Vincent Paterson, ein enger Mitarbeiter von Michael Jackson, spricht in einem Podcast-Interview über sein Leben und seine Zusammenarbeit mit Michael Jackson. Er hat entscheidende Rollen in Jacksons Karriere, von Choreografien bis zur Regiearbeit bei Live-Auftritten, gespielt und mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet. Paterson teilt seine faszinierende Karriereentwicklung von einem Kind aus „Nowheresville“ am Delaware Fluss zu einem vielseitigen Künstler, der sogar eine positive Konzertkritik vom Papst erhielt.
Q (The MJCast): Heute möchten wir etwas sehr Cooles mit euch teilen.
Jamon (The MJCast): Ja, genau. Wir haben ein Interview mit einem sehr engen Mitarbeiter Michaels, dem großartigen Choreografen mit dem Namen Vincent Paterson. Es gibt eine Dokumentation über ihn mit dem Titel „Der Mann hinter dem Thron“ (The Man Behind the Throne), und ich denke, das ist genau der richtige Ausdruck, um ihn zu beschreiben. Er ist ein Typ, der in Michaels Karriere nicht ständig im Scheinwerferlicht steht, aber er spielte bei vielen visuellen Aspekten von Michaels Kunst eine absolut wichtige Rolle.
Q: Und ich denke, er hinterließ einen großen Fußabdruck in der Popkultur.
Jamon: Auf jeden Fall.
Q: Ja, also ich denke, wir sollten mit der Show beginnen.
Jamon: Ja, lass uns anfangen!

Q: Willkommen bei The MJCast! Ich heiße Q und heute bin ich hier mit Jamon Bull. Wenn die Leute über Michael Jacksons Karriere sprechen, werden einige Namen oft erwähnt: die Studio-Genies Berry Gordy, Quincy Jones und Bruce Swedien. Ich denke, ein Name sollte bei dieser Aufzählung auch dabei sein, weil er genauso wichtig ist: Choreograf und Regisseur Vincent Paterson.
Jamon: Ja genau. Vincent Paterson begann seine Karriere mit Michael, als Assistent-Choreograf und Tänzer in den Kurzfilmen zu „Beat It“ und „Thriller“, bevor er das zeitlose Meisterstück „Smooth Criminal“ choreografierte. Auch bei anderen visuellen Meisterwerken, wie „Black or White“, „The Way you Make me Feel“, „Dirty Diana“ und „Blood on the Dancefloor“, spielte Vincent Paterson eine entscheidende Rolle. Aber seine Mitarbeit bezog sich nicht nur auf die Kurzfilme. Durch seine Regiearbeit und Choreografie der Bad World Tour, Michaels Super Bowl Performance und des MTV 10th Anniversary Specials, war er zudem wesentlich an Michaels Live Performances und seinem ikonischen Status in der Pop-Kultur beteiligt. Vincent war ein wichtiger Mitarbeiter bei Michaels Performances und heute werden wir über seinen Werdegang sprechen. Danke Vincent, dass du uns bei The MJCast besuchst.
Vincent Paterson: Danke euch. Es ist mir eine Freude, hier zu sein und das war wirklich eine nette Einführung. Als ob meine Vergangenheit im Schnelldurchlauf an meinen Augen vorbeigezogen wäre. (lacht)
Q: Das war höchstens ein Kratzen an der Oberfläche, denn du hast mit so vielen unglaublichen Künstlern zusammen gearbeitet, wir könnten hier zwei Tage am Stück sitzen, und nur die Leute aufzählen, mit denen du gearbeitet hast.
Vincent Paterson: Wo ich die großartige Möglichkeit hatte, das zu tun. Oh ja. Vielleicht eine ganze Woche lang, wer weiß?
Q: Ja wirklich! Nenn einfach ein paar Namen. Also, du hast mit Madonna gearbeitet. Und auch mit Miss Piggy, was auch sehr cool ist.
Vincent Paterson: Das stimmt ganz genau. Da gibt es so viele wunderbare Leute auf der Liste. Deshalb liebe ich mein Leben. Ich bin in der Welt der Schauspielerei genauso zu Hause, wie in der Welt des Tanzes … diese alten Leute, an die wir uns erinnern, oder von denen wir Bilder sehen, wie Bette Davis und Olivia de Havilland und Lucille Ball, all diese verrückten Frauen. Und die ganzen Pop-Stars der 80er-Jahre, von Diana Ross über Olivia Newton John, Billie Joel, Lionel Richie, alle Beatles außer John. Oh mein Gott … so geht es immer weiter. … Und natürlich Antonio Banderas, der Film „Evita“ und die ganzen Leute, die in „The Birdcage“ mitspielten. Und Robbie Williams, Nathan Payne, Dianne Wiest, Gene Hackman, es ist einfach … ich kann gar nicht glauben, dass ich das bin. Ich fühle mich irgendwie von all dem getrennt, weil ich doch nur dieses Kind aus „Nowheresville“ am Delaware Fluss war, wo es nur Ölraffinerien gab, und jetzt ist mein Leben künstlerisch so ausgefüllt. Aber da ich aus dieser Gegend kam, wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen, dass mein Leben sich so entwickeln könnte.
Q: Nun ja, du hast sogar einmal eine – nennen wir es Konzert-Review – von Papst Johannes Paul II. bekommen?
Vincent Paterson:(lacht) Weißt du, was lustig ist? Irgendwann sah ich einen Horrorfilm, den Namen habe ich vergessen, aber der Vorspann enthielt ein Zitat von Papst Johannes Paul II., es war etwas wie „Hüte dich vor dem Teufel, denn der Teufel lebt in der Welt“, und ja, du hast recht. Der Mann muss teuflisch verrückt gewesen sein, denn diese Review vom Papst war die beste, die ich je bekam, sie bezog sich auf die Regie und Choreografie der „The Blonde Ambition Tour“. Ich hätte Satan zurück in die Welt gebracht und ich dachte nur, „Oh mein Gott! Ich wusste gar nicht, dass ich diese Macht habe!“ (Lacht) Da bin ich einfach nur dieser Typ, der für irgendetwas Regie führte und choreografierte, einfach nur eine gute Zeit hatte, und dann stellt sich heraus, dass ich Satan zurück in die Welt brachte … man kann nie wissen, oder?
Q: Ich musste das einfach erwähnen. Schon als ich den Trailer zu deinem Film sah, dachte ich, „das muss ich erwähnen!“ Diesen Ruhm können nicht viele Leute für sich beanspruchen.
Vincent Paterson: Das ist richtig.
Q: Wow. Du hast erwähnt, dass du in der Nähe des Delaware Flusses aufgewachsen bist. Erzähl uns deine Geschichte. Wo hast du angefangen? Was sind deine ersten Erinnerungen an Tanz und Tanzen?
Vincent Paterson: Also, ich habe gar keine Erinnerungen an das Tanzen, denn ich habe, bis ich 24 Jahre alt war, überhaupt nicht getanzt, aber …
Q: Wow!
Vincent Paterson: Meine Jugend war nicht einfach, ich musste eine Möglichkeit finden, dem zu entkommen. Ich war das älteste von fünf Kindern, und ich wusste, wenn ich nicht irgendeine Beschäftigung finde, würde ich mich noch umbringen oder so etwas. Als ich etwa 14 war, kam ich zufällig zum Theater – und ich liebte es, die Möglichkeit zu haben, zu schauspielern und mich in all diese Rollen hineinzuversetzen, die mich weit von meiner eigenen Realität fortbrachten. Ich tat es während der gesamten Highschool Zeit – und ich war relativ gut in der Highschool. Deshalb konnte ich weiter aufs College gehen. Meine Familie war arm. Sie konnten nie dafür bezahlen, aber ich bekam Stipendien, weil ich gute Noten hatte – ich war das, was man in der Highschool „Superhirn“ nannte. Also, ich ging dorthin und dachte, ich würde vielleicht einmal Anwalt. Ich dachte, auf diese Art könnte man viel Geld verdienen. Aber wie ein Idiot kam ich zum Theater und wurde Schauspieler und Regisseur. Ich ging aufs Dickinson College in Pennsylvania, ein wunderschöner Ort. Eine alte Schule, wunderschön. Dann ging ich nach Arizona, denn ich hatte in Philadelphia in einem Stück von Jean Genet mitgespielt, und mich entschlossen, irgendwo hinzuziehen, wo es warm war. Ich hasste die Kälte. Während meiner Kindheit sagte ich immer, „Wenn ich erwachsen bin, gehe ich nach Kalifornien.“ Niemand aus meiner Familie war jemals weiter als 15 Meilen (ca. 24 km) von zu Hause fort gewesen, deshalb dachten alle, ich wäre übergeschnappt. Aber ich setzte mich ins Auto und fuhr los, und kam im Sommer nach Tuscon, Arizona, und dort hatte es 30 Grad oder so …
Jedenfalls war es wunderbar, auch im Januar, was bei uns der Winter ist. Also blieb ich da und jeden Tag, wenn ich zur Arbeit ging, kam ich an einem Ballett-Studio vorbei und dachte mir, „Eigentlich bin ich ein richtiger Theater-Maulwurf. Ich habe noch nie wirklich trainiert. Ich muss trainieren.“ Ich ging also in dieses Studio und fragte nach Kursen für Erwachsene. „Nein, das haben wir nicht, aber Kurse für Teenager.“ „Ok“, dachte ich, „was soll’s, ich mach’ es einfach“. Ich besuchte den Teenager Ballett-Kurs. Ich lieh ich mir aus der Bücherei diese Bücher über Nureyev oder Balanchine oder Baryshnikov aus, und weil ich im Kurs miserabel war, aber Schauspieler, stellte ich mir im Ballett-Kurs vor, einer dieser Leute zu sein. Wenn ich die Bewegungen aus der Rolle eines dieser Charaktere anging, begann mein Körper die Sprache der Bewegung zu verstehen – und so begann es. Und ich war 24, als ich damit anfing, und mit 28 hatte ich mich entschieden, dass es genau das war, was ich tun wollte und zog nach LA. Das war dann die Chance meines Lebens.
Jamon: Wow, sehr beeindruckend. Danke, dass du uns deine Geschichte kurz erzählt hast. Könntest du uns ein paar deine Inspirationen im Bereich des Tanzes verraten?
Vincent Paterson: Also, da ich ja nicht aus der Welt des Tanzes kam, war Tanz auch nicht das, was mich inspirierte. Das Theater inspirierte mich! Filme inspirierten mich! Großartige Fotografie inspirierte mich! Ich war schon erwachsen, als ich zum Tanz kam, und da, wo ich herkam, tanzte niemand. Tanz war gar kein Thema. Es war eher so, dass man gesagt hätte, du wirst dir die Beine brechen, wenn du einen Tanzkurs besuchst. (lacht) Also Tanzen war da, wo ich herkam, wirklich nicht Teil des Lebens der Leute, glaubt’s mir. Da arbeitete man in Ölraffinerien, Beerdigungsinstituten, auf Bowlingbahnen oder in Pizzabuden. So war das da, wo ich aufwuchs.
Q: Ein wahrer Billie Elliot.
Vincent Paterson: Du hast es erfasst. Genau wie bei Billie Elliot, außer, dass ich mit 12 Jahren noch keine Tanzkurse besuchte. Wie auch immer … der erste Tanz, den ich sah, war die Alvin Ailey’s Company und dort sah ich eine hervorragende schwarze Tänzerin namens Judith Jamison, die „Cry“, einen von Alvin Ailey choreografierten Tanz tanzte. Sie trug ein weißes Kleid und es war ein Solo, und ich war in Philadelphia, um meine Familie zu besuchen und es war einfach unglaublich. Es war so wundervoll. Es berührte mich so tief und es war wohl der Beginn meines Weges, herauszufinden, was es mit dieser „Tanz-Geschichte“ auf sich hat. Danach sah ich mir einige alte Musicals an, denn meine Familie war nie ein Fan von Musicals oder etwas in der Art und wir gingen ganz bestimmt auch nie ins Theater. Wir wussten nicht einmal, wo ein Theater war. Ich begann also damit, alte Fred Astaire Filme anzusehen, oder Gene Kelly Filme und ich hielt sie für fantastisch. Auch Bob Fosseys Arbeiten in diesen Filmen aus den 1940er und-50er Jahren. Und mir gefiel, was er mit Jack Cole und Marilyn Monroe machte in „Gentlemen prefer Blondes“. All das war hochinteressant. Als ich dann in LA Tanzkurse besuchte, hatte ich das Glück, großartige Lehrer zu haben, die mir eine große Bandbreite an Bewegungen vermittelten. Ich studierte all das, was man jetzt „Contemporary“ (zeitgenössisch) nennt, – damals hieß es nicht so – bei zwei Leuten namens Bill und Jacqui Landrum, einem Ehepaar. Sie waren fantastisch. Ich lernte Jazz von Michael Peters, der, wie wir wissen, ein großartiger Choreograf ist, und dessen Mentor, Lester Wilson, der in gewisser Weise der Urheber vieler der Bewegungen war, die Michael inspirierten. Lester machte auch viele Sachen für einige berühmte Frauen: Diana Ross und eine Frau, die ich nie kennenlernte, aber sie heißt Lola Falana. Eine schwarze Frau, fabelhaft und sexy, und sie machte viele Sachen in der Art von Jack Cole oder im Stil Marilyn Monroe. Das waren also meine Lehrer. Ich lernte modernen Tanz, Ballett, Flamenco und ein klein wenig Stepptanz, nicht wirklich viel. Streetdance war gerade erst am Entstehen, als ich mit meinen Kursen aufhörte und mit Choreografieren begann, deshalb nahm ich nicht allzu viel von dieser Technik auf, nur ein wenig von den Anfängen. Zu der Zeit hatte ich entschieden, dass ich genug gelernt hatte und eigentlich choreografieren und Regie führen wollte. Sinngemäß war es so, dass ich nie Schauspieler sein wollte, sondern Regisseur.

