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A Place Without No Name – die Story zum Song

Eine Übersetzung des Artikels: Michael Jackson’s “A Place With No Name” – The Story Behind The Song – von Damien Shields

http://www.damienshields.com/michael-jacksons-a-place-with-no-name-the-story-behind-the-song/

Am 16 Juli 2009, nur drei Wochen nach seinem tragischen Tod, erschien ein Stück eines unveröffentlichten Michael Jackson Songs online. Die Klatschseite TMZ veröffentlichte einen 24 Sekunden langen Schnipsel eines Tracks, „A Place Without No Name“. Für die letzten 4,5 Jahre war dieser 24 Sekunden Schnipsel alles, was Michael Jackson Fans davon hörten. Bis jetzt.

https://soundcloud.com/smooth-gangsta/a-place-with-no-name

Am 3 Dezember 2013 erschien die komplette Version des Songs online, der im wesentlichen eine mit neuen Lyrics versehene Version des Hits „A Horse With No Name“ der Band America von 1972 ist – zur Freude der Jackson Enthusiasten auf der ganzen Welt. Mit dem Leak des Tracks kamen auch die Fragen über seine Entstehung – einige davon konnten beantwortet werden, in dem man zuvor veröffentlichte Interviews mit denjenigen, die an dieser Aufnahme arbeiteten, las, – andere Fragen blieben unbeantwortet. Dieser Artikel versucht alle Teile des Puzzels zusammenzufügen und die ganze Story hinter dem Song zu erzählen.

A Place with No Name“ wurde ursprünglich 1998 von Elliot Straits konzipiert, einem talentierten Sänger, Songschreiber und Musikproduzenten der unter dem Namen Dr. Freeze bekannt ist. Plattenboss John McClain, der zu der Zeit Manager von Michael Jackson war (und jetzt Co-Executer des Michael Jackson Estate ist) gab Freeze die Chance seines Lebens – mit dem King Of Pop zusammenzuarbeiten.

Ich kannte seinen Manager, John McClain und ich arbeitete an einem Album mit meinen Partnern, Spydermann“, erinnert sich Freeze. „Nach Fertigstellung des Albums, lief es nicht wie geplant und wir mussten das Projekt absagen. Ich war sehr verärgert. Und dann sagte John McClain: „Mach dir keinen Kopf, Freeze. Ich habe ein anderes Projekt für dich. Du bist im Geschäft mit Michael Jackson.“ Ich sagte : „Michael wer?“ und er sagte: „Michael Jackson.“

Anfangs konnte ich es nicht glauben und fand es verrückt. Und dann telefonierte ich eines Tages mit meinem Vater und jemand rief mich auf der anderen Leitung an… es war Michael! So fing es an.. so kamen wir zusammen.“

Es war ziemlich beängstigend für mich! Ich fühlte mich wieder wie in der Grundschule, als ob ich nichts über die Produktion wüsste. Michael lehrt einen alles neu“, sagt Freeze. „Die anderen Produzenten und ich waren wie Studenten und schauten dem Lehrer zu. Mit Michael war es, als wenn wir nichts über unser Geschäft wüssten: Wir mussten von vorn beginnen und wieder alles lernen. Er brachte uns bei, alles so gut wie möglich zu tun, Michael war ein Perfektionist… Ich war sehr nervös, sehr nervös, aber auch sehr geehrt! Er wusste alles über die Musikindustrie, alles, wirklich alles, nichts war ihm fremd, und er hat mir viel beigebracht.“

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 – Michael & Dr. Freeze –

Ich stellte ihm viele Lieder vor. Die wichtigsten Songs, an denen wir gearbeitet haben waren „Break Of Dawn“, „A Place With No Name“ und „Blue Gangster“, erklärt Freeze. „Diese drei Lieder waren unsere Prioritäten… Er verehrte sie! Michael und ich haben ein Händchen für Melodien, immer wenn ich etwas vorschlug, war es einfach für ihn, den Song zu lernen, es war, als wüsste er es schon. Ich gab ihm ein paar Songs, die er bewunderte. Er schätzte sie.“

Ich machte den Musik-Teil und er musste nur die Lyrics lernen. „A Place With No Name“ ist wie eine Art Flucht, ein Song, bei dem du einfach die Augen schliesst und spürst, dass du in eine wunderbare Welt geführt wirst. Es ist ein Song, der von „A horse with No Name“ der Gruppe America inspiriert wurde. Der Text ist sehr tiefsinnig. Ich wollte ihn erneuern, eine Version für das Jahr 2000 machen. Der Band America gefiel die Idee. Sie fanden das „update“ großartig. Sie waren wirklich begeistert von dem Projekt.“

– A Place Without No Name – snippet aus dem Studio –

Nachdem die Tracks Jackson präsentiert wurden, begannen die beiden im August 1998 im Record Plant Studio in Los Angeles an musikalischen Ideen zu arbeiten. Zu der Zeit wurden sie vom Toningenieur und Bassist CJ deVillar unterstützt, der bei der Technik half. Während einer Session sagte Freeze CJ, er wolle auf „A Place With No Name“ einen Bassgitarren-Sound haben.

Ich sagte Freeze, ich könnte (Bass) spielen und wäre froh, wenn ich für ihn etwas aufnehmen könnte. Ich brachte meinen Bass zum Studio und ein paar Tage später war Freeze bereit zur Aufnahme,“ erklärt CJ. „ Das Problem war, dass ich ein wenig Bedenken hatte, auf Michaels Tracks herum zu spielen, während Michael in der Nähe war. Ich wollte einfach nicht meine Stellung als Toningeniuer aufs Spiel setzen, indem ich in Michaels Musik herummachte, aber am Ende war meine Paranoia unbegründet. Trotzdem warteten wir bis zum späten Abend, wenn Michael normalerweise nach Hause ging, zumindest waren das unsere Erfahrungen der letzten Wochen.“ sagt CJ.

Es war am 25 August 1998, als CJ den Bass Teil im Record Plant aufnahm. Aber es lief nicht wie von dem Ingenieur geplant, Jackson erwischte ihn dabei.

Als ich sicher war, dass Michael das Studio verlassen hatte, steckte ich meinen Bass ein und begann, mit Freeze auf dem Track zu spielen, aber in der Sekunde, wo ich einstieg, sah ich, wie Michael aus seiner Studio Lounge kam und in den Kontrollraum ging, und ich machte “ohoh!”

Michael sagte sofort: “Was macht ihr zwei denn da?” Ich sagte treudoof: “Wir spielen bisschen Bass, Mike”. Er sagte: “Lasst mal hören!” Also spielte ich ein paar Basslicks und er wurde gleich aufgeregt und sagte: “Nehmt ihr auf?” “Öhm, nein Mike, ich versuche nur das richtige Gefühl zu bekommen.” Mike sagte: “Spielt und nehmt alles auf!” Also, stieg ich ein und jammte zu dem Song. Und Michael drehte die großen Hauptlautsprecher voll auf! Und er mochte, was ich spielte.“

Was als nächstes zwischen Michael und CJ geschah, war ein wirklich magischer Moment.

Nach ein paar Sekunden rockte Michael vor meinen Augen ab, während ich alle möglichen Bass Ideen spielte. Am Ende eines Abschnits sagte er: ‘Spiel noch einen anderen’ und es ging nochmal los. Michael machte sein “Popping und Locking”, spielte Luftgitarre und machte Rockposen vor der Konsole.“

Er sagte: “O yeah CJ, das war “stinky”, so “stinky” (für Michael etwas gutes) Lass uns noch eins hören!”

Ich stieg fünf oder sechs mal ein, wobei das letzte ein solider Groove war, so dass wir nicht verschiedene Bass Ideen kombinieren mussten, um den Song gleich anhörbar zu machen,“ erklärt CJ.

Nach mehr wie einer halben Stunde “rocken mit Michael” und ein paar lauten Playbacks, stellte ich einen schnellen, rauen Mix zusammen und machte ihm ein DAT um es anzuhören. Er bedankte sich noch einmal ganz liebenswürdig und ging für diesen Tag nach Hause… Ich hatte viel Spass dabei, mit Michael und Freeze aufzunehmen… Es machte mir Michaels unermüdliche musikalische Energie sehr deutlich.“

Am nächsten Tag, dem 26 August 1998, kam Jackson wieder ins Record Plant Studio zurück, um mit Dr. Freeze, Mike Ging dem zweiten Toningenier Jeff Burns den Background-Gesang und die „na nas“ aufzunehmen.

Während ein Großteil des Background-Gesangs von Freeze stammt, gibt es ein paar Stellen, wo die beiden zusammen Harmonien aufnahmen, die nahtlos von Ging zusamengefügt wurden. Nach einer Woche optimieren und editieren des rohen „A Place With No Name“, der zu der Zeit genau 8 Minuten lang war, war Jackson bereit, den Lead-Gesang aufzunehmen. Diese Session, wiederum von Mike Ging aufgenommen, fand am 8 September 1998 im Record Plant Studio statt.

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Das Record Plant Recording Studio stellt 6 Tonstudios zur Verfügung – zwei davon waren von Jacksons Team gemietet. Das bedeutete, dass Jackson nur wenig Privatsphäre hatte, weil viele andere Künstler dann und wann in – oder aus – den anderen Studios gingen. Aus diesem Grund machte Jackson sein übliches Stimmtraining mit Seth Riggs bevor er ins Studio zum Aufnehmen kam.

Wir sahen nie, wie er in unserer Anwesenheit seine Stimmübungen machte,“ erinnert sich Dr. Freeze. „Aber wenn er ins Studio kam, stand er am Mikrophon und setzte den Song in Flammen. Wenn er wieder ging, war das Studio in Schutt und Asche und unsere Kinnlade hing am Boden. Es war so beeindruckend, das zu beobachten.“

Jacksons Lead-Gesang wurde von Mike Ging auf einem Neumann M149 Mikrofon aufgenommen. Zusätzlicher Lead-Gesang wurde am 16 Oktober 1998 von Ging im Ocean Way Recording-Studio aufgenommen, allgemein als Record One bekannt. Am folgenden Tag, dem 17 Oktober, arbeitete Ging an einem neuen Mix. Ab da durchlief „A Place With No Name“ verschiedene Studios.

Es war zu der Zeit wie ein Tournier in verschiedenen Runden,“ sagt Toningenieur Michael Prince, der zwischen dem Studio von Brad Buxer und Dr. Freeze hin und her sprang. „Einmal waren wir in Marvin’s Place. Dann gingen wir wieder zurück ins Record Plant, dann wieder zum Record One.“

Normalerweise arbeitete ich meistens an den Songs, die Brad Buxer und Michael schrieben. Wir waren mit etwa 5 oder 6 Songs beschäftigt, von denen es „Speechless“ und „The Lost Children“ auf das (Invincible) Album schafften.

Sechs Monate nach Beginn, am 21 Februar 1999, arbeiteten Jackson, Freeze, Prince, Buxer und Ging wieder an “A Place With No Name” und nahmen zusätzliche kleine Edits vor.

Es lief sehr gut im Record One und wir bekamen viel von unserer Arbeit getan. Das war auch der Zeitpunkt, als Rodney Jerkins zum Team stiess. Für etwa einen Monat, die wir im Record One waren, waren auch Fred (Jerkins) und La Shawn Daniels dort.“

Ende März 1999 flog Jackson nach New York um mit Cory Rooney in der Hit Factory an einer Aufnahme namens „She Was Lovin’ Me“ zu arbeiten. Den größten Teil des Monats verbrachte Jackson mit Rooney im Studio, der sich daran erinnert, dass sie fast so viel Zeit mit Herumblödeln verbrachten, wie mit dem Arbeiten an Musik.

