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Michael Jackson Online Audio-Chat – Interview von 2001

by on 10. November 2013

Unbedingt anhören…. Schönes Interview, in dem es viel um Michaels Musik geht, und natürlich um Invincible und die Songs darauf. Und auch sehr schön anzuhören. (Und vielleicht trotzdem hören, auch wenn man nicht alles versteht, aber ihm zu zuhören ist immer noch viel schöner, als nur die Übersetzung des Gesagten zu lesen.)

Am 26. 10. 2001, ein paar Tage, bevor Invincible veröffentlicht wurde, gab es diesen Live-Audio-Chat mit Michael Jackson und Anthony DeCurtis auf GetMusic.com. Zuhörer konnten Fragen zu GetMusic senden, die an Michael telefonisch weitergegeben und beantwortet wurden.  

VIDEO 1:

Anthony: Michael, es ist ein Vergnügen, mit dir zu sprechen.

Michael: Das Vergnügen ist auf meiner Seite.

Anthony: Erzähl uns ein bisschen über das neue Album. Es ist deine erste neue Platte seit sechs Jahren. Bist du immer noch aufgeregt, wenn du etwas rausbringst? Du hast offensichtlich in all den Jahren so viel erreicht. Fühlst du dich immer noch wie “Wow, ich frage mich, was die Leute denken werden” oder… hast du Vorahnungen?

Michael: Ich vergleiche es mit… Es ist wie eine Geburt. Weißt du, es ist wie ein Reifeprozess… es ist wie Kinder zu bekommen und sie groß zu ziehen und ihnen die Welt zu zeigen, und wenn sie einmal in diese Welt hinausgehen, sind sie auf sich gestellt. Also es ist, es ist sehr aufregend. Ich meine, man gewöhnt sich niemals zu sehr daran. Es ist, äh, ein unglaublicher Prozess. Aber man überlässt es Gott, so wie man es tut, wenn man ein Kind bekommt.

Anthony: Absolut. Wir werden schon mit Fragen deiner Fans aus dem Internet überschüttet. Wir haben Electric Eyes – er schreibt: “Michael, du bist in meinen Augen der größte Künstler aller Zeiten. Der wahre King of Pop, Rock und Soul.” Und er will wissen: “Welches Lied auf dem neuen Album gefällt dir am besten?”

Michael: Mein liebstes Lied auf dem neuen Album. Kann ich zwei aussuchen?

Anthony: Äh, ja, ich denke, das kannst du tun. Du kannst tun, was immer du willst.

Michael: Es wäre vermutlich Unbreakable… Ich nehme drei. Unbreakable, Speechless und The Lost Children.

Anthony: Erzähl uns von ein paar dieser Nummern. Du weißt schon, wie war die Arbeit … Ich meine, gab es besondere Gäste, oder hast du mit neuen Produzenten gearbeitet, oder wie du sie geschrieben hast. Du weißt schon, etwas, das uns Appetit macht.

Michael: Also, der Prozess des Song-Schreibens ist sehr schwer zu erklären, denn er ist sehr spirituell. Es ist … Es ist wirklich in Gottes Hand und es ist, als sei es schon geschrieben — das ist die Wahrheit. Als sei es schon ganz geschrieben, bevor wir geboren werden, und du bist wirklich nur die Quelle, durch die die Lieder kommen. Wirklich. Denn es gibt … Sie fallen dir einfach in ihrer Gänze in den Schoß. Du musst nicht viel darüber nachdenken. Und ich fühle mich manchmal schuldig, dass ich meinen Namen auf die Lieder schreiben muss, die ich — ich schreibe sie — ich komponiere sie, ich schreibe sie, ich mache die Begleitmusik, ich mache die Texte, ich mache die Melodien, aber es ist immer noch eine … Es ist eine Gottes Werk.

Anthony: Samantha aus Kanada hat uns gerade eine Frage geschickt. Sie würde gerne wissen: “Wie würdest du den Klang von Invincible beschreiben, und hast du andere Genres in das Album aufgenommen?”

Michael: Also, der Klang ist … Klangtechnisch versuchen wir immer sicherzugehen, dass wir, … ursprünglichen, detaillierten, …weißt du, den besten Klang haben, die besten Ingenieure, die besten verfügbaren Techniker. Und natürlich habe ich versucht, das Album zu einem Potpourri aus einfach wundervollen Melodien aller Stile zu machen. Denn ich glaube nicht daran, sich auf einen Musiktyp festzulegen. Ich denke, ein großer Künstler sollte in der Lage sein, in allen Stilen zu schreiben, in allen Formen, alle … alles von Rock bis Pop bis Folk bis Gospel bis Spiritual bis zu einfach wundervoller Musik, die jeder singen kann, vom irischen Farmer bis zur Dame die in Harlem die Toiletten putzt. Man muss es pfeifen und summen können, das ist das Wichtigste.

Anthony: Wenn du arbeitest, hörst du gerne viele andere Musik, oder hörst du Radio und kaufst vielleicht andere CDs? Oder willst du lieber alles ausschließen und dich konzentrieren, du weißt schon, ganz aufmerksam auf das, was du tust, wenn du arbeitest?

Michael: Ich … Ich weiß immer was los ist, im Radio und in den Clubs, denen die Leute zuhören. Obwohl Leute denken, ich lebe in Neverland — mental bin ich die ganze Zeit im Never Neverland — ich bin immer damit verbunden. Ich weiß immer, was in der Musikwelt los ist, die ganze Zeit. Nicht nur in Amerika, sondern international. Du weißt, in der ganzen Welt. Und wenn ich nicht arbeite, ich … ich bin nicht in … Ich denke nicht, dass ich von viel moderner Musik beeinflusst werde. Ich kreiere das, was in meinem Herzen ist. Sehr ursprünglich. Ich versuche so ursprünglich wie möglich zu sein. Ich sage nicht: “OK, ich werde einen großartigen R&B-Song machen, einen großartigen Pop-(song)…” Ich will einfach einen großartigeen Song machen.

Anthony: Als ob das Lied seine eigene Form annimmt.

Michael: Yeah. Ja.

Anthony: Amber schickt dir viel Liebe und fragt, ob es Dir Spaß gemacht hat, das “You rock my world”-Video zu drehen.

Michael: Ja, das hat eine Menge Spaß gemacht. Äh, es war … Wir blieben die ganze Nacht auf, was sehr hart war [kichert]. … es hat Spaß gemacht, es am Set durch richtig gute Lautsprecher laut zu hören. Das ist eines der Dinge, die ich am liebsten tue, die Musik richtig laut hören. Denn ich spiele Musik gerne laut… Wenn Du etwas über das Internet oder durch kleine Lautsprecher spielst, hat es nicht dieselbe Kraft (Effekt/“Punch“). Deswegen muss man es kaufen. Man muss diese CD kaufen, um diesen Effekt wirklich zu hören. Es macht einen großen Unterschied. Es ist nicht zu vergleichen. Die CD zukaufen, ist das beste. Es gibt keinen Vergleich… Man kann nicht alle diese Klänge hören, wenn man es auf einem kleineren System spielt.

chris tucker Michael You Rock My World

Anthony: Also, wenn du draußen am Videoset bist, kannst du es so laut aufdrehen, wie du willst?

Michael: So laut wie ich will.

Anthony: Sehr gut [lacht]. Gut, wir haben hier Michael Mathew aus Kanada. Er sagt: „Ich habe gerade Ghosts auf MTV gesehen. Wie immer, bist du unglaublich, Michael. Gibt es irgendwelche Pläne, Ghosts als DVD in Amerika zu veröffentlichen“?

