und finde sie wunderbar, und ich bin glücklich, dass sie ein Teil von Michaels Leben war.“ Und Larry, ich habe nie mit Katherine telefoniert! Ich wußte, dass das nicht stimmt, aber ich höre ihn (Trent) noch immer sagen: „Ja, dass hat sie selbst geschrieben.“

Jeder, den ich kontaktiere, sagt, er werde mir helfen. Aber dann verläuft alles im Sand. Weil ich ihnen nicht sagen will, was ich für Katherine habe. Das ist das Versprechen, was ich gab.

Michael &amp; Katherine 2005

LN: Hast du noch all die Dinge?

DW: Ja, natürlich.

LN: Möchtest du, dass ich vielleicht versuche mit Mr. Tom Hamilton Kontakt aufzunehmen, um Paris um Hilfe zu bitten?

DW: Ich möchte einfach nur Mrs. Jackson treffen. Für 30 Minuten. Ich möchte ihr diese Dinge geben, eine kleine Botschaft überbringen. Das ist alles. Dann ist mein Versprechen eingelöst. Das ist alles.

Brian Oxman sagte, er würde mir helfen. Denn er war Joe Jacksons Anwalt.

LN: Hat irgendeiner der Anwälte von Michael je mit dir darüber gesprochen, als Zeuge aufzutreten?

DW: Ich hatte Besuch von Anwälten in North Carolina als es um den Prozess wegen des Totschlags ging. Und als Michaels Prozess lief wurde ich von einem Beamten des LAPD, von der Mordkommission, angerufen. Ich weiß nicht, ob Joe Jackson etwas damit zu tun hatte, denn ich hatte ihm gesagt, dass er mir Bescheid geben solle, wenn ich irgendetwas tun könnte, um zu helfen. Ein paar Tage danach rief mich dieser Beamte an. Ich war zuerst sehr misstrauisch, aber er erklärte mir, wer er war und von wo er anrief, und ich sagte ihm, dass ich ihn zurück rufen werde. Ich tat das, und die LAPD Zentrale verband mich mit ihm, deshalb war ich sicher.

LN: Was hättest du in dem Prozess ausgesagt?

DW: Ich hätte genau das gesagt, worüber ich mit Michael ein paar Monate vor seinem Tod gesprochen hatte. Er hatte mir erzählt, wie man ihn behandelte. Er sprach mit mir darüber, wie er sich fühlte. Er sagte, er vertraue diesem Arzt nicht, er wolle ihn nicht um sich haben. Aber er habe keine Wahl. Und ich sagte ihm, dass er ihn doch einfach los werden solle, wenn er ihn nicht mag. Und er sagte, er könne das nicht tun. Eines Nachts telefonierte ich mit ihm, als Conrad Murray an seine Tür klopfte. Michael legte das Telefon zur Seite, und ich hörte, wie sie sich unterhielten. Ich hörte Michael sagen: „Ich brauch nichts, mir geht es gut, ich brauche heute Nacht nichts. Sie können gehen.“ Als Michael wieder den Hörer aufnahm, war er sehr aufgebracht. Ich fragte ihn, was passiert sei und er sagte: „Er versucht immer mich dazu zubringen, diese verrückten Dinge zu tun.“ Und ich fragte: „Welche Dinge?“

LN: Conrad Murray?

DW: Ja. Michael sagte: „Er will immer, dass ich dieses oder jenes einnehme, er sagt ich müsse mich mehr ausruhen, aber ich will das alles nicht.“ Er sagte: „Ich habe schon seit Tagen Schmerzen im Brustkorb. Eine Art Brennen.“ Ich fragte ihn, woher das kommt und er antwortete: „Wenn ich abends zu den Proben aufbreche, gibt er mir ein Medikament.“ Ich fragte, was es sei und er wußte es nicht. Er wußte nur, dass er sich nicht wirklich gut fühlte. Er habe Angstzustände und alles Mögliche. Ich fragte, ob er nicht herausfinden könne, was es sein könnte. Und er sagte, ich solle mir keine Gedanken machen, das sei besser für mich.