Q: Für mich hat diese Antwort jetzt einige Dinge erklärt. Da Tanz etwas sehr Visuelles ist, und dann zu hören, dass deine Inspirationen auch vom Theater und Film stammen, erklärt, warum einige deiner Stücke so einprägsam und theatralisch sind, so ganz anders. Deshalb vielen Dank für deine Antwort. So fügt sich alles zusammen, unglaublich, das zu hören.
Vincent Paterson: Oh, sehr cool.
Q: Wie ging es mit deiner Karriere dann weiter? Wie alt warst du und wie kam es dazu, dass deine Karriere einige der bekanntesten Namen der Entertainment-Welt beinhaltet? Wie kam es, dass du, obwohl du erst so spät mit dem Tanzen angefangen hast, so erfolgreich wurdest?
Vincent Paterson: Als ich nach Los Angeles zog, hatte ich nur 1000 Dollar. Das war Ende der 1970er-Jahre und das war alles, was ich besaß. Ein paar Freunde aus Tucson gaben mir den Namen eines Typen und eines Mädchens, die schon hier lebten und meinten, ich könnte in ihrem Appartement wohnen, denn sonst hatte ich keine Bleibe. Ich kam dorthin und es stellte sich heraus, dass der Typ ein Ex-Vietnam Soldat war, aber er war eine unglaubliche Black Dragqueen, einfach phänomenal, ungeheuerlich. Die unglaublichste Person, die ich je kennenlernte und das Mädchen war eine hübsche Prostituierte, ein weißes Mädchen mit zwei französischen Pudeln. Und die beiden waren die süßesten Menschen, die es nur geben konnte, unglaublich großzügig. Sie gaben mir eine Ecke in ihrem 1-Zimmer-Appartement und wollten kein Geld dafür. Sie sagten mir nur, dass ich zu bestimmten Zeiten, in denen sie ihrem Geschäft nachgingen, nicht da sein könnte. Aber bis auf das haben sie … sie haben mir sozusagen das Leben gerettet. Ich zog im Januar nach LA und bewarb mich neun Monate lang für jede Audition, denn ich hatte mir geschworen, Tänzer zu werden. Würde ich davon nicht leben können, würde ich dieses Geschäft nicht weiter verfolgen und etwas anderes probieren. Es war im September, und ich hatte schon ein paar Tage nichts gegessen, als ein Freund mich in ein Restaurant einlud. Dort las ich auf einem Schild, dass sie Kellner suchten, also ging ich hin und fragte nach. Sie sagten, ich müsse zur Abendschicht wieder kommen. Dann ging ich zu meiner – wie ich dachte – letzten Tanzstunde mit Bill und Jacqui Landrum und das Telefon klingelte. Ich ging raus und nahm das Gespräch an. Es war ein Choreograf, den ich noch nicht kannte. Er sagte: „Hör zu, ich mache ein TV-Special und brauche noch einen weiteren Tänzer. Und Lester Wilson – (das ist der, den ich schon zuvor erwähnte) – Lester Wilson hat mir deinen Namen genannt und gesagt, ich sollte dich bei der Tanzstunde ansehen. Kann ich das tun?“ Ich sagte: „Aber bitte!“ Also kam er, nahm mich aus dem Kurs und gab mir meinen ersten Job. Es war ein TV-Special. Und ab da passte ich ins Bild. Ich ging natürlich zu vielen Auditions, aber ich lernte auch immer mehr Choreografen kennen, und auf diese Weise kam man zu der Zeit hauptsächlich an die Auftritte. Wenn du deine Sache gut gemacht hast, riefen sie dich an, um zu hören, ob du den nächsten Job wolltest. So hab’ ich das gemacht. Ich tanzte sehr viel. Ich ging mit Shirley McLaine auf Welttournee. Ich kam sogar mit ihr nach Australien, während einem meiner ersten Jobs. Und ich machte auch viel fürs TV, viele Werbespots. Und dann ging ich zur Audition für Beat It. Wollt ihr diese Geschichte hören?