Michael: Ja, es wird in Amerika vollständig als DVD erscheinen, und auch etwas vom Making of Ghosts. Und das war für mich eine der großartigsten Dinge, die ich je gemacht habe, denn es war seit langem ein Traum von mir etwas zu machen, das, du weißt..gruselig und zugleich komisch ist, und es enthält alle diese Elemente, es ist einfach Spass. Denn ich will die Menschen nicht so verängstigen, dass sie Angst haben schlafen zu gehen. Ich will auch einen kleinen Teil Humor mit dabei haben. Sowie in jedem Lachen eine Träne ist, weißt du? („Within the laughter ther’s a tear“) >Anmerkung: Michael bezieht sich auf ein Disney-Zitat: „For every laugh, there should be a tear.'< Es ist nur Spass, weißt du. Diese Geister, sie waren nicht wirklich beängstigend, sie waren witzig. Sie liefen an der Zimmerdecke entlang. Kleine Kinder lachten über sie. Sie waren witzig. …wir wollen niemanden verschrecken. Aber wir haben diesen fetten Mann, diesen Bürgermeister, zur Rechenschaft gezogen, weil er in mein Haus kam, einem privaten Anwesen und mich verurteilte. Du weißt…

Anthony: Absolut.Wir haben hier Cloudlee2000, der fragt: „Warum hast du das Album ‚Invincible’ genannt“?

Michael: Also Invincbile (unbesiegbar) ist ein… ich denke, es ist ein passender Name. So heißt auch einer der Songs auf dem Album und ich bin Künstler seit… nicht um mir jetzt selbst auf die Schulter zu klopfen, aber das Guinness Buch der Weltrekorde hat mich gerade nocheinmal aufgenommen, als den Künstler, der die längste Karriere vorzuweisen hat, denn seit ich ein kleines, kleines Kind war, bis heute, habe ich immer noch Nummer Eins-Hits, und… ich bin so stolz und geehrt, dass ich vom Himmel, oder von was oder wem auch immer, auserwählt wurde, unbesiegbar zu sein, und einfach immer weiter zu wachsen und, weißt du… den Menschen zu dienen. Es dient den Menschen mit wundervoller Unterhaltung.

Anthony: Eine der Volksweisheiten der Musikindustrie ist, dass Zuhörer keinen wirklich langen Atem mehr haben. Wenn ein Künstler zu lange weg bleibt, wandert das Publikum ab und wendet sich jemand anderem zu. Hat Dich das beschäftigt, eine Platte rauszubringen und Dir eine Weile Zeit zu nehmen, um an Invincible zu arbeiten, oder, äh, bist Du überzeugt, dass die Basis Deiner Fans immer noch da ist und so stark sein wird wie immer?

Michael: Ich… Nein, die Antwort auf Deine Frage ist, dass es mich niemals beschäftigt hat und ich nie darüber nachgedacht habe. Denn ich wusste immer, wenn die Musik wirklich großartig ist, oder ein Film wirklich großartig ist, wollen die Menschen es sehen oder hören. Egal, wie lange du weg warst, oder was immer es ist… Etwas Großes ist etwas Großes (greatness is greatness) und wenn du deine Sache, bei dem was du tust gut machst, wollen die Leute es hören, oder sie wollen es sehen. Es spielt keine Rolle, wirklich nicht. Solange du innovativ bist, ein Pionier, das ist das Wichtigste. Gib ihnen, was sie hören wollen.

Anthony: Slimslady 420 aus den USA schickt uns eine Frage: „Zu welchem Song auf Invincible hast du die persönlichste Beziehung“?

Michael: Ähm, Unbreakable.

Anthony: Erzähl ein bisschen über diesen Song. Du hast ihn jetzt schon ein paar Mal erwähnt, ich bin jetzt wirklich neugierig geworden. Was kannst du uns darüber erzählen?

Michael: Ich bin wahrscheinlich einer der weniger Menschen im Showgeschäft, die die Hochs und Tiefs von so, von so vielen unterschiedlichen Dingen durchgemacht haben. Ich bin durch die Hölle und zurück gegangen. Und ich bin immer noch in der Lage zu tun, was ich tun will und nichts kann mich aufhalten. Niemand kann mich aufhalten, egal was kommt. Ich höre auf, wenn ich bereit bin, aufzuhören. Du weißt schon, und ich will damit nur sagen, ich werde mich weiter vorwärts bewegen, egal was ist.

VIDEO 2:

Anthony: Nun haben wir hier Warful. „Arbeitest oder planst du an weiten Kurzfilmen für Invincible, besonders für die wirklich schnellen Songs, wie 2000 Watts, Heartbreaker, Unbreakable und Invincible“?

Michael: Absolut, und sie sagte… Wer auch immer das gesagt hat, benutzte mit „Kurzfilm“ das richtige Wort. Und genau das ist es, was wir aus ihnen machen wollen, Kurzfilme: Es soll einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende einer Geschichte geben. Um das Medium auf eine neue Ebene zu bringen. Absolut. Es gibt eine Art Sammlung, eine Enzyklopädie einfach großartiger Kurzfilme, die es für das Album zu machen gilt. Es ist sehr aufregend. Ich kann es kaum abwarten, Threatened zu machen. Das ist ein etwas gruseligerer, mit Rod Serling von der Twilight Zone. Ich kann es kaum abwarten damit anzufangen.

Anthony: Wir haben hier eine Frage von Napolian3, der sagt, dass sein richtiger Name George ist, und er schreibt: „Michael, ich denke dies ist dein stimmigstes und eindrucksvollstes Album seit Thriller. Oder sogar Off The Wall. Was sind für dich die Momente während der Aufnahmen der Songs für dieses Album, an die du dich am liebsten erinnerst“?

Michael: Die unvergesslichsten Momente waren, das war… von allen meinen Alben, würde ich sagen, war das hier das härteste. Denn ich war am härtesten zu mir selbst. Ich habe so viele Songs geschrieben, ich will nicht einmal die Zahl nennen, nur um… wie viele Songs sind da drauf, 16? Nur um auf diese 16 zu kommen, von denen ich denke, sie sind akzeptabel. Und… es ist das Album bei dem… Bei den anderen Alben hatte ich noch keine Kinder, also ich habe mir eine Menge Erkältungen eingefangen; ich war oft krank. Weil meine Kinder waren erkältet und dann bekam ich die Erkältung… Also mussten wir aufhören und wieder anfangen, und aufhören und wieder anfangen und… die ganze Zeit. Aber ich habe es sehr genossen.

Anthony: Also, wenn du dich selbst als hart im Nehmen während des Aufnahmeprozesses beschreibst. Wie geht das, also wie läuft dieser Prozess ab. Wenn du denkst, etwas ist nicht so, wie es sein sollte oder du vielleicht weißt, dass du es besser machen könntest, oder vielleicht etwas in eine neue Richtung lenken möchtest. Wie läuft das ab?

Michael: Wenn ich dir das ehrlich sage, weiß ich nicht, ob die Fans mich noch mögen [kichert]. Ich hatte Musiker, die wirklich sauer auf mich wurden weil ich sie buchstäblich manche Dinge hundert- oder tausendmal wiederholen ließ, bis es so war, wie ich es haben wollte. Aber dann, hinterher, rufen sie mich an und entschuldigen sich und sagen: „Du hattest absolut Recht. Ich habe noch nie besser gespielt, ich habe besser gearbeitet, ich habe mich selbst übertroffen“. Und ich sage: „So sollte es sein, denn du hast dich selbst unsterblich gemacht. Das bleibt für immer. Es ist eine Zeitkapsel.” Es ist wie Michelangelos Werk. Weißt du, es ist wie die Sixtinische Kapelle, es bleibt für ewig. Alles, was wir machen, sollte so sein.

Anthony: Um zu versuchen, es auf dem bestmöglichen Standard zu bringen, den es gibt.

Michael: Absolut.

Anthony: Jetzt fragt Sweetpea4286 fragt: „Gibt es auf dem neuen Album irgendwelche Überraschungen?“

Michael: Irgendwelche Überraschungen? „Oh Boy!“ Ich denke, es ist, was es ist, und du kannst es interpretieren, wie du willst. Ja, das ist alles, was ich darüber sagen kann. Das andere ist… wir werden vielleicht irgendwann ein paar Überraschungs-CD-Singles veröffentlichen – so etwas in der Art, ja. Aber in der Zukunft. Das wird noch kommen.

Anthony: Sehr gut. Ich wollte dich fragen … was Auftritte betrifft … und in letzter Zeit hast du einige Shows gemacht, du hast ein paar im Madison Square Garden gemacht, und du hast eine Show im RFK-Stadion gemacht, ein Wohltätigkeitskonzert, und offensichtlich, weißt du, .. Live-Auftritte waren das, was dich während deiner ganzen Karriere von Anderen unterschieden hat. Du warst jetzt eine Weile nicht mehr auf der Bühne. Ich frage mich, ob du ein bisschen darüber reden kannst, wie es war, wieder da draußen zu sein, vor einem Publikum, und wieder die Möglichkeit zu haben aufzutreten.

