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Geschichtsunterricht

by on 10. September 2014


Lessons in HIStory
Post vom 05/06/2014

http://dancingwiththeelephant.wordpress.com

Willa: Letzte Woche sprachen Joie, Lisha und ich über HIStory, und nachdem wir aufgehört hatten, erwähnte ich, dass ich schon seit langer Zeit das Video Tony Moran’s HIStory Lesson, einem Remix von HIStory, suche. Dieses Video soll 1997 produziert und veröffentlicht worden sein, aber während ich Referenzen dazu gesehen habe (wie hier in Wikipedia), habe ich noch nie das Video selbst gesehen, obwohl ich schon über mehrere Jahre immer mal wieder danach gesucht habe.

Bei Joie zeichnet sich ein großer Abgabetermin ab, so dass sie sich uns diesmal nicht anschließen kann, aber Lisha, die wie ein Spürhund ist, wenn es um Michael Jackson geht, nahm die Herausforderung an und hat es direkt am nächsten Nachmittag gefunden! Und sogar auf YouTube! Ich war erstaunt. Hier ist das Video, nach dem ich so lange gesucht und nie gefunden habe:

http://www.zapkolik.com/video/michael-jackson-history-tony-morans-history-lesson-633786

Es ist unklar, inwieweit Michael Jackson in die Produktion dieses Videos involviert war, aber es ist ein faszinierendes Stück, und ich bin erfreut, dass ich es endlich ansehen konnte. Wirklich vielen Dank, Lisha, dass du die Herausforderung angenommen hast! Konntest du auch Hintergrundinformationen über dieses Video finden? Wie etwa, wann und wo es produziert wurde und wer darin involviert war?

Lisha: Ich fand es ziemlich seltsam, dass zu diesem Video überhaupt keine Informationen verfügbar waren. Meines Wissens ist es auf keiner Compilation mit Michael Jacksons Werken erschienen.

Willa: Ich glaube, du hast Recht, und es ist auch nicht auf Vevo unter den anderen ‚offiziellen‘ Videos zu finden. Man sollte nicht denken, dass ein Michael-Jackson Video so schwer zu finden sei …

Lisha: Viele werden es als einen Remix des Songs HIStory verstehen, 1997 produziert für Michael Jacksons Album Blood on the Dance Floor: HIStory in the Mix. Das Album gestaltete acht Remixe von Songs des vorangegangenen Albums HIStory: Past, Present and Future, Book 1 (2005). Der offizielle Titel des Remix‘ aus dem Video ist HIStory (Tony Moran’s HIStory Lesson).

Ich habe ein wenig mehr Informationen darüber gefunden dank Gary Crocker, einem der Mitbegründer der Seite MaxJax: HIStory Continues. Es wurde im Juli 1997 produziert unter der Regie von Jim Gable, demselben Regisseur, der eine meiner liebsten MJ Dokumentationen aller Zeiten gemacht hat, Michael Jackson: The One (2004), in der einige großartige Interviews gezeigt werden mit Quincy Jones, Dick Clark, Beyoncé, Pharrell Williams, Savion Glover, Missy Elliott, Wyclef Jean und vielen mehr.

Willa: Oh, ich liebe diese Dokumentation auch. Und du hast Recht, darin sind einige wundervolle Interviews.

Lisha: Gable erhielt auch einige Credits als Produzent auf dem Michael Jackson‘s Vision Box Set (2010) und war der Restaurationsdirektor für die DVD Michael Jackson Live at Wembley, aufgenommen 1988 und Inhalt der Anniversary Edition des Bad 25 Albums (2012). Steve Reiss produzierte für HIStory (Tony Moran’s HIStory Lesson) und ich habe entdeckt, dass er außerdem, damals 1992, der Supervisor für die visuellen Effekte bei Jam war.

Ich vermute, Michael Jackson war zu einem gewissen Grad in die Produktion des Videos involviert, denn er musste zumindest der Nutzung seines bisherigen Werkes zustimmen. Das Video beinhaltet Clips von mehr als einem Dutzend seiner Kurzfilme, ebenso wie Ausschnitte aus den Welttourneen für Bad, Dangerous und HIStory.

Willa: Das ist eine gute Feststellung, obwohl ich keine Vorstellung habe, wer die Rechte für was besitzt. Vielleicht könnte Sony damit vorgeprescht sein ohne eine Erlaubnis …?

Lisha: Ich wüsste das nicht mit Sicherheit, bevor ich nicht die Verträge gelesen hätte, aber es würde mich wirklich überraschen, wenn Sony ohne seine Zustimmung die Rechte an der Produktion dieses Videos gehabt hätte, da Michael Jackson ziemlich clever mit seinen Copyrights umging. Auf jeden Fall habe ich es wirklich genossen und dachte mir, dass es ungewöhnlich ist, dass ich keine weiteren Fan-Diskussionen darüber gehört habe.

Willa: Das habe ich auch gedacht, und auch überhaupt keine andere Diskussion.

Lisha: Das Konzept ist ziemlich interessant. Weißt du, wir könnten in eine wirklich schwerwiegende Diskussion hierüber eintauchen, in seinem Verhältnis zur Zeit und der Art, wie es die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem einzigen Bild zusammenfügt. Es erinnert mich sehr an einen Film, basierend auf der Handlung eines Marvel Comics, den ich gerade gesehen habe: X-Men: Days of Future Past (X-Men: Tage der zukünftigen Vergangenheit). Ich erinnerte mich daran, gelesen zu haben, dass Michael Jackson ein ziemlicher Fan von X-Men-Comics gewesen ist und dass er Interesse an der Verkörperung der Rolle des Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen ausgedrückt habe.

Willa: Wirklich? Wow, das ist faszinierend – und das wäre eine großartige Rolle für ihn gewesen! Obwohl ich auch mag, was Patrick Stewart daraus gemacht hat. Und ich kann erkennen, warum die X-Men-Filme ihn so angezogen haben, da die „Mutanten“, vorwiegend Teenager mit übernatürlichen Kräften, schrecklichen Vorurteilen ausgesetzt sind, da sie anders sind und dadurch gezwungen werden ihre erstaunlichen Fähigkeiten zu verstecken, damit sie zu den ängstlichen „normalen“ Leuten um sich herum passen.

Lisha: Ich denke, es wäre eine perfekte Rolle für Michael Jackson gewesen, und ich sehe es als wirklich tragisch an, dass er diesen Part nicht spielen durfte oder seinen Traum sich den Marvel-Katalog selbst zu erschließen nicht erfüllen konnte. Also, ich kann nicht anders, als X-Men: Days of Future Past in Beziehung zu dem Konzept von Michael Jacksons HIStory: Past, Present and Future zu setzen. Beide haben mit der Dreiteilung der Zeit zu tun – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – deren Ebenen sich fortwährend vermischen und miteinander interagieren. Das Video Tony Moran’s HIStory Lesson zeigt dies so gut.