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– Michael & Cory Rooney –

Wir verbrachten so viel Zeit damit, zu Optimieren – ich würde sagen gute zwei Wochen – nicht nur die Vocals, sondern viele verschiedene Dinge,“ sagt Rooney. „Und es dauerte zwei Wochen, weil wir viel Zeit mit Lachen, Reden und Herumalbern verbrachten, einfach damit, eine schöne Zeit im Studio zu haben. Wir dehnten es aus, nur damit wir mehr Spass haben konnten. Am Ende verbrachten wir den Großteil des Aprils im Studio mit Planen und Entwerfen. Es war soetwas wie unser „Hauptquartier“ um die Aufnahmen wirklich auf eine Linie zu bekommen. Ich hätte es ausnutzen können und versuchen können, sechs Songs zu produzieren, die Michael aufnehmen könnte, aber daran lag mir nichts“, fügt Rooney hinzu. „“Ich wollte ihm einfach nur das geben, was er zu der Zeit brauchte. Und ich spürte, dass er Spass und eher einen Freund brauchte, als jemand der versuchte ihm noch mehr Songs aufzudrängen. Das ist, was ich in meinem Herzen fühlte. Wir hatten eine großartige Zeit.“

Nach Beendigung der „She Was Lovin’ me“ Sessions mit Rooney, entschied Jackson, alle gemeinsamen Sessions vom Record One in LA nach New York in The Hit Factory zu verlegen.

Wir brauchten Tage, um Kopien von allen Bändern und Laufwerken zu machen und sie zu beschriften, dann wurde alles zur Hit Factory nach New York gebracht und wir verbrachten dort ein paar Monate,“ sagt Michael Prince.

The Hit Factory Ingenieur Paul J. Falcone arbeitete Anfang Mai ’99 in New York an einem Mix von „A Place With No Name“. Nachdem Falcone seinen Mix fertiggestellt hatte, wurde der Song zur Seite gelegt, zusammen mit Cory Rooneys „She Was Lovin’ Me“ und Frezes „Blue Gangster“, an dem zu gleichen Zeit gearbeitet worden war.

Mitte 1999 hatte Jackson anscheinend einige seiner vorherigen Kolaborationen fallen lassen, um sich auf die Arbeit mit Rodney Jerkins zu fokussieren, und Jerkins hatte seinerseits das Gleiche getan.

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– Michael & Rodney Jerkins –

“Es war meine Sache, die Musik fertig zustellen (für She was Login’ Me) und den Track besser und stärker zu machen“, erklärt Rooney. „Und ich hatte garnicht mehr die Gelegenheit dazu, weil ich so damit beschäftigt war Rodney Jerkins in seiner Arbeit für Michael zu unterstützen.“

Es war nicht vor Januar 2004, bis „A Place With No Name“ wieder hervorgeholt wurde. Jackson wollte es wieder hören und auf Neverland wurden daran ein paar kleinere Edits vorgenommen.

Es wurde nach und nach verbessert,“ sagt Freeze. „Es war ein schrittweises Arbeiten. Er hörte sich die verschiedenen Mixe an und änderte hier und da ein paar Details. Er hatte die komplette kreative Kontrolle. Wir wollten, dass der Song perfekt ist… es war etwa so, wie ein Regisseur versucht, seinen Film zu verbessern, in dem er das Script ändert, oder die Schauspieler wechselt. Das ist die Vorgehensweise, nach der dieser Song erschaffen wurde und das ganze Invincible Album… alles, was ihn interessierte war Nr. 1 Hits zu haben.“

Freezes Statement darüber, dass Michael Hits produzieren wollte, wurde später vom Produzent RedOne, und auch von Jackson selbst wiederholt.

Michael war immer darauf fokussiert, Hits zu produzieren, sagt RedOne, der mit Jackson 2008 und 2009 zusammenarbeitete. „Deshalb nahm er immer viele Songs auf und nahm davon die Besten. Das war seine Formel, und ich mag sie.“

Es war Tchaikovsky der mich am meisten beeinflusste,“ sagt Jackson 2007 in einem Interview. „Wenn du ein Album wie „Nussknacker Suite“ nimmst, ist jeder Song darauf ein Killer, jeder… Die Leute machen Alben, wo du einen guten Song bekommst, der Rest besteht aus B-Seiten. Sie nennen sie „Albumsongs“ und ich habe mir gesagt: ‘Warum kann nicht jeder ein Hit sein? Warum sollte nicht jeder Song so großartig sein, dass die Leute ihn als Single kaufen würden, wenn du ihn veröffentlichen würdest?’ Deshalb habe ich immer versucht, das zu erreichen… Das war die Idee… Ich arbeitete hart dafür.“

Nach den kleinen Edits von 2004 wurde „A Place With No Name“ wieder zurückgelegt bis Mitte 2008, etwa ein Jahr vor Jacksons Tod, erneut daran gearbeitet wurde.

Michael Jackson hatte Lieblingssongs, oder Songs, die im Entstehungsprozess waren,“ sagt Michael Prince. „Als Neff-U für Brad (Buxer) einsprang, als Brad 2008 wieder zu Fliegen begann, brachte Michael ein paar Songs zurück, auch „A Place With No Name“. Und er sagte, ‘Arbeite mit diesem Song. Mal sehen, was dir zu diesem Song einfällt.’ Die Vocals waren also immer die gleichen, aber Neff-U hat sie mit neuer Musik versehen.“

Neff-U hat schon mit Michael, Brad Buxer und mir lange vor 2008 zusammengearbeitet,“ fährt Prince fort. „Ursprünglich kam er schon Jahre zuvor zu Brad nach Hause und arbeitete an Sachen, die nie erschienen sind, wie „Hot Fun In The Summertime“ – ein Song von Sly Stone von 1969. Ich glaube, MJ sang nur ein kleines Stückchen davon, aber sie probierten jede Menge Sachen aus. Neff-U ist sehr talentiert.“

Die Version von „A Place With No Name“, die jetzt geleakt ist, ist die letzte Version, die Michael 2008 hörte und freigab.

Im Vergleich mit der Version von 2004 hörst du, dass in der 2008er Version das Schlagzeug anders ist. Es ist ein anderer Kick-Drum Rhythmus, und die ‘na-nas’ sind vervielfältigt und wiederholen sich im Fade,“ sagt Prince, der persönlich die ‘na-nas’ für Jackson zur Endlos-Schleife verarbeitete.

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– Michael & Dr. Freeze –

Die Edits von 2008 wurden alle in Jacksons Home-Studio in seinem Haus in 2710 Palomino Lane in Las Vegas vorgenommen. Zufällig machte Freeze einen Besuch bei Jackson in dessen Home-Studio in Las Vegas, kurz bevor Jackson nach Los Angeles umzog. Die beiden hatten sich erneut zusammengetan, um das nächste Kapitel von Jacksons musikalischer Reise zu besprechen.

Ich war mit ihm kurz vor seinem Tod im Studio,“ erinnert sich Freeze. „Genauer gesagt, erinnere ich mich, dass ich ihn in seinem Haus in Vegas besuchte, und dort war ein Studio… Es wurde nichts aufgenommen, wir hatten nur ein Brainstorming. Wir waren in der Vorbereitung zu Aufnahme-Sessions… Ich bot ihm ein paar neue Songs an, die ich extra für ihn geschrieben hatte. Er mochte die songs sehr,“ sagt Freeze. Das war unser letztes Gespräch. Er sagte ‘I love you’ und voila – es war vorbei. Er wollte die Songs aufnehmen, aber er starb.“

In Folge von Jacksons Tod, wie am Beginn dieses Artikels beschrieben, erschien ein Schnipsel von „A Place With No Name“ online, via TMZ. Es wurde schnell als Remake von „A Horse with No Name“ von America ausgemacht, was die Band dazu brachte, Jacksons Interpretation zu kommentieren.

Wir fühlen uns geehrt, dass Michael Jackson es auswählte, um es auf zunehmen, und wir sind beeindruckt von der Qualtität der Aufnahme,“ sagten die Bandmitglieder Dewey Bunnell and Gerry Beckley in einem Statement zu MTV. „Wir hoffen, es wird bald veröffentlicht, damit Zuhörer auf der ganzen Welt den ganzen Song hören können und einmal mehr die unvergleichliche Brillanz von Michael Jackson erfahren dürfen. Michael Jackson wurde dem Song wirklich gerecht und wir hoffen wirklich, dass seine Fans – und unsere Fans – es als Ganzes hören werden. Es ist wirklich ergreifend.“

Dr. Freeze schwelgte während eines Interviews mit der Französischen Fan-Site MJFrance.com in Erinnerungen an seine Zeit mit Jackson, wovon einige in diesem Artikel zitiert werden.

Er war einfach der wundervollste Mensch, mit dem du zusammenarbeiten konntest,“ erinnert sich Freeze. „Er war sehr bescheiden und sehr kreativ. Er erschuf Klänge, Melodien, Harmonien, von morgens bis abends. Es war schon ein Erlebnis für mich, das mit zubekommen. Ich habe viel gelernt von ihm. Er konnte alles selbst tun. Weißt du, Michael war wirklich ein ‘lebendes Instrument’… Es war wirklich eine besondere Erfahrung für mich. Ich lernte viel von ihm.“

A Place With No Name“ bleibt bis heute ofiziell unveröffentlicht. Dr. Freeze hat bei verschiedenen Gelegenheiten erklärt, dass „A Place With No Name“ und auch „Blue Gangster“ auf dem nächsten Michael Jackson Album enthalten sein werden. „Soweit ich es weiß, ist das bestätigt,“ sagt er, und fügt hinzu, dass das Album für das Frühjahr 2014 geplant sei.

…………………….

Übersetzung M.v.d.L.

Komplettes Interview mit Dr. Freeze:  http://all4michael.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=1500&action=edit&message=6&postpost=v2

Interview mit Cory Rooney: http://all4michael.com/2013/02/06/music-michael-interview-mit-chris-apostle-und-cory-rooney/

Song Text (ohne Refrain):

Nimm mich mit zu einem Ort ohne Namen…

 Als ich den Highway entlang fuhr

Begann mein Jeep zu stottern

Ich wußte nicht, was ich tun sollte, hielt an und stieg aus

Ich sah hinunter und bemerkte, dass ich einen Platten hatte

Ich fuhr an die Seite und parkte

damit ich herausfinden könnte, was zu reparieren ist

Ich sah mich um, da waren keine Autos am Highway

Ich fühlte etwas seltsames, wie ein Nebel

Ich lief in Richtung zum Ende der Strasse

und im Nebel erschien eine Frau

Sie sagte, mach dir keine Sorgen, mein Freund, ich werde aufpassen

Nimm meine Hand, ich bringe dich dahin

Als sie mich durch den Nebel mitnahm

erschien eine wunderschöne Stadt

Wo die Kinder spielten und die Menschen lachten und lächelten

und keiner Angst hatte

  

Sie sagte, das ist der Ort, wo kein Mensch Schmerzen hat

Und in Liebe und Glück (ist)

Sie drehte sich um, sah in meine Augen und begann zu weinen

Sie nahm meine Hand, du hast einen Freund

 Sie begann mich zu mögen, zu küssen, zu umarmen

Sie wollte wirklich nicht, dass ich ging

Sie zeigte mir Orte, die ich nie sah; Dinge, die ich nie tat

Dieser Ort sieht wirklich nach viel Spass aus

 Ich sah das Gras und den Himmel und die Vögel

Und die Blumen von Bäumen umgeben

Dieser Ort ist erfüllt von Liebe und Glück

Und um nichts auf der Welt will ich ihn verlassen

Also griff ich in meine Tasche und nahm meine Brieftasche heraus

Mit Bildern meiner Familie und meiner Freundin

Das ist der Ort, den du aussuchtest, um bei mir zu sein

Als du du dachtest, du könntest in einer anderen Welt sein

…Nimm mich mit zu einem Ort ohne Namen…

Neverland ist ein Bewusstseinszustand

Neverland is a Way of Being“

Artikel von Barbara Kaufmann, Übersetzung von Achildsbliss

http://www.innermichael.com/2011/07/neve…a-way-of-being/

Es gibt Augenblicke im Leben, in denen du erkennst, dass alles sich verändert hat. Ein Baum sieht nicht mehr aus wie zuvor, dir fiel vorher nie auf, wie bemerkenswert die Farbe Blau wirklich ist, das Gezwitscher der Vögel am Morgen klingt unversehens süßer, das Fell deiner Katze ist weicher als sonst, ein Sonnenaufgang wurde über Nacht zum Geigenspiel eines Orchesters und das Lächeln eines Kindes ist mit einem Mal nicht mehr nur melodisch, es wird zu einer Symphonie.

