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Joe Vogel: Michael Jacksons Blood On The Dance Floor – 15 Jahre danach

by on 22. March 2012

Michael Jackson’s ‘Blood on the Dance Floor,’ 15 Years Later
Artikel von Joseph Vogel

http://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2012/03/michael-jacksons-blood-on-the-dance-floor-15-years-later/254877/#.T2oYy6HCj-8.twitter

Michael Jacksons Blood On The Dance Floor – 15 Jahre danach

Am 6 Juni 1990 sollte der Musiker Teddy Riley auf der Geburtstagsparty bei einem Freund und Kumpel eines Bandmitglieds sein. Stattdessen verbrachte er den Abend im Soundwork Studio in der 23. Avenue in Queens, und arbeitete an „Grooves“ für niemand geringeren als den King of Pop, Michael Jackson.
„Ich sagte [der Band], ich hätte viel zu tun“, erinnert sich Riley, „Michael Jackson stand bei mir an erster Stelle. Ich sollte ihn bald in Kalifornien treffen und er wollte, dass ich ihm meine besten Arbeiten mitbringe.“
Es war eine Entscheidung des Zufalls.
Später an diesem Abend erfuhr Riley, dass jemand auf dieser Party, die er abgesagt hatte, erschossen worden war. Er war erschüttert, erst 23 Jahre alt und Gewalt und Tod wurden zu einem sich wiederholenden Thema in seinem Leben. Im gleichen Jahr waren sein Halbbruder und sein bester Freund ebenfalls ermordet worden.

Der Rhythmus Track, an dem Riley in dieser Nacht arbeitete war aggressiv, unheilvoll und bedrohlich. Aber er hatte keine Worte, keinen Titel, keine Melodie.

Am folgenden Samstag war er unterwegs nach Neverland um Michael Jackson zu treffen. Riley war nervös. Jackson hatte bereits eine Handvoll Leute ausprobiert, um den legendären Produzent Quincy Jones zu ersetzten, darunter L.A. Reid, Babyface und Bryan Loren. Keiner blieb.

Jackson setzte große Hoffnungen in Teddy Riley, dessen „street-inflected“ New Jack Swing Stil Jazz, Gospel, R&B, and Hip Hop auf brillante Art verschmolz. Wobei seine größte Errungenschaft das Überbrücken der Unterschiede zwischen R&B und Hip Hop war, ein Brückenschlag den übrigens auch Jackson hoffte zu finden, seit dem er an Bad gearbeitet hatte.
Jackson hörte sich die Tapes, die Riley mitbrachte sorgfältig an, und liebte sofort, was er hörte. In den Aufnahmen wurden andere Akkorde benutzt, als die, die er gewohnt war. Der Rhythmus war frisch und trendig, die Beats schwangen mit dem Tempo und saßen wie Hämmer.
Unter den verschiedenen Tracks, die sich Jackson an dem Tag anhörte, war auch der Groove, an dem Riley in der Nacht der Party gearbeitet hatte. Jackson wusste nichts von den Zusammenhängen. „Er wusste nichts davon“, sagt Riley, „ich habe ihm nie davon erzählt.“

Ein paar Wochen später war Riley geschockt, als er Jacksons Titel für den Track hörte: „Blood On The Dance Floor.“ Riley bekam Gänsehaut. „Es war wie eine Prophezeihung dieser Aufnahme. Er fühlte die Stimmung davon.“

In den nächsten Monaten arbeiteten Riley und Jackson fieberhaft an verschiedenen Tracks, manchmal einzeln, manchmal zusammen im Larabee Studio in LA. „Ich erinnere mich, wie er mit dieser Melodie zurückkam, Blood On The Dance Floor, „ ich sagte „Wow“. Er kam mit den Lyrics und der Melodie, wir bauten es Schicht für Schicht auf.

Riley benutzte eine alte Drum Machine (MPC 3000) für den Beat. Die Snare (-drumm) wurde komprimiert, um es „poppen“ zu lassen. (?) („Ich will es trocken und direkt“, sagte Jackson immer.) Es war ein Sound, den sie durch das ganze Dangerous Album benutzten. „Hört euch Remember The Time an, es ist ziemlich ähnlich“. Sagt Riley.