Ich habe später, nachdem er mir davon erzählt hatte, versucht, selbst etwas darüber herauszufinden. Es war Ambien. (Anmerkung: in Deutschland Zolpidem https://de.wikipedia.org/wiki/Zolpidem) Das ist ein Schlafmittel. Und wenn man das tagsüber einnimmt und nicht schlafen geht, dann macht es dich ernsthaft krank. Es verursacht jede Menge Nebenwirkungen. Du solltest es nicht nehmen, wenn es nicht wirklich nötig ist. Es ist ein sehr starkes Medikament.

Und Michael sagte zu mir: „Ich habe ihm (Murray) von den Brustschmerzen berichtet. Aber er sagte, ich soll mir deshalb keine Sorgen machen.“ Und ich hatte geantwortet: „Aber er ist Arzt, warum sagt er dir, du sollst dir keine Sorgen machen?“ Und er sagte: „Ich weiß es nicht.“ Und ich sagte ihm, er brauche eine Untersuchung, um herauszufinden, was mit ihm los sei. Und er sagte, er wisse nicht, was er tun soll. Ich sagte zu ihm: „Du hast doch alle Möglichkeiten der Welt zur Hand, wir haben doch oft darüber gesprochen.“ Aber er sagte: „Nein, dieses mal nicht. Dieses mal muss ich gehorchen.“ Ich fragte: “Wem gehorchen?“ Und er antwortete: „Auf diejenigen hören, die mir sagen, was ich zu tun habe.“ Ich fragte ihn, warum irgendwer zu bestimmen hätte, was er zu tun habe und er sagte: „Dieses mal muss ich gehorchen. Denn wenn ich das nicht tue, dann werden sie alles abbrechen. Sie würden alles zerstören. Und es würde sehr schnell gehen, sie würden mir den Boden unter den Füssen wegziehen.“

LN: Du meinst, das Konzert absagen?

DW: Ich fragt ihn danach. Er sagte: „Die gleichen Leute, die diesen Arzt hergeschickt haben sind auch die, die mich zerstören könnten.“

LN: Hat nicht Michael Dr. Murray ausgesucht?

DW: Nein, das hat er nicht. Er hat nur nach einem Arzt gefragt. Er fragte ein paar seiner Angestellten in Vegas, ob sie jemanden kennen würden, der seine Kinder behandeln könnte. Und einer von ihnen kannte diesen Typ und er kam ins Haus. Und ich sagte: „Mike, du brauchst einen Kinderarzt wenn deine Kinder krank sind, das weißt du sicher.“ Und er sagte:“ Ja, aber du musst die gesamte Situation verstehen – du kannst nicht einfach irgendwen ins Haus bestellen. Und einer meiner Leute wußte, dass ich einen Arzt für meine Kinder brauchte, weil sie krank waren. Und so lernte ich ihn kennen.“ Und später, als es darum ging, dass er einen Arzt brauchte (für TII) wandte er sich an einen älteren Mann, ich weiß den Namen nicht mehr, aber er hatte Michael schon oft behandelt. Aber der sagte, er könne ihm leider nicht zur Verfügung stehen. Denn Michael wollte, dass er mit ihm auf diese Tour geht und der Arzt sagte zu ihm, er sei dafür einfach schon zu alt, er könne das nicht mehr. Es tat ihm leid, aber er konnte nicht mit ihm kommen. Das hat Mike mir erzählt.

Und ich sagte zu ihm, dass dieser Arzt hier (CM) aber anscheinend nichts tauge. Und Mike sagte: „Ja, das ist etwas, das wir beide wissen.“

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This Is It Proben am 23.6.2009

LN: Hast du ihn Mike genannt?

DW: Ich nannte ihn Mike oder Michael.

Ja, er erzählte mir, wie er sich fühlte. Als ich am 23.6. mit ihm sprach, sagte er, er sei erschöpft und müde, aber er war auch erfreut darüber, dass ich seine Einladung, ihn zu besuchen, angenommen hatte. Er freute sich darauf, meinen kleinen Jungen zu sehen, der war damals noch ein Baby, noch keine 3 Jahre alt. Michael freute sich, er sagte, er sei noch bis zum 3 Juli in LA. Dann musste er natürlich abreisen.