Alles wird verstärkt. Die Dinge fühlen sich wichtiger an. Was uns früher verzückte, besitzt keine Anziehungskraft mehr. Die Menschen, die dir in deinem Leben so wichtig waren, scheinen dir so weit entfernt. In diesem neuen Raum, den du dir erschaffen hast, wird die Geduld, die du mit den Menschen und ihren Marotten hattest, immer geringer und du hast auch keine Lust mehr auf düsteres und oberflächliches Gerede. Und du verspürst auch Trauer darüber, eine Art stiller Resignation.

Es gibt keine Möglichkeit, einen Finger auf diese Wunde zu legen, kein Weg, anderen, die dieses „Erdbeben“, das in deinem Inneren tobt, nicht wahrnehmen können, zu beschreiben. Es war kein gigantischer Zusammenbruch innerer Strukturen oder dass dein Leben in Trümmern läge (es sei denn, es war so), jedoch ist etwas Grundlegendes in deinem Fundament verschoben worden. Das neue Fundament ist noch wackelig und die neue Position könnte, da sie dir so vertraut ist, genauso gut im Wunderland liegen, denn du bist dir ziemlich sicher, dass es dort, wenn du dich umschauen würdest, eine Straße aus gelben Ziegeln gäbe.

Du suchst nach Antworten, doch dein Verstand sperrt sich und erscheint dir fremd, gerade so, als gehöre er einem anderen. Und genau so ist es! Der „Versuch, sich alles rational zu erklären“ funktioniert nicht und bereitet dir tatsächlich Kopfzerbrechen. Es fühlt sich an, als befändest du dich in einem „Zwischen-Raum“, doch du findest keinen Hinweis darauf, was dieser „Zwischen-Raum“ wohl ist oder wo er sich überhaupt befindet. Dieser Ort ist dir seltsam vertraut, doch verstörend zugleich. Es fühlt sich nicht notwendigerweise „schlecht“ oder „falsch“ an, doch du hast das Gefühl, als hättest du gleichsam eine unsichtbare Brücke überquert und als gäbe es von da kein Zurück. Du hast diese Brücke überquert und ja, es gibt von da kein Zurück mehr.

Diese Schieflage ist ein wenig entnervend. Möglicherweise hast du mehr Kenntnisse aus dieser Erfahrung erlangt, doch diese fühlen sich für dich nicht verstandesmäßig an. Sie sind es auch nicht! Es ist nicht einfach nur eine neue Art des Denkens, die Raum schafft für eine neu entdeckte Identität, sondern es ist eine neue Art des Seins, die in deinem Körper und deinem Blut eine neue Heimat findet. Willkommen in einer neuen Erkenntnis! Einem neuen Bewusstsein! Willkommen in der neuen Welt! Willkommen in deiner Wiedergeburt!

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Dies ist auch die Erfahrung, die viele teilten, die Neverland besucht hatten. Ja, dieses Neverland! Auch ich spüre es und ich weiß, dass diese Brücke bereits hinter mir liegt. Selbst die Luft knistert mit diesem Wissen über eine unbekannte Reise, auch sie fragt: Wohin geht sie? Weder Essen noch Trinken verschaffen Befriedigung. Noch wird es ein paar neuer Schuhe oder irgendetwas vom Markt schaffen. Die materielle Lebenswelt ist nun vorbei. Was nun, um Himmels Willen? Um Himmels Willen.

Wir konnten schon früher einen kleinen Blick auf diesen Ort erhaschen, durch Erzählungen, Märchen, Fiktionen, Gedichte oder Fantasiegeschichten. James Hiltons „Shangri-La“ kommt einem in den Sinn, genau wie Camelot, Shamballa, Avalon, Nirwana, das Magische Königreich, der Geheimnisvolle Traum und ja, auch Peter Pans und Michael Jacksons Neverland.

Die Tibeter glauben, dass dieser Ort wahrhaftig in einem Tal im Himalaya liegt. Einige glauben, er läge in den Sphären und müsse sich in der körperlichen Realität noch manifestieren. Die westliche Esoterik der Theosophie verlagert diesen Ort in die Wüste Gobi oder auf den Mount Shasta. Das Christentum bezieht sich lieber auf die Offenbarung der Dreifaltigkeit von Körper, Geist und Seele und die Bibel beschreibt ihn als Garten Eden. Hebräische Schriften stellen einen Bezug zu Melchisedek und seinem Königreich von Salem her. Der Buddhismus nennt drei Offenbarungen und beschreibt sie elegant so:

Dharmakaya, das etwas immer Vorhandenes beschreibt, wurde eher wiedergefunden, als neu erschaffen. Es ist zeitlos und nicht begrenzt durch die Geschichte. Es wird als Lebenskraft oder „Energie des Lebens an sich“ angesehen. Es ist das Feuer, das brennt, aber nie verglüht. Es besitzt eine Ähnlichkeit zum deterministischen Teil der „Kraft, die belebt“ aus der taoistischen Tradition.

Sambhogakaya, das etwas immer Vorhandenes beschreibt, ist der Zustand jenseits des Denkens, in dem das Bewusstsein oder der Verstand eines Menschen auf Dharmakaya eingestimmt ist und zum Ausdruck der Weisheit allen Lebens wird. Es ist die Fähigkeit, auf allen Ebenen zu kommunizieren: verbal, non-verbal, interaktiv und in Beziehung stehend mit allen Formen des Lebens.

Nirmanakaya beschreibt die physische Verkörperung und Anwendung vollkommener Lebenserkenntnisse und seine unzähligen Arten der Kommunikationen und Beziehungen.

Das Erkennen dieses erweiterten Ichs ist magischer Ausdruck eines offenen Geistes und eines aufrichtigen Herzens, es ist die Unendlichkeit dessen, wer wir sind, das magische naturgegebene Sein, das in der eigenen Einsicht unseres Herzens wohnt.

Wir sind so eifrig dabei, diese Erkenntnis irgendwo „da draußen“ zu suchen, etwa in einer traumhaften, übernatürlichen Frau oder einem Mann, irgendwo „dort oben“, dass wir vergessen haben, dass sie hier ist, genau hier und jetzt. Und jedes Mal, wenn wir bestreiten, dass sie da ist, füttern wir ein wenig mehr unsere Angst und zerstören uns die Magie.

Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen. Darum, wer irgend sich selbst erniedrigen wird wie dieses Kind, dieser ist der Größte im Reiche der Himmel!“ – Matthäus 18: 3-4

Michael Jackson verehrte Kinder und das Kind in jedem Menschen. Ihn mit Kindern zu sehen, bedeutet, jemanden dabei zu beobachten, der mit etwas umgeht, das er als etwas Heiliges ansieht. Seine Berührung am Kopf oder der Wange eines Kindes ist so, als sei man Zeuge, wie jemand ein geheiligtes Relikt berührt. Und tatsächlich sagte Michael, er sähe Gott im Gesicht eines Kindes. Ich glaube, das tat er; ich möchte das auch sehen. Nicht nur gelegentlich, sondern immer. Diejenigen, die Michael wirklich kannten und kennen, werden dir sagen, dass es so war, immer. Sie werden dir von einem Michael erzählen, der anders war als die Karikatur, die die Medien von ihm zeichneten und anders als die „Kreatur“, die sie rücksichtslos schikanierten, die ihn zuerst entmenschlichten, um ihm dann leichter Qualen zufügen zu können. Das Leid, das ihm durch diesen Fleck auf seinem Namen zugefügt wurde, ist für all jene, die ihn kennen, ihn verehren oder ein Fan von ihm sind, unerträglich. Eines Tages wird die Welt die Wahrheit erfahren und dieser Moment der Vernunft wird den Traum vorantreiben.

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Es ist kein Fehler, dass ein Menschenkind als hilflosestes unter allen Säugetieren geboren wird. Es ist kein Zufall, dass Babies anschmiegsam sind und das Auge erfreuen; sie spiegeln das Licht von dort wider, wo sie herkamen. Kinder sind Wesen, die bedingungslos darauf vertrauen, dass die Erwachsenen um sie herum, sich um sie kümmern, sie ernähren und für sie sorgen werden. Ihre Herzen sind nicht verwundet und ihre Seelen intakt. Sie zeigen keine Vorbehalte in ihrer neugierigen und mutigen Erforschung des Lebens. Und das wichtigste, das Leben enttäuscht sie nicht.

In verpasster Kindheit und frühem Erwachsenwerden aufzuwachsen ist nicht so einfach. Auf diesem Weg gab es vielleicht einige Enttäuschungen; Vertrauen stellte sich möglicherweise als irregeleitet heraus; Liebe wurde womöglich gewichtet oder entzogen, anstatt dass sie bedingungslos geschenkt wurde. Irgendwann fängt das Kind dann an, zu glauben, dass etwas mit ihm selbst nicht stimmt und dann, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. Anstatt unbeirrt, sicher und ohne Rast oder Einengung durch die Welt zu segeln, wird diese Welt mit seinem Maßstab für Geborgenheit und Liebe nur mit Unterbrechungen vertrauenswürdig. Schließlich beweist der Tod der Unschuld, der Betrug des Vertrauens und der Entzug der Liebe, dass diese Welt ein unfreundlicher Ort ist und eine Quelle, aus der das Bedürfnis nach Liebe und Nahrung aus Arglist und Manipulation gestillt werden muss. Erfolg wird zum Maßstab für das Können des Seefahrers. Das Kind denkt: „Ich bin nicht genug; es reicht nicht, einfach ich zu sein!“ Das Spiel wird zu: „Wie gut bist du darin, für dich etwas herauszuziehen?“ und nicht „Wie groß ist das aufrichtige Herz, das du der Welt anbietest?“ Es wandelt sich von einem freizügigen Geben in ein Nehmen, koste es, was es wolle.

Wirst du nicht einfach geliebt für das, was du bist, wird Zuneigung abhängig von dem, was du tust. Tu mehr, um mehr zu bekommen oder nimm dir mehr, um mehr zu haben. Das leben wird zur Strategie und die Zeit, in der du tief und entspannt einatmest, ist vorbei. Wenn du glaubst, keine Bedürfnisse mehr zu haben, wird jemand kommen und dich davon überzeugen, dass du sehr wohl welche hast und die Tretmühle Leben beginnt von vorn. Das ständige Bedürfnis, mehr zu haben, führt dich zu dem Glauben, einen Mangel zu erleiden und dies verwandelt die Welt der Nahrung, der Sicherheit und der Liebe in eine Welt des Mangels: „Hier gibt es nicht genug für mich!“ und dies kann schließlich zu einem „Hier gibt es nicht genug für mich, weil ich glaube, dass du meinen Anteil hast“ führen. Der Neid setzt ein. Eifersucht schleicht sich ein. Der Geist des Mangels übernimmt die Stelle des aufrichtigen Herzens und der erfüllten Seele und Neverland ist für immer verloren.

