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MJJC Interview mit Michael Bush – “The King of Style: Dressing Michael Jackson “

by on 5. November 2012

Der MJJC führte ein exclusives Interview mit Michael Bush (Kostümdesigner von Michael Jackson), der diesen Monat das Buch: “The King of Style: Dressing Michael Jackson” herausbringt.

http://www.mjjcollectors.com/index.php?option=com_content&view=article&id=282%3Aexclusive-interview-with-mj-costume-designer-michael-bush&catid=37%3Amjjcollectors-giveaway&Itemid=151

MJJC: Sie sagten, sie hätten etwa 900 Outfits für MJ gestaltet. Es ist sicher nicht einfach, daraus ein einziges Lieblingsstück zu wählen, aber gibt es darunter eines, was unverwechselbar für “Michael” steht? Welche Outfits lieben sie so sehr, dass sie sie behalten möchten, und warum?

MB: Man denkt sicher, es ist klischeehaft zu sagen, aber es gibt wirklich so viele Lieblings-Outfits, dass es schwer ist für mich, ein bestimmtes zu nennen. Ich glaube nicht, dass ich das kann. Die weiße Perlenjacke die Michael zu den Academy Awards trug, mit Madonna, die metallisch -goldene Jumpsuit für die Dangerous-Tour, die festliche Jacke, die er zur Inauguration trug, oder die schwarze Lederjacke, die er trug als Elizabeth Taylor ihn “King Of Pop” taufte – sie alle haben besondere Geschichten, die mit ihnen verknüpft sind. Einige der Sachen, die ihm am meisten bedeuteten waren einige der persönlichen Kleidungsstücke, die wir für ihn erschufen. Er liebte Farben, und wir auch.

MJJC: Kürzlich erzählten sie, dass Michael immer sagte: “ich brauche mehr (Feen)-staub” (bezieht sich auf Tinkerbell von Peter Pan..) wenn er beschreiben wollte, dass etwas mehr Glanz und Glitzer brauchte. Gab es noch andere Worte oder Phrasen, mit denen er ein Outfit oder einen “look” beschrieb, den er von ihnen gestaltet haben wollte?

MB: Alles war “Showtime”. Jedes Kleidungsstück musste immer für die Show geeignet sein, er sagte uns, dass wir sicherstellen sollten, dass seine Kleidung immer für die “Showtime” geeignet sein müsse, deshalb floss das in jedes unserer Designs ein. Er war Meister im Erschaffen einer Show, aber er war auch Meister darin, selbst die Show zu sein.

 MJJC: Können sie kurz den kreativen Prozess beschreiben und wie MJ daran beteiligt war? Z.B. Haben sie ihm normalerweise  Skizzen gezeigt, die er absegnete, oder beschrieb er ihnen üblicherweise bestimmte Outfits, die er wollte? Wie funktionierte dieses Zusammenspiel? Woher kamen die Inspirationen für ein Outfit normalerweise? Gab es ein Outfit, an dem Michael selbst am meisten beim Kreieren beteiligt war?

MB: Der kreative Prozess war immer unterschiedlich. Wenn Michael z.B. im Studio mit Aufnahmen beschäftigt war, hatte er nur wenig Einfluss, weil er mit Musikmachen beschäftigt war. Manchmal schickte er uns aber auch in andere Länder, um zu sehen, welche Styles die Leute trugen. Er wollte, dass seine Kleidung immer bereit ist für “Showtime”, und es gab Designelemente, die auf der Bühne immer dabei sein mussten, als spezieller Teil der Show, das Licht musste immer genau richtig darauf fallen, damit auch die Leute in der letzten Reihe es noch sehen konnten. Wir arbeiteten viel zusammen, aber er vertraute uns auch, wenn wir ihm neue Designs brachten, liebte er sie oder er hasste sie. Aber wir erreichten am Ende immer genau das Ergebnis, so wie es sein sollte.