Er erzählte, er sei erschöpft, er habe ein paar mal die Proben nicht beendet, und es tat ihm leid. Er sagte nicht genau, wie er sich fühlte, er sagte nur, er fühle sich nicht wirklich wie er selbst. Er dachte, dass er nicht ausreichend esse, dass er nicht viel Appetit habe.

LN: Aber er hatte eine gute Köchin, Kai Chase…

DW: Ja. Oh, er war etwas verschossen in seine Köchin. Er hat mir das anvertraut und ich sagte: „Dann los, sprich sie an!“ Aber er sagte: „Nein, das kann ich nicht.“ Aber er fand, dass sie wunderbar war. Er war schüchtern und sehr vorsichtig…

LN: War er Frauen gegenüber schüchtern?

DW: Ja, das war er. Auch als ich ihn zum erstem Mal traf und er mich auf die Wange küsste… er wurde rot.

LN: War er wie ein Gentleman?

DW: Oh ja. Ich nannte ihn „Alte Seele“. Meinen Sohn nenne ich auch so. Gentleman wie sie gibt es nicht mehr so oft. Zumindest kenne ich niemand hier, wo ich lebe. Michael und ich teilten eine wunderbare Freundschaft. Er nannte mich oft ‘Seelenfreundin’. Er machte gerne Geschenke. Er wollte immer für alles bezahlen. Wenn ich ihm erzählte, was ich vorhatte, dann sagte er direkt, oh, ich kann das bezahlen… ich hab so viel Geld, ich kann das übernehmen…

Er rief oft morgens um 3:00 Uhr an, 3:00 Uhr hier in North Carolina. Ich war oft noch mit dem Haushalt beschäftigt, weil ich auch nicht gut schlafen kann. Und er wußte das. Einmal sagt er: “Du bist immer am saubermachen. Du weißt, dass du dir eine Putzfrau holen könntest.“ Ich sagte: “Nein, ich brauch keine Putzfrau.“ Und er: “Oh, ich kann dir eine Putzfrau organisieren.“ Aber ich wollte niemand. Ich sagte ihm, ich habe doch meine eigenen Hände und die funktionierten einwandfrei!

Er war ein echter Freund, wir konnten über alles sprechen. Wir mussten nicht immer einer Meinung sein. Wir akzeptieren es, nicht einer Meinung zu sein. Ich wünschte, ich könnte all das noch einmal erleben, nur hätte ich dann gerne mehr Zeit. Ich hätte gerne noch viele Dinge gesagt und manches anders gemacht.

LN: Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit mir geteilt hast. Kann ich deine Geschichte auf YT teilen?

DW: Du kannst sie gerne teilen. Ich habe nur eine kleine Botschaft mitzuteilen…

Ich weiß nicht wer das hier sieht oder hört… man kann meiner Geschichte über unsere Freundschaft glauben oder nicht. Aber ich möchte Mrs Katherine Jackson wissen lassen, dass ich sehr traurig bin, wegen Mr. Joe Jackson. Zu mir war er sehr nett, egal, was immer passiert sein mag.

Und ich habe Michael geliebt. Nicht für das, was er war oder für die Welt getan hat. Ich liebte ihn als Mensch, als meinen Freund. Und wenn sie sich je dazu entscheiden könnten, sich mit mir zu treffen, dann habe ich ein paar Dinge, die ich ihnen gerne geben würde (weint) … etwas, von dem ich Michael versprochen habe, dass ich es an sie weitergeben werde. Dinge, die er mir im März 2009 gab. Er sagte: „Ich möchte, dass du das für mich tust.“ Und ich erinnere mich noch, dass ich lachte und sagte: „Du gehst doch nirgendwo hin.“ Und er sagte: „Oh, man kann nie wissen was passiert. Versprich mir einfach, dass du das für mich tun wirst.“ Ich sagte: „Ok.“

Und ich habe jetzt alles versucht, was ich kann. Ich möchte nicht herumlaufen, und an irgendwelche Türen hämmern, das würde auch keinen guten Eindruck machen. Ich möchte einfach nur ein paar Sachen übergeben. Das ist alles. Wenn sie gerne ihre Security dabei haben möchte, einen Anwalt oder was immer… kein Problem. Ich brauche nur ein kurzes Treffen, das ist alles. Dann ist mein Versprechen eingelöst.

