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“A lot of people misunderstand me. That’s because they don’t know me at all.” – Michael Jackson

Michael Jackson And The Blackface Mask von Harriet J. Manning

Die Blackface-Minstrelsy, jene Darstellungsform des 19. Jahrhunderts, in der Vorstellungen und Bilder von „Schwarzsein“ von und für Weiße konstruiert und theatralisiert wurden, prägt bis heute die zeitgenössische Popmusik und ihr Publikum. Harriet J. Manning argumentiert, dass dieses Erbe nirgendwo deutlicher zu erkennen ist als bei Michael Jackson, in dessen Werk die Gesten und Stilmittel der Minstrelsy tief verwurzelt sind. Im 19. Jahrhundert vereinte das Blackface-Minstrelsy eine Vielzahl von Bedeutungen, und wenn schwarze Entertainer die Bühne betraten, wurde diese Komplexität noch verstärkt: Das Minstrelsy wurde zu einer Arena, in der schwarze Stereotypen zugleich durchgesetzt und kritisiert wurden. Dieser Widerspruch hinter der Blackface-Maske bietet einen wirksamen Ansatz, um Jackson zu verstehen, eine kulturelle Figur, über die mehr Fragen als Antworten aufgeworfen wurden. Symbolisiert durch seine eigene Whiteface-Maske war Jackson zugleich „rassifiziert“ und rassenlos, und diese Mehrdeutigkeit ermöglichte es ihm, eine ganze Reihe von Bedürfnissen anderer zu bedienen – eine Funktion der Maske, die sich tief und weit durch ihre wechselvolle Geschichte zieht. Tatsächlich argumentiert Manning, dass die Annahmen und Verwendungsweisen des Minstrelsy von grundlegender Bedeutung für die Schwierigkeiten und Kontroversen waren, mit denen Jackson konfrontiert war.

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