Q: Na klar.
Vincent Paterson: (lacht) Also dann … ich hörte … Michael Peters sagte zu mir: „Ich kann dir den Auftritt nicht einfach geben, aber du kannst zur Audition kommen, und Michael Jackson wird entscheiden, wer dabei sein wird.“ Ich sagte: „Ok, fein, das macht nichts“. Ich war Schauspieler und ich wusste außerdem, dass es um Gangs gehen würde. Ich kam also zur Audition und war so ähnlich angezogen, wie ich dann später auch im Video, als dieser Gang-Anführer bei dem Messerkampf, gekleidet war. Ich kam dahin, mit einem schmuddeligen Bart, etwas fettigen Haaren, ich trug einen Ohrring und Jeans und eine Jacke – und all die anderen Typen kamen als Tänzer. Sie trugen enge Hosen, Tank-Tops, Stulpen und Jazz-Schuhe. Na ja, es ist nun mal schwierig, in einem pinkfarbenen Tank-Top, Stulpen und Jazz-Schuhen wie ein Gangmitglied auszusehen, verstehst du? (lacht)
Q: Ok, kommt darauf an, welche Gang es ist, oder?
Vincent Paterson: (lacht) Ja, genau! Ich glaube aber nicht, dass sie bei diesem Film nach dieser Sorte Gang Ausschau hielten. (lacht) Ok, ich bemerkte schon gleich als ich hereinkam, noch bevor wir tanzten, dass Michael Jacksons Augen mir folgten. Und er sprach mit Michael Peters: „Wer ist das?“ Zum Glück konnte ich auch tanzen und den Look unterstützen. Ich bekam also diesen Auftritt. Und das führte zu ganz vielen anderen Dingen, wirklich sehr vielen … Aus choreografischer Sicht – bevor ich dann über Michael spreche – waren einige der anderen, für die ich arbeitete, George Harrison, Ringo Starr, all die Größen der 80er. Donna Summer, Pat Benatar, Billy Joel. Oh mein Gott. Ich führte Regie bei einer großen Benefizveranstaltung für die AIDS Hilfe, bei der Elton John, Billy Joel, Liza Minelli, Barbra Streisand, Patti LaBelle, Natalie Cole, Kenny Loggins, Wyonna Judd, Sheila E dabei waren. Oh, ja … das alles kam durch Beat It. Es öffnete mir jede Tür. Die Anrufe kamen einfach, auch wenn ich es gar nicht choreografiert hatte.
Wegen Michael Jackson, und auch wegen Madonna, aber vor allem wegen Michael, weil er ein Mann war, wollte sich jeder in der Rock-Welt bewegen. Van Halen, sie riefen mich auch. Ich machte 2 Projekte mit Van Halen, „Hot for Teacher“ und „California Girls“ für David Lee Roth. Alle wollten sich bewegen, sie waren nicht mehr damit zufrieden, einfach nur hinter ihren Instrumenten zu stehen und zu spielen. Michael hatte also für Leute wie mich und andere junge Choreografen, die sonst nicht gewusst hätten, was sie mit ihrem Leben hätten anfangen sollen, eine ganz neue Welt an Möglichkeiten eröffnet. Sie dachten, es gibt nur Michael Jackson und Madonna und ein paar andere, aber die Dinge änderten sich und eine ganze Welt tat sich auf. Ja, er tat wirklich eine Menge. Er tat so viel. Und weil ich gerade dabei bin, ihn zu preisen, lasst mich noch eine Sache sagen. Eines der Dinge, die sich als Reaktion auf seine Kurzfilme veränderte, war, dass er nicht nur den Tanz zurück in die Welt brachte, denn seit der Zeit von Fred Astaire gab es da wirklich nicht viel, höchstens vielleicht „American Bandstand“ und „Soul Train“, aber ich weiß nicht, wann genau das war. Er brachte wirklich den Tanz zurück und er zerstörte das Stigma, dass männliche, schwule Ballett-Tänzers die einzigen Männer sind, die tanzen konnten und von der Gesellschaft akzeptiert wurden. Und wegen seiner Kurzfilme begannen Männer zu tanzen, ohne sich dafür zu schämen. Und ich glaube, das ist der Grund, warum sich Streetdance entwickelte, und Hip-Hop und alles andere, das davon abstammt. Ich bin wirklich überzeugt, MJ war der Katalysator für Männer, die tanzen wollten und er gab ihnen die Möglichkeit zu sagen: „Yeah, das ist völlig ok, und vielleicht bekomme ich sogar einen Auftritt“.

Jamon: Wow. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich das höre. Brillante historische Zusammenhänge. Vielen Dank.
Vincent Paterson: Wirklich wahr.
Jamon: Yeah. Bevor wir weiter über einige der Michael Jackson Projekte sprechen, an denen du gearbeitet hast, möchte ich noch einmal zurückgehen und dich nach deinen ersten Erinnerungen an Michael Jackson fragen.
Vincent Paterson: Nun, ich habe ihn immer im Radio gehört. „ABC“, als er ein Kind war, zusammen mit den Jackson 5, aber es war nicht wirklich meine Art Musik. Das kam zu der Zeit, in der ich selbst nur wenig älter war, und nicht diese Kinderstimmen hören wollte. Den Groove dieser Musik mochte ich natürlich, aber ich begeisterte mich mehr für die Musik der Hippie Ära, das waren die Leute, denen ich zuhörte, Grateful Dead und ähnliche Bands. Aber ich bewegte mich gerne, ich tanzte gerne, und deshalb hörte ich auch Jackson 5, genau wie ich auch viel Musik von anderen Leuten hörte, auch von Prince. Meine erste wirkliche Erinnerung an Michaels Stimme stammt eher von „Billie Jean“, denn als er die Familie verließ und sich als Solokünstler etablierte, bekam er für mich eine andere Wertigkeit. Ansonsten waren sie eigentlich mit „The Osmonds“ vergleichbar, nur mit mehr Funk. Eine Familien-Band, alle anständig und witzig und mit einer eigenen Cartoonserie, aber das war für mich nicht wirklich Kunst. Als er dann aber seinen ganz eigenen Bereich betrat und seine eigene Stimme erforschte und fand, und der Sound, der dann entstand, das war seine Kunst und es begann mit Billie Jean. Ab da nahm ich ihn wahr.
Q: Ich nehme an, als du zum ersten Mal mit ihm gearbeitet hast, bei „Beat It“, kam er gerade von einer Tour mit seinen Brüdern zurück, hatte gerade zuvor das Thriller-Album veröffentlicht, das supergut lief und war zu der Zeit auch schon in den Medien präsent. Hattest du zu der Zeit, bevor du mit ihm gearbeitet hast, irgendeine Meinung über Michael Jackson?
Vincent Paterson: Nein, hatte ich nicht. Und obwohl du all das genannt hast, gab es zu der Zeit keine Leute, die Michael Jackson verfolgten. Während dieser Zeit arbeiteten wir in einem großen Tanzstudio hier im San Fernando Valley, in Debbie Reynolds Studio. Und er kam, soweit ich mich erinnere, nur mit diesem Typ, der so etwas wie sein Bodyguard war, aber er war etwas älter als ein Bodyguard. Er war eigentlich mehr ein Freund. Sein Name war Bill Bray.
Q: Oh ja, der Kerl mit dem Hut.
Vincent Paterson: Ja, Bill. Zu den Proben kamen nur Michael und Bill Bray. Bill wartete dann im Auto oder so ähnlich, und ich war mit Michael Peters und Michael in einem Raum, in dem wir arbeiteten, herumhingen und verrückte Dinge ausprobierten … Yeah, das war nicht „Michael Jackson“, wie wir uns das vorstellen, er wurde nicht verfolgt, es standen keine Leute draußen, die Autogramme wollten. Nach „Beat It“ gingen wir dann wieder in das gleiche Studio, um an „Thriller“ zu arbeiten, und dann waren schon ein paar mehr Leute da. Dieses Mal wurde Michael im Gang oder am Weg zum Parkplatz aufgehalten, um Autogramme zu geben. Aber es war wirklich erst nach „Beat It“ als sein Stern aufging und die Leute ihn beachteten, ihn wirklich erkannten und ihm folgten und all der Mob begann.
Jamon: Erzähl uns etwas mehr über das Filmen von „Beat It“. Was war das Erste, was Michael zu dir sagte und worüber habt ihr euch unterhalten?
Vincent Paterson: Also an alles erinnere ich mich nicht mehr. Wirklich, das ist schon etwa 8000 Jahre her. Aber der Grund, warum ich mit Michael so gut auskam, dazu muss ich sagen, dass ich nie jemand war, der unbedingt super eng mit Prominenten befreundet sein wollte, so wie viele andere es gerne wären. Und normalerweise, weil sie etwas von ihnen wollen. Und ich wollte nie etwas von Michael, oder von irgendeinem der Prominenten, mit denen ich arbeitete, außer, dass ich vielleicht gerne die Chance hätte, noch mehr mit ihnen zu erschaffen, an weiteren Projekten zu arbeiten. Aber einer der Gründe, weshalb wir so gut zusammengearbeitet haben ist, dass wir den gleichen Sinn für Humor haben und wir im Herzen Kinder sind, und einfach grundsätzlich nette Menschen.
Michael war so schüchtern. Er wollte immerzu in seinem Trailer bleiben und ich klopfte dann an seine Tür, ging rein und sagte: „Komm, lass uns etwas draußen herumlaufen. Lass uns mitten ins Geschehen gehen.“ Und er sagte: „Ach nein, ich weiß nicht“, und ich: „Jetzt komm schon, komm einfach. Wenn es dir nicht gefällt, oder wenn es schrecklich ist, gehen wir einfach wieder zurück.“ „Ok, ok.“ Wir gingen dann raus und redeten, und ich erzähle euch eine coole Geschichte, die am Set von „Beat It“ passierte. Wir beide standen dort und warteten auf die Einrichtung einer der Szenen, welche es war, weiß ich nicht mehr. Ich unterhielt mich mit ihm und wir standen auf einem Gehweg, in der Nähe von ein paar Gebäuden. Mir fiel auf, dass etwas auf seine Schulter tropfte, aber er trug diese rote Jacke. Ich sagte: „Was tropft da auf deine Schulter?“, und steckte meinen Finger hinein – es war Blut. Wir sahen nach oben, und da war dieser Typ, der angeschossen oder gestochen worden war, und er kroch gerade aus einem Fenster auf die Feuerleiter, einen Stock nach oben und verschwand in einem anderen Fenster. Es war verrückt. Wir sahen uns an und dachten: „Oh mein Gott, wir sind wirklich in Downtown LA! Das ist kein Film, das ist die Realität!“
Q: „Wir sind nicht mehr in Kansas, Toto.“ (We’re not in Kansas anymore, Toto – Zitat aus The Wizard of Oz)
Vincent Paterson: Ja, genau! Das war also eines der abenteuerlichen Dinge, die passierten. Ansonsten war es ein typischer Film-Dreh, du bereitest dich vor, du machst deine Arbeit und du machst es noch einmal, und noch einmal, und noch einmal … 25 Aufnahmen später tust du immer noch das Gleiche, und jedes Mal musst du vorgeben, als wäre es das erste Mal. Aber es war großartig, und immer neben Michael zu tanzen war mehr als aufregend. Er hat diese unglaubliche Energie, man kann sagen, sie fließt einfach, sie schießt aus seinem Körper, und wenn du in der Nähe bist, wirst du daran angeschlossen. Und wenn ich darüber nachdenke – ich bin einfach nur ehrlich und kein Egozentriker … also, er war kein ausgebildeter Tänzer. Ich bin sicher, er erlernte ein paar Dinge bei Motown. Er konnte steppen und er arbeitete jeden Sonntag mit ein paar Streetdancern und perfektionierte seinen persönlichen „Street Look“, aber er war kein ausgebildeter Tänzer. Er nahm keine Jazz- und Ballett-Kurse so wie wir anderen, die in diesen Videos um ihn herum waren. Wenn du ihn ansiehst und dann uns … da gibt es keinen Unterschied. Ich will sagen, es ist, als hätte er jeden einzelnen Tag in den letzten 25 Jahren seines Lebens trainiert, so wie all die anderen dort! Phänomenal, einfach phänomenal!
Und das war das Thema, nachdem wir den ersten Durchgang von Thriller gemacht hatten. Ich erinnere mich, dass jeder schockiert war, weil wir nur 2 Tage mit Michael verbracht und zusammen mit Michael Peters Thriller eingeübt hatten. Wir kamen ins Studio, holten die restlichen Tänzer dazu und führten die erste Probe durch. Die Leute flippten aus, denn jeder schrie „Ja, ja! Oh mein Gott! Ja!“ Und er war so schüchtern und verlegen, und ich ging zu ihm hin, klopfte ihm auf den Rücken und umarmte ihn … (lacht) ja, das ist eine nette Geschichte, ich habe lange nicht mehr daran gedacht.