LN: Wie kann sie dich kontaktieren?

DW: Sie kann mit dir Kontakt aufnehmen, ich gebe dir all meine Daten. Sie kann auch einfach ihren Neffen fragen, Trent Jackson. Der mir großzügig 3 Flugtickets geschickt hat und 2 Bücher mit Widmungen, die angeblich von ihr stammen.

LN: Also er war zuerst nett zu dir und dann unhöflich?

DW: Ja, er war nett und dann grob. Er hatte sogar die Nerven, mir danach noch zu schreiben, dass es ihm leid tue. Und ich sagte ihm dann, ich möchte nichts mehr von ihm hören. Aber vorher erzählte er mir alles. Er erzählte mir, dass er sie nach New Mexico fahren würde, um ihre Söhne auftreten zusehen… das war als sie verschwand. Er berichtete mir alles, er schrieb mir emails, er schrieb mir, dass TJ einen kleinen Sohn bekommen hatte… er redete sehr gerne. Aber als ich ihm nicht sagen wollte, was genau ich habe, und warum ich sie treffen möchte, war er fertig mit mir. Aber diesen Stunt, mit den beiden Büchern mit der Widmung… ich würde Katherine das gerne zeigen, und von ihr hören, dass wirklich sie das schrieb. Sie würde sich sicher daran erinnern.

Michael erhob sie immer auf ein Podest. Er liebte seine Mutter. Und er würde niemals seine Mutter mit Hilfe eines Freundes betrügen. Vielleicht weiß sie von mir… vielleicht hat sie aber auch keine Ahnung. Aber all diese Leute, Oxman, Trent Jackson… Sie alle sagten, sie würden mir helfen und Mrs Jackson informieren. Ich weiß aber nicht, ob sie das wirklich taten oder nicht, und ob sie sich vielleicht einfach nicht mit mir treffen möchte, dann wäre es auch ok.

Übersetzung: M.v.d.Linden

“La vie en rose”- Dan Reed über Michael Jackson

Quelle: La Vie En Rose and Michael Jackson / MySpace-Blog von Dan Reed: | (http://blogs.myspace.com/index.cfm?fusea…logId=498622104) (…english version below…)

Eine Woche vor der Nachricht von Michael Jacksons Tod, hatte ich den Film “La vie En rose” (“Das Leben ist Glückseligkeit”) angesehen, einen Film, der das Leben und den Tod Edith Piafs beschreibt, einer wunderbaren, begabten französischen Sängerin, die ihr ganzes Leben hindurch kämpfte, von ihrer Kindheit, bis hinzu ihrem schmerzvollen, langsamen Tod auf einer kleinen Farm in Frankreich. Nach dem ich den Film angesehen hatte, brachte mich die Erkenntnis zum weinen, wie viel Freude dieser “Singvogel” der Welt gegeben hatte. Und dennoch hatte sich die Welt nicht in gleicher Weise um sie gekümmert, wie ihre Stimme und ihr Talent sich um den Geist der Welt gekümmert hatte. Eine Woche später zu hören, dass Michael Jackson gestorben war, vielleicht nicht ganz so einsam wie Edith, doch trotzdem alleine, war betäubend. Man kann sagen, dass Michael wirklich auf sich allein gestellt war; allein unter der Myriade von Menschen, die versuchten von ihm zu leben, und dass das am Ende mit zu seinem Tod beitrug, denn wo waren seine Freunde und seine Familie, als er Trost brauchte, und Unterstützung in seinem Schmerz, sowohl physisch als auch mental? Vielleicht waren sie da, aber Michael konnte sie nicht hören.