Michael: Es war… das ist schwer zu erklären. Es war ziemlich aufregend das Publikum zu spüren und es zu sehen und so herzlich von ihm akzeptiert zu werden …es ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Das ist es wirklich. Sie sind da, um dich zu unterstützen, und sie lieben dich, und wollen ihre Lieblingssongs hören und du stehst einfach da, und sie schenken dir einfach so viel Bewunderung und Liebe, und die Stimmung ist einfach voller Liebe.Es ist wundervoll. Es ist sehr emotional. Es rührt mich zu Tränen. Es ist wunderbar.

Madision Square 2001

Anthony: Ich erinnere mich, dass du in deinem Buch beschrieben hast, dass du dich auf der Bühne am lebendigsten fühlst, dass dies diese Momente sind, die dich am meisten vorwärts bringen.

Michael: Es ist so. Abseits der Bühne zu sein, ist schwierig für mich. Wenn ich auf der Bühne bin… Musik oder Gedichte zu schreiben und auf der Bühne zu sein, und Cartoons anzusehen sind meine liebsten Beschäftigungen auf der ganzen Welt. Das macht mich lebendig. Ich liebe das. Das ist es, was mich zu dem inspiriert, was ich tue, weißt du?

Anthony: Ausgezeichnet. Wir haben hier eine Frage von jemandem, der sich selbst The best Dancer in the world nennt. Nun, was das angeht, bin ich mir nicht so sicher, das müssten wir erst einmal testen. Aber wie auch immer, The best dancer in the world möchte wissen: „Michaeljackson.com sagte, dass JayZ mit dir auf dem neuen Album wäre. Ist das wahr“?

Michael: Nein, aber wir sprechen darüber in Zukunft was zusammen zu machen.

Anthony: Ist JayZ ein Künstler, dessen Arbeit du magst, hast du Zeit mit ihm verbracht? Wie ist dein Eindruck von ihm?

Michael: Ich denke, er ist exzellent. Er hat unglaubliche Rhythmen, Gegenrhythmen. Und er ist einfach einer der neun, zeitgenössischen Künstler, den die Kinder wirklich lieben. Er ist wirklich, wirklich großartig.

Anthony: Wir haben hier eine Frage aus Schweden. Tony aus Schweden schreibt: „Hi, Michael. Du bist der faszinierendste Künstler aller Zeiten. Ich liebe deine Musik. Möchtest duwieder touren und wirst du dann eine Welttour oder eine Europatour machen“?

Michael: Ähm, gee, wir haben darüber noch nicht ausreichend nachgedacht, aber … ich will nicht sagen, dass wir nicht daran arbeiten. Wir konzentrieren uns jetzt gerade auf eine Menge unterschiedlicher Dinge. Aber ich kann das noch nicht so genau sagen.

Anthony: Fein. Ich wollte noch fragen…

Michael: Aber weißt du was, in der nahen Zukunft, da bin ich mir sicher, wird so etwas kommen. In der nahen Zukunft.

Anthony: Die Leute sollten also ihre Augen bezüglich solchen Ankündigung offen halten. Wir haben eine Frage von Noria, er oder sie beschreibt sich selbst als einen 32 Jahre alten spanischen Fan, schreibt aus Los Angeles, und würde gerne wissen, ob du irgendwelche Pläne hast, einige deiner Lieder auf Invincible auf Spanisch oder irgendeiner anderen Sprache ausser Englisch zu veröffentlichen.

Michael: Gee, bis jetzt haben wir das nicht, aber das wäre eine großartige Sache. Wir haben das nicht abgeschrieben. Wir denken, es gibt einen großen Markt, also ist das eine großartige Möglichkeit.

Anthony: Besonders für jemanden wie dich, der eine so große internationale Anhängerschaft hat. Du weißt schon, viele Leute haben ihre Anhänger in England oder den USA, aber deine Anhängerschaft ist offensichtlich sehr international.

Michael: Danke schön.

Anthony: Erzähl ein bisschen… Eines der Dinge die eine Art kleine Sensation in diesem Jahr waren, war das Cover von Smooth Criminal durch Alien Ant Farm. Ich würde gerne wissen, ob das deine Beachtung fand, …. hast du es genossen, oder wie denkst du darüber?

Michael: Ich habe es gesehen und mich darin verliebt. Ich liebte es. Ich sagte, das muss einfach herauskommen. Sie wollten also meine Erlaubnis und ich sah es, hielt es für gut und gab ihnen ein „Triple A“, und sagte: „Legt los.“

Anthony: Fantastisch. Es muss für einen Songschreiber interessant sein, wie andere Leute die eigenen Songs neu interpretieren. Was ist das für ein Gefühl?

Michael: Es ist ein großes Kompliment. Es ist ein wundervolles Kompliment. Es gibt dir das Gefühl, es wert zu sein, und du weißt, dass deine Musik alle unterschiedlichen Generationen erreicht. Weißt du, all die unterschiedlichen…. jeder da draußen hört zu, und das macht mich sehr glücklich.

Anthony: Jetzt haben wir eine Frage aus Kanada. Gary, 19 Jahre, schreibt: „Mit welchen anderen Künstlern hast du für Invincible zusammen gearbeitet?

Michael: Mit welchen anderen Künstlern ich für Invincible zusammen gearbeitet habe…

Anthony: Gibt es da irgendwelche besonderen Gäste?

Michael: Oh ja, Carlos Santana. Er und ich, wir haben eine Art Duett gemacht. Er spielt die Gitarre und ich singe und es ist etwas, das wir geschrieben haben. Und es ist wirklich, wirklich einnetter Song.

Anthony: Kanntest du ihn schon seit Langem oder hast du ihn erst kürzlich kennengelernt?

Michael: Ich hatte ihn schon vorher getroffen, aber wir haben in der letzten Zeit sehr viel telefoniert. Nachdem er seinen Grammy Award gewonnen hatte sagte er in der Presse, dass er mich gerne treffen würde und er bereit wäre, mit mir zu arbeiten. Man hat mir das erzählt und ich habe ihn dann angerufen und er sagte, er würde das wirklich gerne machen, für ihn würde sich ein Wunsch erfüllen. Und er war der netteste Mensch. Er ist so nett und sehr spirituell. Ich empfand ihn als so bescheiden, also sagte ich zu mir, wir müssen das einfach machen.

Anthony: Und dann habt ihreinen Song zusammen geschrieben?

Michael: Ja, da gibt es einen Song, den ich mit zwei anderen Leuten geschrieben haben, und er war Teil davon, und… Whatever Happens.

Anthony: Okay… Wir haben eine Frage von Anicia: „Michael, bist du ein Fan von Chris Tucker?“ Er hat doch in deinem letzten Video mitgespielt.

Michael: Ich bin ein riesiger, riesiger Fan von Chris Tucker. Er bringt mich derart zum lachen. …Ich habe alle seine Filme gesehen, und er ist einfach ein lustiger Typ. Ich mag Leute, die dich zum Lachen bringen können ohne vulgär zu sein, oder schlimme Wörter zu benutzen. Für die Kinder, aus allen unterschiedlichen Bevölkerungsschichten und von überall auf der Erde, und er ist einfach ein lustiger Typ.

VIDEO 3:

Anthony: Wir haben eine weitere Frage aus Kanada. Tony, 17, aus Kanada schreibt: „Wie lange dauert es, bis du einen Song vom ersten Konzept zur endgültigen Aufnahme produziert hast?“

Michael: Also…

Anthony [lacht]: Ich denke, es variiert wahrscheinlich…

Michael: Yeah, es variiert. Und bei mir ist das wirklich anders als bei den meisten Künstlern, denn ich schreibe eine Anzahl Songs, vielleicht 5, 6, 7, oder 8 oder 10; dann verwerfe ich sie alle und fange wieder von vorne an. Also ist das eine schwierige Frage für mich.