Willa: So ist es wirklich, und es ergibt Sinn, da wir ständig die Vergangenheit und die Zukunft durch die Linse der Gegenwart betrachten. Während wir also dazu neigen, sie als getrennt voneinander zu betrachten, sind sie in Wirklichkeit immer auf eine gewisse Weise „zusammengefaltet“, die dieses Video auf verschiedene Arten andeutet. Ich finde es jedes Mal wirklich zum Schießen, wenn wir bei ca. 2 Minuten im Video Michael Jackson beim Moonwalk sehen, sofort gefolgt von Neil Armstrong bei seinem „Moonwalk“ – dem Original, bei dem er über die Oberfläche des Mondes hüpft.

Lisha: Ich liebe diesen Moment in dem Video!


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Willa: Ich auch! Und dann imitieren viele Tänzer, die in der Zukunft zu tanzen scheinen, Michael Jacksons Dance Moves. Michael Jackson machte also seinen Moonwalk und machte ihn sich auf gewisse Art zu eigen. Ich meine, wenn du das Wort „Moonwalk“ hörst, woran denkst du dann als erstes – Michael Jackson oder Neil Armstrong? In den 1970ern wäre es ohne Frage Armstrong gewesen, aber ich wette, heute würden die meisten Leute Michael Jackson sagen. Und heute machen diese Tänzer der Zukunft ihn sich zu eigen – sie übernehmen seine Dance Moves und machen sie zu ihren Bewegungen. Eigentlich ist da ständig eine Art doppelte Abbildung, bei der wir sehen, wie die Tänzer exakt die gleichen Bewegungen ausführen, die Michael Jackson auf den riesigen Leinwänden hinter ihnen und um sie herum ausführt, wenngleich sie nur blitzartig auftauchen – nicht in einer kontinuierlichen Choreographie.

Lisha: Das habe ich auch bemerkt, besonders bei der Beat It Choreographie. Es sieht wirklich großartig aus. Und es ist ziemlich amüsant, diese zwei historischen Moonwalk-Clips nebeneinander zu sehen. Ich habe nur mal so zum Spaß „Moonwalk“ gegoogelt, und die Ergebnisse, die ich bekam, waren Michael Jackson, nicht Neil Armstrong! Zu lustig. Ich habe auch „Erster (First) Moonwalk“ eingegeben und es erschien Motown 25, nicht Apollo 11.

Willa: Wirklich? Nun, da haben wir es doch … der empirische Beweis, wenn es um den Moonwalk geht, er gehört Michael Jackson!

Lisha: Der Audioclip von Neil Armstrongs erstem Moonwalk im Originalsong ist ziemlich faszinierend: „Dies ist ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Schritt für die Menschheit.“ Es kommt ganz am Schluss des Songs, fast wie ein Nachsatz, und ich nehme an, es ist nicht nur als Referenz an Apollo 11 gedacht, sondern auch als Referenz an Michael Jacksons berühmten Tanz. Das Video fängt dies perfekt ein und zeigt, wie das eine Ereignis ein anderes beeinflusst.

Willa: Oh, das ist interessant, Lisha. Ich habe daran noch nie vorher gedacht – dass, als Armstrong jene Worte am Schluss von HIStory sagt, er buchstäblich bereit ist, den Moonwalk zu machen. Das ist lustig!

Lisha: Das ist es! Da ist noch ein weiterer wirklich lustiger Moment in dem Video, bei dem ich jedes Mal lachen muss, und es schreit mir einfach Michael Jacksons Humor entgegen. Es ist da, wo du die Lyrics hörst „Keep moving, moving / Keep, keep, keep – keep moving“ (1:32) – und man sieht einen Typen auf einer Art fliegendem Fahrrad, das auf dem Bürgersteig zusammenbricht. Sorry, aber das ist irgendwie wirklich rasend komischer Slapstick!

Willa: Ist es, wie etwas aus einem Film der Keystone Cops oder von Buster Keaton oder Charlie Chaplin oder sogar den Three Stooges, und wir wissen, wie sehr Michael Jackson solche Filme liebte.

Lisha: Ja, ich habe das Gefühl, Michael Jackson liebte Slapstick generell.

Da gibt es noch einen anderen Audioclip am Schluss des Originalsongs, den ich ebenfalls so interpretiere, dass er einen ähnlichen Selbstbezug, eine doppelte Bedeutung wie Apollo 11 zu Michael Jacksons Moonwalk, aufweist. Das ist der Clip von Senator Edward Kennedy, der 1968 seinen Bruder Robert F. Kennedy mit den Worten pries: „Einige Männer sehen die Dinge, wie sie sind und fragen ‚Warum?‘. Ich träume von Dingen, die es noch nie gab und sage ‚Warum nicht?‘.“ Offenbar waren sowohl Robert F. Kennedy als auch sein Bruder John F. Kennedy angetan von diesem Zitat, welches dem Bühnenautor George Bernard Shaw zugeschrieben wird. Da Michael Jackson sich bei mehr als einer Gelegenheit selbst als Visionär beschrieben hat, interpretiere ich dies sowohl als Selbstreferenz, als auch als eine Referenz an die Kennedys.

Willa: So sehe ich das auch, und als Inspiration für uns alle.

Lisha: Ja, so ist es. Mir ist außerdem vorher in dem Song die Erwähnung des Geburtsdatums von John F. Kennedy aufgefallen, also gibt es drei einflussreiche Mitglieder der Kennedy-Familie: Senator Edward Kennedy, John F. Kennedy und Robert F. Kennedy. Alle drei waren nicht nur für den Wohlstand ihrer Familie bekannt, sondern auch für ihre politischen Ambitionen, ihre starke Verpflichtung gegenüber Gleichberechtigung und dem Traum Rassengleichheit in den Vereinigten Staaten zu erreichen.

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Willa: Das ist wahr, und wie wir vorige Woche kurz erwähnt haben (sh. Übersetzung vom 28.07.2014; https://all4michael.com/2014/07/28/wichtige-daten-in-history/) ist das Recht auf Rassengleichheit in den Vereinigten Staaten eins der Themen, die sich quer durch HIStory ziehen, ganz besonders in den Audio Clips und der Liste der Daten, und ebenso in den Lyrics.

Lisha: Ich denke, das ist der am meisten inspirierende Aspekt des Songs und des ganzen Albums, und liefert den stärksten Beweis dafür, warum Geschichte heute und in Zukunft so sehr zählt.

Willa: Da stimme ich dir zu. Und ich liebe die doppelte Bewegung bei 1:45 Minuten im Video, wo Michael Jackson während des Panther Dance und dann Desmond Tutu seine Faust hebt.

Lisha: Gute Entdeckung, Willa. Und es ist wie POW! Genau auf dem ersten Beat des Taktes. Sehr gewissenhafte Schnittbearbeitung!

Willa: Oh, du hast so Recht! Das habe ich gar nicht bemerkt. Da ist sogar etwas wie ein POW-Klang, wie aus einem Cartoon. Und es passiert noch einmal bei 2:25, als der Protagonist von Scream mit seiner Faust auf uns boxt, POW.

Lisha: Oder sogar noch vorher beim Zertrümmern der Gitarre in Scream bei 1:25! Es passiert alle 4 Takte oder bei jedem 16. Beat. Es ist interessant zu sehen, wie sie dies im Video timen.

