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David LaChapelle – “American Jesus”

David LaChapelle – American Jesus

Nach Michaels Tod, 2009, erschuf der Fotograf und Künstler David LaChapelle diese Serie aus 3 Fotografien mit dem Titel: American Jesus (The Beatification: I’ll never let you part, for you’re always in my heart / Archangel Michael: And no message could have been any clearer / Pietà: Hold me, carry me boldly)

Als Modell für die Serie, die auf Hawaii fotografiert wurde, diente La Chapelle der MJ-Impersonator Carlo Riley. LaChapelles Werke sehen oft aus wie Gemälde, oder Photoshop Arbeiten, sind aber immer Fotografien, die er bis in jedes kleinste Detail „live“ arrangiert und inszeniert.

Im folgenden sind mehrere Aussagen von David LaChapelle zu seiner Fotoserie „American Jesus“ und zu seiner Sicht von Michael Jackson zusammengetragen und übersetzt. Sie stammen aus Interviews und Lesungen, die David seit 2009 zu dieser Foto-Serie gegeben hat. (Quellen/english version am Seitenende)

…………………………………

>> Er war ein Mensch der biblische Extreme lebte: Die berühmteste Person der Welt, auf fast hingebungsvolle Art geliebt, der dann in das tiefste Tief der Gesellschaft abstürzte; er wandelte sich von einem dunkelhäutigen Schwarzen in einen hellhäutigen und während all dem sang er diese heilsamen Lieder. In dem Interview mit Martin Bashir sieht man ein kahlköpfiges , an Krebs erkranktes Kind. Später sieht man ihn noch einmal, und es geht ihm viel besser, und seine Familie sagt, dass Michael ihn geheilt hat. Ich bin katholisch, und das Heilen von Kranken ist ein Kriterium der Heiligkeit. Ich sage nicht, dass er wirklich ein Heiliger war, aber er war so überirdisch und erfüllt auf jeden Fall die Kriterien des Märtyrertums. Er hinterfragt all diese Aspekte von Geschlecht und Rasse, die wirklich heisse Themen unserer Gesellschaft sind. Warum kann ein Mann nicht die Hand eines Kindes halten? Muss es erotisch gesehen werden? Ich denke, das sagt genau soviel über unsere Gesellschaft aus, als über ihn.

Für das Foto habe ich einen Michael Jackson Impersonator benutzt. (Carlo Riley, Anmerkung) Ich habe viele Wochen damit verbracht, die Pixel so zu verschieben, um das Gesicht von Michael Jackson von ca 1990 zu erschaffen. Es ist eine Fotografie, aber es ist kein Portrait, es ist eine neue Definition dessen, was ein Foto ist. Wir verbrachten sehr viel Zeit mit den Details, und es besteht kein Zweifel daran, dass es Michael Jackson ist. Aber er hat nie selbst dafür Modell gestanden. Es war ein seltsames Konzept. In gewisser Weise war es, wie ein Gemälde zu erstellen. Anschliessend war es Zeit, wieder zu den anderen Dingen zurückzukehren, den Collagen.<<

(1 – LaChapelle / Interview Magazine, 2009)

Archangel Michael- And No Message Could Have Been Any Clearer 1990 Chromogenic Print © David LaChapelle

Archangel Michael: And no message could have been any clearer

>>Sein Tod lehrt uns über Verachtung und Verurteilung. Es ist ein Beweis der unnatürlichen Angst unserer Gesellschaft vor allem, was anders ist. Er beleuchtete die grundliegenden Vorurteile gegenüber Geschlecht und Hautfarbe. Er entlarvte unser Bedürfnis, diejenigen zu stürzen, die wir zuvor bewundert haben; unser Bedürfnis dabei zuzusehen, wie der größte Star, mit den größten Errungenschaften so tief stürzt, bis es die Hölle auf Erden sein musste. Wir drängten dem reinen Herz unsere Perversionen auf – eine moderne Hexenjagd, im Fernsehen ausgestrahlt.

Er schien androgyn zu sein, schon als junger Mann zeigte er eine Mischung seiner männlichen und weiblichen Seite. Auch wenn er sehr aggressiv und männliche Darbietungen zeigte, konnte er auch fliessend Ambivalenz darstellen – er hatte definitiv diese Magie, die wie ein naturgegebener Segen auf die Sicht der Welt ist, und seine Anziehungskraft so groß machte. In manchen Kulturen wird Andersartigkeit gefeiert, in anderen verboten. Für Entertainer gibt es weniger strenge Vorstellungen. Aber aufgewachsen als Zeuge Jehova und weltlicher Performer mit pluralistischer Sichtweise, musste es eine Herausforderung sein. Fakt ist, er war eine übernatürliche Erscheinung, und es ist unmöglich sich vorzustellen, wie viel Freude diese Musik der Welt gegeben hat, wenn man all die vielen Stunden zusammen nimmt, die Menschen ihr zugehört und darauf getanzt haben.<<

(2 – LaChapelle / Flaunt Magazine, September 2009)

>>Letztendlich war es eine moderne Hexenjagd. „Die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Michael Jackson“. Berichten zufolge der teuerste Gerichtsprozess gegen eine Einzelperson, die den Steuerzahler 80 Millionen Dollar kostete. Und sie fanden nichts.

Vielmehr ist es so, dass man, wenn man die Prozessmitschriften liest, erkennt, dass diese Farce niemals vor Gericht hätte kommen dürfen. Die Anklage fand nichts und die Beschuldigungen gegenüber Michael Jackson waren falsch und abscheulich. Der Hauptankläger schien einen persönlichen Rachefeldzug gegen Michael zu führen. Die Geschworenen befanden ihn unschuldig – der Fall wurde geschlossen.

Warum wollen wir sehen, wie unser einst geliebtes Idol abstürzt? Der Absturz von höchster Höhe in die dunkelste Tiefe? Warum freut man sich wenn, man die Zerstörung eines anderen Menschen beobachtet? Wie Michael es ausdrückte: Es beginnt mit dem Mann im Spiegel, wir müssen auf uns selbst sehen, und diese wichtige Frage beantworten.<<

(3 – LaChapelle / Tel Aviv Museum of Art Solo Exhibition, 2010)

LaChapelle

The Beatification: I’ll never let you part, for you’re always in my heart

>>Er war ein unschuldiger Mann, es besteht kein Zweifel daran, dass Michael völlig unschuldig war. Deshalb ist es eine Tragödie, dass wir diesen großartigen Künstler verloren haben. Und sein Leben ist biblisch oder episch, in dem Sinn dass er der berühmteste Mensch der Erde war und dann mit dem Schlimmsten beschuldigt wurde, das es gibt: pädophil zu sein. Und das zu überleben – manche sagen jetzt sicher: „Aber er ist doch gestorben“ – aber er war ein Held, weil er das bis zu seinem 50. Lebensjahr überlebt und all diese Last solange ertragen hat.

Und dann seine Vitiligo, die seine Haut fleckig werden lies. Vitiligo lässt deine Pigmente verschwinden und so hatte er mehr weiße Stellen in seinem Gesicht, als dunkle, und deshalb bleichte er es einheitlich weiß. Und die Leute sagen dann: „Oh, er wollte weiß sein.“

Michael hatte sicher ein paar plastische Operationen, deshalb sah er anders aus. Ich denke, er wollte auf der Bühne wunderbar aussehen, und das tat er. Und wir verspotten das, was anders ist, als wir selbst, das, was wir nicht verstehen. Wir fürchten uns vor dem, was wir nicht verstehen oder was anders ist, als wir selbst. Man sagt, es gibt etwa 30 Kategorien des menschlichen Gesichts, in die jeder von uns eingefügt werden kann. Und jetzt haben die Leute die Möglichkeit, 40 Kategorien zu erschaffen, Kategorien, die in der Geschichte der Kunst zuvor nie gesehen wurden. Und diese Menschen haben heute die Technologie, ihr Gesicht in etwas völlig neues umzuwandeln, das wir nie zuvor gesehen haben. Es könnte also sein, dass auch so etwas dazu beigetragen hat, dass wir so hart über ihn urteilten und ihn vorverurteilten. Er war unschuldig, er hatte nichts getan. Und von diesem Level an Berühmtheit und Beliebtheit wurde er zu dieser Witzfigur gemacht… und er war ein großartiger Künstler, der uns soviel gab. Nach seinem Tod fand man heraus, dass er 400 Millionen Dollar an wohltätige Organisationen gespendet hatte und Kalifornien gab 80 Millionen Dollar dafür aus, ihn vor Gericht zu bringen. Diese Sache hätte niemals vor Gericht kommen dürfen.

Diese Bilder sind für mich seine wahre Essenz, der wahre Michael. Michael, der Erzengel. Ich sage nicht, dass er eine religiöse Figur ist, oder ein Heiliger. Aber ich glaube, er ist so dicht daran, wie es nur geht. Jemand, der wirklich wie ein Engel war, uns all dies wunderbare Musik gab und immer nur die reinsten Absichten hatte – und wir haben ihn dafür verurteilt und gekreuzigt.<<

(4 – LaChapelle / Lesung in Stockholm, Schweden, Dezember 2012.)

>>Michael wollte auf der Bühne wunderbar aussehen, wie ein Gemälde, und für seine Fans schien er ein Engel zu sein. Er hatte immer nur die besten und wunderbarsten Absichten – aber wir entschieden, ihn zu verurteilen und zu kreuzigen. Seine geheimgehaltenen Spenden an wohltätige Organisationen summierten sich auf über 400 Millionen – erst nach seinem Tod wurde das öffentlich. Und Organisationen für Kinder und Krankenhäuser, wie das Michael Jackson Burn Center in Los Angeles, sind ein Beweis seiner engelsgleichen Seite, die traurigerweise von den mainstream Medien ignoriert wurde.<<

(5 – LaChapelle / Lesung Fotografiska in Stockholm, Sweden – 2013)

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American Jesus (Pietà): Hold me, carry me boldly

>>Die Pietà ist wohl die berühmteste und am häufigsten dargestellte Todes-Szene der Kunstgeschichte, weit zurück bis zu den ersten biblischen Abbildungen. Viele Künstler haben eine Pietà geschaffen und für mich bedeutet sie das symbol für den größten Verlust. Eine Mutter, die ein Kind verliert, es kann keinen größeren Verlust geben. Und diese Idee greife ich auf, ich habe schon mehrmals eine Pietà geschaffen. Und hier ist Michael Jackson in den Armen von Jesus. Wir verloren diesen großartigen Künstler, und für mich ist er ein Märtyrer unserer Zeit, ein Mensch, der der Welt so viel gab.

Es ist unglaublich, wie eine derart berühmte Person, weltberühmt, auf der Spitze seiner Karriere wahrscheinlich die berühmteste Person der Welt, dann zu einem Monster gemacht wurde – und es war nicht wahr. Alles ging nur um Gier. Alles was man tun muss, ist die Gerichtsmitschriften zu lesen, als er vor Gericht unschuldig befunden wurde. Es war der teuerste Prozess der USA gegen eine Einzelperson. Nicht gegen einen Terrorist – gegen Michael Jackson. Die USA gaben 80 Millionen Dollar aus, um etwas herauszufinden, was er getan hatte – und natürlich konnten sie nichts finden. Es war eine moderne Hexenjagd, im Fernsehen übertragen. Und wir müssen uns fragen, was reizt uns daran, einen Menschen auf ein hohes Podest zu stellen, und zu sehen, wie anschliessend die Tabloid-Presse wie ein nie endender Albtraum für ihn wird? Und warum gefällt es uns, unsere einstigen Helden leiden zu sehen und ein bizarres Vergnügen an ihrem Untergang zu finden?<<

(6 – LaChapelle / Interview, Museum Groningen, 2018)

Quellen:

1 – Interview Magazine: http://www.interviewmagazine.com/blogs/art/2009-09-14/david-lachapelle-rape-of-africa-/

2 – “His death teaches the world about condemnation and judgment. It proved our society’s unnatural fear of anything that’s different. He illuminated basic prejudices like gender and skin color. He exposed our need to topple those we once adored; our need to witness the brightest star, highest achiever, fall to the depths of what must have been a living hell. We imposed our perversions on the pure of heart – a modern day televised witch hunt. He seemed to be androgynous, from when he was a young male and female sides a mixture of both. Although he has an aggressive masculine delivery he could also flow and present ambiguity -definitely had that magic, which seemed to be a kind of naturalness a blessing for which to see the world through – and made his appeal so broad —In some cultures this otherness is celebrated, some forbidden -for an entertainer there are less rigid perceptions –For being raised a Jehovah’s Witness … and secular performer with a pluralistic POV it must have been challenging -The facts are: he was a supernatural phenomenon – and it’s incalculable to realize how much joy that music, if you put together all those hours of people listening and dancing to it, has given the world.”
– David LaChapelle speaking with FLAUNT Magazine in September 2009

3 – “In the end,  this modern day witch hunt —“the people of the United States of America -against Michael Jackson” reportedly the most expensive court case in US history against an individual cost taxpayers $80 million.
…And they found nothing … In fact, if one reads the court transcripts, which are currently available to the public upon request, one will find this farce should never have gone to trial in the first place. The prosecution found nothing and the accusations against Michael Jackson where false and of the most heinous nature. The main prosecutor seemed to have a personal vendetta against Michael. The jury found him innocent of all charges -the case closed-
What is it in our nature that wants to see the once beloved idol’s demise? The fall from the greatest heights to the darkest depths? Why do we get enjoyment out of watching the destruction of another human being? Like Michael said, it starts with the man in the mirror, we need to look at ourselves and ask this important question.”

– David LaChapelle speaking at the Tel Aviv Museum of Art Solo Exhibition lecture in 2010

4 – The famous american photographer David LaChapelle had an exhibition and a lecture in Stockholm, Sweden in december 2012.

https://www.youtube.com/watch?v=bLAPk6wvPwM

He was an innocent man, there’s no doubt that Michael was completely innocent. So the tragic is that we’ve lost this great artist. And his live is like biblical or epic in a sense of that we have the most famous person on the planet and then brought down to the level of the worst thing you can be accused of, being pedophile. So to survive that – some may seay but he died, but he was a hero because he lived the 50th. – and carry that burden.

And also his vitiligo that turned his skin blotchy… vitiligo is when the pigment dissapears from peoples skin, and so he had more white blotches on his face than dark, so he bleached it all white, and people say, „oh, he wants to be white“. Michael did, like some plastic surgery, so he looked differently. I think he wanted to look beautiful on stage which he did. And we mock what is different from us, which we don’t understand. We fear what we don’t understand or what is different from us. They say that there are 30 categories of the human face that each one of us falls into, and people now have the ability to create the 40th category, you know, which is never been seen, in art history… so these people have the technology today to actually make their face in something brand new that we’ve never seen before. So maybe that was part of the reason too why we judged him so harshly and convicted him before. He was innocent, he hadn’t done anything. You go from that level of fame to be beloved all over the world, becoming this joke and to be persecuted to the level which he was… and to be such a great artist who gave us so much, you know, after he died we found out that he gave 400.0000 $ to childrens charities and California spent 8 Million $ in trying to prosecute him. This thing should never have gone to trial…

These images I feel is the true essence, the true Michael. Michael the archangel. I’m not saying that he is a religious figure or a saint but I think he is as close as we get, someone who was that incredible angel, giving us this great music and really having pure intentions and we just chosed to kind of persecute him. And crucified him.“

5 – „Michael wanted to look beautiful on stage like a painting and he appeared to his fans as a real angel. He had the most beautiful intentions and we decided to persecute and crucify him. In fact – his secret charitable donations which came to over 400 million – discovered after his death and children’s charities and hospitals like the Michael Jackson burn center in Los Angeles (listed in the Guinness book of world records) proves this angelic side to him – sadly ignored by mainstream media.“

– David LaChapelle lecturing at Fotografiska in Stockholm, Sweden, 2013

6 – https://vimeo.com/282271139

The Pietà is in art history probably the most famous and often repeated death scene going way back to the very first biblical images. Many artists have made their Pietà and so the Pietà for me has become a symbol of greatest loss. A mother losing a child, there can be no greater loss. And so taking that idea – I’ve done the Pietà several times. And here is Michael Jackson in the arms of Christ. We lost that great artist and to me he’s a modern day matyr and someone who gave the world so much… It’s amazing how someone so famous, world famous – probably the world famoust person at the hight of his career, who was then turned into this monster and it was not true. It was all about greed. All you have to do is to read the transcripts when he’s found innocent in the trial… the most expensiv trail in the U.S. History against an individual. It was not against a terrorist – it was against Michael Jackson. People versus… the U.S. versus Michael Jackson. The U.S. spent over 80 Million dollars to find something what he’d done, which they couldn’t find anything. And you know, it was a modern day witch hunt, televised. We have to ask ourselves, why do we like to put people up so high and then all the tabloid was just this never ending nightmare for him? And why we enjoy watching people suffer which once were heroes and somehow take this bizzare pleasure in their down fall?

– David LaChapelle, Interview Museum Groningen 2018

http://www.lachapellestudio.com/portraits/paris-jackson/

2017 fotografierte LaChapelle auch Paris Jackson für ein Interview mit dem Rolling Stone

2015 kreierte er das offizielle Video für den Queen /Freddie Mercury/Michael Jackson Song „There Must Be More To Life Than This“

LaChapelles Bilder sind auch Teil der aktuellen Ausstellung „Michael Jackson On The Wall“ der National Portrait Gallery, London

https://www.npg.org.uk/whatson/michael-jackson-on-the-wall/exhibition/

Mehr über David LaChapelle:

https://www.zeit.de/zeit-magazin/mode-design/2017-10/david-lachapelle-lost-found-good-news-anthologie

Übersetzungen: M.v.d.Linden

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Debra Willis über ihre Freundschaft mit Michael – Interview von Larry Nimmer

Übersetzung eines Gesprächs mit Debra Willis, aufgezeichnet von Larry Nimmer, am 30.6.2018. Ich empfehle, das Video auf jeden Fall anzusehen, denn Debra berichtet oft sehr emotional – etwas, was bei einer schriftlichen Wiedergabe schwer zu vermitteln ist und deshalb nicht wirklich rüberkommt.

Larry Nimmer ist der Filmemacher, der für den Prozess 2005 von Michaels Verteidigungsteam beauftragt wurde, einen Film über die Neverland Ranch zu machen. Tom Mesereau wollte der Jury vermitteln, was Neverland für ein wunderschöner, heilsamer Ort ist. Da der Richter nicht erlaubte, dass die Jury sich davon vor Ort überzeugen konnte, wurde Nimmer beauftragt, einen Film zu erstellen, der anschliessend der Jury gezeigt wurde. („Larry Nimmer: The Untold Story Of Neverland“)

Debra Willis: Ich traf Michael 1998 in New York City. Ich war als Security tätig und er kam zum einkaufen, für seine Kinder, denn er sah sich Spielsachen an.

Ich war also Security in einem Spielwarenladen in der Miracle Av./ 34 Street. Er kam herein, um etwas für seine Kinder einzukaufen, und man hatte ihm gesagt, dass ich seine Begleitung sein würde, zusammen mit seinen eigenen Leuten. Wir liefen durch verschiedene Abteilungen und kamen dahin, wo es Furby gab. Das kleine Tier, das kicherte, herumspringen oder mit den Augen wackeln konnte. Und Michael wußte offensichtlich nicht, wie dieses Spielzeug funktionierte. Ich fragte, ob ich ihm helfen könne und nahm es, und als es zum anfing zu kichern und herumzuhüpfen, erschreckte er sich. Aber er lachte dann, und ich lachte auch.

Anschliessend redeten wir für die nächsten 1,5 Stunden…

Larry Nimmer: Worüber habt ihr gesprochen?

DW: Zu dieser Zeit war mein ältester Sohn in einer Klinik für Gelenkerkrankungen. Er hatte nur ein Jahr zuvor eine Operation am Rückgrat. Er hatte eine schwierige Operation und war lange auf der Intensivstation. Und ich denke, irgendwer hatte Michael erzählt, dass mein Sohn krank sei. Ich denke, es war die Frau, die hinter uns war, sie sagte zu ihm: „Ihr Sohn ist krank.“ Er hielt sofort inne und begann, mir Fragen zu stellen. Und als ich zu erzählen begann, sagt er: „Du bist aber nicht aus New York“ Und ich antwortete: „Nein.“ Er stellte dann viele Fragen, über die Operation, ob sie erfolgreich war und solche Dinge.

Später, als er wieder ging, küsste er mich auf die Hand und die Wangen, er war sehr nett und liebevoll. Er sagte, er würde für meinen Sohn beten und entschuldigte sich, dass er meinen Sohn nicht besuchen könne. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Er fragte nach meiner Telefonnummer und sagte, wir würden in Kontakt bleiben, und das war’s.

Dann, am 23 Dezember, also etwa 3 Wochen später, rief er an. Ich ging ans Telefon und fragte wer da sei, und er antwortete Michael Jackson, und ich legte auf. Nach ein paar Minuten rief er wieder an, sagte wieder ‘Hallo’ – aber ich dachte immer noch, es sei ein Scherz, es seien Kollegen von der Arbeit. Es waren ja auch andere dabei gewesen…

Ich legte also wieder auf, und dachte wirklich, es sind die Kollegen, und er rief ein drittes Mal an. Dieses Mal fragte er: „Wie geht es deinem Sohn“. Und dann wurde es mir klar… Oh wow… meine Knie begannen zu zittern als mir klar wurde, dass er es wirklich ist. Ich entschuldigte mich mehrmals, aber ihm gefiel es. Wir redeten dann eine Weile und dann hörte ich nichts mehr von ihm bis etwa Februar. Etwa um den Valentinstag herum, denn er schickte mir Blumen. Er dankte mir für die Freundschaft, und ich fand das wundervoll. Er rief dann etwa 1x pro Monat an, manchmal auch erst nach 2 Monaten.

LN: Worüber habt ihr euch unterhalten?

DW: Wir sprachen über alles mögliche. Natürlich fragte er immer, wie es meinem Sohn gehe. Denn mein Sohn ging nach dem Krankenhausaufenthalt in eine Reha. Er musste alles neu lernen, er musste neu laufen lernen, oder lernen, wie man einen Löffel hält.. all die Dinge, die wir für selbstverständlich halten, musste er von neuem lernen. Er hatte Skoliose, deine Wirbelsäule ist dann S-förmig verbogen. Und er hatte einen kleinen Buckel, so dass er etwas nach vorne gebeugt war. Er war zu der Zeit erst 11 Jahre alt.

Michael rief also immer wieder an, wir redeten und ich fragte nach seinen Kindern… Immer wenn er nach New York kam, gab er Bescheid, wo er sich aufhielt. Ich brachte auch meine Mutter von North Carolina mit zu ihm, … das war zu der Zeit, wo ich noch nicht wußte, dass er sich oft verkleidete. Er verkleidete sich, und kam zu unserem Hotel. Wir hatten eine Zeit ausgemacht, und es wurde 7:20, 7:30, aber Michael erschien nicht. Und ein paar Minuten später klingelte es an der Zimmertür. Ich guckte raus, und meine Mutter sagte: “Mach bloß nicht einfach die Tür auf, wir sind in New York!“ Aber ich tat es trotzdem und draussen stand ein Mann. Ich fragte, ob ich ihm helfen könne, und er antworte nicht. Und Mutter sagte immer noch, „Mach nicht die Tür auf!“ Dann klingelte mein Telefon, und seine Security war dran und sagte: „Mr. Jackson würde gerne herein kommen.“ Ich war völlig baff – ich sah wieder den Mann an, und ich konnte einfach meinen Augen nicht trauen! Er sah aus, wie ein alter Mann, mit grauen Schläfen und einer runden, goldenen Brille, einem kleinen Schnurrbart, einfach verrückt. Aber wenn du dir die Augen angesehen hast, dann konntest du erkennen, dass er es war. Aber ansonsten… Als er dann hineinkam, stellte ich ihn meiner Mutter vor, und sie sagte zu ihm: „Junger Mann, du siehst aber überhaupt nicht so aus, wie auf all den Fotos!“ Und die beiden verstanden sich sofort! Es war verrückt.

Danach trafen wir uns, wenn er nach New York kam. Meine Mutter hatte eine Tante in New York, und manchmal trafen wir uns dort. Er brachte auch seine Kinder mit, die zu der Zeit noch klein waren. Meine Mutter behandelte einmal Paris’ Husten. Paris war ungefähr 3 oder 4. Michael sagte, er habe schon alles versucht, und meine Mutter sagte, es sei nur ein Reizhusten, und probierte es mit einer Mischung aus Honig und Zucker. Und es funktionierte.

LN: War er ein guter Vater?

DW: Er war wundervoll! Wenn du ihn hingebungsvoller Vater nennen würdest, müsstest du bei ihm sagen, ein 20-fach hingebungsvoller Vater… oder 1000-fach… er war einfach wundervoll! Und damals waren es nur Prince und Paris.

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Er besuchte auch einmal Virgina. Und wir trafen uns auch dort. Manchmal war er auch für ein paar Tage in New York, einmal auch im Juli 2002, da blieb er für 3 Tage und ich und meine Mutter verbrachten einige Zeit mit ihm während dieser 3 Tage.

LN: Hast du ihn auch in seinem Haus in NY besucht?

DW: Meistens war es in Hotels, oder er kam zu uns. Aber einmal besuchte ich ihn auch in seinem Appartement Downtown. Auf der Eastside.

LN: Über was hast du dich mit Michael unterhalten?

DW: Einfach über alles. Über Kinder, über Spielsachen, Parks, Urlaubsreisen, darüber, wie Eltern mit ihren Kindern Ausflüge machen, Wanderungen… und er sagte immer, wie sehr es ihm gefallen würde, mit seinen Kindern für eine Woche in der Natur zu sein, ein Lagerfeuer zu haben und Marshmallows zu rösten. Er träumte von solchen Dingen, aber er sagte, dass sie das wohl leider nie erleben würden.

LN: Warum mochte er dich, was glaubst du? Weil du ein ganz normaler Mensch warst?

DW: Ich glaube, weil… als ich ihn 1998 traf, war mein Sohn wirklich sehr krank. Er hatte diese schwere Operation, es ging um Leben und Tod… die Operation dauerte 17 Stunden… lang und gefährlich. Also die meisten Leute hätten sicher damals gesagt: „Oh mein Gott, Michael Jackson! In diesem Laden hier!“ Sie wären ausgeflippt… Kann ich auch verstehen. Aber ich hatte zu dem Zeitpunkt ganz andere Dinge im Kopf. Und als wir anfingen, uns zu unterhalten… wie soll ich das erklären… wenn man ihm so nahe kam, fühlte es sich irgend wie an, als hätte man eine warme Decke um dich gelegt… es gab nichts, über das man nicht reden konnte oder was er nicht verstehen würde. Nichts. Und meistens sprachen wir über unsere Kinder, über das, was wir ihnen für die Zukunft wünschten. Wir sprachen auch ein bisschen über seine Musik, aber nicht über das Showgeschäft. Wir sprachen über Musik, die wir mochten.

Einmal hat er mir einen Streich gespielt… Es war im Waldorf Astoria. Er war dort. Und ich hatte zuvor, als wir uns darüber unterhalten hatten, welche Sänger wir mochten, den Fehler gemacht und ihm erzählt, dass ich Barry Gibb immer sehr mochte, einer der BeeGees. Ich war also für ein paar Stunden dort im Hotel, und er ging zum Telefon und rief jemand an. Er redet eine zeitlang, und ich sass ein gutes Stück von ihm entfernt, in dieser Penthaus Suite. Dann hat er mir gewunken, damit ich zu ihm komme und gab mir das Telefon. Ich fragte, wer das sei, denn ich wußte nicht, wer hier mit mir sprechen könnte. Ich nahm also das Telefon und hörte diesen himmlischen britischen Akzent: „Wie geht es dir?“ „Oh, mir geht es gut…“ Und dann sagte er: „Ich habe gehört, dass du meine Musik sehr magst.“ Oh mein Gott, ich bekam weiche Knie! Ich sah zu Michael hinüber und warf ihm einen Todesblick zu! Ich konnte nicht glauben, dass er das getan hatte! Wir sprachen dann vlt. für 5 Minuten und es war wundervoll, denn seit ich ein kleines Mädchen war, mochte ich die BeeGees – und Michael machte das hier möglich.

LN: Hast du noch andere Geschichten über Michael?

DW: Er gab mal ein Interview, es war nur ein kurzes, aber ich sagte ihm, dass ich solange raus gehen würde, aber er meinte, ich solle bleiben. Ich sagte ok, und setzte mich irgendwo hin. Ich hatte ein paar Päckchen Süßigkeiten dabei. Er sprach mit diesem Typ, er hieß Steve, an den Nachnamen erinnere ich mich nicht mehr, und er sah also, wie ich dieses Zeug in den Mund tat… er war zu neugierig und fragte, was das sei, welche Süßigkeit, und wollte etwas abhaben. Aber ich sagte „Nein“. Er liebe Süßigkeiten und er hat dann wirklich das Interview unterbrochen, aber ich gab ihm trotzdem nichts ab. Erst als er dann fertig war, und der Interviewer noch schrieb, sagte Michael wieder: “Gib mir was davon!“ Ich schüttete ihm etwas in seine Hand und er warf alles gleichzeitig in seinen Mund – und es waren Pop Rocks, dieses Zeug, das in deinem Mund “explodiert“ – und sein Gesichtsausdruck war unbezahlbar! Und der Interviewer, hinten an dem Tisch, konnte sich nicht mehr einkriegen. Das war meine Rache für den Anruf bei Barry Gibb.

