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“A lot of people misunderstand me. That’s because they don’t know me at all.” – Michael Jackson

„My Friend Michael“ von Frank Cascio ist mehr als eine Biografie Michael Jacksons. Es ist das feinfühlige Porträt einer seltenen Freundschaft, geschrieben aus der Innensicht eines lebenslangen Freundes. Cascio zeigt Jackson nicht als unerreichbaren Superstar, sondern als echten Menschen mit Höhen und Tiefen. Dieses Buch bietet einen menschlichen Blick auf den King of Pop, den niemand sonst bieten könnte.

Wenn du bereit bist, Michael zu lieben, mit Fehlern und allem, dann lies dieses Buch.

Ich war vorsichtig optimistisch gegenüber dem Buch My Friend Michael von Frank Cascio. Einerseits wunderte ich mich, warum ein langjähriger Freund von Michael sein Schweigen brechen wollte, um ein Buch über eine Freundschaft zu schreiben, die für mehr als 20 Jahre erfolgreich geheim gehalten wurde. Aber je mehr ich eintauchte, desto deutlicher wurden für mich die Intentionen Frank Cascios, die in seiner lebenslangen Zuneigung zu seinem Freund verwurzelt sind. Er möchte die Wahrheit teilen, die er aus erster Hand erlebt hat, und wie bei jeder Freundschaft, gab es Höhen und Tiefen.

My Friend Michael unterscheidet sich sehr von anderen Büchern über Michael Jackson, die ich gelesen habe. Meiner Kenntnis nach ist es das erste Buch, das von jemandem geschrieben wurde, der unmittelbar beim Geschehen dabei war und kein Familienmitglied, Geschäftspartner oder ein „Medien Spürhund“ ist. Frank Cascio ist ein ganz normaler Kerl, der zufällig eine ungewöhnliche Freundschaft mit einem Mann pflegte, der alles andere als gewöhnlich war. Das Buch schmiert keinen Honig um den Mund, und es hebt Michael auch nicht auf ein Podest außer Reichweite. Stattdessen bietet es den vielleicht menschlichsten Blick in das Herz des King Of Pop, der bis heute geschrieben wurde: ein Mann, der aufrichtigen menschlichen Interaktionen und der trotzdem in einer Welt lebte, in der niemand vertraut werden konnte. Gespickt mit Paranoia, kämpfte Michael um Freundschaften, die auf reiner gegenseitiger Liebe beruhten, als Gegenpol zu den durchtriebenen Opportunisten, die sein Leben bevölkerten.

Michael Jackson war nicht nur der talentierteste Entertainer aller Zeiten, er war vielleicht auch einer der komplexesten. Es kann nicht einfach sein, sein ganzes Leben in einem Goldfischglas zu verbringen, mit nur wenig Verbindung zu der täglichen Realität, wie wir sie erleben. Dieses Buch erinnert uns daran, dass Michael Jackson ein einfacher Sterblicher war, wie der Rest von uns, aber jenseits eines Bereichs lebte, den der Rest von uns sich nicht vorstellen kann. Solche Umstände sind sicher nicht hilfreich, sondern verschieben die Perspektive eines Individuums auf die Welt als ganzes und darauf, wie man sein Leben lebt. Michael war sicher ein Mensch wie jeder von uns, aber darüber hinaus gibt es nur wenig übereinstimmende Ähnlichkeiten. Frank zeichnet ein Bild von einem Mann, der sehnsüchtig versucht, etwas Normalität festzuhalten, während er mit dem „Raketenboot“ mit dem Namen „Berühmt“ fest verbunden ist. Es ist beinahe, als ob Michaels Super Nova ihn in die Stratosphäre hinaus geschossen hätte, und alles, was er mit uns auf diesem Flug tun konnte, war zu versuchen, ihn in die richtige Richtung zu lenken, aber letztlich hatte niemand die Kontrolle über die Flugbahn.
Frank teilt viele private Geschichten und Missgeschicke, die er mit Michael erlebte. Bei allem wird deutlich, dass Michael sich danach sehnte, eine ganz normale Freundschaft, mit Insider Witzen, Streichen und einfacher Kameradschaft zu haben. Es sieht aus, als ob Michael die Cascios als seine Adoptiv-Familie erwählt hat, mit der er Geburtstage und Weihnachten feiern konnte, und Familienurlaube verbrachte, auf eine Art, wie er es mit seiner eigenen Familie nie erlebte. Vielleicht war es kein Fehler, dass Michael eine Familie aus New Jersey auswählte, weit weg von dem Rummel des Lebens in den Metropolen und nah genug für Michael, um keine zu großen Umwege machen zu müssen.