 MJJC: Michael Jackson war bekannt dafür, Perfektionist zu sein. Können sie beschreiben, welche Herausforderung es war, es für ihn “genau richtig” zu machen? Was war die längste Zeit, die sie mit der Erschaffung eines bestimmten Kleidungsstück verbrachten, und welches war das?  Gab es ein Outfit, was sie noch einmal machen mussten? Und gab es ein Teil, was Michael nie trug oder nicht mochte, und von dem sie sich wünschten, er hätte es getragen?

MB: Michael trug alles. Wenn wir ihm etwas kreierten, trug er es. Eines der Dinge, die eine Herausforderung waren, war das Chrom-Outfit für die HIStory Tour, weil wir Bedenken hatten, er könnte sich daran verletzen. Weil es aus Plastik war und aus verschiedenen anderen Materialien, war es ein schwer tragbares Kostüm, aber Michael Jackson erreichte, dass es leicht aussah, aber – glauben sie mir, das war es nicht.

MJJC: Sie trafen Michael etwa 1985 am Set von Captain EO. Wie kam es zu dem Treffen, und wie war es? Waren sie jemals zu sehr von ihm als “Star” beeindruckt, oder erreichte er gleich, dass sie sich wohl fühlten? War Michael zu dem Zeitpunkt schon mit ihren Arbeiten vertraut und was war der erste Auftrag, den er ihnen gab?(Vermutlich war es das BAD oder Smooth Criminal-Outfit für die Videos?)

MB: Während dieser zwei Videos, die sie erwähnten, waren wir immer noch einfach Michaels “Garderobiere” und nannten uns zu der Zeit noch nicht seine Designer. Michael war immer bestrebt, Talente mit Persönlichkeit zu finden, die in sein Team passten, und mit denen er auch Spaß haben konnte. Natürlich war es wichtig für ihn, dass er Leute hatte, die ihr Handwerk verstanden, aber genauso wichtig waren die persönlichen Eigenschaften, und Michael wusste, wie er das Beste aus dir heraus bringen konnte. Aus diesen Gründen wurden wir zu seinen Designern ernannt und wir liebten jede Minute eines jeden Arbeitstages mit ihm.

 MJJC: Sie und ihr Partner Dennis Tompkins haben sicher am Anfang nicht damit gerechnet, dass es ein Arbeitsverhältnis mit ihm sein würde, das über 25 Jahre gehen würde, aber wann war es ihnen richtig bewusst, dass sie alle 3synchron zusammen arbeiteten? Sagte Michael etwas in der Art zu ihnen, oder war es eine Reaktion auf eines ihrer Designs oder Konzepte, was ihnen deutlich machte, dass sie ihn wirklich beeindruckt hatten?

MB: Ich kannte Michael, und wusste, dass ich mit ihm für lange Zeit zusammen arbeiten wollte, von dem Punkt an, wo er in seinem Trailer Kirschen nach mir warf, als ich ihn zum ersten Mal traf. Wenn jemand mit dir gleich zu Anfang so ausgelassen lachen kann, dann weißt du, dass die Freundschaft von Dauer sein wird. Dennis war immer der Techniker und ich der Kreative. Es funktionierte einfach, und Michael wusste das von Anfang an, und dann erarbeiteten wir uns sein Vertrauen, und wir wussten, was er wollte und alles wurde immer besser und besser.

MJJC: Woher kamen die Materialien und die Ideen für die Kostüme (die Jacken z.B.)? Wahrscheinlich war doch alles maßgefertigt;  besuchten sie Stoffhandlungen oder Flohmärkte um Ideen zu entwickeln, oder gaben sie spezielle Stoffe bei Fabriken in Auftrag, so wie Valentino, Gucci oder andere wichtige Designer das tun?