Michael Jackson kannte dieses heftige Verlangen – wir alle müssen nach Neverland zurückkehren. Deshalb hat er es erbaut. Er erschuf es für sein eigenes Kind, das ihm innewohnt, um es mit den Kindern der Welt und den Kindern in uns zu teilen, um uns die Möglichkeit zu geben, diese Magie wiederzusehen, um sie in uns festzuhalten und zu bewahren – für unser magisches Kind, das in allen von uns wohnt. Michael wusste, was geschieht, wenn dieses sorglose kreative Kind zerstört wird. Michael wusste nicht nur, wie er diesen magischen Ort erbauen konnte, er verkörperte das magische Kind.

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Wenn du den Verlust Neverlands kennst, kennst du den Verlust deines eigenen Wesens, deines göttlichen Kindes in dir, das still dahinschied und totgeboren wurde.

Die ganze Menschheit sehnt sich nach diesem Ort – diesem Neverland. Ja, es ist metaphorisch, doch es ist noch mehr als das, es ist archetypisch. Es gehört uns allen. Das gesamte menschliche Bewusstsein spürt das, sehnt sich danach, wartet darauf, sucht danach, möchte daran glauben, doch oft wagt man es nicht. Die Trauer darüber ist eine ungehörte Wehklage, eine quälende Wunde, die nicht geheilt werden kann.

Viele Male wird man von ihr heimgesucht, sie wird zu einem Mysterium und einem Geheimnis und sie haucht dem schöpferischen und phantasievollen Kind neues Leben ein. Das innere Kind, das geliebt werden möchte, schlägt auf der Suche danach in einem Wutanfall um sich. Es führt ein Schauspiel auf, um Aufmerksamkeit zu erheischen oder um sich das, was ihm nicht gehört, einfach zu nehmen, aus Angst, dass sein Neverland für immer verlorengeht. Ohne Befriedigung ihres Bedürfnisses wird die Wut immer lauter und lädt andere mit ein in ihr Drama, das sie erschuf, um sich ihrer Wunden und Schmerzen zu entziehen.

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Wir alle brauchen Neverland. Wir brauchen das magische Kind. Wir brauchten Michael Jackson. Wir müssen näher hinsehen auf das, was Michael Jackson uns lehrte durch das, was er in der Welt war. Wir hatten ihn und wir behandelten ihn schlecht. Wir hatten ihn und wir ließen ihn uns entgleiten. Wir nähren das Tier in uns, während wir das Kind hungern lassen. Wir aßen aus der falschen Schale und versuchten, uns mit etwas anzufüllen… irgendetwas… nur, um die Leere zu füllen. Wir machten uns über jemanden lustig, der uns hätte retten können. Er sang für uns von der Errettung, die wiederkehrt. Er wollte es. Er versuchte es. Und dafür, dass er sich um uns kümmerte, um die Welt und um die Kinder, bestraften wir ihn ohne Gnade. Also müssen wir weiter nach dem verlorenen Kind suchen, das von eigener Hand in die Dunkelheit verbannt wurde.

Wir erkennen und verstehen nicht, was mit uns nicht stimmt. Wir wissen einzig, dass uns etwas fehlte und noch immer fehlt; nur einen flüchtigen Blick darauf konnten wir werfen, doch das veränderte uns für immer. Wir erinnern uns wieder ein klein wenig mehr daran, dass wir in einer Welt ohne Neverland nicht leben können. Wir werden weiter nach Antworten suchen, weiter nach dem suchen, was uns fehlt. Wir werden mehr Wallfahrten zur Sonne machen, Gänge nach Assisi, Reisen durch den Camino, wir werden nach dem neuen Jerusalem, nach Avalon und dem goldenen Gral suchen… während Neverland weiterhin still auf uns wartet.

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Charles Thomson: Die Wahrheit über Michael Jacksons UK-Comeback – WMA London 2006

Die Wahrheit über Michael Jacksons UK-Comeback – trotz heraufbeschworener Buh-Rufe

Übersetzung eines Artikel von Charles Thomson über die falsche Medienberichterstattung zu Michael Jacksons Auftritt bei den World Music Awards in London 2006.

(Conjuring a Chorus of Boos; The Truth About Michael Jackson’s UK Comeback) Originalartikel: 

http://charlesthomsonjournalist.blogspot.co.uk/2013/11/the-truth-about-michael-jacksons-uk.html

Ich fühlte mich heute dazu veranlasst, diesen Blog-Eintrag zu schreiben, denn ich sitze hier vor meinem Computer an genau dem Tag, an dem ich vor 7 Jahren eine Art Offenbarung der medialen Berichterstattung über Michael Jackson erleben durfte. Natürlich hatte ich seinen Prozess sogfältig verfolgt und Gerichtsmitschriften mit den Presseberichten verglichen und war erschüttert über die fürchterlich voreingenommene Berichterstattung. Aber diese Berichte waren oft in Fakten verwurzelt. Die Journalisten hatten einfach Aussagen falsch interpretiert oder – wie in den meisten Fällen, logen sie durch „weglassen“.

Was aber vor 7 Jahren geschah war etwas anderes. Ich war mit eigenen Augen Zeuge einer völlig fingierten Story; die um die ganze Welt ging und Michael Jackson wieder einmal zu einer globalen Witzfigur machte und die sofort als „Fakt“ akzeptiert wurde. Bis zum heutigen Tag lese ich gelegentlich Presseartikel, die dieses fingierte Ereignis beschreiben, als wäre es die objektive Wahrheit. Es wurde in Jacksons Biografie als signifikantes Karriere Ereignis angegeben

Zeuge der Erschaffung dieses Mythos zu sein war eine Erfahrung, die mir seit dem im Gedächtnis geblieben ist. Als enthusiastischer Journalismus Student, stellte es einen schockierenden und traurigen Einblick in die düstereren Machenschaften der Medien dar.

WMA London 2006 Michael Jackson

Am 15 November 2006 trat Michael Jackson beim World Music Award in der Londoner Earls Court Arena auf. Es war sein erster offizieller Auftritt in der Hauptstadt seit seinem Freispruch im Juni 2005 und ich hatte das Glück, dabei zu sein. Einige Fans standen den ganzen Tag an, um sich gute Plätze direkt vor der Bühne zu sichern, aber ich musste noch zur Universität und konnte erst Abends nach London fahren. Trotzdem ergatterten meine Freunde und ich problemlos Plätze an der vorderen Absperrung, seitlich, gleich neben dem Mischpult. Einen Teil des Abends verbrachten wir damit, mir den Leuten, die für den Sound und die Security zuständig waren, zu reden, die uns auch sagten, dass sie bei den Proben dabei gewesen waren und gesehen hatten, wie Jackson diesen „rettet-die-Welt-Song“ probte. Wir trafen sogar Katie Melua.

Es schien, als sei jeder wegen Michael Jackson dort. In jeder Pause während der Zeremonie erklangen im Rund der Arena Chöre, die seinen Namen riefen. Andere Performer des Programms, darunter Enya, Beyoncé und Andrea Bocelli, erhielten meist nur verhaltene Reaktionen auf ihre Performance, die oft in lauter werdenden „Michael!“ „Michael!“-Rufen endeten.

Die Nacht wurde von Verzögerungen geplagt. Lindsay Lohan, die als Moderatorin fungierte, verpatzte fast jeden ihrer Sätze und musste ihre Ansagen mehrmals neu aufzeichnen. Der Wechsel zwischen den Auftritten ging langsam vonstatten. An einer Stelle gab es für eine halbe Stunde oder länger mehr oder weniger garnichts zu sehen: eine leere Bühne.

Als Michael Jackson schliesslich erschien um seinen Diamond-Award für den Verkauf von über 100 Millionen Alben entgegen zu nehmen, explodierte der Ort.

Ich habe Paul McCartney gesehen. Ich habe Madonna gesehen. Ich habe Prince gesehen. Ich habe George Michael gesehen. Ich sah nie zuvor oder danach in meinem Leben einen Künstler, der solche Reaktionen hervorrief, wie Michael Jackson in dieser Nacht. Er erhielt den tosendsten, am längsten ununterbrochenen Applaus den ich je sah.

Er blieb für ein paar Minuten auf der Bühne, um zwei kurze Dankesreden zu halten – eine für den Diamond Award und eine für eine Präsentation von Guiness World Records. Während der Reden konnte ich trotz des lauten Soundsystems kaum ein Wort von dem verstehen, was er sagte. Die meisten Künstler erhalten jubelnden Applaus, wenn sie die Bühne betreten und dann beruhigt sich das Publikum wieder. Michael Jackson rief eine Hysterie hervor. Gekreische und Weinen. Ab dem Moment, als er auf der Gallerie erschien, beruhigte es sich nicht mehr, bis zu dem Augenblick, wo er wieder hinter der Bühne verschwand. Es war ein unvergesslicher Anblick.

WMA 2006 We Are The world

Später kam er noch einmal, für eine Art kurze Performance. Er trat unter einer weiteren kakophonischen Begrüßung auf die Bühne, während seine Rekorde brechende Charity-Single We Are The World aus den Lautsprechern schallte. Er sang ein paar Zeilen und schien dann bittend in Richtung des Mischpults zu schauen. Mein Eindruck war, dass die Fans solchen Lärm verursachten, dass er sich selbst nicht hören konnte. Es war wie eines seiner Konzerte in den 80ern. Ich sah wie Körper aus der Menge gezogen und in Rollstühlen weggebracht wurden.

Wenige Minuten später drehten die Sound-Leute komischer Weise den Sound auf, genau als er wieder zu singen begann. Aber egal. Der ganze Platz spielte nur noch verrückter. Es war ein emotionaler Moment, zu beobachten wie ihm nach den Ereignissen des letzten Sommers so ein stürmisches Willkommen bereitet wurde. Nachdem er ein wenig auf dem Verbindungsweg gestanden hatte, der von der Bühne hinaus in die Menge führte,wollte er von der Bühne weggehen, aber als der Jubel anschwoll – denn das Publikum wollte ihn nicht so schnell wieder gehen lassen – blieb er stehen und drehte wieder um. Verspielt hob er einen Finger an die Lippen, als ob er fragen wollte: „Soll ich bleiben, oder soll ich gehen?“ Das Geschrei wurde noch intensiver.

Er stand dort eine Weile, lächelnd, und saugte einfach die Bewunderung auf, erhob dann seine Faust zu einem triumphalen Black Power Gruß. Danach drehte er sich um und bummelte gelassen von der Bühne, wobei der Applaus auch weiterhin stark blieb, als er nicht mehr zu sehen war. Es war ohrenbetäubend.

Hier die ganze Performance:

https://www.youtube.com/watch?v=f4rG9g1w2kA&feature=player_embedded

http://https://www.youtube.com/watch?v=h_qOp8l4_9c&feature=player_embedded

Am nächsten Tag war ich zurück an der Universität. Als ich den Gang zu meiner ersten Vorlesung entlang lief, traf ich zwei Studienkolleginnen. Mit bedauernswertem Blick fragten sie mich: „Wie ist es gelaufen?“ Ich begann ihnen von den beeindruckenden Reaktionen zu erzählen, die Jackson erhielt; und wie mich deren Ausmass überwältigt hatte. Es war eines der unbeschreiblichsten Spektakel, die ich je erlebt hatte. Mir fiel auf, dass sie mich jetzt anblickten, als sei ich verrückt. Ich fragte, was nicht stimme und es stellte sich heraus, dass die Medien die Vorgänge dieser Nacht nicht so darstellten, wie sie gewesen waren. Als ich Gelegenheit hatte, ins Internet zu kommen, entdeckte ich viele Berichte, die behaupteten, er sei von der Bühne gebuht/gepfiffen worden.

Michael Jackson verlies die Bühne letzte Nacht unter einem Pfeifkonzert“, behauptete Tom Bryant vom Mirror. „Die Menge, in Erwartung einer einwandfreien Version seines Songs, buhte den Star aus, der sich dann von der Bühne trollte.“

‘Trollte sich von der Bühne.’ Seht das Video oben an. Jackson „trollt“ sich nicht nur NICHT „unter einem Pfeifkonzert“ von der Bühne – er bleibt sogar für mehrere Minuten auf der Bühne, nachdem seine Performance schon zu ende ist, und nimmt die am nachdrücklich positivste Reaktion entgegen, die ich je bei einer Award-Verleihung zu sehen bekam.