Frank beschreibt genau, wie Michael ihn als Freund und Vaterfigur leitete, ihm erklärte, wie man Mindmaps anfertigt, und seine Ziele hochsteckt, ohne sich selbst einzugrenzen. Es ist ein Tutorium, auf das ich neidisch bin! Es gibt keine Schulstunden oder Lebenslehren, die man mit der „Michael Jackson Universität“ vergleichen könnte, und Frank scheint dort mit einem King of Pop – „cum laude“ abgeschlossen zu haben. Es wird deutlich, dass Frank viel von seinem einmaligen Lehrer gelernt hat, und er sich sein ganzes Leben daran erinnern wird. Und was für coole Eltern Frank hatte, die ihren Kindern erlaubten, mit einem Mann durch Europa zu reisen, der gerade der Pädo*** beschuldigt wurde, und die ausdrücklich zuließen, dass Michael für mehr als 20 Jahre ein zusätzlicher Elternteil für ihren Nachwuchs war.  Ich wäre glücklich, solche Eltern zu haben. Der Umstand, dass die Cascios Michael in einem solchen Umfang vertrauten, spricht Bände über seine Unschuld. Sie waren nicht durch Michael „gehirngewaschen“, sondern sie waren einige der wenigen, die die Wahrheit deutlich sahen, als der Rest der Welt zweifelte. Frank kannte die Kinder und die Familien, die Michael fälschlicherweise beschuldigten. Er war zu vielen Gelegenheiten im Schlafzimmer bei den Übernachtungen dabei. Fazit: das einzige Unrecht ist, dass ein unschuldiger Mann beschuldigt wurde.

Frank sah auch aus erster Hand Michaels Problem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Für mich macht es völlig Sinn, dass ein Entertainer vom Format Michael Jacksons ein Problem damit haben kann, nach einer energiegeladenen Performance wieder runterzukommen, und dann damit zu kämpfen hat, genügend Ruhe zu finden um schlafen zu können. Besonders, wenn man mit chronischen Schmerzen zu tun hat, aber verpflichtet ist, am nächsten Tag wieder aufzustehen und das Ganze erneut zu bewältigen. Nein, Propofol ist nicht als Schlafhilfe gedacht, aber der Rest von uns arbeitet auch nicht in einem Job, der uns jede Nacht voll mit Adrenalin pumpt, und wir sind auch nicht täglich für ein Stadium voller jubelnder Fans verantwortlich. Mit allem Respekt lebte Michael verständlicherweise ein Leben nach anderen Regeln, denn zu seinem Leben passten keine anderen. Das Einzige, das ich bei Michael im Umgang mit Propofol als Fehler ansehe, ist, dass er dem falschen Arzt vertraute, und er nicht auf das angemessene Ausrüstung und Personal bestand. Aber ich kann mir denken, dass man leicht zufrieden ist, wenn man der König ist. Frank Cascio macht klar, dass es einen großen Unterschied gibt, zu einem Abhängigen, der seiner Spritze hinterherrennt und einem Mann, der unter chronischen Schmerzen leidet und sich nach etwas Erleichterung sehnt. Ich lebe auch mit chronischen Schmerzen, so kann ich die Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, die Michael in der Beziehung gefühlt haben muss, nachvollziehen. Noch dazu, wenn die ganze Welt dich als Pädo** ansieht, wird es deutlich, welcher furchtbarer Realität sich Michael jeden Tag ausgesetzt sah. Es ist kein Wunder, dass er nicht schlafen konnte, oder?