Anthony: Ich frage mich, ob… gibt es einen spezifischen Song auf dem Album – sagen wir Invincible – wie lange… erinnerst du dich an die erste Inspiration für diesen Song und wie du dann vielleicht eines Tages sagen konntest: „Das ist es, jetzt habe ich ihn genau so hinbekommen, wie ich ihn haben wollte“?

Michael: Für Invincible?

Anthony: Hmhm.

Michael: Ähm… Ja. Ich erinnere mich daran, dass ich die Jungs zurück geholt habe um etwas innovativeres zu erschaffen… Weil wir nicht… das ist unser Ding, wir haben nicht,…eine Menge der Klänge auf dem Album sind keine Sounds, die von Keyboards stammen, …die schon dort hinein programmiert waren. Wir gehen raus und machen unsere eigenen Sounds. Wir schlagen auf Dinge, wir klopfen auf Dinge, niemand kann kopieren, was wir machen. Wir machen sie mit unseren eigenen Händen, wir finden Dinge, und wir kreieren Dinge. Und das ist das Wichtigste, ein Pionier zu sein. Innovativ zu sein.

Anthony: Absolut. Nun haben wir hier Vernay aus Newark, Delaware, schreibt: „Ich bin so begeistert von dem neuen Album, aber ganz besonders berührt hat mich Speechless. Wie wurdest du zu diesem Song inspiriert?“

Michael: Speechless wurde inspiriert von… ich verbringe viel Zeit im Wald. Ich mag es, in den Wald zu gehen, und ich liebe es, auf Bäume zu klettern. Meine Lieblingsbeschäftigung ist es, auf Bäume zu klettern. Hinauf in die Spitze eines Baumes und dann hinab zu sehen auf die Äste. Immer wenn ich das tue, inspiriert es mich zu Musik. Und dann sind da diese beiden süßen, kleinen Kinder, ein Mädchen und ein Junge, und sie sind so unschuldig; sie sind der Inbegriff von Unschuld, und einfach nur in ihrer Gegenwart zu sein, lässt mich mich total sprachlos fühlen, denn ich hatte das Gefühl, in das Antlitz Gottes zu sehen, wann immer ich sie sah. Sie haben mich zu Speechless inspiriert.

Anthony: Diese Antwort geht vielleicht auch schon in unsere nächste Frage über, welche lautet: „Woher bekommt du deine Inspiration, wenn du deine Songs schreibst. Bekommst du die Inspiration von vielen verschiedenen Dingen?“

Michael: Die besten Songs, die ich schrieb, haben sich selbst geschrieben. Du bittest nicht darum, sie fallen dir einfach in den Schoß. Dann gibt es da noch die Songs, die… die du quasi, ausbrütest. Weißt du, du pflanzt den Samen, überlässt sie dem Unterbewusstsein während du hoffst, dass etwas damit passiert, und meistens passiert es auch. Ich glaube nicht an das Konzept der Schreibblockade – das ist ein schlechtes Wort. Du erfindest es, wenn du es sagst. So etwas gibt es nicht. Wie jeder Maler oder Bildhauer, sie malen… sie machen ihre besten Arbeiten wenn sie 60 oder 70 Jahre alt sind. Fred Astaire machte seine besten Tänze, als er 70 war. Michelangelo arbeitete bis weit in seine Sechziger und Siebziger hinein, und er erschaffte brillante, geniale Werke. Aber im Musikbusiness haben manche dieser großartigen Künstler ihre Fähigkeiten verloren, weil sie sich bereits in frühen Jahren selbst missbraucht haben, sie trinken diese verrückten Dinge und schluckten Pillen… das ist einfach nicht gut… einfach keine gute Sache. Ich hasse es, das zu sagen und ich möchte niemand verletzen, aber wir sollten ein bisschen besser auf unseren Körper achten.

Anthony: Ja, ich denke viele Leute haben inzwischen begriffen, dass sie sich selbst kaputt gemacht haben. Weißt du. Viele Leute haben in den letzten Jahren darüber gesprochen.

Michael: Yeah.

Anthony: Jetzt haben eine Frage von Allen, der fragt, ob du glaubst, dass Rodney Jerkins und du einen neuen Sound für 2001 erschaffen haben.

Michael: Für den Song 2000 Watts?

Anthony:Er fragt: „Glaubst du, dass du mit Rodney Jerkins, natürlich dem Produzenten, einen neuen Sound für 2001 erschaffen hast?“

Michael: Für 2001?

Anthony: Ja.

Michael: Oh…. das wäre ein netter Gedanke, ja.

Anthony: Wie war es, mit ihm zusammen zu arbeiten. Wie habt ihr Typen euch getroffen und, du weißt…, wie lief das mit eurer Zusammenarbeit?

Michael: Er war dieser Typ der durch ganz Hollywood rannte und durch die Musikindustrie und zu jedem sagte, dass es sein Traum wäre, mit mir zu arbeiten. Dann sagte Carol Bayer Sager zu mir, in ihrem Haus – sie ist diese großartige Songschreiberin, die mehrere Academy Awards für ihr Songschreiben gewonnen hat: „Da ist ein Typ, mit dem ich zusammen gearbeitet habe. Sein Name ist Rodney Jerkins, er hat mich unter Tränen angefleht, dass er dich treffen möchte. Ich meine, warum nimmst du nicht das Telefon und sagst „hi“’ zu ihm.“ Und er kam noch an diesem Tag rüber und er sagte: „Bitte, es ist mein Traum, mit dir zu arbeiten. Gib mir zwei Wochen und ich zeige dir, was ich machen kann.“ Und… es endete damit, dass wir zusammen arbeiteten.

Rodney Jerkins

Anthony: Und was für Eindrücke hattest du von ihm? Was hat er mitgebracht? Was war dein Gefühl, was sein Beitrag war?

Michael: Was er beitrug war, dass er liebt, auf die gleiche Art und Weise etwas zu erschaffen, wie ich. Aber ich pushte Rodney. Und pushte und pushte und pushte ihn dazu, etwas zu kreieren… zu mehr Innovationen. Mehr Pionierarbeit zu leisten. Er ist ein echter Musiker. Er ist ein echter Musiker und er ist sehr hingebungsvoll und er ist wirklich loyal. Er hat Ausdauer. Ich glaube nicht, dass ich solche Ausdauer wie bei ihm, jemals zuvor bei jemandem gesehen habe. Denn du kannst ihn fordern und pushen, ohne dass er wütend wird. Ja, ich denke, er ist ein großartiger Typ, das ist er wirklich.

Anthony: Das ist ein großes Kompliment.

Michael: Und Teddy Riley ist auch einfach unglaublich. Er ist auch innovativ. Ich liebe es auch, mit ihm zu arbeiten.

Anthony: Und du hast natürlich auch schon in der Vergangenheit mit ihm gearbeitet.

Michael: Ja, er ist einer meiner Liebsten… als Mensch ist er einer der mir liebsten Menschen auf der Welt. Er ist einfach ein wirklich süßer, netter Typ, weißt du. Und Rodney ist sehr witzig. Du lachst den ganzen Tag, wenn du mit ihm zusammen bist. Er dreht seine Musik im Studio auf und fängt an, durch den Raum zu tanzen. Er ist lustig.

Anthony: Wir möchten euch noch einmal daran erinnern, dass ihr hier bei Getmusic seid. Wir sprechen mit Michael Jackson, dessen neues Album Invincible am 30. Oktober erscheint. Ihr könnt es auf Michaeljackson.com ausschecken. Ihr könnt es bei Getmusic vorbestellen. Nun haben wir hier eine Frage von ItsJackson, die in Wirklichkeit Rachel aus Connecticut ist. Sie fragt: „Gibt es irgendwelche neuen Tanzschritte, die du entwickelt hast, während du an deinem neuen Album gearbeitet hast?“

Michael: Das erstemal, dass ich an irgendeinem Album arbeite, pausiere ich mit dem Tanzen. Denn ich war einfach so vertieft und vernarrt, in das was ich tat; ich machte etwas, was sehr ungewöhnlich war. Aber sobald die Musik anfängt zu spielen, fange ich natürlich an zu tanzen. Aber… es ist so, dass es sich selbst erschafft, und während die Musik spielt, fallen mir neue Dinge ein. Aber das wird alles in der Zukunft in den neuen Kurzfilmen zu sehen sein. Ihr werdet es sehen… ihr werdet alle möglichen Arten von innovativen Dingen und Bewegungen sehen, die ihr noch nie zuvor gesehen habt. Wir gehen an Orte, an denen wir tänzerisch noch nie zuvor gewesen sind. Denn all diese Hiphop-Dinge, die jetzt gerade stattfinden, fangen an wie Aerobic auszusehen, das wird wirklich lästig.