MB: Auf diese Fragen gibt es viele Antworten. Michael liebte den Military- und Royality-Stil, wie man an vielen seiner Outfits sehen kann. Er war auch oft von Dingen fasziniert, die andere Leute trugen. Er schickte mich und Dennis einmal nach Europa, nur um die Mode der Menschen dort zu beobachten, und ihm davon zu berichten. Er mochte auch Streetwear. Es musste bequem sein und sich mit ihm bewegen. Er las auch viele Magazine, nicht wegen den Geschichten darin, sondern wegen der Bilder der neusten Trends, damit es diese Bilder nehmen und in seine Ideen zu seiner Kleidung transferieren konnte. Einmal brachten wir sämtliche Magazine eines Zeitschriftenladens mit zu ihm, und er sagte uns, dass wir die Seiten, die wir interessant fanden, heraus reißen sollten. Wir zeigten ihm dann unsere Auswahl und er wählte einige davon aus, und wir sprachen über diese Abbildungen und “übersetzten” sie in Kleidung. Manchmal wusste er auch genau, was er wollte: Kristalle, Gold, Roboterelemente, Strass. Was immer es war, wir hörten zu und arbeiteten zusammen daran. So funktionierte es am besten.

MJJC: Wie war der Ablauf, für die verschiedenen Touren Michaels die Kostüme zu kreieren? Trafen sie sich vorher mit ihm, um das übergeordnete Thema der Kostüme jeder Tour festzulegen, oder war es mehr ein organischer Prozess, während dem sie einfach mit unterschiedlichen Designs kamen, und später entschieden, wozu sie verwendet würden?

MB: Wir trafen uns immer vorher. Er sagte uns immer, was er sich vorstellte und worum es in der Show ging. Von da ausgehend kreierten wir und zeigten ihm unsere Ideen und Skizzen.

 MJJC: Was hat sie an Michael Jackson als Entertainer/Performer am meisten beeindruckt? Und als Persönlichkeit? Könnten sie eine lustige oder eine sentimentale Geschichte (die wir noch nicht gehört haben) mit uns teilen, die uns einen etwas besseren Einblick in ihr persönliches Verhältnis mit MJ gibt? Gibt es etwas bestimmtes, was Michael zu ihnen sagte und an das sie sich immer erinnern, etwas, was sie inspirierte und motivierte?

 MB: Michael war der großzügigste Mensch, den ich je kannte. Die Leute wissen nicht, wie freigibig er wirklich war. Er sorgte sich nie um sich selbst, sondern immer nur um jeden anderen in seiner Umgebung, und er versicherte sich immer, dass man auf alle anderen achtete. Er war manchmal allzu großzügig, denn die Leute nützen Menschen wie ihn aus. Er war auf vielerlei Weisen großzügig, und das ist etwas, was ich von meinem Freund nie vergessen werde. Das lustigste an Michael war sein Lachen. Wenn er zu lachen anfing, konnte er nicht mehr aufhören und jeder um ihn herum musste auch lachen, und konnte nicht mehr aufhören. Es war immer der Größte Spaß, wenn das passierte. Daran werde ich mich immer erinnern.

 MJJC: Wie viele zusätzliche Versionen gab es von den Touroutfits normalerweise, für den Notfall? Wie viele von den Bad-Tour-Jacken wurden z.B. hergestellt? (so wie die vom Buchcover)

MB: Michael verlor 4-5 Pfund Wasser, während er performte, also hatten wir immer 4 – 5 Größen von Hosen, wenn er die Kostüme wechselte. Er verlor wirklich auf der Bühne Gewicht und seine Taille wurde schmaler. Das war ganz normal für uns, bei den meisten Kostümen.

MJJC: Sie erschufen ein paar sehr einmalige Konzepte, während ihrer Arbeit mit MJ – z.B. die Anti-Schwerkraft- Schuhe, oder eine Jacke aus Gold und Silber (die wirklich cool aussah). Gab es noch andere Konzepte, die sie für Michael entwickelten, die nicht unbedingt sichtbar waren, so dass wir darüber vielleicht garnichts wissen?

MB: Wir hatten eine Stroboskop-Jacke entwickelt, die über 30 Stroboskoplampen verfügte, und sie nannte sich bezeichnender Weise “Paparazzi Jacke”. Aber wir warfen sie über den Haufen, als uns klar wurde, dass soviel blinkendes Licht auf einer Jacke epileptische Anfälle verursachen könnte, wegen der Helligkeit und der Geschwindigkeit des Lichtwechsels. Wir wollten bei den Fans, die es sehen würden, kein Risiko eingehen, deshalb kam sie nie zum Einsatz. Michael sorgte sich immer um seine Fans, und bei dieser Jacke bestand die Möglichkeit, dass jemand verletzt würde, deshalb wurde sie nie getragen.