So wie Edith, war und ist auch Michael der “Singvogel” der Welt. In seinen Interviews, Lyrics Melodien und in seinem Tanz, versuchte er immer etwas Größeres anzusprechen, etwas, das in jedem von uns existiert. Er versuchte, durch sein Mitgefühl seine Menschlichkeit zu zeigen, egal, was die Leute über die Kontroversen die es in seinem späteren Leben gab, dachten.

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Sein Vater Joseph, der keine Reue oder kein Gefühl des Verlusts über den Tod seines Sohnes zu zeigen schien, ist wie ein Beweis für die Wahrheit, die Michael in seinen Interviews vor über einer Dekade verkündete, als er seine isolierte Kindheit beschrieb und das schlechte Gefühl, das ihn sein ganzes Leben verfolgte, sobald sein Vater in seiner Nähe war. Möglicherweise wäre Michael nicht so innovativ und engagiert gewesen, wenn sein Vater nicht ein solcher Tyrann gewesen wäre, aber Michael verwandelte seinen Schmerz in seine Kunst, in Hoffnung, in noch mehr Schmerz in seinem Leben… und im Laufe dieses Prozess’ berührte er das Herz der ganzen Welt.

Ich stelle mir vor, dass auf der Welt mehr Menschen durch Michael Jacksons Kunst berührt wurden, als durch Jesus oder Mohamed oder durch die Thora. Michael berührte mit seiner Musik jeden. Man muss sich nur sein Lied Man in the Mirror anhören, um zu verstehen was und wer Michael Jackson war, oder zumindest wer er sein wollte und wie er sich wünschte, dass die Welt sein sollte.

Wir stecken unsere Singvögel in Käfige, und wollen, dass sie singen, wir führen sie vor und zeigen sie herum, geben ihnen Auszeichnungen, und füttern sie mit Fanpost, Zynismus, Kritik, herablassenden Schlagzeilen, und dann sterben sie durch Verhungern der Seele… wie Edith Piaf und Michael. Die Welt zuckt zurück, im Schockzustand und wundert sich, wie groß die Lücke ist, die sie hinterlassen haben, während wir sie doch die ganze Zeit mit Freundschaft hätten nähren können, ihrem Schmerz zuhören, und ihnen dabei helfen gekonnt hätten, wieder auf die Füße zu kommen, anstatt sie weiter runter zu machen. Und wir hätten ihnen ermöglichen können, ausserhalb ihres Käfigs aufzublühen, anstatt in diesem zu zerbröckeln.

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 Ich lebte nicht in der Ära von Edith, aber ihre Geschichte berührte mich. Auf der anderen Seite war Michael Jackson schon seit meiner Kindheit Teil meines Lebens. Mit neun Jahren sang ich Ben, ohne zu wissen, um was oder um wen es in dem Song genau ging. Ich kann garnicht sagen, wie oft ich und meine Freunde den Moonwalk ausprobiert haben, oder wie sehr wir von den Lyrics oder Melodien, oder den Dance Moves bewegt waren – am allermeisten jedoch durch diese Stimme. Er sang aus seinem Herzen und das war immer zu spüren… auch wenn es bei She’s Out Of My Live auf Tränen reduziert war, und einige zu seinen Lebzeiten über ihn lachten und sich lustig machten, dass er bei der Aufnahme in Tränen ausbrach. Vielleicht sind jetzt wir diejenigen, die weinen, wenn wir diesem Song zuhören.

Michael Jackson war nicht die einzige Stimme da draussen, aber er war die Stimme der Welt. Der Welt der Musik, der spirituellen Welt und auch der politischen Welt, über viele Jahrzehnte und Generationen…und jetzt, nach seinem Tod, ist es offensichtlich, dass er Menschen aller Länder, Religionen und Herkunft vereinte. Das kann man über Politiker oder Religionsführer oder die Vereinten Nationen nicht sagen. Keiner ausser Mr. Jackson hat das geschafft.

