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Vertraue mir

by on 22. May 2014

Trust in Me
Post vom 13/03/2014

http://dancingwiththeelephant.wordpress.com

Joie: Heute hat sich Willa und mir unsere Freundin und Mitstreiterin Lisha McDuff angeschlossen. Danke, dass du heute deine Zeit mit uns verbringst, Lisha. Was hast du inzwischen angestellt?

Lisha: Nun Joie, ich war ziemlich beschäftigt! Ist das zu fassen, ich habe die Universität Liverpool gerade mit einem Master-Abschluss in den Wissenschaften der populären Musik verlassen?

Willa: Und ihre Dissertation hatte Black or White zum Thema!

Joie: Gratulation zu dieser Leistung!

Lisha: Ich danke euch.

Joie: Also Ladies, Ich habe über das erste Mal nachgedacht, dass wir alle zusammen gesessen und darüber gesprochen haben, wie viele von Michael Jacksons Songs als eine „Klangskulptur“ beschrieben werden können. Und ich habe gedacht, dass es da einen Song gibt, über den wir noch nie gesprochen haben, der aber ein perfektes Beispiel für eine dieser „Klangskulpturen“ ist, und das ist Morphine. Es war immer einer meiner MJ Lieblingssongs. Ich mag ihn aus so vielen Gründen, aber hauptsächlich deswegen, weil er in akustischer Hinsicht einfach so faszinierend ist.

Die Thematik des Songs weicht ein wenig von dem ab, was wir normalerweise von Michael Jackson zu sehen bekommen. Es ist ein wenig dunkler im Ton, als wir es gewohnt sind, aber teilweise habe ich das Gefühl, dass die Musik gerade deswegen so faszinierend ist, weil das Hauptthema so dunkel ist. Als wäre dies etwas, dass er absichtlich so gemacht hat, um eine gewisse Emotion zu vermitteln oder um eine bestimmte Stimmung über den Song hervorzurufen. Ergibt das Sinn?

Willa: Ja, das tut es – es ergibt sehr viel Sinn. Ich habe über Morphine speziell im Sinne einer klanglichen Skulptur bisher noch nicht nachgedacht, aber ich denke, ich weiß, was du meinst, Joie, und ich frage mich ob es sich teilweise durch die abrupten Übergänge vom ersten Teil in diesen völlig anderen Mittelteil und dann vom Mittelteil zurück zum Schlusspart so „skulptural“ anfühlt. Diese Übergänge sind so rau und abrupt, fast brutal, dass sie wirklich die Aufmerksamkeit auf die Struktur dieses Songs lenken, auf eine Art, wie es die meisten Songs nicht tun.

Joie: Ich mag, wie du das beschrieben hast, Willa. „Brutal“ ist ein gutes Wort dafür, denn es fühlt sich wirklich so an.

MJ 1997 BOTDF 4

Willa: Das stimmt. Wenn die Übergänge leicht von einem Teil eines Songs in den nächsten überfließen, nimmst du es oft nicht einmal wahr – du treibst einfach mit dem Fluss des Songs dahin. Aber das ist hier nicht der Fall. Wir sind gezwungen, den Aufbau dieses Songs wahrzunehmen, weil die Übergänge – die Nähte zwischen den Abschnitten – so grell offensichtlich sind. Und ich denke, diese rauen Übergänge sind wirklich wichtig, sowohl für das Gefühl als auch für die Bedeutung von Morphine.

Lisha: Es ist interessant, dass ich mit Hinblick auf eine klangliche Skulptur bisher auch noch nicht unbedingt über Morphine nachgedacht habe, aber nun, da du es erwähnt hast, Joie, liegst du absolut richtig. Es ist sinnvoll sich dem auf diese Weise anzunähern. Es geht eine Menge vor sich in diesem Song – alle Arten von Arbeitslärm, Maschinen und elektronische Klänge wirbeln überall herum. Ich höre ein summendes Geräusch, das die meiste Zeit gerade durch meinen Kopf hindurch vibriert, und andere Male strenge ich mich an eine ferne Unterhaltung verstehen zu können, die weit entfernt wie hinter einer Tür klingt.

Wir wissen, dass Michael Jackson interessiert daran war, wie das Ohr Entfernungen einschätzen und den Ort des Klangs im Raum identifizieren kann. Seine Aufnahmen verräumlichen Klang auf solch faszinierende Weise. Thriller, aufgenommen und gemischt von Bruce Swedien, ist ein großartiges Beispiel hierfür. Ein anderes ist Disneys Captain EO, welches der erste Film im 5.1 Surround Sound war, der je gedreht wurde. Michael Jackson experimentierte auch mit einem dreidimensionalen, binauralen (beide Ohren betreffenden) Aufnahmeprozess in, bekannt als „Holophonics“, eine geschützte Marke von Hugo Zuccarelli. Die Einführung in Form des Bettgeflüsters zu I Just Can’t Stop Lovin‘ You ist ein Beispiel für Holophonic.