Letztendlich schaffte es BOTDF jedoch nicht auf das Dangerous Album. „Es war noch nicht vollständig,“ sagt Riley, „es fehlten noch ein paar Vocal Teile. Michael liebte den Song, aber er hört ihn an und sagte „mir gefällt, was du hier gemacht hast, aber wir brauchen auch noch hier etwas“. Er war ein Perfektionist.

Im Verlauf der Dangerous Sessions gewannen andere Tracks an Priorität, darunter Remember The Time und In The Closet. Michael würde erst beinahe 7 Jahre später mit der Arbeit an Blood fortfahren. Es war jetzt Januar 1997. Jackson war mitten in der HIStory World Tour, und hatte sich entschlossen nach Montreux zu fahren, während einer Pause zwischen dem ersten und zweiten Leg. (Laut Nachrichten Reportagen versuchte er auch das Haus seines Idols Charlie Chaplin zu erwerben)

Im Mountain Studio arbeitete Jackson weiter an dem alten Demo. „Wir nahmen Teddys DT (Digital Audio Tape) und überarbeiteten es mit einer Crew aus 4 Leuten“, erinnert sich Brad Buxer. Das vervollständigte Multitrack, fertiggestellt und abgemischt von Mick Guzauski, war sehr nahe an der letzten Version die Riley und Jackson aufgenommen hatten.
Es war ein irgendwie ungewöhnlicher Dance-song. Wie bei Billie Jean war die Thematik düster und verstörend (in dem Fall eine Geschichte darüber, von hinten erstochen zu werden an dem Ort, wo er es am wenigsten erwartete, der Tanzfläche) Jacksons abgehackte, kratzenden Vocals erweckten ein Gefühl einer Vorahnung, wie das „electro-industrial“ Soundgewebe eine moderne , städtische Umgebung heraufbeschwört. Trotzdem fühlt sich der Song alles andere als trostlos an. Der Beat kracht aus den Boxen wie eine Peitsche, und der Hook ist unwiderstehlich.

Jackson sagte Riley, dass er glaube, der Song würde ein „smash“ Er erklärte es so:“ Ein Hit ist ein Song, der 1-2 Wochen in den Charts bleibt. Ein „smash“ ist ein Song, der dort 6 Wochen bleibt.“sagt Riley. „er fühlte, dass BOTDF ein smash war.“

“Blood on the Dance Floor” wurde am 21, März1997 veröffentlicht. Seltsamerweise wurde der Song in den USA nicht einmal als Single promotet. Riley sagt, in dem Fall machte es Jackson nichts aus, „Er dachte, dass die Leute in Amerika ihn schon finden würden, wenn sie ihn wirklich wollten. Er machte sich keine Gedanken darum.“ Global gesehen gedieh der Song gut, er erreichte die Top Ten in 15 Ländern, und stand in dreien auf Platz 1 (incl. UK) Er bot auch Stoff für Remixe und wurde laufend in Clubs und für Dance Routines gespielt. Neben Jacksons zwei hauptsächlichen Studioalben in diesem Jahrzehnt, wurde BOTDF zu einem der beständigsten Rythm-Tracks der 90er.

Was macht den Song noch 15 Jahre später einzigartig? Ich frage Riley. „Es war einfach ein aggressiver, direkter Sound für Michael. Er wollte immer etwas kraftvolleres. Aber was wirklich erstaunlich war, war, dass er die Energie des Songs voraus sah. Er wusste, worum es ging, bevor ich ihm erzählte, was in der Nacht geschehen war. Ich erlebte nie etwas oder jemanden, der so „powerful“ war wie Michael.

Übersetzung: M.v.d. Linden

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From → Presse Artikel

One Comment
  1. REALLY DIFFERENT Michael Jackson was one of the first people to be an arcfian american and appear on MTV or VH1 with Billie Jean Music would be really different no Usher, Justin Timberlake, Chris Brown etc. Pop Culture wouldn’t be the same . Michael Jackson didn’t just influence Pop culture he influenced humanity with Heal the World foundation , and We Are The World USA FOR AFRICA No One will every be the same .. ( R.I.P MJ)

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