Michael Jackson 2006 London

Julia Kuttner von The Daily Record schrieb eine nahezu identische Story: „Michael Jackson ging letzte Nacht unter einem Pfeifkonzert von der Bühne – nach nur vier Zeilen seiner ersten Performance in den UK seit neun Jahren. Jacko hatte sich Minuten vorher einen Preis bei den World Music Awards in London abgeholt. Aber nach dem er nur den Refrain seiner Charity-Single We Are The World gesungen hatte, hörte er auf und sagte dem Publikum mehrmals „I love you“. Jackson trollte sich von der Bühne, nachdem er von der Menge ausgebuht wurde, die eine einwandfreie Version des Songs erwartet hatte.“

The Evening Standard schritt auch zur Tat. Die Reporter Chris Elwell-Sutton und Valentine Low schrieben: „Sein viel gerühmtes Wiedererscheinen verwandelte sich in ein peinliches Desaster. Seine gesamte Performance bestand aus einer verstümmelten Zeile, vielen verpassten hohen Noten und einem Abgang unter einem Pfeifkonzert des Publikums. „I love you“, sagte er ihnen – ob dieses Gefühl jedoch erwidert wurde, ist fraglich.“

Ich konnte es nicht glauben. Hätte ein skrupelloser Reporter behauptet, Michael Jackson sei von der Bühne gebuht worden, wäre ich nicht so wütend gewesen. Jeder Berufsstand hat seine schwarzen Schafe. Aber dass mehrere Reporter, die an einem Ereignis teilgenommen hatten, bei dem Michael Jackson nachweislich und kategorisch nicht von der Bühne gebuht wurde, dann trotzdem alle Artikel schrieben, dass er es sei, zeigte mir deutlich eine Verschwörung zwischen verschiedenen Parteien, um eine gefälschte Story zu fabrizieren und bestehen zu lassen.

Dieser Mythos ging um die ganze Welt. „Michael Jackson wurde von der Bühne gepfiffen“, das wurde zum größten Lacher bei Panel-Shows und Promi Talk-Shows. Es spornte zu weiteren Geschichten an. Martin Hyde von The Guardian, wiederholte die Lügen, erklärte Jackson zum „Ex King Of Pop“ und behauptete, er habe nur ein paar Zeilen geschaft, bevor „das Ausbuhen begann“. Der Sunday Mirror betitelte eine Folge-Story mit: „Plastik-Freaks Comeback war wirklich diabolisch.“

Sogar Promi-Publizist Max Clifford kommentierte die Lügengeschichte und sagte dem Daily Record: „Das, was ihm als Performer immer zugute kam war, dass er einer der Großen war. Diese Woche hat er dieses Image zerstört. Die Reportagen von den Awards sagen, er sang nur eine verstümmelte Zeile, verpatze mehrere hohe Noten und ging unter einem Buh-Konzert ab. Als Performer war das unbeschreiblich schädlich, und das ist alles, was von ihm bleibt. Ich glaube, Michael Jackson ist wahrscheinlich nicht mehr zu helfen.“

Als ich die Story Jahre später mit Hilfe des Zeitungsarchiv-Service Infotrac neu recherchierte, entdeckte ich etwas Interessantes; eine frühe Reportage des Mirror, der ganz der späteren fabrizierten Story widersprach. In zumindest einer Ausgabe der Zeitung liest sich ein Bericht von Eva Simpson und Caroline Hedley so: „Er ist wieder da! Michael Jackson war der größte Gewinner bei den Awards, wo er seinen ersten öffentlichen Auftritt seit neun Jahren gab. Der Star wurde mit einem Diamond-Award für sein über 100 Millionen mal verkauftes Album Thriller geehrt. Moderiert von Lindsay Lohan, sah das mit Stars gespickte Event im Londoner Earls Court Jacko eine erstaunliche Performance von We Are The World abliefern. Du bist es auf jeden Fall, Jacko.“

So schien irgendwann eine redaktionelle Entscheidung getroffen worden zu sein, dass die Zeitung, anstatt das zu berichten, was wirklich geschehen war, die Ereignisse der Nacht neu geschrieben hat um das exakte Gegenteil der Wahrheit zu erzählen – und einige andere Publikationen taten genau das Gleiche.

Mir kam es vor, als hätten die Medien schon zuvor entschieden, welche Story man über Michael Jacksons Auftritt in London erzählen möchte – es war nur irritierend, dass er nicht mitgespielt hat. Als sein Auftritt eine riesiege Bewunderungswelle hervorrief – wobei Fans in Rollstühlen abtransportiert werden mussten wie zu seinen besten Tour-Zeiten – passte das nicht zu der von dem Gewerbe vorverfassten Geschichte. Bestimmte Figuren hatten fest beschlossen, dass Jackson der „Ex-King-Of-Pop“ sei. Als der Earls Court tatsächlich wegen ihm so verrückt spielte, wie man es auch 20 Jahre zuvor getan hätte, passte das nicht – also ignorierten sie einfach diese lästige Wendung der Ereignisse und schworen aus dem Nichts ein Pfeifkonzert herauf. Wenn Jackson nicht brav seine Ex-King-Rolle spielen wollte, versuchten sie halt sie zu fabrizieren. Das war das klassische, britische Tabloid-Muskelspiel.

World Music Award 2006 Michael

Die Frustration und die Traurigkeit, die ich an dem Tag spürte, als ich entdeckte, dass diese Lüge absichtlich verbreitet wurde, und die Machtlosigkeit, die ich spürte, als ich einen TV-Moderator nach dem anderen, einen Komiker nach dem anderen dabei zusah, wie sie diesen Blödsinn recycelten, für den Konsum durch Millionen, die nicht vor Ort waren und niemals wissen würden, dass es alles nur erlogen war, überkommt mich jedesmal wieder, wenn ich mich an dieses Debakel erinnere. Es war ein trauriger Tag für den Journalismus – aber dieser Berufsstand hat viele solcher Tage, wenn es um Michael Jackson geht.

Ich weiß nicht, warum ich zuvor nie etwas darüber schrieb, aber ein Freund postete heute zum Jahrestag ein Video des Events auf Facebook. Es wird Zeit, dass jemand die Dinge über diese Täuschung richtig stellt.

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Übersetzung: MvdL

Michael Jackson Online Audio-Chat – Interview von 2001

Unbedingt anhören…. Schönes Interview, in dem es viel um Michaels Musik geht, und natürlich um Invincible und die Songs darauf. Und auch sehr schön anzuhören. (Und vielleicht trotzdem hören, auch wenn man nicht alles versteht, aber ihm zu zuhören ist immer noch viel schöner, als nur die Übersetzung des Gesagten zu lesen.)

Am 26. 10. 2001, ein paar Tage, bevor Invincible veröffentlicht wurde, gab es diesen Live-Audio-Chat mit Michael Jackson und Anthony DeCurtis auf GetMusic.com. Zuhörer konnten Fragen zu GetMusic senden, die an Michael telefonisch weitergegeben und beantwortet wurden.  

VIDEO 1:

Anthony: Michael, es ist ein Vergnügen, mit dir zu sprechen.

Michael: Das Vergnügen ist auf meiner Seite.

Anthony: Erzähl uns ein bisschen über das neue Album. Es ist deine erste neue Platte seit sechs Jahren. Bist du immer noch aufgeregt, wenn du etwas rausbringst? Du hast offensichtlich in all den Jahren so viel erreicht. Fühlst du dich immer noch wie “Wow, ich frage mich, was die Leute denken werden” oder… hast du Vorahnungen?

Michael: Ich vergleiche es mit… Es ist wie eine Geburt. Weißt du, es ist wie ein Reifeprozess… es ist wie Kinder zu bekommen und sie groß zu ziehen und ihnen die Welt zu zeigen, und wenn sie einmal in diese Welt hinausgehen, sind sie auf sich gestellt. Also es ist, es ist sehr aufregend. Ich meine, man gewöhnt sich niemals zu sehr daran. Es ist, äh, ein unglaublicher Prozess. Aber man überlässt es Gott, so wie man es tut, wenn man ein Kind bekommt.

Anthony: Absolut. Wir werden schon mit Fragen deiner Fans aus dem Internet überschüttet. Wir haben Electric Eyes – er schreibt: “Michael, du bist in meinen Augen der größte Künstler aller Zeiten. Der wahre King of Pop, Rock und Soul.” Und er will wissen: “Welches Lied auf dem neuen Album gefällt dir am besten?”

Michael: Mein liebstes Lied auf dem neuen Album. Kann ich zwei aussuchen?

Anthony: Äh, ja, ich denke, das kannst du tun. Du kannst tun, was immer du willst.

Michael: Es wäre vermutlich Unbreakable… Ich nehme drei. Unbreakable, Speechless und The Lost Children.

Anthony: Erzähl uns von ein paar dieser Nummern. Du weißt schon, wie war die Arbeit … Ich meine, gab es besondere Gäste, oder hast du mit neuen Produzenten gearbeitet, oder wie du sie geschrieben hast. Du weißt schon, etwas, das uns Appetit macht.

Michael: Also, der Prozess des Song-Schreibens ist sehr schwer zu erklären, denn er ist sehr spirituell. Es ist … Es ist wirklich in Gottes Hand und es ist, als sei es schon geschrieben — das ist die Wahrheit. Als sei es schon ganz geschrieben, bevor wir geboren werden, und du bist wirklich nur die Quelle, durch die die Lieder kommen. Wirklich. Denn es gibt … Sie fallen dir einfach in ihrer Gänze in den Schoß. Du musst nicht viel darüber nachdenken. Und ich fühle mich manchmal schuldig, dass ich meinen Namen auf die Lieder schreiben muss, die ich — ich schreibe sie — ich komponiere sie, ich schreibe sie, ich mache die Begleitmusik, ich mache die Texte, ich mache die Melodien, aber es ist immer noch eine … Es ist eine Gottes Werk.

Anthony: Samantha aus Kanada hat uns gerade eine Frage geschickt. Sie würde gerne wissen: “Wie würdest du den Klang von Invincible beschreiben, und hast du andere Genres in das Album aufgenommen?”

Michael: Also, der Klang ist … Klangtechnisch versuchen wir immer sicherzugehen, dass wir, … ursprünglichen, detaillierten, …weißt du, den besten Klang haben, die besten Ingenieure, die besten verfügbaren Techniker. Und natürlich habe ich versucht, das Album zu einem Potpourri aus einfach wundervollen Melodien aller Stile zu machen. Denn ich glaube nicht daran, sich auf einen Musiktyp festzulegen. Ich denke, ein großer Künstler sollte in der Lage sein, in allen Stilen zu schreiben, in allen Formen, alle … alles von Rock bis Pop bis Folk bis Gospel bis Spiritual bis zu einfach wundervoller Musik, die jeder singen kann, vom irischen Farmer bis zur Dame die in Harlem die Toiletten putzt. Man muss es pfeifen und summen können, das ist das Wichtigste.

Anthony: Wenn du arbeitest, hörst du gerne viele andere Musik, oder hörst du Radio und kaufst vielleicht andere CDs? Oder willst du lieber alles ausschließen und dich konzentrieren, du weißt schon, ganz aufmerksam auf das, was du tust, wenn du arbeitest?