In einer der lustigsten Geschichten im Buch ist zu lesen, wie Frank und Michael sich in den Park von Disney World Paris schlichen und stundenlang (nachts) das Gelände erkundeten. Anscheinend signierten sie sogar eines der Ausstellungsstücke von Peter Pan, und ich frage mich, ob es wirklich bis heute dort geblieben ist. Die Vorstellung davon, dass Michael Jackson, der weltbekannteste Star, seinen Halt verlor und in einen künstlichen See fällt, hüfthoch im Wasser steht, und das Wasser aus seiner Fedora schüttet, ist ein Bild, das ich nicht so schnell vergessen werde. Und Frank wird das wohl auch nicht. Es ist ganz klar, dass Frank Michael das gab, was er sich am meisten wünschte: Freundschaft. Aber es ist eine Freundschaft, die Dinge aushalten musste, die sonst nicht vorkommen. Und am Ende des Buchs ist es verständlich, warum Franks Freundschaft mit Michael, durch das Gewicht des übermächtigen Lebens von Michael, sehr beansprucht wurde. Am Ende mag es so sein, dass es gar nicht möglich ist, eine normale Freundschaft mit einem außergewöhnlichen Mann zu haben. Aber Frank und Michael scheinen dem doch sehr nahe gekommen zu sein.

Fazit – Michael Jackson war vor allem und an erster Stelle ein Mensch. Wenn du bereit bist, ein Buch zu lesen, über Michael – den Menschen, mit ein paar Mängeln, seinen Gefühlen und Unsicherheiten, dann wirst du dieses Buch genießen. Durch Frank Cascio kam ich Michael näher, als ich es je zuvor war. So nahe, dass ich den Verlust der Freundschaft am Ende des Buchs mit Frank zusammen fühlen konnte. Wir wissen alle, dass es hier kein Happy End gibt, aber Michaels Leben weiterhin zu feiern ist der Punkt and dem das „und wenn sie nicht gestorben sind …“ beginnt (= das typische Märchenende) Ich denke, Jermaines Buch ist eloquenter geschrieben, aber das Buch von Frank füllt die Seiten, die bei Jermaine leer blieben. Es ist faszinierend zu lesen und ich empfehle es jedem, der ein neues Stück Wahrheit über die Menschlichkeit erfahren möchte, die Michael verkörperte.

MJ Forever & Eternally!
Big Hugs, Kaio


Übersetzung: M.v.d.L


… und noch ein kleiner Auszug …

Epilog

An Michaels erstem Todestag wurde eine Gedenkfeier an seinem Grab abgehalten. Familie, Freunde und Fans kamen zu seinem Mausoleum am Forest Lawn. Draußen hatten sich Menschen versammelt, aber innen, im Mausoleum, waren nur wenige Leute: Randy, Janet, Jermaine, Marlon und ein paar von Michaels Cousins. Ein Pastor sprach kurz und Michaels Neffe Auggie sagte ein paar Worte zur Erinnerung an seinen Onkel, die zugleich sehr kraftvoll und zutreffend waren. Sie ließen uns sehr beeindruckt und bewegt zurück.

Als die Zeremonie vorbei war, ging ich nach vorn. Es ist ein oberirdisches Grab und ist mit einer großen goldenen Krone geschmückt. Ich erwies ihm meine Ehre, sowie es die anderen getan hatten, und da erblickte ich einen Behälter voller Bazooka-Kaugummis. Ich lächelte. Das war eine nette Geste. Michael hätte das geliebt. Ich sagte ein Gebet für Michael und sprach einen Moment mit ihm. Ich dankte ihm für alles, was er für mich und meine Familie getan und für alles, was er mir gegeben hatte. Ich versprach ihm, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um seine Legacy zu erhalten, sowie er es gewollt hätte.
Danke, sagte ich, für das größte Abenteuer, das mir jemals irgendwer ermöglichen konnte. Danke, dass du mir die Augen für eine ganze Welt geöffnet hast, die ich ohne dich nie hätte erfahren dürfen. Danke, für die Erinnerungen, die du mir hinterlassen hast. Ich war wahrhaftig gesegnet, dich in meinem Leben zu haben. Ich liebe und vermisse dich.
Später erzählten man mir, als ich vom Grab wegging, hätten sie ein weißes Blütenblatt gesehen, das zu Boden schwebte. Es war nicht windig an dem Tag, und selbst wenn, wir waren in einem Gebäude. Es waren keine Fenster und Türen offen. Ich möchte glauben, dass Michael mich gehört hat und das Blatt ein Weg war, mir zu antworten.