Anthony [lacht]: Wir haben eine Frage von Simon, der… du weißt, du hast gerade all die Leute erwähnt, die mit dir arbeiten wollten. Er fragt: „Michael, mit wem würdest du gerne ein Duett machen, in der Vergangenheit oder der Gegenwart?“

Michael: Ähm…, wenn es in der Vergangenheit wäre, dann wäre es jemand wie, …ich würde sagen Sarah Vaughn oder Nat King Cole. In der Gegenwart – ich denke, … Whitney Houston ist brillant und Barbara Streisand hat eine wunderschöne Stimme. Weißt du, diese Art von Künstlern, sie sind einfach wundervoll.

Anthony: Was ist dein Eindruck von einigen der Künstler, die erst in den letzten Jahren in die Szene kamen, weißt du, wie Britney Spears und Christina Aguilara. Du weißt, junge Popstars, die offensichtlich sehr populär sind. Du weißt… Britney Spears hat ja an deiner Show teilgenommen, im Garden, was denkst du über sie?

Michael: Ich denke, sie sind wie eine neue Art, die sich jetzt entwickelt. Sie machen einen sehr guten Job. Und was mich noch viel mehr an diesen Künstlerinnen, wie Spears und Christina beeindruckt, ist, dass sie so zielstrebig sind. Ich habe gehört, wie sie arbeiten. Ich meine, sie arbeiten monatelang an einem Tanzschritt,… um ihn auszufeilen, weißt du. Ähm, sie sind einfach so zielstrebig. Und ich habe… ich habe Britney mehrere Male getroffen und sie ist sehr süß und bescheiden. Sie kam zu meinem Zimmer und wir haben uns stundenlang ganz ruhig unterhalten, und sie war einfach, ähm…wie eine Barbie-Puppe. Sie war sehr süß, sie war sehr freundlich.

VIDEO 4:

Anthony: Ich kann mir vorstellen, dass jemand wie du eine interessante und wichtige Quelle für sie ist, als jemand, der schon ein Star war, als du noch so jung warst und dann als… Ich glaube nicht, dass die Leute unbedingt verstehen, was für eine Art merkwürdige Realität das ist, bei all dem Beifall und dem Ruhm und der Aufregung, ein Kind zu sein und all diese Aufmerksam auf sich gerichtet zu wissen, das muss für dich auch irgendwie beängstigend gewesen sein. Hast du es auch so empfunden, so wie du es wahrgenommen hast?

Michael: Yeah, denn wo ich immer hingehe, verkleide ich mich, jetzt – aber jetzt kann ich das nicht, wegen, du weißt schon, wegen dem, was in der Welt los ist – also trage ich keine Verkleidung. Und die Leute… Sie spielen wirklich verrückt. Sie sind so glücklich, dich zu sehen. Sie glauben, sie kennen dich. Du musst auf sie reagieren, als würdest du sie kennen. Sie glauben, sie kennen dich persönlich. Meine Bilder hängen an ihren Wänden, weißt du, meine Musik läuft in ihrem Haus, also fassen sie dich an und umarmen dich und berühren dich und sie… Also antworte ich gewöhnlich auch mit Umarmungen und Küssen. Denn ich liebe… ich liebe… ich liebe meine Fans wirklich. Wirklich, wirklich, von ganzem Herzen. Das ist die volle Wahrheit. Ich liebe sie. Und diejenigen, die, ähm… Also, wenn wir in ein bestimmtes Land gehen und sie sind da draußen, und schlafen draußen auf der Straße, und ich werfe ihnen Kissen und Decken und alles zu. Und ich lasse ihnen von meinen Sicherheitsleuten Pizza kaufen, damit sie alle essen können, und besorge die Kerzen und… wir kümmern uns wirklich um sie. Sie sind sehr, sehr, sehr süß und unterstützend.

Anthony: Sam, der 20 Jahre alt ist und aus Texas hier in den Vereinigten Staaten kommt, fragt: „Wirst du Butterflies als Single veröffentlichen? Das ist einer deiner besten Songs.“

Michael: Butterflies ist die Single, die jetzt veröffentlicht wurde. Es ist jetzt eine Single. Sage ihm, dass ich ihm sehr danke.

Anthony: Großartig. Welche Pläne hast du noch, also wenn du… Als jemand, der eine Art Wegbereiter in Bezug auf Kurzfilme als Begleitung deiner Songs ist, konzipierst du diese Dinge die ganze Zeit über gedanklich, oder entscheidest du dich auf einer Schritt-für-Schritt-Basis, weißt du, „dies wird die nächste Single werden und ich will, du weißt schon, eine Art visuelles Statement abgeben, um sie zu begleiten“. Wie geht das alles vor sich?

Michael: Der Kurzfilm ansich?

Anthony: Ja.

Michael: Nun, ich lasse den Song im Wesentlichen selbst zu mir sprechen, und ich gehe in ein Zimmer und fange an, mir Notizen zu machen… Weißt du, ich spreche mit einem Autoren – wie Stephen King und ich, wir beide haben Ghosts – den Kurzfilm Ghosts – geschrieben, und wir haben einfach am Telefon damit begonnen, ihn zu schreiben, und ihn sich selbst entwickeln zu lassen und dann dahin gehen lassen, wo er uns hinführte. Aber wir versuchen auch sehr ungewöhnliche Dinge zu tun. Und es ist… es ist nicht so einfach, denn du musst das Timing dem Song anpassen, und du kannst dich nicht zu lange daran aufhalten, und die Umsetztung der Special Effects kann manchmal 5 Monate brauchen. Also ist es… es ist schon eine komplizierte Sache, und die Plattenfirma sagt:„Los, macht schon, macht schon, macht schon, wir müssen loslegen, wir müssen loslegen“. Das verstehe ich. Also versuchen wir das Beste zu erschaffen, was in der Zeit, die uns zur Durchführung zur Verfügung steht, möglich ist.

Anthony: Wir haben hier jetzt eine Frage von Helen aus Schottland: „Wenn du nur einen einzigen deiner Songs für den Rest deines Lebens performen könntest, welcher wäre das und warum?“

Michael: Ooh, das wäre wohl… wenn ich mehr wie einen auswählen könnte, so zwei oder drei?

Anthony: Yeah, ich denke, so weit können wir gehen.

Michael: Heal the World, Speechless, ähm, und das ist schwierig… Ich denke, ähm … huh… You are my Life.

Anthony: Somit hast du dich für die entschieden, die… die sozusagen die größten Botschaften enthalten, so scheint es mir.

Michael: Ja, denn der Punkt ist, dass sie sehr melodisch sind und eine großartige, wichtige Botschaft haben, die quasi unsterblich ist, die sich auf jede Zeit und jeden Ort beziehen kann, weißt du.

Anthony: Eines der Dinge, die ich dich noch fragen wollte ist, … wir hatten diese, du weißt schon, entsetzlichen Terror-Anschläge hier in New York City und Washington, DC. Was ist deiner Meinung nach die Rolle, die ein Künstler in dem Sog solcher Ereignisse spielen sollte. Weißt du, ich meine, du hast diese Benefiz-Show in Washington gemacht. Gibt es da mit Musik… du weißt schon, können Künstler etwas tun, was den Menschen dabei hilft, das zu überwinden, was für viele von uns eine sehr schwierige Zeit war?

Michael: Ja, du gibst etwas von dir selbst. Du gibst etwas von deinem Talent, deinen Fähigkeiten, von dem Talent, das dir vom Himmel geschenkt wurde. Deshalb sind wir hier, um die Möglichkeit für etwas Escapismus zu geben, in Zeiten, wo es gebraucht wird. Und wenn du ein Maler bist, malst du; wenn du ein Bildhauer bist, formst du; wenn du ein Autor bist, schreibst du; wenn du ein Songschreiber bist, dann machst du Songs; wenn du ein Tänzer bist, dann tanzt du. Du gibst den Menschen einfach etwas Liebe und etwas Glückseligkeit und etwas Escapismus, und du zeigst ihnen, dass du wirklich von ganzem Herzen besorgt bist und für sie da bist. Nicht nur aus der Distanz, sondern du zeigst ihnen, dass du dich wirklich sorgst. Weißt du, nimm den ganzen Weg auf dich und sei für sie da. Das ist, was ich und viele andere, die sich kümmerten und halfen, getan haben. Und es ist eine wichtige Sache.