In den kommenden Generationen werden viele nicht glauben, dass eine so begabte Seele tatsächlich existierte, denn die Welt wird nie wieder einen wie ihn sehen. Ich wünschte, dass die Medien und wir, die Liebhaber seiner Kunst, ihn das vor seinem Tod hätten wissen lassen. Ja, er hatte in London 50 Shows in 3 Stunden ausverkauft, und auch das ist eine Form von Liebe und Wertschätzung, aber hörten wir auch auf seine Lyrics und auf die Intentionen seiner aufschlussreichsten Lieder? Und wenn wir es taten, beherzigten wir es auch?

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Michael war ein Botschafter, und so, wie alle Botschafter vor ihm, war seine Botschaft ganz klar, und wir danken ihnen dafür, in dem wir sie schikanieren. Jeanne d’Arc, JFK, Gandhi, Martin Luther King, Jesus… alle sagen das gleiche, und wir sind dagegen immun. Michael benutzte andere Mittel, als die zuvor erwähnten. Er sang und tanzte, er sprach in Interviews darüber, wie selbstsüchtig und verrückt die Welt ist, er benutzte moderne Mittel und Medien, um eine Veränderung in Gang zu setzen, während er gleichzeitig auch versuchte sich selbst und seiner Vergangenheit (Kindheit) zu entkommen.

Vielleicht wird die Welt eines Tages seiner Botschaft zuhören, die uns immer wieder durch verschiedene Seelen übermittelt wird, durch verschiedene Gesichter und mit unterschiedlichen Methoden… und dann können wir vielleicht die Last teilen, von der Menschen wie Michael dachten, sie ganz alleine tragen zu müssen und dann von diesem Gewicht erdrückt wurden.

Danke für die Musik, Mr. Michael Jackson, und dafür, dass du den Mut hattest, wie ein Löwe aufzutreten und dennoch zu sprechen, wie ein Kind. Ich hoffe, du hast eine gute Reise nach Hause.

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Quelle:La Vie En Rose and Michael Jackson ? MySpace-Blog von Dan Reed: | (http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=77371604&blogId=498622104) https://www.facebook.com/notes/dan-reed/la-vie-en-rose-and-michael-jackson/373025259892/

‘La Vie En Rose’ and Michael Jackson

One week before the news of Michael Jackson’s death came, I had just watched a movie called ‘La Vie En Rose’ (roughly translated as ‘Life is Bliss’), a film that displays the life and death of Edith Piaf, a magnificently gifted French vocalist who struggled all through her life, from childhood to her lonely, painful and slow death on a small farm in the countryside of France. After watching the film I was almost in tears realizing how much joy this ‘song bird’ gave to the world and yet the world did not take care of her the way her talent and voice had taken care of the world’s spirit. Hearing a week later that Michael Jackson had died, perhaps not as ‘alone’ as Edith yet still alone, was deafening. One could argue that Michael was indeed alone in his solitude amongst the myriad of people all trying to make a living off of him and in the end this attributed to his demise, for where were his friends and family when he needed comfort, and support for his pain, both physical and mental? Perhaps they were there, but Michael could not hear them.

Like Edith, Michael was and still is the worlds ‘songbird’. In his interviews, lyrics, melodies and his dance, he always reached for something higher that exists within ourselves. He tried to point humanity in a compassionate direction, despite what people believed of the controversy that surrounded his later years.

His father Joseph Jackson, appearing to show no remorse or sense of loss whatsoever since his son’s death is a testament to the truth that Michael told in his interviews over a decade ago where he described his desolate childhood, and the sickness that followed him his whole life whenever his father was near. Maybe Michael would not have been so innovative and driven had his father not been such a tyrant within the family atmosphere, but Michael turned his pain into a art, into hope, into more pain in his life… and through that process he touched the heart of the entire world.

I imagine more people in the world have been touched by Michael Jackson’s art than have been touched by Jesus, or Mohammed, or the Torah. Michael touched everyone with his music and one need to look no further than the song “Man In The Mirror”, to understand what and who Michael Jackson was, or at the very least who he longed to be and how he wished the world to be.

