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Interview mit Tom Mesereau

by on 2. May 2011

Auszüge aus einem Interview von Valmai – MJ Tribute Portrait – mit Tom Mesereau, Michaels Anwalt von 2005,  zum anstehenden CM-Prozess

Valmai:  Tom was denken Sie über Murray-Prozess in dieser Auftaktphase?
Tom: Nun ich habe ihn in den Medien verfolgt, bin aber nicht involviert.

Valmai: Sind sie in der Lage, eine professionelle Meinung über die Verteidigungstaktik zu geben?
Tom: Ich hoffe er wird verurteilt. Ich gebe zu ich bin nicht objektiv. Meine Meinung ist, dass er unkorrekt handelte, er hätte niemals Propofol verabreichen dürfen und es sicher nicht in seinem Haus haben dürfen. Das ist unverantwortlich!
Ich wusste bis zur Voranhörung nicht, dass es Beweise gibt, dass er versucht hat den Tatort zu bereinigen. Ich wusste nicht, dass es Beweise gibt, dass er Ärzten und Polizei nicht mitteilte, dass er zuletzt Propofol verabreichte. Ich war sehr überrascht dies zu hören.
Aber Sie wissen ich habe viele Prominentenfälle verfolgt— Elvis Presley, Anne Nicole Smith und du erfährt dadurch, diese Ärzte wurden Enablers… Sie haben Angst dem Prominenten etwas was sie wollen zu verweigern, wegen der Angst außen vor zu fallen. Aber ich denke diese Strafverfolgung muss man sehr ernst nehmen.

Valmai: Wie denken Sie über die Verteidigungsstrategie, dass MJ sich selbst tötete?
 
Tom: Ich denke es ist an den Haaren herbei gezogen. Ich habe bereits im Fernsehen gesagt es ist absurd. Der Michael Jackson, den ich kannte war nicht selbstmordgefährdet. Der Michael Jackson, den ich kannte hatte Probleme. Sie wissen ich traf ihn in einer sehr schweren Zeit seines Lebens, seine Angst, seine Schlaflosigkeit, seine Depression war sehr akut. Sie wissen er kämpfte im Gericht um sein Leben, wegen Dingen, die er niemals getan hat. Jeder in dieser Situation würde wahrscheinlich ein Schlafmittel oder Anti-Depressiva benötigen und ich weiß nicht was er nahm weil ich ihn nie etwas nehmen sah. Niemals. Ich traf ihm während seiner schwersten Zeit seines Lebens, einer sehr stressigen Zeit, aber der Michael Jackson den ich traf war nicht suizidal und er würde niemals seine Kinder verlassen haben. Ich denke es ist absurd.

Valmai: Ja ich denke wir alle stimmen darin überein aber ich denke es ist sicher, dass wir erwarten können, dass die Verteidigung das Bild eines suizidalen Michael Jackson zeichnen wird.

Tom: Na ja, Strafverteidiger haben eine ethische und berufliche Verpflichtung ihre Kunden energisch zu verteidigen. Aus rein professioneller Sicht erscheinen die Anwälte, in einer professionellen Art und Weise in Übereinstimmung mit ihren Verpflichtungen zu handeln. Allerdings stimme ich nicht mit dem überein was sie tun und ich denke, dass Ihr Klient schuldig ist.
 

Valmai: Ein weiterer Punkt in dem wir übereinstimmen. Tom, Sie haben Erfahrung mit Richter Pastor? Welche Meinung haben Sie über ihn?
 

Tom: Ja habe ich. Er ist sehr, sehr klug, sehr erfahren, sehr intelligent und weise und ich denke er wird einen guten Prozess führen.

Valmai: Nun ich bin kein Rechtsfachmann. Ich kenne mich nicht mit dem Rechtssytem und Gesetzen aus. Viele der Fans tun das nicht. Können Sie mir sagen, wie viel Spielraum hat ein Richter tatsächlich, in seinen Entscheidungen über einstweilige Verfügungen, über die Zeugenfestlegung, und wie umfangreich oder restriktiv Befragungen werden können?

Tom: Na, Richter haben erheblichen Spielraum, um den Verlauf des Prozesses zu lenken. Sie haben eine enorme Macht zu tun, was sie denken was notwendig ist um die Prüfung ordentlich zu halten, um es würdig zu halten, und je nachdem wer der Tatrichter ist kann das einen enormen Effekt haben auf das was passiert.

Valmai: Die Verteidigung hat beantragt, dass Michaels finanzielle Unterlagen zur Verfügung gestellt werden. Glauben Sie, sie ahnten das der Richter diesen Antrag ablehnen würde und sie deshalb Dr. Thome als Zeugen beriefen?

Tom: Ich weiß nicht, ob sie sich bewusst waren, dass der Richter es ablehnen könnte. Ich denke, sie sind auf einem “Fischzug”, ich glaube, sie sind verzweifelt darin eine Art von Verteidigungstheorie zu suchen, die plausibel erscheinen könnte. Ich bin sehr glücklich, dass der Richter die Anforderung verweigert hat an einem “Fischzug” in Michaels Finanzen teilzunehmen. Ich denke Michaels Finanzen haben absolut nichts damit zu tun mit dem, was Conrad Murray angeblich getan hat.

Valmai: Das haben sie nicht, da stimme ich mit ihnen überein. Ich denke, was sie versuchen könnten zu beweisen ist, dass Michaels Finanzen so schlecht waren, dass er so viele Schulden hatte und soviel Stress, dass er sich schließlich selbst tötete.

Tom: Das ist absurd, das zeigt nur, wie verzweifelt sie versuchen, irgendeine Verteidigung aufzubauen.