Anthony: Wir haben hier jetzt eine Frage von Chili Boy. „Ich wollte schon immer wissen, wie kommst du auf einen Tanzschritt und wie lange dauert es, die Choreographie für einen Song zusammen zu stellen?“

Michael: Eigentlich gehe ich meistens in einen Raum und fange an zu tanzen, und… ich erschaffe den Tanz nicht, der Tanz erschafft sich selbst, wirklich. Wenn ich etwas mache und dann schaue ich mir das später an auf Band an und ich denke: „Wow, ich habe garnicht realisiert, das ich das getan habe.“ Es entstand durch die Trommeln. Du wirst zu… Beim Tanzen geht es um Interpretation. Du wirst… du wirst der Begleiter der Musik. Wenn du zum Bass in Billie Jean wirst, da konnte ich einfach nicht anders, als die Schritte zu machen, die ich mache wenn der Song beginnt, denn das ist, was er mir sagte. Weißt du, wenn ich mich umdrehe, eine Drehung mache, stoppe, meine Beine zur Seite bewege und dann den Kragen meines Hemdes aufstelle, dann ist das die Begleitung für diesen Augenblick.

billie jean

Anthony: Ich erinnere mich, diesen Moment im Fernsehen gesehen zu haben und es hat mich vom Stuhl gehauen. Es war so besonders.

Michael: Vielen Dank.

Anthony: Das war einer dieser wirklich großartigen, großartigen Momente.

Michael: Und das ist alles spontane Bewegung. Nichts in diesem Stück, in Billie Jean, war geplant, bis auf den Moonwalk. Alles andere war einfach improvisiert, wirklich.

Anthony: Wir haben eine Frage von SJChams: „Denkst du, du wirst noch ein Duett mit Janet machen?“

Michael: Ich würde es gerne! Es hängt von dem Song ab, von der Zeit. Denn sie in der einen Ecke der Welt ist, bin ich in einer anderen. Es ist ziemlich selten, dass sich unsere Wege kreuzen. Deshalb ist das nicht einfach, weil wir beide sehr beschäftigt sind. Aber es wäre sehr nett. Ich liebe es, mit ihr zu arbeiten. Sie ist wirklich sehr professionell und eine wunderbare Schwester.

Anthony: Ausgezeichnet. Hier haben wir Shik 33, der fragt: „Wer war dein Idol als du ein Kind warst?“

Michael: Ich war immer völlig verrückt nach… ich meine… in Indiana, als ich 5 Jahre alt war, ich habe geschlafen und es konnte spät in der Nacht sein, um 1 Uhr morgens, und ich erinnere mich, dass meine Mutter in mein Zimmer rannte und rief: „Wach auf, wach auf! James Brown ist im Fernsehen! James Brown ist im Fernsehen!“ Oder: „Sammy Davis Jr. spielt gerade“ oder „Fred Astaire! Sie zeigen gerade einen guten Fred Astaire-Film.“ „Gene Kelly läuft gerade!“ Und ich saß dann da, mit großen Augen war einfach… ich war völlig ehrfürchtig, und schaute nur zu. Und als die Videos herauskamen, hatte ich eine Sammlung. [kichert]

Anthony: Yeah, ich verstehe, du hattest eine aussergewöhnliche Sammlung alter Filme von all diesen Künstlern, die du mochtest und der musikalischen Performances der Künstler, die du bewundert hast. Erzähl uns was ein bisschen davon und von all dem Zeug was du hast, und das du dir gerne anschaust.

Michael: Oh, ich mag es, also bevor ich irgendetwas mache, egal in welcher Situation, liebe ich es zunächst einmal die gesamte Geschichte davon zu studieren, bevor ich den ersten Schritt in Richtung einer Neuerung mache. Ich liebe es all diese Vaudevillians zu studieren, die aus dieser Ära stammen, auch wenn sie noch gar kein Fernsehen hatten… aber sie sind dann später ins Fernsehen (in Fernsehproduktionen) übergegangen. Ich liebe Leute wie Jackie Gleason, Red Skelton, ich bin verrückt nach den 3 Stooges, alles von Walt Disney… Und was Performer betrifft, da liebe ich Anthony Newley, und – wie ich scghon sagte – Jackie Wilson, James Brown. Sie sind unbeschreiblich! Ich meine, als James Brown noch bei „James Brown and the Famous Flames“ war, da war er so unbeschreiblich, ich habe ihm zugesehen und geweint. Ich weinte während ich ihm zu sah. Ich habe niemals wieder eine Person so performen sehen, nie wieder.

Anthony: Es muss für dich außergewöhnlich gewesen sein, als du jung warst und Platten aufgenommen hast und einige deiner Idole treffen konntest, das muss eine sehr beeindruckende Erfahrung gewesen sein.

Michael: Oh, ja… das war es wirklich. Und sie sagen zu hören, dass sie mich unglaublich fanden, wo ich mein Leben lang gedacht hatte, sie wären die Besten. Das war das beste Kompliment, was ich bekommen konnte und mir könnte kein Award verliehen werden, der das übertreffen würde. Wenn Fred Astaire oder Gene Kelly, die ich sehr gut kenne, oder Frank Sinatra, mir erzählten, dass ich… dass sie dachten, ich sei erstaunlich und ich hätte eine erstanliche Karriere vor mir… Das sagten sie zu mir, als ich ein Kind war, denn sie waren meine Nachbarn. Sie lebten in meiner Nähe. Und ich fühlte mich sehr geehrt und glücklich, solche Worte von diesen Legenden zu hören.

Anthony: Das muss sehr ermutigend gewesen sein.

Michael: Ja, sehr.

VIDEO 5:

Anthony: Jetzt haben wir M.Agrice, die in Wirklichkeit Margaret aus den Niederlanden ist, eine 26 J. alte Frau, die fragt: „Stimmt es, dass du bei Men in Black II mitspielst, und wirst du einen Soundtrack für diesen Film aufnehmen?“

Michael: Ich denke nicht, dass wir einen Soundtrack machen werden, aber ich habe einen Gastauftritt, ein Kurzauftritt, in Men in Black II, und wir warten auch auf Teil III. Und es machte eine viel Spaß und war aufregend. Und es ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme… ich bin ein großer Men in Black-Fan. Ich liebe es sehr.

Mj Men In Black II

Anthony: Und wolltest du nicht auch… Also, soweit ich es verstanden habe, wirst du außerdem The Nightmare of Edgar Allen Poe machen. Kannst du uns ein bisschen davon erzählen?

Michael: Ja, das kommt jetzt. Es geht um den großartigen amerikanischen Autor Edgar Allen Poe.

Anthony: Ein eher furchteinflössender Typ…

Michael: Er ist sehr diabolisch, und sehr düster… Aber er war ein Genie und sein persönliches Leben war sehr interessant, und darum geht es, weißt du. Wie er war, weißt du… Was er durchmachen musste, um dieses geniale Werk zu erschaffen. Es ist eine großartige Geschichte. Und wo wir gerade dabei sind, ich möchte, dass die Fans wissen, dass alle Boulevardblätter verbannt werden sollten. Glaubt nichts, was ihr in einer Boulevardzeitung gelesen habt. Es ist Müll und es ist Schrott. Wir sollten die Tabloids verbrennen, einen großen Berg daraus machen und ihn anzünden.

Anthony: Das habt ihr hier aus erster Hand von Michael Jackson gehört.

Michael: Verschwendet eure Zeit nicht damit. Es ist dumm.

