Im Oktober 2009 unterzeichnete Präsident Obama das Ryan White HIV/AIDS-Behandlungserweiterungsgesetz, das zum Andenken an den tapferen Ryan White, einen Jungen, der im Alter von 13 Jahren HIV/AIDS durch eine Bluttransfusion bekam, eingeführt wurde. Trotz weitverbreitetem Unwissen und Diskriminierung setzte sich die Familie unermüdlich dafür ein, das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen und das Leben ihres Sohnes durch Bildung und gesetzliche Maßnahmen zu ehren.
Honoring the Legacy of Ryan White: Im Oktober 2009 unterzeichnete Präsident Obama das Ryan White-Erweiterungsgesetz zur HIV/AIDS Behandlung (HIV/AIDS Treatment Extension Act of 2009) Auch Jeanne White-Ginder, die Mutter von Ryan White, ist Unterzeichnerin dieses Gesetzes.
Aus der Rede von Obama:
Obama: „Viele Ereignisse und Bestrebungen haben über die Jahre unser Verständnis für diese grausame Krankheit erweitert. Eine davon begann 1984, als ein 13-jähriger Junge aus Indiana sich durch eine Infusion mit HIV/AIDS ansteckte. Die Ärzte bestätigten den Leuten, dass Ryan White kein Risiko für seine Klassenkameraden oder seine Gemeinde sei. Aber es herrschte immer noch weitverbreitetes Unwissen. Die Menschen verstanden oder glaubten nicht, dass sich der Virus nicht über ganz normale Umgangs-Kontakte verbreiten konnte. Eltern protestierten gegen Ryans Teilnahme am Unterricht. Einige nahmen ihre Kinder von der Schule. Die Dinge entwickelten sich so schlecht, dass die Familie White schließlich in eine andere Stadt zog. (…) Wir können Ryan seiner Mutter Jeanne nicht zurückgeben. Aber was wir tun können – und worum es in diesem Gesetz hier seit über 20 Jahren geht – ist, das wir die Courage würdigen, die er und seine Familie zeigten. Was wir machen können, ist, mehr zu unternehmen und mehr Menschen aufzuklären. Was wir unternehmen können, ist, jeden Tag weiterzukämpfen, bis wir diese Krankheit von der Erde ausgelöscht haben. In diesem Sinne unterzeichne ich dieses Gesetz.“
English Version
“A number of events and advances over the years have broadened our understanding of this cruel illness. One of them came in 1984, when a 13-year-old boy from central Indiana contracted HIV/AIDS from a transfusion. Doctors assured people that Ryan White posed no risk to his classmates or his community. But ignorance was still widespread. People didn’t yet understand or believe that the virus couldn’t be spread by casual contact. Parents protested Ryan’s attendance in class. Some even pulled their kids out of school. Things got so bad that the White family had to ultimately move to another town. (…) We can’t give Ryan White back to Jeanne, back to his mom. But what we can do — what the legislation that I’m about to sign has done for nearly 20 years — is honor the courage that he and his family showed. What we can do is to take more action and educate more people. What we can do is keep fighting each and every day until we eliminate this disease from the face of the Earth. So with that, let me sign this bill. „
Obamas Speech: http://www.whitehouse.gov/the-press-office/remarks-president-signing-ryan-white-hivaids-treatment-extension-act-2009

Auszüge aus dem Buch: „Ryan White – My Own Story“
Wenn wir Restaurants besuchten, standen die Leute auf und gingen, damit sie nicht irgendwo in meiner Nähe sitzen mussten. Sogar in der Kirche wollte niemand mir die Hand schütteln. In der Stadt hatten sie Panik. Oft drückten sich die Kinder dicht an die Wände, wenn ich vorbeilief. Ich hörte, wie Kinder ‘Ryan White Witze’ erzählten. Und Erwachsene erzählten Lügen darüber, wie sie gesehen hätten, dass ich Leute biss oder im Laden über das Gemüse gespuckt hätte. Ich habe so etwas nie gemacht und würde es auch nie tun. Als ich schließlich zurück in meine Klasse kam, nachdem ein Richter festgestellt hatte, dass die Schule im Unrecht war, wünschten sich trotzdem viele Leute, ich wäre lieber weggeblieben. AIDS kann eine Familie zerstören, wenn du es zulässt, aber zum Glück für mich und meine Schwester brachte uns Mutter bei, trotzdem immer voranzugehen. Sie sagte „Gebt nicht auf, seid stolz auf das, was ihr seid und bedauert euch nicht selbst.“