Q: Oh, unglaublich! Wir sind wirklich begeistert, dass wir mit dir sprechen können und wahrscheinlich werden wir noch öfter in der Zeit vor und zurückspringen. Ich wurde durch „Black or White“ zum Mega-Fan, das war die erste Single seines neuen Albums. Das Video war gigantisch, und das Konzept entwickelte sich, als der Film gedreht wurde. Erzähl uns etwas über die Tanzszenen, die in diesem Video gezeigt werden, und warum sie im Vergleich zu anderen Tanzszenen Michaels einmalig sind. Vielleicht sagst du auch etwas zu der tieferen Bedeutung hinter den Moves und der Choreografie, denn in diesem Film steckt so viel drin.
Vincent Paterson: Also, das war so. Natürlich muss ich dazu noch sagen, dass jeder seine eigenen Erinnerungen an bestimmte Dinge hat, aber ich bin 99-100 % sicher, dass es so war. Ich kam am ersten Tag, an dem John Michael filmen sollte, dazu. Ich möchte sagen, dass John Landis hervorragend ist. Ein großartiger Regisseur, witzig und talentiert. Also richtet sich das hier keineswegs gegen John. Und er filmte Thriller, also ist er brillant. Aber – Michael rief mich zu sich und ich ging zu seinem Trailer und er flippte aus … also nicht auf wütende Art, das tat er nie, es war Nervosität. Er sagte: „Oh mein Gott! Vince, du musst mir helfen. Wir können das nicht machen!“ Und ich fragte: „Was?“. Und er: „Ich sag’ dir, was John tun will: Er möchte mich zu Ehren dieses Fotografen filmen, der Porträts von Leuten immer vor einem grauen Hintergrund fotografierte, und er sagte, er möchte das gesamte ‚Black or White‘ Video mit mir in einer Ecke mit nichts als grauen Wänden filmen, und das ist alles! Ich erkenne an, dass er mich für interessant genug hält, so etwas machen zu können, aber das kann ich meinen Fans nicht antun! Das kann ich nicht machen! Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin so aufgebracht!“ Ich sagte zu ihm: „Lass uns einfach darüber reden.“ Wir redeten und ich sagte zu ihm: „Sieh mal, dieses Lied heißt ‚Black or White‘ und du sprichst darin über alle möglichen Nationalitäten der Welt. Was wäre, wenn wir jeden Abschnitt woanders filmen würden? Etwas hier, etwas da und etwas dort?“ Der Anfang war so geplant, in Afrika, und er tanzt auf diesem grauen Set. So sollte es bleiben, durch den ganzen Rest des Videos hindurch. Ich warf einfach Ideen in den Raum. Und Michael warf Ideen in den Raum. Ich sagte: „Wie wäre es, wenn wir thailändische Tänzerinnen hätten?“ Und er: „Ja, ja, das ist cool.“ „Was wäre mit Indianern?“ „Oh ja, großartig!“ „Und russische Cowboys?“ Wir hatten einfach alle möglichen Ideen, als wir da zusammen saßen, und wir hatten noch keine Ahnung, wo wir all das filmen wollten, aber wir wussten, es würde ein viel spannenderer Film werden.
John hatte zwei weitere interessante Szenenbilder: Das Bild von Michael, wie er gegen die Feuerwand läuft und die Freiheitsstatue. Das war das vorgesehene Ende, aber der gesamte Mittelteil sollte vor diesem Grau gedreht werden. Also setzten MJ und ich uns zusammen und stellten die Dinge zusammen: „Ok, in dem Teil kann das passieren, hier kann das passieren und in diesem Teil das.“ Wir riefen John und redeten mit ihm, Michael war ganz ehrlich und sagte: – Das war Michael. Ich habe mit so vielen Leuten gearbeitet und viele von ihnen wäre es einfach zu peinlich gewesen oder sie wären sich zu fein gewesen, um überhaupt mit John Landis zu reden und hätten stattdessen jemanden beauftragt, ihn hinauszuwerfen. So grob erledigt man das in Hollywood. Aber hier haben wir Michael, er ist einfach so nett. – Also, er ruft John und sagt: „John, ich liebe alles, was du dir ausgedacht hast, aber es ist so, dass meine Fans einfach viel mehr erwarten und ich möchte ihnen auch viel mehr bieten, denn ohne meine Fans, bin ich nichts. Und ich liebe sie alle und sie lieben mich. Ich kann nicht einfach das ganze Teil vor diesem Grau machen, das geht einfach nicht.“ Und er sagt: „Vince und ich haben etwas ausgearbeitet, wir haben all diese Ideen, und wir wollen sie dir zeigen.“ Und John sah sie sich an und sagte „Yeah, sieht gut aus.“ So ist John. „Ok, lasst uns ein paar Leute von der Produktion her rufen und die richtigen Locations finden, um das zu drehen. Ich seh’ euch beide dann später“, und dann ging er wieder raus. Michael umarmte mich, er sagte: „Danke, vielen Dank!“ Und ich antwortete: „Nein, hör zu, ich bin ganz deiner Meinung. Ich glaube, du musst es mal so sehen, Michael. John glaubt einfach an dein Talent und für ihn könntest du in einem leeren Raum tanzen und du wärst trotzdem spektakulär. Und die Wahrheit ist, für deine Fans könntest du auch in einem leeren Raum, singen und tanzen. Aber ich verstehe dich, du möchtest etwas Großes tun. Du sagst mir immer, du möchtest etwas tun, was die Welt zuvor noch nicht gesehen hat. Das hast du immer gesagt, also lass es uns tun.“

So fing das alles an. Wir arbeiteten die Sachen aus und holten uns Tänzer und verschiedene andere Dinge und dann kam John dazu und sagte: „Oh, diesen russischen Tanz könnten wir vielleicht in einer Art Schneekugel filmen und dann zu den Kindern schwenken, die die Kugel schütteln.“ Es war nett, er stieg einfach in unsere Welt ein, und wir arbeiteten das zu dritt aus. Und dann ging es um den zweiten Teil. Wir wussten, er würde sehr improvisiert sein. Wir wollten das nicht zu sehr kontrollieren. Michael und ich gingen in ein Studio und wir erschufen ein kleines Repertoire an Bewegungen, viele von denen, die Michael liebte, nachdem ich ihn für diese Crotch-Grab-Sache begeistert hatte. Er liebte diesen Move! Und dann gefiel es ihm, ihn von seiner Brust aus zu beginnen und die Hand nach unten zu bewegen … Und vieles von dem, was wir während der Bad-Tour gemacht hatten. Er liebte es, wenn er im Wind stand. Michael war einer der Menschen, der Dinge, in die er sich einmal verliebt hatte, immer wieder tun wollte. Er mochte auch, wenn das Licht ihn von unten beleuchtete, und der Wind von unten blies. Das liebte er so sehr. Also nahmen wir das mit auf. Dann gingen wir mit dem Produktions-Team über das Set und wir sagten: „Lasst uns hier ein Auto hinstellen, und dort einen Mülleimer, dahinten einen Hydrant.“ Wir gingen dann durch das Set, bevor wir filmten und legten fest: „Wenn du an diese Stelle kommst, dann machst du das, und an dieser Stelle jenes. Wenn du dann hier bist, machst du, was immer du magst. Wenn du zu dem Auto kommst, springst du auf das Dach und tanzt darauf, so wie du gerade magst. Dann gehst du durch das Wasser und tanzt, bis du schließlich auf deine Knie fällst und schließlich stehst du auf und verwandelst dich in einen schwarzen Panther.“ Und genau so wurde es gemacht. Ich meine, es war absolut beeindruckend, es war eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen Michael einfach improvisierte, außer bei diesem kleinen Mittelteil von „Smooth Criminal“. Ich denke, er vertraute sicherlich John und er vertraute mir ganz bestimmt. Wenn Michael sich jemand suchte, mit dem er zusammen arbeiten wollte, setzte er sehr viel Vertrauen in dich, und er hörte dir zu und ich versuchte immer wie ein Spiegel zu sein und sagte: „Das ist, was ich sehe, und ich zeige es dir, aber es ist deine Entscheidung, welchen Weg du gehen willst.“
Ja, sehr lange Geschichte, tut mir leid, falls sie zu lang war. Das war „Black or White“.