Aber ich habe auch darüber nachgedacht, wie die ganze Idee des Remix‘ von Musik eine Aussage dazu macht, wie die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft in einer Wechselwirkung steht. Der Remix selbst nimmt etwas aus der Vergangenheit und überführt es in die Gegenwart, genau wie die Tänzer in dem Video von den früheren Short Films beeinflusst werden.

Willa: Das ist ein wirklich guter Punkt, Lisha.

Lisha: Aber die Frau in dem Video erlebt den Song durch ihre virtuelle Reality-Brille, wie die Vergangenheit und die Gegenwart auch mit der Zukunft in Einklang sein werden. Es erinnert mich an die französischen Philosophen Henry Bergson und Gilles Deleuze, die die Theorie vertreten, dass Zeit nicht durch eine Uhr gemessen werden könne. Ein genaueres Konzept von Zeit wäre, die Erfahrung des gegenwärtigen Moments unter Beeinflussung durch Erinnerungen der Vergangenheit und unserer Wünsche / Sehnsüchte der Zukunft zu betrachten. Ich denke, ich erkenne, worauf sie hinauswollen, du nicht auch?

Willa: Ich glaube es. Und nicht nur die Gegenwart wird „durch die Erinnerungen der Vergangenheit beeinflusst“, wie du sagst, sondern unsere Erinnerungen an die Vergangenheit werden ebenfalls durch die Gegenwart beeinflusst. Also verändert sich die Vergangenheit – oder besser unser Verständnis der Vergangenheit – ständig, je nachdem wie gegenwärtige Erfahrungen unsere Sicht auf die Vergangenheit verändern.

Lisha: Ich denke, du hast absolut Recht damit.

Willa: Ich war vor mehreren Jahren einmal bei einem Gespräch mit Maxine Hong Kingston – genau genommen vor ziemlich vielen Jahren – und sie sprach über ihren Bruder, einen Vietnam-Veteran, und allgemeiner darüber, wie wir alle mit schmerzlichen Erinnerungen der Vergangenheit umgehen. Sie sagte, es gäbe einige Geschichten, die einfach zu schmerzhaft seien, um sie zu erzählen, und dass es grundsätzlich zwei Wege gebe, um damit umzugehen. Entweder können wir diese Geschichten begraben und versuchen, sie zu vergessen, so bleiben sie schmerzhaft, aber weggeschlossen, oder wir können eine Art Gesprächstherapie machen – entweder mit einem wirklichen Therapeuten oder mit Freunden oder sogar nur in unseren eigenen Gedanken. Sie sagte, das Entscheidende einer Gesprächstherapie sei, eine schmerzliche Geschichte wieder und wieder und wieder zu erzählen und neu zu erzählen, und sie so in kleinen Schritten über die Zeit umzugestalten, damit sie zu dem passt, was wir jetzt brauchen, in der Gegenwart.

Lisha: Ist es nicht das, was Geschichte bedeutet? Diese Geschichten, die wir uns als eine Gruppe immer wieder und wieder erzählen, „und sie so in kleinen Schritten über die Zeit umgestalten, damit sie zu dem passt, was wir jetzt brauchen, in der Gegenwart“? Und ist nicht die entscheidende Sache an der Wechselwirkung mit der Vergangenheit die Bemühung, eine bessere Zukunft zu ermöglichen?

Willa: Das ist interessant, Lisha. Darüber muss ich nachdenken … aber mein erster Eindruck ist, dass du Recht hast.

Lisha: Nun, es wird kompliziert. So fröhlich und lustig, wie dieses Video auf viele Arten ist, es zögert jedoch nicht, darauf zu hinzuweisen, dass ein Besuch in der Geschichte nicht immer eine unheimlich erfreuliche Sache ist. Es gibt da zahlreiche Bezüge zu Krieg, Konflikten, sinnlosen Trennungen zwischen Menschen, Umweltbelastungen und Zerstörung der Erde. Der Originalsong porträtiert diese zwei Gegensätze sehr wirkungsvoll mit all den jubelnden Menschenmengen und der Aufregung, wenn einige unserer größten Errungenschaften aufgezählt werden, während er uns gleichzeitig mehrfach daran erinnert, dass es viel Furchtbares aus der Vergangenheit (und der Gegenwart) gibt, auf das wir nicht so stolz sein können: Rassismus, Diskriminierung, den Kampf für Menschenrechte und Gleichbehandlung. Ich habe bemerkt, dass da während des Audio Clips eines frühen Michael Jackson Interviews auch eine stark verzerrte Aufnahme von einer Militärkapelle ist, die America the Beautiful spielt. So wie die verbogene Tonlage von der ursprünglichen Aufnahme abweicht, deutet dies auf subtile Art an, dass nicht alles an Amerika so wunderschön ist.

Willa: Ja, das habe ich auch bemerkt, und ich denke, es ein sehr bedeutsamer Teil von HIStory. Ein sehr junger Michael Jackson sagt: „Was immer ich singe, das ist das, was ich wirklich meine. Es ist so, wenn ich einen Song singe, ich singe ihn nicht, wenn ich es nicht so meine.“ Er klingt so aufrichtig und ernst, aber im Hintergrund da ist dieser kratzige Klang, wie wenn eine Nadel quer über die Schallplatte schrammt und dann ist da diese Art verbogene Version von America the Beautiful, wie du sagtest. Die Musik ist sehr patriotisch, aber wie du herausgestellt hast, unterminieren die Verzerrungen dies unterschwellig, also gibt es beides, das Ideal und die Andeutung, dass wir nicht gemäß dem Ideal leben.

Lisha: Wunderbar ausgedrückt.

Willa: Es ist besonders bezeichnend, wenn du bedenkst, dass diese Verzerrungen passieren, während ein äußerst talentierter kleiner schwarzer Junge diese Worte in einer vorwiegend weißen Kultur ausspricht, innerhalb derer die Welt sich gegen ihn verschworen hatte, und wenn du dann betrachtest, was unser mangelhaftes Strafverfolgungssystem ihm angetan hat, als er erwachsen wurde, mit der Komplizenschaft der Presse und der Öffentlichkeit. Wir leben immer noch in einem sehr rassistischen Land, das weit davon entfernt ist, seine Ideale zu leben.

Lisha: Ohne Zweifel. Es ist schmerzlich, darüber nachzudenken, was Michael Jackson auszuhalten hatte und zu realisieren, dass die Öffentlichkeit zum größten Teil keine Chance hatte zu erfahren, was sich wirklich ereignet hatte, es sei denn, sie recherchiert ausgiebig auf eigene Faust. Und ich bin besorgt darüber, wie diese Geschichte in Zukunft erzählt werden wird und wie sich Geschichte wiederholen wird, bis wir es begreifen und daraus lernen.

Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass, als ich ein Kind war, absolut niemand ein Problem damit hatte, Christopher Columbus geschichtlich als den großartigen und wundervollen Forschungsreisenden, der Amerika „entdeckt“ hat, einzuordnen. Ich spreche von einer Geschichte, die wir uns selbst einreden, wenn die echte Wahrheit zu schmerzhaft scheint oder der Umgang damit zu unbequem ist! Wie anders würden Dinge jetzt sein, wenn wir uns vor langer Zeit einfach die Wahrheit eingestanden hätten über Sklaverei und Völkermord?