Eines Tages rief Michael Jackson mich an. Ich dachte „Wow“, ich wusste nicht, warum er anrief, höchstens vielleicht, weil er auch aus Indiana stammt. Er war im Auto, sagte er, und „Wenn wir unterbrochen werden, dann rufe ich dich zurück“. Ich habe ihm erzählt, was ich mache, welche Filme ich gesehen hatte, wie die Schule war, wie ich mit John einen Schaufensterbummel gemacht hatte – irgendwas über irgendjemand. Und ich sagte, ich höre seine Alben. Am liebsten mochte ich Man in the Mirror. Michael ist nicht seltsam oder verrückt, wie man es in den Zeitungen lesen kann, die man im Supermarkt bekommt. Er ist sehr ruhig und sanft. Manchmal dauert es eine Zeit, bis er etwas sagt. Er ist so freundlich und friedlich. Es war schön für mich, ihn als neuen Freund zu haben. „Wenn du das nächste Mal in LA bist, treffen wir uns, und werden etwas Spaß zusammen haben“, sagte er mir. Ich konnte es nicht erwarten. An dem Tag, den wir mit Michael verbringen sollten, kam eine Limo, um Mama, Andrea, Heather und mich früh vom Hotel abholen. Als wir einstiegen, sagte man uns, wir dürften keine Kameras mitnehmen, weil wir keine Fotos machen durften. Nach etwa 3 Stunden, ca. um 10.00 Uhr, fuhren wir durch das Haupttor von Neverland, Michaels Ranch. Michael trug schwarze Hosen und eine rot-schwarze Jacke und einen schwarzen Hut. Er trug immer meine Lieblingsfarben. Er zeigte uns das Haupthaus. So wie ich, träumt auch er davon einmal Kinder zu haben, deshalb hatte das Haus ein Schlafzimmer für ein kleines Mädchen und einen kleinen Jungen, und Spielzimmer mit allen Arten von Spielzeugen – sogar einem Miniatur-Karussell. Beim Mittagessen – Huhn mit Mais und Kürbiskuchen – trafen wir Michaels Affen. Der bekannteste, Bubbles, war nicht da, aber die anderen ersetzten ihn gut. Sie trugen alle Windeln und T-Shirts in verschiedenen Farben. Sie haben ihre eigenen Babysitter und gehen „zur Schule“ um Benehmen zu lernen. Sie benehmen sich wirklich gut. Sie liefen herum und spielten mit unseren Schuhbändern, während wir aßen. Gelegentlich fütterte Michael sie mit einem Stückchen. Ich wollte mich gar nicht mehr von ihnen trennen.
Ich fühlte mich sehr wohl mit Michael, weil ich sah, dass er genauso schüchtern war wie ich. Er war eine ganz normale Person für mich. Ich konnte mich wirklich entspannen bei ihm. Beim Essen gab es Saft und Pepsi. Mama fragte, ob es keine Coke gab. Dann erinnerte sie sich an Michaels Pepsi Werbung. Sie dachte, sie hätte es voll getroffen. Michael lachte, er wusste, was sie dachte. Er sagte, Mama sei genau wie seine Mutter. So brachte Mama den Mut auf und stellte eine typische „Mutter Frage“: „Michael, ist es wahr, dass du in einem Sauerstoff-Tank schläfst?“ Das war etwas, was die Klatschpresse über ihn berichtete. Michael lachte und sagte: „Also Jeanne, du kennst doch die ganzen Geschichten, die über dich und Ryan geschrieben werden.“ „Oh Gott“, sagte Mama, „ich verstehe.“ Nach dem Essen fragte Michael mich, ob ich mit ihm auf der Ranch herumfahren wollte. „Yeah“, sagte ich. Andrea probierte sein Trampolin aus und Mama und Heather probierten seinen „Out Door Hot Tub“ aus, mit einer Video-Leinwand dabei. Michael und ich fuhren über die unbefestigten Wege der Ranch. Ich fuhr vorn und er saß hinten. Ich gab Gas und Michael schrie: „Mach langsamer, Ryan!“ Als wir ein paar Meilen gefahren waren, fragte er, ob ich den Weg zum Haus zurück wieder finden würde. „Aber sicher“, sagte ich, denn ich hatte mir ein paar Anhaltspunkte gemerkt. „Das ist schön für dich“, sagte er, „aber jetzt lass mich fahren!“
