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“The Dancing Man”….wenn Michael tanzt….

by on 7. March 2012

Artikel von Lauren Trainor – http://thejamcafe-mjtpmagazine.presspublisher.org/issue/december-2010/article/the-dancing-man

Jemand sagte einmal, als Gott Talent verteilte, gab er es alles an Michael Jackson. Songwriter, Sänger, Drehbuchautor, Regisseur, Schauspieler, Produzent, Filmemacher, Tänzer…
Genau…Tänzer.
Dieser kleine Junge, der seinen Weg in unser Bewusstsein gemacht hat, all die Jahre zurück, mit seinen Brüdern, dieses talentierte Menschenkind, das sich in diesen eleganten, reifen musikalischen Mann entwickelt hat, von dem wir uns in dem schmerzlichen Film TII verabschieden, das ist die Geschichte und der kulturelle Einfluss, mit dem Michael uns beschenkt hat. Ein choreografierter Körper in Bewegung, er war wunderschön, kraftvoll und unvergesslich.

Im Pantheon der unvergessenen Tänzer erinnert man sich an Fred Astaire – elegant und zuvorkommend; Gene Kelly, – athlethisch, gutaussehend und innovativ; Bill “Bo” Jangles Robinson – flüssig und freudig; James Brown und Jackie Wilson – intensiv, leidenschaftlich und mitreißend. Michael Jackson studierte die Meister und vermischte die Arbeit seiner Lehrmeister mit seinem eigenen einmaligen Stil; er kombinierte ihre Genialität mit seiner eigenen und machte daraus Magie.

Am 16 Mai 1983 stellte Michael sein legendäres Billie Jean vor, anlässlich des Motown 25 TV-Specials. In dieser bahnbrechenden Performance präsentierte er seinen unbeschreiblichen Tanz und stellte seinen Moonwalk der Welt vor, er etablierte sich selbst als einen einmaligen und aufregenden Solo Künstler.

Man sah einen zierlichen jungen Mann, dynamisch und wunderschön, der sich bewegte, wie niemand zuvor. Der Augenblick, in dem der erste Beat erklang, und Michael ging in Pose, mit dem Hut und dem Handschuh, die Zuschauer standen auf, und die Kunst des Tanzes änderte sich für alle Zeit. Für diejenigen von uns, die alt genug sind, sich an den Moment zu erinnern, war es wirklich magisch; eine Magie, die mit der Zeit nicht weniger geworden ist. (…)

Fred Astaire sagte zu Michael nach dieser Vorstellung “Du bist ein höllischer Tänzer, du hast sie wirklich vom Hocker gehauen, letzte Nacht. Du bist ein zorniger Tänzer. Ich bin auch so. Ich machte das gleiche mit meinem Stock.. du bist ein höllischer Tänzer” Fred war auch der Meinung, Michael sei der größte Tänzer aller Zeiten. Gene Kelly machte ähnliche Bemerkungen, und begleitete andere in einer Prozession zu Michaels Haus, um ihn als neuen “King Of Dance” zu “salben”.

Wir konnten das kommen sehen, nicht wahr? Katherine Jackson hat aufgedeckt, dass Michael sich schon zum Sound der Waschmaschine bewegte, als er nicht mal 2 Jahre alt war. Wir haben das alte Video der Audition der J5 für Motown gesehen, der kleine Junge, voller freudigem Talent und Charisma, dass er einem regelrecht den Atem nimmt. Und als Teenager sind Michaels Flow und Grazie in seinen Bewegungen unbestreitbar. Wir sehen einen jungen Mann, der sich mit Lust und Hingabe bewegt, immer lächelnd und scheinbar von innen leuchtend. Die Freude die er ausstrahlt, ist auch auf Filmen immer noch sichtbar und greifbar. Jeder, der die Kunst des Tanzens zu schätzen weis, lächelt bei Michaels müheloser Interpretation mit der er “Dancing Machine” performt. Es ist unmöglich, die Augen von ihm zu wenden – er ist so gut….so natürlich.

Vincent Patterson arbeitete mit ihm, und machte für Michael viele Jahre lang Choreografien. Ihre vlt. berühmteste Zusammenarbeit war “Smooth Criminal”, aus dem Film Moonwalker. Der Tanz hob den Ausdruck von Kraft, Schwerelosigkeit und Sexualität hervor; Michael in diesem fantastischen weißen Anzug und Hut, ein Meisterstück der Tanzkunst. (…)

Es gibt kein größeres Lob, als das, was direkt von einem Kollegen kommt, jemand, der sich mit der Materie auskennt, mit der Inspiration und der Hingabe die nötig ist, um mit kreativer Qualität zu glänzen.