Michael: Ich … Ich weiß immer was los ist, im Radio und in den Clubs, denen die Leute zuhören. Obwohl Leute denken, ich lebe in Neverland — mental bin ich die ganze Zeit im Never Neverland — ich bin immer damit verbunden. Ich weiß immer, was in der Musikwelt los ist, die ganze Zeit. Nicht nur in Amerika, sondern international. Du weißt, in der ganzen Welt. Und wenn ich nicht arbeite, ich … ich bin nicht in … Ich denke nicht, dass ich von viel moderner Musik beeinflusst werde. Ich kreiere das, was in meinem Herzen ist. Sehr ursprünglich. Ich versuche so ursprünglich wie möglich zu sein. Ich sage nicht: “OK, ich werde einen großartigen R&B-Song machen, einen großartigen Pop-(song)…” Ich will einfach einen großartigeen Song machen.

Anthony: Als ob das Lied seine eigene Form annimmt.

Michael: Yeah. Ja.

Anthony: Amber schickt dir viel Liebe und fragt, ob es Dir Spaß gemacht hat, das “You rock my world”-Video zu drehen.

Michael: Ja, das hat eine Menge Spaß gemacht. Äh, es war … Wir blieben die ganze Nacht auf, was sehr hart war [kichert]. … es hat Spaß gemacht, es am Set durch richtig gute Lautsprecher laut zu hören. Das ist eines der Dinge, die ich am liebsten tue, die Musik richtig laut hören. Denn ich spiele Musik gerne laut… Wenn Du etwas über das Internet oder durch kleine Lautsprecher spielst, hat es nicht dieselbe Kraft (Effekt/“Punch“). Deswegen muss man es kaufen. Man muss diese CD kaufen, um diesen Effekt wirklich zu hören. Es macht einen großen Unterschied. Es ist nicht zu vergleichen. Die CD zukaufen, ist das beste. Es gibt keinen Vergleich… Man kann nicht alle diese Klänge hören, wenn man es auf einem kleineren System spielt.

chris tucker Michael You Rock My World

Anthony: Also, wenn du draußen am Videoset bist, kannst du es so laut aufdrehen, wie du willst?

Michael: So laut wie ich will.

Anthony: Sehr gut [lacht]. Gut, wir haben hier Michael Mathew aus Kanada. Er sagt: „Ich habe gerade Ghosts auf MTV gesehen. Wie immer, bist du unglaublich, Michael. Gibt es irgendwelche Pläne, Ghosts als DVD in Amerika zu veröffentlichen“?

Michael: Ja, es wird in Amerika vollständig als DVD erscheinen, und auch etwas vom Making of Ghosts. Und das war für mich eine der großartigsten Dinge, die ich je gemacht habe, denn es war seit langem ein Traum von mir etwas zu machen, das, du weißt..gruselig und zugleich komisch ist, und es enthält alle diese Elemente, es ist einfach Spass. Denn ich will die Menschen nicht so verängstigen, dass sie Angst haben schlafen zu gehen. Ich will auch einen kleinen Teil Humor mit dabei haben. Sowie in jedem Lachen eine Träne ist, weißt du? („Within the laughter ther’s a tear“) >Anmerkung: Michael bezieht sich auf ein Disney-Zitat: „For every laugh, there should be a tear.'< Es ist nur Spass, weißt du. Diese Geister, sie waren nicht wirklich beängstigend, sie waren witzig. Sie liefen an der Zimmerdecke entlang. Kleine Kinder lachten über sie. Sie waren witzig. …wir wollen niemanden verschrecken. Aber wir haben diesen fetten Mann, diesen Bürgermeister, zur Rechenschaft gezogen, weil er in mein Haus kam, einem privaten Anwesen und mich verurteilte. Du weißt…

Anthony: Absolut.Wir haben hier Cloudlee2000, der fragt: „Warum hast du das Album ‚Invincible’ genannt“?

Michael: Also Invincbile (unbesiegbar) ist ein… ich denke, es ist ein passender Name. So heißt auch einer der Songs auf dem Album und ich bin Künstler seit… nicht um mir jetzt selbst auf die Schulter zu klopfen, aber das Guinness Buch der Weltrekorde hat mich gerade nocheinmal aufgenommen, als den Künstler, der die längste Karriere vorzuweisen hat, denn seit ich ein kleines, kleines Kind war, bis heute, habe ich immer noch Nummer Eins-Hits, und… ich bin so stolz und geehrt, dass ich vom Himmel, oder von was oder wem auch immer, auserwählt wurde, unbesiegbar zu sein, und einfach immer weiter zu wachsen und, weißt du… den Menschen zu dienen. Es dient den Menschen mit wundervoller Unterhaltung.

Anthony: Eine der Volksweisheiten der Musikindustrie ist, dass Zuhörer keinen wirklich langen Atem mehr haben. Wenn ein Künstler zu lange weg bleibt, wandert das Publikum ab und wendet sich jemand anderem zu. Hat Dich das beschäftigt, eine Platte rauszubringen und Dir eine Weile Zeit zu nehmen, um an Invincible zu arbeiten, oder, äh, bist Du überzeugt, dass die Basis Deiner Fans immer noch da ist und so stark sein wird wie immer?

Michael: Ich… Nein, die Antwort auf Deine Frage ist, dass es mich niemals beschäftigt hat und ich nie darüber nachgedacht habe. Denn ich wusste immer, wenn die Musik wirklich großartig ist, oder ein Film wirklich großartig ist, wollen die Menschen es sehen oder hören. Egal, wie lange du weg warst, oder was immer es ist… Etwas Großes ist etwas Großes (greatness is greatness) und wenn du deine Sache, bei dem was du tust gut machst, wollen die Leute es hören, oder sie wollen es sehen. Es spielt keine Rolle, wirklich nicht. Solange du innovativ bist, ein Pionier, das ist das Wichtigste. Gib ihnen, was sie hören wollen.

Anthony: Slimslady 420 aus den USA schickt uns eine Frage: „Zu welchem Song auf Invincible hast du die persönlichste Beziehung“?

Michael: Ähm, Unbreakable.

Anthony: Erzähl ein bisschen über diesen Song. Du hast ihn jetzt schon ein paar Mal erwähnt, ich bin jetzt wirklich neugierig geworden. Was kannst du uns darüber erzählen?

Michael: Ich bin wahrscheinlich einer der weniger Menschen im Showgeschäft, die die Hochs und Tiefs von so, von so vielen unterschiedlichen Dingen durchgemacht haben. Ich bin durch die Hölle und zurück gegangen. Und ich bin immer noch in der Lage zu tun, was ich tun will und nichts kann mich aufhalten. Niemand kann mich aufhalten, egal was kommt. Ich höre auf, wenn ich bereit bin, aufzuhören. Du weißt schon, und ich will damit nur sagen, ich werde mich weiter vorwärts bewegen, egal was ist.

VIDEO 2:

Anthony: Nun haben wir hier Warful. „Arbeitest oder planst du an weiten Kurzfilmen für Invincible, besonders für die wirklich schnellen Songs, wie 2000 Watts, Heartbreaker, Unbreakable und Invincible“?

Michael: Absolut, und sie sagte… Wer auch immer das gesagt hat, benutzte mit „Kurzfilm“ das richtige Wort. Und genau das ist es, was wir aus ihnen machen wollen, Kurzfilme: Es soll einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende einer Geschichte geben. Um das Medium auf eine neue Ebene zu bringen. Absolut. Es gibt eine Art Sammlung, eine Enzyklopädie einfach großartiger Kurzfilme, die es für das Album zu machen gilt. Es ist sehr aufregend. Ich kann es kaum abwarten, Threatened zu machen. Das ist ein etwas gruseligerer, mit Rod Serling von der Twilight Zone. Ich kann es kaum abwarten damit anzufangen.

Anthony: Wir haben hier eine Frage von Napolian3, der sagt, dass sein richtiger Name George ist, und er schreibt: „Michael, ich denke dies ist dein stimmigstes und eindrucksvollstes Album seit Thriller. Oder sogar Off The Wall. Was sind für dich die Momente während der Aufnahmen der Songs für dieses Album, an die du dich am liebsten erinnerst“?

Michael: Die unvergesslichsten Momente waren, das war… von allen meinen Alben, würde ich sagen, war das hier das härteste. Denn ich war am härtesten zu mir selbst. Ich habe so viele Songs geschrieben, ich will nicht einmal die Zahl nennen, nur um… wie viele Songs sind da drauf, 16? Nur um auf diese 16 zu kommen, von denen ich denke, sie sind akzeptabel. Und… es ist das Album bei dem… Bei den anderen Alben hatte ich noch keine Kinder, also ich habe mir eine Menge Erkältungen eingefangen; ich war oft krank. Weil meine Kinder waren erkältet und dann bekam ich die Erkältung… Also mussten wir aufhören und wieder anfangen, und aufhören und wieder anfangen und… die ganze Zeit. Aber ich habe es sehr genossen.

Anthony: Also, wenn du dich selbst als hart im Nehmen während des Aufnahmeprozesses beschreibst. Wie geht das, also wie läuft dieser Prozess ab. Wenn du denkst, etwas ist nicht so, wie es sein sollte oder du vielleicht weißt, dass du es besser machen könntest, oder vielleicht etwas in eine neue Richtung lenken möchtest. Wie läuft das ab?

Michael: Wenn ich dir das ehrlich sage, weiß ich nicht, ob die Fans mich noch mögen [kichert]. Ich hatte Musiker, die wirklich sauer auf mich wurden weil ich sie buchstäblich manche Dinge hundert- oder tausendmal wiederholen ließ, bis es so war, wie ich es haben wollte. Aber dann, hinterher, rufen sie mich an und entschuldigen sich und sagen: „Du hattest absolut Recht. Ich habe noch nie besser gespielt, ich habe besser gearbeitet, ich habe mich selbst übertroffen“. Und ich sage: „So sollte es sein, denn du hast dich selbst unsterblich gemacht. Das bleibt für immer. Es ist eine Zeitkapsel.” Es ist wie Michelangelos Werk. Weißt du, es ist wie die Sixtinische Kapelle, es bleibt für ewig. Alles, was wir machen, sollte so sein.

Anthony: Um zu versuchen, es auf dem bestmöglichen Standard zu bringen, den es gibt.

Michael: Absolut.

Anthony: Jetzt fragt Sweetpea4286 fragt: „Gibt es auf dem neuen Album irgendwelche Überraschungen?“

Michael: Irgendwelche Überraschungen? „Oh Boy!“ Ich denke, es ist, was es ist, und du kannst es interpretieren, wie du willst. Ja, das ist alles, was ich darüber sagen kann. Das andere ist… wir werden vielleicht irgendwann ein paar Überraschungs-CD-Singles veröffentlichen – so etwas in der Art, ja. Aber in der Zukunft. Das wird noch kommen.

Anthony: Sehr gut. Ich wollte dich fragen … was Auftritte betrifft … und in letzter Zeit hast du einige Shows gemacht, du hast ein paar im Madison Square Garden gemacht, und du hast eine Show im RFK-Stadion gemacht, ein Wohltätigkeitskonzert, und offensichtlich, weißt du, .. Live-Auftritte waren das, was dich während deiner ganzen Karriere von Anderen unterschieden hat. Du warst jetzt eine Weile nicht mehr auf der Bühne. Ich frage mich, ob du ein bisschen darüber reden kannst, wie es war, wieder da draußen zu sein, vor einem Publikum, und wieder die Möglichkeit zu haben aufzutreten.

Michael: Es war… das ist schwer zu erklären. Es war ziemlich aufregend das Publikum zu spüren und es zu sehen und so herzlich von ihm akzeptiert zu werden …es ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Das ist es wirklich. Sie sind da, um dich zu unterstützen, und sie lieben dich, und wollen ihre Lieblingssongs hören und du stehst einfach da, und sie schenken dir einfach so viel Bewunderung und Liebe, und die Stimmung ist einfach voller Liebe.Es ist wundervoll. Es ist sehr emotional. Es rührt mich zu Tränen. Es ist wunderbar.

Madision Square 2001

Anthony: Ich erinnere mich, dass du in deinem Buch beschrieben hast, dass du dich auf der Bühne am lebendigsten fühlst, dass dies diese Momente sind, die dich am meisten vorwärts bringen.