We put our song birds in a cage, we ask them to sing, we show them off and parade them around, give them awards, and then we feed them with fan mail, cynicism, critiques, condescending headlines, and when they die of starvation of the soul… like Edit Piaf and Michael, the world sits back in shock and marvel at how much of an empty space they left behind, when all the while we could have fed them with friendship, listened to their pain and help lift them instead of trying to bring them down, and possibly allowed them to flourish outside of the cage, instead of crumble within.

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I was not alive during Edith’s era, but was touched by her story. Michael Jackson on the other hand was a part of my life since childhood. I was 9 years old singing the song ‘Ben’ having no idea what or who the song was about. I can’t tell you how many times me and my friends have tried to moonwalk, or how we were moved by the lyrics, melodies, the dance moves, but most importantly the ‘voice’! He sang from his heart it always appeared… even when reduced to tears in ‘She’s Out Of My Life’, some would laugh and snicker at him breaking in to tears on the recording when he was alive… perhaps now it is us who will cry when listening to this song.

Michael Jackson was not the only voice out there, but he was the world’s voice… in the music world, the spiritual world, and in the political world as well, through many decades and generations… for it is obvious now after his death he has united people from every country, from every religion and every background… this cannot be said of politicians or religious leaders, the United Nations… no one but Mr. Jackson has done this.

In the generations to come many will not believe that a gifted soul like this had ever existed in reality, for the world will never see one such as him again. I wish the media and us, the lover’s of his art, would have let him know this before his passing. Yes, he sold out 50 shows in London in 3 hours, and this indeed is a form of love and appreciation… but did we hear his lyrics and the intention of his most insightful songs? And if we did, did we heed their call?

Michael was a messenger and like all the messengers before him, their ‘message’ was clear, and for our gratitude we often persecute them. Joan of Arc, JFK, Gandhi, MLK, Jesus… all were saying the same thing and were extinguished because of it. Michael used different tools then the aforementioned, he sang and he danced, he spoke of how selfish and silly the world is in interviews, he used the tools of modern man and media to try and affect change, even while contorting himself to escape his own self, his past.

Maybe some day the world will listen to this ‘message’ that is brought to us over and over again through different souls, different faces and different methods… and then we can possibly share the burden that people like Michael Jackson seem to feel the need to carry on their own and get crushed beneath it’s weight.

Thank you for the music, Mr. Michael Jackson… and for having the courage to perform like a lion and yet speak as a child. May you have a safe journey home.

Michael Jackson wird für immer weiterleben!

The music industry giants of America, with their racist press collaborators, took away the life of the greatest entertainer the world has witnessed in recorded history.  Unlike anyone in human history, way more than any president of modern times, or emperor of the ancient age…It was Michael Jackson who was recognized by people all across the globe.
Michael Jackson was the black man who steadfastly refused to walk the ropes, to plead with the press to sell his musical soul, to corporate copyrighters.
Everything he did, he did with a sense of dedication that shook the foundation of common knowledge, violating the principles of the status quo.
– Saswat Pattanayak  New York based Media Research Scholar

Die Giganten der Amerikanischen Musikindustrie und ihre rassistischen Presse Kollaborateure nahmen das Leben des größten Entertainers, den die Welt in der Geschichte der Musikaufzeichnung je gesehen hat.
So wie sonst niemand in der Geschichte der Menschheit – weitaus mehr als jede Ikone der westlichen Welt, mehr als jeder Präsident der Neuzeit oder Eroberer der Vergangenheit – war es Michael Jackson, der von Menschen auf dem ganzen Globus erkannt wurde. Michael Jackson war der Schwarze, der es standhaft verweigerte, in der Linie zu marschieren, mit der Presse zu heulen und seine musikalische Seele dem Copyright der Industrie zu verkaufen.
Alles was er tat, machte er mit einer Hingabe, die die Grundfesten des allgemein bekannten und die Prinzipien des Staus Quo erschütterte.
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Michael Jackson Will Forever Live On!

von Saswat Pattanayak

Am Ende brachten sie Michael Jackson um.