MJJC: Was war das teuerste Kleidungsstück, was für Michael angefertigt wurde? War es die silberne Dangerous-Tour “Jam” Jacke? Können sie beschreiben, wie sie gemacht wurde? Michael sprach davon, dass sie ein besonderes Innenleben habe, eine “Klimaanlage” die ihn bei großer Hitze kühl bleiben ließe, oder wärmen würde, wenn es kalt und nass war. Wurden von dieser besonderen Jacke mehr wie eine angefertigt?

MB: Die Geschichten über die Jacke mit Klimaanlage stimmen nicht. Wir machten Kleidung aus verschiedenen Stoffen, in verschiedenen Formen und Passformen, um den Temperaturen und der Umgebung, in der er arbeitete, gerecht zu werden.

MJJC: Kürzlich sagten sie in einem Interview, dass es Michaels Konzept gewesen sei zu sagen: “Ich möchte, dass die Modedesigner der Welt, die großen Firmen, mich kopieren. Ich möchte nicht das tragen, was es draußen schon gibt. Ich möchte meine Individualität betonen, und so, wie meine Musik mich verkörpert, sollte mein Look auch mich verkörpern.” Hat er diesbezüglich zu ihnen gesagt, welche kulturellen, ikonischen oder historischen Figuren er hinsichtlich ihres Modestils bewunderte?

MB: Er liebte den Look der 40er Jahre, und er liebte Streetwear, einige dieser sehr ikonischen, Stile der Männer-Mode, die einfach zeitlos sind.

 MJJC: Sie sagten, dass sie die Arbeit mit Michael nie als “Arbeit” bezeichneten, sondern als Leidenschaft. Aber sie sagten auch, dass es zeitweise sehr herausfordernd war, dass sie manchmal 36 Stunden am Stück arbeiten mussten, um ein Outfit fertigzustellen, was für eine Performance benötigt wurde. Abgesehen davon, dass sie sich an Termine halten mussten, was waren andere Herausforderungen bei der Arbeit mit MJ und wie denken sie, dass diese dazu beigetragen haben, ihre Kunst zu verfeinern?

MB: Wenn sie mit jemanden arbeiten wie Michael Jackson, dem King Of Pop, dem einflussreichsten Entertainer unserer Zeit, ist es unmöglich, die eigene Kunst nicht zu verfeinern! Er war auf anspruchsvolle Art fordernd, denn er brachte uns immer zum nachdenken, er brachte uns immer dazu, es noch besser machen zu wollen, er erschuf immer Dinge, von denen du dachtest “woher kommt das bloß”? Aber wir taten das alles, weil wir es liebten und wir taten es, weil wir IHN liebten. Es machte sehr viel Spaß, es war sehr fordernd, aber wurde unglaublich belohnt.

MJJC: Kürzlich sprachen sie von einer bestimmten Jacke, mit deren Realisation Michael sie beauftragte, und von der ihr Partner Tompkins sagte, “das wird nie funktionieren”. Was war die aussergewöhlichste Anfragen nach einem Outfit, die Michael hatte? Gab es je eine Situation, in der sie ihm sagen wollten: “Michael, dass ist zu lächerlich, um es zu tragen, und es ist nicht dein Stil”, oder in der sie sagen mussten: “Michael, das steht dir einfach nicht”; und hörte er üblicher Weise auf ihren professionellen Rat?