Anthony: Nun haben wir hier Rapmaster JA, der eigentlich Jason aus Illinois ist. Er schreibt: „Michael, du bist zweifellos der großartigste Künstler der Weltgeschichte. Wie machst du den Moonwalk. Das ist der coolste Tanzschritt, den ich je gesehen habe.“

Michael: Gee, das ist am Telefon schwer zu erklären. Ich liebe Bewegungen und Tanzen. Es ist wie gleichzeitig vorwärts und rückwärts zu laufen, aber laufen, sondern es ist, als wäre man auf einem Fließband. Und es ist schwer zu erklären. Wenn er hier bei mir wäre, dann könnte ich es ihm mit meinen Fingern oder meinen Füßen vormachen, aber so… Vielleicht kann er es am Ende des Jam-Videos sehen, wo ich versuche Michael Jordan Schritt für Schritt zu zeigen, wie es geht. Ich glaube, es ist das einzige Mal, dass ich das gezeigt habe.

Anthony: Jetzt haben wir hier Mark the Shark der fragt: „Wie machst du diesen Lean im Video zu Smooth Criminal ?“

Michael: Oh, der Smooth Criminal-Lean… Das passierte… es war mitten in den Dreharbeiten und es war nicht… ich habe es in genau diesem Augenblick choreographiert. Wir brauchten eine Stunde, um es auszuarbeiten. Es ist ein Special Effect, wir lehnen uns soweit vor wie wir können und den Rest macht das Fließband.

Anthony: Nun fragt Glenn aus Toronto, Kanada: „Fühlst du eine besondere, spirituelle Energie, wenn du auftrittst, fühlst du dich dann mit einer höheren Kraft verbunden? Denn das ist, was viele spüren, wenn sie dich live sehen.“

Michael: Genau das ist es, du bist mit einer höheren Quelle verbunden und du gehst einfach mit dem Moment und wirst eins mit dem Spirit. Ich will nicht religiös oder so klingen, aber es ist sehr spirituell… schon etwas religiöses, und es ist ein Geschenk Gottes und du gehst einfach mit. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass ich es bekommen habe. Und es ist eine Freude, Eins mit dem Publikum zu werden. Es ist dieses Einssein, weißt du?

Anthony: Ich habe mich daran erinnert, als du davon gesprochen hast, wie du deine Bewegungen ausarbeitest… zuzuhören wie… einfach der Musik zuzuhören und irgendwie damit zu verschmelzen. Weißt du, das hat so etwas wie ein wirklich mystisches Gefühl.

Michael: Danke.

Anthony: Jetzt hat uns Charlie eine Frage geschickt: „Auf welche Errungenschaft in deinem Leben bist du am meisten stolz?“

Michael: Oh Boy! Einer meiner größten Träume seit ich noch wirklich sehr klein war… Ich denke ich war etwa 7 Jahre alt – und ich kaufte mir immer das Guinness Buch der Weltrekorde. [kichert]. Du weißt schon, wie die Antwort lauten wird? Ich sagte: „Hmm, ich liebe es zu tanzen und zu singen. Und ich hoffe, eines Tages kann ich in diesem Buch sein.“ Und ich glaubte daran, dass es möglich ist. Und als dann Thriller das meistverkaufte Album aller Zeiten wurde und in das Guinness Buch der Weltrekorde aufgenommen worden ist, und… da gibt es noch weitere Auflistungen… sie haben mich jetzt in insgesamt 7 unterschiedlichen Kategorien verzeichnet. Das war die glücklichste Zeit meines Lebens. Ich war so glücklich.

Anthony: Auf was führst du diese Ambitionen und Möglichkeiten zurück, die du als Kind empfunden hast? Weißt du, ich denke, es ist manchmal schwierig für die Leute nachzuempfinden, wie du… also, du warst als Kind offensichtlich nicht sehr reich oder kamst aus ausgefallenen Verhältnissen, aber trotzdem warst du in der Lage dir ein erfolgreiches Leben auszumalen. Auf was führst du das zurück?

Michael: Ich schreibe das meinen Eltern zu, die uns immer beigebracht haben, ausdauernd zu sein und an dich selbst zu glauben, Vertrauen zu haben, bei was auch immer du tust. Auch wenn du den Boden wischst oder Wände streichst, mach es besser als jeder andere auf der Welt, egal, was du tust. Sei der Beste darin, und habe Respekt anderen gegenüber, und sei stolz auf dich… und anerkennend, sei anerkennend, weißt du…

Anthony: Absolut. Nun, du machst schon seit langer Zeit Alben, du bist in der Musikszene seit vielen Jahren eine Macht. Was denkst du, sind deiner Meinung nach die größten Veränderungen in der Musik, die du wahrgenommen hast?

Michael: Die größten Veränderungen?

Anthony: Ja, was hat sich in der Musikindustrie geändert oder… an der momentan aktuellen Musik selbst. Was ist anders?

Michael: Nun, ich glaube… ich glaube nicht, dass die Leute gedacht haben, dass sich Rap-Musik so lange halten würde. Und sie hat Entwicklungen durchmacht – sie ist jetzt melodischer, akzeptabeler, denn Melodien werden niemals sterben. Und der Rhythmus… die Dinge sind jetzt ein bisschen rhythmischer. Denn die Leute wollen tanzen. Das ist Teil der menschlichen Beschaffenheit; Teil unseres biologischen Seins. Unsere Zellen tanzen, wenn wir Rhythmen hören. Du kanst das sehen… ein einjähriges Kind wird anfangen sich zu bewegen, wenn es Musik hört. Woher wissen sie, wie man sich so bewegt? Weil das biologisch ist. Es ist nicht nur ein Hören durch die Ohren, es ist Fühlen, weißt du. Und wenn man Musik spielt; das Gras und die Bäume und die Blumen… sie werden alle von Musik beeinflusst. Sie werden schöner und viel lebendiger in ihrem Wachstum. Musik ist ein sehr wichtiger und mächtiger Stoff, und alle Planeten des Universums machen Musik. Man nennt das Musik der Sphären. Sie erzeugen alle einen unterschiedlichen Ton; sie erzeugen Harmonien. Sogar jetzt, wo wir sprechen gibt es Harmonieen im Universum.

Anthony: Jetzt haben wir eine Frage aus Holland, Famke aus Holland schreibt: „Ich liebe die Special Editions von Off The Wall, Thriller, Bad und Dangerous“…sie liebt dich… und fragt: „Warum ist Invincible… Warum wird Invincible in verschiedenen Farben erscheinen?“

Michael: Weil wir wollten, dass die Fans Spaß damit haben, sie zu sammeln, und… Es ist eine limitierte Auflage, denke ich. Und diese Alben, die liebe die würde ich auch fünf Mal kaufen, selbst wenn sie das gleiche Cover hätten… ich würde es fünf Mal kaufen, nur weil ich das Album so liebe. Also, jetzt stell dir mal vor, sie würden eine andere Farbe haben oder die Farbe wechseln, dann würde ich es noch fünf Mal kaufen. Wir wollen einfach, dass die Fans Spaß haben mit den Farben und den Bildern… einfach um etwas anderes auszuprobieren. Deswegen haben wir das gemacht.

VIDEO 6:

Anthony: Jetzt haben wir hier TJ, 17 und von Australien und er möchte dir sagen: „Du bist immer noch mein Held“, und fragt: „Wie erklärst du deine Fähigkeit, so viele Menschen überall auf der Welt zu inspirieren?“

Michael: Ich tue einfach, was ich tue und ich liebe es, das zu tun. Und ich liebe Kunst. Ich liebe alles, jede Form von Kunst. Und wenn sie dadurch inspiriert sind, dann fühle ich, dass ich… ich bete, dass ich meinen Job mache, wofür ich hier auf der Erde bin. (Denn ich liebe die Fans, ich liebe die Kinder, ich liebe die Babys, und das gibt mir meine Inspiration, die Kinder, die Babys, die Fans. Ich liebe sie sehr.)