Jamon: Nein, ganz wunderbar!
Q: Es kann nie zu lang sein.
Jamon: Danke, und es war toll, diese Geschichte zu hören, denn zuvor hatten wir schon Kevin Stea bei der Show und …
Vincent Paterson: Oh ja, Kevin war hier!
Jamon: Ja, er war hier und seine Version der Geschichte war im Grunde so wie deine … (lacht)
Vincent Paterson: Ok, gut. (lacht)
Q: Ich möchte nur noch ein wenig mehr wissen und fragen, ob Michael irgendetwas darüber sagte, eine bestimmte Bedeutung in die Moves und die Choreografie zu legen, ich meine nicht eine politische Bedeutung, aber das Video hat ganz offensichtlich eine bedeutungsvolle Botschaft. Wie hat er diese versucht, in die Moves und die Choreografie zu legen?
Vincent Paterson: Also, ich denke, wir legten die Botschaft nicht in die Choreografie. Wir steckten die Botschaft in Besetzung. Wir begannen mit Schwarzen in Afrika. Wir gingen nach Asien, Thailand. Ich kann mich offen gesagt nicht an die Reihenfolge erinnern. Wir gingen zu der Bollywood Tänzerin. Wir gingen zu den amerikanischen Indianern, auch die wollten wir einbeziehen. Und dann weiter nach Russland, und zu den Kindern am Gehweg, amerikanische Kinder. Wir haben es auf diese Art gemacht. Wir dachten, Black or White bezieht sich auf jede nur mögliche Rasse, und ich erschuf dann die Bewegungen jeweils passend zu den Ethnien, die wir einbezogen. Und zu der Art, wie Michael und ich zusammenarbeiteten, das ging etwa so, dass ich alles choreografierte und dann Freiräume für ihn lies, damit er seine eigenen Sachen einbringen konnte, und dann tanzte er meine Teile mit den anderen Beteiligten, und dann seine eigenen Sachen, dann wieder meine Teile, und wieder seine … Das war die Arbeitsweise, die bei uns am besten funktionierte, und er liebte es, neue Choreografien auszuprobieren. Er wollte nicht die ganze Zeit über nur seine eigenen Sachen machen. Das war großartig. Und zwischendurch veränderte er immer mal wieder einen Beat oder Akzent von dem, was ich kreiert hatte, denn er sagte immer, wenn er es nicht ganz genau auf dem Beat fühle, wo er es fühlen wollte, dann sagte er; „Lass es uns auf den nächsten Beat legen, denn man muss es fühlen, du musst es fühlen!“ Und ich sagte: „Ok, Michael, lass es uns fühlen!“ (lacht) Also tanzten wir und wir veränderten es so lange, bis wir beide es fühlten. Er war so fantastisch, es war eine solche Freude, mit ihm zu arbeiten.
Jamon: „Black or White“ wurde zu einem Nr. 1 Hit und ist sicherlich einer der erfolgreichsten Songs in Michaels Karriere. Wie war das, aus der Sicht eines Mitarbeiters, zu beobachten, wie dieser Song, von dem du Teil warst, auf den 1. Platz stieg? Wie fühlte sich das an?
Vincent Paterson: Weißt du, ganz ehrlich – und ich meine das nicht einmal aus Bescheidenheit, sondern einfach nur ehrlich, es ist wohl Teil meiner eigenen Unsicherheit: Ich liebe den Entstehungsprozess mehr als das Ergebnis. Nach einer Zeit gehe ich gerne mal zurück, und sehe mir etwas an, das ich kreiert habe und bin sehr dankbar dafür, die Möglichkeit gehabt zu haben, so kreativ sein zu dürfen, mich so ausdrücken zu dürfen. Aber meine Gedanken drehen sich nicht um das Ergebnis meiner Arbeit. Ich muss nur meinen künstlerischen Instinkt in die Dinge vertrauen, die während des kreativen Prozesses passieren. Und dann kommt der Zeitpunkt, an dem es dem Publikum vorgestellt wird, sei es durch Film, einer Tour, durch Theater oder was auch immer. Das ist, was ich liebe. Diese Dinge nähren mich als Künstler. Was passiert danach? Es ist politisch, es ist persönlich, es hat nichts mehr mit mir zu tun. Es ist weg, es gehört jetzt den Performern. Es gehört dem Universum und den Menschen, die es wahrnehmen, wie auch immer sie das tun. Ich bin einfach immer dankbar, dass ich diese Möglichkeiten habe, und viele Menschen deshalb meine Arbeit sehen können, ich bin wirklich sehr dankbar dafür. Ich mache mir nie Gedanken darüber, ob sie es lieben oder hassen werden. Ich kann meine Kunst nicht danach ausrichten, ich muss immer meinen Instinkten vertrauen.
Jamon: In dem Zusammenhang war es beim „Black or White“ Film jedoch offensichtlich so, dass die Fangemeinde und Musikliebhaber diesen Song und den Film absolut lieben.


Vincent Paterson: Nein, taten sie nicht! Das stimmt nicht. Was passierte, war tatsächlich eher genau das Gegenteil. Es war das erste Mal, dass Michael, wegen dieses letzten Teils Gegenwind von den Fans, der Öffentlichkeit und der Presse bekam. Ich kam eines Morgens in seinen Trailer und er weinte. Wegen der ganzen negativen Presse und all diesen Leuten, die sich Michael als Peter Pan vorstellten, der nie erwachsen werden würde, und plötzlich sahen sie ihn als diesen Typen, mit einer politischen Stimme, der einen Mülleimer durch eine Nazi-Swastika schmiss; und diesen Michael wollten sie nicht akzeptieren. Es brach ihm wirklich das Herz und er weinte und sagte zu mir: „Wie können Leute das nur von mir denken? Ich habe doch nichts Gemeines gesagt. Ich sagte nur das, was ich für die Wahrheit halte und woran andere Leute glauben sollten. Ich glaube, auf der Welt sollte Frieden herrschen. Ich glaube, die Menschen sollten nicht rassistisch sein. Ich denke, das ist eine wichtige Botschaft.“ Ich muss euch also hier widersprechen. Natürlich war es erfolgreich, aber ihr erinnert euch auch daran, was passierte. Sie mussten diesen letzten Teil weglassen.
Q: Mir war nicht bewusst, dass er auch von den Fans Gegenwind bekam. Wir sprechen immer über die Kritik der Medien, und soweit es mich persönlich betrifft, – wobei ich nicht weiß, ob ich als junger Teenager, so alt wie die Kinder am Gehweg, die wirkliche Zielgruppe war, – aber ich liebte es, sogar das Ende. Vielleicht habe ich es nicht verstanden, aber ich liebte es. Es hat mich einfach umgehauen, ich hatte also definitiv kein Problem damit.
Vincent Paterson: Yeah, ich erinnere mich daran, wie er – also nicht, dass ich es wörtlich aufschreiben könnte – aber ich erinnere mich, dass er mir sagte, dass die Presse und viele seiner Fans ihm geschrieben und ihm gesagt hätten: „Warum hast du so etwas gemacht“ und „Wie konntest du das nur tun“? Und er war … er war ein sehr sensibler Mann, und er war sehr beunruhigt deshalb und er war doch immer durch die Liebe für seine Fans angetrieben. Jedes Mal, wenn wir etwas kreierten, stellte er dem immer voraus: „Ich möchte etwas erschaffen, was die Welt nie zuvor gesehen hat, und ich möchte, dass und bewusst ist, dass wir es für die Fans tun.“ Das war seine Philosophie.