Zuccarellis Aufnahmen sind wie Übungen für ein Gehörtraining, die demonstrieren, auf welche Weise ein aufgezeichneter Klang manipuliert werden kann, um einen bestimmten Ort innerhalb eines imaginären klanglichen Raumes zu belegen. Man muss Kopfhörer aufsetzen, um den vollen Effekt zu spüren, aber hier ist ein Beispiel für eine Klangskulptur mit dem Titel Haircut.


Es ist wirklich interessant sich Morphine mit dieser Art Verräumlichung im Kopf anzuhören. Ich bin wirklich froh, dass du uns dazu aufgefordert hast, uns dem Song als Klangskulptur zu nähern, Joie.

Joie: Danke, dass du uns dieses Beispiel gebracht hast, Lisha. Es ist wirklich interessant zuzuhören.

Willa: Das ist es wirklich! Ich hab’ die Kopfhörer von meinem Sohn geklaut und mir diesen Clip angehört, die Art, wie die Klänge und Geräusche bestimmte Punkte im Raum einzunehmen scheinen und sich sogar umher bewegen, das ist verblüffend! Es erinnert mich wirklich an das Schlagen der Tür und die den Klangraum durchschreitenden Schritte in Thriller, genauso wie die Hintergrundgeräusche in Morphine wie das Klopfen und die Fernsehgeräusche in der Entfernung.

Joie: Es gibt alle Sorten von wunderbaren und interessanten Geräuschen im Hintergrund von Morphine, manche von ihnen sehr überraschend und unerwartet. Manchmal denke ich sogar, dass ich so etwas höre wie Wasser, das unaufhörlich aus einem Wasserhahn tropft. Hört das auch jemand von euch?

Lisha: Nein, ich nicht! Wo ist das denn? Ich höre es nicht!

Joie: Vielleicht ist es auch ein Geräusch, das ich zu stark als tropfendes Wasser vereinfache, weil mein Kopf es nicht so einfach zuordnen kann, aber ich höre es in der ersten Hälfte des Songs ununterbrochen in gemäßigten Intervallen im Hintergrund. Interessanterweise höre ich es nicht mehr nach dem schroffen Mittelteil des Songs.

Lisha: Moment mal, Joie! Ich denke, ich weiß über was du sprichst und was für eine wunderbare Beschreibung des Geräuschs! Ich glaube, du meinst ein schlagendes Geräusch, das im äußerst rechten Klangfeld auftaucht, gleich nachdem der Rhythmus beginnt. Es passiert beim Auftakt auf 4 und dann taucht es weiter auf, immer wenn man ab da bis 8 weiterzählt. Ist es das, was du meinst? Es klingt wie ein langsames Tropfen aus einem Wasserhahn!

Joie: Ja! Das ist es!

Lisha: Das ist das Amüsante beim Hören dieser Tracks, es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

Und wie du betont hast, Willa, spielen sich hier zwei separate und ganz verschiedene Klangwelten ab, als wenn ein weiterer Song einfach mittenrein platzt. Morphine hätte sehr gut Michael Jacksons bester Rock / Heavy Metal Gesang aller Zeiten sein können, aber plötzlich ist da im Mittelteil eine entspannte, sanfte Stimme begleitet von Piano, Flöten und Streichern zu hören. Es ist ein überraschender Kontrast, der für ein interessantes, aber auch sehr anspruchsvolles, klangliches Erlebnis sorgt – ganz sicher wird hier ein schwieriges Thema behandelt, das steht fest.

Joie: Weißt du, ich habe fast das Gefühl, dass das Thema eins der interessantesten Dinge an diesem Song ist. Ich war schon immer ein ziemlich großer Fan von Rockmusik im Allgemeinen. Ich liebe zum Beispiel den Hair Metal der 80er, und ich könnte (und mache es auch) den ganzen Tag lang Bands wie Aerosmith und Guns `N Roses hören. Und wie jeder Rockmusik-Fan dir sagen würde, ist der Gebrauch von Drogen eine feste Größe, soweit die musikalischen Themen dies in diesem Genre behandeln. Eigentlich in vielen Genres.

Aber eins der Dinge, die Michael Jackson vom Rest unterscheidet ist, dass er typischerweise nicht über Dinge wie Drogen und Sex singt. Also ist Morphine mit seinem unverhohlenen, schonungslosen Blick auf den Drogen- / Medikamentengebrauch – vom Blickwinkel der Drogen gesehen nicht weniger – ziemlich misstönend. Mindestens genauso misstönend wie die schroffen Übergänge, die Willa vorhin erwähnt hat.