Anthony: Michaela aus Pennsylvania, 14 Jahre alt, schreibt: „Michael, ich bin erst 14, aber ich ein Fan, seit ich 10 war. Du hast so viel mehr erreicht als jeder andere Künstler. Ich frage mich nur, wenn du eine Sache in deinem Leben ändern könntest, was würdest du ändern?“

Michael: Ich wünschte, ich wäre in der Lage, in die Öffentlichkeit zu gehen und manchmal einfach nur normal sein zu können, ohne dass die Leute erkennen wer ich bin, und ein bisschen von dem Gefühl zu bekommen, wie es ist, du weißt schon, Teil des ganz Normalen zu sein. Zu sehen, wie Dinge gemacht werden; zu erfahren worüber Leute reden, wenn sie sich einfach nur normal unterhalten. Sobald sie erkennen, es ist Michael Jackson, ändert sich die Art der Unterhaltung; dann geht es nur noch um mich und nicht mehr um die eigentliche Situation, den Moment, um das, was in dem Moment passiert. Davon würde ich viel lernen. Ich kann soetws nicht erfahren, solange ich mich nicht verkleide und mir eine Menge Sachen anziehe, und dann starren sie mich an, denn auch dann ist es anders, es ist auch dann nicht das selbe. Deshalb ist das sehr schwierig. Sag ihm, dass das eine großartige Frage war, die er gestellt hat.

Anthony: Das ist wirklich eine interessante Frage. Wir haben aber auch eine genauso interessante Antwort. Jetzt haben wir Greg aus Glasgow, Schottland, der wissen will: „Wann hast du geplant, den Charity-Song What More Can I Give zu veröffentlichen?“

Michael: Nun … wir nehmen gerade die letzten Stimmen auf und er wird sehr, sehr bald erscheinen. Wir stellen ihn gerade zusammen; die letzten Feinarbeiten. Es ist ein sehr wichtiger Song für die Welt. Etwas Heilsames zu geben, etwas Liebe und etwas Fürsorge für die Menschen, die plötzlich zu Waisen wurden, …. oder die innerhalb von Sekunden ihre Eltern und geliebten Menschen verloren haben. Verstehst du?

MJ 2001 What more can I give 1

Anthony: Absolut. Auf welche Dinge freust du dich? Was sind deine Hoffnungen für das neue Jahr. Wir nähern uns dem Ende des Jahres, du hast ein Album, was herauskommt, wir hatten eine Menge Tragödien und Krisen, die wir alle mit ansehen mussten. Jeder versucht, weiter guten Mutes zu sein. Wenn du über 2002 nachdenkst, welche Dinge gehen dir durch den Kopf?

Michael: Ähm, Film. Ich liebe Filme. Mehr Filme zu machen, um die Songs mit den Filmen zu verflechten. Tanzen. Und mehr Frieden für die Welt. Ich bete ständig für Frieden. Und das Allerwichtigste wofür ich bete, ist Schutz für Kinder und Babys. Das ist die Sache, die mich am meisten besorgt, ich möchte, dass sie beschützt werden und dass wir mehr Rechte für Kinder auf der Welt haben, …dass es einen Tag für Kinder gibt; einen Feiertag für Kinder. Gebt ihnen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Liebe.

Anthony: Jetzt schreibt uns Sergei aus Russland: „Michael, sing a-capella für uns.“

Michael [lacht]: Weißt du was, ich würde es wirklich gerne tun. Aber ob du es glaubst, oder nicht, ich habe seit diesem Interview hier Schnupfen; ich bin mit einer Kehlkopfentzündung aufgewacht, ich habe mir am Tag zuvor von den Kindern eine Erkältung eingefangen. Meine Kinder waren krank und ich habe mir ihre Erkältun eingefangen. Also, sag ihr, ich würde es sehr gerne tun, wenn ich ihre Stadt besuche, für ein Konzert. Und Speechless beginnt mit einem a-capella Intro, auf dem Album, der Song Speechless. Es ist einer meiner Lieblingssongs.

Anthony: Der beginnt mit einem a-capella Teil?

Michael: Er beginnt und endet a-capella.

Anthony: Jetzt haben wir hier eine Frage von Karen, die sagt, dass du ihr geholfen hättest, seit sie ein kleines Kind war. Du bist immer jemand gewesen, der sich um andere Menschen sorgt; der sich um die Kinder auf der ganzen Welt zu kümmert. „Was können wir für dich tun?“, fragt sie sich. „Wir geben dir all unsere Liebe, aber was können wir dir noch geben?“ Offensichtlich einer deiner großartigen Fans.

Michael: Wenn ich in die Stadt komme, würde ich es sehr lieben, ein Kinderfest zu sehen, Kinderchöre zu hören, ähm… dass sie, wenn ich in verschiedene Länder komme, ihre Lieblingssongs von mir singen. Wir sollten nachdrücklich daran arbeiten, einen Kindertag zu kreieren, ein internationales Fest, zu Ehren der Kinder. An dem Eltern ihre Kinder ins Kino mitnehmen oder in ein Spielzeuggeschäft oder in den Park. Und das alleine wird eine Verbindung schaffen. Denn die Familienzusammengehörigkeit ist zerbrochen. Sie essen nicht mehr mit ihren Kindern, und sprechen nicht mehr viel mit ihren Kindern, oder bemuttern ihre Kinder. Und ich würde es lieben, einen Feiertag für Kinder zu sehen. Ein Kindertag, ein Feiertag. Wir haben Muttertag, Vatertag – keinen Kindertag. Und ich würde es lieben, sie singen zu hören, wenn ich eine Stadt käme, oder eine Parade machen oder so etwas. Das würde ich wirklich lieben.

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Anthony: Michael, wir haben noch eine letzte Frage. Es war eine großes Vergnügen, mit dir zu sprechen. Wir haben hier Emanuel, 16 Jahre, aus den USA.: „Mr. Jackson, was würden sie zu all ihren Fans sagen, die Träume und Ziele haben ein Star zu werden, so wie sie selbst?“

Michael: Egal was kommt, die machtvollste Sache der Welt ist das menschliche Bewusstsein und Gebete, und glaube an dich selbst und habe Vertrauen und Beharrlichkeit. Egal, wie oft du es tun musst, tu es solange, bis es richtig ist. Und glaube immer an dich selbst. Und egal was oder wer um dich herum negativ ist oder dich mit negativer Energie bedrängt, du musst das völlig abblocken. Denn an was auch immer du glaubst, du wirst es werden.

Anthony: Es wird gesagt, dass die Sache, die die Leute am meisten beeinflusst, oder wie du wirklich sagen kannst, dass jemand ein erfolgreiches Leben hatte, die Art und Weise ist, wie sie mit Erfolg umgehen oder die Art wie sie mit Fehlern und Herausforderungen umgehen. Das klingt sehr wie das, was du sagst.

Michael: Ja, und bei all dem ist das Allerwichtigste – wirklich Allerwichtigste: Bleib bescheiden. Die Bescheidenheit, die ein Kind, die ein neugeborenes Baby hat. Selbst wenn du mächtig wirst oder Macht über Menschen hast mit deinem Talent… so wie es Michelangelo mit der Bildhauerei tat, weißt du, trotz allem, sei so bescheiden wie ein Kind, wie ein Baby, und sei genauso nett und gebend und liebend. Werde nie eingebildet vor Stolz.

Anthony: Ich denke, wir können noch eine letzte Frage bringen, von jemandem, der sich Invincible103 nennt: „Halloween steht vor der Tür. Hast du Pläne, dich zu verkleiden? Planst du eine Halloween-Party?“

Michael: Oh.. nein. Ich möchte eigentlich nur zum „Trick or Treat“ gehen. An in paar Türen klopfen und etwas Süßes bekommen. Ich liebe „Trick or Treat“. Das ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich liebe es, mich als Monster oder so etwas zu verkleiden und an die Türen zu klopfen. Niemand weiß, dass ich es bin und ich bekomme Süßigkeiten.

Anthony: Also, wenn Michael Jackson vor eurer Tür auftaucht, Leute, stellt sicher, dass ihr ein paar schöne Sachen für ihn da habt.

Michael: [lacht]

Anthony: Michael, es war eine große, große Freude mit dir zu reden. Eine Menge Spaß, und jeder wünscht dir das Beste mit deiner neuen Platte. Wir freuen uns alle darauf.

Michael: Ich danke dir vielmals und Gott segne dich. Vielen Dank.

Anthony: Ich danke dir.

…………………………………………………………………………………………..

Quellen: engl. Script: http://www.allmichaeljackson.com/interviews/onlineaudiochat.html  

–  http://www.mjjackson-forever.com/index.php?page=Thread&threadID=383 

– http://www.jackson.ch/online.htm

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