Michael Barry All in Your Name

Michael und Barry Gibb im Studio,  2002

LN: Wie war er? War er eher erwachsen oder Kind-gleich?

DW: Die meiste Zeit war er eher Kind-gleich, er spielte gern, er spielte den Leuten auch gerne Streiche, mochte es aber nicht so sehr, selbst hereingelegt zu werden.

Es hing aber auch immer davon ab, über welches Thema wir sprachen. Er war sehr emotional. Er sagte, dass kein Kind auf dieser Welt hungrig ins Bett gehen sollte. Und als wir darüber sprachen, änderte sich sein ganzes Verhalten. Er wollte nie ein Kind leiden oder hungern sehen, und er sagte, er habe alles in seiner Macht stehende versucht, wo immer er war – und er war an vielen Orten dieser Welt – das wahr werden zu lassen.

Wenn ich Michael mit einem Wort beschreiben sollte, dann wäre das „phänomenal“, in Bezug darauf, wie er sich um die Welt sorgte und alles gab, was er konnte. So sah ich ihn als Freund. Ich behandelte ihn so, wie ich jeden meiner Freunde behandelte.

LN: Wie oft hast du ihn getroffen?

DW: Wenn ich nachzählen müsste, wären das sicher 10 – 11 mal. Manchmal nur für 2 – 3 Stunden.

1998, als wir uns zuerst trafen, dann sah ich ihn im November und kurz nach Valentinstag 1999. Im Jahr 2000 traf ich ihn einmal, nur für wenige Stunden. Es waren höchstens einmal 6 Monate, dass ich ihn nicht sah. Zum letzten mal traf ich ihn im März 2009. Ich traf ihn jedes Jahr, manchmal nur einmal, manchmal zweimal, je nachdem – aber das letzte mal habe ich ihn im März 2009 getroffen.

LN: War er in dieser Zeitspanne verheiratet, bzw. in einer Beziehung?

DW: 1998, als ich ihn traf, war er nicht verheiratet und in keiner Beziehung – falls er es doch war, hat er es jedoch nie erwähnt. Aber ich witzelte einmal darüber, dass ich alleinerziehend sei, und er sagte, das könne er gut nachempfinden. Er sagte natürlich nie ausdrücklich, dass er keine Frau habe, oder dass er eine Freundin habe, aber da er das nachempfinden konnte, nahm ich an, dass er alleinerziehender Vater war.

LN: Hat er irgendetwas zu Neverland gesagt?

DW: März 2009 sprachen wir darüber, aber 2007 sagte Michael mir, dass er Neverland umgestalten wollte in etwas in der Art des St. Jude Children Hospital von Danny Thomas in Memphis Tennessee. Er sagte, dass er nicht aktiver Teil davon sein würde, also nicht dort leben würde, aber er wollte das ganze Anwesen für Kinder mit unheilbaren Erkrankungen zur Verfügung stellen. Er machte mit mir noch Witze darüber, dass ich ja dann dort hinkommen könne, um mich um die Kinder zu kümmern, denn ich arbeite seit 31 Jahren im medizinischen Bereich. Er hat mir immer erzählt, dass er das tun wolle.

Ihm gefiel mein Beruf, weil ich mich dadurch um andere Menschen kümmere. Ich arbeite meist mit Demenz- und Alzheimer Patienten, aber auch immer wieder mit unheilbar kranken Kindern.

Wir liebten es einfach, solche Gespräche zu führen.

Als mein jüngster Sohn noch klein war, rief Michael manchmal an und er sang ihm am Telefon „You are my Sunshine“ vor. Er war noch sehr klein, aber anscheinend hat er sich doch gut daran erinnert, denn als er den Kindergarten abschloss um in die erste Klasse zu gehen, sollten die Kinder zum Abschluss etwas vorführen – Klavier spielen, Hula Hop oder irgendetwas – und er wollte etwas vorsingen. Und er sang seiner Gruppe ‘You are my Sunshine’ vor.

LN: Weißt du, ob Michael noch andere Menschen wie dich, also ganz gewöhnliche Leute, als Freunde hatte?

DW: Ich weiß, dass es in Tennessee ein Paar gab, mit denen er auch über Neverland gesprochen hatte. Er hatte ihnen das gleiche erzählt, wie mir. Die Frau hieß Peggy. Es gab auch jemanden in Virginia – ich glaube, es gab einige Menschen wie mich. Aber er sagte einmal zu mir, wenn du überall erzählst, dass wir befreundet sind, wird man dir keine Ruhe mehr lassen. Er sagte mir, er liebe seine Fans, aber wenn ich herumerzählen würde, dass Michael Jackson ein Freund von mir sei, dann würden sie mich entweder als verrückt bezeichnen, oder mich treffen wollen, um ein Autogramm zu bekommen. Er sagte, das Beste sei, wenn ich keine große Sache daraus machen würde. Und das habe ich getan, ich hatte wundervolle 10 Jahre und ein paar Monate mit ihm.

LN: Hat er je etwas über die Beschuldigungen und all die gerichtlichen Dinge erwähnt?

DW: Wir sprachen ein paar mal darüber. Er erzählte mir von Gavin. Er sagte, dass an einem Abend, als er einfach nur in seinem Zimmer sass, um zu entspannen, Gavin zu ihm herein kam, um mit ihm zu reden. Er sagte, er brauche Hilfe, da er verwirrt sei, er sei nicht sicher, ob er Jungs oder Mädchen möge. Michael lies ihn nicht weiter reden, er sagte zu Gavin, dass ist eine Sache, die du mit deinen Eltern besprechen musst. Und Gavin sagte, dass sie ihn vielleicht nicht verstehen würden. Aber es beschäftigte Michael, denn seine Kinder waren noch klein, und es war kein Thema, mit dem er sich zu der Zeit schon auseinander setzen musste. Das kommt, wenn deine Kinder vielleicht 11 oder 12 Jahre alt sind. Und deshalb sagte er zu Gavin, er soll das mit seinen Eltern besprechen. Es tat ihm zwar leid, ihm nicht helfen zu können, aber er wußte einfach nicht wie. Er fand, das sei nicht seine Aufgabe.

LN: Sagte er noch mehr zu den Beschuldigungen durch Gavin?

DW: Ja, er sagte, er könne nicht glauben, dass irgendwer ihn so verletzen könne, ihn so in Stücke reißen würde. Er konnte es einfach nicht verstehen. Ich war für 3 Tage in Los Olivos. Nur ein paar Tage bevor der Prozess begann, und er kam jeden Abend, um mit mir zu reden. Meistens saß er da und trank Tee oder Wasser und wir …

LN: Du hast in Los Olivos gewohnt?

DW: Ja, genauer gesagt Solvang hiess der Ort, wo ich wohnte. Es wurde arrangiert, ich wurde gefragt, ob ich kommen würde… sonst war es immer so, wenn er in New York war, dass er mich anrief, und fragte, wo ich sei und ob ich kommen könnte. Aber dieses mal bat er darum. Und er saß dann dort mit mir, und sagte, er könne nicht verstehen, dass die Menschen so grausam sein und glauben könnten, dass er solche Dinge getan hätte. Er sagte, alles was ich will, ist etwas zu verändern.

Er senkte und schüttelte den Kopf, und als er wieder hoch sah, konntest du sehen, wie niedergeschmettert er war. Und was konnte ich tun? Wie sollte ich ihm helfen? Man fühlt sich so hilflos, man kann nichts tun. Er sagte: “Nie im Leben kam mir so ein Gedanke… wie kann irgendwer das denken? Bei all dem, was ich mein Leben lang getan habe, all die Wohltätigkeiten, die Spenden… wenn ich könnte, würde ich auch noch mehr persönlich mit anpacken, aber das geht nicht. Jeder weiß warum. Ich kann nicht einmal meine Kinder zum Spielen nach draussen begleiten. Wie kann irgendwer glauben, dass ich so etwas getan habe?“ Und meine persönliche Meinung ist, dass damals sein Herz und sein Geist gebrochen sind. Und  nie wieder geheilt wurden. Das ist meine Sicht. Ich sah einen Menschen, der völlig zerstört und zerbrochen war. Durch diese Beschuldigungen, die gegen ihn hervorgebracht wurden.

LN: Trank er Wein und solche Sachen?

DW: Ich sah ihn nie mehr als ein Glas Wein trinken. Er trank Wasser oder heißen Tee. Ich sah ihn nie rauchen. Ich sah ihn nie Medikamente einnehmen. Ausser einmal, da nahm er 2 Tylenol nach dem Essen. Das war alles, ich habe nie gesehen, dass er irgendwelche Drogen nahm.

LN: Was denkst du über Conrad Murray?

DW: Ich glaube, es gibt kein Loch, das tief genug wäre, um diesen Mann zu vergraben. Um ehrlich zu sein… ich weiß, dass er ein Lügner ist. Ich glaube, dass er seine Macht missbraucht hat. Und ich weiß, dass er dabei Hilfe hatte. Ich glaube nicht, dass diese Strafe von 4 Jahren annähernd ausreichend war. Ich… ich hab meine Gedanken dazu… aber ich weiß, dass ich nicht sagen soll, was ich wirklich denke, es wäre nicht richtig vor Gott… aber, es gibt kein Loch, das tief genug für ihn ist…

LN: So wie ich es sah – aber ich weiß es natürlich nicht – wurde Michael durch all diese Dinge mit Gavin Arvizo so zerstört, dass er einfach massive Schlafprobleme hatte und Conrad Murray half ihm, zu schlafen, aber er war verantwortungslos. Siehst du es so?

DW: Ja, genau. Ich denke, er missbrauchte seine Macht als Arzt, als Freund, …er bezeichnet sich selbst als jemand – wie ich einmal las – der sich sehr sorgte… aber nein, du sorgst dich bestimmt nicht um jemanden, wenn du dann all diese Sachen erzählst, die Michael angeblich getan hat. Ich habe einmal ein Interview mit ihm gesehen, er sprach mit Dr. Oz. Ich sah diese Sendung immer gerne, Dr. Oz war immer so hilfsbereit… er wollte dass es den Leuten gut geht, aber nachdem er das Interview mit Murray gemacht hatte, habe ich seine Sendung nie mehr angesehen. Ich weiß, dass sie das wegen den Einschaltquoten machen, aber es gibt Situationen, da sollte man einfach mehr Respekt zeigen. Und was ich aus dem Mund von diesem Mann (Murray) gehört habe, waren komplette Lügen. Er war kein Freund… wenn man nur seine 15 Minuten Ruhm haben will… nein, das ist kein Freund. Ein Freund behandelt einen anderen Freund nicht so. Wenn er so viele Hilfe gebraucht hätte, und dann spricht er darüber erst in einer Talkshow? Es gibt keine Hinweise, dass er zuvor irgendwen um Hilfe gefragt hätte. „Michael geht es wirklich schlecht. Ich brauche Hilfe, ich kann ihm nicht allein helfen…“ – Das hat man nie gehört. Aber hinterher sagen, er hat dieses und jenes getan, und ich hab dies und das gesehen… nein, so handelt kein Freund. Und er behauptet ja, er sei ein Freund.

LN: Wie hast du mich gefunden? Hast du mein Video gesehen? (Anmerkung: „Larry Nimmer: The Untold Story Of Neverland“)

DW: Ja, das habe ich. Ich sehe mir nicht viele Interviews an, es ist meist einfach nur verrückt… ich habe in der Vergangenheit ein paar Dinge gesehen, über die ich nur den Kopf schütteln konnte. Als ich dein Video sah, wußte ich zuerst nicht, was es war. Ich sah es an und dachte dann, endlich hat jemand die Wahrheit berichtet. Jemand hat diesen Mann, meinen Freund, endlich so gezeigt, wie er wirklich ist. Ja, er ist im Herzen ein Kind. Warum auch immer… ich bin auch im Herzen ein Kind. Physisch kann ich natürlich kein Kind mehr sein, aber im Herzen… und das hast du gezeigt, und es war wunderbar. Es beruhte nicht auf der Vergangenheit oder auf Dingen, die jemand anders sagte, es ging einfach nur um IHN und zeigte, wie er war. Und so sollte es jeder machen. Wenn du nicht weißt, wovon du sprichst, mach keinen Film darüber! Tu nicht so, als ob du ihn kennen würdest, wenn du ihn garnicht kennst. Die Leute haben Bücher geschrieben, und wie ich das sehe, sprechen sie alle über die Vergangenheit… aber du zeigtest Anstand und Respekt und das gefiel mir. Ich schrieb dir deshalb einen Brief und sagte dir, dass ich eine Freundin von ihm war und ob du mit mir einen Kaffee trinken würdest, wenn ich nach LA komme. Und du hast zurückgeschrieben, dass du dich freuen würdest. Du hast einen Brief geschrieben, nicht einfach eine email oder Textmessage. Du schriebst einen Brief und hast eine Kopie deines Videos beigelegt. Und das war einfach mustergültig.

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Larry Nimmer auf der Neverlad Ranch

Und genauso wie du, sollten die Leute Michael sehen. Er war kein schlechter Mensch, er hat nichts falsches getan. Manchmal haben wir darüber gesprochen, wie es war, als wir noch Kinder waren. Das, was mit uns getan wurde, als wir Kinder waren, ist heute gesetzlich verboten. Damals, als wir 6, oder 9 Jahre alt waren, war das nicht gesetzeswidrig. Du konntest dein Kind schlagen oder mit einem Gürtel verprügeln oder es auf Reis knien lassen, egal was… und keiner hat etwas dazu gesagt. Deine Nachbarn konnten dich schreien und um Gnade bitten hören, aber sie haben einfach Türen und Fenster geschlossen. Heute passen die Leute auf. Aber so war es damals – und er hat es heftig abbekommen. Und da gab es einige von ihnen und sie alle haben einiges mitgemacht, ich habe keinen Grund, das nicht zu glauben. Denn ich bin auch in dieser Zeit groß geworden, und ich bekam meinen Teil ab – und das nur für Kleinigkeiten. Es konnte nur eine Kleinigkeit sein… und die Leute fragen mich jetzt, was hattest du für Eltern? Ich weiß nicht, welche Art Eltern Michael hatte, aber wenn er über seine Mutter gesprochen hat, und über andere Situationen, dann haben wir oft unsere Erfahrungen verglichen. Und ich weiß, welche Art Eltern ich hatte – sie liessen sich scheiden, als ich 12 Jahre alt war, und ich blieb bei meiner Mutter und Oma, die Mutter meines Vaters, und sie zog mich groß.

LN: Sprach Michael oft über seinen Vater?

DW: Er sprach ab und zu über ihn, im Grunde war er ein guter Mensch aber er war einfach viel zu streng. Und er wußte nie, wann er aufhören sollte.

Und Michael war sehr sensibel. Er wollte nicht verletzt werden, er wollte nicht schikaniert werden. Manchmal wollte er anderen Menschen etwas Gutes tun, und er konnte die Reaktionen, die dann plötzlich kamen, nicht verstehen.

Diese Situationen kannte er auch mit seinen Fans. Es gab darunter welche, denen wollte er was Gutes tun und er lud sie ein und ähnliches, und sie benahmen sich einfach anders, als er es erwartet hätte. Es hat ihn nicht beängstigt, aber er war besorgt über manche ihrer Reaktionen. Wir redeten wirklich über alles, es gab nichts, was tabu gewesen wäre…

Wir lachten viel zusammen, oder spielten… meine Mutter spielte Karten mit ihm, z.B. Solitär. Sie spielte das immer, und er benutzte sogar ihre Gesichtscreme… ihn mit ihrer Gesichtscreme im Gesicht zu sehen ist einfach ein Anblick, den du nicht vergisst. Und als meine Mutter 2008 starb, war Michael sofort für mich da.

LN: Hat er dich angerufen?

DW: Nein, ich musste zuerst ihn anrufen, meine Mutter war ja nicht berühmt, er konnte es also nicht durch die Zeitung erfahren. Also rief ich ihn an und teilte es ihm mit – und am nächsten Tag war er da.

LN: Am Telefon?

DW: Nein, persönlich. Er kam nach Raleigh, North Carolina, das war der nächste Ort, an den er kommen konnte, 2,5 Stunden von mir entfernt. Und dort blieb er einen ganzen Tag, nur um sicher zu sein, dass mit mir auch alles ok war. Er sprach darüber, dass er auch Menschen verloren hatte und wusste, wie es mir gerade ging. Und so war er… er war ein wunderbarer, fürsorglicher, einzigartiger Mensch. Und wenn ich „einzigartig“ sage, dann meine ich besonders diese Leidenschaft, diese Liebe, die er für die Menschen hatte. Die Leute konnten etwas Falsches tun, aber er fand dennoch einen Weg, darüber hinweg zusehen. Es konnte sein, dass es etwas war, was uns völlig entsetzt hätte, aber er konnte trotzdem noch irgendetwas Gutes darin entdecken und sagen, „Also, ich sehe es folgendermassen…“ Es kam oft vor, dass ich mit Michael über bestimmte Situationen sprach und er hat mir dann seine Sichtweise dargelegt. Und ich versuchte, zu verstehen… und meist wurde es dadurch besser.

LN: Was sind deine Gedanken zu Michaels Kindern?

DW: Seine Kinder sind wundervoll. Ich traf zwei seiner Kinder 2001. Sie erinnern sich sicher nicht an mich, Prince war 4 und Paris 3 Jahre alt, Blanket noch nicht geboren. Und ich hatte eine Flasche Seifenblasen dabei, und wir machten Seifenblasen bis die Flasche leer war. Ich und Paris. Sie liebte es, mit kleinen Autos, Matchbox Autos, zu spielen. Sie fuhr damit herum, über den Tisch und überall… mit Prince habe ich Pete the Magic Dragon angesehen. Ich verbrachte vielleicht 3 oder 4 Stunden mit ihnen, es war wunderbar. Und Michael spielte mit ihnen, er spielte am Boden mit den Autos, und ich erinnere mich, an Princes Lachen, als er den Film ansah, er hatte ein süßes, glucksendes Lachen, und es war dem von Michael so sehr ähnlich. Ich fand es wunderbar, wie sie miteinander umgingen, und manchmal war es so, als wir den Film ansahen, dass er am Boden lag und sich in einer bestimmten Position hinlegte, und ich schaute zu Prince, und er hatte genau die gleiche Position eingenommen, ohne dass es ihnen bewusst gewesen wäre. Verrückt, solche Beobachtungen zu machen…

Paris malte mir ein Bild von einer grün-orangenen Raupe. Und mit einer grünen oder orangenen Kreide schrieb sie ihren Namen darauf, so gut sie es konnte. Ich habe es noch, auch wenn das Bild etwas ausgebleicht ist…

LN: Hast du je zuvor ein Interview über dein Verhältnis zu Michael gegeben? Ausser diesem hier?

DW: Nein, das ist das erste Mal. Als sein Prozess begann, haben Leute angerufen.

Als Michael starb, sollte ich eigentlich auch hier (in LA) sein. Am 23.Juni 2009 habe ich zum letzten mal mit ihm am Telefon gesprochen und er hat mich hier hin, nach LA, eingeladen um noch etwas Zeit mit ihm zu verbringen, bevor er zur Tour aufbrechen würde. Er wollte, dass ich seine Mutter kennenlernen sollte. Er stellte sie immer auf ein unerreichbares Podest, deshalb sagte ich zu ihm, dass ich dabei sicher sehr nervös sein würde. Aber er meinte, ich sei ja eigentlich keine besonders nervöse Person. Jedenfalls wollte er, dass ich komme, und ich willigte ein. Es kam schon öfter vor, dass er mich eingeladen hatte, irgendwo hin zu kommen, aber ich konnte nicht. Denn mein Job lässt das nicht immer zu, ich kann nicht einfach meine Patienten im Stich lassen und alles mögliche andere tun. Aber jetzt sagte ich zu und plante es ein.

Ich war auf der Arbeit, und hatte alles vorbereitet, als ein Freund von mir, Freddie, anrief und mich fragte, wo ich sei. Ich sagte ihm, ich bin auf der Arbeit. Und er fragte, ob ich TV geschaut habe oder ähnliches. Ich sagte, ich könne auf meiner Arbeit nicht fernsehen. Er fragte dann, wie lange ich noch arbeiten müsse und ich sagte, ich sei bald fertig und würde nach hause fahren. Er sagte, er rufe dann gleich nochmal an, aber ich meinte, ich bin schon am zusammenpacken und fahre gleich los. Also blieb er am Telefon und ich fragte ihn, was denn los sei. Er meinte, er will einfach nur etwas mit mir reden. Ich dachte, ok, obwohl er irgendwie so ernst klang. Wir redeten also belanglos daher, ich fragte nach seiner Tochter, seiner Freundin, solche Dinge… Ich packte dann zusammen, ging zu meinem Auto, und er wollte, dass ich einfach weiter mit ihm spreche. Er wollte wissen, wie lange ich für die Heimfahrt brauche, und wir unterhielten uns die ganze Zeit über weiter. Als ich zuhause ankam, sagte ich, dass ich jetzt aussteige… ich hab ihm einfach alles erzählt, was ich gerade tat… als ich im Haus war – dort standen im Flur schon meine 3 Koffer, ein großer und 2 x Handgepäck… In dem großen Koffer hatte ich die ganzen Dinge, die ich den Kindern mitbringen wollte. Sachen, die ich genäht hatte und andere Kleinigkeiten. Freddie sagte dann, ich soll mich auf mein Sofa setzen. Und ich meinte, du bist wirklich anstrengend… denn ich wurde langsam frustriert weil ich nicht wusste, warum er das tat.

Er wollte wissen, welchen Nachrichtensender ich normalerweise sehe. Ich sagte, CNN, Fox, CBS… und er sagte, ich soll einfach irgendeinen davon einschalten. Als ich den Fernseher einschaltete, sah ich am Bildrand den News-Ticker… da stand „Michael Jackson starb im Alter von 50 Jahren“. Und er fragte, ist alles ok? Und ich sagte, klar, das ist nur ein Hoax… denn Michael hatte mir so oft von solchen Sachen erzählt, dass berichtet wurde, er sei tot… Aber Freddie meinte, das hier sei kein Hoax. Aber ich bestand darauf. Meine Taschen für LA waren doch gepackt und standen im Flur… ich werde morgen Nachmittag abreisen! Und Freddie, sagte, nein, es ist kein Witz… und je länger ich dort sass, desto mehr Nachrichten kamen, und dann kam Jermaine… Larry, danach kann ich mich an nichts mehr erinnern. Ich bin irgendwann in einer Art Pfütze aufgewacht, ich dachte, ich hätte etwas verschüttet, aber dann merkte ich, dass es Tränen waren. Ich denke, ich lag ein paar Stunden da, es war schon dunkel und ausser dem Fernseher gab es kein Licht. …ich bin nie nach LA gereist.

Das einzigste Mal, dass ich, ausser in New York, wirklich zu ihm hätte kommen können um wirklich viel Zeit mit ihm zu verbringen, seine Kinder getroffen hätte, wahrscheinlich sogar seine Mutter…. Alle Erinnerungen kamen zurück, ich sah ihn weinen, vor dem Prozess, einfach alles. …wie er mit meiner Mutter Karten spielte, mit ihrer Gesichtscreme, ich sah ihn tanzen und sich drehen… (Ich habe nie gesehen, wie er moonwalkte, bis wir uns schon ein Jahre kannte…) Alle Erinnerungen kamen zurück, es traf mich wie eine Tonne Ziegelsteine. Ich hatte niemals einen männlichen Freund, der so war wie er. Niemals. Niemals zuvor habe ich mich so gefühlt, obwohl ich schon andere Menschen verloren hatte. Im Jahr vor ihm verlor ich meine Mutter. Und im Oktober des gleichen Jahres einen meiner besten Freunde.

Und es ist jetzt 9 Jahre her, dass ich versuchte, Kontakt aufzunehmen… wegen der Sache, über die wir gesprochen hatten, über seinen Doktor und andere Dinge.

LN: Wen wolltest du kontaktieren?

DW: Zuerst versuchte ich eine Nummer anzurufen, die zu Hayvenhurst gehörte. Aber es gab keine Verbindung… die Nummer war auch schon alt, aber Michael hatte gesagt, unter dieser Nummer kannst du mich erreichen, wenn du mich je dringend erreichen musst. Ich rief deshalb zuerst dort an – aber erfolglos. Dann rief ich das LAPD an. Ich fragte, mit wem ich sprach und erklärte, wer ich bin. Sie verbanden mich mit jemand anderem, und ich erklärte wieder, wer ich bin. Und er antwortete, dass etwa 200 Leute täglich dort anrufen würden… Ich sagte: „Sir, bitte hören sie mir doch zu.“ Und er sagte, er würde mich zurückrufen. Aber 2 Jahre später, als ich im April 2011 hierherkam, hatte ich diesen Rückruf immer noch nicht bekommen. Und ich hatte alles mir mögliche versucht, um Leute zu finden, die eine Botschaft an seine Mutter übermitteln könnten. Denn ich habe ein paar Dinge, die Michael mir anvertraute und die ich für ihn überbringen sollte, falls er es je selbst nicht könnte. Ich bin nicht eine von denen, die nur berühmt oder reich werden wollen, oder was immer. Ich will nichts, ausser ein wenig Zeit, ein bisschen persönliche Zeit mit seiner Mutter. Ich hab doch nur etwas, was ich ihr übergeben möchte. Das ist alles. Ich brauche keinen ganzen Tag, nicht mal einen halben, nicht mal eine ganze Stunde. Ich möchte nur das Versprechen einlösen, das Versprechen, das ich ihm vor über 9 Jahren gab. Das ist alles.

LN: Was für ein Versprechen war das?

DW: Die Dinge, die er mir gab, seiner Mutter zu geben.

LN: Was waren das für Dinge?

DW: Ein paar Gegenstände, die er mir gab, damit ich sie seiner Mutter geben würde. Ich kann dir nicht sagen, um was genau es sich handelt. Ich kann nur soviel sagen, dass ein Teil davon nie geöffnet wurde, nachdem er es mir gab. Und der andere Teil sind Erinnerungsstücke. Dinge, an die sich erinnern wird… Das ist es…

Und ich traf einige Leute, die sagten, sie würden mir helfen. Leute, die der Familie wirklich nahe stehen… aber ich brauche nicht mit seinen Brüdern oder Schwestern sprechen, ich muss mit seiner Mum sprechen. (schluchzt) …von Mutter zu Mutter, nur für ein paar Minuten. Ich würde ihr meine Sachen übergeben, gehen, und für sie nicht mehr als eine kurze Erinnerung sein. Sie brauchen keine Bedenken zu haben, dass ich danach noch einmal mit ihr sprechen wollte. Aber ich habe ihm versprochen, dass ich das für ihn tun würde… ich habe es jetzt 8,5 Jahre lang versucht, ohne dass ich jemanden gefunden hätte, der mich wirklich ernst nimmt.

Wenn ich das sagen darf, ich hatte Kontakt mit ihrem Assistenten, ich habe mich sogar mit ihm angefreundet. Mit Trent Jackson. Er kontaktierte mich, fragte, wie er mir helfen könne und ich erzählte ihm alles, und wir redeten oft, schrieben emails… er sagte, er würde mir helfen. Und er fragte mich auch, was für Dinge das sind. Aber das kann ich ihm nicht sagen, denn Michael wollte es so. Und daran halte ich mich. Trent sagte, er versuche dieses und jenes.

Ich habe einmal Geschenke für die Kinder zu dem Haus in Calabasas geschickt. Ich habe Belege darüber. Auch nach Hayvenhurst. Ich habe die 3 Fotos, die ich besitze, und einen 6 Seiten langen Brief an seine Mutter mitgeschickt. Ich habe es per Einschreiben gesendet und jemand namens Jay Bennet hat den Beleg unterschrieben, der an mich zurückgeschickt wurde. Aber bis heute habe ich immer noch nichts von ihr gehört.

Trent Jackson schickte mir 3 Flugtickets nach Las Vegas, für mich und meine beiden Jungs, damit wir am 3. September 2011 zur Premiere nach Las Vegas konnten. Es war eine Überraschung. Er war auch im Auto anwesend, als ich zum ersten mal am Telefon mit Joe Jackson sprach. Ich telefonierte fast eine halbe Stunde mit ihm. Ich erzählte ihm von mir und Michael, er lachte und fragte mich, ob die Barsche in Carolina noch anbeissen, anscheinend mochte er diese Fische. Ich sagte, er soll doch vorbeikommen zum angeln, und er meinte, das würde er gerne, aber er müsste sein Security Team mitbringen, das wäre wohl zu auffällig. Das war im Februar 2011. Im April reiste ich nach LA und ich rief ihn wieder an. Er fragte mich, warum ich nicht zum Haus fahren würde. Ich lachte und sagte, ich hätte ein Geburtstagsgeschenk für Paris, weil ihr Geburtstag kurz bevor stand. Und er meinte: „Katie ist da, bring die Sachen einfach zum Haus.“ Ich sagte, dass das nicht gehen würde. Er meinte, ich solle einfach am Tor sagen, ich sei sein Gast. Und er sprach auch zu Trent, in diesem Auto. Ich tat also, was er mir gesagt hatte. Wir fuhren zum Gate, sprachen mit Nancy, sie gab mit einen Passierschein, den ich immer noch habe. Sie sagte, ich soll ihn hinter die Scheibe klemmen. Ich fuhr weiter zum Haus und mir kamen zwei Typen entgegen.