Willa: Das ist eine gute Frage. Und hast Recht – wir neigen dazu, die Geschichte von Columbus heute ganz anders zu erzählen, als es unsere Lehrer gerade mal vor 40 Jahren taten, als du und ich noch Kinder waren, und das sagt genauso viel über die Zeitperiode aus, über die sie sprachen, wie über Christopher Columbus.

Als ich in den 1960er Jahren aufwuchs, wurde von unserer Kultur der Ruhm dieser Reise über den Atlantik betont und der Mut von Columbus und anderen Entdeckern, die in das Unbekannte segelten. Und das ergibt Sinn – wir bereiteten uns gerade darauf vor, auf den Mond zu fliegen! Neil Armstrong machte seinen Moonwalk 1969. Wir hatten das Bedürfnis in den 60ern Entdecker zu verklären.

Wir erzählen diese Geschichte heute auf sehr viel komplexere Arten, konzentrieren uns dabei genauso auf das, was wir durch Besiedlung verloren haben, wie auch auf das, was wir erlangt haben. Und das reflektiert unsere kulturellen Prioritäten von heute.

Lisha: Ja, ich bin sicher, dass das stimmt, aber es ist lustig, ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas über Matthew Henson, den großen Antarktis-Eroberer gehört zu haben, der in HIStory erwähnt wird und der zufällig schwarz gewesen sein soll.

Willa: Das ist eine gute Bemerkung. Einige Menschen und einige Gruppen von Menschen wurden definitiv mehr gefeiert als andere, und so ist es immer noch.

Lisha: Wenn ich darüber nachdenke, kann ich mich ziemlich aufregen, denn wenn ausgesucht wird, wer und was in der Geschichte Erwähnung finden soll, dann werden einige Dinge einfach schöngefärbt, um nur gewisse ausgesuchte Leistungen zu feiern. Es gibt immer noch so viele blinde Flecken und Probleme, die ungelöst bleiben – so viele Lektionen, die noch aus der Geschichte gelernt werden müssen.

Willa: Da stimme ich dir zu. Es ist sehr viel einfacher, die aufregenden Momente der Geschichte zu feiern, als sich den schmerzhaften Teilen zu stellen und von ihnen zu lernen.

Lisha: Ich habe mich entschlossen, eine Liste all der historischen Ereignisse anzufertigen, die in der Originalversion von HIStory erwähnt sind und habe sie in eine chronologische Reihenfolge gebracht, um zu sehen, ob ich ein Gefühl dafür bekomme, warum diese Ereignisse ausgesucht wurden und in welcher Beziehung sie eventuell zum textlichen Inhalt des Songs stehen. Hier ist, was ich herausbekommen habe und ich muss sagen, es ist eine ganz schöne Liste für einen sechseinhalb Minuten langen Song:

„Montag, 26. März 1827“    Der Tod von Beethoven
„11. Februar 1847    Thomas Edison wird geboren“
„18. Januar 1858    Daniel Hale Williams wird geboren“
„19. November 1863    Lincoln hält die Rede ‚„Gettysburg Address‘“
„9. April 1865    Der Bürgerkrieg endet“
„30. Dezember 1865    Rudyard Kipling wird geboren“

„8. August 1866    Matthew Henson wird geboren“
1877    Thomas Edison erfindet das Grammofon
„28. Oktober 1886    Die Freiheitsstatue wird eingeweiht“
„5. Dezember 1901    Walt Disney wird geboren“
„7. Dezember 1903    Erster Flug der Gebrüder Wright“

1906    Die erste Werbeaufnahme wird gemacht
„29. Mai 1917    John F. Kennedy wird geboren“
„31. Januar 1919    Jackie Robinson wird geboren“
„2. November 1920    Der erste kommerzielle Radiosender wird eröffnet“
21. Mai 1927    Charles Lindberghs erster Nonstop-Flug von NY nach Paris
„September 1928    Die Entdeckung des Penicillins“

„15. Januar 1929    Martin Luther King wird geboren“

„28. November 1929    Berry Gordy wird geboren“
„9. Oktober 1940    John Lennon wird geboren“
13. Oktober 1940    Prinzessin Elizabeths Kriegsrede an die Kinder Englands
„17. Januar 1942    Muhammad Ali wird als Cassius Clay geboren“

„14. Oktober 1947    Chuck Yeager durchbricht die Schallmauer“

„17. Juli 1955    Disneyland wird eröffnet“
„1. Dezember 1955    Rosa Parks weigert sich, ihren Platz im Bus einem weißen Passagier zu überlassen“
„17. Juli 1955“    Der Tod von Billie Holiday
„12. April 1961    Yuri Gagarins erster Weltraumflug“
28. August 1963    Dr. Martin Luther Kings „I Have A Dream“-Rede
„9. Februar 1964    The Beatles treten in der Ed Sullivan Show auf“
25. Februar 1964    Muhammad Ali besiegt Sonny Liston und verkündet „Ich bin der Größte“
28. Juni 1964    Malcolm X schwört Freiheit herbeizuführen, „was immer dafür notwendig sei“
8. Juni 1968    Senator Edward Kennedy preist seinen Bruder Robert F. Kennedy
21. Dezember 1968    Apollo 8 bemannter Weltraumflug
„20. Juli 1969    Astronauten landen zum ersten Mal auf dem Mond“
1970    Michael Jackson Interview: „Ich singe es nicht, wenn ich es nicht so meine.“
8. April 1974    Henry Aaron bricht den Home-Run-Rekord

„12. April 1981    Der erste Space Shuttle Flug“
„10. November 1989    Die Berliner Mauer fällt“


Willa: Wow, du hast Recht, Lisha! Das ist eine ganz schön lange Liste! Danke, dass du das alles zusammengefügt hast – das sieht wirklich nach Arbeit aus. Und wenn du es auf diese Art betrachtest, dann sind da eine Reihe von ineinandergreifenden Themen, die einem wirklich ins Auge springen, oder? Wie die Geschichte der Luftfahrt – da ist der erste Flug der Gebrüder Wright im Jahr 1903, Lindberghs erster Flug über den Atlantik 1927, Chuck Yeager, der die Schallmauer 1947 durchbricht, Yuri Gagarins Reise in den Weltraum 1961, der bemannte Weltraumflug der Apollo 8 1968, die Mondlandung 1969 und der erste Space Shuttle Flug 1981. Es gibt ähnliche Themenblöcke für Sport und die Künste und für den Kampf für Rassengleichheit.

Lisha: Ja. Ich sehe, wie sich ein Thema abzeichnet, das mit der Geschichte der musikalischen Aufzeichnung beim Tod Beethovens im Jahr 1827 beginnt (wie in Chuck Berrys Roll Over Beethoven), dann weiterverläuft mit der ersten Grammofonaufzeichnung 1877, dem ersten kommerziellen Radiosender 1920, der Geburt Berry Gordys 1929, der Geburt von John Lennon 1940, einem sehr ergiebigen musikalischen Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und England, repräsentiert durch Elizabeths Rede von 1940 und dem Auftritt der Beatles in der Ed Sullivan Show 1964. Die nächste musikalische Referenz ist ein Interview mit Michael Jackson 1970, genau aus derselben Zeit, als die Jackson 5 in der Ed Sullivan Show erschienen und anfingen die Charts mit vier Number 1 Hits für Motown Records zu dominieren.