Lisha: Du hast eine ausgezeichnete Feststellung gemacht. Drogengebrauch ist seit den 60er Jahren ein unübersehbares Thema in der Rockmusik, und illegaler, gelegentlicher Drogenkonsum wird oft als eine positive, bewusstseinserweiternde Erfahrung dargestellt. Dies scheint einige der Grundwerte des Rock widerzuspiegeln, solche wie Spontaneität, Authentizität und Widerstand gegenüber starrem, regeln-befolgendem und autoritärem Denken.

Ich denke jedoch, dass Morphine von einer ganz anderen Perspektive kommt und ein völlig anderes Wertesystem ausdrückt. Morphine thematisiert oder fördert nicht den gelegentlichen Gebrauch von Drogen. Stattdessen problematisiert es die legale, pharmazeutische Verabreichung von Medikamenten, die von Ärzten verschrieben werden, um Patienten mit ernsten medizinischen Anliegen zu behandeln.

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Willa: Das stimmt. Dies ist keineswegs ein typischer „Sex, Drugs and Rock ´n Roll“ Song. Hier geht es nicht darum high zu werden. Stattdessen konzentriert sich Morphine ganz speziell auf von Ärzten unterstützte Medikamentenabhängigkeit, oder sogar von Ärzten herbeigeführte Medikamentenabhängigkeit.

Joie: Und die Lyrics in diesem schroffen Mittelteil sind sehr vielsagend und sehr persönlich, denke ich. Jedes Mal, wenn ich mir diesen Song anhöre, kann ich mir Michael vorstellen, wie er auf dem Behandlungstisch liegt, während diese Worte in sanftem Ton zu ihm gesagt werden:

Entspann‘ dich
Es wird nicht weh tun
Bevor ich damit anfange
Schließ‘ deine Augen und zähl‘ bis zehn
Weine nicht
Ich werde dich nicht verwandeln
Es gibt keinen Grund entsetzt zu sein
Schließ deine Augen und lass dich treiben

Kannst du dir das vorstellen? Ein Arzt, der ihm versichert, dass „er dich nicht in einen Junkie verwandelt – schließ einfach deine Augen und lass dich vom Schmerz wegtreiben“.

Lisha: Oh, ich kann mir das ganz sicher vorstellen! Die Musik in diesem Abschnitt ist so besänftigend, aber gleichzeitig auch so traurig und ergreifend. Der Arzt bietet die willkommene Erleichterung von ernsthaften Schmerzen an, aber ich habe dieses bange Gefühl, dass die Situation komplizierter ist als das, was der Arzt zu zeigen gewillt ist.

Und ich stimme dir zu, Joie – dieser Song fühlt sich zutiefst persönlich an. Ich habe durch die Liner Notes erfahren, dass Michael Jackson diesen Song geschrieben, komponiert, gesungen und produziert hat. Er hat auch die meisten Arrangements selbst gemacht und sogar die Percussions, Drums und Gitarre übernommen.

Willa: Wirklich? Ich wusste nicht, dass er Gitarre spielte …

Lisha: Nun, vielleicht nicht im strengen Sinn des Wortes, aber ich möchte wetten, dass er seine Kenntnisse hatte. Einer derjenigen, die am engsten mit ihm zusammengearbeitet haben, Brad Buxer, sprach in einem Interview mit dem französischen Magazin Black & White über Michael Jacksons Beziehung zu Musikinstrumenten. Er sagte, Michael Jackson sei ein fantastischer Musiker gewesen und es war nicht wirklich notwendig für ihn ein hohes Level an Professionalität auf jedem einzelnen Musikinstrument zu haben. Gemäß Buxer „verstand er Musik instinktiv. Es war einfach ein Teil von ihm …“

Buxer spielte Keyboard und das Piano auf Morphine, aber hat nicht an der Komposition des Songs mitgearbeitet, wie er das bei anderen getan hat. Michael Jackson hat die gesamte Aufnahme im Kopf ausgearbeitet und kommuniziert, was er von Buxer hören wollte:

Er sang alle Parts, ob es das Piano im Mittelteil war oder diese Schichten von Synthesizer im Refrain. Es ist alles von ihm. Bei diesem Song habe ich lediglich seine Gedanken ausgeführt.

Ich denke auch über das nach, Joie, was du vorhin gesagt hast, als du den textlichen Inhalt dieses Songs als Personifizierung des Medikamentes selbst beschrieben hast. Das ist solch ein interessanter Gedanke und ich habe an bestimmte Zeilen in diesem Song gedacht, die leicht auf diese Art gedeutet werden können:

Vertraue mir
Vertraue mir
Leg’ dein ganzes Vertrauen in mich

Aber ich denke, es gibt eine weitere starke Möglichkeit hier – dass die Lyrics einen Arzt repräsentieren, der einen Patienten dazu auffordert, vollkommenes Vertrauen in seine Erfahrung und seine Kompetenz als medizinischer Fachmann zu haben.