LN: War das im Calabasas Haus?

DW: Ja, Calabasas. Es kamen also diese beiden Afroamerikaner aus dem Haus. Der eine war Michael Amir. Ich wußte, dass er für Michael gearbeitet hatte. Den anderen kannte ich nicht. Michael Amir erkannte ich sofort. Er sagte: „Mam, sie können hier nicht sein.“ Und ich erklärte ihm, dass ich eine Erlaubnis von Mr. Joe Jackson habe. Und er sagte: „Mam, ich gebe nur weiter, was mir gesagt wurde.“ Ich sagte ok, und fragte, ob er die Geschenke, eine kleine Tüte, ins Haus bringen würde, und sie Katherine oder Paris geben könne. Es sei ein Geburtstagsgeschenk. Ihr Geburtstag war ein Tag später. Er sagte, er würde sich darum kümmern, dass sie es bekommt.

Ich bin dann weg gefahren, war am Boden zerstört. Ich war so verletzt. Man hatte mir wörtlich gesagt, ich soll gehen. Und Trent rief mich an, nur etwa 5 Minuten später. Und er war so grob zu mir. Er sagte: „Wer glaubst du, wer du bist? Was zur Hölle machst du hier?“ Und ich versuchte ihm durch meine Tränen zu alles erklären, ich war am Boden zerstört. Ich sagte ihm, dass Joe Jackson mir gesagt hatte, dass ich hierher kommen sollte. Und er sagte: „Mein Onkel wohnt nicht hier. Mr. Jackson, stellt hier nicht die Regeln auf. Das mache ich!“ Was sollte ich darauf antworten? Ich wußte nicht, wer die Regeln bestimmt. Ich hatte nur getan, was er gesagt hatte.

Wir sind dann zurück zu unserer Unterkunft gefahren. Später an dem Abend rief Mr. Jackson mich an. “Debra?“ „Ja, Sir“ „Hier spricht Joe Jackson. Es tut mir wirklich leid, das das passiert ist. Erzähl mir noch mal genau, wie es passierte.“ Ich erzählte es ihm, und er sagte, ich verspreche dir, dass das nicht noch einmal vorkommt. Er sagte, du fährst noch einmal hin. Und ich sagte, nein. Ich erklärte ihm, dass ich mit Trent gesprochen hatte, dass er doch dabei war, als ich mit ihm (Joe) telefoniert hatte, dass ich mit Trent email Kontakt hatte, dass er mir Flugtickets nach Vegas geschickt hatte….

Trent hatte mir sogar zwei große Bildbände geschickt, von „Never Can’t Say Goodbye“, ich habe zwei von diesen Büchern. Wenn du sie öffnest steht innen eine Widmung an mich und meinen Sohn, mit der mir dafür gedankt wird, dass ich Michaels Freundin war, soviel Zeit mit ihm verbrachte und mich um ihn kümmerte. In dem Buch für meinen ältesten Sohn John steht ein Dank an ihn, dafür dass er ein guter Freund war, und da steht: „ich sprach mit deiner Mutter am Telefon und finde sie wunderbar, und ich bin glücklich, dass sie ein Teil von Michaels Leben war.“ Und Larry, ich habe nie mit Katherine telefoniert! Ich wußte, dass das nicht stimmt, aber ich höre ihn (Trent) noch immer sagen: „Ja, dass hat sie selbst geschrieben.“

Jeder, den ich kontaktiere, sagt, er werde mir helfen. Aber dann verläuft alles im Sand. Weil ich ihnen nicht sagen will, was ich für Katherine habe. Das ist das Versprechen, was ich gab.

Michael &amp; Katherine 2005

LN: Hast du noch all die Dinge?

DW: Ja, natürlich.

LN: Möchtest du, dass ich vielleicht versuche mit Mr. Tom Hamilton Kontakt aufzunehmen, um Paris um Hilfe zu bitten?

DW: Ich möchte einfach nur Mrs. Jackson treffen. Für 30 Minuten. Ich möchte ihr diese Dinge geben, eine kleine Botschaft überbringen. Das ist alles. Dann ist mein Versprechen eingelöst. Das ist alles.

Brian Oxman sagte, er würde mir helfen. Denn er war Joe Jacksons Anwalt.

LN: Hat irgendeiner der Anwälte von Michael je mit dir darüber gesprochen, als Zeuge aufzutreten?

DW: Ich hatte Besuch von Anwälten in North Carolina als es um den Prozess wegen des Totschlags ging. Und als Michaels Prozess lief wurde ich von einem Beamten des LAPD, von der Mordkommission, angerufen. Ich weiß nicht, ob Joe Jackson etwas damit zu tun hatte, denn ich hatte ihm gesagt, dass er mir Bescheid geben solle, wenn ich irgendetwas tun könnte, um zu helfen. Ein paar Tage danach rief mich dieser Beamte an. Ich war zuerst sehr misstrauisch, aber er erklärte mir, wer er war und von wo er anrief, und ich sagte ihm, dass ich ihn zurück rufen werde. Ich tat das, und die LAPD Zentrale verband mich mit ihm, deshalb war ich sicher.

LN: Was hättest du in dem Prozess ausgesagt?

DW: Ich hätte genau das gesagt, worüber ich mit Michael ein paar Monate vor seinem Tod gesprochen hatte. Er hatte mir erzählt, wie man ihn behandelte. Er sprach mit mir darüber, wie er sich fühlte. Er sagte, er vertraue diesem Arzt nicht, er wolle ihn nicht um sich haben. Aber er habe keine Wahl. Und ich sagte ihm, dass er ihn doch einfach los werden solle, wenn er ihn nicht mag. Und er sagte, er könne das nicht tun. Eines Nachts telefonierte ich mit ihm, als Conrad Murray an seine Tür klopfte. Michael legte das Telefon zur Seite, und ich hörte, wie sie sich unterhielten. Ich hörte Michael sagen: „Ich brauch nichts, mir geht es gut, ich brauche heute Nacht nichts. Sie können gehen.“ Als Michael wieder den Hörer aufnahm, war er sehr aufgebracht. Ich fragte ihn, was passiert sei und er sagte: „Er versucht immer mich dazu zubringen, diese verrückten Dinge zu tun.“ Und ich fragte: „Welche Dinge?“

LN: Conrad Murray?

DW: Ja. Michael sagte: „Er will immer, dass ich dieses oder jenes einnehme, er sagt ich müsse mich mehr ausruhen, aber ich will das alles nicht.“ Er sagte: „Ich habe schon seit Tagen Schmerzen im Brustkorb. Eine Art Brennen.“ Ich fragte ihn, woher das kommt und er antwortete: „Wenn ich abends zu den Proben aufbreche, gibt er mir ein Medikament.“ Ich fragte, was es sei und er wußte es nicht. Er wußte nur, dass er sich nicht wirklich gut fühlte. Er habe Angstzustände und alles Mögliche. Ich fragte, ob er nicht herausfinden könne, was es sein könnte. Und er sagte, ich solle mir keine Gedanken machen, das sei besser für mich.

Ich habe später, nachdem er mir davon erzählt hatte, versucht, selbst etwas darüber herauszufinden. Es war Ambien. (Anmerkung: in Deutschland Zolpidem https://de.wikipedia.org/wiki/Zolpidem) Das ist ein Schlafmittel. Und wenn man das tagsüber einnimmt und nicht schlafen geht, dann macht es dich ernsthaft krank. Es verursacht jede Menge Nebenwirkungen. Du solltest es nicht nehmen, wenn es nicht wirklich nötig ist. Es ist ein sehr starkes Medikament.

Und Michael sagte zu mir: „Ich habe ihm (Murray) von den Brustschmerzen berichtet. Aber er sagte, ich soll mir deshalb keine Sorgen machen.“ Und ich hatte geantwortet: „Aber er ist Arzt, warum sagt er dir, du sollst dir keine Sorgen machen?“ Und er sagte: „Ich weiß es nicht.“ Und ich sagte ihm, er brauche eine Untersuchung, um herauszufinden, was mit ihm los sei. Und er sagte, er wisse nicht, was er tun soll. Ich sagte zu ihm: „Du hast doch alle Möglichkeiten der Welt zur Hand, wir haben doch oft darüber gesprochen.“ Aber er sagte: „Nein, dieses mal nicht. Dieses mal muss ich gehorchen.“ Ich fragte: “Wem gehorchen?“ Und er antwortete: „Auf diejenigen hören, die mir sagen, was ich zu tun habe.“ Ich fragte ihn, warum irgendwer zu bestimmen hätte, was er zu tun habe und er sagte: „Dieses mal muss ich gehorchen. Denn wenn ich das nicht tue, dann werden sie alles abbrechen. Sie würden alles zerstören. Und es würde sehr schnell gehen, sie würden mir den Boden unter den Füssen wegziehen.“

LN: Du meinst, das Konzert absagen?

DW: Ich fragt ihn danach. Er sagte: „Die gleichen Leute, die diesen Arzt hergeschickt haben sind auch die, die mich zerstören könnten.“

LN: Hat nicht Michael Dr. Murray ausgesucht?

DW: Nein, das hat er nicht. Er hat nur nach einem Arzt gefragt. Er fragte ein paar seiner Angestellten in Vegas, ob sie jemanden kennen würden, der seine Kinder behandeln könnte. Und einer von ihnen kannte diesen Typ und er kam ins Haus. Und ich sagte: „Mike, du brauchst einen Kinderarzt wenn deine Kinder krank sind, das weißt du sicher.“ Und er sagte:“ Ja, aber du musst die gesamte Situation verstehen – du kannst nicht einfach irgendwen ins Haus bestellen. Und einer meiner Leute wußte, dass ich einen Arzt für meine Kinder brauchte, weil sie krank waren. Und so lernte ich ihn kennen.“ Und später, als es darum ging, dass er einen Arzt brauchte (für TII) wandte er sich an einen älteren Mann, ich weiß den Namen nicht mehr, aber er hatte Michael schon oft behandelt. Aber der sagte, er könne ihm leider nicht zur Verfügung stehen. Denn Michael wollte, dass er mit ihm auf diese Tour geht und der Arzt sagte zu ihm, er sei dafür einfach schon zu alt, er könne das nicht mehr. Es tat ihm leid, aber er konnte nicht mit ihm kommen. Das hat Mike mir erzählt.

Und ich sagte zu ihm, dass dieser Arzt hier (CM) aber anscheinend nichts tauge. Und Mike sagte: „Ja, das ist etwas, das wir beide wissen.“

michael-jackson-this-is-it-movie

This Is It Proben am 23.6.2009

LN: Hast du ihn Mike genannt?

DW: Ich nannte ihn Mike oder Michael.

Ja, er erzählte mir, wie er sich fühlte. Als ich am 23.6. mit ihm sprach, sagte er, er sei erschöpft und müde, aber er war auch erfreut darüber, dass ich seine Einladung, ihn zu besuchen, angenommen hatte. Er freute sich darauf, meinen kleinen Jungen zu sehen, der war damals noch ein Baby, noch keine 3 Jahre alt. Michael freute sich, er sagte, er sei noch bis zum 3 Juli in LA. Dann musste er natürlich abreisen.

Er erzählte, er sei erschöpft, er habe ein paar mal die Proben nicht beendet, und es tat ihm leid. Er sagte nicht genau, wie er sich fühlte, er sagte nur, er fühle sich nicht wirklich wie er selbst. Er dachte, dass er nicht ausreichend esse, dass er nicht viel Appetit habe.

LN: Aber er hatte eine gute Köchin, Kai Chase…

DW: Ja. Oh, er war etwas verschossen in seine Köchin. Er hat mir das anvertraut und ich sagte: „Dann los, sprich sie an!“ Aber er sagte: „Nein, das kann ich nicht.“ Aber er fand, dass sie wunderbar war. Er war schüchtern und sehr vorsichtig…

LN: War er Frauen gegenüber schüchtern?

DW: Ja, das war er. Auch als ich ihn zum erstem Mal traf und er mich auf die Wange küsste… er wurde rot.

LN: War er wie ein Gentleman?

DW: Oh ja. Ich nannte ihn „Alte Seele“. Meinen Sohn nenne ich auch so. Gentleman wie sie gibt es nicht mehr so oft. Zumindest kenne ich niemand hier, wo ich lebe. Michael und ich teilten eine wunderbare Freundschaft. Er nannte mich oft ‘Seelenfreundin’. Er machte gerne Geschenke. Er wollte immer für alles bezahlen. Wenn ich ihm erzählte, was ich vorhatte, dann sagte er direkt, oh, ich kann das bezahlen… ich hab so viel Geld, ich kann das übernehmen…

Er rief oft morgens um 3:00 Uhr an, 3:00 Uhr hier in North Carolina. Ich war oft noch mit dem Haushalt beschäftigt, weil ich auch nicht gut schlafen kann. Und er wußte das. Einmal sagt er: “Du bist immer am saubermachen. Du weißt, dass du dir eine Putzfrau holen könntest.“ Ich sagte: “Nein, ich brauch keine Putzfrau.“ Und er: “Oh, ich kann dir eine Putzfrau organisieren.“ Aber ich wollte niemand. Ich sagte ihm, ich habe doch meine eigenen Hände und die funktionierten einwandfrei!

Er war ein echter Freund, wir konnten über alles sprechen. Wir mussten nicht immer einer Meinung sein. Wir akzeptieren es, nicht einer Meinung zu sein. Ich wünschte, ich könnte all das noch einmal erleben, nur hätte ich dann gerne mehr Zeit. Ich hätte gerne noch viele Dinge gesagt und manches anders gemacht.

LN: Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit mir geteilt hast. Kann ich deine Geschichte auf YT teilen?

DW: Du kannst sie gerne teilen. Ich habe nur eine kleine Botschaft mitzuteilen…

Ich weiß nicht wer das hier sieht oder hört… man kann meiner Geschichte über unsere Freundschaft glauben oder nicht. Aber ich möchte Mrs Katherine Jackson wissen lassen, dass ich sehr traurig bin, wegen Mr. Joe Jackson. Zu mir war er sehr nett, egal, was immer passiert sein mag.

Und ich habe Michael geliebt. Nicht für das, was er war oder für die Welt getan hat. Ich liebte ihn als Mensch, als meinen Freund. Und wenn sie sich je dazu entscheiden könnten, sich mit mir zu treffen, dann habe ich ein paar Dinge, die ich ihnen gerne geben würde (weint) … etwas, von dem ich Michael versprochen habe, dass ich es an sie weitergeben werde. Dinge, die er mir im März 2009 gab. Er sagte: „Ich möchte, dass du das für mich tust.“ Und ich erinnere mich noch, dass ich lachte und sagte: „Du gehst doch nirgendwo hin.“ Und er sagte: „Oh, man kann nie wissen was passiert. Versprich mir einfach, dass du das für mich tun wirst.“ Ich sagte: „Ok.“

Und ich habe jetzt alles versucht, was ich kann. Ich möchte nicht herumlaufen, und an irgendwelche Türen hämmern, das würde auch keinen guten Eindruck machen. Ich möchte einfach nur ein paar Sachen übergeben. Das ist alles. Wenn sie gerne ihre Security dabei haben möchte, einen Anwalt oder was immer… kein Problem. Ich brauche nur ein kurzes Treffen, das ist alles. Dann ist mein Versprechen eingelöst.

LN: Wie kann sie dich kontaktieren?

DW: Sie kann mit dir Kontakt aufnehmen, ich gebe dir all meine Daten. Sie kann auch einfach ihren Neffen fragen, Trent Jackson. Der mir großzügig 3 Flugtickets geschickt hat und 2 Bücher mit Widmungen, die angeblich von ihr stammen.

LN: Also er war zuerst nett zu dir und dann unhöflich?

DW: Ja, er war nett und dann grob. Er hatte sogar die Nerven, mir danach noch zu schreiben, dass es ihm leid tue. Und ich sagte ihm dann, ich möchte nichts mehr von ihm hören. Aber vorher erzählte er mir alles. Er erzählte mir, dass er sie nach New Mexico fahren würde, um ihre Söhne auftreten zusehen… das war als sie verschwand. Er berichtete mir alles, er schrieb mir emails, er schrieb mir, dass TJ einen kleinen Sohn bekommen hatte… er redete sehr gerne. Aber als ich ihm nicht sagen wollte, was genau ich habe, und warum ich sie treffen möchte, war er fertig mit mir. Aber diesen Stunt, mit den beiden Büchern mit der Widmung… ich würde Katherine das gerne zeigen, und von ihr hören, dass wirklich sie das schrieb. Sie würde sich sicher daran erinnern.

Michael erhob sie immer auf ein Podest. Er liebte seine Mutter. Und er würde niemals seine Mutter mit Hilfe eines Freundes betrügen. Vielleicht weiß sie von mir… vielleicht hat sie aber auch keine Ahnung. Aber all diese Leute, Oxman, Trent Jackson… Sie alle sagten, sie würden mir helfen und Mrs Jackson informieren. Ich weiß aber nicht, ob sie das wirklich taten oder nicht, und ob sie sich vielleicht einfach nicht mit mir treffen möchte, dann wäre es auch ok.

Übersetzung: M.v.d.Linden

“La vie en rose”- Dan Reed über Michael Jackson

Quelle: La Vie En Rose and Michael Jackson / MySpace-Blog von Dan Reed: | (http://blogs.myspace.com/index.cfm?fusea…logId=498622104) (…english version below…)

Eine Woche vor der Nachricht von Michael Jacksons Tod, hatte ich den Film “La vie En rose” (“Das Leben ist Glückseligkeit”) angesehen, einen Film, der das Leben und den Tod Edith Piafs beschreibt, einer wunderbaren, begabten französischen Sängerin, die ihr ganzes Leben hindurch kämpfte, von ihrer Kindheit, bis hinzu ihrem schmerzvollen, langsamen Tod auf einer kleinen Farm in Frankreich. Nach dem ich den Film angesehen hatte, brachte mich die Erkenntnis zum weinen, wie viel Freude dieser “Singvogel” der Welt gegeben hatte. Und dennoch hatte sich die Welt nicht in gleicher Weise um sie gekümmert, wie ihre Stimme und ihr Talent sich um den Geist der Welt gekümmert hatte. Eine Woche später zu hören, dass Michael Jackson gestorben war, vielleicht nicht ganz so einsam wie Edith, doch trotzdem alleine, war betäubend. Man kann sagen, dass Michael wirklich auf sich allein gestellt war; allein unter der Myriade von Menschen, die versuchten von ihm zu leben, und dass das am Ende mit zu seinem Tod beitrug, denn wo waren seine Freunde und seine Familie, als er Trost brauchte, und Unterstützung in seinem Schmerz, sowohl physisch als auch mental? Vielleicht waren sie da, aber Michael konnte sie nicht hören.

So wie Edith, war und ist auch Michael der “Singvogel” der Welt. In seinen Interviews, Lyrics Melodien und in seinem Tanz, versuchte er immer etwas Größeres anzusprechen, etwas, das in jedem von uns existiert. Er versuchte, durch sein Mitgefühl seine Menschlichkeit zu zeigen, egal, was die Leute über die Kontroversen die es in seinem späteren Leben gab, dachten.

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Sein Vater Joseph, der keine Reue oder kein Gefühl des Verlusts über den Tod seines Sohnes zu zeigen schien, ist wie ein Beweis für die Wahrheit, die Michael in seinen Interviews vor über einer Dekade verkündete, als er seine isolierte Kindheit beschrieb und das schlechte Gefühl, das ihn sein ganzes Leben verfolgte, sobald sein Vater in seiner Nähe war. Möglicherweise wäre Michael nicht so innovativ und engagiert gewesen, wenn sein Vater nicht ein solcher Tyrann gewesen wäre, aber Michael verwandelte seinen Schmerz in seine Kunst, in Hoffnung, in noch mehr Schmerz in seinem Leben… und im Laufe dieses Prozess’ berührte er das Herz der ganzen Welt.

Ich stelle mir vor, dass auf der Welt mehr Menschen durch Michael Jacksons Kunst berührt wurden, als durch Jesus oder Mohamed oder durch die Thora. Michael berührte mit seiner Musik jeden. Man muss sich nur sein Lied Man in the Mirror anhören, um zu verstehen was und wer Michael Jackson war, oder zumindest wer er sein wollte und wie er sich wünschte, dass die Welt sein sollte.

Wir stecken unsere Singvögel in Käfige, und wollen, dass sie singen, wir führen sie vor und zeigen sie herum, geben ihnen Auszeichnungen, und füttern sie mit Fanpost, Zynismus, Kritik, herablassenden Schlagzeilen, und dann sterben sie durch Verhungern der Seele… wie Edith Piaf und Michael. Die Welt zuckt zurück, im Schockzustand und wundert sich, wie groß die Lücke ist, die sie hinterlassen haben, während wir sie doch die ganze Zeit mit Freundschaft hätten nähren können, ihrem Schmerz zuhören, und ihnen dabei helfen gekonnt hätten, wieder auf die Füße zu kommen, anstatt sie weiter runter zu machen. Und wir hätten ihnen ermöglichen können, ausserhalb ihres Käfigs aufzublühen, anstatt in diesem zu zerbröckeln.

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 Ich lebte nicht in der Ära von Edith, aber ihre Geschichte berührte mich. Auf der anderen Seite war Michael Jackson schon seit meiner Kindheit Teil meines Lebens. Mit neun Jahren sang ich Ben, ohne zu wissen, um was oder um wen es in dem Song genau ging. Ich kann garnicht sagen, wie oft ich und meine Freunde den Moonwalk ausprobiert haben, oder wie sehr wir von den Lyrics oder Melodien, oder den Dance Moves bewegt waren – am allermeisten jedoch durch diese Stimme. Er sang aus seinem Herzen und das war immer zu spüren… auch wenn es bei She’s Out Of My Live auf Tränen reduziert war, und einige zu seinen Lebzeiten über ihn lachten und sich lustig machten, dass er bei der Aufnahme in Tränen ausbrach. Vielleicht sind jetzt wir diejenigen, die weinen, wenn wir diesem Song zuhören.

Michael Jackson war nicht die einzige Stimme da draussen, aber er war die Stimme der Welt. Der Welt der Musik, der spirituellen Welt und auch der politischen Welt, über viele Jahrzehnte und Generationen…und jetzt, nach seinem Tod, ist es offensichtlich, dass er Menschen aller Länder, Religionen und Herkunft vereinte. Das kann man über Politiker oder Religionsführer oder die Vereinten Nationen nicht sagen. Keiner ausser Mr. Jackson hat das geschafft.

In den kommenden Generationen werden viele nicht glauben, dass eine so begabte Seele tatsächlich existierte, denn die Welt wird nie wieder einen wie ihn sehen. Ich wünschte, dass die Medien und wir, die Liebhaber seiner Kunst, ihn das vor seinem Tod hätten wissen lassen. Ja, er hatte in London 50 Shows in 3 Stunden ausverkauft, und auch das ist eine Form von Liebe und Wertschätzung, aber hörten wir auch auf seine Lyrics und auf die Intentionen seiner aufschlussreichsten Lieder? Und wenn wir es taten, beherzigten wir es auch?

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Michael war ein Botschafter, und so, wie alle Botschafter vor ihm, war seine Botschaft ganz klar, und wir danken ihnen dafür, in dem wir sie schikanieren. Jeanne d’Arc, JFK, Gandhi, Martin Luther King, Jesus… alle sagen das gleiche, und wir sind dagegen immun. Michael benutzte andere Mittel, als die zuvor erwähnten. Er sang und tanzte, er sprach in Interviews darüber, wie selbstsüchtig und verrückt die Welt ist, er benutzte moderne Mittel und Medien, um eine Veränderung in Gang zu setzen, während er gleichzeitig auch versuchte sich selbst und seiner Vergangenheit (Kindheit) zu entkommen.

Vielleicht wird die Welt eines Tages seiner Botschaft zuhören, die uns immer wieder durch verschiedene Seelen übermittelt wird, durch verschiedene Gesichter und mit unterschiedlichen Methoden… und dann können wir vielleicht die Last teilen, von der Menschen wie Michael dachten, sie ganz alleine tragen zu müssen und dann von diesem Gewicht erdrückt wurden.

Danke für die Musik, Mr. Michael Jackson, und dafür, dass du den Mut hattest, wie ein Löwe aufzutreten und dennoch zu sprechen, wie ein Kind. Ich hoffe, du hast eine gute Reise nach Hause.

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Quelle:La Vie En Rose and Michael Jackson ? MySpace-Blog von Dan Reed: | (http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=77371604&blogId=498622104) https://www.facebook.com/notes/dan-reed/la-vie-en-rose-and-michael-jackson/373025259892/

‘La Vie En Rose’ and Michael Jackson

One week before the news of Michael Jackson’s death came, I had just watched a movie called ‘La Vie En Rose’ (roughly translated as ‘Life is Bliss’), a film that displays the life and death of Edith Piaf, a magnificently gifted French vocalist who struggled all through her life, from childhood to her lonely, painful and slow death on a small farm in the countryside of France. After watching the film I was almost in tears realizing how much joy this ‘song bird’ gave to the world and yet the world did not take care of her the way her talent and voice had taken care of the world’s spirit. Hearing a week later that Michael Jackson had died, perhaps not as ‘alone’ as Edith yet still alone, was deafening. One could argue that Michael was indeed alone in his solitude amongst the myriad of people all trying to make a living off of him and in the end this attributed to his demise, for where were his friends and family when he needed comfort, and support for his pain, both physical and mental? Perhaps they were there, but Michael could not hear them.

Like Edith, Michael was and still is the worlds ‘songbird’. In his interviews, lyrics, melodies and his dance, he always reached for something higher that exists within ourselves. He tried to point humanity in a compassionate direction, despite what people believed of the controversy that surrounded his later years.

His father Joseph Jackson, appearing to show no remorse or sense of loss whatsoever since his son’s death is a testament to the truth that Michael told in his interviews over a decade ago where he described his desolate childhood, and the sickness that followed him his whole life whenever his father was near. Maybe Michael would not have been so innovative and driven had his father not been such a tyrant within the family atmosphere, but Michael turned his pain into a art, into hope, into more pain in his life… and through that process he touched the heart of the entire world.

I imagine more people in the world have been touched by Michael Jackson’s art than have been touched by Jesus, or Mohammed, or the Torah. Michael touched everyone with his music and one need to look no further than the song “Man In The Mirror”, to understand what and who Michael Jackson was, or at the very least who he longed to be and how he wished the world to be.

We put our song birds in a cage, we ask them to sing, we show them off and parade them around, give them awards, and then we feed them with fan mail, cynicism, critiques, condescending headlines, and when they die of starvation of the soul… like Edit Piaf and Michael, the world sits back in shock and marvel at how much of an empty space they left behind, when all the while we could have fed them with friendship, listened to their pain and help lift them instead of trying to bring them down, and possibly allowed them to flourish outside of the cage, instead of crumble within.

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I was not alive during Edith’s era, but was touched by her story. Michael Jackson on the other hand was a part of my life since childhood. I was 9 years old singing the song ‘Ben’ having no idea what or who the song was about. I can’t tell you how many times me and my friends have tried to moonwalk, or how we were moved by the lyrics, melodies, the dance moves, but most importantly the ‘voice’! He sang from his heart it always appeared… even when reduced to tears in ‘She’s Out Of My Life’, some would laugh and snicker at him breaking in to tears on the recording when he was alive… perhaps now it is us who will cry when listening to this song.

Michael Jackson was not the only voice out there, but he was the world’s voice… in the music world, the spiritual world, and in the political world as well, through many decades and generations… for it is obvious now after his death he has united people from every country, from every religion and every background… this cannot be said of politicians or religious leaders, the United Nations… no one but Mr. Jackson has done this.

In the generations to come many will not believe that a gifted soul like this had ever existed in reality, for the world will never see one such as him again. I wish the media and us, the lover’s of his art, would have let him know this before his passing. Yes, he sold out 50 shows in London in 3 hours, and this indeed is a form of love and appreciation… but did we hear his lyrics and the intention of his most insightful songs? And if we did, did we heed their call?

Michael was a messenger and like all the messengers before him, their ‘message’ was clear, and for our gratitude we often persecute them. Joan of Arc, JFK, Gandhi, MLK, Jesus… all were saying the same thing and were extinguished because of it. Michael used different tools then the aforementioned, he sang and he danced, he spoke of how selfish and silly the world is in interviews, he used the tools of modern man and media to try and affect change, even while contorting himself to escape his own self, his past.

Maybe some day the world will listen to this ‘message’ that is brought to us over and over again through different souls, different faces and different methods… and then we can possibly share the burden that people like Michael Jackson seem to feel the need to carry on their own and get crushed beneath it’s weight.