Ich habe viele Male gelesen, dass Michael Jackson ein ziemlicher Geschichtsfan war, also stelle ich mir vor, dass diese Daten mit größter Sorgfalt ausgesucht wurden. Ich kann definitiv erkennen, dass diese Themen außerdem miteinander in Verbindung stehen und damit zu tun haben, Trennungen und falsche Grenzen zu verwischen. Sieh dir zum Beispiel einmal diese Meilensteine der Errungenschaften in der Luftfahrt an. Flugreisen sind eine Entwicklung, die den Aufbau von Systemen erforderlich gemacht hat, die auf internationaler Zusammenarbeit und Organisation basieren. Angloamerikanische populäre Musik und ihre weltweite Verbreitung stellen eine weitere Entwicklung dar, die damit fortfährt, Grenzen zwischen Menschen und Nationen einzureißen. Medizinische Entdeckungen wie das Penizillin und der Fortschritt eines Daniel Hale Williams auf dem Gebiet der Chirurgie kommen nur einigen wenigen Menschen zugute, es sei denn wir haben Systeme für deren Verbreitung und Wege, um Informationen zu teilen, so dass man sie immer mehr Menschen zugänglich machen kann. (Nebenbei gesagt: Stevie Wonders Black Man zollt Williams ebenfalls Anerkennung und Respekt).

Willa: Das stimmt – sehr viele dieser Daten haben auf gewisse Weise damit zu tun, Grenzen einzureißen. Und wie wir im letzten Post über HIStory erwähnt haben, halfen Thomas Edisons Erfindung der Tonaufnahme und die Übermittlungstechnologien ebenfalls dabei, Grenzen für Zeit und Raum zu verwischen. Billie Holiday starb, bevor ich geboren wurde – ihr Todesdatum, der 17. Juli 1959, ist auf unserer Liste – aber dank der audio-visuellen Aufnahmen kann ich auf YouTube gehen und ihre Stimme hören, wie sie Strange Fruit singt und den Schmerz und Zorn in ihrem Gesicht sehen, wenn sie es singt, und ich kann mich so durch ihren Auftritt bewegt fühlen.

Wir erkennen diesen Prozess, durch den Menschen diese Erfahrung über Zeit und Raum hinweg machen und sie „fühlen“ es auch in Tony Morans Video. Die Beobachterin mit der virtuellen Brille ist nicht wirklich in dem Dance Club, aber sie erlebt die Klänge und die Sicht so, als ob sie da wäre. Und genau genommen erlaubt das Video uns, ihre Erfahrungen zu erleben, aber gleichzeitig durch sie auch zu verstehen, wenn das Sinn ergibt.

Lisha: Das tut es.

Willa: Wir sehen sie innerhalb des Dance Clubs herumgehen und auf die anderen Tänzer reagieren, aber wir erkennen auch, dass sie eigentlich zu Hause in ihrem Space-Liegesessel sitzt und mit ihren Armen im leeren Raum herumfuchtelt. Also auch, wenn sie physisch nicht in dem Dance Club anwesend ist, taucht sie in die Empfindungen dieser Zeit und dieses Ortes ein und erlebt es so, also wäre sie dabei – genauso wie ich Billie Holidays Auftritt erlebe, als wäre ich vor mehr als einem halben Jahrhundert dabei gewesen.

Lisha: Ja, es ist, als wäre sie in die Szenerie eingetreten und würde auf Musik reagieren, die nicht aus ihrer Zeit und von ihrem Ort ist, genau wie du es mit Strange Fruit machst.

Willa: Ganz genau. Und nun ist Michael Jackson gegangen, aber diese Tänzer aus der Zukunft sind umgeben durch sich wiederholende Bilder auf den Leinwänden von ihm rund um sie herum, und die Art, wie er seinen Körper auf der Leinwand bewegt, wird dadurch wiederholt, wie sie ihre Körper auf der Tanzfläche bewegen. Und die Frau mit der virtuellen Brille beobachtet sowohl die Tänzer, als auch Michael Jackson, und wir beobachten die Frau und die Tänzer und wie sie sie erlebt. Da sind Schichten von Beobachtungsebenen, die sich durch das gesamte Video ziehen, und wir sind die ultimativen Beobachter – es sei denn, jemand beobachtet uns!

Lisha: Ich vermute, in diesen Tagen und diesem Zeitalter ist das nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich!

Das bringt mich auf etwas, wozu ich dich etwas fragen wollte, Willa, es hat zu tun mit dem Wort „History“ und wie es mit der Perspektive der dritten Person spielt, indem es die Schreibweise HIStory oder HIS-story einsetzt. Die Lyrics beginnen mit „He got kicked in the back / He say that he needed that …“ („Er wird in den Hintern getreten / Er sagt, dass er das braucht …“). Ich frage mich, auf wen genau er sich bei “er” bezieht? So oft denken wir in Verbindung mit dem HIStory Album als einer Antwort auf die falschen Anschuldigungen, denen Michael Jackson 1993 gegenüber stand, aber wie bei allem, was Michael Jackson betrifft, gibt es mehr als einen Weg, die Dinge zu sehen. In diesem Fall scheint es so, dass die Ereignisse der Geschichte und HIStory / seine Geschichte in Beziehung zueinander gestellt werden.

Hast du dieses Video auf der Website von Thomas Mesereau und Susan Yu gesehen? Es ist ein weiteres Juwel, den ich dank meines Kumpels bei MaxJax gefunden habe:

http://mesereauyu.com/wp-content/themes/sandbox-v2/mj_victory.swf

Das Video wurde produziert von MJJSource, Michael Jacksons eigener Website:

Willa: Wow Lisha, ich habe keines von beiden jemals zuvor gesehen. Das ist großartig! Und ich stimme dir zu bei dem Video – der 13. Juni 2005 war ein bedeutender Tag in der Geschichte.

Lisha: Das ist ganz sicher meine Sichtweise. Ich habe bemerkt, dass der 13. Juni mit drei anderen Daten verglichen wurde: der Geburt von Dr. King, dem Fall der Berliner Mauer und dem Tag der Befreiung Nelson Mandelas aus dem Gefängnis.

Willa: Oh, das ist interessant. Ich glaube, Michael Jackson war sich seines Platzes in der Geschichte sehr bewusst – bewusst dahingehend, dass er, besonders für das schwarze Amerika, eine solch bedeutende kulturelle Persönlichkeit war, dass alles, was er tat, soziale Konsequenzen über ihn selbst hinaus hatte. Also ist der 13. Juni 2005 nicht nur ein Tag, an dem unser juristisches System – ein System aufgebaut auf „eine Jury seinesgleichen“, teilweise, um dabei behilflich zu sein, Bürger vor einer übereifrigen strafrechtlichen Verfolgung zu schützen – ordentlich für eine Person funktionierte. Sondern es ist auch ein Tag, an dem der erfolgreichste Entertainer aller Zeiten, ein Wahrzeichen für die Errungenschaften und den Stolz der Schwarzen, öffentlich bestätigt wurde, nachdem er fälschlich angeklagt und durch die Polizei und die Presse mehr als ein Jahrzehnt lang verfolgt wurde – obwohl die Presse, natürlich, die Entscheidung der Jury nicht auf diese Art interpretiert hat.