Willa: Das ist wahr, diese Zeilen können auf beide Arten interpretiert werden – als Aufforderung für den Patienten dem Medikament oder dem Doktor zu vertrauen – und es ist auf beide Arten schaurig. Ich hatte bisher noch nicht an diese Zeilen als Bezug auf das Medikament selbst gedacht – das ist ein wirklich interessanter Weg dies zu betrachten, Joie – aber es ergibt perfekten Sinn. Ich meine, stell dir einfach vor, wie Michael Jackson zum Beispiel eine Flasche Propofol betrachtet und an diese Worte denkt: „Vertraue mir“, dass ich dir zu einem guten Schlaf verhelfe. Oder denkt an Dr. Conrad Murray, wie er diese Zeilen sagt. Es ist auf beide Arten wirklich beängstigend.

Lisha: Ja, ist es. Und das Thema dem Doktor zu vertrauen kommt noch einmal, bei anderthalb Minuten in dem Song (1:32 und es wiederholt sich bei 4:16). Ich höre etwas wie ein Klopfen an der Tür und eine Frau, die in einem sehr strengen, autoritären Ton sagt: „Sie haben gehört, was der Doktor gesagt hat.“ Das ist ein Audioclip aus David Lynchs Film The Elephant Man von 1980. Er stammt aus einer Szene in dem Film, als der Elephant Man verängstigt, misstrauisch und zögerlich ist, einzuwilligen, dem Arzt in seine Praxis zu folgen. Die Oberschwester schaltet sich ein und verlangt von ihm, das zu tun, „was der Doktor gesagt hat“.

Willa: Wow Lisha, du hast Recht! Das wusste ich nicht – dass er in diesem Abschnitt The Elephant Man gesampelt hat – aber du hast vollkommen Recht, das tut er. Das scheint für mich sehr bedeutsam zu sein.

Lisha: Für mich auch. Es scheint ein wirklich wichtiger Teil des Songs zu sein.

Willa: Oh, absolut. Offensichtlich hallte die Geschichte um John Merrick (oder Joseph Merrick – er wurde mit beiden Namen gerufen) wirklich in Michael Jackson nach. Wir beide haben darüber vor einiger Zeit in dem Post über Leave Me Alone gesprochen, Joie. Also ist es aus dem Grund vielsagend, aber auch thematisch, denke ich – wie es zu dem Gedanken an einen Arzt passt, der nicht immer im besten Interesse des Patienten handelt.

Ich habe The Elephant Man gerade mal wieder – Himmel, nach Jahren – angesehen, und ich war getroffen davon, wie sehr sich der Film auf Dr. Treves konzentriert. Er ist nahezu so oft wie Merrick selbst im Bild. Und während er Merrick vor dem beleidigenden Mr. Bytes rettet, der ihn in einer karneval-artigen Tingeltangel-Show ausstellen will, sind Dr. Treves‘ Motive auch nicht unbedingt rein wohlwollend. Ein älterer Arzt sagt:

Ich für meinen Teil habe die Nase voll von dieser wetteifernden Jagd auf Freaks von diesen übermäßig ambitionierten jungen Ärzten, die sich dadurch einen Namen machen wollen.

Im Verlauf des Films, als Dr. Trevis anfängt, Merrick auf eine mitfühlendere Art zu sehen, beginnt er sich selbst und seine Gründe zu hinterfragen, warum er Merrick aufgespürt und sich so öffentlich mit ihm angefreundet hat:

Ich fange an zu glauben, dass Mr. Bytes und ich uns sehr ähnlich sind. Es scheint, dass ich Mr. Merrick von Anfang an als Kuriosität dargestellt habe, nicht wahr? Nur dieses Mal in einem Krankenhaus statt auf einem Kostümfest.

Er sagt weiter:

Mein Name taucht ständig in der Zeitung auf. Ich werde immerzu in den Himmel gelobt. Patienten fragen nun ausdrücklich nach meinen Diensten.

Alles nur wegen der Bekanntheit, die er dadurch erlangt hat, dass er der Arzt des Elephant Man ist. Und diese furchtbare Szene, in der er Merrick in dem Auditorium voller Ärzte präsentiert, scheint dem sehr ähnlich zu sein, wie Merrick auf dem Karneval ausgestellt wird.

Auf seine Art also hat Dr. Treves selbst Karriere gemacht durch Öffentlichmachung von Merricks körperlichen Leiden, genauso wie Mr. Bytes es getan hat. Und es scheint mir, dass diese irgendwie rücksichtslose Beziehung zwischen Ärzten und Patienten ein Schlüsselelement jenes Mittelteils von Morphine ist.