Thank you for the music, Mr. Michael Jackson… and for having the courage to perform like a lion and yet speak as a child. May you have a safe journey home.

Michael Jackson wird für immer weiterleben!

The music industry giants of America, with their racist press collaborators, took away the life of the greatest entertainer the world has witnessed in recorded history.  Unlike anyone in human history, way more than any president of modern times, or emperor of the ancient age…It was Michael Jackson who was recognized by people all across the globe.
Michael Jackson was the black man who steadfastly refused to walk the ropes, to plead with the press to sell his musical soul, to corporate copyrighters.
Everything he did, he did with a sense of dedication that shook the foundation of common knowledge, violating the principles of the status quo.
– Saswat Pattanayak  New York based Media Research Scholar

Die Giganten der Amerikanischen Musikindustrie und ihre rassistischen Presse Kollaborateure nahmen das Leben des größten Entertainers, den die Welt in der Geschichte der Musikaufzeichnung je gesehen hat.
So wie sonst niemand in der Geschichte der Menschheit – weitaus mehr als jede Ikone der westlichen Welt, mehr als jeder Präsident der Neuzeit oder Eroberer der Vergangenheit – war es Michael Jackson, der von Menschen auf dem ganzen Globus erkannt wurde. Michael Jackson war der Schwarze, der es standhaft verweigerte, in der Linie zu marschieren, mit der Presse zu heulen und seine musikalische Seele dem Copyright der Industrie zu verkaufen.
Alles was er tat, machte er mit einer Hingabe, die die Grundfesten des allgemein bekannten und die Prinzipien des Staus Quo erschütterte.
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Michael Jackson Will Forever Live On!

von Saswat Pattanayak

Am Ende brachten sie Michael Jackson um.

Die Giganten der Amerikanischen Musikindustrie und ihre rassistischen Presse Kollaborateure nahmen das Leben des größten Entertainers, den die Welt in der Geschichte der Musikaufzeichnung je gesehen hat.

Michael Jackson starb seit mehreren Jahren einen langsamen Tod. Vor allem, seit er seine Stimme gegen die Sony Corporation und die ausbeuterische Musikindustrie erhoben hatte. Seitdem er, mehr als irgendein anderer Einflussreicher, die Misere der schwarzen Künstler als Opfer von Rassismus beleuchtete: “Die Platten Firmen haben sich wirklich, wirklich gegen die Künstler verschworen. Sie stehlen, sie betrügen, sie machen alles, was möglich ist. Besonders gegen schwarze Künstler.” Weil er es nicht akzeptierte, dass der Vorsitzende von Sony, Tony Mottola, einen Afro Amerikanischen Künstler als “fetten schwarzen Nigger” bezeichnete, verurteilte Jackson ihn als “gemein, Rassist, eine sehr, sehr, sehr teuflische Person”. Michael Jackson hat seinen Standpunkt gegen Rassismus…

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Earth Song – Das Lied der Erde singen

Heute ist “Earth Day 2018”

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Übersetzung des Artikels: Singing the Earth’s Song: Someone Was Singing Earth’s Song Long Before it Was Fashionable to Become Her Voice – von Barbara Kaufmann – http://voiceseducation.org/node/7894

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Das Lied der Erde singen: Jemand sang das Lied der Erde schon lange bevor es modern wurde, ihre Stimme zu werden

Die Worte „Stummer Frühling“ beschwören ein entsetzliches Bild herauf – nach den dunklen, kalten Wintermonaten bricht ein Pseudo-Frühling heraus, mit einem lautlosen Wind, der keine Geräusche von Singvögeln mit sich trägt, keinen Froschgesang, kein Grillenzirpen, keine Bienen, um die Blumen zu bestäuben, und deshalb auch keine Blumen oder Nahrung… und kein… Leben.

Schwer vorstellbar. Aber genau dieses Szenario stellte sich eine Autorin vor, die etwa 1962 die ersten Umwelt-Alarmglocken läutete, eine Meeresbiologin namens Rachael Carson schrieb „Der stumme Frühling“ (Silent Spring) nachdem sie einen Pestizid Cocktail aus Heizöl und DDT entdeckte, der auf Feldern versprüht wurde, um die Nutzpflanzen vor zerstörerischen Insekten…

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Michael Jackson und Vitiligo

In diesem Post findet man alle wichtigen Infos über Michael Jacksons Hautkrankheit Vitiligo.
Ein weiterer Post zu diesem Thema:
https://all4michael.com/2016/06/03/apropos-vitiligo-hatte-michael-jackson-vitiligo/

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Michael selbst äusserte sich selten über seine Vitiligo Erkrankung. 1993 gab er dazu im Interview mit Oprah Winfrey, als sie ihn danach fragte, ein kurzes Statement ab:

Michael: “Also das ist die Situation: Ich habe eine Hautkrankheit, die die Pigmentation meiner Haut zerstört. Das ist etwas, wogegen ich nichts tun kann. Okay? Aber wenn die Leute Storys erfinden, dass ich nicht der sein will, der ich bin… das verletzt mich!”

Das ist ein Problem für mich, okay? Ich kann es nicht kontrollieren. Aber was ist mit all den Millionen Menschen, die draußen in der Sonne sitzen, um dunkler zu werden? Um anders zu werden, als sie sind — niemand sagt etwas darüber!”

Oprah: Und wann hat das begonnen? Wann fing die Farbe deiner Haut an, sich zu ändern?

Michael: Oh ja, ich weiß nicht. Irgendwann nach ‘Thriller’, um ‘Off the Wall’, ‘Thriller’, irgendwann damals.

“Das liegt in meiner Familie…

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Michael Jackson zu Besuch im Oman

Michael Jackson, der Mann hinter der Legende

(please scroll down to read the english version)

Michael Jackson war eine Legende, die sicher ewig bestehen bleibt. Die ganze Welt verfolgte ihn, wegen seiner Berühmtheit und seinem Talent, aber im Oman fühlte er sich „wirklich zuhause“.

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Michael kam in den Oman und plante, dort für ca. 3 Tage zu bleiben, aber er blieb 45 Tage bei uns. Er liebte den Oman und die Leute dort. Die Menschen behandelten liebevoll, wie einen guten Freund. Michael war sehr beeindruckt von der Liebe und der Gastfreundschaft, die ihm entgegengebracht wurde, und die aus seinem Leben leider verschwunden war.

Michael war sehr von der reichen Kultur des Oman beeindruckt und besuchte oft den Muttrah Souq. Er brachte viele Andenken von dort mit und wurde sehr vertraut mit den Leuten. Er besuchte die Häuser von vielen omanischen Familien und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Er lernte viel über den omanischen Lebensstil.

Er verbrachte viel Zeit in unserem Zuhause. Wir trafen uns oft zum Essen, und er wurde bald ein Teil unserer Familie. Er fühlte sich sehr wohl, und er erzählte uns viel von seinem Leben und darüber, wie die Menschen ihn behandelt hatten.

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Ein hingebungsvoller Vater

An einem dieser Tage erzählte uns Michael von seinen Kindern, und dass sie soviel Zuneigung bekommen sollten, wie er sie hier bekam. Er holte sie in den Oman. Als sie ankamen umarmte er sie und im Auto und sagte zu ihnen: “Willkommen zuhause, Kinder”. Ich sagte zu ihm: “Michael, sei vorsichtig, ich werde das so in den Medien zitieren.” Er sagte: “Das macht nichts, ich liebe es, hier zu sein.”

Er musste das nicht sagen. Er bekam viele Angebote von anderen Leuten und anderen Orten, aber er fühlte sich im Oman zuhause.

Zuhause organisierten wir eine Party, um seine Kinder mit unseren bekannt zu machen. Meine Schwester machte einen Kuchen für ihn und die Kinder. Es war ein besonderer Kuchen, mit den Namen der Kinder in Neverland und Peter Pan mit dem Gesicht von Michael, der sagte: “Free to be me in Oman.” Michael hatte Tränen in den Augen und sagte zu mir: “Ich möchte hier bleiben”.

Mein Neffe Talal Zubair, ist ein großer Michael-Fan. Für die Party organisierte er eine Show und imitierte seine Tanzbewegungen. Michael war begeistert und seine Kinder sagten: “Daddy, du musst Talal das nächste mal mit auf die Bühne nehmen.”

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Talal und Michael befreundeten sich und telefonierten oft zusammen. Talal war am Boden zerstört, als er die Nachricht hörte… Die ganze Familie war es.

Mich interessiert nicht, was die Medien sagen, denn Michael war ein liebevoller Vater und sehr geduldig mit seinen Kindern. Meistens brachte er ihnen etwas neues bei. Ich glaube nicht die Gerüchte, die überall in den Medien herumgehen.

Einmal fuhren wir mit den Kindern ins Kino. Am Rückweg fragte Michael seinen Sohn, der hinten im Auto saß, was er von dem Film gelernt hatte. Der Junge war sehr intelligent und Michael forderte ihn mit immer mehr Fragen heraus. Er wollte, dass seine Kinder brillant sind und ihre Kindheit so erleben konnten, wie er es nie durfte.

Michael las viel. Wir gaben ihm Bücher über Omans Geschichte, Architektur, Kunsthandwerk und Musik. Eines Tages rief er mich um 7.00 Uhr morgens an, um mir Fragen zu den verschiedenen Dynastien, den Festungen und der Geschichte des Oman zu stellen.

Die andere Seite

Michael war sehr offen und er liebte die Menschen. Viele Leute besuchten ihn in dem Hotel, wo er wohnte und machten Fotos mit ihm, aber niemand nutzte seinen Prominenten-Status aus. Sie veröffentlichten die Fotos nicht in den Medien. Deshalb fühlte er sich im Oman sicher.

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Er liebte den Oman, weil er wie ein ganz normaler Mensch behandelt wurde. Er war hier glücklich. Er war um die ganze Welt gereist, und die Leute sagten ihm immer: “Michael, wir lieben dich”, aber nur im Oman sagten sie: “Michael wir lieben dich und möchten, dass du hier bleibst”. Viele Menschen sind sehr traurig über diesen großen Verlust.

Michael war bescheiden, großzügig und ein wirklicher Menschenfreund. Du würdest niemals das glauben, was du über ihn hörst oder liest, wenn du ihn persönlich getroffen hättest.

Traurigerweise nutzen die Leute um ihn herum ihn aus.

Michael verlies den Oman um in den USA die Beerdigung von James Brown zu besuchen.* Er war traurig aber versprach, zurückzukommen. Er plante in diesem Jahr im Dezember zu kommen, um mit uns zu arbeiten.

Er wollte mit Dr. Riyadh Hamzah zusammen an Musik und gemeinsamen Gedichten arbeiten. Ich habe eine Aufnahme, die zeigt wie gerne er im Oman leben würde.

Wir werden ihn sehr vermissen, aber er wird immer in unseren Herzen sein. Ich denke, die Welt wird niemals einen anderen Michael haben. Er war einzigartig.

*Anmerkung: Ich denke, hier irrt der Bericht, denn Michael reiste im Dez. 2006 von Irland nach Las Vegas und zur Beerdigung von James Brown. Im Oman war er jedoch 2005. 

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Während seines Aufenthalts im Mittleren Osten, 2005, besuchte Michael auch ein entlegenes Dorf im Oman. Kerry Anderson, sein Bodygard, berichtet darüber in einem Interview mit The MJ Cast:

Unsere Gastgeber waren anscheinend Millionäre, denn als wir den Flughafen verließen, gab es da eine Vertretung von Rolls Royce, Ferrari, Lamborghini and Bentley, und diese Famile war der Eigentümer. Aber gleichzeitig sahen sie sich auch als Nomaden, sie begaben sich mehrmals im Monat in die Berge und lebten dort ohne Strom und fließendes Wasser, ich nehme an, das war ihre Kultur. Und sie erzählten Michael davon und er: “Oh, ich möchte auch dorthin”! Also fuhren wir hinauf. Ich war weniger begeistert, denn es gibt da immer noch diese Auseinandersetzungen, diese Probleme im Mittleren Osten, und ich dachte mir: “Mensch, ich kenne diese Leute kaum, wir sollten besser nicht in die Berge fahren, sondern hier in der Stadt bleiben, dann können wir wenigstens Hilfe holen…” Aber Michael war Michael und wenn er etwas tun wollte, konnte ich nichts dagegen unternehmen – also fuhren wir. Und es war so bergig, so weit weg von der Stadt, alles was du sehen konntest, waren die Berge. Und da lief ein Schäfer mit seiner Herde talwärts und ich dachte mir, “Mensch, was mach ich eigentlich hier?” Mir gefiel das nicht wirklich, aber die Leute kamen angerannt und riefen: “Michael Jackson!” Oh mein Gott! Das zeigte mir wirklich, dass sogar diese Leute diesen Mann kannten. Das war beeindruckend.”

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Michael mit Bodyguard Kerry Anderson, Oman 2005

During his stay in the Middle East, 2005, Michael also visited a remote village in Oman…
„The people that hosted us – some Billionaire kind of guys – as a matter of fact, as we left the airport, there was a Rolls Royce, Ferrari, Lamborghini and Bentley Dealership and this particular family owned that. But they were also people that were considered nomads, I guess, several times in the month they would go up in the mountains and live there without electricity and running water, ’cause that was their culture, I guess. And they were explaining that to Michael and he is like „Oh, I want to go“. So we rode up there. I wasn’t feeling that, because they’re still dealing with the war kind of thing, the middle east thing, and that’s why I’m thinking, man… I don’t know these people, let’s not go in the mountains, let’s stay in the city, at least we can run and get some help, you know. But, you know, Michael was Michael, and when he wanted to do something there was nothing that I could do – and we went. …And it was so mountainous… so far away from city, and all you see is mountains… you see a guy walking with a herd of sheep coming down the mountain. Myself, I’m thinking, what are we doing here? I don’t like this at all, but… and people coming and shout „Michael Jackson!“ – Oh my god… That’s what really kind of showed me, even these people know this man, that is amazing…“
– Kerry Anderson (Michaels Bodyguard in 2005) (talking to MJ Cast)

Michael Jackson In Oman

MICHAEL Jackson was a legend who is sure to live in eternity. The whole world pursued him for his stardom and talent, but it was in Oman where he felt “truly at home”.
Michael came to Oman with plans for only three days but he went on to stay with us for 45 days. He loved Oman and its people. People treated him with love, just like a close friend. Michael was very impressed by the love and hospitality he got here which was sadly missing from his life.
Michael was highly impressed by Omani’s rich culture and many a times visited the Muttrah Souq. He bought several souvenirs from the souq and got quite friendly with the people. He visited the homes of many Omani families and spent a lot of time with them. He learned a lot about Omani lifestyle.
Michael spent a lot of time with us in our house. We often got together for lunch and he soon became a part of our family. He felt very comfortable here and shared a lot about his life and how people had treated him.

A doting dad

During one of those days, Michael told us about his children and said he wanted them to get the same affection that he received here. He asked them to come to Oman. When they finally arrived, he hugged them and told them in the car, “Welcome home kids”. I told him: “Michael, be careful, I’ll quote this in the media.” He said, “I don’t care, I love being here.”
We didn’t ask him to say this. People in other places offered him so many things but still he felt being at home in Oman.
At home we had organised a party for his children to introduce them to our kids. My sisters prepared a cake for him and his children. It was very special as it had his kids’ names in Neverland and Peter Pan with Michael’s face saying, “Free to be me in Oman”. Michael had tears in his eyes and he told me, “I want to stay here.”
My nephew Talal Zubair is a big fan of Michael. At the party he organised a show and imitated Michael’s moves and jives. Michael was thrilled and his kids said, “Dad you have to take Talal with you on stage next time.” 
Talal and Michael became very close and they used to talk over the phone most of the time. Talal was devastated when he heard the news. The entire family was.
I don’t care what the media says but Michael was a loving father and was very patient with his kids. He used to teach them new things most of the time. I don’t believe all the rumors that float in the media.
One day we went with the kids to watch a movie. On his way back, Michael asked his son who was sitting behind in the car, what he learned from the movie. The boy was very intelligent and Michael was challenging him with more and more questions. He wanted his kids to be brilliant and to live the childhood he never had.

Michael himself read a lot. We gave him books about Oman’s heritage, architecture, crafts and music. One day he called me at 7am to ask about the different dynasties in Oman, the forts and the history.

The other side

Michael was very open and he loved people. Many people visited him at the hotel where he stayed and took pictures with him, but nobody took advantage of his global celebrity status. They did not release the photos in the media. That’s why he felt secure in Oman. He loved Oman because people treated him like an ordinary person. He was happy to be here. He had travelled around the world and people used to tell him “Michael we love you.” Only in Oman they told him: “we love you and we want you to stay here”. Many people are very sad at such a great loss.
Michael was humble, generous and a true humanitarian. You would never believe what you hear or read about him if you had met him in person. Sadly people around him took advantage of him.

Michael left Oman to go to the US when James Brown died. He was very sad but he promised to come back. He was planning to come to Oman in December this year to work with us.
He wanted to work especially with Dr Riyadh Hamzah to compose music and write poems together. I have a recording that says how much he wanted to live in Oman.
We will miss him a lot but he will always be in our hearts. I don’t think the world will ever have an other Michael Jackson. He was one of a kind.

https://www.truemichaeljackson.com/true-stories/michael-in-oman/

Corey Feldmans Bänder über Michael Jackson, Jon Grissom, Sergeant Deborah Linden und andere Charaktere

by

 

Original: https://vindicatemj.wordpress.com/2018/01/13/corey-feldmans-tapes-about-michael-jackson-jon-grissom-sergeant-deborah-linden-and-other-characters/

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Corey Feldman und seine Familie im März 1990 (im Alter von 19 Jahren)

Letzten Monat entdeckte Corey Feldman in seiner Garage die Kopien der Bänder, die während seiner Befragung im Santa Barbara Sheriff Department im Dezember 1993 aufgenommen wurden.

Corey war damals 22 Jahre alt und wurde von Sergeant Deborah Linden und Detektiv Russell Birchim im Zuge ihrer Ermittlungen gegen Michael Jackson befragt.

Als Corey öffentlich mittgeteilt hat, dass er die Aufnahmen hatte, welche die Namen seiner Missbraucher enthalten, räumte das Santa Barbara Sheriff Department umgehend ein, dass sie diese auch gefunden hätten und bereit seien, sie an das Los Angeles Police Department (LAPD) zu übergeben.

Zuvor hatten sie geleugnet, diese jemals besessen zu haben und mitgeteilt:

„Wir kennen die Äußerungen, die Mr. Feldman bezüglich einer Ermittlung aus dem Jahr 1993 macht. Unsere Aufzeichnungen weisen nicht darauf hin, dass er irgendwelche Tatverdächtigen nannte.“

Sie hatten also schriftliche Aufzeichnungen, aber dort wurde mit keinem Wort erwähnt, dass Corey seine Missbraucher genannt hatte. Das interessante daran ist, dass diese Formulierung angesichts der folgenden Ereignisse formal sogar richtig sein könnte, weil es genau genommen nicht Corey war, der es getan hat.

Anscheinend hat Corey Feldman diese Bänder selbst lange nicht mehr angehört. Als er sie sich kürzlich erneut angehört hat, fand er dort abgesehen von dem Beweis, dass er der Polizei von seinem Missbraucher Jon Grissom erzählt hat und diese seine Aussage völlig ignoriert hat, etwas, das ihn sicher sein lässt, dass Michael Jackson Opfer eines abgekarteten Spiels wurde.

Wir haben das ganze Band noch nicht gehört und Corey Feldman ist noch nicht damit fertig, das ganze Mysterium zu entwirren, aber selbst zum jetzigen Zeitpunkt können wir versuchen, nach den Hinweisen zu suchen, die Corey zu der Schlussfolgerung über ein abgekartetes Spiel gebracht haben – die Schlussfolgerung, zu der wir auch gekommen sind, ungeachtet dessen, was er gefunden hat.

Die einzigen für uns verfügbaren Teile von Coreys Band sind die kurzen Ausschnitte, die am 11. Dezember 2017 in der Dr. Oz Show vorgespielt wurden und das sind nur kleine Fragmente der Originalaufnahme. Auf Dr. Ozs Webseite befindet sich ein Video dieser Show, das in zehn Segmente unterteilt ist. Zwei davon sind Teaser und Werbung, aber die verbleibenden Teile werden hier bis auf ein paar undeutliche Teile transkribiert (falls ihr die Lücken füllen könnt, könnt ihr das gerne machen).

Lasst uns diese Clips also gemeinsam anhören, um zu sehen, ob wir hier irgendetwas Neues entdecken können.

Der erste Clip ist ein Trailer, der direkt damit beginnt, dass Dr. Oz und Corey Feldman über Jon Grissom sprechen, der derjenige war, der Corey belästigt hat, als er ein Teenager war.

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COREY FELDMAN: … Und das ist es, was Dir beigebracht wird, was Du in Hollywood tun sollst. Wenn es ein Problem gibt, behalte es für Dich, halte den Mund – das ist die Konditionierung des Systems. Es ist systembedingt, es passierte damals, es passiert heute, schauen Sie sich an, was in der Presse passiert. Das ist es, worüber wir sprechen.

DR.OZ: Hatten Sie zu irgendeinem Zeitpunkt, als Sie mit der Polizei zu tun hatten, das Gefühl, Ihr langer Albtraum würde enden?

FELDMAN: Ich dachte wörtlich, okay, sie müssen gegen ihn ermitteln, weil sie es zur Sprache gebracht haben – „Sehen Sie, Sie müssen einen formellen Bericht einreichen, wenn Sie möchten, dass hier ermittelt wird“ und ich sagte „Okay, das machen wir“. Aber sie haben nie etwas unternommen…

DR.OZ: Aber sie haben niemals erkennen lassen, dass sie tatsächlich an Jon Grissom interessiert waren?

FELDMAN: Nein. (Pause) Sie waren nicht an Jon Grissom interessiert.

DR.OZ: Ich möchte das jetzt allen klar machen. Ich habe auf dieses Thema gepocht, aber in meinen Augen passieren schlimme Dinge, wenn die Guten böse Menschen nicht sehen und das Böse nicht stoppen. So wie ich das verstehe, hätte vielleicht gegen Corey Feldmans mutmaßlichen Missbraucher Jon Grissom ermittelt werden können, wenn die Kriminalbeamten in Santa Barbara das weiterverfolgt hätten, vielleicht hätten sie vor weiterem Kindesmissbrauch geschützt werden können und der Punkt ist, im Jahr 2001, das ist fast 20 Jahre später – Gott weiß, was in diesen 20 Jahren passiert ist – 2001 wurde Jon Grissom wegen unzüchtigen Handlungen mit einem Minderjährigen und Oralverkehr mit einem Minderjährigen verhaftet. Zwanzig Jahre mehr Missbrauch und wir können ihn nicht ausfindig machen.

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FELDMAN: Also die Tatsache, dass er so auf mich zukam und sagte „… Wir haben das noch nie gemacht“ und als das dabei rauskam – dass er selbst ein Kindesverführer war – oh Gott, es ergab absoluten Sinn für mich. Er ist das Problem. Nicht er, aber er verkörpert das Problem, welches ist, dass diese mächtigen Männer, die Art, wie er sich verhalten hat, ist ein perfektes Beispiel für die Hierarchie und die seelische Misshandlung, das Beschämen und das Machtspiel von „Ich bin größer als Du. Ich bin in einer Position, in der ich Dich ausschalten kann und ich kann Dich zerquetschen und ich kann Dir das Gefühl geben, dass es wertlos ist, was Du zu sagen hast.“ Darum geht es! Und das ist exakt die Art, wie diese Raubtiere diese Opfer überwältigen. Exakt so ist es.

DR.OZ: Wir haben also gerade die verlorenen Bänder von 1993 enthüllt, in denen Corey den Namen von einem seiner Missbraucher an die Santa Barbara Kriminalbeamten weitergibt. Als diese Bänder öffentlich bekannt wurden und festgestellt wurde, dass diese immer noch existieren, gab es viele Nachrichtenberichte darüber, dass Sie rehabilitiert wurden. Das war das Wort – rehabilitiert. Was denken Sie? Denken Sie, Sie wurden entlastet?

FELDMAN: Noch nicht. Noch nicht. Rehabilitation wird eintreten, wenn die Täter meines besten Freundes hinter Gittern sind, wenn die Leute, die mich belästigt haben, hinter Gittern sind und wenn mein guter Freund Michael Jackson in der öffentlichen Meinung völlig entlastet ist, weil er niemals ein Täter war. (Applaus)

DR.OZ: Und Ihr bester Freund war Corey Haim. Also Corey Haims Täter müssen zur Strecke gebracht werden, das gleiche gilt für die Leute, die Sie missbraucht haben, und Michael Jackson.

FELDMAN: Michael Jackson muss entlastet werden. Ein und für alle mal. Und ich glaube, das könnte letztendlich dazu führen.

DR.OZ: Zum allerersten Mal hören sie nun Corey, wie er der Polizei über seinen Missbrauch erzählt. Hören sie zu.

Corey Feldman: Oh, ich war, ich meine, ich war ein Belästigungsopfer.

Detektiv Birchim: Dann wissen Sie, worüber ich spreche.

Corey Feldman: Ich weiß ganz genau, worüber Sie sprechen.

Detektiv Birchim: Sie fühlen sich schuldig, Sie fühlen sich schrecklich und, uh…

Sgt. Deborah Linden: Sie fühlen sich, als wäre es Ihre Schuld gewesen und…

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DR.OZ: Die Tatsache, dass diese Worte überhaupt gesprochen wurden, ist schockierend, weil sie bis jetzt angezweifelt wurden. Wir werden in Coreys verlorenen Bändern tiefer graben, viel tiefer. Als nächstes werden wir zum allerersten Mal offenbaren, was auf diesen Bändern wirklich gesprochen wird.

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FELDMAN (über Michael Jackson): Er ist keine sexuelle Person! Das kommt in einer Unterhaltung mit ihm gar nicht auf!

DR.OZ: Ich möchte, dass alle sorgfältig zuhören, was Corey ihnen während ihrer Ermittlungen gegen Michael Jackson gesagt hat. Das sind Ihre Worte – vor 25 Jahren.

Corey Feldman: Glauben Sie mir, die Person, die mich belästigt hat, wenn er das gewesen wäre, wissen Sie, der mir das angetan hat, dann wäre dies eine andere Geschichte, weil ich da draußen wäre, wissen Sie, ich würde sofort etwas unternehmen, damit dieser Mann, uh, bekommt … was er verdient.

DR.OZ: Ich werde zu allen fair sein. Das Santa Barbara Sheriff Department hat bestätigt, dass sie die Bänder von 1993 gefunden haben. Sie haben nicht bestätigt, dass Coreys Kopien davon die gleichen sind, aber wir sind sicher, dass sie das sind.

FELDMAN: Es gab nur eine Befragung.

DR.OZ: Corey sagte den Kriminalbeamten in Santa Barbara 1993 also, dass es nicht Michael Jackson ist. Es ist jemand anderer. Und sie wissen, dass es nicht Michael Jackson ist, weil Sie wissen, worum es bei Missbrauch geht, Sie haben es durchlebt.

FELDMAN: Es gab mehrere Leute. Ich wurde von einigen Typen belästigt.

DR.OZ: Es gab im Speziellen eine Person, die sie auf diesen Bändern ansprechen. Es ist Jon Grissom, der einer von Ihren Missbrauchern war. Hören sie zu.

(Selbst jetzt wird Corey sichtbar angespannt und es verschlägt ihm den Atem, wenn er sich selbst hört, als er Jon Grisson den Kriminalbeamten meldet).

Sgt. Deborah Linden: Ähm, die Information, die wir erhalten haben, ist, dass Jon Grissom Ihr Assistent war. Und dass er ärgerlich und eifersüchtig wurde, als Michael begonnen hat, Ihnen viel Aufmerksamkeit entgegen zu bringen, hauptsächlich, weil Sie Zeit mit Michael verbrachten und nicht mit ihm.

Corey Feldman: Hmm, ähm…

Sgt. Deborah Linden: Habe ich einen wunden Punkt getroffen? Hahaha

Corey Feldman: Ähm, ich, erstens kannte ich Michael lange bevor ich Jon Grissom kennen lernte. Und, Jon Grissom war der Typ, der mich belästigt hat.

Sgt. Deborah Linden: Mmm.

Corey Feldman: Also, ich weiß nicht, woher sie die Fakten haben. Aber, ich möchte sagen, dass sie ziemlich durcheinandergebracht wurden. Aber Jon Grissom, wissen Sie, war der Typ, der mich belästigt hat. Und er, ähm, ich, ich bin sicher, dass er wahrscheinlich eifersüchtig darauf war, wie sehr ich Michael respektiert habe und wie viel Zeit ich mit Michael verbracht habe.

Und wenn er sich gedacht haben könnte, mit Michael lief irgendetwas ab, ich könnte mir vorstellen, wie so eine kranke Person denken würde, und denken würde, dass, wissen Sie …

Sgt. Deborah Linden: Wie alt waren Sie, als das passiert ist?

Corey Feldman: Fünfzehn. Ähm, und uh…

Sgt. Deborah Linden: Wissen Sie, Sie müssen nicht, wir fordern Sie nicht auf, uns davon zu erzählen.