Ich hatte kein normales Leben gelebt. Während meine Freunde im College Partys feierten und in Bars gingen, durchlebte ich ein Leben in einer vollkommen anderen Welt. Dennoch war ich gesegnet. Neben meiner liebevollen Familie hatte ich einen Lehrer, einen Vater, einen Bruder und einen Freund, der zufällig unglaubliche Begabungen hatte, und deshalb im Glanz des teilweise strahlenden Scheinwerferlichts lebte. Ich sah die Welt aus der Perspektive eines Megastars, von innen nach außen. Ich spürte den Glanz dieses Scheinwerferlichts, und ich sah die dunklen, lauernden Schatten, die sich dahinter abzeichneten. Es war ein Leben mit ungewöhnlichen Möglichkeiten und Privilegien, aber es hatte auch die Last der Einsamkeit und Verschwiegenheit. Ich erlebte das anfangs als Junge, aber ich wuchs in eine verantwortungsvollere Rolle, ich entdeckte die Feinheiten und Komplikationen davon, gute, und weniger gute, und die Herausforderungen und Hürden, denen Michael sich stellen und die er bewältigen musste, um seine Arbeit und seine Kunst zu erhalten. Von Michael lernte ich die Welt mithilfe von Büchern zu erforschen, durch ihn bekam ich die Möglichkeit die unterschiedlichsten Leute, Orte, Religionen und Kulturen der Welt zu erleben. Ich verliebte mich in die Musik und in das Unterhaltungs-Geschäft.

Aber vor allem entdeckte ich den Wert und die Schönheit eines großen Herzens. Es gab auch harte persönliche Lektionen – die zerstörende Kraft von Gier und rücksichtslosem Selbstinteresse, die schmerzhaften Wunden von Betrug, den Kampf zwischen Liebe und Selbstschutz, die Herausforderung einer komplizierten und geschätzten Freundschaft in einem bedrohlichen und konkurrierenden Umfeld.

Bisher hatte ich den größten Teil meines Lebens in der Sphäre von Michael verbracht, aber, wenn Gott will, habe ich noch ein langes Leben vor mir. Ich glaube, dass manche Teile des Lebens vorherbestimmt sind, dass Dinge aus einem bestimmten Grund passieren, aber dass es gleichzeitig an uns selbst liegt, das Beste aus dem zu machen, was uns gegeben wird. Ich sehe meine Freundschaft mit Michael und den Reichtum an Erfahrungen, den sie mit sich brachte, als eine wichtige Lektion, wofür auch immer ich als Nächstes tun werde. Ich möchte das, was ich gelernt habe, verinnerlichen und es gut umsetzen, um meine eigene Legacy aufzubauen, was immer das bedeutet. Ich nehme nichts von dem, was mir gegeben wurde, für selbstverständlich hin. Für mich – und für jeden, der von Michaels Musik, seinem Leben oder beidem berührt wurde – ist seine Botschaft eine ganz einfache und er sagte es oft: „It’s all for Love“. Ich lebe nach diesem Prinzip.

Neverland ist -soweit ich es weiß – verlassen. Der Zoo ist leer. Der Vergnügungspark wurde abgebaut. Die Bilder, die ich davon gesehen habe, zeigen die Ranch in einem traurigen, vernachlässigtem Zustand: die einst sorgfältig gepflegte Landschaften wachsen zu und verwildern mancherorts. Das Haus, das so lange leer stand, muss voller abgestandener Luft und Geister sein. Ein Ort, der für das Leben und für das Lachen und für Kinder gemacht war, ist jetzt eine quälende Erinnerung an Michaels brillante Exzentrik.

Die Wahrheit ist, ich vermisse nicht den Vergnügungspark von Neverland, oder den Zoo. Ich vermisse die kleinen Dinge: Wie meine ganze Familie sich zusammenfand und mit Michael und den Kindern zu den Tipis wanderte, um dort zu Abend zu essen. „Little Prince“, der redete wie ein Wasserfall. Paris, die an ihrem Daddy hing, Daddys kleines Mädchen. Blanket auf Michaels Arm. Ich sehe es so deutlich vor mir. Diese Gruppe von Menschen, die die Bahngleise entlangläuft. Musik spielt. Das Geräusch des Wasserfalls. Michaels Lachen. Seine Fedora.