Joie: Wow, Willa, ich habe The Elephant Man viele, viele Male gesehen; ich liebe diesen Film einfach. Aber ich habe niemals den Bezug zu Morphine hergestellt. Du hast da eine sehr interessante Parallele gezogen.

Lisha: So ist es wirklich, und mich interessiert sehr, wie sehr sich der Film auf Dr. Treves fokussiert. Bei etwa 1:37 Minuten in Morphine, gleich nachdem die Krankenschwester „Sie haben gehört, was der Doktor sagt“ gebellt hat, meine ich auch die Stimme von Dr. Treves, gespielt von Anthony Hopkins, zu hören. Könnt ihr die männliche Stimme in diesem Teil als die von Dr. Treves identifizieren? Es ist ganz rechts außen und in einiger Entfernung, also sehr schwer auszumachen.

Willa: Ich glaube ja. Es ist ein britischer Akzent und es klingt für mich nach seiner Stimme, obwohl ich die Worte nicht verstehen kann. Und dann ist da der Klang von rauem Gelächter, wie ein Soundtrack aus dem Fernseher. Auch in The Elephant Man gibt es Gelächter, und es ist kein glückliches Lachen. Eigentlich bedeutet es grundsätzlich, dass gegenüber Merrick etwas Ausbeuterisches passiert. Im Grunde ist Lachen während des gesamten Films etwas Grausames.

Lisha: Ja, es klingt, als gäbe es eine Lachkonserve genau nach Dr. Treves‘ Stimme, wodurch wahrscheinlich angedeutet werden soll, dass diese medizinischen Probleme für manche eine Quelle der Unterhaltung sind. Es ist unglaublich grausam.

Bezüglich einer Klangskulptur habe ich festgestellt, dass diese Sequenz von links nach rechts verräumlicht wird. Das Klopfen hört man auf der linken Seite des Klangfeldes, die Stimme der Krankenschwester befindet sich in der Mitte, Dr. Treves‘ Stimme rechts, und die Lachkonserve noch weiter hinten rechts. Es wirbelt in dieser Geschichte irgendwie um den Zuhörer / Patienten herum und erzeugt ein Gefühl der Desorientierung und Verletzlichkeit.

Willa: Oh, das ist eine interessante Deutung, Lisha. So fühlt es sich für mich auch an.

Lisha: Es scheint, als hätte fast jeder eine ausbeuterische Beziehung zu John Merrick, einschließlich seinem Arzt. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, warum sich Michael Jackson so stark mit ihm identifizieren konnte. Da gibt es den Schausteller, der Merrick als Attraktion für seine Freak Show ausnutzt, die Krankenhausangestellte, die davon profitiert, dass sie nachts Menschen einschleust, die ihn sehen dürfen, die Oberschicht, die erpicht darauf ist mit ihm verbunden zu sein, wenn es gerade schick ist, der herzlose Pöbel, der ihn verspottet. Und natürlich, ich kann nicht anders als auch eine starke Parallele zu Michael Jackson zu ziehen, wenn Frauen schreien und ausflippen, sobald sie ihn sehen.

Willa: Das ist eine wirklich gute Feststellung, Lisha, und der Film untersucht dies auf subtile Art, finde ich – sowohl die Angst, die die Leute gegenüber Merrick spüren ebenso wie das komplizierte Verlangen nach dem Andersartigen. Da gibt es diese schreckliche Szene, in der die zwei jungen Frauen aus dem Gasthaus gezwungen werden erst ihn und dann den lüsternen Mann, der sie dahin gebracht hat, zu küssen. Und dann gibt es die viel nettere Szene, in der er die Schauspielerin trifft, die sich mit ihm anfreundet. Sie tauschen Zeilen aus Romeo und Julia aus, und dann küsst sie ihn und sagt: „Oh Mr. Merrick, Sie sind überhaupt kein Elefantenmensch. Sie sind Romeo.“ Sie schenkt ihm außerdem ein glamouröses Foto von sich, das er neben seinem Bett aufstellt.

Und dann möchten eine ganze Menge Frauen, besonders die Krankenschwestern, ihn bemuttern. Auch Dr. Treves‘ Frau scheint dies zu wollen. Sie fängt an zu weinen, als er ihr ein Bild seiner abwesenden Mutter zeigt und zu ihr sagt:

Sie hat das Gesicht eines Engels. Ich muss eine große Enttäuschung für sie gewesen sein. … Wenn ich sie nur finden und sie mich so sehen könnte mit solch reizenden Freunden um mich herum. Vielleicht könnte sie mich dann so lieben, wie ich bin. Ich habe so sehr versucht gut zu sein.