FELDMAN (hebt seine Hände): Was muss denn noch gesagt werden? Aber es gibt noch eine Sache, die ich schnell sagen muss, wo ich mich falsch ausgedrückt habe – ich war fünfzehn, als er mich zum ersten Mal belästigt hat, aber das ging eineinhalb Jahre weiter. Das möchte ich nur wirklich schnell sagen.

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So ist es also.

Corey Feldman erinnerte sich damals nicht daran, aber er realisiert jetzt, dass es die Polizei war, die den Namen von Jon Grissom zur Sprache gebracht hat und dass es dieser Pädophile war, der ihnen seine wertvollen Ansichten über Coreys Freundschaft mit Michael Jackson mitgeteilt hat.

Und seine Story war für Michael sicherlich absolut nicht vorteilhaft. Sergeant Deborah Linden missinterpretierte Coreys Schweigen, indem sie sich vorstellte, „einen wunden Punkt getroffen“ zu haben und lachte, als würde sie denken, dass sie ihn überrumpelt hat und Corey nicht mehr in der Lage sei, irgendetwas zu leugnen.

Und sie war so von ihren eigenen Vorurteilen über Jackson vereinnahmt, dass sie nicht einmal bemerkt hat, dass es für einen Assistenten eines Teenagers völlig abnormal ist, „eifersüchtig“ auf ihn zu sein, und dass sie all die Fragen, die sie über MJ gestellt hat, stattdessen über Grissom hätte stellen sollen.

Was war die Reaktion von Sgt. Deborah Linden, als sie gehört hat, dass Corey zu der Zeit, als Grissom ihn belästigt hat, erst fünfzehn Jahre alt war?

Sie sagte: „Wir fordern Sie nicht auf, uns davon zu erzählen.“

Und warum fragte sie nicht nach?

Die eindeutige Antwort darauf ist nicht, was ihr euch denkt (dass sie Coreys Gefühle nicht verletzen wollte) – nichts dergleichen. Es gab kein Mitgefühl für Corey und seine schmerzenden Wunden. Sie fühlten ihm weiter unerbittlich über Jackson auf den Zahn und selbst nachdem sie die unerfreuliche Entdeckung über Grissom gemacht hat, tat Sgt. Deborah Linden die Angelegenheit einfach mit einem Lachen ab. Der Grund, warum sie nicht gefragt haben, ist, weil sie es nicht hören wollten, da sie nur auf der Jagd nach Michael Jackson waren.

Wenn die Polizei Corey allerdings gefragt hätte, hätte sie einige sehr interessante Details erfahren – zum Beispiel über die Umstände, unter denen sich der Junge hilfesuchend an Michael Jackson wandte.

Zu diesem Zeitpunkt kannte er Michael schon seit langem, aber seine Beziehung zu ihm wurde viel enger, als sein Leben völlig unerträglich wurde. Dieser Moment wurde von Sgt. Deborah Linden ebenfalls falsch interpretiert, da sie die Zeit, als „Michael Jackson begonnen hat, Corey viel Aufmerksamkeit entgegen zu bringen“ als etwas Unheilvolles angesehen hat, während es in Wirklichkeit die Zeit war, in der Corey vor weiterem Missbrauch bewahrt wurde.

Corey Feldman beschreibt den Moment in seinem Buch „Coreyography“:

Es wurde so schlimm, dass nur eine Nacht nach der Flucht aus Rons Fängen ein anderer erwachsener Freund versucht hat, ihn zu belästigen. Er flüchtete an den einzigen sicheren und freundlichen Ort, den er kannte.

„Ich war erschüttert, angewidert, tief bestürzt. Ich brauchte etwas Normalität in meinem Leben. Also rief ich Michael Jackson an“, schreibt er. „Michael Jacksons Welt, so verrückt das auch klingt, wurde mein glücklicher Ort. Mit Michael zusammen zu sein brachte mich zu meiner Unschuld zurück. Wenn ich bei Michael war, war es, als sei ich wieder 10 Jahre alt.“

https://nypost.com/2013/10/19/the-childhood-hell-of-the-lost-boys/

Ron Crimson ist in dem Buch ein Pseudonym, das für Jon Grissom benutzt wurde. Jetzt wird klar, warum Grissom „ärgerlich“ und „eifersüchtig“ auf Michael Jackson war. Corey riss sich gerade von den Leuten frei, die ihn über Monate missbraucht hatten und flüchtete an den einzigen sicheren Ort, den er kannte. Grissoms perverse Phantasie ließ allerdings nur eine Interpretation von Coreys Flucht zu Michael zu – dass der Junge seinem vorherigen (Boy)Lover einen neuen Mann vorzog, und daher kommt das Gefühl von „Eifersucht“ ihm gegenüber.

Und das erklärt erneut die Denkweise der Pädophilen, die Michael umkreist haben und kranke Geschichten über ihn verbreitet haben. Das ist einfach nur die zigste Erinnerung an die Tatsache, dass diese Geschichten deren eigene Vermutungen über MJ und deren eigene Anschauungen über eine Freundschaft mit einem Teenager wiederspiegelten.

Ich war immer der Meinung, dass das, was sie Kindern angetan haben, von ihnen über Michael Jackson vermutet wurde und das ist es, was es wirklich war – sie haben ihre eigenen Motive und sexuellen Interessen einem Mann zugeschrieben, der diese nicht hatte. Sie konnten sich nicht einmal vorstellen, dass Coreys Kontakt mit Michael Jackson eine einfache Freundschaft ohne sexuelles Element war. Sie selbst kannten so etwas nicht.

Und es war in dieser kranken Art und Weise, dass diese Leute ihre Ansichten über MJ der Polizei mitteilten. In einem weiteren Ausschnitt von Corey Feldmans Band, das schon früher von Celebrity Justice ausgestrahlt wurde, gibt es einen bestimmten Teil, wo Detektiv Russell Birchim versucht, Corey Feldman aufzuzwingen, was die Denkweise eines Pädophilen im Wesentlichen ist. Er sagt ihnen immer wieder „Nichts ist passiert“ und sie antworteten immer wieder „Sie verstehen das einfach nicht“.

Wenn die Polizei übrigens auch mit den anderen angeblichen Opfern so gesprochen hat, ist es kein Wunder, dass Jason Francia zum Beispiel letztlich nachgegeben hat. Er wurde von der Polizei so sehr unter Druck gesetzt, dass er ihnen irgendwann „etwas handfestes bieten wollte“. Nach einigen Befragungen dieser Art schaffte er es dann, sich an drei Fälle von „Kitzeln“ zu erinnern. Es war nicht viel, aber doch ein kleiner Vorwurf, um ihren fadenscheinigen Jordan Chandler Fall gegen Michael Jackson zu stützen.

Hier ist die Art, wie die Polizei Corey Feldman bearbeitete, um die Information zu bekommen, die sie wollte:

Corey: „Mit Michael ist niemals irgendetwas passiert.“

Sgt. Deborah Linden: Was mir daran Sorgen macht, ist, dass wenn da etwas passiert; wenn etwas passiert ist, das Sie uns nicht sagen… Sie würden es deshalb nicht sagen.“

Corey: „Nein. Ich kann mich nicht in die Lage versetzen, um zu überlegen „würde ich oder würde ich nicht?“, weil nichts passiert ist!“

Detektiv Birchim: „Wir hören einiges darüber, dass Michael niemals ein Kind verletzen würde. Natürlich würde er das nicht. Er liebt Kinder und er würde sie nicht verletzen… nicht körperlich. Ich glaube nicht, dass Michael, wenn er Kinder belästigt, dies tut, weil er sie verletzen will. Er tut es, weil er sie liebt.”

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Die Polizeibeamten drängten Corey Feldman ihre eigenen Gedanken über Michael Jackson auf.

Und obwohl manche infolge solcher Befragungen verunsichert waren, war es Corey Feldman nicht – er hatte Belästigungen selbst durchlebt und kannte den Unterschied:

„Ich habe es der Polizei erzählt. Ich saß dort und gab ihnen die Namen“, sagte er. „Sie sind aktenkundig. Sie haben alle Informationen, aber sie untersuchten Michael Jackson. Michael war unschuldig, und darum ging es bei der Befragung durch die Polizei. Ich sagte ihm ‚Er ist nicht der Typ.‘ Sie sagten ‚Nun ja, vielleicht verstehen Sie ihren Freund einfach nicht.‘

Ich sagte ‚Nein, ich kenne den Unterschied zwischen Pädophilen und jemandem, der kein Pädophiler ist, weil ich belästigt worden bin. Hier sind die Namen. Ermitteln sie.‘”

http://toofab.com/2017/12/11/corey-feldman-dr-oz-hollywood-pedophile-corey-haim-jon-grissom/

Corey Feldman hat es in der Dr. Oz Show erneut wiederholt – Michael Jackson wirkte überhaupt nicht wie eine sexuelle Person und diese Dinge wurden zwischen ihnen niemals auch nur zur Sprache gebracht.

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DR.OZ: Sie sagen den Behörden auf dem Band also, dass es nicht Michael Jackson ist, da sie wissen, was Missbrauch ist („Missbrauch ist das, ich erlebte es mit Jon Grissom“) und sie scheinen zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht darauf zu reagieren.

FELDMAN: Das ist es. Ich dachte wirklich, sie ermitteln gegen Jon! Weil sie das zur Sprache gebracht haben, dachte ich „Oh, wow, das ist größer als nur Michael. Sie wissen auch, was Jon getan hat und deshalb stellen sie diese ganzen Fragen.

Ich schwöre bei Gott, daran dachte ich in diesem Moment. Deshalb habe ich so gestottert, weil ich dachte „Oh-oh-oh, das geht also in meine Richtung… Okay, alsdann, ich geben ihnen besser alle Informationen, die sie brauchen.“

DR.OZ: Warum dachten sie überhaupt an Jon Grissom? Warum geriet Jon Grissom ins Bild?

FELDMAN: Das ist eine wirklich gute Frage.

DR.OZ: Hatte er Michael Jackson beschuldigt? Vielleicht hat er das. Er sagte, sie sollen das prüfen…

FELDMAN: Dieser Typ ist ein Straftäter. Lasst es uns einfach sagen – vielleicht war er in mich verliebt, in seinem kranken und verdrehten Geist… weil mir zu dieser Zeit auch gesagt wurde, dass er den Leuten erzählt, ich sei sein Lebensgefährte, was nicht nur bedeutet, dass es real war, sondern dass er es anderen gegenüber ohne mein Wissen zugab.

Also warum gab es keine Gerechtigkeit? Und warum versuchen Sie, meinen Freund, der niemals einer Fliege etwas zu Leide getan hat, ins Gefängnis zu stecken, und obwohl Sie diese Information haben, unternehmen Sie diesbezüglich nichts? Was zur Hölle geht hier wirklich vor sich? Und ich stelle diese Frage immer noch.

DR.OZ: Geben Sie Acht, was als nächstes passiert. Mehr von diesen vergessenen Tonbändern. Sie werden sie jetzt gleich zum ersten Mal hören.

~

Und das ist ein Punkt, an dem viele weitere Fragen gestellt werden müssen.

In der Tat, wie war es Jon Grissom möglich, herumzulaufen und jedem zu erzählen, er hätte einen fünfzehnjährigen Lebensgefährten; er gab es offen zu und niemand kümmerte es oder informierte die Polizei?

Und wie passierte das Gegenteil – dass es ein Kinderschänder Grissom war, der die Polizei über seine Vorstellungen von Jackson informierte?

Und warum tat die Polizei Coreys Geschichte ab, als er bereit war, ihnen all die Informationen zu geben, die sie brauchten?

Wir wissen nicht viel über Jon Grissom. Das wenige, das wir wissen, ist, dass er ein verurteilter Sexualstraftäter ist, der 2001 verhaftet worden ist und jetzt von der kalifornischen Gefängnis- und Rehabilitationsbehörde wegen fehlender Teilnahme an einem Täterprogramm gesucht wird. Ein paar weitere Details werden von dieser Webseite geliefert:

  • Grissom war ein Freund der Familie, bevor er Corey Feldmans Assistent wurde. Feldman ließ in der New York Post auch etwas über Crimson hören „Es war beinahe unheimlich, wie ähnlich wir waren. Es war, als hätte er mich studiert und jede meiner Bewegungen kopiert.“
  • Grissom war derjenige, der den Jungen mit Kokain und Crack vertraut gemacht hat und ihn sexuell missbraucht hat, nachdem er ihm einen Pillenmix spendiert hat.
  • Grissom hat eine MySpace Seite, die Fotos von ihm mit Corey Feldman während der 1980er zeigt. Bei Dr. Oz sagt Feldman „Dieser Typ hat auf seiner MySpace Seite und seiner Facebookseite Fotos von mir und Corey Haim. Er verhöhnt uns immer noch und protzt damit herum.“

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  • Grissoms Facebook Seite gibt an, dass er jetzt in Mexico lebt. Im November 2016 teilte er auch ein Foto von Feldman auf seiner Seite.
  • Online Unterlagen zeigen, dass Grissom eine Akte wegen unzüchtiger oder lasziver Handlungen mit einem 14 oder 15 jährigen Kind hat. Diese Akten über Grissom geben seinen vollen Namen als Cloyd Jon Grissom an. Die Festnahme fand 2001 statt und Grissom saß 2003 im Gefängnis.
  • Grissom wurde 1995 auch in Utah wegen eines unbekannten Verbrechens verhaftet. Im Jahr 2000 verbrachte Grissom drei Monate in einem Gefängnis in Arizona wegen Kreditkartendiebstahl, gesetzeswidrigem Transportmittel und Widerstand gegen die Verhaftung.

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Jon Grissoms Selfie

Jon Grissom hat also eine ziemliche Akte und er hat sein Verhalten nicht geändert, was aus den von ihm in den sozialen Medien geposteten halbnackten Selfies, gemeinsam mit den alten Fotos von ihm und den beiden Coreys, klar hervorgeht.

Was mir ebenfalls ins Auge gefallen ist, ist, dass Grissom, bevor er Coreys Assistent wurde, ein Freund der Familie war, der versucht hat, jeden von Coreys Bewegungen zu kopieren, damit ihre Ähnlichkeit fast unheimlich wurde.

Das erinnert mich an die Dinge, die Michael Jacksons Hater permanent über ihn behaupten – nur, wie üblich, ist die Situation bei MJ das genaue Gegenteil.

Wenn ein Kind ein Fan von jemandem ist, ist es natürlich, den Style, die Kleidung und die Bewegungen zu kopieren (manche erwachsenen Leute machen aus dieser Nachahmung ihren Beruf).

Aber im Falle von Pädophilen sind sie es, die das Verhalten ihrer Opfer kopieren und vorgeben, dass sie die gleichen Interessen haben und die gleichen Dinge mögen, um das Kind zu überzeugen, dass sie Seelenverwandte und beste Freunde sind.

Die Santa Barbara Polizei und Staatsanwaltschaft haben versucht, Michael Jackson in dieses Muster zu quetschen, aber er passte überhaupt nicht hinein. Es war absurd von ihnen, Michael vorzuwerfen, dass Kinder ihn in Kleidungsstil und Verhalten nachahmen. Machen das nicht alle Fans – jung wie alt?

Das gleiche gilt für die Geschichten über Drogen und „Kindern Alkohol aufzudrängen“. Es war Michaels Überzeugung, niemals zu trinken, wenn Kinder in der Nähe waren und wenn er es tat, verwendete er Softdrink Dosen, um den Umstand zu verstecken, dass es Wein war.

Drogen standen absolut außer Frage. Corey Feldman sagt der Huffington Post dazu:

„Er war ein Typ, der so unschuldig war, so behütet, man konnte in seiner Gegenwart nicht einmal fluchen. Man konnte nicht über Drogen sprechen, man konnte nicht über nackte Frauen sprechen, man konnte nicht über Sex sprechen. Man konnte über Garnichts sprechen, weil er über weite Teile seines frühen Lebens und seiner Karriere ein sehr religiöser Mann war.“

https://www.huffingtonpost.com/2013/11/01/feldman-michael-jackson_n_4191548.html

Kurzum, der Name der „sprichwörtlichen prüden alten Jungfer“, der ihm von McCauleys Vater gegeben wurde, war genau der richtige für Michael Jackson, zumindest in den 1990ern.

Vergleicht das mit Jon Grissom und seht den Unterschied. Dennoch war es dieser Pädophile, dem die Polizei zuhörte, während sie gegen Michael Jackson ermittelt hat und nicht anders herum.

Wir wissen nicht, wann und wie die Polizei mit Grissom in Kontakt kam, aber der zeitliche Rahmen seiner Verbindung mit Corey Feldman bietet einigen Anlass zum Nachdenken.

Corey Feldman wurde 1971 geboren und seine Belästigung fing an, als er 15 war. Sie dauerte eineinhalb Jahre an und im Anschluss hat Corey Grissom nicht mehr wiedergesehen. Wir erfahren von der ungefähren Zeit, zu der Corey Grissom das letzte Mal gesehen hat, aus diesem Artikel:

Darauf beharrend (da er am Ende wiederholt dazu aufgefordert wurde), dass es nicht Michael Jackson war, der ihn belästigt hat, sagt Feldman, dass es sein früherer Assistent war, jemand, den er seit 1986 nicht mehr gesehen hat und er fand die ganze Erfahrung „einfach irgendwie verwirrend. Ungeachtet dessen, was die Leute denken, ich war eigentlich sehr unschuldig und sehr naiv zu dieser Zeit. Ich war dein typisches amerikanisches Kind.“

http://www.eonline.com/news/890284/lost-boys-the-history-of-corey-feldman-and-corey-haim-s-friendship-from-teen-stardom-to-tragedy

Das Jahr 1987 stimmt vielleicht eher, aber ob es nun 86 oder 87 war, macht nicht viel Unterschied. Was wirklich wichtig ist, ist, dass Corey Grissom sechs oder sieben Jahre nicht mehr gesehen hatte, als Corey Feldmans Band vom Santa Barbara Sheriff Department im Dezember 1993 aufgenommen wurde.

Und das lässt uns die Frage stellen, wann die Polizei mit Grissom gesprochen hat.

Clip 5 von 10

DR.OZ: Heute hören wir verschollene Ermittlungsbänder von Corey Feldman, die zeigen, dass er den Behörden 1993 von seinem sexuellen Missbrauch erzählt hat, wie er das die ganze Zeit gesagt hat. Es ist uns möglich, diese zum ersten Mal zu enthüllen.

Und ich möchte, dass sich alle einen weiteren Teil der Befragung anhören, wo die Santa Barbara Kriminalbeamten Corey zum Michael Jackson Fall vernehmen. Was sie gleich hören werden, erregte meine Aufmerksamkeit. Im Zuge der Befragung kamen die Kriminalbeamten auf Coreys Aussage zurück, dass er belästigt worden ist und sie befragten ihn gerade heraus zu seinem vermeintlichen Missbraucher Jon Grissom.

Sgt. Deborah Linden: Ist ihm irgendetwas passiert?

Corey Feldman: Was meinen Sie? Nein. Ich habe niemals Anklage erhoben.

Sgt. Deborah Linden: Niemals. Haben Sie es jemals gemeldet?

Corey Feldman: Nein. Aber, uh, ich meine, ich hätte, aber ich war so… Ich war so… wie diese Gefühle, die Sie erwähnt haben, ich war so verängstigt und wusste nicht, er war wie mein bester Freund, wissen Sie. Und ich wusste nicht, wie, ich meine, ich konnte ihm am nächsten Tag nicht einmal in die Augen sehen, wissen Sie. Ich habe immer so tun müssen, als sei das nicht passiert. Ich meine, das war mein großes Ding, ich habe vorgegeben, es sei nicht passiert.“

Später in der Befragung

Sgt. Deborah Linden: Wo ist der Typ jetzt?

Corey Feldman: Ich habe keine Ahnung. Ähm, ich habe gehört, dass er zurück in Kalifornien ist, weil er eine Weile in Utah war.

Sgt. Deborah Linden: Wenn wir ihm über den Weg laufen, lassen wir es Sie wissen. Hahahahahaha.

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FELDMAN: Hahaha. Wie lustig!

DR.OZ: Es ist das Lachen, das mich wirklich aus der Fassung brachte. Das ist… das ist unheimlich.

FELDMAN: Das ist boshaft.

DR.OZ: Wir haben völlig verpasst, wovon ich denke, dass es gehört werden sollte. Wir alle haben das Band gehört. Corey Feldman hat es uns gegeben. Die Ermittler haben nicht gefragt, ob er das beim LAPD, wo der Missbrauch stattgefunden hat, zur Anzeige bringen möchte.

Nachdem die Aufnahme beendet wurde, hat sich irgendjemand bei Ihnen gemeldet? Haben sie jemals gesagt, „Wollen Sie mit dem LAPD sprechen? So machen Sie das, wir geben es weiter“?

FELDMAN: Garnichts. Garnichts. Garnichts. Das ist mein Punkt. Okay, alles, was sie hätten tun müssen, ist, irgendeine lokale Stelle anzurufen und zu sagen „Wir haben hier einen echten, dieses Kind wurde von mehreren Leuten belästigt, wir müssen in diesen Fall ermitteln, bitte kommen Sie und holen sich die Anzeige.“ Und dann würden wir heute nicht hier sitzen und darüber sprechen.

DR.OZ: Es gibt so viele Fragen an Sie. Als Sie dort gesessen sind als 21jähriger Junge, aus meiner Sicht immer noch ein Kind, obwohl Sie rechtlich betrachtet ein Mann sind, sind sie immer noch…

FELDMAN: Oh, ich war noch sehr viel Kind. Ich bin heute immer noch nicht ganz… aber das ist eine andere Geschichte.

DR.OZ: Und sie taten es mit einem Lachen ab! Wie haben Sie sich dabei gefühlt? Was dachten Sie, passiert da gerade?

FELDMAN: Sie verstehen, dass ich verwirrt war. Gehen wir wieder zurück zu meiner geistigen Haltung. Michael Jackson repräsentierte alles positive in meinem Leben zu der Zeit – er war der große Bruder, den ich nie hatte, und, wissen Sie, das, was ihn am meisten interessierte, war „Was war in der Schule? Erzähl mir über die Schulhofschläger. Erzähl mir darüber.“ Weil er wusste, dass ich das brauchte. Ich brauchte jemanden zum Reden, weil er dasselbe durch machte und wusste, wie es war, sein Leben unter dem Mikroskop ausgebreitet zu haben und die Presse und das ganze Zeug, und du kannst mit niemandem sprechen, weil deine Eltern sagen „Sprich mit niemandem.“ Und das ist es, was dir beigebracht wird, was du in Hollywood zu tun hast. Wenn es ein Problem gibt, behalte es für Dich. Du hältst den Mund.

~

„Wenn wir ihm über den Weg laufen, lassen wir es Sie wissen, hahaha“… Was für eine zynische Art, sich gegenüber einem Sexmissbrauchsüberlebenden zu verhalten, der sich gerade dazu gebracht hat, sein verheerendes Geheimnis zu offenbaren. Und was muss das für eine Enttäuschung für Corey gewesen sein, angesichts ihres Lachens und sorglosen Verhaltens langsam zu erkennen, dass sie überhaupt nicht vorhatten, irgendetwas zu unternehmen.

Aber lasst uns einem weiteren Detail Aufmerksamkeit schenken.

  • Sgt. Deborah Linden brachte den Namen von Jon Grissom selbst zur Sprache und sagte, sie haben Informationen von ihm über Michael Jackson.
  • Und jetzt erfahren wir, dass sie im Dezember 1993 keine Ahnung hatten, wo ihre Quelle war und befragten sogar Corey Feldman dazu.
  • Aber Corey hat Grissom seit sechs oder sieben Jahren ebenfalls nicht gesehen und sagte, er hat gehört, dass Grissom eine Zeit lang in Utah war, aber „jetzt ist er zurück in Kalifornien“.
  • Die Polizei wusste allerdings nicht, dass er in Kalifornien war (ansonsten hätten sie nicht gefragt) und das lässt uns zu der Frage kommen – wann haben sie mit Grissom gesprochen? Und war es überhaupt 1993?

Vermutlich versteht ihr, warum das exakte Datum von Grissoms Offenbarungen wichtig ist – wenn diese bedeutende Unterhaltung mit der Polizei vor September 1993 stattgefunden hat, bedeutet das, dass Grissom seine Geschichten über MJ bereits vor den Chandler Unterstellungen verbreitet hat.

Und wenn das der Fall ist, wäre das absolut nichts Neues für uns. Das gleiche wurde von zwei weiteren Leuten gemacht, die Michael Jacksons Namen jahrelang beschmiert haben, ohne dass er es je vermutet hätte.

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Victor Gutierrez, ein bekennender NAMBLA Teilnehmer

Der erste ist Victor Gutierrez, ein bekennender NAMBLA Teilnehmer und Diane Dimonds „beste Quelle“, der seit mindestens 1989 Lügen über Jackson verbreitet und ein Buch in Zusammenarbeit mit Jordan Chandlers Vater schrieb, in dem er Michael Jacksons Freundschaft mit Jordan als „Liebe“ darstellt. Man kann seine Interpretation deutlich in Detektiv Birchims Äußerungen widerhallen hören, der Corey Feldman vom gleichen zu überzeugen versuchte.

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Rodney Allen erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe

Der zweite Pädophile, der ebenfalls jahrelang gegen Michael Jackson arbeitete, war Rodney Allen, der jetzt ein verurteilter Sexualstraftäter ist, der seine lebenslange Freiheitsstrafe in einem Kanadischen Gefängnis absitzt. Überraschenderweise stand Rodney Allen auch in engem Kontakt mit Diane Dimond und er bombardierte sie mit Briefen und Unterstellungen gegen Michael Jackson. 1995 brachte sie ihre Korrespondenz mit Allen nach Kanada, wo Rodney Allen einen Jungen gecoacht hat, um sich als Michaels „Opfer“ zu präsentieren, der Betrug wurde allerdings von der kanadischen Polizei aufgedeckt und in Ermangelung eines Opfers musste Diane Dimond stattdessen über Rodney Allens Fehler berichten.

Was interessant ist, ist, dass Rodney Allen auch etwas mit dem 1993er Fall zu tun hatte und mit dem Santa Barbara Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon in Kontakt stand. Das wissen wir aus den Gerichtsdokumenten aus dem Prozess 2005, die ein Schriftstück enthalten, wo Sneddon auf einer vorgeschlagenen Liste von Belastungszeugen eine mysteriöse Notiz hinterließ, dass Rodney Allen „dieses Mal“ nicht involviert sein wird – was deutlich darauf hinweist, dass Allen beim vorherigen Mal involviert war.

Und jetzt hören wir aus erster Hand (ich meine den Santa Barbara Sergeant), dass sie mit einem dritten Pädophilen in Kontakt standen, der Unterstellungen gegen Michael Jackson vorbrachte, und das war Jon Grissom!

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Jon Grissom ist jetzt in Mexico

Jetzt schaut euch das an, Leute.

Zwei Pädophile und ein Mitglied einer Boylover Organisation, die jahrelang gegen Jackson gearbeitet haben, ist wirklich zu viel. Die Vorstellung, dass das nur ein Zufall ist, ist einfach unmöglich, also ist die einzige andere Option, die uns bleibt, dass das Ganze ein Betrug war.

Was war dessen Zweck?

Der Zweck war, Michael Jackson als Kinderschänder darzustellen.

Und wie oft hört man von Pädophilen, die gegen ihre eigene Gattung arbeiten?

NOCH NIE davon gehört?!

Welchen anderen Beweis für Michaels Unschuld braucht man noch?

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(stellenweise im ersten Clip wiederholt)

FELDMAN: Das ist die Konditionierung des Systems. Es ist systembedingt, es passierte damals, es passiert heute, schauen Sie sich an, was in der Presse passiert. Das ist es, worüber wir sprechen.

DR.OZ: Hatten Sie zu irgendeinem Zeitpunkt, als Sie mit der Polizei zu tun hatten, das Gefühl, Ihr langer Albtraum würde enden?

FELDMAN: Ich dachte wörtlich, okay, sie müssen gegen ihn ermitteln, weil sie es zur Sprache gebracht haben – „Sehen Sie, Sie müssen einen formellen Bericht einreichen, wenn Sie möchten, dass hier ermittelt wird“ und ich sagte „Okay, das machen wir“. Aber sie haben nie etwas unternommen…

DR.OZ: Aber sie haben niemals verdeutlicht, dass sie tatsächlich an Jon Grissom interessiert waren?

FELDMAN: Nein. (Pause) Sie waren nicht an Jon Grissom interessiert.

DR.OZ: Ich möchte das jetzt allen klar machen. Ich habe auf dieses Thema gepocht, aber in meinen Augen passieren schlimme Dinge, wenn die Guten böse Menschen nicht sehen und das Böse nicht stoppen. So wie ich das verstehe, hätte vielleicht gegen Corey Feldmans mutmaßlichen Missbraucher Jon Grissom ermittelt werden können, wenn die Kriminalbeamten in Santa Barbara das weiterverfolgt hätten, vielleicht hätten sie vor weiterem Kindesmissbrauch geschützt werden können und der Punkt ist, im Jahr 2001, das ist fast 20 Jahre später – Gott weiß, was in diesen 20 Jahren passiert ist – 2001 wurde Jon Grissom wegen unzüchtigen Handlungen mit einem Minderjährigen und Oralverkehr mit einem Minderjährigen verhaftet. Zwanzig Jahre mehr Missbrauch und wir können ihn nicht ausfindig machen.