Michael: Es ist so. Abseits der Bühne zu sein, ist schwierig für mich. Wenn ich auf der Bühne bin… Musik oder Gedichte zu schreiben und auf der Bühne zu sein, und Cartoons anzusehen sind meine liebsten Beschäftigungen auf der ganzen Welt. Das macht mich lebendig. Ich liebe das. Das ist es, was mich zu dem inspiriert, was ich tue, weißt du?

Anthony: Ausgezeichnet. Wir haben hier eine Frage von jemandem, der sich selbst The best Dancer in the world nennt. Nun, was das angeht, bin ich mir nicht so sicher, das müssten wir erst einmal testen. Aber wie auch immer, The best dancer in the world möchte wissen: „Michaeljackson.com sagte, dass JayZ mit dir auf dem neuen Album wäre. Ist das wahr“?

Michael: Nein, aber wir sprechen darüber in Zukunft was zusammen zu machen.

Anthony: Ist JayZ ein Künstler, dessen Arbeit du magst, hast du Zeit mit ihm verbracht? Wie ist dein Eindruck von ihm?

Michael: Ich denke, er ist exzellent. Er hat unglaubliche Rhythmen, Gegenrhythmen. Und er ist einfach einer der neun, zeitgenössischen Künstler, den die Kinder wirklich lieben. Er ist wirklich, wirklich großartig.

Anthony: Wir haben hier eine Frage aus Schweden. Tony aus Schweden schreibt: „Hi, Michael. Du bist der faszinierendste Künstler aller Zeiten. Ich liebe deine Musik. Möchtest duwieder touren und wirst du dann eine Welttour oder eine Europatour machen“?

Michael: Ähm, gee, wir haben darüber noch nicht ausreichend nachgedacht, aber … ich will nicht sagen, dass wir nicht daran arbeiten. Wir konzentrieren uns jetzt gerade auf eine Menge unterschiedlicher Dinge. Aber ich kann das noch nicht so genau sagen.

Anthony: Fein. Ich wollte noch fragen…

Michael: Aber weißt du was, in der nahen Zukunft, da bin ich mir sicher, wird so etwas kommen. In der nahen Zukunft.

Anthony: Die Leute sollten also ihre Augen bezüglich solchen Ankündigung offen halten. Wir haben eine Frage von Noria, er oder sie beschreibt sich selbst als einen 32 Jahre alten spanischen Fan, schreibt aus Los Angeles, und würde gerne wissen, ob du irgendwelche Pläne hast, einige deiner Lieder auf Invincible auf Spanisch oder irgendeiner anderen Sprache ausser Englisch zu veröffentlichen.

Michael: Gee, bis jetzt haben wir das nicht, aber das wäre eine großartige Sache. Wir haben das nicht abgeschrieben. Wir denken, es gibt einen großen Markt, also ist das eine großartige Möglichkeit.

Anthony: Besonders für jemanden wie dich, der eine so große internationale Anhängerschaft hat. Du weißt schon, viele Leute haben ihre Anhänger in England oder den USA, aber deine Anhängerschaft ist offensichtlich sehr international.

Michael: Danke schön.

Anthony: Erzähl ein bisschen… Eines der Dinge die eine Art kleine Sensation in diesem Jahr waren, war das Cover von Smooth Criminal durch Alien Ant Farm. Ich würde gerne wissen, ob das deine Beachtung fand, …. hast du es genossen, oder wie denkst du darüber?

Michael: Ich habe es gesehen und mich darin verliebt. Ich liebte es. Ich sagte, das muss einfach herauskommen. Sie wollten also meine Erlaubnis und ich sah es, hielt es für gut und gab ihnen ein „Triple A“, und sagte: „Legt los.“

Anthony: Fantastisch. Es muss für einen Songschreiber interessant sein, wie andere Leute die eigenen Songs neu interpretieren. Was ist das für ein Gefühl?

Michael: Es ist ein großes Kompliment. Es ist ein wundervolles Kompliment. Es gibt dir das Gefühl, es wert zu sein, und du weißt, dass deine Musik alle unterschiedlichen Generationen erreicht. Weißt du, all die unterschiedlichen…. jeder da draußen hört zu, und das macht mich sehr glücklich.

Anthony: Jetzt haben wir eine Frage aus Kanada. Gary, 19 Jahre, schreibt: „Mit welchen anderen Künstlern hast du für Invincible zusammen gearbeitet?

Michael: Mit welchen anderen Künstlern ich für Invincible zusammen gearbeitet habe…

Anthony: Gibt es da irgendwelche besonderen Gäste?

Michael: Oh ja, Carlos Santana. Er und ich, wir haben eine Art Duett gemacht. Er spielt die Gitarre und ich singe und es ist etwas, das wir geschrieben haben. Und es ist wirklich, wirklich einnetter Song.

Anthony: Kanntest du ihn schon seit Langem oder hast du ihn erst kürzlich kennengelernt?

Michael: Ich hatte ihn schon vorher getroffen, aber wir haben in der letzten Zeit sehr viel telefoniert. Nachdem er seinen Grammy Award gewonnen hatte sagte er in der Presse, dass er mich gerne treffen würde und er bereit wäre, mit mir zu arbeiten. Man hat mir das erzählt und ich habe ihn dann angerufen und er sagte, er würde das wirklich gerne machen, für ihn würde sich ein Wunsch erfüllen. Und er war der netteste Mensch. Er ist so nett und sehr spirituell. Ich empfand ihn als so bescheiden, also sagte ich zu mir, wir müssen das einfach machen.

Anthony: Und dann habt ihreinen Song zusammen geschrieben?

Michael: Ja, da gibt es einen Song, den ich mit zwei anderen Leuten geschrieben haben, und er war Teil davon, und… Whatever Happens.

Anthony: Okay… Wir haben eine Frage von Anicia: „Michael, bist du ein Fan von Chris Tucker?“ Er hat doch in deinem letzten Video mitgespielt.

Michael: Ich bin ein riesiger, riesiger Fan von Chris Tucker. Er bringt mich derart zum lachen. …Ich habe alle seine Filme gesehen, und er ist einfach ein lustiger Typ. Ich mag Leute, die dich zum Lachen bringen können ohne vulgär zu sein, oder schlimme Wörter zu benutzen. Für die Kinder, aus allen unterschiedlichen Bevölkerungsschichten und von überall auf der Erde, und er ist einfach ein lustiger Typ.

VIDEO 3:

Anthony: Wir haben eine weitere Frage aus Kanada. Tony, 17, aus Kanada schreibt: „Wie lange dauert es, bis du einen Song vom ersten Konzept zur endgültigen Aufnahme produziert hast?“

Michael: Also…

Anthony [lacht]: Ich denke, es variiert wahrscheinlich…

Michael: Yeah, es variiert. Und bei mir ist das wirklich anders als bei den meisten Künstlern, denn ich schreibe eine Anzahl Songs, vielleicht 5, 6, 7, oder 8 oder 10; dann verwerfe ich sie alle und fange wieder von vorne an. Also ist das eine schwierige Frage für mich.

Anthony: Ich frage mich, ob… gibt es einen spezifischen Song auf dem Album – sagen wir Invincible – wie lange… erinnerst du dich an die erste Inspiration für diesen Song und wie du dann vielleicht eines Tages sagen konntest: „Das ist es, jetzt habe ich ihn genau so hinbekommen, wie ich ihn haben wollte“?

Michael: Für Invincible?

Anthony: Hmhm.

Michael: Ähm… Ja. Ich erinnere mich daran, dass ich die Jungs zurück geholt habe um etwas innovativeres zu erschaffen… Weil wir nicht… das ist unser Ding, wir haben nicht,…eine Menge der Klänge auf dem Album sind keine Sounds, die von Keyboards stammen, …die schon dort hinein programmiert waren. Wir gehen raus und machen unsere eigenen Sounds. Wir schlagen auf Dinge, wir klopfen auf Dinge, niemand kann kopieren, was wir machen. Wir machen sie mit unseren eigenen Händen, wir finden Dinge, und wir kreieren Dinge. Und das ist das Wichtigste, ein Pionier zu sein. Innovativ zu sein.

Anthony: Absolut. Nun haben wir hier Vernay aus Newark, Delaware, schreibt: „Ich bin so begeistert von dem neuen Album, aber ganz besonders berührt hat mich Speechless. Wie wurdest du zu diesem Song inspiriert?“

Michael: Speechless wurde inspiriert von… ich verbringe viel Zeit im Wald. Ich mag es, in den Wald zu gehen, und ich liebe es, auf Bäume zu klettern. Meine Lieblingsbeschäftigung ist es, auf Bäume zu klettern. Hinauf in die Spitze eines Baumes und dann hinab zu sehen auf die Äste. Immer wenn ich das tue, inspiriert es mich zu Musik. Und dann sind da diese beiden süßen, kleinen Kinder, ein Mädchen und ein Junge, und sie sind so unschuldig; sie sind der Inbegriff von Unschuld, und einfach nur in ihrer Gegenwart zu sein, lässt mich mich total sprachlos fühlen, denn ich hatte das Gefühl, in das Antlitz Gottes zu sehen, wann immer ich sie sah. Sie haben mich zu Speechless inspiriert.

Anthony: Diese Antwort geht vielleicht auch schon in unsere nächste Frage über, welche lautet: „Woher bekommt du deine Inspiration, wenn du deine Songs schreibst. Bekommst du die Inspiration von vielen verschiedenen Dingen?“

Michael: Die besten Songs, die ich schrieb, haben sich selbst geschrieben. Du bittest nicht darum, sie fallen dir einfach in den Schoß. Dann gibt es da noch die Songs, die… die du quasi, ausbrütest. Weißt du, du pflanzt den Samen, überlässt sie dem Unterbewusstsein während du hoffst, dass etwas damit passiert, und meistens passiert es auch. Ich glaube nicht an das Konzept der Schreibblockade – das ist ein schlechtes Wort. Du erfindest es, wenn du es sagst. So etwas gibt es nicht. Wie jeder Maler oder Bildhauer, sie malen… sie machen ihre besten Arbeiten wenn sie 60 oder 70 Jahre alt sind. Fred Astaire machte seine besten Tänze, als er 70 war. Michelangelo arbeitete bis weit in seine Sechziger und Siebziger hinein, und er erschaffte brillante, geniale Werke. Aber im Musikbusiness haben manche dieser großartigen Künstler ihre Fähigkeiten verloren, weil sie sich bereits in frühen Jahren selbst missbraucht haben, sie trinken diese verrückten Dinge und schluckten Pillen… das ist einfach nicht gut… einfach keine gute Sache. Ich hasse es, das zu sagen und ich möchte niemand verletzen, aber wir sollten ein bisschen besser auf unseren Körper achten.

Anthony: Ja, ich denke viele Leute haben inzwischen begriffen, dass sie sich selbst kaputt gemacht haben. Weißt du. Viele Leute haben in den letzten Jahren darüber gesprochen.

Michael: Yeah.

Anthony: Jetzt haben eine Frage von Allen, der fragt, ob du glaubst, dass Rodney Jerkins und du einen neuen Sound für 2001 erschaffen haben.

Michael: Für den Song 2000 Watts?

Anthony:Er fragt: „Glaubst du, dass du mit Rodney Jerkins, natürlich dem Produzenten, einen neuen Sound für 2001 erschaffen hast?“

Michael: Für 2001?

Anthony: Ja.

Michael: Oh…. das wäre ein netter Gedanke, ja.

Anthony: Wie war es, mit ihm zusammen zu arbeiten. Wie habt ihr Typen euch getroffen und, du weißt…, wie lief das mit eurer Zusammenarbeit?