Lisha: Für uns alle unglücklicherweise haben sie dies nicht getan. Als die Jury Michael Jackson in allen 14 Anklagepunkten freisprach und jede einzelne Sache, derer er durch die Strafverfolgung angeklagt war, zurückwies, bedeutet das meiner Meinung nach auch, dass die Medien des sorglosen Umgangs ihrer Berichterstattung für schuldig befunden worden waren. Mit wenigen Ausnahmen scheiterte die Presse vollkommen bei ihrer Pflicht, einen eher kritischen Blick darauf vorzunehmen, was die Strafverfolgung sagte. Kein Wunder, dass es so schwer war für sie, das Urteil zu akzeptieren.

Willa: Ich stimme dir vollkommen zu. Was für ein Hohn auf die Gerechtigkeit in den Medien, an einem Tag, als Gerechtigkeit schließlich im Gerichtssaal beschlossen wurde.

Aber hattest eine Frage zu Pronomen. Ich muss sagen, ich bin so fasziniert von Michael Jacksons Einsatz von Pronomen. Es ist so faszinierend für mich und die Nutzung der Pronomen in der dritten Person zu Beginn von HIStory knüpft wunderbar an diese duale Perspektive der individuellen und der kollektiven Bedeutung des 13. Juni 2005 und den Ereignissen drum herum an. Das Pronomen in der ersten Person „Ich“ ist spezifisch für die sprechende Person – es kennzeichnet die einzigartige Situation des Sprechers. Aber wie du aufgezeigt hast, Lisha, beginnt HIStory mit Lyrics, die Michael Jacksons emotionale Erfahrung ziemlich genau beschreiben, aber in der dritten Person gesprochen werden: „He got kicked in the back / He say that he needed that …“

Für mich vermittelt das Michael Jacksons spezifische Situation, während er es gleichzeitig verallgemeinert. Wir können an die Stelle des „Er“ viele verschiedene Namen aus der Geschichte einsetzen, besonders schwarze öffentliche Personen wie Jack Johnson, Chuck Berry, James Brown, Muhammad Ali, sogar Tiger Woods. Wie Michael Jackson selbst 2005 in einem Interview mit Jesse Jackson sagte: „Es hat eine Art Muster unter den schwarzen Berühmtheiten in diesem Land gegeben …“ – ein Muster, bei dem sie auf der Höhe ihres Ruhms „in den Hintern getreten werden“. Joie und ich haben darüber vor ein paar Monaten in einem Post gesprochen.

Lisha: Dein Post mit Joie hat wirklich einen sehr großen Eindruck auf mich gemacht. Genauso wie Charles Thomsons hervorragender Beitrag, in dem er Michael Jacksons FBI-Akten mit den Fällen um Jack Johnson und Chuck Berry vergleicht. Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen – das sind wirklich schockierende Dinge.

https://all4michael.com/2012/10/18/in-den-jackson-fbi-akten-gesprach-mit-charles-thomson-willa-stillwater-joie-collins-dancing-with-the-elephant-blog/

Willa: Es ist schockierend, sehr schockierend. Gemäß Charles war der Mann Act ausdrücklich mit rassistischer Absicht abgefasst worden – und zwar, um Jack Johnson, den ersten schwarzen Schwergewichts-Champion und eine sehr schillernde Person, die nicht den allgemeinen sozialen Erwartungen entsprach, zu Fall zu bringen. Charles sagte zu Joie und mir in einem Post vor einiger Zeit: „Der Mann Act ist ein typisch rassistisches Gesetz, welches nach seiner Einführung weitgehend dazu eingesetzt wird, schwarze Männer zu bestrafen, die mit weißen Frauen verkehrten.“

Es wurde auch gegen Chuck Berry eingesetzt – er musste aufgrund dessen ins Gefängnis. Carl Perkins sagte, er „sah niemals einen so veränderten Mann“. Gemäß Perkins war er „vorher ein unbekümmerter Typ, die Art Junge, die im Umkleideraum improvisiert, herumsitzt und Jokes austauscht.“ Aber hinterher „war er kalt, wirklich distanziert und verbittert.“

Und Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon forderte das FBI auf, es ebenso gegen Michael Jackson einzusetzen.

Lisha: Absolut unglaublich.

Willa: Das ist es wirklich. Und eigentlich führt uns dieser Konflikt zwischen rassistischer Politik und schwarzen Berühmtheiten zu einem anderen Punkt, den ich in Bezug auf HIStory und Tony Morans HIStory Lesson erwähnen möchte – die Art, wie sie Personen aus der Unterhaltung und aus dem Sport mit Persönlichkeiten aus der Politik gleichstellen. Ich finde, das ist so bedeutend, aber leicht zu übersehen.

Im Allgemeinen gibt es zwei miteinander konkurrierende Betrachtungsweisen der Geschichte. Die traditionelle Sichtweise ist die, dass Geschichte die Taten weniger mutiger Männer widerspiegelt – Menschen wie Alexander der Große, Julius Cäsar und George Washington. Und dann, im Kontrast zu dieser „von oben nach unten“ gerichteten Sicht auf die Geschichte gibt es den „von unten nach oben“ gerichteten Blick, der besagt, dass Veränderung bei den Menschen beginnt und erfolgreiche Führer dem dann einfach nur folgen und aufgrund der öffentlichen Stimmung handeln. Das ist es, über das Margaret Mead sprach, als sie sagte: „Zweifel niemals daran, dass eine kleine Gruppe bedachter, engagierter Menschen die Welt verändern kann. In der Tat ist es die einzige Sache, die schon immer so war.“ (Nebenbei gesagt, dies versetzt Barack Obama in eine interessante Position, da er der Präsident ist, aber seine Karriere als Gemeindeorganisator begann und sich erfolgreich seiner „von-unten-nach-oben“ gerichteten organisatorischen Basisfähigkeiten bediente, um gewählt zu werden. Also kann man ihn zu beiden Lagern zählen.)

Michael Jackson scheint bei all dem eine sehr interessante Stelle einzunehmen, die zwar an all diese Sichtweisen anknüpft, aber auch einen dritten Ansatz vorschlägt – einen, der Künstlern und anderen Persönlichkeiten der Popkultur Bedeutung zuspricht. Bei dieser Sicht ruft die öffentliche Stimmung politische Veränderung hervor, aber Popkultur hilft dabei, der öffentlichen Stimmung Form zu verleihen. Abraham Lincoln war zum Beispiel ganz offensichtlich eine wichtige Persönlichkeit, die die Vereinigten Staaten durch den Bürgerkrieg und die Sklaverei zu einem Ende geführt hat. Aber Harriet Beecher Stowe und ihr Roman Onkel Toms Hütte haben vielleicht sogar eine größere Rolle gespielt, da sie die öffentliche Meinung gegenüber der Sklaverei wachgerüttelt und damit möglicherweise den Bürgerkrieg angefacht hat. Lincoln selbst würdigte Stowes Einfluss, als er sie das erste Mal traf und sagte: „Dies ist also die kleine Lady, die diesen großen Krieg geführt hat.“

Während also politische Figuren und Ereignisse bei der Richtungsänderung der Geschichte bedeutsam sind, liegt die wahre Macht vielleicht bei denen, die die Öffentlichkeit dazu bringen können, über wichtige Themen auf eine neue Art zu denken und zu empfinden – mit anderen Worten: Künstler. Michael Jackson deutet dies wiederholt in seinen Werken an.