Die Giganten der Amerikanischen Musikindustrie und ihre rassistischen Presse Kollaborateure nahmen das Leben des größten Entertainers, den die Welt in der Geschichte der Musikaufzeichnung je gesehen hat.

Michael Jackson starb seit mehreren Jahren einen langsamen Tod. Vor allem, seit er seine Stimme gegen die Sony Corporation und die ausbeuterische Musikindustrie erhoben hatte. Seitdem er, mehr als irgendein anderer Einflussreicher, die Misere der schwarzen Künstler als Opfer von Rassismus beleuchtete: “Die Platten Firmen haben sich wirklich, wirklich gegen die Künstler verschworen. Sie stehlen, sie betrügen, sie machen alles, was möglich ist. Besonders gegen schwarze Künstler.” Weil er es nicht akzeptierte, dass der Vorsitzende von Sony, Tony Mottola, einen Afro Amerikanischen Künstler als “fetten schwarzen Nigger” bezeichnete, verurteilte Jackson ihn als “gemein, Rassist, eine sehr, sehr, sehr teuflische Person”. Michael Jackson hat seinen Standpunkt gegen Rassismus…

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Earth Song – Das Lied der Erde singen

Heute ist “Earth Day 2018”

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Übersetzung des Artikels: Singing the Earth’s Song: Someone Was Singing Earth’s Song Long Before it Was Fashionable to Become Her Voice – von Barbara Kaufmann – http://voiceseducation.org/node/7894

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Das Lied der Erde singen: Jemand sang das Lied der Erde schon lange bevor es modern wurde, ihre Stimme zu werden

Die Worte „Stummer Frühling“ beschwören ein entsetzliches Bild herauf – nach den dunklen, kalten Wintermonaten bricht ein Pseudo-Frühling heraus, mit einem lautlosen Wind, der keine Geräusche von Singvögeln mit sich trägt, keinen Froschgesang, kein Grillenzirpen, keine Bienen, um die Blumen zu bestäuben, und deshalb auch keine Blumen oder Nahrung… und kein… Leben.

Schwer vorstellbar. Aber genau dieses Szenario stellte sich eine Autorin vor, die etwa 1962 die ersten Umwelt-Alarmglocken läutete, eine Meeresbiologin namens Rachael Carson schrieb „Der stumme Frühling“ (Silent Spring) nachdem sie einen Pestizid Cocktail aus Heizöl und DDT entdeckte, der auf Feldern versprüht wurde, um die Nutzpflanzen vor zerstörerischen Insekten…

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Michael Jackson und Vitiligo

In diesem Post findet man alle wichtigen Infos über Michael Jacksons Hautkrankheit Vitiligo.
Ein weiterer Post zu diesem Thema:
https://all4michael.com/2016/06/03/apropos-vitiligo-hatte-michael-jackson-vitiligo/

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Michael selbst äusserte sich selten über seine Vitiligo Erkrankung. 1993 gab er dazu im Interview mit Oprah Winfrey, als sie ihn danach fragte, ein kurzes Statement ab:

Michael: “Also das ist die Situation: Ich habe eine Hautkrankheit, die die Pigmentation meiner Haut zerstört. Das ist etwas, wogegen ich nichts tun kann. Okay? Aber wenn die Leute Storys erfinden, dass ich nicht der sein will, der ich bin… das verletzt mich!”

Das ist ein Problem für mich, okay? Ich kann es nicht kontrollieren. Aber was ist mit all den Millionen Menschen, die draußen in der Sonne sitzen, um dunkler zu werden? Um anders zu werden, als sie sind — niemand sagt etwas darüber!”

Oprah: Und wann hat das begonnen? Wann fing die Farbe deiner Haut an, sich zu ändern?

Michael: Oh ja, ich weiß nicht. Irgendwann nach ‘Thriller’, um ‘Off the Wall’, ‘Thriller’, irgendwann damals.

“Das liegt in meiner Familie…

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