Als wir Mama und die Mädchen wieder trafen, war es schon spät. Wir aßen noch selbst gemachte Pizza und dann wurde es Zeit für uns zurück nach LA zu fahren. Ich sagte Michael, ich hätte wirklich gerne ein Foto von uns. Er schickte jemanden los, eine Polaroid-Kamera zu holen und fuhr mit uns bis zum Eingang der Ranch. Mama machte ein paar gute Aufnahmen und dann verabschiedeten wir uns. Als die Limo auf dem Highway war, schlug Heather die Hände vors Gesicht und schaukelte vor und zurück, und begann zu lachen und lachen. „Ich kann es einfach nicht glauben! Ich glaub’ es nicht!“ schrie sie, „wir haben einen Tag mit Michael Jackson verbracht. Ich kann es nicht glauben, wir waren mit Michael Jackson zusammen.“

An schlechten Tagen musste ich für soziale Kontakte aufs Telefon zurückgreifen. Michael rief an, um mir zu sagen, dass er fleißig an einem neuen Album arbeitet. „Wir müssen uns wieder treffen und etwas herumtrödeln“, sagte Michael. Er wollte wissen, ob ich nach Weihnachten wieder auf die Ranch kommen könne. Also, wenn Michael dich einlädt, dann sagst du nicht nein. Dr. Kleinmann wusste, dass ich weiter durchhalten wollte, und diese Trips nach Kalifornien ließen mich nach vorn sehen. Ich konnte auf ihn zählen, damit ich in dieses Flugzeug kam. Deshalb antwortete ich Michael: „Darauf kannst du wetten.“ Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden. Die Limo fuhr mich bis zum Bungalow Nr. 3, für eine Erholungspause. Michael sagte: „Ich seh’ dich um 19.00 Uhr.“ Das war Essenszeit. Ich war verwirrt, mein Magen schmerzte und ich hatte Krämpfe. Ich rief Mama an: „Ich hätte nicht herkommen sollen“, sagte ich zu ihr. „Ich will hier bei Michael nicht krank sein.“ „Weißt du, du hast eine Zeit nichts gegessen“, meinte Mama. Ich brauchte normalerweise mindestens alle paar Stunden einen Snack. „Warum wartest du nicht ab, wie du dich nach dem Essen fühlst?“ Ich hielt ein Schläfchen und ging dann zum Essen ins Haupthaus – es gab Hühnchen, „Bier Ribs“ und Bratkartoffeln. Dann gingen Michael und ich in sein Privat-Kino und sahen uns zweieinhalb Stunden lang Three Stooges an. Wir aßen Pop Corn von der Maschine im Kino und ließen uns vom Haus eine Pizza liefern. Ich fühlte mich viel besser und hatte eine gute Zeit. Ich war jetzt froh darüber, dass ich hergekommen war.
„Ich mag deine Jacke“, sagte Michael zu mir, „aber ich möchte, dass du eine „schwerere“ bekommst.“ Deshalb fuhren wir beide in Michaels Bentley in einen Laden in der Nähe. Das Beste war, dass der Mann im Laden nicht glaubte, dass Michael und seine Kreditkarte echt waren! Michael gab ihm die Nr. der Security von der Ranch, und er rief dort an, um das mit der Karte und Michael abzuklären. Ich war glücklich, als es zum Abendessen Tacos gab. Danach zeigte ich Michael ein Video, das Mama, Andrea und ich für ihn von unserem Haus gemacht hatten – jedes Zimmer, jedes Poster und sämtliche Dekoration an unseren Wänden. Ich sagte zu ihm: „Wenn du uns jetzt besuchen kommst, kennst du dich schon überall aus.“ Nachts sahen wir den neuen Indiana Jones Film an. „Wie viel Glück kann man haben?“, dachte ich. Am nächsten Tag hatte Michael geschäftliche Treffen. Als er wieder Zeit hatte, gingen wir erneut in die Stadt und besorgten ein paar Geschenke für Mama und Andrea. Beim Essen am Neujahrsabend gab mir Michael eine wunderschöne Uhr. Sie läutet jede Stunde, und sie zeigt das Datum, den Wochentag, den Monat und das Jahr an. Ich bedankte mich. „Ich muss morgen früh los, noch bevor du fort musst“, sagte Michael, „es tut mir leid, dass ich dann nicht da bin. Leider habe ich auch bislang nicht das Foto mit dem Autogramm, das du wolltest, aber ich schicke es dir zu.“ Als wir uns zum Abschied umarmten sagte Michael: „Gib niemals auf, tu es für mich.“
Neujahrstag, mein letzter Tag auf der Ranch. Ich spielte mit Max, einem von Michaels Affen. Ich freute mich, ihn wiederzusehen und er freute sich, meine Schuhbänder wiederzusehen. Ich wollte einen Kuss und Max gab mir einen. Ich rief Mama an, um ihr zu sagen, dass ich auf dem Weg nach Hause sei. „Am Tor der Ranch ist eine große Kiste für mich“, sagte ich zu ihr, „es macht mich ganz verrückt, was denkst du, was darin ist?“ Es war eine komplette neue Stereo Anlage mit CD Wechsler. Ein paar Tage später bekam ich das signierte Foto von Michael. „Für Ryan“. Er trug etwas schwarz, rot und weißes. Danke Michael!