MB: Oh, das war keine Jacke. Es war das Anti-Schwerkraft-Brett. Er kam zu uns, und sagte, wir müssten in Rekordzeit etwas erfinden, womit er auf der Bühne performen könne und den 45° Lean machen könnte. Es gab nicht viel Zeit zum nachdenken, zum nachforschen, oder jemanden von außerhalb zu beauftragen. Es hing alles alleine an uns. Und wir machten es natürlich mit ihm zusammen. Er spielte eine große Rolle bei der Entwicklung davon, es war nicht einfach, und ich werde unser Geheimnis nicht preisgeben. Es ist patentiert und das Patent besitzen Michael Jackson, DennisTompkins und Michael Bush. Und als dieses Antischwerkraft-Brett auf der Bühne mit Michael so präzise funktionierte, kannst du dir nicht vorstellen, wie stolz wir auf uns waren.

MJJC: Offensichtlich wollten sie einen einmaligen und wiedererkennbaren Stil für Michael erschaffen. Bemerkten sie, wie sich Michaels Stil über die Jahre entwickelte, oder würden sie sagen, dass der übergeordnete Stil (besonders durch ihre eigenen Kreationen) eher konstant blieb? Oder haben sich Michaels persönlicher Geschmack – oder Farb-Preverenzen – verändert, als er älter wurde? Gab es für Michael je Limits, bei seiner Kleidung, gab es etwas, was er niemals getragen hätte? Und gab es etwas, was er anfangs nicht mochte und dann, nachdem sie ihn überredet hatten es zu tragen, doch liebte?

MB: Er liebte immer den Military-Stil, oder den “königlichen”.Look mit vielen Verzierungen. Das blieb immer konstant. Und er liebte den “Showtime” Effekt, auch das verging nie. Er zog sich immer für seine Fans an, das darf man nicht vergessen. Auch das blieb immer so. Eines der Dinge, die man nicht weiß ist, dass Michael Kord liebte, weil er ihn wärmte. Wir machten viele persönliche Stücke für ihn aus Kord, weil er es liebte.

MJJC: Zwei der Jacken von Michael, die sich durch die Jahre veränderten, während jeder Tour, waren die ikonische “Beat It” -Jacke und die “Thriller”-Jacke. An welcher haben sie am liebsten gearbeitet, und warum?

MB: Wir arbeiteten an beiden, weil sie ich mit den Touren weiter entwickelten. Wir mochten sie beide gleich, ich kann nicht sagen, welche besser war. das ist die Wahrheit.

 MJJC: Neben den Tompkins & Bush Kreationen, welche Marken mochte Michael noch? Was denken sie über die von Christian Audiger/Ed Hardy inspirierten Kreationen, die es sicher eines Tages zum kaufen geben wird. Haben sie je mit Michael über ein Joint Venture Geschäft gesprochen, darüber, eine Bekleidungslinie heraus zu bringen, inspiriert von ihren Designs, oder denken sie, dass würde ihnen ihre Einmaligkeit nehmen? Wie denken sie über Fans, wenn sie ähnliche Kostüme tragen wie die, die sie für MJ geschaffen haben? Und was würde er darüber denken?

MB: Michael mochte Florsheim-Schuhe. Michael liebte es seine Fans zu sehen, die ihre Interpretationen seiner Kostüme trugen. Seine Fans zu sehen, wie sie seine Designs auf ihre eigene Art interpretierten war ein Vergnügen für ihn. Die Fans kopierten Michael nicht, sie nahmen, was sie bei ihm sahen und kreierten daraus ihre eigene Kunst. Es faszinierte ihn. Er war sehr geschmeichelt davon. Michael hatte nie Interesse daran, es zu einem Massenprodukt zu machen.

MJJC: Sie sagten, eines der Ziele war, aus funktionaler Sichtweise, Kleidung zu erschaffen, in der Michael tanzen konnte. Wie hat sie Michaels Kunst, sein Tanz oder seine Musik noch inspiriert, wenn sie diese Designs erschufen? Und haben sie bei der Arbeit Michaels Musik gehört? Welcher Song ist ihr Lieblingssong, was sehen sie am liebsten live performt?

MB: Als ich Michael “Another Part Of Me” performen sah, war es magisch, es zeigte mir augenblicklich, was für ein großartiger Performer er wirklich war. Es wird nie wieder jemand geben, wie ihn. Wenn wir kreierten hörten wir nicht Michaels Musik, wir hörten oft klassische Musik, weil sie zeitlos ist. das würde Michael selbst ihnen auch gesagt haben.

