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Michael Jackson interviewt Pharrell Williams – Interview Magazine 2003

by on 3. May 2014

Ein Interview aus dem Interview-Magazine, von 2003, in dem zur Abwechslung einmal Michael der Interviewer ist – und per Telefon Pharrell Williams (‘Happy’,’ Get Lucky’) interviewt.

Quelle: http://www.interviewmagazine.com/music/michael-jackson/ 

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Dieses Interview, was im Juni 2003 stattfand, kam raus als wir in unserem Magazin etwas eine Story über Pharrell Williams planten, der zu der Zeit ein neuer Produzent aus Virginia war. Als wir die Story arrangierten, erwähnte er, dass er immer schon mal mit Michael Jackson sprechen wollte, der gerade nach der TV Dokumentation Living With MJ, in welcher der Sänger sehr bizzar dargestellt wurde, ein Nachrichten Thema war. Nach ein paar e-mails und Telefonanrufen rief ein paar Tage später Jacksons Büro an und sagte, dass er das Interview machen werde.

Pharrell Williams Michael Jackson

Michael Jackson: Also ich interviewe dich, richtig? Es sind 7 Fragen, oder so etwas?

Pharrell Wiliams: Ja, was immer du magst.

Michael Jackson: Ok, was würdest du sagen inspiriert dich in deiner Musik? Was ist es, was dich dazu inspiriert, deine Musik zu erschaffen?

Pharrell Williams: Es ist ein Gefühl. Du behandelst die Luft wie eine Leinwand und malst darauf die Akkorde die durch deine Finger fliessen, aus dem Keyboard heraus. Also wenn ich spiele ist es, als male ich ein Gemälde aus Gefühlen in die Luft. Vielleicht hört sich das verrückt an, aber…

Michael: Nein, nein, das ist eine perfekte Analogie.

Pharrell: Und wenn du das Gefühl hast, es ist fertig, dann ist es fertig. Es ist wie malen, oder Bildhauen. Wenn du es gehen lässt, dann weißt du, dass es vollendet ist. Es ist vollständig. Und genauso sagt es dir auch, wenn es noch nicht fertig ist.

Michael: Yeah, und es lässt dich nicht schlafen, bis es fertig ist.

Pharrell: Das stimmt.

Michael: Yeah, bei mir ist es genauso. (lacht) Und was hältst du von der Musik der heutigen Zeit? – Kennst du dich aus mit den neuen Sounds die geschaffen werden und magst du die Richtung, in die die Musik sich entwickelt?

Pharrell: Persönlich fühlt es sich für mich so an, als ob ich mich an dir und Stevie (Wonder) orientiere und Danny (Hathaway), und einfach mache, was sich richtig anfühlt.

Michael: Richtig.

Pharrell: Weißt du, es ist, als ob jeder die Einbahnstrasse in eine Richtung benutzte und du bist “Off The Wall” gegangen.

Michael: Genau. (lacht)

Pharrell: Und als jeder den anderen Weg nahm, machtest du Thriller. Du hast immer deinen eigenen Weg gesucht. Und ich orientiere mich an Leuten wie dir, die nicht Angst davor haben, auf ihre eigenen Gefühle zu hören und ihre Sehnsüchte und Ambitionen Gestalt annehmen lassen. Die es geschehen lassen, die es materialisieren…

Michael: Wer sind die älteren Künstler – also nicht die, die heute im Radio präsent sind – die dich inspirierten, als du jünger warst? Die Künstler, denen dein Vater schon zuhörte, hast du etwas von solchen Künstlern gelernt?

Pharrell: Absolut. Da wären die Isley Brothers.

Michael: Yeah… bei mir auch, ich liebe die Isley Brothers. Und ich liebe Sly and the Family Stone.

Pharrell: Donny, Stevie.

Michael: Du magst alle Leute, die ich auch mag. (lacht)

Pharrell: Diese Akkord-Wechsel. Das reisst dich mit.

Michael: Wunderbar, einfach wunderbar. OK. wo bist du im Moment? In New York?

Pharrell: Ich bin in Virginia Beach, Virginia, Sir.

Michael: Virginia! Oh, sehr schön. Richtest du Virginia meine Liebe aus?

Pharrell:: Ja, danke.

Michael: Und an deine Mutter, an deine Eltern, denn Gott hat dich mit besonderen Gaben ausgestattet.

Pharrell: Danke, Sir. Und ich möchte noch etwas sagen, ich weiß nicht, ob du das hören willst, aber ich muss das sagen, denn es kommt von meinem Herzen. Aber die Leute plagen dich…

Michael: Yeah.