Später, als Ryan wegen seiner Krankheit nicht mehr selbst an dem Buch schreiben konnte, half ihm Ann Marie Cunningham und schrieb weiter:
(…) In der nächsten Woche blieb Ryan bewusstlos, in kritischem Zustand und auf der Intensivstation des Riley Hospitals. Dr. Kleinbahn sagte Jeanne, er sei sicher, dass Ryan keine Schmerzen habe. Aber die Chancen für Ryan, durchzukommen stünden nur bei 10 %. (…) Als Michael Jackson anrief, konnte Ryan nur 2 Minuten sprechen. „Ryan, Elton John sagt, du könntest einen Superstar doch nicht so runterziehen. Er sei nur B-Klasse im Vergleich mit Michael!“ Er (Elton) hielt das Telefon an Ryans Ohr, damit Michael ihn aufmuntern konnte. (…) Ungefähr um 1 Uhr morgens rief Michael wieder von Atlantic City aus an. Als Jeanne ihm sagte, dass Ryan nicht mehr lange leben würde, sagte Michael, er fliege sofort nach Indianapolis. „Ryan wird sterben“, sagte Jeanne. „Ich fühle mich furchtbar“, sagte er.
Michael hatte Ryan vor Kurzem einen roten Mustang gekauft und die Whites waren häufiger Gäste auf seiner Ranch. Michael wollte kommen, er war in Atlantic City. „Wie lange wirst du brauchen, Michael?“, fragte Jeanne und sah dabei eine Krankenschwester an. „Zwei Stunden?“, fragte sie die Schwester – aber die schüttelte ihren Kopf. „Michael, komm nicht. Ryan wird keine 2 Stunden mehr überleben. Wir wissen, wie sehr du ihn liebst.“ Jackson sagte, er wäre morgens da, und das war er auch. Als er ankam, ging er sofort in das Zimmer der Whites. Er war sehr erschüttert, dass er es nicht geschafft hatte, bevor Ryan starb. Zu Hause ging er in Ryans Zimmer, welches voller Poster, Sammlungen und Souvenirs war, auch sein Regiestuhl vom Filmset war darunter. Im Schrank war die schwere Lederjacke, die Michael ihm gekauft hatte. Michael saß da und sah sich schweigend alles an. Jeanne bot ihm an, alles, was er wolle als Erinnerung mitzunehmen, aber Michael sagte, sie solle den Raum so lassen, wie er war.

Im Hof der Whites stand der rote Mustang, den Michael Ryan gab. Jetzt war er bedeckt mit Blumen und Ostereiern, Geschenken von Kindern. Andrea nahm Michael mit nach draußen und zeigte ihm das Auto. Als Michael den CD-Spieler anschaltete, lief Ryans Lieblingslied, Man in the Mirror. Michael lächelte. Er wusste, es musste das letzte Lied gewesen sein, das Ryan gehört hatte.
Ryan starb am 8. April 1990, um 7.11 Uhr morgens. Es war Palmsonntag.

Michael spricht über Ryan:
Ich versuche nicht philosophisch zu werden, aber ich denke wirklich, dass es meine Aufgabe ist, Kindern zu helfen. Ich denke, es ist meine Berufung. Es ist mir egal, wenn die Leute lachen, oder was sie sagen. Kinder haben in der Gesellschaft nichts zu sagen und ich denke, jetzt ist ihre Zeit gekommen. Fortan ist es ihre Zeit. Sie müssen von der Welt wahr genommen werden und sie brauchen Entscheidungen, mit denen sie umgehen können. Und wenn ich das Licht sein kann, dieses Podest, von wo aus einfach etwas Licht auf das, was sie sind, geworfen wird und darauf, wie wichtig Kinder sind, dann ist es das, was ich tun will. Ich weiß nicht, wie Gott die Menschen auswählt, oder welche Schachzüge er mit ihnen spielt, er bringt dich in eine Position und stellt dich an deinen Platz. Manchmal fühle ich es so, als wäre das genau mein Platz.