FELDMAN: Was ist damit? Sie hätten mehrere Dinge verhindern können. Ich bin mir sicher, dass es viele Kinder gibt, die er in dieser Zeit ausgenutzt hat und das hätte alles verhindert werden können.

DR.OR: Wie hätte das Ihr Leben verändert, wenn sie auf Ihre Anschuldigungen reagiert hätten?

FELDMAN: Nun, ich kann Ihnen so viel sagen. Ich würde nicht versuchen, Geld mithilfe einer Kampagne zu sammeln, um einen Film zu machen, der die Wahrheit erzählt, weil ich meine eigenen Filme machen würde, da meine Karriere nicht abgestellt worden wäre, als ich gerade achtzehn Nummer Eins Filme am Stück beendet hatte. Es gibt keinen Grund, warum ich meine Karriere nicht ewig weitergeführt hätte. Ich meine, ich habe immer noch eine Karriere, aber es ist nicht, was es damals war, weil ich nicht in den aktuellen großen Blockbustern bin, man sieht mich nicht in ihnen, ich war einige Zeit nicht mehr in ihnen, ziemlich genau seit dieser Befragung.

DR.OZ: Warum denken Sie, haben Ihnen das Santa Barbara Sheriff Department oder andere, die von dieser Diskussion erfuhren, nicht geholfen? Warum denken Sie, wurde die ganze Sache stillgelegt?

FELDMAN: Sie möchten wissen, was ich wirklich denke?

DR.OZ: Ihr bester Einfall.

FELDMAN: (seufzt) Ich glaube, dass es eine Verbindung gibt, ich glaube, es gibt eine Verbindung zu der Tatsache, dass sie versucht haben, ihn fälschlich zu bezichtigen…

DR.OZ: Michael Jackson?

FELDMAN: Michael Jackson fälschlich bezichtigen und die Corey Feldman Geschichte begraben. Ich denke, es gibt eine Verbindung, alles zusammen. Und diese Verbindung könnte auch mit meinen anderen Belästigern zu tun haben.

DR.OZ: Ich bin sprachlos. Ich bin sicher, jeder zu Hause und hier im Studio ist es auch.

Jetzt, da wir Corey Feldmans Bänder gefunden haben, was passiert als nächstes? Wird das Coreys Ermittlungen wieder starten? Und es gibt eine weitere große Frage – ist das Meldesystem für Kindesmissbrauch defekt?

~

Corey Feldman hat absolut Recht. Natürlich gibt es eine Verbindung zwischen der fälschlichen Bezichtigung Michael Jacksons und der Begrabung von Coreys Geschichte, sowohl 1993, als auch heute. Das wurde von exakt den gleichen Leuten gemacht – jenen, die einen unschuldigen Mann fälschlich bezichtigen wollten und die Aufmerksamkeit von echten Verbrechen an Kindern wie Corey Feldman abwandten.

Wir können also zumindest das folgende aus dem obigen ziehen:

  1. Es gibt erdrückende Beweise, dass 1993 oder sogar früher zumindest drei Pädophile damit beschäftigt waren, Michael Jacksons Reputation zu beschmieren. Alle hatten eine verdächtig freie Hand in ihren Aktivitäten gegen Jackson und fanden bei der Polizei offenes Gehör.
  2. Die Santa Barbara Polizeibeamten waren nur mit Michael Jackson beschäftigt.
  3. Und während sie mit Jackson beschäftigt waren, haben sie direkt unter ihrer Nase echte Verbrechen übersehen und Klagen von echten Opfern wie Corey Feldman und vielen anderen ignoriert.

Denkt nur daran, wie viele unschuldige Leben vor Missbrauch hätten beschützt werden können, wenn Sergeant Deborah Linden, Detektiv Russell Birchim und all die anderen ihren Job wirklich gemacht hätten – statt Michael Jackson zu jagen, nachdem sie von echten Pädophilen auf ihn gehetzt worden sind.

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DR.OZ: Wir sind zurück mit unserer exklusiven Erkundung der verlorenen Tonbänder, die Corey Feldmans erste Meldung des sexuellen Missbrauchs an das Santa Barbara Sheriff Department offenbaren, wie er das die ganze Zeit angegeben hat.

Wir haben uns gerade Teile dieser Bänder angehört. Jetzt werde ich die große Frage stellen – was bedeuten diese Bänder für die Ermittlungen gegen Coreys Missbraucher? Corey ist mit einem Team von Rechtsexperten zurück – die Rechtsexpertin Beth Karas, eine ehemalige Strafverfolgerin, ist hier, und die Anwältin und Expertin für sexuelle Missbrauchsopfer Marci Hamilton hat sich uns ebenfalls angeschlossen.

DR.OZ: Und das sind zwei der größten Experten, die mit uns zusammensitzen. Ich möchte für alle, die uns hier in Amerika zuhören, ein paar Antworten. Sie haben die Bänder gehört, die ziemlich belastend sind. Warum haben sie nicht weiter ermittelt?

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Beth Karas (Screenshot)

BETH KARAS: Weil diese Kriminalbeamten, wie es mir scheint, völlig auf Michael Jackson fokussiert waren. Corey gab ihnen nicht, was sie erhofft hatten. Sie hatten gehofft, einen Fall mit weiteren Klägern zu bauen, aber das haben sie nicht bekommen, und Grissom war nicht deren Zuständigkeitsbereich. Ich wusste bis gerade eben, als ich die Aufnahme gehört habe, nicht, dass die Polizei seinen Namen hatte. Ich hatte ursprünglich gedacht, Corey hätte der Polizei den Namen gegeben. Für mich ist das sehr merkwürdig, warum Grissom auf ihrem Radar war und sie damit nichts gemacht haben. Aber sie waren auf Michael Jackson fokussiert. Er war der große Fisch.

DR.OZ: Wie hat Jon Grissom sie eigentlich mit dem Glauben gelockt, dass Corey ein heißer Tipp ist, weil er von Michal Jackson missbraucht sein musste?

FELDMAN: Was ist damit? Was ist, wenn Grissom die ganze Zeit als Falle in meinem Leben fungierte, um zu versuchen, meine Karriere zu zerstören? Genauso, wie sie versucht haben, Michaels Karriere zu zerstören?

BETH KARAS: Dazu kann ich nicht wirklich etwas sagen.

DR.OZ: Aber Sie können etwas zu den rechtlichen und ethischen Verpflichtungen der Polizei, oder in diesem Fall der Sheriffs, sagen, zu einem Zuständigkeitsbereich, der ihm bekannte Informationen weiterleitet, was nicht nur der Person, mit der sie sprechen, helfen könnte, sondern Generationen an Kindern, denen infolge ihrer Tatenlosigkeit geschadet wurde.

BETH KARAS: Ich weiß nichts über eine rechtliche Verpflichtung, Informationen weiterzugeben, die außerhalb des Zuständigkeitsbereiches liegen, aber zu sagen „Ihr müsst euch diesen Typen anschauen und vielleicht kommen da noch weitere Beschwerden“ wäre das Richtige gewesen. Das ist es, was gute Kriminalbeamte machen.

FELDMAN: Kann ich etwas sagen? Selbst in der jüngsten Befragung, die ich mit ihnen – dem LAPD – hatte, sagten sie wörtlich zu mir, dass sie diese Meldung ungeachtet dessen, was ich zuvor gesagt habe, als gesonderten Bericht bekommen sollten, weil sie das bekommen müssen und sie waren sehr deutlich, dass sie dich, wenn man in New York ist und das in New York passiert ist, an die New Yorker Polizei weiterleiten.

BETH KARAS: Aber das ist jetzt. Das Klima ist jetzt ein anderes.

FELDMAN: Ich verstehe.

BETH KARAS: Es ist jetzt unser Bewusstsein, dass jeder entsprechend handelt.

DR.OZ: Es wird besser. Das Santa Barbara Sheriff Department, das die Originale der Bänder von 1993 hatte und gerade gefunden hat, hat uns gesagt, dass sie die Bänder vor wenigen Tagen an das LAPD weitergegeben hat, was uns das LAPD bestätigt hat. Hat sich das LAPD im Anschluss bei Ihnen gemeldet?

FELDMAN: Nein, aber sie sind gerade etwas beschäftigt mit dem tobenden Feuer.

DR.OZ: Sie sind beschäftigt – das verstehe ich alles. Aber das Problem der Verjährungsfrist kommt mit der Zeit und der Missbrauch, von dem wir von Ihnen und anderen gehört haben, wird weiter begnadigt, um es so auszudrücken. Und das ist ein wesentlicher Teil von Corey Feldmans Wahrheitskampagne.

~

Inzwischen wissen wir, dass das LAPD es abgelehnt hat, eine Ermittlung zu starten, da die Verjährungsfrist abgelaufen ist und deshalb setzt sich Corey Feldman jetzt dafür ein, die Verjährungsfrist für Kindesmissbrauch abzuschaffen.

Und bei dem Thema, was „gute Kriminalbeamte machen“, was aber Deborah Linden und Russell Birchim nicht getan haben, kann ich es nicht lassen, die ruhmvolle Ehrung Lindens für ihre 27 Dienstjahre in der Strafverfolgung zu erwähnen, die im Zuge ihrer Pensionierung mit 49 Jahren im Dezember 2011 vom Leiter der San Luis Obispo Polizei veröffentlicht wurde.

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Deborah Linden

Linden nahm den Job im Jänner 2003 nach 18 Jahren beim Santa Barbara County Sheriffs Department an und arbeitete 9 Jahre in der neuen Position. Dort war ihre größte Errungenschaft:

„… weitere Gesetze, die auf übermäßigen Lärm, Party machen und Trinken abzielen, die umgesetzt wurden und zu einem Rückgang an Verstößen wie Lärm und öffentlichem Urinieren, führten.“

Sheriff Ian Parkinson, der fünf Jahre als Lindens zweiter Kommandant gearbeitet hat, sagte, dass ihre Liebe zum Detail und ihr Engagement für ihre Mitarbeiter und die Gemeinschaft einige ihrer stärksten Eigenschaften sind. „Sie ist sehr darauf fokussiert, die Dinge richtig zu machen und nicht den einfachsten Weg zu gehen“, sagte er.

Linden ist die zweitbestbezahlteste Mitarbeiterin in der Stadt. Ihr Gehalt liegt bei $160.394 und zusätzlichen $73.821 Zuschüssen wie Pensions- und Gesundheitsvorsorge. Der Oberstadtdirektor ist der höchstbezahlte Mitarbeiter.

http://www.sanluisobispo.com/2011/07/06/1672485/slo-police-chief-deb-linden-to.html#storylink=cpy

Und hier gibt es noch mehr über unsere Heldin:

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Deborah Linden geht in Rente

Linden, die sagt, sie sei ein „klassischer Workaholic“, plant Ende Dezember in den Ruhestand zu gehen, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und vielleicht zu unterrichten.

Linden wuchs in Nordkalifornien auf, bevor sie das UC Santa Barbara im Hauptfach aquatische Biologie besuchte, weit entfernt von Strafverfolgung. Linden schloss das College Anfang 1984 ab und fing im gleichen Jahr als Deputy beim Santa Barbara County Sheriffs Department zu arbeiten an.

Linden füllte in dem Department diverse Funktionen aus, bevor sie vor neun Jahren für die Position des San Luis Obispo Polizeichefs auserwählt wurde.

Linden sagte, sie hatte eine „tolle Zeit und eine wundervolle Karriere“ im Santa Barbara County.

„Ich bin gesegnet mit einigen wirklich phantastischen Möglichkeiten“, fügte sie hinzu.

Jim Peterson, Hilfssheriff im Santa Barbara County Sheriffs Department, kannte Linden, seit sie vor über 30 Jahren gemeinsam das College besucht haben.

„Ich wusste bereits damals, dass sie einer der organisiertesten Menschen war, die ich je kannte“, sagte er. Während sie im Sheriffs Department gearbeitet hat, vollendete Linden Projekte auf eine Art und Weise, die alle Erwartungen übertroffen hat, sagte Peterson.

Sie freut sich auch darauf, mehr Zeit mit ihrem Mann zu verbringen, der beim Santa Barbara County Sheriffs Department in Rente ging.

http://santamariatimes.com/news/local/slo-police-chief-hanging-up-her-badge/article_1d9f3da4-bcd6-11e0-91c0-001cc4c002e0.html

„Projekte, die alle Erwartungen übertroffen haben“, „eine der organisiertesten Menschen“, „ein klassischer Workaholic“, „sehr darauf fokussiert, die Dinge richtig zu machen“, „Ihre Liebe zum Detail“, usw. usw.

Wie absurd das alles klingt im Vergleich zu ihrer totalen Gleichgültigkeit gegenüber einem Kindesmissbrauchsüberlebenden, ihrem zynischen Lachen als Reaktion auf seine Beschwerden und die Versprechen, es „ihm wissen zu lassen“, falls sie seinem Missbraucher „über den Weg laufen“ – natürlich ganz zufällig, da sie nicht vorhatten, seinen Fall weiterzubearbeiten.

Vielmehr bemühte sie sich nicht einmal, zu ihren Aufzeichnungen von Grissom, der über Corey Feldman und MJ sprach, zurückzukehren und zu vermerken, dass Grissom selbst ein Kinderschänder sein könnte.

Und zu den „phantastischen Möglichkeiten, mit denen sie gesegnet war“ – diese hatte sie, aber sie waren alle verloren, als sie die wahren Verbrechen übersehen und Kindertragödien nicht verhindert hat, und sich stattdessen auf große Dinge wie öffentliches Urinieren konzentriert hat.

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(In diesem letzten Clip spricht Dr. Oz mit Marci Hamilton, Vorsitzende von Child USA)

DR.OZ: Kommen wir zu Marci. Sie haben einen großen Teil Ihres Lebens mit missionieren verbracht. Ihrer Ansicht nach wurden die heutigen Gesetze zum sexuellen Missbrauch geschaffen, um die Opfer zum Schweigen zu bringen. Warum denken sie das?

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Marci Hamilton (Screenshot)

MARCI HAMILTON: Genau. Wir haben eine Rechtskultur erschaffen, die die Opfer schweigen und die Mächtigen im Geschäft lässt. Und auch unsere Verjährungsfristen sind so arrangiert, dass ein Kind nicht zeitig genug zum Gericht kommt. Und Sie waren so jung, Corey. Auch wenn Sie schon 20 waren, waren Sie immer noch jung, um damit heraus zu kommen. Im Durchschnitt sind die Leute etwa 42, wenn sie damit herauskommen.

DR.OZ: Echt, 42?

MARCI HAMILTON: Das ist das Durchschnittsalter. Wir haben dieses System eingerichtet – man ging davon aus, dass das Kind versteht, dass das, was mit ihm passierte, schlecht war und dass es jemanden davon erzählen würde, so, wie wenn man ein gebrochenes Bein hätte. Wenn ein Kind ein gebrochenes Bein hat, dann wird es nicht versuchen, dieses zu verstecken, es wird seiner Mutter sagen, dass es weh tut und sie gehen ins Krankenhaus.

Aber sexuellen Missbrauch verstehen Kinder nicht. Sie können das nicht verarbeiten. Und weil sie das nicht können, bleibt es ein Geheimnis. Und das ist im Interesse des Kindesverführers, es geheim zu halten und ganz ehrlich haben die Gesetzesvollstrecker den Ball in vielen Fällen fallen lassen. Oft deshalb, weil sie dachten, die Verjährungsfrist wäre abgelaufen.

DR.OZ: Lassen sie mich Ihnen etwas zeigen.

Er zeigt eine Karte der Staaten, die er für die Kindesverführer am schlechtesten/für die Opfer am besten hält und von den Staaten, in denen die Opfer nicht auf die bestmögliche Art verteidigt werden. Unter den letzteren ist auch der Staat New York und Dr. Oz ruft seine Zuschauer dazu auf, den Mehrheitsführer des Staates New York, John Flanagan, anzurufen und ihn aufzufordern, den Child Victim Act (Gesetz zum Kinderopfer-Schutz) zu verabschieden. Er fordert die Menschen dazu auf, etwas zu verändern.

DR.OZ: Corey, was würde es für Sie bedeuten, all diese rückständigen Staaten dorthin zu bekommen, wo sie eigentlich in Sachen Opferschutz stehen müssten?

FELDMAN: Also es kommt nicht einmal auf eine Maßnahme an. Ich denke, letztendlich muss das einfach passieren. Und es geht nicht um mich, es geht um alle Kinder, es geht um die Zukunft des Planeten. Wenn wir als menschliche Rasse bestehen wollen, müssen wir lernen, auf unsere Kinder zu achten. (Applaus)

DR.OZ: Corey hat mit seiner Kampagne mit dem Namen „Truth Campaign“ Geld gesammelt, um das Bewusstsein über sexuellen Missbrauch zu erhöhen. Was brauchen sie jetzt am nötigsten? Wie können wir helfen?

FELDMAN: Am dringendsten sind Spenden. Ehrlich gesagt, wir brauchen Spenden. Es gibt eine #gofundme (Finanzierungs-/Spendensammel-Kampagne), die ich extra für die nötige Security, die ich brauche, ins Leben gerufen habe, damit ich Personenschutz und hoffentlich auch ein paar Anwälte bekomme, die mich schützen. Die andere (Kampagne) ist dazu da, den Film machen zu können. Der Film handelt von meiner Lebensgeschichte und der ganzen Wahrheit. Nun wurden beide Kampagnen wegen Betruges angezeigt.

DR.OZ: Tatsächlich?

FELDMAN: Ja, beide. Von Hassern. Und lassen Sie mich etwas über diese Hasser erzählen. Wenn man das Thema verfolgt, wenn man Twitter beobachtet, dann stürzen sich viele von ihnen auf mich, verbreiten falsche Informationen, spucken Lügen aus, versuchen die Leute zu verwirren, versuchen sogar, meine Unterstützer einzuschüchtern. Wir haben sehr lautstarke, sehr passionierte Unterstützer, die ich die „Feldfam“ nenne – es ist eine großartige Truppe, sehr liebenswerte, unglaubliche Menschen, die für Gerechtigkeit kämpfen wollen. Und all diese Menschen, die mich im letzten Monat verbal unterstützen oder spendeten, wurden schikaniert, lächerlich gemacht und in einigen Fällen sogar bedroht. Nur weil sie mich unterstützen. Das ist nicht ok.

DR.OZ: Sie haben es gehört. Das sollte an jeden von Ihnen appellieren. Werden Sie jetzt aktiv. Veranlassen Sie, dass sich etwas ändert.

FELDMAN: Und spenden Sie bitte.

~

Zuerst lasst uns Corey dazu gratulieren, der nationale Botschafter für CHILD USA geworden zu sein. Jetzt werden er und Marci Hamiltons Organisation gemeinsam daran arbeiten, dass Kinderschänder für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden.

Zweitens: Das Durchschnittsalter von 42 Jahren, mit dem Kindesmissbrauchsopfer zu reden beginnen, kann völlig korrekt sein. Die Opfer müssen die wahre Natur der Erfahrungen ihrer Kindheit zuerst realisieren, sie brauchen Zeit, um mit dem Trauma fertig zu werden und all ihren Mut zusammenzunehmen, um ihr Schweigen zu brechen, ganz zu schweigen davon, dass sie auch noch die Angst vor den Verführern überwinden müssen, die fast nie ganz verschwindet.

Und drittens: Erliegt nicht der Versuchung, diese Regel auch bei denjenigen anzuwenden, die behaupten, sie seinen „Opfer“ von Michael Jackson. Alle Kinder, die je mit Michael in Zusammenhang gebracht wurden, sind trotz all ihrer Proteste standardmäßig von den Medien und der Öffentlichkeit in die Opferkategorie gedrängt worden. Und wenn du sowieso als Opfer gesehen wirst, braucht es eine andere Art Courage – du musst dich gegen den Trend stellen und den unschuldigen Mann verteidigen, dessen Name durch den Dreck gezogen wird.

Und diese Art Courage, die ein Zeichen innerer Stärke und Integrität ist, hatte und hat Corey Feldman.

In seinem jüngsten Video mit dem Titel: THE TRUTH BEHIND THE TALE, & THE HYPOCRISY OF THE GOLDEN GLOBES…ENOUGH IS ENOUGH (Die Wahrheit hinter der Geschichte & die Scheinheiligkeit der Golden Globes … Genug ist genug) spricht Corey über die Scheinheiligkeit von Hollywood, die Frauen in ihrem Kampf gegen missbrauchende Männer unterstützt, aber gleichzeitig das Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern völlig ignoriert, als ob es unwichtig sei.

Seine Worte werden dich nicht gleichgültig lassen.

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Corey Feldman (ab 9:03):

„Ich finde es ein bisschen heuchlerisch, wenn Rose McGowan da draußen herumrennt und die Lorbeeren dafür einsteckt, diejenige zu sein, die die ganze Sache aus der Tabuzone geholt hat. Erinnere ich mich doch lustiger weise an einen Vorfall im Jahr 1998, als sie mich dafür anprangerte, dass ich mit Michael Jackson zusammen war und anzudeuten versuchte, dass ich mit ihm schliefe. Und sie machte sich darüber lustig mit Bemerkungen wie: „Oh erzähl mir bloß nicht, dass da nichts läuft“. Sie hat mich beschämt. Wie kann das eine Heldin sein? Ich bin ziemlich sicher, dass ich bei einem solch wichtigen Thema niemals jemanden beschämt habe. Niemals.

Manchmal nehme ich Dinge auf die leichte Schulter, aber wenn es um dieses Thema geht, ist das kein Witz. Das ist eine ernste Sache. Lasst mich noch so viel sagen: all diese Leute sind heute Abend zusammen gekommen und haben diese Fassade aufgesetzt, diese Zurschaustellung, dass sie wirklich betroffen sind, dass sie wirklich etwas ändern wollen, dass sie zuhören. Ich habe eine Neuigkeit für euch: Ich war nicht dazu eingeladen. Wie kannst du das tun, Hollywood? Die gleiche Industrie, für die ich 18 Kinokassenschlager gemacht habe und schon ab 1998 damit begann, über sexuellen Missbrauch und Pädophilie in der Hollywood-Industrie zu sprechen, über meine Erfahrungen, darüber, wie ich in Hollywood belästigt wurde.

Ich habe es zusammen mit Corey Haim in unserer TV Serie thematisiert. 2007 waren wir mutig genug, es zum Thema unserer TV Show zu machen, es war ganz klar, dass wir beide damals beabsichtigten, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und wisst ihr, was bei den Golden Globes in dem Jahr passierte, in dem Corey Haim starb? Er wurde einfach ignoriert. Er wurde nicht einmal in einem Nachruf der Golden Globes oder der Oskars erwähnt. Man tat jedes Mal so, als habe es ihn nie gegeben. Das ist widerlich.

Jetzt zelebrieren sie die allgemeine Betroffenheit, dass wir zusammenhalten und die Nase voll haben. Aber der Typ, der damit anfing, der Typ, der an die Türen klopfte und seit meinem Interview mit ABC, in dem ich sagte, dass Pädophilie das Hauptproblem in Hollywood sei… Ich hatte gehofft, die Leute würden merken, dass ich mein ganzes Leben aufs Spiel setzte und bereit war, mir zum Wohl der Kinder auch eine Kugel einzufangen. Sie wollen mich nicht anerkennen? Ok, das ist in Ordnung. Aber sie könnten mich wenigstens als einen ihrer Kollegen einladen. Sie müssten mich nicht extra erwähnen. Ich brauche keine Lorbeeren. Aber sie sollten um Gotteswillen genug Anstand haben, sich wenigstens so zu verhalten, als ob ich existiere.

Es reicht einfach. Ich hab so lange stillgehalten und zugelassen, dass dieser Missbrauch mich auf so vielen Ebenen beeinträchtigte. Viele Leute wissen es – durch diese Kampagne wurde ich von vielen Leuten auf bösartige Weise attackiert und jetzt wird mir auch klar, dass sie alle mit einer Ausgangsquelle verbunden sind. Diese Leute versuchen buchstäblich Gottes Werk zu zerstören. Es gibt nichts Schlimmeres als das.

Ich verstehe, dass die Leute manchmal nicht wissen, was sie glauben sollen. Ich verstehe, dass die Leute sich manchmal leicht in die Irre führen lassen, denn sie hören unterschiedliche Dinge und wissen dann nicht, was sie glauben sollen.

Es gibt viele Menschen die für die dunkle Seite arbeiten. Sie wollen, dass du verwirrt bist. Die dunkle Seite hat Angst vor der Wahrheit. Sie möchten diese Wahrheit zu jedem Preis unter Verschluss halten. Und das bedeutet, gute Menschen zu zerstören.

Und das passierte mit MJ. Lasst uns das Kind beim Namen nennen – MICHAEL JACKSON WURDE FÄLSCHLICH BEZICHTIGT, ALS MAN MICH VERTUSCHTE. Es war die gleiche Polizei, die diese Untersuchungen führte, und diese Polizei vertuschte… Alles was sie hätten tun müssen, war Jon Grissom, Alphie Hoffman und den Rest der Bande hochzunehmen. Aber sie begruben diese Information, diese Hinweise. Sie leiteten es nie an das LAPD weiter, die die richtige Gerichtsgewalt dafür gewesen wäre. Sie taten nie irgendetwas von dem, was in ihrer Verantwortung gelegen hätte. Und zu all dem entschieden sie auch noch, diese Aussage einfach zu ignorieren, damit sie weiterhin sich selbst und alle anderen in dem Glauben lassen konnten, dass Michael Jackson ein Pädophiler sei. Ich hab Neuigkeiten für euch, Leute: ER WAR NIE EINER. Es war alles nur ein Geschäft. Ihr Geschäft war es, ihn zerstören zu wollen.

Da gibt es dunkle Gestalten und dunkle Mächte, sowohl rechts als auch links. Es gibt sie in allen Parteien. Und sie befinden sich auch in allen Teilen der Gesellschaft – in Sekten und Religionen, in Schulen. Sie sind wie Raubtiere. Das Dunkle möchte alle guten Dinge infiltrieren. Und sie tun alles, was sie können, um ihr Opfer schlecht aussehen zu lassen.

Sie richten es so ein, dass das Opfer aussieht wie ein Lügner, ein fürchterlicher Mensch, sie werden ihn diskreditieren, und wenn das Opfer dann kommt und sagt: „Das ist, was wirklich passiert ist“, wird schon jeder daran zweifeln und behaupten: „Er erzählt Lügen, er erfindet Geschichten.“

Es ist irrsinnig, es ist einfach nur krank. Aber es hat Methode und das ist das System und so funktioniert es.“

…………………………….

Übersetzung des Videos aus den Kommentaren:

 

MILO erklärt ‘Oprah 2020’

Milo Yiannopoulos Show und sein Blick auf Oprah, Rose McGowan und Corey Feldman, den er sehr ernst nimmt.

Milo ist nicht gerade nett zu Rose McGowan und verspottet Oprah dafür, dass sie die Gelegenheit genutzt habe, „die Königin der weiblichen Widerstandsbewegung“ zu werden, aber ungeachtet dessen, was man von diesen beiden Personen und auch von Milo selbst hält, liegt er bei dem, was Corey Feldman betrifft, absolut richtig und seine Einschätzung dessen, was sich in Hollywood abspielt, klingt korrekt und wahr.

Milo: Hier geht es nicht mehr nur um Rose McGowan. Hier haben wir eine Frau, die immer geschwiegen hat, bis sie sich ausrechnete, dass es profitabler sein könnte, zu reden, als weiter zu schweigen. Dann stellt sich heraus, dass sie an einen 7-Stelligen Betrag denkt, um nicht noch einmal zu reden, aber dieser Deal kommt nicht zustande. Vielleicht dachte sie, der Zahltag sei am Ende doch lohnender, wenn sie die Frontfrau dieser neuen Rebellenarmee von Frauen werden würde, die „es einfach nicht mehr aushalten“.

Nur dass es jetzt nicht mehr die Show von Rose ist, denn jetzt sind Oprah und Merryl mit an Bord, und man fragt sicher, wer zum Teufel ist Rose McGowan? Jetzt hat Oprah sich dieses Thema zu Eigen gemacht und Meryl Streep saß in der ersten Reihe… schweigend und elegant in die Hände klatschend und zustimmend nickend.

Und jetzt wird Oprah zur Königin der weiblichen Widerstandsbewegung, nachdem ihre Karriere torpediert wurde, weil sie NICHT für Frauen einstand. Rose McGowen wurde ins Abseits gedrängt – wer ist Rose McGowen? Größere Tiere haben die Mission übernommen, haben ihr ihre Bewegung abgenommen.

Co-Moderator: Weißt du, wer sich noch darüber aufregt, dass sie ihn nicht eingeladen haben?

Milo: Wer?

Co-Moderator: Corey Feldman. Er ist sehr aufgebracht.