Im Film wird angedeutet, dass seine Mutter ihn wegen seiner Krankheit verlassen hat, obwohl sie selbst im wahren Leben offensichtlich an körperlichen Gebrechen litt und ihn liebte und für ihn bis zu ihrem Tod, bei dem er zehn Jahre alt war, gesorgt hat. Wie auch immer, er verlor den Schutz seiner Mutter in einem jungen Alter und andere Frauen versuchten, ihren Platz einzunehmen, als er älter wurde, und für ihn wie eine Mutter zu sorgen – etwas, was wir bei Michael Jackson auch erkennen können. Merricks Beziehungen zu Frauen sind also sehr kompliziert – genauso wie die Beziehung zu seinem Arzt, Dr. Treves.

Lisha: Ja, das sehe ich auch so.

Willa: Also, ich will nicht vom Thema abschweifen, aber kennt ihr diese surrenden und knallenden „Elektrizitäts“ –geräusche am Beginn von Morphine, die ihr vorhin erwähnt habt? Sie rufen ganz spezielle Bilder bei mir hervor, und ich frage mich, ob sie das auch bei euch tun. Es klingt für mich wie Strom, der von zwei unterschiedlichen Seiten eines Kabels aufeinander zuläuft und dann in der Mitte knackend aufeinandertrifft, was für mich nur eins bedeuten kann: Dr. Frankensteins Labor! Versteht ihr, was ich meine? Und Dr. Frankenstein ist so interessant in Bezug auf das Thema auf rücksichtslose Ärzte.

Hier ist ein Trailer des Klassikers Frankensteins Sohn von 1939 mit Basil Rathbone als Dr. Frankenstein, Boris Karloff als dem Monster und Bela Lugose als Ygor. Er zeigt die Szene, in der Frankensteins Kreatur durch den einschießenden elektrischen Strom zum Leben erweckt wird. Man kann die surrenden und knackenden Geräusche dabei hören und man kann ganz eindeutig jene unterschiedlichen Kabel mit dem funkenbildenden, elektrischen Strom bei 1:03 Minuten erkennen:


Lisha:
Wow, das ist brillant! Ich habe mich gefragt, was diese Geräusche darstellen sollen. Ich glaube, du bist da wirklich auf der richtigen Spur, Willa, besonders, wenn wir über den Song als klangliche Skulptur nachdenken. Wenn ich den Auftakt zu Morphine mit Kopfhörern höre, dann stelle ich fest, dass das elektrische Surren sich genau in der Mitte des Klangfeldes befindet – es fühlt sich an, als würde es tatsächlich in meinem Kopf surren.

Willa: Ich weiß, was du meinst, Lisha. Es fühlt sich für mich auch so an.

Lisha: Nun, da ich darüber nachdenke, kommt es mir so vor, als würde ich mich mitten in einem von Dr. Frankensteins Experimenten befinden! Was so interessant daran ist, ist, dass die Stelle des Klangs nicht nur den physischen und emotionalen Effekt des Klangs verändert, sondern dass sie außerdem eine buchstäbliche Bedeutung erzeugt.

Willa: Oh, das ist interessant, Lisha! Ich erkenne, was du meinst – es ist so, als würde uns die Stelle der Geräusche um uns herum als Zuhörer auf dem Tisch positionieren, als wären wir eines von Frankensteins Experimenten. Und natürlich, in Morphine sind wir in derselben Position. Morphine platziert uns so, als würden wir auf dem Tisch liegen und dem Doktor zuhören, der uns erzählt, wir sollen uns entspannen, während er die Medizin in unsere Venen injiziert.

Joie: Willa, ich liebe diese Vorstellung von Frankenstein, denn ich hatte immer dasselbe Gefühl wegen dieser „elektrischen“ Geräusche. Und ich denke, dass es eine Bedeutung hat, wenn diese Geräusche für uns beide dieselbe Vorstellung heraufbeschwören.

Willa: Das denke ich auch.

Lisha: Ich denke außerdem an das Geräusch des tropfenden Wassers, das du herausgehört hast, Joie, und ich habe festgestellt, dass ich, als der Elephant Man zum ersten Mal in diesem Film erscheint, das Geräusch von tropfendem Wasser in diesem dunklen, dunstigen Keller, in dem er gehalten wird, hören kann. Ich vermute, es ist unmöglich zu sagen, was die Geräusche in Morphine tatsächlich aussagen sollten, es sei denn, es könnte uns jemand erzählen, wie der Gedankenprozess war. Aber wenn du das alles zusammenzählst, fängt es definitiv an, ein Gesamtbild zu ergeben.

Joie: Wie du sagst, Lisha, es ist unmöglich mit Sicherheit zu wissen, wie die Absicht war, aber … es scheint irgendwie alles zusammenzupassen, nicht wahr?

Lisha: Für mich ist es so.

Joie: Und Lisha, ich wäre niemals auf das tropfende Wasser in The Elephant Man gekommen. Großartige Beobachtung!