Ryan White. Das Härteste für mich … Ich verstehe nicht, dass ein Kind stirbt. Wirklich nicht. Ich denke, es gibt dort ein Fenster (Abschnitt) in dem man sterben kann, aber nicht in diesem Zeitfenster. Wenn ein Kind stirbt oder krank ist, dann kann ich das wirklich nicht verstehen. Aber ich hörte Ryan White zu, er war 12 Jahre alt, und in meinem Esszimmer auf Neverland sagte er seiner Mutter, wie er beerdigt werden wolle. Er sagte: „Mama, wenn ich sterbe, zieh mir keinen Anzug mit Krawatte an. Ich will keinen Anzug mit Krawatte tragen. Zieh mir OshKosh Jeans und ein T-Shirt an.“ Ich sagte: „Ich muss mal ins Badezimmer“, und rannte ins Bad und weinte mir die Augen aus dem Kopf. Diesem kleinen Jungen zuzuhören, wie er seiner Mutter erzählte, wie er beerdigt werden wollte. Das tat mir so weh. Es war, als wäre er bereit dazu und als er starb, trug er OshKosh Jeans und ein T-Shirt und eine Uhr, die ich ihm gegeben hatte. Wie kann dein Herz nicht mit ihm sein? Und ich saß alleine in diesem Raum mit ihm, und er lag da, ich fühlte mich so elend, wollte ihn nur festhalten und küssen und ihm sagen, dass ich ihn liebe, all diese Dinge, die ich sagte, als er noch lebte. Ich kümmerte mich um ihn und er war bei mir zu Hause. Aber ihn einfach da liegen zu sehen … ich sprach mit ihm und sagte: „Ryan, ich verspreche dir, auf meinem nächsten Album etwas dir zu Ehren zu machen. Ich werde ein Lied für dich aufnehmen. Ich werde es singen. Ich möchte, dass die Welt weiß, wer du warst.“ Ich schrieb Gone Too Soon. Es war für ihn.

Übersetzung: M.v.d.Linden
Audio eines Telefongesprächs zwischen Michael und Ryan

Ryan White – (Michael Jackson – Dancing The Dream)
***
Ryan White, symbol of justice
Or child of innocence, messenger of love
Where are you now, where have you gone?
***
Ryan White, I miss your sunny days
We carelessly frolicked in extended plays
***
I miss you, Ryan White
I miss your smile, innocent and bright
I miss your glory, I miss your light
***
Ryan White, symbol of contradiction
Child of Irony, or child of fiction?
***
I think of your shattered life
Of your struggle, of your strife
While ladies dance in the moonlit night
Champagne parties on chartered cruises
I see your wasted form, your ghostly sight
I feel your festering wounds, your battered bruises
***
Ryan White, symbol of agony and pain
Of ignorant fear gone insane
In a hysterical society
With free-floating anxiety
And feigned piety
***
I miss you, Ryan White You showed us how to stand and fight
In the rain you were a cloudburst of joy
The sparkle of hope in every girl and boy
***
In the depths of your anguished sorrow
Was the dream of another tomorrow.