Lisha: Gut gesagt – Regierungen haben aus diesem Grund von je her die Macht der Kunst gefürchtet. Sieh dir das Album Cover und die Werbekampagne zur Einführung von HIStory an. Viele Leute wussten nicht, was sie über diese gigantischen Statuen von Michael Jackson denken sollten. Wir überlegen nicht zweimal bei einer Statue von Alexander dem Großen, Julius Cäsar oder George Washington, aber wenn es ein berühmter schwarzer Künstler wagt, sich dieses Bildnis anzueignen, dann haut es die Leute um, einfach weil das Konzept für die Vorstellung solcher Bildnisse erschüttert wird.

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Willa: Ich denke, du hast damit genau Recht. Es wird vorausgesetzt, dass Statuen für einige wenige kühne politische Führer bestimmt sind, nicht für bekannte Künstler und Berühmtheiten.

Lisha: Nun, Beethoven ist vielleicht okay, aber nicht Michael Jackson! Ich denke gerade an die Büste von Beethoven, die in den Peanuts Comics auf Schroeders Piano steht.

Willa: Oh, ich mag die Büste von Beethoven auf Schroeders Piano! Aber er ist ein klassischer Komponist, kein populärer Künstler, und sogar Beethoven wird ab dem Hals abgeschnitten!

Lisha: Ich denke, Statuen der großen Vier: Bach, Mozart, Beethoven und Brahms sind ziemlich üblich in der westlichen Welt, und sie werden oft auf dieselbe Art abgebildet, in der wir Alexander, Cäsar oder Washington sehen können. Manchmal wird auch Haydn bei dieser handvoll gottgleicher Komponisten einbezogen. Aber nur einige wenige der großen verstorbenen Weißen erhalten diese Behandlung und es ist ein interessanter Hinweis, dass die bekannteste Statue eines Komponisten eine Büste ist. Ich hatte als Kind ein kleines Set von ihnen auf meinem Klavier!

Willa: Kein Wunder, dass du Schroeder und seine Büste von Beethoven so sehr liebst! Und es ist wahr – es gibt vielleicht Büsten der großen Komponisten oder von verehrten Schriftstellern wie Shakespeare und Milton. Aber wann haben wir jemals einen Künstler, besonders einen populären Künstler, abgebildet auf die prachtvolle Art eines politischen Führers, gesehen? Ohne lange nachzudenken fallen mir nur die HIStory Statuen ein, wie du erwähnt hast, oder die Porträts, die Michael Jackson selbst für sich in Auftrag gab wie dieses hier rittlings auf einem Pferd à la König Philip II sitzend:

Equestrian_Portrait_of_King_Philip_II_after_Rubens_(Michael-Jackson)
Lisha: Ich verehre dieses Gemälde und all die anderen Kunstwerke, die Michael Jackson in Auftrag gegeben hat und auf denen er in der europäischen Kunsttradition abgebildet ist. So viel zu einer klugen Art und Weise, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einstürzen zu lassen.

Und vergiss nicht, da ist das Problem des HIStory Teasers, dem Promotion Film, der inspiriert war von Leni Riefenstahls Nazi-Propagandafilm Triumph des Willens. Es ist das perfekte Beispiel dafür, wie gut die Nationalsozialisten die Macht der Kunst verstanden haben und wie sie Riefenstahls Talent zu ihrem politischen Vorteil genutzt haben. Michael Jackson durchschlug die Kraft dieser historischen Symbolik, indem er sich selbst einfügte und es in eine Kraft für das Gute umformte, genau wie sein Held Charlie Chaplin es in Der große Diktator getan hatte.

History Teaser

Willa: Oh absolut. Es spiegelt ein sehr ausgeklügeltes Verständnis dafür wider, wie die Macht von Kunst mit der Macht von Verführung – rhetorisch und emotional – zusammenläuft und wie sich dies zu politischer Macht verhält. Dies ist etwas, was Michael Jackson in Interviews erwähnt hat, wie in seinen Diskussionen über Hitler mit Rabbi Boteach. Und sogar früh in seiner Karriere sagte er dies 1980 in einem Interview mit Sylvia Chase über den Effekt, die seine Konzerte auf sein Publikum haben:

Wenn sie sich alle den Händen halten und jeder mitrockt, und es gibt alle Farben bei den Menschen dort, alle Rassen, das ist die wunderbarste Sache. Nicht einmal Politiker können so etwas erreichen.

Wir erkennen, wie sich dieser Gedanke auch in Tony Moran’s HIStory Lesson widerspiegelt. Zum Beispiel erkennen wir Bilder von Präsident Kennedy und von Bürgerrechtsmärschen, aber wir sehen auch Ausschnitte vom Panther Dance in Black or White und aus They Don’t Care about Us und dem Earth Song und Scream. Diese Videos haben die Geschichte ebenso geprägt – indem sie speziell Rassenvorurteile und Ungleichheit ansprechen – und sie werden weiterhin die öffentliche Meinung beeinflussen, wenn neue Generationen sie entdecken.

Lisha: Genau das ist es!

Willa: Und da ist ebenso etwas wirklich Subtiles. Bei 2:55 Minuten im Video sehen wir, wie die Frau mit der virtuellen Brille in ihrer Vorstellung in dem Dance Club herumgeht und der DJ sie einlädt zu ihm heraufzukommen und mitzumachen.

Lisha: Das habe ich auch bemerkt. Aus ihrer Position der virtuellen Realität betritt sie die Szene, als würde dies ihre tatsächliche Realität sein. Also gibt es da dieses Verschwimmen des Virtuellen (der vergangenen Erinnerungen und zukünftigen Sehnsüchte) und des Tatsächlichen (des gegenwärtigen Moments).

Willa: Oh, das ist ein interessanter Weg, dies zu interpretieren, Lisha! Es ist, als würde der DJ sie dazu einladen, die Grenzen zwischen der „virtuellen“ und der „tatsächlichen“ Realität zu überschreiten.

Dann bei 2:58 sehen wir einen Ausschnitt von Michael Jackson, in dem er sehr sexy aussieht in Don’t Stop til You Get Enough, was bedeutsam ist, wenn du darüber nachdenkst, wie es in den Vereinigten Staaten 1979 war, als dieses Video herauskam. Er war ein schwarzes Sexsymbol, das Frauen aller Rassen ansprach. Wir neigen dazu, zu vergessen, wie einschneidend dies einfach war. Dies wird quasi unterstrichen durch das, was im Video passiert. Wir springen plötzlich zurück zu der Frau (die weiß ist) und dem DJ (der schwarz ist) und bei 3:00 sehen wir, wie er ihr in den DJ-Stand hineinhilft. Bei 3:09 sehen wir Michael Jackson unglaublich heiß aussehend in In the Closet, einem seiner heißesten Videos überhaupt und bei 3:30 folgt ein schneller Clip von Rock with You. Und weil wir gerade über sexy reden – du solltest hören, wie Joie über das Video redet. Meine Güte!