Michael füllte seine Musik und seinen Tanz immer mit Bedeutungen und Metaphern, die die verschiedenen Aspekte der menschlichen Gegebenheiten ansprachen. 1991 präsentierte er sein Black or White Video mit dem begleitenden Panther Dance, welches Rassismus, Bigotterie und Gewalt (Wut) thematisierte. Im Kontrast zu den Themen von kultureller Verbundenheit und den aufmunternden Botschaften in dem ersten Teil dieses Videos, drückte die folgende Sequenz, von vielen missverstanden, Michaels persönlichen Kampf mit dem dunklen Untiefen der menschlichen Natur aus. Man kann jede Faser in seinem Körper gegen Ungerechtigkeit und Angst, Hass und Elend rebellieren sehen. Signifikant ist das Fehlen von Musik. Michael IST die Musik, die Botschaft und die Ermahnung.

(Dank der Gema ist in Deutschland gerade kein Video in guter Qualli bei YT zu finden, wo der Panther Dance zu sehen ist…)

Der Autor und Kritiker Arnold White sinnierte: “Diesem “temperierten” Ballett liegt ein innerer Rhythmus zu Grunde, was er nicht mit Worten sagen kann, kommt als das Brüllen des schwarzen Panthers zum Vorschein.” Weiter sagt er: “Dieser Code ist Michaels Wahrheit, seine erstaunliche Performance lässt die Welt seine Unzufriedenheit mit dem Showbusiness gewahr werden. Dieser Solotanz läst die Frustration heraus, die sich in 22 Jahren von professionellem Guten Benehmen, einer verlorenen Kindheit, und einem entfremdenden öffentlichen Leben angesammelt hat.”

Manchmal ist es einfach nur schön, Michaels Tanz zu beobachten. Während der Dangerous Tour, 1992/93, war der Publikumsliebling seine Interpretation des Titelsongs des Albums. “Dangerous”. Der Song wurde von Michael, Bill Botrell und Teddy Riley geschrieben, und entstand aus dem zuvor geschriebenen “Streetwalker” von 1987.
Der Tanz ist ein Wunder an Innovation, Körperbeherrschung und sinnlicher Bewegung, umrahmt von komplizierten Moves und mit synchron Tänzern vorgeführt; auch wenn man ihn heute ansieht, ist er immer noch “knackig” und frisch. (…)

1997 war die Premiere seines Kurzfilms “Ghosts” beim Cannes Film Festival. Auf den ersten Blick ist dieser Film unterhaltsam, gruselig und innovativ in den Special Effects und dem Make up Design. Er enthält sagenhafte Tanz Sequenzen, mit einer unbeschreiblichen Performance Michaels als der Maestro und des Bürgermeisters.

Befassen wir uns etwas tiefer mit Michaels Ideen und Metaphern und werfen einen Blick auf die Analogie des Spiegel Statements. Michael fragt: “Who is scary?” Bin ich es, weil ich anders bin, oder ist es nur aufgrund dessen, was in deinem Herzen ist? Er sagt, dass wir unser eigenes Spiegelbild (in ihm) sehen, wir sehen, wer wir wirklich sind.
Wieder hat Michael seine Kunst mit verschiedenen Botschaften gefüllt, manche subtil, andere provokant und deutlich.

Die Tanz Sequenzen von Ghosts sind fesselnd. Fast 15 Jahre nach Motown, scheint Michaels Kunst der Körperbewegung niemals aufzuhören, uns in Erstaunen zu versetzten und zu Unterhalten. Anmutig wie Astaire und athletisch wie Kelly, ist er der Meister des Genres. Passioniert auf dem Level von James Brown und so freudvoll wie Jackie Wilson, ist Michael das Idealbild von jemand, der seine gottgegebenen Talente weiterentwickelt hat um dieses Geschenk mit anderen zu teilen.

Im August 2010 wurde Michael in die National Dance Hall Of Fame aufgenommen (Saragota Springs, New York) Er hat sich seinem Freund Fred Astaire angeschlossen, sowie Balanchine und Bo Jangles, als ein geehrter und wertvoller Bewohner dieses besonderen Orts.
Herzlichen Glückwunsch Michael, und Danke für die Jahre der Freude und Aufregung die du deinen Fans mit deinem Tanz gegeben hast.

Dieses Geschenk ist für die Ewigkeit.

Übersetzung: M.v.d.Linden

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From → Allgemein

One Comment
  1. Gefaellt mir, dass hier staendig gepostet wird.

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