Willa: Ich auch nicht, aber all diese Verbindungen zwischen The Elephant Man, Frankenstein und Morphine ergeben vollkommenen Sinn, oder? Wenn man sich allein die Arzt-Patient-Beziehungen ansieht, dann gibt es so viele Parallelen zwischen ihnen – zwischen Dr. Treves und John Merrick, Dr. Frankenstein und dem Monster, das er erschafft und dem Arzt, der Morphium in die Venen seines Patienten, der Michael Jackson selbst zu repräsentieren scheint, da die Lyrics sich indirekt auf die Skandale um ihn herum beziehen, injiziert.

In allen drei Fällen hat der Arzt eine privilegierte soziale Stellung (im Fall von Dr. Frankenstein ist dieser sowohl ein Baron als auch Arzt), während der Patient ein sozialer Außenseiter ist – ein „Freak“, ein „Monster“, ein Mann, der der Kindesbelästigung beschuldigt wird. In allen drei Fällen jedoch ist es so, dass wir, je mehr wir erfahren, desto mehr mit dem „freakigen“, „monströsen“ Patienten mitfühlen und dem angesehenen, ihn behandelnden Arzt immer mehr misstrauen.

Joie: Das ist wirklich interessant, nicht wahr? Besonders bei der Geschichte von Frankenstein, bei der wir mit der Frage zurückgelassen werden, wer in Wirklichkeit das Monster ist, der Arzt oder der Patient. Ich denke, das ist ein Thema, mit dem sich Michael Jackson in einem großen Ausmaß identifiziert hat.

Willa: Oh, das sehe ich genauso. Ich denke, genau dies ist ein sehr wichtiges Thema für Michael Jackson. Wir können das ausdrücklich in den Lyrics von Monster erkennen und auch subtiler in seinem gesamten Werk. Immer wieder und wieder erkennen wir diesen Antrieb, uns mitzunehmen in die Gedankenwelt jener, die als „abscheulich“ oder als Außenseiter wahrgenommen werden und dass er uns auffordert, die Dinge aus ihrer Perspektive zu sehen. Und du hast Recht, Joie, das ist auch ein zentrales Thema bei Frankenstein – zumindest ist es das im Roman. Einige Filmversionen gehen anders damit um. Aber in dem Roman werden unsere Gefühle ständig auf den Kopf gestellt, wie auch unser Mitgefühl hin und her wechselt zwischen Dr. Frankenstein und dem Wesen, das er erschaffen hat.

Das ist etwas, was wir auch in Morphine sehen – diese emotionale Spannung, wenn unsere Gefühle erst in die eine Richtung ziehen und dann in die andere. Und es manifestiert sich auf mehreren unterschiedlichen Ebenen, wie in der ungewöhnlichen Struktur des Songs, wie wir zuvor schon besprochen haben. Je mehr ich im Grunde darüber nachdenke, desto mehr scheint es mir auf eine sehr komplexe Art zu funktionieren – zum Teil weil unsere Emotionen, unser Verstand und unsere physische Erregung miteinander hadern.

Was ich meine ist, dass, wenn ich den Song anhöre ohne wirklich darüber nachzudenken, was er bedeutet, ich mich sehr unwohl fühle während dieses aufgewühlten, stampfenden Eröffnungsteils. Es ist so misstönend und industriell, und seine Stimme schreit praktisch. Und einige Zeilen der Lyrics sind messerscharf wie „I hate your kind, baby / So unreliable“ („Ich hasse deine Art, Baby / So unglaubwürdig“) und „You hate your race, baby / You’re just a liar“ („Du hasst deine Rasse, Baby / Du bist einfach ein Lügner“). Es ist so schmerzlich für mich ihn diese Worte singen zu hören und mir vorzustellen, wie es für ihn gewesen sein muss, Kommentare wie diese über sich zu hören.

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Und dann setzt dieser wunderschöne Mittelteil ein und ich beginne mich zu entspannen. Ich muss sagen, ich liebe seine Stimme in diesem Abschnitt. Es ist einfach lieblich, mit dem einfachen Klimpern des Pianos, ein wenig später gefolgt von Streichern und Flöten, wie du sagtest, Lisha. Es ist alles sehr einfach und beruhigend und wunderschön.

Und dann fangen die holprigen, stampfenden, industriellen Geräusche wieder an, während wir in den dritten Abschritt gezogen werden und es bringt mich wieder völlig aus dem Gleichgewicht.

Joie: Und ich glaube, das Hervorrufen dieses verstörenden Gefühls war seine Absicht hierbei.

Willa: Das denke ich auch. Der Aufbau von Morphine hat also eine wesentliche emotionale, sogar körperlich spürbare Auswirkung, aber ich denke, es steckt noch mehr dahinter.