Auch, wenn Michael und ich so weiter gemacht hätten, wie wir es zum Zeitpunkt seines Todes getan haben, wenn wir uns entweder in verschiedene Richtungen entwickelt oder ich weiter mit ihm für seine Konzerte gearbeitet hätte, wir hätten auf jeden Fall die Nostalgie unserer besten Jahre zusammen geteilt. Und ich weiß, dass wir uns mit den Jahren immer wieder zusammengefunden hätten, um diese Erinnerungen aufleben zu lassen, um zu reden, Wein zu trinken und zusammen Musik zu hören.

An einigen Abenden auf Neverland fragten Michael und ich den Koch, ob er uns für den nächsten Morgen einen Picknick-Korb packen könne. In der Morgendämmerung fuhren wir mit den Motorrädern gut 15 Minuten hoch in die Berge. Wir legten Decken auf den Boden und frühstückten, während die Sonne aufging. Wir waren immer noch auf seinem Grundstück, aber wir waren doch so weit von allem weg, nicht mal ein Haus war zu sehen. Es war eine andere Welt, überwältigend friedlich. Ich ging immer hoch in die Berge, auch ohne Michael, ich kannte all die Wege, die von seinem Grund wegführten, all die geheimen Pfade und Abkürzungen, weit nach hinten in sein Anwesen. Diese Berge waren unser geheimer Zufluchtsort, alleine oder gemeinsam.
Diese Bergpfade waren sehr eng, und wir mussten vorsichtig sein. Eine falsche Bewegung, und man wäre eine Klippe hinuntergestürzt. Einmal sagte Michael: „Komm Frank, lass uns in die Berge fahren.“ Wir sprangen auf die Motorräder und fuhren einen Pfad entlang, den wir zuvor noch nie benutzt hatten, serpentinenförmig in die Berge hinauf. Plötzlich wurde der Weg immer enger und verschwand dann ganz im Nichts wie der Schwanz einer Schlange. Michael, der vorneweg fuhr, hielt sein Motorrad gerade noch rechtzeitig an, und ich hielt hinter ihm. Er sah zu mir. „Applehead, das ist nicht gut“. Der Weg vor uns war verschwunden. Links war ein Abhang und rechts eine Bergwand und kein Platz zum Wenden. „Keine Sorge, ich werde vorsichtig zurückrollen“, sagte ich. Ich legte den Leerlauf ein und rollte langsam zurück. Es war beängstigend. Wenn ich nach unten schaute, wusste ich, wäre ich tot. Obwohl es so gefährlich war, muss ich zugeben, dass ich solche Dinge mag und auch Michael mochte es. Wir rollten zurück in Sicherheit, grinsten uns an, drehten die Bikes und rasten den Berg herunter.

Jeden Tag erinnert mich etwas an mein Leben mit Michael, ein Disney Emblem, eine leichtgläubige Person, die reif ist für einen Streich. Nachts träume ich immer noch von ihm, Träume aus alten Zeiten. Wir sind on Tour, auf einem Event, gehen nebeneinander her, machen die Dinge, die wir jahrelang taten und noch jahrelang gemacht hätten, wenn alles anders gekommen wäre.

Ich bedauere, wie unser Verhältnis während und nach dem Prozess gelitten hat. Ich wünschte, das Leben wäre nicht so kompliziert gewesen, aber dazu neigt das Leben eben, besonders ein Leben, das so erfolgreich und groß ist wie Michaels. Aber wir machten unseren Frieden. Seit meiner Jugend wusste ich, dass mit Michael befreundet zu sein bedeutet, mit ihm in guten und schlechten Zeiten verbunden zu sein. Ich hörte nie auf, mich um ihn zu sorgen, ihn zu lieben, ihn zu verteidigen. Ich mag den Gedanken, dass wir eines Tages wieder gemeinsam hinauf in die Berge gehen werden.

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Kommentare

4 Antworten zu „Review: My Friend Michael – Frank Cascio“

  1. thanks for share. thumbs up! sven

  2. Toll, das ist endlich mal ein interessanter Beitrag, mein Dank. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich diesen Blog gut zu lesen.

  3. Ich bin froh, dass ich Deutsch verstehe und über Frank’s Erkenntnisse zu lesen.