Jamon: Als ich zum Michael Jackson Fan wurde, war „Smooth Criminal“ der Kurzfilm, den ich am häufigsten ansah. Ich halte ihn für ein absolutes Meisterstück und ich weiß, dass auch Michael sagte, er habe zu diesem Film sicherlich die meisten Kommentare, das meiste positive Feedback, bekommen.
Vincent Paterson: Yeah.
Jamon: Erzähl uns etwas über die Entstehung und wie es war, ein solches Meisterwerk zu erschaffen.
Vincent Paterson: Es war so interessant, denn das war das erste Mal, dass ich für Michael oder irgendjemand anderen mit so einem großen Projekt beauftragt wurde. Anfangs sollte ich es nicht nur konzipieren und choreografieren, sondern auch Regie führen. Als es dann jedoch Teil von „Moonwalker“ wurde, und Moonwalker ein Spielfilm sein würde, mussten sie einen Regisseur der DGA einbeziehen (Directors Guild of America), und der führte dann auch Regie bei diesem Video. Aber er war sehr dankbar für alles, was ich schon getan hatte und für die Storyboards, die Aufnahmen und Zusammenschnitte, dass er fast alles beibehielt. Sein Name war Colin Chilvers und er war – ist – großartig, ich weiß nicht, was er jetzt macht.
Also, Michael rief mich eines Tages zu Hause an – eine lustige Geschichte … Ich habe sie schon 1000 Mal erzählt, aber erzähle sie noch einmal. Ich sitze zu Hause, es war schon Abend. Das Telefon klingelt und ich höre diese Stimme: „Hi, ist Vince da?“ Ich antworte: „Wer ist da?“ „Hier ist Michael, hier ist Michael.“ Ich sage: „Das ist nicht Michael, wer ist da?“ „Doch, ehrlich, hier ist Michael, Michael Jackson.“ Ich sage: „Verpiss dich, fuck, du bist nicht Michael Jackson!“ Und er: „Yeah, Vincent, ich bin es wirklich, ich bin Michael Jackson!“ Ich sage: „Wenn du jetzt nicht gleich verschwindest, dann lege ich auf.“ Er fing an, zu lachen. In dem Moment, in dem er lachte, wusste ich, dass er es war. Ich sagte: „Oh mein Gott, Michael, das tut mir so leid! Ich hätte nie das Wort ‚fuck‘ benutzt.“ Er lachte noch mehr. Und sagte: „Bist du gerade beschäftigt?“ Er fragte, ob ich in sein Aufnahmestudio kommen könnte, was zum Glück nur um die Ecke von mir lag. Ich ging also hin und er spielte mir den Song vor, aber da war nur „Annie, are you okay? Annie, are you okay? Are you okay, Annie? Und die Musik. Sonst gab es noch keine Lyrics. Wir unterhielten uns eine Weile und er spielte weiterhin das Lied. „Wie findest du es?“ „Ich mag es“, sagte ich, „es ist großartig, sehr inspirierend.“ Wir unterhielten uns weiter, auch über andere Dinge. Als ich gehen wollte, sagte er: „Nimm es mit.“ Ich glaube, es war eine Kassette. „Nimm es mit und hör es dir an und lass die Musik dir sagen, was sie sein möchte.“ Und ich sagte: „Ich bin verwirrt, Michael. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Soll ich in diesem Video tanzen? Er sagte: „Nein, ich möchte, dass du ein Konzept findest und es choreografierst und ich möchte auch, dass du Regie führst.“
Nun, ich hatte „Beat It“ und „Thriller“ mit ihm gemacht, und das war alles. Ich war geplättet und auch etwas überwältigt – also ziemlich überwältigt – aber ich ging nach Hause und dachte eine Woche lang darüber nach, und dachte und dachte und dachte … Und dann rief ich ihn an und sagte: „Okay, hier ist, was ich mir dazu vorstelle.“ Also, ich wusste ja, dass Michael alte Filme mochte, dass er diese Ära liebte. Und ich wusste, er war ein großer Fred Astaire Fan, ich aber nicht, offen gestanden. Und ich möchte ganz ehrlich darüber berichten, denn die Leute sagen immer: „Oh, du hast das bei ‚The Bandwagon‘ entliehen.“ Aber ich glaube wirklich nicht, dass ich es von „The Bandwagon“ habe, und ich glaube auch nicht … – Michael könnte vielleicht bei dem weißen Anzug und diesem Hut an Astaire gedacht haben – aber wir haben es wirklich nicht als Hommage an Fred Astaire gedacht. Ich habe in keinerlei Hinsicht daran gedacht. Ich habe einfach nur das Stück kreiert.

So ging es dann weiter: Michael war im Studio beschäftigt und konnte nicht weg, deshalb sagte er: „Ich möchte, dass du das Casting durchführst, ich gebe dir eine Bühne dazu. Die Hälfte der Bühne ist für das Set, die andere Hälfte wird ein Tanzboden sein. Du bekommst ein super Sound-System und eine Video-Kamera. Du kreierst es, filmst es und kommst dann zu mir. Wir sehen es uns an und reden darüber. So werden wir arbeiten.“ Und so haben wir es auch gemacht. Ich habe es kreiert, habe jeden im Tanzen unterwiesen, und sie dann in das Set geschickt. Ich habe alle Tänzer zu Schauspielern gemacht. Ich gab jedem eine Biografie, dass sie wussten, welche Person sie zu spielen hatten. Wenn sie das Set betraten, durften sie nie einfach so hineinlaufen, sie mussten durch eine grüne Tür gehen. Und sobald sie durch diese Tür gingen, mussten sie gekleidet sein, wie der Charakter, den sie spielten. Wenn wir mit den Proben fertig waren, konnten sie wieder durch die grüne Tür hinausgehen, und sie waren wieder sie selbst. Auf diese Weise machte ich sie zu Schauspielern, und ich glaube, das war essenziell für dieses Stück. Ich filmte alles, besuchte Michael in Hayvenhurst und wir sahen uns alles zusammen an. Und jedes Mal sagte er zu mir: „Ich glaube, du brauchst noch mehr Leute, oder?“ Es begann mit zehn Leuten. Ich sagte: „Ja, klar!“ Und er: „Warum nimmst du dir nicht einfach noch 10 Leute mehr?“ „Ok, cool.“ Also stellte ich noch zehn Leute an. Als ich das nächste Mal zu ihm kam, sagte er: „Weißt du, ich habe einen Freund, Jeffrey Daniels, er ist Streetdancer, und richtig gut. Ich dachte, du könntest ihn und 5 von seinen Jungs vielleicht auch mit hineinnehmen, das wäre doch cool.“ Und ich: „Ja, klasse.“ Jetzt waren wir 25. Ich filmte wieder alles, und dann sagte er: „Hättest du nicht gerne ein zweites Stockwerk an dem Set?“ Und ich antwortete: „Ja, das wäre super, ein zweites Stockwerk und eine Treppe, die nach unten schwenkt, damit du von oben herunterkommen kannst!“ „Oh ja, ich liebe das! Ich liebe das! Sag ihnen, dass du das haben willst!“ Ich sagte ihnen also, dass ich das haben musste. Beim nächsten Treffen: „Ich glaube, du brauchst noch mehr Tänzer!“ Am Ende hatte ich bestimmt 60 Tänzer. Ich kann mich gar nicht genau erinnern.
Und was auch wunderbar war ist, dass er sagte: „Sieh, wenn du einen Break in der Musik brauchst oder mehr Musik, oder etwas verändern musst, sprich mit mir darüber und wir werden es machen.“ Also, wenn man bedenkt, dass der Kurzfilm 10 Minuten lang ist und der Song nur etwa 4 Minuten lang – wir fügten all die zusätzliche Musik ausschließlich für den Film hinzu. So habe ich gearbeitet. Und als ich schließlich alles zusammen hatte, ging ich mit Michael in ein Studio und wir begannen, mit ihm alle Szenen durchzugehen, die er mit den ganzen Leuten spielen musste und ich gab ihm Zeit, all seine eigenen Solo-Momente zu kreieren. Dann probten wir alle zusammen, Schritt für Schritt, und wenn sich etwas nicht gut anfühlte, oder er großartige Vorschläge hatte – was immer der Fall war – änderten wir es. Aber eigentlich war es das erste Mal, dass mir jemand die Gelegenheit gab, etwas so Wichtiges wie dieses Werk zu erschaffen. Und mit einem Künstler zu arbeiten, der deine wildesten Vorstellungen zulässt, ist etwas, was du niemals genug anerkennen kannst. Ich meine, ich liebe diesen Mann mehr als jeden anderen Menschen, aber ich könnte ihn trotzdem noch mehr lieben. Ich sagte z. B. solche Dinge wie „Okay, wie wäre es, wenn wir eine Münze quer durch den Raum in die Jukebox fliegen lassen, und dadurch die Musik anfängt?“ Und er sagte nur: „Yeah! Ich liebe das! Ich liebe das!“ Andere hätten einfach gesagt, „du bist verrückt, spinnst du? Dafür habe ich kein Geld.“ Aber nicht Michael. Egal, was ich vorschlug, den Lean z. B. – er rief nur „Yeah! Ja, oh mein Gott! Das müssen wir tun!“ Und dieser Lean wurde dann zu dem Bild des ganzen Kurzfilms.
Es war also wirklich ein Traumprojekt. Ein Traumprojekt auf vielen Ebenen. Ich erzähle euch noch zwei weitere Dinge. Oder besser drei wunderbare Dinge … Das eine war etwas, was sehr viel Spass machte. Die ganze Zeit über besuchten uns andere Prominente am Set, um zuzusehen, sie waren alle Freunde von ihm. Elizabeth Taylor kam für einen Tag, Jimmy Steward, er war schon alt, aber auch er kam. Er war großartig. Und Fred Astaires Choreograf, Hermes Pan, kam für einen Nachmittag. Und er sagte zu Michael und mir, die tollsten Worte, die man sagen konnte. Er sagte: „Wenn Fred hier wäre, würde er es lieben.“ Michael und ich hatten das breiteste Lachen im Gesicht, wie zwei Kinder an Weihnachten. Es war unglaublich. Das war eine Sache.
Das Zweite ist, dass beim Film die Produzenten fast nie die Tänzer, und meist auch nicht die Schauspieler, in den Raum lassen, in dem sie die „Dailies“ zeigen. Zu Erklärung: wenn man etwas filmt, dann wird es am nächsten Tag dem Produzenten und dem Regisseur gezeigt, damit man, falls es noch Fehler gibt, diese am nächsten Tag korrigieren kann. Also, normalerweise bekommen wir das nie zu sehen. Aber Michael bestand darauf, dass alle Tänzer und er und jeder, der wollte – auch Leute vom Service – einfach jeder, in diesen Raum kommen konnte, um das anzusehen. Außer, dass wir diesen tollen Film filmten, hatten wir so auch noch jeden Tag eine Monster-Party, wo jeder jeden anfeuerte. Es war wie in einer Kirche im Süden! Die Leute schrien „Los, los, tu es, yeah! Yeah, Michael ja, super, genau so! Das ist es!“ Alle schrien, und dann gingen sie wieder auf die Bühne und wir filmten weiter. Es war großartig.

Und dann dieser Teil, in der Mitte, in dem alle „Annie are you okay? Are you okay“ singen, und es dann gewissermaßen explodiert … Als Regisseur gab ich ihnen schauspielerische Aufgaben, Improvisations-Übungen, und eine davon lautete: „Ihr seid eine Menschenmenge und eure Körpersprache drückt Verzweiflung und Schmerz aus. Mal sehen, was passiert.“ Ich ließ einfach die Kamera laufen und als Michael das Ergebnis sah, obwohl alle noch ihre normale Straßenkleidung trugen, war es für ihn eine einmalige Erfahrung. Er hatte niemals Schauspielunterricht, und nie etwas Ähnliches gemacht. Als er mit all den anderen diese Improvisation spielte, mit all den Körpern um sich herum, all die Künstler, und sah, wie jeder genauso in der Rolle drin war, wie er selbst, war er einfach überwältigt und sagte: „Wir müssen das filmen! Wir müssen das morgen filmen! So etwas hat die Welt bislang nicht gesehen! Ich will das im Film haben, wir müssen das unbedingt filmen!“ Wir filmten es und das ist der Grund, warum dieser verrückte Teil im Film ist. Es hatte nichts mit dem Kurzfilm zu tun, Michael liebte es einfach und er wollte es in der Mitte haben. Ja, wie auch immer, das sind drei Geschichten über „Smooth Criminal“.