Pharrell: …weil sie dich lieben. Das ist der einzige Grund dafür. Wenn du etwas tust, was die Leute nicht sofort verstehen, dann machen sie daraus ein größeres Problem, als sie es für irgend jemand anders machen würden, denn du bist eines der erstaunlichsten Talente, die je gelebt haben. Du hast in diesem Jahrhundert mehr vollbracht und erreicht, wie die meisten anderen Menschen.

Michael: Oh, danke, das ist sehr nett von dir.

Pharrell: Was du tust ist so erstaunlich. Wenn du 100 bist, werden sie immer noch Geschichten darüber machen, was du getan hast und was du wie an deinem Körper verändert hast. – Bitte glaub mir, wenn du dich entscheiden würdest, deinen ganzen Körper mit Chrom zu überziehen, wird das so erstaunlich sein, dass die ganze Welt – egal was sie sagen – angerannt kommen wird, um es zu sehen. Und das ist, weil du so viel für die Musikwelt erreicht hast und so viele Leben verändert hast. Du hast die ganze Welt beeinflusst.

MJ2002

Michael: Danke sehr. Es ist so, dass je größer der Star ist, desto größer ist das Ziel. Du weißt, wenn du – und ich bin kein Angeber oder sowas – aber du weißt, wenn du ganz oben bist beginnen sie Pfeile nach dir zu werfen. Sogar Jesus wurde gekreuzigt. Die Menschen, die Licht in die Welt bringen, von Mahatma Gandhi über Luther bis zu Jesus, oder sogar ich selbst. Und mein Motto ist immer Heal The World, We Are The World, Earth Song, Rettet unsere Kinder, Helft unserem Planeten. Und die Leute schikanieren mich dafür, aber es tut nicht weh, denn die Fan Base wird immer stärker. Und je fester du auf etwas drauf haust, desto härter wird es – desto stärker wird es. Und das ist genau das, was passiert. Ich bin unverwüstlich. Ich habe eine Rhinozeros Haut. Mich kann nichts verletzen. Nichts.

Pharrell: Das ist genau der Punkt. Ich wollte nur sagen, du bist erstaunlich, Mensch. Was du für die Musik getan hast, was du seit Billie Jean bis “That’s What You Get (For Being Polite)” für die Musik getan hast….(singt)

Michael: Oh, du kennst das? (lacht)

Pharrell: (singt) „Jack still sits all alone…“

Michael: Oh Mann, du kennst die alle… (summt ein Gitarren Riff)

Pharrell: Auch wenn ich nie mit dir arbeiten werde, weiß ich doch, dass du nicht aufzuhalten bist. Deshalb sagte ich, dass wenn du 100 bist und dich verchromen lassen würdest, dass sie immer noch alles mögliche sagen würden – und mir ist es gleich, was sie über dich sagen – sie wären trotz allem sofort da, um es zu sehen.

Michael: Da gibt es viel Eifersucht. Ich liebe alle Rassen, ich liebe alle Menschen, aber manchmal ist ein Teufel in den Menschen, und sie werden eifersüchtig. Immer wenn jemand sein Licht über den Horizont dessen steigen lässt, was bisher möglich war, werden die Menschen eifersüchtig und versuchen, denjenigen wieder runter zu bringen. Aber das können sie mit mir nicht tun, denn ich bin sehr, sehr stark. (lacht) Sie wissen das nur nicht.

Pharrell: Sie wissen das! Glaub mir bitte, sie wissen es

Michael: Jeder andere wäre schon angeknackst jetzt; mich können sie nicht knacken, ich bin zu stark.

Pharrell: Natürlich. Sie bekamen dich nicht klein, als du 10 warst und erwachsene Männer mit dem ausgestochen hast, was du mit deiner Stimme und deinem Talent machen konntest. Und als du 20 warst, hast du Leute übertroffen, die das schon 20 oder 30 Jahre lang gemacht haben. Und heute wollen sie immer noch sehen, wo du stehst. Sie wollen deine Kinder sehen, sie wollen deine Welt sehen. Du bist erstaunlich, das wollte ich dir einfach sagen. Und ich hoffe, das wird alles gedruckt, denn das ist so wichtig für mich. Ich hoffe, ich werde eines Tags mal nur halb so taff sein wie du.

Michael: Oh, Gott segne dich. Du bist auch wunderbar. Ich wünsche dir einen schönen Tag…

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Übersetzung: M.v.d.L

 

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