*
*

Jeanne White-Ginder, die Mutter von Ryan, erinnert sich:
http://www.cbsnews.com/stories/2009/07/03/earlyshow/leisure/celebspot/main5131656.shtml
Was auch immer war, ich habe nie gezögert, Ryan Zeit auf Neverland verbringen zu lassen. Er ging nach Weihnachten 1989 zum ersten Mal alleine dorthin. Alles beruhte auf gegenseitigem Vertrauen. Ryan rief mich an und ich fragte ihn: „Was hast du heute gemacht?“ Er sagte: „Oh, heute Nacht haben wir 3 Stunden lang die ‚Three Stooges‘ angesehen. Ryan war 18. Ryan war schon etwas erwachsener für sein Alter und Michael war viel mit jüngeren Kindern zusammen und es interessierte ihn sehr, was Ryan mochte, was einen 18-Jährigen interessierte. Michael liebte Kinder, es interessierte ihn nicht, welche Rasse, welche Hautfarbe oder welches Handicap oder welche Krankheit sie hatten. Er liebte einfach alle Kinder. Michael kaufte Ryan einen 1989er-Mustang – und einfach nur die Freude auf dem Gesicht des Kids zu sehen … Aber das Schönste, was Michael für ihn tat, war das Gone Too Soon Video …
Oh mein Gott, das Auto stand draußen, während der Trauerfeier, an der Michael teilnahm und die Leute warfen Blumen, jeder musste ein Andenken da lassen. Meine Tochter Andrea und Michael gingen in das Auto und Michael startete es und Man In The Mirror erklang … und die kleinsten Dinge konnten Michael so glücklich machen. Du konntest es in seinen Augen sehen, er lächelte von einem Ohr zum anderen und er sagte: „Ich war der letzte Mensch, dem Ryan zuhörte“. Und ich sagte ‚Ja‘, denn Ryan spielte Man In The Mirror immer und immer wieder.“ Drei Tage nach der Beerdigung rief Michael mich an und fragte, wie es mir gehe. Und ich fragte ihn: „Michael, was hat dich und Ryan so verbunden?“ Er sagte: „Weißt du Jeanne, die meisten Menschen können nicht ausblenden, wer ich bin, deshalb benimmt sich niemand bei mir normal.“ Er sagte: „Ryan wusste, wie ich behandelt werden wollte, nämlich genauso normal, wie auch er behandelt werden wollte.“ Und er sagte: „Vertrauen, Jeanne, ich kann niemand vertrauen, jeder will etwas von mir. Weißt du, ich habe Ryan versprochen, in meinem nächsten Video mitzuspielen. Aber jetzt ist er fort, ich kann ihn nicht mehr ins Video nehmen, aber könnte ich ein Video für ihn machen?“ Und ich sagte: „Es ist unglaublich, du würdest ein Video machen?“ Und Michael machte das Gone Too Soon Video, eine Erinnerung für die Ewigkeit.

Am 19. Januar 1993, bei der Gala zur Amtseinführung des frisch gewählten amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, hält Michael eine kurze Rede, bevor er „Gone Too Soon“ singt:
„Danke, Mr. Präsident, für die Einladung zu ihrer Amtseinführungsgala. Ich möchte gern einen Moment dieser öffentlichen Zeremonie nutzen, um über etwas sehr Persönliches zu sprechen. Es betrifft einen lieben Freund von mir, der nicht mehr unter uns ist. Sein Name ist Ryan White. Er war Bluter und mit 11 Jahren wurde bei ihm der AIDS Virus diagnostiziert. Er starb kurze Zeit nach seinem 18. Geburtstag, in einem Alter, indem die meisten jungen Menschen anfangen, die wunderbaren Möglichkeiten des Lebens zu erforschen. Mein Freund Ryan war ein sehr fröhlicher, mutiger, aber ganz normaler junger Mann, der nie Symbol oder Sprecher einer tödlichen Krankheit sein wollte. Über die Jahre habe ich viele lustige, glückliche aber auch schmerzhafte Momente mit Ryan geteilt, und ich war mit ihm bis zum Ende seiner kurzen aber ereignisreichen Lebensreise. Ryan hat uns verlassen und so wie jeder, der einen geliebten Menschen an AIDS verloren hat, vermisse ich ihn sehr und für immer. Er ist gegangen, aber ich möchte, dass sein Leben über seinen Tod hinaus eine Bedeutung hat. Es ist meine Hoffnung, Präsident Clinton, dass sie und ihre Regierung die Ressourcen aufbringen, die nötig sind, um diese schreckliche Krankheit auszulöschen, die mir meinen Freund nahm und so viele andere Leben vor ihrer Zeit beendete. Dieses Lied ist für dich, Ryan …“
English Version
“Thank you, Mr. President elect, for inviting me to your inauguration gala. I would like to take a moment from this very public ceremony to speak of something very personal. It concerns a dear friend of mine, who is no longer with us. His name is Ryan White. He was a haemophiliac, who was diagnosed with the AIDS virus when he was 11. He died shortly after turning 18, the very time most young people are beginning to explore life’s wonderful possibilities. My friend, Ryan, was a very bright, very brave and very normal young man who never wanted to be a symbol or a spokesperson for a deadly disease. Over the years, I’ve shared many silly, happy and painful moments with Ryan, and I was at the end of his brief, but eventful journey. Ryan is gone, and just as anyone who has lost a loved one to AIDS, I miss him deeply and constantly. He is gone, but I want his life to have meaning beyond his passing. It is my hope, President elect, Clinton, that you and your administration commit the resources needed to eliminate this awful disease that took my friend… and ended so many promising lives before their time. This song is for you, Ryan.”
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