MJJC: Mr. Bush, ihre Kostüme sind Kunstwerke für sich. Wenn Michael damit auf die Bühne ging, war es eine Michael Jackson Show, obwohl er Tompkins & Bush Outfits trug, in denen hunderte oder gar tausende Stunden ihres eigenen “Blutes und Schweiß” steckten. Können sie beschreiben, wie stolz eine Michael Jackson Performance sie und ihren Partner machte, und dass sie ihm damit halfen, diese bleibende Legacy zu erschaffen?

MB: Es gibt keine Worte dafür, wie persönlich stolz wir darauf waren und immer noch sind. Und danke, dass sie es “Kunstwerke” nennen. Das schätzen wir sehr.

MJJC: Ihr Buch “Dressing Michael Jackson” wird diesen Monat veröffentlicht. Was werden MJs Fans an diesem Buch am meisten mögen? Was wird den Fan und Leser am meisten überraschen?

MB: Es ist ein Buch, bei dem die Kunst im Vordergrund steht, mit hunderten von Fotos mit Michaels Mode – sowohl persönlich als auf der Bühne. Das Buch ist für die Fans gedacht. es ist ein Buch, über das Michael und ich vor seinem Tod gesprochen haben, und es war meine Pflicht, es den Fans zu geben. Es soll wie ein Stück Geschichte sein, das jeder zu sich nach Hause holen kann. Ich teile auch einige sehr lustige und persönliche Geschichten darin. Und ich hoffe, dass man, nachdem man es gelesen hat erkennt, wieviel Einfluss Michael tatsächlich auf die Welt der Mode hatte.

 MJJC: Sie sagten, Michael hoffte immer, seine Kostüme würden in Büchern und Museen gefeiert. Auch wenn es Wohltätige Zwecke wie MusiCares unterstützt, wie fühlt es sich an, sich für immer von vielen dieser kostbaren Dinge zu trennen, und sie auf Auktionen versteigert zu sehen? Wie sollten diese Dinge noch erhalten werden? Würde es ihnen gefallen, sie in einem Museum zu sehen, und wenn ja, wie stellen sie sich das vor?

MB: Michael gab uns die Kleidung und Kostüme immer zurück. Bei der Auktion ist nur ein kleiner Teil der Kostüme, und wir unterstützen einen wohltätigen Zweck. Diese Kostbarkeiten werden vielleicht von Museen gekauft, von Sammlern und Fans, deshalb bin ich optimistisch, dass sie noch viele Jahre überall auf der Welt geschätzt und in Ehren gehalten werden. Es gibt schon viele Outfits von Michael in Museen überall auf der Welt. Jetzt kommen noch einige dazu. Auch die Fans, die darauf bieten, werden sie für immer in Ehren halten. Michael wollte nicht, dass sie irgendwo weggepackt würden. Er wollte, dass die Menschen sich daran erfreuen könnten und das können sie jetzt tun.

MJJC: Vor kurzem sagten sie: “Es ist meine Aufgabe, Michaels Legay am Leben zu halten, und zu honorieren, was er für die Welt, die Musik, die Umwelt  und die Fans tat.” Haben sie außer ihrem Buch, noch andere Projekte, die Michael Jackson und seine Legacy betreffen, an denen sie in Zukunft beteiligt sein wollen?

MB: Ich möchte einfach alles mir Mögliche tun, um die Legacy von Michael Jackson zu erhalten, und die Welt wissen zu lassen, was für ein großzügiger, fürsorglicher und kreativer Mensch er war, der seinen Eindruck nicht nur bei der Musik hinterlassen hat, sondern auch bei der Menschheit.  Es gab nie jemand wie ihn, und es ist schwer vorstellbar, dass es je wieder jemand wie ihn geben wird.

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Übersetzung: M.v.d.Linden

http://www.amazon.com/The-King-Style-Dressing-Michael/dp/1608871517

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