Milo: Oh, siehst du, das ist gerechtfertigt, Corey Feldman hat Recht. Und der herzzerreißendste Teil der Geschichte, über die ich in dem Buch „Despicable“ („Verabscheuungswürdig“) spreche, das im Mai herauskommt, der beste Teil der Geschichte ist, dass wir jetzt rückblickend verstehen, warum Matt Lauer sich gegenüber Corey so abweisend und aggressiv verhielt.

Co-Moderator: Er verhielt sich ihm gegenüber furchtbar.

Milo: Und warum? Weil er in seinem Hinterkopf dachte: „Ich sollte alle Ankläger diffamieren, denn meiner wird als nächstes auftauchen… Das hier ist Matt Lauer, über den – wieder einmal – jeder im Netzwerk Bescheid wusste. Und ich bin sicher, dass er in seinem Hinterkopf dachte: „Es ist nur ein kleiner Schritt, die Ankläger in Misskredit zu bringen und die Sache herunterzuspielen, und Corey Feldman aussehen zu lassen, als sei er verrückt, denn ich weiß, ich bin als nächstes an der Reihe.“

Ich sah das Interview mit ihm und dachte, – okay, Corey Feldman ist ein Exzentriker, er ist ein bisschen verrückt, ein schräger Typ, aber würdest du nicht genauso sein, wenn du das, was er als Kind mitgemacht hat, erlebt hättest? Der andere Junge hat sich sogar umgebracht. Corey Feldman ist ein schräger Typ, aber jetzt packt er aus, er nennt Namen, er möchte Geld sammeln, aber es funktionierte nicht, weil er einen Rechtsbeistand braucht und all diese Dinge. Mittlerweile, nachdem er begann zu reden, hat man ihn zur Warnung für den Besitz von Marihuana eingelocht und Matt Lauer fällt über ihn her, als ob er der Übeltäter wäre, als ob er etwas verbrochen hätte. Der Ton war dermaßen anklagend, ich konnte es nicht glauben! Aber jetzt wird jedem klar, warum.

Es tut mir einfach leid – ich habe es im Buch, es ist also kein Geheimnis – und wir hatten auch kurz Kontakt, ein Telefongespräch, aber leider entschied er sich, nicht mit mir zu sprechen, und ich glaube, das war ein Fehler. Ich hoffe, er meldet sich wieder bei mir und ich hoffe, auch das kommt in das Buch. Welchem Rat er auch immer folgt, auf dieses sympathische Mainstream Interview zu warten, auf Charlie Rose oder wen auch immer zu warten – es wird nicht passieren.

Es wird deshalb nicht passieren weil die Leute, um die es ihm geht, und das Thema, über das er sprechen will, nicht angenehm sind. Die Leute wollen darüber nichts hören. Sie sind noch nicht bereit für Corey Feldman. Mit Frauen, die über schlechte Männer sprechen, kommen sie klar, aber über das ganze schwule Kindesmissbrauchs-Thema wollen sie nichts hören. Sie wollen das nicht wissen.

Und deshalb ist er der exzentrische „Verrückte“, der mit Anschuldigungen um sich wirft, die sie diskreditieren müssen, denn was wäre die Alternative? In ein Wespennest stechen, das ganz Hollywood und die ganze Unterhaltungsindustrie befallen wird? Wenn Coreys Anschuldigungen ernsthaft ermittelt würden, würde auf Grund all dessen, was noch zum Vorschein käme, am Ende alles in Trümmern liegen.

Und dafür sind sie nicht bereit. Sie wollen das nicht. Sie wollen alles, nur das nicht. Es ist in der Tat so, dass man es sieht, wenn man mal vorsichtig in die Berichterstattung des linken Flügels schaut. Man erkennt, dass eine Art Umschreibung stattfindet. Man möchte die Angelegenheit limitieren auf „schlechte Männer attackieren unschuldige Frauen“, auf weibliche Opfer, und dabei soll es bleiben.

Die Bewegung richtet sich nicht gegen jede Art von sexueller Gewalt. Nur Frauen gegen Männer. Es geht nur um eine Sache zwischen den Geschlechtern. Nicht um Rassen, nicht um Homosexualität, nicht um Kindesmissbrauch. Sie versuchen, die Auswirkungen von Weinstein einzudämmen.

Aber es wird nicht funktionieren, es wird so nicht passieren. Ich denke, der Grund, warum sie so aggressiv auf Corey Feldman und seine Aussagen und Namensnennungen reagieren und ihm keine verständnisvolle Umgebung zugestehen, wie man es normalerweise bei Missbrauchsopfern oder Menschen, die über ihre Peiniger und die Dinge, die ihnen als Kind angetan wurden sprechen wollen, macht, ist genau diese Industrie in der es passierte, und von der jeder so fasziniert ist, Film und TV. Ich denke, aus dem Grund geben sie ihm nicht diese Plattform.

Also das ist eine wirklich tragische Geschichte. Rose McGowan kann mir echt gestohlen bleiben. Sie ist die übelste Sorte Opportunist. Zuerst signalisierte sie, dass ihr ihre Karriere mehr wert ist, als ihre Würde. Sie blieb stumm während andere weibliche Opfer wahrscheinlich weiterhin missbraucht, bedrängt und in manchen Fällen sogar vergewaltigt wurden. Und auf Twitter wirft sie jetzt schamlos mit dem Wort „Vergewaltigung“ um sich, weil sie beleidigt ist, dass sie nicht beim Golden Globe in der ersten Reihe sitzt. Sie ist schließlich Amerikas Opfer Nr.1 – warum ist sie nicht auf der Bühne, dort wo Oprah ist? Und darüber ist sie wütend.

Zur gleichen Zeit ist das mit Corey Feldman eine echte Tragödie, die aber immer noch nicht im richtigen Rahmen gesendet wurde. Und sie geben ihm jetzt eine oberflächliche Tour durch die Studios, weil das Geschrei so laut war. Sie geben ihm eine oberflächliche Tour durch die TV-Studios, in denen er einem feindseligen Interview nach dem anderen ausgesetzt ist.

Die Unterhaltungsindustrie hat sich noch nicht weit über Barbara Walters zwei Jahrzehnte alter Aussage hinwegbewegt, als sie sagte: „Was tust du? Du schadest einer ganzen Industrie“, anstatt der Geschichte seines Missbrauchs zuzuhören. Und auch nicht jetzt, wo es nach all den Jahren endlich aus ihm hervorbricht.

Jetzt ist er gezwungen, es auf eine sehr unbefriedigende Art zu machen, so, dass seine Geschichte vielleicht nie richtig gehört werden wird, denn er wurde von den Leuten abgeschreckt, die ihm vielleicht zugehört hätten. Und er wurde schikaniert, offensichtlich schlecht gemanagt und in feindselige Interviews geführt, mit Leuten, die keinen Anreiz verspüren, seine Wahrheit zu hören.

Ich hoffe und bin mir dessen ziemlich sicher, dass sie den Schaden nicht begrenzen können. Das ist kein kleines Strohfeuer. Das ist wie ein Waldbrand. Das ist der freigelassene Flaschengeist, ein Pferd, das aus dem sicheren Gelände ausgebrochen ist. Und sie werden es nicht eindämmen und zu einer Sache zwischen den Geschlechtern herunter kochen können. Wenn du es zu „Frau gegen Mann“ machst ist es wie „links gegen rechts“. Denn Männer und Frauen teilen sich unglücklicher Weise in ein komfortables rechts gegen links in solchen Angelegenheiten, wobei die männliche Position als eine Art liberale-Trump Position gesehen wird und die weibliche als eine irgendwie progressivere Position.

Ich hoffe und glaube, es wird nicht so sein. Ich hoffe, das Feuer erfasst die ganze Industrie und die gesamte Stadt. Ich will LA in Ruinen sehen – denn das hat es verdient.

Co-Moderator: Ok, Oprah sagt, am Horizont ist Licht zu sehen. Also können wir alle beruhigt ins Bett gehen und alles wird gut werden.

Milo: (lacht) Na klar, nach Oprahs Rede ist alles wieder gut.

Co-Moderator: War das eine clevere Sache, Oprah rein zu bringen?

Milo: Es ist wie ein „Kommt-zu-Gott“ Moment. Nur, dass wir nur eine 10 Minuten Rede von Oprah bekommen können.

Co-Moderator: Und jetzt können wir einfach alles vergessen und wieder beruhigt schlafen.

Milo: Weißt du warum? Weil sie sie von ihren Sünden befreit hat. Sie sprach zu einer Ansammlung von schwarz gekleideten Männern und Frauen, die als Opfer verkleidete Täter sind, und man brachte ihnen das, was Gott am nächsten ist – also Oprah – und sie segnete und erlöste sie. Und nun können sie hinaus in die Welt gehen und sich so fühlen, als hätten sie etwas in Ordnung gebracht, anstatt sich als Teil des Problems zu sehen, können sie sich jetzt als Teil der Lösung fühlen. Sie können zurück in die Welt gehen mit dem Gefühl, von ihren Sünden reingewaschen zu sein, denn sie wurden von Oprah berührt. Seht euch nur die Reaktionen der Journalisten an – so wird sie in der Kultur wahrgenommen, auch jetzt noch. Das ist typisch Oprah…  Und Oprahs kleine 10 minütige Zuhälterei auf der Bühne hat sie den Schritt, es in Ordnung bringen zu wollen und Vergebung zu erlangen, vergessen lassen, obwohl sie ja noch nicht einmal Anzeichen gegeben hatten, überhaupt irgendetwas zu unternehmen, um es in Ordnung zu bringen – außer, dass sie schwarze Kleidung trugen.

Übersetzung: M.v.d.L. & Doris

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Weitere Details zu den Ermittlungsmethoden von 1993 und Corey Feldmans Befragung sind hier zu finden: Die Jagd der Staatsanwaltschaft auf weitere Opfer

Christian Audigiers Erinnerungen an Michael Jackson

Auszug aus dem Buch: Von ganz unten zum King Of Fashion von Christian Audigier (u.a. Gründer des Modelabels “Ed Hardy”)

This Is It

Seine Musik hat Milliarden von Menschen berührt. Seine Träume haben die Welt inspiriert. Doch eigentlich hatte er nur einen einzigen Traum… Den er mit euch teilen wollte.“  (aus dem Vorspann zu dem Film This Is It, 2009)

(This Is It, Michael Jackson, Paul Anka und der Titel der Dokumentation von Kenny Ortega)

Audigier Birthday1, Michael Jackson + Christian Audigier

Michael Jackson+ Christian Audigier – 30.5.2008

Die lange schwarze Limousine scheint einen Moment lang über dem Sunset Boulevard zu schweben, dann biegt sie nach rechts ein, auf den North Carollwood Drive. Wir sind in Bel Air, im Viertel Holmby Hills. Michael Jackson wohnt Hausnummer 100. Monsieur Patrick lenkt den Maybach. Peter Lopez, einer der Anwälte und Manager des Stars, sitzt neben ihm. Auf dem Rücksitz warte ich darauf, dass sich Michael Jackson uns anschließt.

Dieses Anwesen kenne ich gut, denn es gehört der Frau von Hubert, dem Geschäftsführer meines Unternehmens, einem sehr engen Freund. Im Dezember 2008 hatte der Finanzberater von Michael Jackson dieses im spanischen Stil erbaute Herrenhaus – das die Amerikaner schlicht und einfach „das französische Schloss“ nennen – für ein Jahr gemietet. Monatsmiete: 100000 Dollar. Es ist schon komisch, in den 1960-Jahren, während seiner Zeit als Hollywood-Schauspieler, lebte Elvis Presley ebenfalls in diesem Viertel. Er liebte Bel Air und wohnte 565 Perugia Way, 1059 Bellagio Road oder auch 1550 Rocco Place, in der Nähe des Bel Air Hotels. Der King Of Pop als Nachbar des King Of Rock’n’ Roll.

Um 21:15 Uhr öffnet sich das schwere Portal zum „französischen Schloss“. Wir fahren in den Park hinein und umkurven dabei den Springbrunnen. Zwei Leibwächter öffnen das monumentale Eingangsportal. Michael erscheint, seine hochgewachsene, schmale Silhouette zeichnet sich ab, er ist ganz in schwarz gekleidet. Lange Haare, Filzhut, eine knappe, sehr eng anliegende Gabardinjacke, Jeans und Boots. Der einzige Farbtupfer, der bei diesem Look à la Johnny Depp in Dead Man aufleuchtet, ist ein rotes Ed-Hardy-T-Shirt. Man könnte meinen, er sei geradewegs aus einem Film wie Dick Treacy oder Sin City herausgetreten. Einfach eine Klasse für sich!

Er begrüßt uns mit sanfter, aber sehr viel kräftigerer Stimme, als sie sonst bei seinen Medienauftritten zu hören ist: „Hello everybody.“ Dann bedankt er sich bei mir. „Christian, ich finde es wirklich toll, dass du dir die Zeit nimmst, mit mir shoppen zu gehen. Ich weiß, dass deine Zeit sehr wertvoll ist, du hast eine Familie, Kinder, aber… ich bin es nicht gewöhnt, Kleidung einkaufen zu gehen.“

Das Komplizierteste an der Vorbereitung für diesen denkwürdigen 27. Februar 2009 war für mich nicht, eine Zeitlücke zu finden, sondern den Direktoren der Dior- und Dolce-&-Cabbana-Boutiquen am Rodeo Drive zu erklären, warum sie ihre Läden bitte bis am späten Abend öffnen sollen – nämlich weil Michael Jackson sich ein paar Klamotten für die am 5. März geplante Pressekonferenz in London kaufen will, auf der er This Is It, so der Codename seines großen Comebacks, ankündigen will.

Audigier shopping 1

21:30 Uhr. Der Maybach hält vor dem Liefereingang der Dior Boutique in einer kleinen Parallel- Straße zum Rodeo Drive. Ich möchte vermeiden, dass der King Of Pop in das Gewühl und Geschubse der Menge von Fans und Paparazzi gerät, die sich vor den Schaufenstern des Luxuscouturiers versammelt haben. Das ist mir um so wichtiger, als der Superstar an diesem Abend – was selten vorkommt – von keinem einzigen Leibwächter abgeschirmt wird. Die Boutique ist leer. Verkäufer und Verkäuferinnen sind emsig bemüht, gestresst, aber stolz, einen solch aussergewöhnlichen Moment miterleben zu können. Michael geniesst diese nächtliche Klamottensause vergnügt und schaut mir dabei zu, wie ich ein in Schwarz-Gold gehaltenes Kleidungsstück aussuche. Ich lasse mich von einem Look inspirieren, den ich auf bestimmten Bildern gesehen habe, die der Fotograf Matthew Rolston gemacht hat.

Den Körperbau des Künstlers habe ich vor meinem geistigen Auge: etwa 1,80 Meter groß, sehr schlank, lange Beine… Im Eilschritt gehe ich an den Regalen entlang und treffe meine Wahl: Was die Farben anbelangt – metallisch-blaue und rosa fluoreszierende Hemden, schwarze und weiße Seide… Nylonjacken… Boots.. Die Verkäuferinnen kümmern sich um die Ware.

Michael murmelt: „Nice…good…I love it.“ Innerhalb einer halben Stunde ist die Sache abgehakt. Ich bin ein bisschen enttäuscht, da war nichts, was mich wirklich angemacht hat. Kein Wow-Effekt. Es ist Zeit, zu Dolce & Cabbana zu gehen, direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Rodeo Drive. Die Menge von Neugierigen, Fans, Fotografen, Kameramännern und Paparazzi ist weiter angewachsen. Die Fans skandieren den Namen des „Ausserirdischen“: „Michael! Michael! Michael!“ Ich bin etwas beunruhigt und meine zu Monsieur Patrick: „Wir werden hinten rausgehen, das ist…“ Lächelnd unterbricht Michael und weist mit dem Finger auf die Straße: „Gehen wir!“

Als echtes Marketing-Genie will er seine Rückkehr ins Rampenlicht so gut wie möglich in den Medien verbreiten und die Wirkung seiner geplanten Pressekonferenz verstärken. Besser als jeder andere beherrscht er alle Winkelzüge, alle Hebel, die ganze Klaviatur: die „Überraschungs-Spazierfahrten“ im Rollstuhl mit Chirurgenmaske vor dem Gesicht, „geheimes“ Shopping – wie ein Scheich in eine schwarze Burka gehüllt, samt ebenfalls verschleiertem Sohn…

Kaum ist die Tür offen, geht die Jagd los! Es dauert zehn Minuten um 50 Meter voranzukommen. Wir sind eingekesselt, werden angerempelt. Die Fans wollen ihr Idol berühren. Ich versuche, ihn zu beschützen, ergreife seinen Arm und breche eine Schneise durch die Massen. Er lächelt, freut sich wie ein Kind, lässt die ganze Aufregung auf sich wirken. Wie bei seinem überraschenden Besuch auf meiner Geburtstagsfeier testet er erneut seine Popularität. Schliesslich schaffen wir es bis zu Dolce & Cabbana und quetschen uns in den Laden hinein. Unter dem Druck der Menge hat das Wachpersonal Probleme, die Tür hinter uns wieder zu schliessen. Der Mann im schwarzen Hut ist entzückt.

 

Audigier Birthday

30.5.2008 – Michael ist Überraschungsgast bei Christian Audigiers 50. Geburtstagsparty

 

Szenenwechsel, wir sind bei D & G.

Aus den Lautsprechern erklingt R&B-Musik und der Tänzer fängt an, sich im Rhythmus zu wiegen. Wie bei Dior treffe ich meine Auswahl innerhalb von 15 Minuten: mit Initialen versehene Blazer, Anzüge in Grau und Schwarz metallic, Hemden, Boots… Er lässt mich gewähren, amüsiert, aufmerksam. Das einzige Teil, das er sich selbst auswählt, ist ein mit Anhängern, Medaillen und bunten Bändern verzierter Gürtel. Dann gehen wir hinauf in die erste Etage, wo es geräumige Umkleidekabinen gibt. Und nun verwandelt sich Doktor Jackson in Mister King Of Pop.

Spielerisch geht er mit den Sachen um, tänzelt. Dann macht er seinen Oberkörper frei, um Hemden und Jacken anzuprobieren. Und ganz im Gegenteil zu dem, was ein paar Monate später geschrieben werden sollte, ist er überhaupt kein „Skelett“ und wiegt auch nicht nur „45 Kilogramm“. Er ist schlicht und einfach zart gebaut und von jener dünnen, aber kräftigen Schlankheit berühmter Tänzer. Verblüfft schaue ich ihm zu, wie er vor dem Spiegel ein paar Tanzschritte macht und in seiner unvergleichlichen Art Kampfsportgesten andeutet. Geschmeidig, elastisch…

Seine Augen funkeln vor Freude. Ich spüre, wie glücklich er gerade ist. Jetzt macht er im strengen Marschschritt eines paradierenden Soldaten weiter.

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Shopping-Tour mit Michael

Ich frage mich, was ich eigentlich hier mache. Denn eigentlich hat doch er, dieser überlebensgroße Künstler, die Mode der 1980er- und 1990er-Jahre beeinflusst, eine Art von Rock ‘n’ Roll geprägte Disney-Mode erfunden, mit schwarzen Hosen, die kurz über weißen Socken und Mokassins endeten. Das ganze mit einem makellosen, strassbesetzten Handschuh aufgepeppt. Er war es auch, der jene Glamour-Pop-Rock-Hut-Mode lancierte, die heute von Justin Timberlake und Konsorten aufgegriffen wird, und der die von Jimi Hendrix, diesem Purpurzigeuner, und den Beatles der Sergeant Pepper-Periode berühmt gemachten Husarenjacken wieder zur Mode machte. Und er war es auch, dieses sich immer wieder neu erfindende Chamäleon, der Modeschöpfer aus der ganzen Welt vor Neid erblassen ließ, als er mit Lust und Gespür Jacken, die ein wenig Retro und nach Fred Astaire aussahen, mit Reißverschlüssen, Ösen und Gamaschen aus Metall kombinierte. Ironie des Schicksals: Gerade jener Fred Astaire, der wegen der Lebhaftigkeit seines Tanzstils „Fast Freddy“ genannt wurde, schickte Michael Jackson, nachdem er ihn in einer Sendung anlässlich des 25. Jubiläums von Motown gesehen hatte, ein Telegramm: „Ich bin ein alter Mann, ich habe auf die Wachablösung gewartet. Danke!“

Der Tanzvirtuose war zurück!

Offensichtlich genießt Michael es, beraten und eingekleidet zu werden. Ein paar Minuten später verlassen wir D & G durch den Notausgang, denn die Menge ist mittlerweile beträchtlich angewachsen. Auf dem Rückweg scherzt der Star begeistert in einer Tour mit Peter Lopez.

Das war genial! Ich fand es sehr lustig. All diese Kleidung steht mir so gut. Christian, du bist wirklich der König der Mode!“ Zweite Weihe – diesmal im privaten Rahmen. Für mich ist sie sehr viel wertvoller als die erste. Während jenes ungewöhnlichen Geburtstags hat der Künstler mich quasi auf die Probe gestellt. Dann hat er sich diese nächtliche Klamottentour gewissermaßen als Steigerung gegönnt, um meine Professionalität erneut zu testen. Eigentlich stellt er mich ständig auf die Probe. Und ich kann nicht genug davon kriegen.

Unsere dritte Begegnung ist ebenfalls sehr ungewöhnlich.

Fast auf den Tag genau einen Monat später ruft mich Peter Lopez wieder an: „Christian, Michael lädt dich ein, bei ihm Weihnachten zu feiern – das ist eine große Ehre.“

Aber Weihnachten ist doch erst in neun Monaten.“

In diesem Jahr feiert Michael mit den Kindern Weihnachten im März.“

Wieder geht es zum Carolwood Drive, diesmal in Begleitung meiner Frau Ira. Ich habe meinen Mitarbeiter Oleg gebeten, den Lieferwagen mit den Geschenken für dieses ungewöhnliche Weihnachtsfest zu fahren. Dutzende sorgfältig eingepackte Kleidungsstücke, Autos und Hubschrauber mit Fernsteuerung für die Buben, weitere Spielsachen… Ich weiß nicht, warum mir, als wir vor dem Haus ankommen, diese Einzelheiten auffallen: die Uhr am Giebel der Fassade, die zwei Statuen Blumen tragender schwarzer Frauen, die beiderseits der Eingangstür stehen. Die Leibwächter lassen uns eintreten. Ich sehe zwei mächtige, in japanischem Stil gehaltene Krüge aus blauer Fayence, die monumentale Eingangshalle, die beiden von ihr abgehenden Salons, den Flügel, die Treppe, die hinauf zu den Zimmern führt, und, unterhalb des Zwischengeschosses, einen riesigen Weihnachtsbaum samt dazugehöriger Dekoration: Kugeln, Girlanden, eine Unmenge an blitzenden bunten Glühbirnen. Oleg legt die Geschenke zu den anderen Gaben unter den Tannenbaum.

Plötzlich erklingt im ganzen Haus Jingle Bells und Michael tritt, wie immer ganz in schwarz gekleidet, mit einem Rollkragenpullover, den wir bei Dior gekauft hatten, zusammen mit seinen drei Kindern aus einem anderen Salon. Paris, Blanket und Prince Michael tragen Pyjamahosen mit unterschiedlichen Oberteilen. Sie sind wunderschön und lächeln. Michael strahlt. Er lässt die Kinder nicht aus den Augen und findet sichtlich großes Vergnügen daran, ihnen beim Öffnen und Entdecken der Geschenke zuzuschauen.

Ich nutze die Gelegenheit mich ein wenig im Haus umzusehen, das genauso opulent und überladen eingerichtet ist, wie ich es mir vorgestellt hatte: Zierleisten, bemalte Decken, Kristalllüster, riesige Gemälde in vergoldeten Rahmen…

Lasst uns essen!“

Michael weist uns mit seiner Hand den Weg zum Speisesaal. Um dorthin zu gelangen, durchqueren wir eine geräumige Küche, in der ein schöner Tisch steht. Im Vorbeigehen fällt mir eine exquisite Sammlung von einem halben Dutzend Automaten auf. Die Chefköchin, eine breitlächelnde Schwarze, hat für uns Krabben und eine Zwiebeltorte zubereitet. Michael kann nicht ruhig sitzen bleiben. Alle fünf Minuten steht er vom Tisch auf, deutet einen Tanzschritt an, dreht sich um die eigene Achse. Ganz offensichtlich ist er wie besessen von den Vorbereitungen für seine Konzertserie, die im Juli in der O2 Arena in London geplant ist, er spricht nur von seinem Auftritt. Er stellt sich Bulldozer vor, Bagger, monströse Maschinen, die für ihn die Bedrohung der Natur symbolisieren sollen. Und immer wieder macht er diese roboterhaften, ruckartigen Bewegungen, abwechselnd mit Moonwalk-Schritten, Version drittes Jahrtausend. Wie schon bei Dolce & Cabbana spüre ich genau, dass er unaufhörlich und immer wieder für seine Show probt. Und wiedereinmal wirft mich dieses unglaubliche Privileg, Zeuge davon zu sein, beinahe um. Warum ich?

Da reißt mich seine Stimme aus meinen Träumen: „Wollt ihr noch Nachtisch? Ich stehe nicht so auf Desserts.“

Chritmas in March Audigier Jackson

Erinnerungsfoto vom „Weihnachtsfest“ im März 2009

Das ist das letzte Mal, dass ich ihn lebend sehe. In Topform. Glücklich, mit seinen Kindern zusammen sein zu können. Und ganz klar auf die Herausforderung konzentriert, die ihn erwartet. Aber welcher Künstler würde auch nicht vor Lampenfieber vergehen, wenn er sich einer Weltöffentlichkeit präsentieren sollte?

Rückblickend habe ich oft über dieses seltsame im März begangene Weihnachtsfest nachgedacht. Und nach Michaels Ableben und der Welle von „Enthüllungen“ habe ich mich gefragt, ob er nicht sogar wusste, dass seine Tage gezählt waren, dass er nächstes Weihnachten nicht mehr erleben würde, und vielleicht hatte er es deshalb vorverlegt, um noch einmal mit den Kindern gemeinsam feiern zu können. Dann aber habe ich mich doch von solchen pessimistischen und morbiden Gedanken frei gemacht, weil ich damals seine unglaubliche Lebenslust verspürt habe und seine Fähigkeit gesehen habe, andere Menschen zu begeistern.

Es war das letzte Mal, dass ich ihn lebend gesehen habe. Doch ich sollte noch einmal Gelegenheit haben, mit ihm zu sprechen.

Die Arbeit an der Modelinie Michael Jackson kommt zu meiner großen Zufriedenheit gut voran.

Der King Of Pop und seine Anwälte haben mir offiziell die Erlaubnis erteilt, das Logo MJ zu benutzen. Ich habe ein großes, schwarz lackiertes, mit Metallnägeln verziertes und mit drei Schnallen verschlossenes Buch herstellen lassen. Auf der ersten Seite steht ein handgeschriebener Satz:

The greatest education in the world is watching the masters at work.“

(„Die beste Ausbildung der welt besteht darin, den Meistern bei der Arbeit zuzuschauen.“)

Darunter ein weiterer Satz:

Christian you are the King Of Fashion.“ Michael Jackson

Die Kollektionen lehnen sich an die Titel seiner berühmtesten Hits an: Bad, Thriller, Billie Jean. Das Grundkonzept basiert auf den Farben schwarz und gold. Militärjacken, mit Tressen verzierte T-Shirts, Handschuhe, Boots. Diese Modelinie habe ich wie eine Art Lebensstil mit internationaler Ausprägung entworfen. Mit der globalen Vermarktung im Blick habe ich sogar ein Parfum MJ miteinbezogen, das in einem eleganten, schwarz-goldenen Flakon präsentiert wird.

Ich möchte die Legende noch weiter verfeinern. Natürlich geht dieses Buch zwischen dem Team von Jackson und meiner Mannschaft mehrfach hin und her. Die Anwälte bereiten ihre Schriftstücke vor, Anfragen zur Autorisierung mehren sich, Peter Lopez vermittelt zwischen allen Beteiligten, zwei- oder dreimal reicht er das Telefon an Michael Jackson weiter, der mir mitteilt, wie zufrieden er mit der Kollektion ist. Und stets beendet der Künstler unsere Gespräche mit: „God bless you, Christian.“ Gott segne dich, Christian.

Im April haben wir zwei- oder dreimal miteinander gesprochen. Dann bin ich nach Frankreich gefahren, um mein Buch vorzustellen und meine Geburtstagsparty während des Festivals in Cannes vorzubereiten.

Als ich mich an einem schönen sonnigen Tag mit den Managern von 50 Cent und Lenny Kravitz, die bei meinem Freud Jean Roch auftreten sollen, gerade auf meinem Schiff unterhalte, ruft mich der Direktor der ED Hardy Boutique auf der Melrose Avenue an – völlig aufgelöst.

Christian, Michael Jackson ist mit seinen Kindern im Laden.“

Er soll sich wie zuhause fühlen, schenkt ihm alles, was er gerne haben möchte. Und vor allem, verwöhnt die Kinder.“

Ja, aber er hätte gerne ein Dekorationsstück des Ladens, die Statue des tätowierten Mannes hinter der Bar.“

Ich muss lachen. In einer Ecke des Ladens habe ich aus Holz eine Bar für die Energydrinks einrichten lassen. Und der Barmann ist eine Art Automat aus Holz, der von Kopf bis zu den Füßen tätowiert ist, ein Mitbringsel, das mir mein Freund Renaud Page von einer wichtigen Versammlung von Tätowierern in Kalifornien mitgebracht hat.