Wenn ich diesen Song interpretieren müsste, ohne die Lyrics zu beachten, dann würde ich annehmen, dass der erste und der dritte Abschnitt eine industrielle, mechanisierte, künstliche Welt abbildet und dieser mittlere Teil ein Entfliehen in die Natur ist – in die „wirkliche“ Welt, die natürliche Welt.

Aber das stimmt nicht. Die Lyrics drehen das um. Der erste und der dritte Abschnitt stellen die „wirkliche“ Welt dar, die harte Realität seiner Welt nach den Anschuldigungen 1993, als die Publicity-Maschinerie sich gegen ihn wandte, und der mittlere Abschnitt ist das, was falsch und künstlich ist – eine durch Medikamente hervorgerufene Flucht aus der realen Welt.

Lisha: Es ist eine vorübergehende Befreiung von quälendem Schmerz, aber selbst diese momentane Flucht ist problematisch.

Willa: Genau. Es liegt also eine Dissonanz darin, wie diese drei Abschnitte sich anfühlen und was sie bedeuten, inwiefern sie als „real“ wahrgenommen werden oder nicht, und das ist in meinen Augen so interessant.

Das Gesamtergebnis ist, dass, wenn ich mir diesen Song anhöre, ich irgendwie ganz durcheinander bin, ehrlich gesagt. Der erste Teil macht mich vollkommen nervös. Dann beginnt dieser sanfte mittlere Teil und mein Körper fängt an sich zu entspannen – aber zur selben Zeit meldet mein Gehirn: Gefahr! Gefahr! Versinke nicht darin! Dann schlägt der dritte Abschnitt zu und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich möchte all den Misstönen, dem aggressiven Durcheinander entkommen und irgendwie wieder zurück zu der vergleichsweisen Ruhe des Mittelteils, aber ich weiß, das sollte ich nicht.

Meine Gedanken, mein Körper und meine Gefühle sind also verwirrt und befinden sich in einem Konflikt – und das, so stelle ich mir vor, ist eine Annäherung an die Erfahrung einer Abhängigkeit.

Joie: Ich finde, das war eine wunderbare Analogie für Abhängigkeit, Willa, und wirklich nachdenklich stimmend. Genau wie Morphine selbst.

Lisha: Der Song fängt das Wirkliche dieser Situation ziemlich gut ein. Im Fall einer akuten Erkrankung oder quälenden Schmerzes muss das Leiden des Patienten angesprochen werden. Es ist die einzig mögliche, einfühlsame Sache, die zu tun ist, und das kann ich in dem beruhigenden Effekt der Musik im zweiten Abschnitt spüren. Jedoch ist da auch etwas so schrecklich Trauriges, Eindringliches und Dunkles an dieser Musik.

Willa: Oh, ich stimme dir zu.

Lisha: Es ist so ein Gefühl, dass man nicht weiß, was schlimmer ist, die Behandlung oder die Krankheit, die Lösung oder das Problem, das Schmerzmittel oder der Schmerz. Diese im Kontrast stehenden musikalischen Abschnitte könnten sich einfach weiter in einem endlosen, grausamen Kreislauf wiederholen.

Willa: Ja, genau wie der Kreislauf der Abhängigkeit. In einem sehr realen Sinn singt Michael Jackson also nicht nur über Abhängigkeit in Morphine, sondern bildet die körperliche und emotionale Erfahrung von Abhängigkeit nach und zwingt uns als Zuhörer auf diese Art es für uns selbst zu erleben.

Lisha: Wie du so treffend gesagt hast, Joie, es ist eine nachdenklich stimmende Klangskulptur.

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One Comment
  1. Christiane permalink

    Hallo, .. vielen Dank für den spannenden Artikel, über weitere MJs Inspirationsquellen.
    Der akustische Frankenstein-Vergleich symbolisiert für mich in erster Linie Energie. Der Transmittler zwischen ihm und uns. Optisch verwendet er dieses Mittel im Video “Give Into Me” wieder.
    Schließlich ist es das, warum er bei uns ist.. Worte hin oder her.
    Ich lese gerade das deutsche Buch “Try hard to love me” und habe (bin erst auf der Hälfte) dadurch nochmal einen tieferen Zugang zu “Morphin” erhalten. Auch könnte man die lyrics “vertrau mir” danach noch mal umdeuten, aber das führt dann wohl doch zu weit…
    Ich würde mich übrigens freuen, wenn Ihr mal einen Artikel zu diesem Werk bringen könntet.
    Ich finde es schade, daß viele Fans glauben, es sei eine Fiktion und die Finger davon lassen. Meiner Meinung nach ist es alles andere als das. 95% wußte ich bereits (faktisch), ich weiß aber nun nicht, was mit den anderen 5% ist. Ich kann mir nicht vorstellen, das z.B. der Übergriff in der Kindheit dazuerfunden worden ist. Das macht keinen Sinn.
    Liebe Grüße und Danke für Eure Energie.
    Christiane

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