Valmai: Ich denke, viele Leute sind darüber beunruhigt, wie Michael – besonders während des Prozess 2005 – von den Medien portraitiert wurde, und darüber, dass es dieses mal wieder genauso werden könnte. Ich weiß, dass der Prozess 2005 ja nicht im TV übertragen wurde, aber die Medien waren nicht unparteiisch in ihrer Berichterstattung. In der Tat waren mache von ihnen wirklich grausam.

Tom: Ja, die Medien interessieren sich nicht für Gerechtigkeit oder Fairness, sie wollen Geschäfte machen, und Geschäft heißt für sie Einnahmen und Quoten zu machen. Sie lieben es, zu schockieren, sie lieben Kontroversen, und mit diesen Dingen vor Augen muss man die Medienberichterstattung betrachten. Für sie hat es Unterhaltungswert. Es geht nicht um Gerechtigkeit, es geht nicht um Fairness. In ihrem Sinn ist es Entertainment, und sie werden sich auf alles stürzen, was Unterhaltungswert hat, das macht es für sie profitabel.

Du musst mit diesen Reportagen über Prozesse, die von der Presse gemacht werden, sehr skeptisch sein. In diesem Fall werden die Leute die Möglichkeit haben, es zu beobachten, anstatt nur am Ende des Tages einer sehr kurzen, oberflächlichen Zusammenfassung der Medien zuzuhören.

Vieles der Berichterstattung über den Michael Jackson Prozess von 2005 wurde verdreht. Sie waren einfach nicht genau. Sie wollten nur berichten, was sich schockierend und sensationell anhörte. Manchmal berichteten sie über Zeugenaussagen, ohne das Kreuzverhör der Verteidigung abzuwarten. Sie haben das, was im Gerichtssaal passierte, nur sehr schlecht, unlegitim und ungünstig portraitiert.

 

Valmai: Wirst du selbst für Kommentare zur Verfügung stehen, wenn deine Meinung zu den Abläufen gefragt sind?

Tom: Es hängt davon ab, wer diejenigen sind, die fragen, wer es veröffentlicht und wenn es eine professionelle Situation ist, stehe ich zur Verfügung.

Valmai: Du hast mit Michael in der Situation, die eine der traumatischsten in seinem Leben war, viel Zeit verbracht. Wie erinnerst du dich an seine persönliche Stärke und an seine Gemütsverfassung?

Tom: Michael war einer der nettesten, freundlichsten Menschen, die ich je getroffen habe und meine Kanzleipartnerin Susan Yu denkt genauso wie ich. Er war nett. Er war freundlich und er meinte es gut. Er liebte es zu sehen, dass es Leuten gut geht und er liebte es, seine Reputation und seine Ressourcen zu nutzen um Menschen mit Behinderungen, Kinder aus der Innenstadt, die in Armut und Gewalt aufwachsen zu helfen. Er liebte es, Menschen glücklich zu sehen. Er konnte seinen Reichtum und Prestige für sich behalten und sich einfach nicht mit Kindern befassen, und um die schlechten Dinge scheren. Er hätte rein egoistisch sein können, wenn er gewollt hätte, aber das war nicht, was er tun wollte. Er wollte wirklich einen Unterschied machen. Er wollte die Menschen aller Rassen, aller Religionen und aller Nationalitäten zusammen bringen. Sie können dies in seiner Musik sehen, sie können Sie dies in der Art sehen wie er lebte. Er hatte eine große Empathie für die Tiere, weil er so ein netter Mensch war und er wollte einen Unterschied machen.
Er war etwas naiv, wenn es um die Kräfte des Bösen ging, die ihn umkreisten und versuchten ihn zu zerstören. Er konnte nicht recht glauben, dass das passieren würde und leider haben sie ihn in einen Albtraum gebracht.

Valmai: Blieben sie nach dem Prozess in Kontakt mit Michael?

Tom: In und während der 9 Monate wo er nach Bahrain zog. Susan Yu half ihm heraus, aber er sprach wesentlich mehr mit Susan als mit mir. Wir halfen ca. 9 Monate bei seiner Ausreise und dann gingen wir wieder zu anderen Sachen über.

Valmai: Wie denken Sie wurde ihr Leben von Michael berührt? Woran erinnern Sie sich am meisten?

Tom: Nun wie ich vorher sagte, woran ich mich am meisten erinnere ist eine sehr, sehr freundliche, dezente, gefühlvolle Person. Einer seiner Gaben war es einen positiven Unterschied in der Welt zu machen. Er hätte mehr selbstbezogen sein können. Er hätte einfach ein Haus an der Rivera mieten können oder eine Party machen, wenn er wollte. Er hätte einfach selbstzentriert sein können aber so wollte er nicht leben. Er fühlte, dass Gott ihm wundervolle Gaben und Erfolge gegeben hat und hoffte die Welt in einer positiven Weise zu ändern. Ich glaube er tat es.

Valmai: Nun ich stimme damit sicher überein Tom. MJTP und alle Fans danken Ihnen für Ihren Glauben an Michael und Ihre wundervolle humanitäre Arbeit, die Sie machen. Wir lieben und respektieren dies sehr und wir danken Ihnen, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben.

Tom: Vielen Dank. Ich fühle mich sehr geehrt mit Ihnen über all das zu reden und wünsche jedem das Beste. Er war eine sehr spezielle Person und ich habe das immer gesagt, dass er einer der nettesten und freundlichsten Menschen war, die ich jemals traf. Ich werde das immer sagen, weil es wahr ist.

Übersetzung: Lena, mjjackson-forever.com

Quelle: http://mjtpmagazine.presspublisher.us/is…th-tom-mesereau

Thomas Mesereau: http://www.mesereauyu.com/index2.html

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One Comment
  1. Jackie permalink

    Vielen Dank für dieses Interview. Es zeigt, dass es um Michael doch auch wahre Freunde gab!

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