Geben sie ihn mir mal.“

Guten Tag Christian. Wir amüsieren uns hier gut mit den Kindern. Der tätowierte Mann ist einfach unglaublich.“

“Er gehört dir, Michael.“

Danke für deine Großzügigkeit. God bless you, Christian.“

Gott segne dich, Christian. Das sind die letzten Worte, die er an mich gerichtet hat.

 

 

Am Donnerstag, dem 25 Juni, schaue ich in der Wartelounge von Air France auf dem Flughafen LAX von Los Angeles CNN. Es ist 14 Uhr. Der Flieger nach Paris soll pünktlich gegen 15:00 Uhr starten, wir werden aufgerufen, an Bord zu gehen. Sondermeldung: Der Fernsehsender verkündet, dass Michael Jackson einen Herzstillstand gehabt habe. Die Bilder ziehen an mir vorbei. Das Haus in Holmby Hills.. ein Krankenwagen, die berühmte Ambulanz 71… Ich bin wie versteinert und rufe sofort Peter Lopez an.

Er atmet noch, Christian. Sie hoffen, ihn retten zu können. Es ist furchtbar.“ Dann muss ich zum Flugzeug. Während ich die langen Gänge entlanglaufe, wähle ich unablässig Peters Nummer. Ständig besetzt. Ich steige in die Maschine. Um 14:30 ruft Peter an. Er ist in Tränen aufgelöst. Zwischen zwei Schluchzern bringt er gerade noch heraus: „Es ist zu Ende, Christian, Michael ist tot.“ Offiziell ist der King Of Pop um 14:26 in der UCLA-Universitätsklinik verstorben. Die Notärzte haben 40 Minuten lang versucht, ihn wiederzubeleben, aber vergeblich. Noch zwei Tage zuvor hatten sämtliche Tageszeitungen nach einer phänomenalen Probe im Staples Center in Los Angeles getitelt: „Der Showman ist zurück!“

Während des Fluges gelingt es mir nicht, einzuschlafen, immer wieder schwirren Erinnerungen an den Mann durch meinen Kopf, der für mich einer der größten Künstler des Jahrhunderts bleibt. Als ich am nächsten Tag am späten Vormittag auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle lande, werde ich schon von mehreren Fernsehteams erwartet. Es folgt ein aussergewöhnlicher Medienmarathon. Da wird mir bewusst, dass auch ich – in ganz bescheidenem Maße – nun zu einem Teil der Legende des King Of Pop geworden bin. Ein kleiner Teil, aber abgesehen von den Leuten bei den Filmaufnahmen der Proben im Staples Center von L.A., bin ich der einzige Aussenstehende, der in seinen letzten Wochen wirklich Kontakt mit ihm hatte. Die Rückkehr ins Rampenlicht während meines 50. Geburtstags, die Shopping-Tour in Beverly Hills, die Fotos vom Weihnachtsfest im März und die von seinem Besuch im Laden.

Während die verrücktesten Gerüchte über den Tod dieses Idols kursierten – über seinen Demerol Konsum, den Reigen der Ärzte -, sind die Journalisten in London, wo ich meine Champagner-Marke vorstelle, und anschliessend auch in Berlin hinter mir her. Am Donnerstag, den 2. Juli, treffe ich in Deutschland ein, um an der Modemesse Bread & Butter teilzunehmen, die auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin ihre Pforten öffnet. Ich wußte gar nicht, dass ich in Deutschland so populär bin. Zwei Tage lang beantworte ich die Fragen für Dutzende Interviews und werde von einer beeindruckenden Zahl von Fernsehteams gefilmt. Höhepunkt dieses Medienrummels ist mein Besuch auf der Bread & Butter, für die mein Neffe Vincent weiträumige Stände für die Labels Ed Hardy, Christian Audigier, Paco Chicano und Chrystal Rock reserviert hat. An einer Wand hängt ein riesiges Transparent mit einem Foto der jüngsten Werbekampagne für Ed Hardy, das der Starfotograf David LaChapelle aufgenommen hat. Wir sind nicht zu übersehen! Die Auswirkungen sollten beträchtlich sein.

Ein paar Tage nach dem Tod des King Of Pop wird weltweit getrauert. Eine ganze Generation beweint ihr Idol. Längst ist der Schmerz nicht mehr auf die Vereinigten Staaten beschränkt, sondern weltweit spürbar. Selbst der Tod des Kings Elvis Presley hat keine derartige Welle des Mitgefühls verursacht. Und die bescheuertesten Gerüchte nähren weiter den Mythos des gefallenen Engels. „Magersüchtig und erschöpft, war er nicht mehr in der Lage zu tanzen und musste selbst seinen Moonwalk neu lernen. Eine Armee von Geiern umschwirrte ihn…“ Oder: „Die, die Jackson gut kannten, wussten, dass er gar nicht in der Lage war, zehn Konzerte zu geben…“ Oder auch: „Er war dem Heroin der Armen verfallen…“

Am Abend des 2 Juli, als ich angewidert von solch morbiden „Enthüllungen“, in einem am Wasser gelegenen Restaurant in Berlin sitze, beschließe ich, das Haus – das „französische Schloss“ -, in dem er starb, zu kaufen. Ich will daraus ein Monument zu seinem Ruhm machen, damit seine Legende nie enden möge. Ich möchte in der ganzen Welt die besten Stücke für eine Michael- Jackson-Sammlung kaufen und sie in 100, North Carolwood in Bel Air zum Leben erwecken. Ich will aus dem Haus ein unsterbliches „Graceland“ des King Of Pop machen.

Im Internet werden daraufhin heftige Debatten geführt. Manche Leute werfen mir vor, ich sei ein Opportunist und wolle aus dem noch nicht einmal erkalteten Leichnam meines Freundes Geld machen. Andere begrüßen das Projekt. Da das Haus noch bis zum 20. Dezember 2009 gemietet ist, habe ich alle Zeit der Welt, um die wichtigsten Sammler aufzusuchen.

Am 7. Juli wird Michael Jackson eine letzte Würdigung zuteil. Aus dem Staples Center in Los Angeles wird in alle Welt eine Riesenshow direkt übertragen. Die Verantwortlichen des Fernsehsenders France 2 haben mich zu einer von Elise Lucet moderierten Sondersendung in das Studio eingeladen. Ich habe Lampenfieber und weiß nicht, ob ich das durchstehen werde. Ein feierlicher Moment. Der vergoldete Sarg ist von einer Unmenge roter Rosen bedeckt. Auf einem riesigen roten Herz ist zu lesen: „Wir lieben dich, Michael.“ Der Sänger Smokey Robinson verliest eine Botschaft von Nelson Mandela, dann folgt eine aufgezeichnete Ansprache von Diana Ross. Als nächstes eine Schweigeminute. Sie dauert etwa 10 Minuten. Die müssen irgendwie überbrückt werden, ein Drahtseilakt, selbst für einen Fernsehprofi – der ich aber nicht bin.

Ich fange an, füge nichts hinzu, erzähle einfach meine Erinnerungen, so schlicht und zurückhaltend wie möglich. Als ich mit den Geschichten von meinem Geburtstag, dem Shopping am Rodeo Drive, dem ungewöhnlichen Weihnachtsfest, den Fotos, den Anrufen und der geplanten Kollektion durch bin, dauert die Schweigeminute immer noch an. Jetzt konzentriere ich mich auf die Anwesenden.

Zuerst die Familie, die bei diesem Ereignis endlich einmal vereint ist. Die Eltern: Katherine, die hingebungsvolle Mutter, und Joe, der von allen so gefürchtete Vater. Die Schwestern und Brüder: Maureen, Janet, La Toya, Jermaine, Tito, Jackie, Marlon und Randy. Und die Kinder, die er so sehr liebte. Es ist rührend, wie sie da in Trauerkleidung stehen: Paris, Prince Michael, Blanket.

Endlich geht die Übertragung weiter. Die Ehrungen der befreundeten Stars sind beeindruckend. Es singen Stevie Wonder, Lionel Ritchie, Usher, Mariah Carey, Jennifer Hudson. Die Schauspielerin Brooke Shields, der Basketballer Magic Johnson, der Produzent Berry Gordy treten auf. Und nicht zu vergessen die weinenden Fans, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Doch das ist noch nicht alles gewesen. Auch David Pujadas, Moderator des Nachrichtenjournals von France 2, möchte, dass ich zu ihm ins Studio komme.

Salut Michael! Salut du großer Künstler! God bless you, Michael. Gott segne dich Michael.

tribute at the Ed Hardy store in Hollywood Los Angeles

Christian Audigiers Tribute an Michael am Ed Hardy Store, Melrose Av., Hollywood, Juli 2009

Am 3. September bin ich zu den privaten Trauerfeierlichkeiten für meinen Freund eingeladen. Doch Geschäftliches hält mich leider in Europa auf, sodass ich es zeitlich nicht mehr schaffe, rechtzeitig zur Zeremonie in Los Angeles zu sein. Ira vertritt mich an der Seite des treuen Peter Lopez.

Am Freitag, den 23 Oktober, teilt mir die Familie der Frau von Hubert mit, dass Michael Jacksons Familie die Schlüssel des Hauses in Bel Air übergeben hat. Der Mietvertrag gilt zwar noch bis Dezember, doch ich darf mir das Anwesen im Hinblick auf einen eventuellen Kauf im Januar 2010 noch einmal anschauen. Ich begebe mich also nach Carolwood. Kaum ist das Portal geöffnet, übermannt mich ein Gefühl der Trauer. Ich fühle mich elend.

Als ich dann das Haus betrete, wird der Blues noch größer. In Los Angeles ist noch immer Sommer, es hat über 30 Grad, aber mir ist kalt. Ich friere bis auf die Knochen. Seit jenem denkwürdigen Weihnachtsfest bin ich nicht mehr hier gewesen. Ungefähr zehn Minuten verweile ich in der gigantischen Eingangshalle, dann stürzen die Bilder mit aller Macht auf mich ein. Ich sehe wieder den Weihnachtsbaum, die Girlanden, die Geschenke, Michaels Lächeln. Ich höre die Freudenrufe der Kinder beim Öffnen der Pakete. Ich kann mir vorstellen, wie verwirrt und traurig sie nach dem Tod ihres Vaters sein müssen – ganz allein und ohne ihn in diesem riesigen Haus. Düsternis!

Ich gehe in den ersten Stock. Das Zimmer des Künstlers befindet sich am Ende eines langen Gangs. Sein Bett ist weggeschafft worden, doch auf dem Boden sind noch die Spuren zu sehen, neben einem Spiegelschrank. Da entdecke ich, dass auf dem Spiegel etwas steht, das mit Filzstift geschrieben wurde. Ich trete näher und lese:

Too much work. Too much stress.“

Ich muss jetzt erst einmal nachdenken. Ich durchquere die Halle und begebe mich auf die große Terrasse, von der aus man einen Blick auf den Park, den riesigen Swimmingpool und das beeindruckende „Pool-House“ hat. Dort setze ich mich in die Sonne. Eigentlich bin ich hergekommen, um mir Gedanken darüber zu machen, wie ich das Anwesen herrichten könnte. Ich habe an einen gigantischen mit Brillanten besetzten Handschuh gedacht, der aus dem Becken des Springbrunnens ragen könnte. Die Ausstattung in Schwarz und Rot. Goldene Schalplatten und die schönsten Fotos des Stars an den Wänden. Seine Sammlung von Automaten im Musiksalon. Seine Videoclips, die ohne Unterlass über die Leinwand des Kinosaals flimmern. Ich könnte heulen.

Ich erhebe mich und verlasse das Haus. Ich habe meine Entscheidung getroffen.

Das „französische Schloss“ zu kaufen, um es in eine aufregende Hommage an die Legende Michael Jackson zu verwandeln, war ein frommer Wunsch, den ich aber nicht mehr umsetzen kann und will. Irgendwie hätte ich das Gefühl, das, was mir von ihm als Erinnerung geblieben ist, und das Vertrauen, das er mir geschenkt hat, zu verraten, statt ihm ein Denkmal zu setzen. Wie erlöst und mit einem Gefühl unendlicher Leichtigkeit bin ich schließlich weggegangen.

Fünf Tage später habe ich zusammen mit Ira die Weltpremiere von This Is It im Nokia Theater in Los Angeles besucht, und dabei ist mir noch einmal klar geworden, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Der Film von Kenny Ortega über die dreimonatigen Proben des King Of Pop, eine mitreißende Hommage am diesen begnadeten Künstler, beweist, dass die Legende Michael Jackson unsterblich ist.

God bless you, Michael!

This is it.

Es ist zu Ende.

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Quelle: Von Ganz Unten Zum King Of Fashion

 

 

 

Vielen Dank an Ilke für diesen Text!

Nate Giorgio – Michaels persönlicher Künstler

>> Original Text English – MJ 777<<

1984 unterzeichnete Nate Giorgio einen exklusiven Vertrag mit Michael Jackson, als dessen “persönlicher Künstler”.

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U.a. sind seine Arbeiten am Cover und den Kapitel Seiten des Michael Jackson OPUS, sowie als Logo bei “We Are The World 25” und in Michaels Buch „Dancing The Dream“ zu sehen.

Sein Bild “Heroes, The Last Supper” hing über Michaels Bett in Neverland.

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Heroes-The Last Supper

Q: Was hast du, neben den Arbeiten für den Opus, Dancing The Dream und WATW25, sonst noch für Michael gemacht?

Nate: Seit 1984, als ich den Vertrag mit ihm machte, viele Bilder, Sketche und Ideen. Meine liebsten Sketche sind die schnellen, kleinen Zeichnungen, die er haben wollte, während er im Studio war um BAD aufzunehmen. Er fragte nach einer Skizze von sich, in der er auf einem mit goldenen LPs gepflasterten Weg, umgeben von Kindern, entlangläuft. Er mochte alle Arten von schnellen, inspirierenden Zeichnungen, sein Gesicht abgebildet mit allen Nationalitäten. Er hing diese Skizzen auf, während er an seinen Vocals arbeitete. Ich habe ein Polaroid davon, aus dem Westlake Studio.

Q: Wie weit sind die 2 großen Bilder, an denen du arbeitest, bevor MJ starb – die für sein Haus in Las Vegas sein sollten. Wirst du sie fertig stellen?

Nate: Ich würde sie gerne beenden. Wir sprachen Stunden über das, was er wollte. Alles was ich sagen kann ist, er wollte große Bilder von sich selbst und seinen Kindern, in verschiedenen Umgebungen. Mit Mondlicht, Helden Themen, nach so etwas fragte er, nicht einfach nur Bilder von sich, wo er da steht. Eines Tages werde ich über all die Themen und Ideen schreiben, die ich für ihn malen sollte. Er wollte sich von mir fotografieren lassen, ich hatte mich wirklich darauf gefreut.

Q: Auf deiner Seite hast du Picasso, als einen der Menschen aufgelistet, die dich beeinflusst haben. Er ist einer meiner Lieblings Künstler. Was inspiriert dich am meisten, wenn du an etwas arbeitest?

Nate: Inspiration ist etwas lustiges für mich. Manchmal ist es eine schöne Szene, eine bestimmte Technik, die ich versuche zu perfektionieren oder einfach etwas Einzigartiges zu erschaffen. Ich muss sagen, meistens geht mit der Idee ein bestimmtes Gefühl einher. Als ich in einen Raum kam und MJ dort mit seinem schwarzen Mantel sitzen sah, musste ich sofort versuchen diese bestimmte Stimmung, die ich von ihm empfing, einzufangen… sein Wesen. Nicht so sehr sein Äußeres, obwohl das auch wichtig ist, die Präsenz. Den Moment festhalten. Die Inspiration ist, diesen Moment festzuhalten, weil er so nie wieder kommen wird. Zeichnen ist etwas seltsames für einen Künstler, warum zeichnen Künstler? Ich sage immer, sie tun es, um eine schöne Welt zu erschaffen, die Welt, die du dir wünschst. Einen perfekten Ort.

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Q: Was glaubst du hat Michael am meisten bei seiner Arbeit inspiriert?

Nate: Das ist einfach, Liebe und Perfektion. Er hatte diesen Antrieb, etwas Perfektes zu erschaffen. Du siehst es sogar bei seinen Kindern. Er wollte, dass sie perfekt sind oder herausragend, das ist, was ihn bewegte. Es konnte dabei um seine Kunst gehen, um seinen Tanz oder um seine Familie. Der Antrieb eines großen Künstlers ist es, zu wissen, dass deine Arbeit von Tausenden gesehen wird. Aus diesem Grund willst du, dass deine Arbeit etwas aussagt, für sich selbst steht. Ich glaube, MJ hätte ohne diese Basis, nicht solch großartige Musik erschaffen. Er wusste, er würde Millionen von Menschen aller Rassen erreichen.

Q: Etwas anderes, was du auf deiner Website angibst ist, die Fähigkeit die Betrachter zu bewegen – ihnen ein Gefühl von einem “anderen Ort” zu vermitteln. Michael wollte immer – mit seiner Musik, seinem Tanz, Film und seiner Performance – Menschen die Möglichkeit zum Eskapismus bieten. Das ist etwas, was ihr beide gemeinsam habt – habt ihr darüber gesprochen?

Nate: Wir berührten das Thema. Schon etwas Wirklichkeitsflucht, aber die Leute müssen sich mit deiner Kunst identifizieren, sonst verlierst du sie. Kunst muss Gemeinsamkeiten schaffen, zusammen mit etwas, das den Betrachter bewegt. Um den Betrachter zu bewegen, muss der Künstler seine Kunst verständlich machen. Meine Bilder und MJs Musik transportieren meistens eine sehr einfache Botschaft, aber auf diesem Weg werden die Leute erreicht. Die Kunst wurde auf einzigartige Weise erschaffen, in hoher Qualität, fast wie von einer anderen Welt, das macht sie herausragend und lässt sie von Dauer sein. Darüber haben wir geredet.

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Q: Wie hat Michaels Musik deine Arbeit für ihn beeinflusst – wenn überhaupt?

Nate: Es war einfach eine Ehrfurcht gebietende Erfahrung, seine Musik zu hören und diese Qualität, die darin steckt. Das reichte, um mich und mein Herz zu beeinflussen. MJs Musik erzeugt so viele Bilder in meinem Gehirn, wann immer ich sie höre… du kannst es daran sehen, wie ich ihn in Himmel platziert habe oder seinen Augen eine kraftvollen Glanz verliehen habe, oder auch ein ganz weich gezeichnetes Portrait hat etwas zu bedeuten. Ich sagte ihm: “Ich kann dich in jede Situation hineinbringen, Michael.”  Er hatte diese Qualitäten. Er ist wirklich einer der wenigen Entertainer die diese ätherische Seele haben.

Q: Manchmal sehe ich ein Gemälde an, und höre dabei Musik – die Noten und die Musik fließen dabei in die Leinwand ein, mit verschiedenen Farben, manche mehr im Vordergrund, andere im Hintergrund, mache kommen von der Seite oder von oben. Die Musik versetzt das Sichtbare in eine auditive Bewegung. Was denkst du über diesen Zusammenhang?

Nate: Oh ja, ich stimme dir zu. Musik und Malerei sind miteinander verflochten. Musik bewegt mich sogar noch mehr, als Malerei. Ich denke, diese beiden Dinge treffen uns auf verschiedenen Ebenen, im Herzen und in unserem Geist. Für mich trifft Musik meine Seele. Es ist alles ein großes Gefühl, und ich sehe visualisierte Bewegungen. Ich kann ein großes klassisches Werk anhören und es kann mich fast zerreißen. Ein Gemälde trifft eher die geistige Ebene. Es lässt mich darüber nachdenken, wie um alles auf der Welt jemand so etwas fertig brachte. (z.B. ‘David’ in der Sixtinischen Kapelle) ich sehe es in den verschiedenen Stadien, ich teile es ein, um es besser zu verstehen. Ich sehe Gemälde, oder große Musikstücke, visuell und mit der Seele, sie berühren mich auf viele verschiedene Arten. Aber wenn ich einem großartigen Musikstück lausche und gleichzeitig ein Gemälde betrachte, wird die Kunst lebendig, deshalb höre ich Musik, wenn ich male.

Q: Meine liebsten Stücke, die du für Michael gemacht hast, sind die mit den Kindern. – So wie “Kinder der Welt”. Welche magst du am liebsten, was hast du am meisten genossen, als du für oder mit ihm daran gearbeitet hast?

nate children
Children Of The World

Nate: Ich mag auch die Bilder mit den Kindern, denn ich weiß, wie sehr Michael diese Gemälde liebte. Ich vergesse nie, als er mich anrief, um mir zusagen, dass er “Children” für sein Greatest Hits Album verwenden würde. Das bedeutete mir sehr viel, einer der Höhepunkte meiner Karriere, den ich nie vergessen werde. All diese frühen Bilder, wie “Heroes”, waren eine große Sache für mich. „Heroes“ ist eines meiner Liebsten, denn da sind die Menschen abgebildet, die Michael beeindruckten. Zum Beispiel Walt Disney.. er liebte diesen Typ. Die andere Person, die er sehr liebte, und über die er immer mit mir sprach, war Norman Rockwell! Er war besessen von ihm und seiner Kunst. Wir sahen uns DVDs von ihm an, und Michael sagte: “Sieh dir an, wie er geht, sieh’s dir genau an“! Er studierte alles von ihm, keiner weiß das bisher wirklich. „Heroes“ ist auch deshalb eines meiner Lieblingsbilder, weil es über seinem Bett hing. MJ wollte dieses Bild wirklich in seiner Nähe haben.

Q: Kannst du uns lustige Geschichten und Anekdoten über dich und Michael erzählen? Etwas aus einem Gespräch oder einer Situation, das du teilen willst, und das uns euer Verhältnis verdeutlichen kann?

Nate: Als wir Liz Taylor ein Bild, das ich für ihre Hochzeit gemalt hatte, gaben. Er lies mich ein großes Portrait von ihr malen, und wir planten, es ihr auf der Ranch bei der Hochzeit zu geben. Ich machte mir den ganzen Tag Sorgen darüber, dass sie gehen könnte, bevor sie das Bild bekommen hätte. Deshalb ging ich alle 5 Minuten zu MJ und fragte: “Was ist mit dem Bild?” Er saß jedesmal bei jemand anderem, und so ich ging immer wieder zu ihm hin und fragte… Alle 5 Minuten machte ich das. Dann saß er bei Brooke Shields und ich kam wieder an und er drehte sich zu mir um und sagte: “Man, ich habe gerade soviel Spaß“! Wir sahen uns an und mussten lachen. Das andere war, als ich während der Tour lustige Gesichter für ihn zeichnete. Er musste am nächsten Tag immer noch laut los lachen, wenn er an die Bilder dachte. Verrückte Bilder, wie aus dem MAD Magazin, total lustig. Er mochte sie sehr, er platzte fast vor Lachen.

Q: An was du dich bei MJ am meisten – als Mensch und als Künstler? Wie hat das Arbeiten für ihn deine Arbeit beeinflusst?

Nate: Daran, wie bescheiden und aufrichtig er war. Er hatte so eine süßes Wesen, sehr liebenswürdig. Er sprach sanft und respektvoll. Er sagte immer zu mir: “Gott segnet vorallem die Demütigen.” Daran erinnere ich mich immer. Und als Künstler, erinnere ich mich daran, wie unbeschreiblich talentiert und welch schnelle Auffassungsgabe er hatte. Mit MJ zu arbeiten brachte mich auf eine höhere Ebene. Ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen darf, mit ihm gearbeitet zu haben. Durch ihn habe ich so viele Leute kennen gelernt, durch ihn habe ich eine private Führung durch den Vatikan und Michelangelos Werke bekommen, ich habe Quincy Jones getroffen, ich bin nach Kalifornien gezogen und habe meine ganze Karriere verändert. In meinem Herzen weiß ich, wir waren über die Kunst verbunden, wir schätzten des Anderen Arbeit.  Ich achte ihn sehr, und es fühlt sich gut an zu wissen, dass er meine Kunst mochte und anrief um mit mir über Dinge zu sprechen, die ihn beschäftigten. Ich weiß, er vertraute mir und fühlte sich bei mir wohl.

nate giorgio Michael Jackson note
Notiz von Michael: “Nate, mach so eins wie dieses für mich, ohne das Comic-Geschreibsel”

Q: Wie teilte Michael dir mit, was er wollte? Hat er einfach angerufen und gesagt “Mal mir dieses..” oder fragte er “kannst du…“?

Nate: Immer unterschiedlich. Anfangs hat er nur angerufen. Oder sein Assistent rief mich an und gab mir seine Nummer. Später rief er selbst oder jemand anders nur an, um zu sagen, ob ich mich mit ihm an einem bestimmten Termin treffen könne. Immer unterschiedlich. Bevor er starb, wohnte ich nur 2 Meilen von seinem Haus am Carolwood Drive entfernt, so konnte ich ihn Nachmittags dort treffen. Das war großartig.

Q: Viele Leute haben gesagt, er sei ein Witzbold und spiele gerne Streiche. Hat er das mit dir auch getan?

Nate: Nein, diese Seite von ihm habe ich nie kennen gelernt. Vielleicht wollte er bei mir nicht albern erscheinen. Aber ich bin sicher, mit seinen Kindern machte er lustigen Blödsinn. Wir redeten immer über neue Projekte. Neue Kunstbücher, die er liebte und mir zeigte.

Q: Wie habt ihr euch getroffen? Wie verliefen eure Treffen im Allgemeinen?

Nate: Ich hatte gelesen, dass er Kunst liebt und schickte ein paar meiner Bilder an sein Büro. Ich war in NY und eines Tages rief mich seine Assistentin an. Sie sagte, MJ hat hier regelrecht herumgetanzt, als er deine Kunstwerke sah, er will dich treffen. Nach ein paar Wochen lies er mich nach Encino kommen, damit wir uns treffen konnten. Wir sahen uns eine Rohfassung von Captain EO an. In den Disney Studios, einfach nur er und ich, wir saßen da, begutachteten den Film und aßen Popcorn. Der Film haute mich um, obwohl es ja noch die unbearbeitete Fassung war.

Q: Wann habt ihr euch zum letzten Mal gesehen oder miteinander gesprochen – über was habt ihr gesprochen, wenn du das sagen magst?

Nate: Bevor er starb, in seinem Haus am Carlowood Drive. Wir redeten über alles mögliche, jedoch hauptsächlich über die neuen, großen Bilder, mit denen ich angefangen hatte. Wir versuchten auch einen Termin für ein Fotoshooting zu machen.

Q: Was denkst du über die Voranhörung im Murray-Prozess, oder hast du beschlossen, dass du, weil es dich aufregt, oder weil du zu beschäftigt bist, diese Sache lieber nicht zu kommentieren? (Ich hätte dafür vollstes Verständnis)

Nate: Ich beobachte das, natürlich. Heute war z.B. Alberto in den Nachrichten. Aber jeder weis, dass Murray einige schwere Fehler gemacht hat. Ich bin einfach so traurig, dass MJ gegangen ist. Ich mag nicht einmal über den Doc nachdenken, über das, was er getan hat. Es ist einfach unglaublich, dass ein so besonderer, unbeschreiblicher Mensch wie Michael, so behandelt wurde. Ich kann es einfach immer noch nicht glauben, dass das einem Freund passiert ist, mit dem ich oft redete und zusammen war.

Q: Wann und wo hast du von seinem Tod erfahren?

Nate: Meine Schwester rief mich an, und ich war erschüttert. Ich war beim Malen und dachte, es ist eine dieser Fake Geschichten. Ich schaltete die Nachrichten an um etwas zu erfahren, und es wurde schlimmer und schlimmer. Ich musste es schliesslich ausschalten. Kann es nicht glauben, es fühlt sich immer noch nicht an, als ob er uns verlassen hätte.

Q: Arbeitest du in Zukunft an etwas von MJ inspiriertem?

Nate: Vielleicht, es ist einiges in der Planung.

Q: Gibt es noch etwas, das du sagen möchtest? Über deine Arbeit oder die Arbeit mit MJ?

Nate: Da gibt es noch Vieles… er bedeutete sehr viel für mich…

nate giorgio MJ note

Er bedeutete Vielen sehr viel. Danke Nate Griorgio, dafür, dass du deine Zeit und Gedanken mit uns geteilt hast.

Übersetzung: M.v.d.Linden

Mehr Arbeiten von Nate Giorgio findet ihr hier:

http://nategiorgio.com/thegallery/

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Bad 25  – by Nate Giorgio

Nate Giorgio is a renowned fine artist known for his stunning artwork.  His official site features classic drawings, paintings, and exclusive works for sale.  Nate was born in New York but now resides in California.  He started his professional art career in New York City and later opened his own studio accepting private commissions.  When entertainer Michael Jackson saw his work in 1984, he flew the artist to his home in California and signed Nate to an exclusive contract.  His paintings are now exhibited and collected by some of the most influential people in the world.”

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