Jamon: Wow, Gänsehaut!
Q: Ich liege am Boden! Wow, ich bin gerade geschmolzen.
Jamon: Wir haben schon mit Kevin Stea ein wenig über die „MTV 10th Anniversary“ gesprochen, aber wir möchten auch mit dir darüber sprechen, denn die Choreografie von „Will You Be There“ ist absolut zeitlos, einfach unbeschreiblich. Und wir wollen auch etwas über die Bedeutung dieser Kunst, dieser Choreografie, der Symbolik dieser Bilder wissen. Erzähl und doch bitte etwas darüber.
Vincent Paterson: Michaels damaliger Manager, Sandy Gallin, rief mich an und sagte: „Es wurden drei Personen ausgewählt, die den 10 Geburtstag von MTV repräsentieren sollen: Madonna, George Michael und Michael Jackson. Und Michael möchte, dass du etwas konzipierst und choreografierst, was er live aufführen kann – etwas ganz Neues und Frisches.“ Also setzte ich mich mit ihm zusammen, genau, wie wir es dann auch beim Zusammenstellen von Superbowl machten. Er liebte das Spiel mit unterschiedlichen Rhythmen und Energien, deshalb dachten wir, dass der Gegensatz von „Black or White“ und „Will You Be There“ ein schöner Kontrast wäre und gut funktionieren würde. Ich konzipierte also „Black or White“ und wir brachten – als unsere Art, den Leuten, die schlecht über ihn geredet hatten, eine lange Nase zu zeigen – all diese Dinge zurück, wie das Auto, das komplett voller Graffiti war… (lacht) Wir waren einfach dreist und als wir Slash am Ende seine Gitarre durch das Fenster schmeißen ließen, wollten wir damit ausdrücken: „Seht, wir sind zufrieden mit dem, was wir gemacht haben und wir machen es wieder. Also, *too bad* …“

Und dann kamen wir zu dem zweiten Stück und darüber sagte er nicht viel zu mir. Er sagte nur: „Mach damit, was du willst. Aber mach es wundervoll.“ Und ich sagte: „Ok, ich weiß noch nicht, was ich tun werde, aber lass mich darüber nachdenken.“ Und er sagte, ok.
Ich begann gerade mit diesem wunderschönen Song, und dachte darüber nach, dass ich an dem Punkt seiner Karriere sowohl 4-jährige als auch 85-jährige Leute kannte, die alle Michael Jackson liebten. Und ich dachte mir, das sehen wir nie. Normalerweise sehen wir immer die Leute, die etwa in dem MTV Video-Alter sind. Ich wollte einfach diese ganze Bandbreite von Leuten zeigen, die alle seine Fans sind. Das sind die Menschen, die ihn lieben. Das war für mich der Anfangspunkt. Ich hielt eine Audition ab. Ich wusste noch nicht genau, wohin das führen würde, aber als ich genügend Leute aller Altersgruppen zusammen hatte, nahm ich eine Kostümdesignerin dazu und sie sagte: „Warum machen wir daraus nicht etwas Ungewöhnliches?“ Und ich antwortete: „Yeah, ich bin einverstanden. Das machen wir.“ Sie hatte dann diese Idee mit den Turbanen, und alle Leute in diese beigefarbenen Outfits einzukleiden, und ich liebte es. Ich stellte ihn mit einigen Tänzern in den Vordergrund und fügte etwas Symbolismus hinzu. Ich benutzte auch einen Globus, den ich später bei Superbowl in vergrößerter Form wieder benutzte. Aber was ich mit all dem zeigen wollte war, dass er ein guter Mensch ist, den die Leute lieben, alle möglichen Leute von überall her lieben ihn. Dafür benutzte ich den Globus, für diesen Moment, und dann – und das ist nicht leicht für mich, das zu sagen, denn ich bin nicht sehr religiös. Ich bin spirituell, aber nicht religiös. Ich habe alle Religionen studiert, aber glaube, dass ich ein sehr spirituelles Leben führe, aber keines, das mit einer bestimmten Religion verbunden ist. Aber für viele Leute repräsentiert die Bibel im gewissen Sinn Religion. Also … die ganze Zeit, die ich mit Michael verbrachte, glaubte ich nie – und das klingt für einige jetzt sicher komisch, aber das ist mir egal, weil es meine Wahrheit ist … also, ich kenne keinen anderen Menschen, der so viele Eigenschaften Jesus verkörpert. Wäre dieser Mann ein Mensch, dann Michael Jackson. Gutherzigkeit, Geduld, Liebe, Verständnis, Großzügigkeit; ich könnte noch mehr aufzählen. Also ich wollte einfach nur ausdrücken, dass er ein wirklich guter Mensch ist – auf gewisse Weise ein heiliger Mensch. Das ist ein wirklich guter Mensch. Und am Ende – und ich habe jetzt wirklich Tränen in den Augen – aber am Ende wollte ich auch noch die Leute einbeziehen, die nicht sprechen können. Ich wollte die Gehörlosen einbeziehen, deshalb nahm ich diesen kleinen Jungen dazu. Ich dachte, dass Michael eine verletzliche Seele war und wollte, dass man ihn beschützt weiß, deshalb engagierte ich das Model Angela Ice mit den Flügeln, und beendete das Stück damit, dass sie ihn in ihre Arme schloss.

Jamon: Oh mein Gott! Die Haare an meinen Armen stellen sich auf!
Q: Wow!
Vincent Paterson: (lacht)
Jamon: Wow, sehr viel Tiefgang in diesem Song und dieser Performance, und es ist ein absolut zeitloses Kunstwerk.
Vincent Paterson: Danke schön.
Q: Ich erinnere mich, dass Kevin (Stea) auch darüber sprach und einige der Posen, die du die Leute darstellen lässt, an alte Heiligenbilder (Andachtsbilder) angelehnt sind.
Vincent Paterson: Ja, ganz genau, Heiligenbilder. Das stimmt …
Q: Ich habe nie wirklich diese Verbindung gesehen, aber jetzt ist alles klar. Wir haben es wohl schon immer gefühlt, wussten aber nie, woher es kam.
Vincent Paterson: Yeah. Ich recherchiere immer wie ein Fanatiker, und legte mir erst mal eine Menge Bücher zu (ich denke, das war noch vor dem Internet Zeitalter). Ich hatte all diese Bücher und sah mir die ganzen ikonischen Bilder der unterschiedlichen Religionen an, und versuchte sie an verschiedenen Stellen einzubeziehen, egal, ob es um die Stirn, den Mund oder um Chakras ging, oder ob es von der katholischen oder der östlichen Seite stammte. Und ich empfand es wirklich so, dass Michael diese Art Künstler war. Er war ein wirklich guter Mensch, und das wollte ich irgendwie zeigen. Ich wollte wirklich nie jemanden mit den Bildern erschlagen. Ich sehe mir ständig Bilder an, ohne zu wissen, ob ich sie je verwenden werde, und wenn sie schließlich bei irgendetwas zu finden sind und die Leute dann fragen: „Oh, was willst du denn damit sagen? Und was bedeutet das?“ Antworte ich oft: „Ich hab’ keine Ahnung. Ich fand es einfach nur interessant.“ Aber wenn ich darüber nachdenke … und da ihr mir jetzt diese Fragen stellt, bringt es mich dazu, zu reflektieren, und ich glaube, sie kamen mir in den Kopf, ohne dass ich wirklich darüber nachgedacht habe – mehr aus dem Unterbewusstsein, als dass es mir wirklich bewusst war. Aber ich stelle wirklich viele Recherchen an, gewissermaßen als Hausaufgabe für jedes Projekt, an dem ich arbeite, egal ob es groß oder klein ist. Offensichtlich leben dort einige Dinge in meinem Kopf. Es hängt immer davon ab, wie sie deinen mentalen Mechanismus durchlaufen und wie du sie irgendwann ausspuckst in das – wie ich denke – Universum.