Lisha: Ich bin sicher, das ist ziemlich unterhaltsam!

Willa: Oh, ich verspreche dir, du wirst das Video niemals wieder auf dieselbe Art ansehen!

Lisha: Ich nehme mir fest vor, sie danach zu fragen! Und ich habe bemerkt, dass eine der anderen Frauen in dieser Szene nicht allzu glücklich ist, zu sehen, wie das neue Mädchen die Aufmerksamkeit des DJ erregt.

Willa: Wirklich? Das habe ich verpasst.

Lisha: Es ist bei 3:02, das Mädchen mit dem dritten Auge.

Willa: Ich muss mal nachsehen. Es stimmt, sie geht ziemlich vertraulich mit dem DJ um. Bei 3:35 hat sie eigentlich ihre Hände überall bei ihm. Aber bei 3:36 ändern wir plötzlich die Perspektive und werden daran erinnert, dass sie nicht wirklich in dem Dance Club ist. Wir sehen sie mit ihrer virtuellen Brille in ihrem leeren Raum, und sie lässt ihre Hände über eine unsichtbare Person wandern, die nicht wirklich da ist. Das alles passiert an einem virtuellen Ort – einem durch Kunst erschaffenen Ort, Michael Jacksons Kunst – und diese Bilder auf der Leinwand führen die junge, weiße Frau dahin, sich die Erfahrung des Verlangens nach einem schwarzen Mann vorzustellen. Das ist wirklich einschneidend, oder es war es 1979. Und um einen sehr klugen jungen Mann zu zitieren: „Nicht einmal Politiker können so etwas erreichen.“ Politiker können nicht unsere Gefühle verändern und unsere Sehnsüchte formen, wie es Künstler vermögen.

Lisha: Ich bekomme außerdem das Gefühl, dass dies eine Zeit und ein Ort ist, wo du nicht die Hautfarbe von jemandem untersuchen musst, um festzulegen, ob du ihn magst. Es ist, als würden wir uns einen Ort vorstellen, an dem Menschlichkeit jenseits all diesen Wahnsinns ist.

Willa: Oh, das ist eine wirklich gute Feststellung, Lisha. Gerade also wie diese junge Frau eine alternative Realität durch Kunst erlebt, so erleben wir dies auch – eine, bei der Rassenunterschiede beim Eingehen von Beziehungen nicht interessieren.

Da ist außerdem noch eine subtile Sache, die ich herausstellen möchte. Es ist eine Zeile in den Lyrics von HIStory, in der er singt: „Sie sagt, dieses Gesicht, das du siehst / Ist für die Geschichte bestimmt.“ („She say this face that you see / Is destined for history“). Ich denke, die Veränderung darin, wie Menschen Michael Jacksons Gesicht wahrnehmen, war das vielleicht bedeutendste Phänomen des späten 20. Jahrhunderts, indem es eine radikale Veränderung darüber einleitete, wie die Leute über Rassenunterschiede und andere uns trennende Unterschiede denken und sie erleben. In dem Sinn, denke ich, hatte er das bedeutendste Gesicht in der Geschichte. Welches andere Gesicht hat solch einen Aufruhr verursacht oder solch tiefsitzende Veränderung der kulturellen Wahrnehmung und Vorstellungen bewirkt? Ich stimme dem also ausdrücklich zu, dass „dieses Gesicht, das du siehst, für die Geschichte bestimmt ist“.

Lisha: Noch einmal, Willa, du hast mich vollkommen umgehauen.

Willa: Ich weiß, was du meinst. Er haut mich regelmäßig um …

Lisha: Weißt du, es ist eine Sache, ein paar wunderschöne Wasserlilien zu erblicken und sie in hübschen Farben auf eine riesige Leinwand zu malen (ich möchte nicht die Monet-Fans beleidigen), aber es ist etwas ganz anderes, eine niederschmetternde Krankheit wie Vitiligo zu nehmen und damit eine künstlerische Stellungnahme zu erschaffen, die einen Auswirkung auf künftige Generationen haben wird. Es gibt den Worten „Erschaffe an jedem Tag deine Geschichte“ („Every day create your history“) eine neue Bedeutung.

Willa: Das tut es wirklich.

Bevor wir also aufhören, möchte ich außerdem allen ein neues Buch vorstellen, dass gerade diese Woche herauskam: Otherness and Power: Michael Jackson and His Media Critics (Anderssein und Macht: Michael Jackson und seine Medienkritiker). Es ist von Susan Woodward, einer medizinischen Sozialarbeiterin mit der Ausbildung und Erfahrung als psychoanalytische Therapeutin. In ihrem Buch analysiert sie einige der bösartigsten Niederschriften über Michael Jackson und kommt zu einer faszinierenden Schlussfolgerung – dass es mindestens zum Teil durch Furcht vor seiner „außergewöhnlichen Macht“ motiviert ist. Hier ist, was sie sagt:

Zwei Gründe sind typischerweise von Jacksons Fans für die negativen Medienreaktionen gegenüber Jackson festgestellt worden: Rassismus und tiefes Unbehagen in Bezug auf seine „Andersartigkeit“, das heißt seine angeblichen Exzentrik und seine fließenden Identitätsmerkmale. Während diese Gründe mir offensichtlich wahr zu sein schienen, hatte ich das anhaltende Gefühl, dass da noch etwas anderes vor sich ging. Nachdem ich feindselige Schriftstücke über Jackson studiert hatte, begann ich zu erkennen, dass es da noch einen weiteren Faktor gab, auf den Journalisten mit Misstrauen oder sogar Furcht reagierten: die Wahrnehmung von außergewöhnlicher Macht.

Sie sagt weiter, dass „die Macht, die sie spüren … sich nicht nur von seinem Ruhm und seinem Reichtum ableitet, sondern auch von seiner Andersartigkeit“, was eine Ironie darstellt, denn er wurde harsch kritisiert für seine Andersartigkeit. Ich bin wirklich fasziniert davon – dass, während viele Kritiker auf sein Anderssein (seine „exzentrischen Seltsamkeiten“/„eccentric oddities“, wie er sie nannte) mit Verächtlichkeit und Spott reagierten, Woodward darauf hinweist, sie wären auch als eine Quelle seiner Macht gefürchtet. Ich hatte nur die Gelegenheit, gerade die ersten paar Seiten zu lesen, aber es klingt wie eine faszinierende Annäherung an eine wirklich komplizierte und wichtige Frage – nämlich, warum so viele Journalisten, und andere ebenso, auf Michael Jackson so reagierten, wie es der Fall war.

Lisha: Das klingt unglaublich, Willa. Ich freue mich wirklich es zu lesen. Vielen Dank an dich, dass du uns darüber informiert hast.

Willa: Ja, es steht definitiv auf meiner Leseliste für den Sommer. Nun, danke, dass du hier warst, Lisha. Ich lerne immer so viel von dir!

Lisha: Vielen Dank an dich, Willa. Das war wirklich eine Lektion in Geschichte.

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