Q: Unglaublich. Ok, ich weiß, dass du etwas knapp mit der Zeit bist. Wir fühlen uns gesegnet, dass wir dich schon so lange hier hatten, aber wir müssen das unbedingt eines Tages wiederholen. Da gibt es noch so viele Fragen, über all diese großen Michael Events.
Vincent Paterson: Aber sicher.
Q: Wir möchten jetzt mit noch einer Frage, oder besser mit zwei Fragen enden. Die eine stellen wir jedem der Special-Guests unserer Show, und ich weiß, dass du darauf eigentlich schon eine hervorragende Antwort gegeben hast, und es deshalb jetzt etwas Ähnliches sein wird. Aber die Frage, die wir jedem stellen, lautet: Wie sollte Michael in Erinnerung gehalten werden?
Vincent Paterson: Ich denke, Michael sollte mit einem Lächeln im Gesicht in Erinnerung bleiben. Ganz einfach.
Q: Und was für ein Lächeln das war!
Vincent Paterson: So sehe ich ihn. Ich sehe ihn immer mit einem Lächeln im Gesicht.
Q: Ein Lächeln – weißt du, dass Michaels Lächeln gezeigt wird, wenn du „das schönste Lächeln der Welt“ googelst?
Vincent Paterson: Ehrlich? (lacht)
Jamon: Yeah. Geh auf Google-Bildersuche und tippe das ein. Dann kommen 20 Bilder von Michael. (lacht)
Vincent Paterson: Ja, genau so hab’ ich ihn in Erinnerung. Ich denk’ an ihn als einen glücklichen, Kerl, der froh war, die Chance gehabt zu haben, das zu tun, was er tun wollte (so wie ich), und Erfolg zu haben. Und ich weiß auch, wie hart es für ihn war, aber über all die Jahre, die ich ihn kannte, hatte er immer dieses Lächeln. Er hatte immer ein Lächeln.
Q: Bevor wir dich verabschieden, wollte ich noch etwas zu deinem Film, „The Man Behind the Throne“ fragen. Weißt du, ob eine Veröffentlichung geplant ist, z. B. als Netflix-Dokumentation, denn ich würde diesen Film zu gerne eines Tages sehen.
Vincent Paterson: Ich wünschte, es wäre etwas geplant, aber es ist so, dass er von einer schwedischen TV-Regisseurin produziert wurde, und ihr Budget war begrenzt, es war offensichtlich eine Dokumentation. Und der traurige Punkt ist, dass sich sowohl Michael als auch Madonna sozusagen im Besitz ihrer Plattengesellschaften befinden, und diesen Plattengesellschaften ist es egal, ob es eine Dokumentation ist und du kein Geld hast, oder ob es ein 300 Milliarden teurer Spielfilm ist. Sie berechnen immer dasselbe, wenn du irgendetwas von Michael oder Madonna zeigen willst. Und leider ist in dem Film einiges an Material mit Michael oder Madonna. Ursprünglich war er 1,5 Stunden lang und hatte einiges mehr an Inhalt, aber sie mussten auf eine Stunde kürzen. Auch das war etwas, das sie von Warners und Sony angeordnet bekamen, und ihr Vertrag sagt, sie dürfen es nur im TV oder auf Film-Festivals zeigen. Es könnte weltweit im TV gesendet werden, aber sie durften nichts Größeres daraus machen. Wollten sie es größer aufziehen, etwa als Spielfilm, dann hätte man Lizenzgebühren von etwa 1 Million $ von ihnen verlangt, und eine kleine schwedische Fernsehstation, die eine Dokumentation macht, hat nicht so viel Geld. Ja leider … hast du es denn schon gesehen?
Q: Nein, ich erinnere mich, dass wir in einer früheren Folge darüber sprachen, ich glaube, es gab eine Fundraiser-Aktion auf Kickstarter, oder?
Vincent Paterson: Ja. Es war so, dass die Regisseurin versuchte, Geld zusammenzubekommen, um daraus einen Spielfilm zu machen, aber sie bekam nie die nötige Summe. Ich war nicht der Regisseur, es geht nur über mich. Ich hielt mich raus, es war die Arbeit der Regisseurin, und ich denke, es ist sehr interessant. Du erfährst einiges über mich, all das Gute und … du erfährst viel Gutes und auch das Schlechte. Ich ließ sie einfach alles zeigen, was sie wollten. Aber der für mich wichtigste Teil des Films ist das Feedback, das ich von jungen Künstlern aus aller Welt bekam. Sie fanden es sehr inspirierend und sie wissen jetzt, dass es nicht so leicht ist, wie es aussieht, und du immer weiter machen musst, und dir jeden Schritt deines Weges erkämpfen musst. Es wird dir nicht jedes Mal einfach so in den Schoß gelegt. Es fängt immer wieder von vorn an, und du musst dich wieder neu beweisen. So läuft das in diesem Geschäft. Aber das wird sich nie ändern und viele junge Künstler sind von diesem Film inspiriert, von dieser Dokumentation, denn sie sehen, dass ich, obwohl ich erfolgreich wurde, auch in Situationen mit Ensembles bin, die mich nicht unterstützen und es auch für mich schwierig sein kann. Sie erkennen dann zum ersten Mal: „Oh, es ist kein Zuckerschlecken. Es gibt viele Probleme und sogar jemand Erfolgreiches, wie Vincent, muss da durch. Also, dann komme ich auch da durch.“ Und das macht mich stolz bei diesem Film.
Jamon: Und zum Schluss noch: Was kommt bei Vincent Paterson als Nächstes?
Vincent Paterson: Das ist interessant. Zurzeit habe ich etwa zehn coole Projekte im Kopf. Vier der großen sind unglaubliche neue Musicals und es reizt mich sehr, dabei Regie zu führen, alles live Theater. Ich hatte in den vergangenen Jahren ein paar großartige Musicals, ich führte Regie bei „Evita“ in Wien, das drei Monate laufen sollte und schließlich zehn Monate lief, weil es immer ausverkauft war. Das war großartig. In Berlin choreografierte ich das Musical „Cabaret“, das ist die erste Originalversion des Musicals in Berlin, und es läuft schon seit 14 Jahren. Jetzt stehe ich mit vier weiteren Musicals in den Startlöchern, darunter eines mit Darren Hayes von Savage Garden.
Q: Das glaub’ ich nicht!
Jamon: Oh, wow!
Vincent Paterson: Yeah, aber ich darf noch nicht darüber sprechen.
Q: Ja, er konnte auch nicht darüber sprechen, er machte kleine Andeutungen und sagte, dass er an etwas arbeitet. Darren war in einer der ersten Episoden Gast unserer Show. Er ist ein großer Michael Fan, seit der Bad Tour. Wow, jetzt fügt sich ein anderes Puzzle-Teilchen ein.
Vincent Paterson: Ja, das stimmt. Er hat mich angerufen. Genauer gesagt schickte er zuerst eine Mail und sagte: „Du weißt, dass ich ein großer Fan bin“, und blablabla, und ich schrieb ihm zurück, ich schrieb: „Das ist verrückt, ICH bin dein Fan. Lass uns was zusammen machen.“ Wir trafen uns und er schrieb dieses wirklich tolle Musical, das mich sehr inspirierte, und wollte, dass ich Regie führe. Das tue ich. Das sind also die Projekte, die in den nächsten Jahren stattfinden werden. Musicals brauchen immer etwas Zeit. Aber ich denke, ich werde auch bei meinem ersten Spielfilm Regie führen. Ich bekomme viele Film-Angebote, aber ich lehne sie immer ab. Sie begeistern mich nicht. Ich muss inspiriert sein, ich muss eingeschüchtert sein, und es muss so sein, dass es auch für mich selbst etwas bringt. Und dieses Script gefällt mir wirklich, und so langsam glaube ich, dass ich etwas Interessantes daraus machen kann. Das ist also das große Projekt, das etwa ab Januar stattfinden wird. Ansonsten unterrichte ich überall im Land bei Workshops, und habe gelegentlich auch öffentliche Auftritte. Wahrscheinlich gehe ich auch wieder nach Paris, für ein „Michael Jackson Weekend“. Das ist für mich noch Neuland, aber was mir daran gefällt ist, dass ich, der so nah an Michael war, den Fans das Gefühl geben kann, dass sie näher bei ihm sind, oder ihn berühren oder treffen können, und es macht mich glücklich, ihnen das zu ermöglichen. Ich weiß, dass sie ihn sehr lieben, und wenn ich sie umarme, dann ist es für sie wie „Oh mein Gott, Michael hat ihn umarmt! Und jetzt hat er mich umarmt! Ich werde also von Michael umarmt.“ Das ist sehr beeindruckend, versteht ihr? Und natürlich auch, dass die Leute schätzen, was ich mit ihm geschaffen habe, und auch meine anderen Arbeiten. Ich bin einfach immer dankbar. Das sind also meine Pläne …
Q: Ok, wir sind ebenfalls sehr dankbar, dass wir deine Geschichte hören durften, deine unbeschreiblichen Erfahrungen. Wir hoffen, es hat dir gefallen und dass du noch einmal kommen wirst, denn wir würden dir gerne noch viel mehr Fragen zur „Bad Tour“, zum „Super Bowl“ und zu „Blood On the Dancefloor“ stellen. Wenn du irgendwann noch einmal deine wertvolle Zeit mit uns teilen würdest, wäre das wunderbar.
Mehr Fotos:
Danke an Vincent Paterson & The MJCast für dieses wundervolle Interview!
Übersetzung: M.v.d.Linden
-
Michael Jacksons Rede | Oxford Union Society | Oxford Speech
Heal The World, Humanitäre Leistungen, Macaulay Culkin, Michael Jackson, Michaels Worte, Paris Jackson, Prince Michael Jackson I, seine Kinder, The Jackson FiveAufforderung, Kindheit zu schützen & wiederherzustellen. Über bedingungslose Liebe & das Recht jedes Kindes, geliebt, geschützt und respektiert zu werden.
-
Michael Jacksons humanitäre Leistungen Teil 1: 1972 – 1989
Beat It, Captain EO, Gone Too Soon, Heal The World, Humanitäre Leistungen, Man In The Mirror, Michael Jackson, Private Begegnungen, Rock With You, Thomas Mesereau, We Are The WorldMichael Jacksons humanitäre Leistungen sind einzigartig & beeindruckend. Er gab nicht nur Geld, sondern auch seine Zeit, Liebe & persönliche Unterstützung.
-
Michael Jackson und Vitiligo
Warum hat sich seine Hautfarbe so stark verändert? Hat er sich bleichen lassen, weil er sein Aussehen und seine Rasse nicht mochte und weiß sein wollte?
-
Gerechtigkeit für Michael Jackson
Gavin Arvizo und der Prozess 2005, James Safechuck, Jordan Chandler (1993), Leaving Neverland, Macaulay Culkin, Martin Bashir, Michael Jackson, Missbrauchsvorwürfe, Presseartikel, Tom Sneddon, Wade RobsonUmfassende Recherchen zu sämtlichen Kindesmissbrauchsvorwürfen, die jemals gegen Michael Jackson erhoben wurden.