Michael: Er war dieser Typ der durch ganz Hollywood rannte und durch die Musikindustrie und zu jedem sagte, dass es sein Traum wäre, mit mir zu arbeiten. Dann sagte Carol Bayer Sager zu mir, in ihrem Haus – sie ist diese großartige Songschreiberin, die mehrere Academy Awards für ihr Songschreiben gewonnen hat: „Da ist ein Typ, mit dem ich zusammen gearbeitet habe. Sein Name ist Rodney Jerkins, er hat mich unter Tränen angefleht, dass er dich treffen möchte. Ich meine, warum nimmst du nicht das Telefon und sagst „hi“’ zu ihm.“ Und er kam noch an diesem Tag rüber und er sagte: „Bitte, es ist mein Traum, mit dir zu arbeiten. Gib mir zwei Wochen und ich zeige dir, was ich machen kann.“ Und… es endete damit, dass wir zusammen arbeiteten.

Rodney Jerkins

Anthony: Und was für Eindrücke hattest du von ihm? Was hat er mitgebracht? Was war dein Gefühl, was sein Beitrag war?

Michael: Was er beitrug war, dass er liebt, auf die gleiche Art und Weise etwas zu erschaffen, wie ich. Aber ich pushte Rodney. Und pushte und pushte und pushte ihn dazu, etwas zu kreieren… zu mehr Innovationen. Mehr Pionierarbeit zu leisten. Er ist ein echter Musiker. Er ist ein echter Musiker und er ist sehr hingebungsvoll und er ist wirklich loyal. Er hat Ausdauer. Ich glaube nicht, dass ich solche Ausdauer wie bei ihm, jemals zuvor bei jemandem gesehen habe. Denn du kannst ihn fordern und pushen, ohne dass er wütend wird. Ja, ich denke, er ist ein großartiger Typ, das ist er wirklich.

Anthony: Das ist ein großes Kompliment.

Michael: Und Teddy Riley ist auch einfach unglaublich. Er ist auch innovativ. Ich liebe es auch, mit ihm zu arbeiten.

Anthony: Und du hast natürlich auch schon in der Vergangenheit mit ihm gearbeitet.

Michael: Ja, er ist einer meiner Liebsten… als Mensch ist er einer der mir liebsten Menschen auf der Welt. Er ist einfach ein wirklich süßer, netter Typ, weißt du. Und Rodney ist sehr witzig. Du lachst den ganzen Tag, wenn du mit ihm zusammen bist. Er dreht seine Musik im Studio auf und fängt an, durch den Raum zu tanzen. Er ist lustig.

Anthony: Wir möchten euch noch einmal daran erinnern, dass ihr hier bei Getmusic seid. Wir sprechen mit Michael Jackson, dessen neues Album Invincible am 30. Oktober erscheint. Ihr könnt es auf Michaeljackson.com ausschecken. Ihr könnt es bei Getmusic vorbestellen. Nun haben wir hier eine Frage von ItsJackson, die in Wirklichkeit Rachel aus Connecticut ist. Sie fragt: „Gibt es irgendwelche neuen Tanzschritte, die du entwickelt hast, während du an deinem neuen Album gearbeitet hast?“

Michael: Das erstemal, dass ich an irgendeinem Album arbeite, pausiere ich mit dem Tanzen. Denn ich war einfach so vertieft und vernarrt, in das was ich tat; ich machte etwas, was sehr ungewöhnlich war. Aber sobald die Musik anfängt zu spielen, fange ich natürlich an zu tanzen. Aber… es ist so, dass es sich selbst erschafft, und während die Musik spielt, fallen mir neue Dinge ein. Aber das wird alles in der Zukunft in den neuen Kurzfilmen zu sehen sein. Ihr werdet es sehen… ihr werdet alle möglichen Arten von innovativen Dingen und Bewegungen sehen, die ihr noch nie zuvor gesehen habt. Wir gehen an Orte, an denen wir tänzerisch noch nie zuvor gewesen sind. Denn all diese Hiphop-Dinge, die jetzt gerade stattfinden, fangen an wie Aerobic auszusehen, das wird wirklich lästig.

Anthony [lacht]: Wir haben eine Frage von Simon, der… du weißt, du hast gerade all die Leute erwähnt, die mit dir arbeiten wollten. Er fragt: „Michael, mit wem würdest du gerne ein Duett machen, in der Vergangenheit oder der Gegenwart?“

Michael: Ähm…, wenn es in der Vergangenheit wäre, dann wäre es jemand wie, …ich würde sagen Sarah Vaughn oder Nat King Cole. In der Gegenwart – ich denke, … Whitney Houston ist brillant und Barbara Streisand hat eine wunderschöne Stimme. Weißt du, diese Art von Künstlern, sie sind einfach wundervoll.

Anthony: Was ist dein Eindruck von einigen der Künstler, die erst in den letzten Jahren in die Szene kamen, weißt du, wie Britney Spears und Christina Aguilara. Du weißt, junge Popstars, die offensichtlich sehr populär sind. Du weißt… Britney Spears hat ja an deiner Show teilgenommen, im Garden, was denkst du über sie?

Michael: Ich denke, sie sind wie eine neue Art, die sich jetzt entwickelt. Sie machen einen sehr guten Job. Und was mich noch viel mehr an diesen Künstlerinnen, wie Spears und Christina beeindruckt, ist, dass sie so zielstrebig sind. Ich habe gehört, wie sie arbeiten. Ich meine, sie arbeiten monatelang an einem Tanzschritt,… um ihn auszufeilen, weißt du. Ähm, sie sind einfach so zielstrebig. Und ich habe… ich habe Britney mehrere Male getroffen und sie ist sehr süß und bescheiden. Sie kam zu meinem Zimmer und wir haben uns stundenlang ganz ruhig unterhalten, und sie war einfach, ähm…wie eine Barbie-Puppe. Sie war sehr süß, sie war sehr freundlich.

VIDEO 4:

Anthony: Ich kann mir vorstellen, dass jemand wie du eine interessante und wichtige Quelle für sie ist, als jemand, der schon ein Star war, als du noch so jung warst und dann als… Ich glaube nicht, dass die Leute unbedingt verstehen, was für eine Art merkwürdige Realität das ist, bei all dem Beifall und dem Ruhm und der Aufregung, ein Kind zu sein und all diese Aufmerksam auf sich gerichtet zu wissen, das muss für dich auch irgendwie beängstigend gewesen sein. Hast du es auch so empfunden, so wie du es wahrgenommen hast?

Michael: Yeah, denn wo ich immer hingehe, verkleide ich mich, jetzt – aber jetzt kann ich das nicht, wegen, du weißt schon, wegen dem, was in der Welt los ist – also trage ich keine Verkleidung. Und die Leute… Sie spielen wirklich verrückt. Sie sind so glücklich, dich zu sehen. Sie glauben, sie kennen dich. Du musst auf sie reagieren, als würdest du sie kennen. Sie glauben, sie kennen dich persönlich. Meine Bilder hängen an ihren Wänden, weißt du, meine Musik läuft in ihrem Haus, also fassen sie dich an und umarmen dich und berühren dich und sie… Also antworte ich gewöhnlich auch mit Umarmungen und Küssen. Denn ich liebe… ich liebe… ich liebe meine Fans wirklich. Wirklich, wirklich, von ganzem Herzen. Das ist die volle Wahrheit. Ich liebe sie. Und diejenigen, die, ähm… Also, wenn wir in ein bestimmtes Land gehen und sie sind da draußen, und schlafen draußen auf der Straße, und ich werfe ihnen Kissen und Decken und alles zu. Und ich lasse ihnen von meinen Sicherheitsleuten Pizza kaufen, damit sie alle essen können, und besorge die Kerzen und… wir kümmern uns wirklich um sie. Sie sind sehr, sehr, sehr süß und unterstützend.

Anthony: Sam, der 20 Jahre alt ist und aus Texas hier in den Vereinigten Staaten kommt, fragt: „Wirst du Butterflies als Single veröffentlichen? Das ist einer deiner besten Songs.“

Michael: Butterflies ist die Single, die jetzt veröffentlicht wurde. Es ist jetzt eine Single. Sage ihm, dass ich ihm sehr danke.

Anthony: Großartig. Welche Pläne hast du noch, also wenn du… Als jemand, der eine Art Wegbereiter in Bezug auf Kurzfilme als Begleitung deiner Songs ist, konzipierst du diese Dinge die ganze Zeit über gedanklich, oder entscheidest du dich auf einer Schritt-für-Schritt-Basis, weißt du, „dies wird die nächste Single werden und ich will, du weißt schon, eine Art visuelles Statement abgeben, um sie zu begleiten“. Wie geht das alles vor sich?

Michael: Der Kurzfilm ansich?

Anthony: Ja.

Michael: Nun, ich lasse den Song im Wesentlichen selbst zu mir sprechen, und ich gehe in ein Zimmer und fange an, mir Notizen zu machen… Weißt du, ich spreche mit einem Autoren – wie Stephen King und ich, wir beide haben Ghosts – den Kurzfilm Ghosts – geschrieben, und wir haben einfach am Telefon damit begonnen, ihn zu schreiben, und ihn sich selbst entwickeln zu lassen und dann dahin gehen lassen, wo er uns hinführte. Aber wir versuchen auch sehr ungewöhnliche Dinge zu tun. Und es ist… es ist nicht so einfach, denn du musst das Timing dem Song anpassen, und du kannst dich nicht zu lange daran aufhalten, und die Umsetztung der Special Effects kann manchmal 5 Monate brauchen. Also ist es… es ist schon eine komplizierte Sache, und die Plattenfirma sagt:„Los, macht schon, macht schon, macht schon, wir müssen loslegen, wir müssen loslegen“. Das verstehe ich. Also versuchen wir das Beste zu erschaffen, was in der Zeit, die uns zur Durchführung zur Verfügung steht, möglich ist.

Anthony: Wir haben hier jetzt eine Frage von Helen aus Schottland: „Wenn du nur einen einzigen deiner Songs für den Rest deines Lebens performen könntest, welcher wäre das und warum?“

Michael: Ooh, das wäre wohl… wenn ich mehr wie einen auswählen könnte, so zwei oder drei?

Anthony: Yeah, ich denke, so weit können wir gehen.

Michael: Heal the World, Speechless, ähm, und das ist schwierig… Ich denke, ähm … huh… You are my Life.

Anthony: Somit hast du dich für die entschieden, die… die sozusagen die größten Botschaften enthalten, so scheint es mir.

Michael: Ja, denn der Punkt ist, dass sie sehr melodisch sind und eine großartige, wichtige Botschaft haben, die quasi unsterblich ist, die sich auf jede Zeit und jeden Ort beziehen kann, weißt du.

Anthony: Eines der Dinge, die ich dich noch fragen wollte ist, … wir hatten diese, du weißt schon, entsetzlichen Terror-Anschläge hier in New York City und Washington, DC. Was ist deiner Meinung nach die Rolle, die ein Künstler in dem Sog solcher Ereignisse spielen sollte. Weißt du, ich meine, du hast diese Benefiz-Show in Washington gemacht. Gibt es da mit Musik… du weißt schon, können Künstler etwas tun, was den Menschen dabei hilft, das zu überwinden, was für viele von uns eine sehr schwierige Zeit war?

Michael: Ja, du gibst etwas von dir selbst. Du gibst etwas von deinem Talent, deinen Fähigkeiten, von dem Talent, das dir vom Himmel geschenkt wurde. Deshalb sind wir hier, um die Möglichkeit für etwas Escapismus zu geben, in Zeiten, wo es gebraucht wird. Und wenn du ein Maler bist, malst du; wenn du ein Bildhauer bist, formst du; wenn du ein Autor bist, schreibst du; wenn du ein Songschreiber bist, dann machst du Songs; wenn du ein Tänzer bist, dann tanzt du. Du gibst den Menschen einfach etwas Liebe und etwas Glückseligkeit und etwas Escapismus, und du zeigst ihnen, dass du wirklich von ganzem Herzen besorgt bist und für sie da bist. Nicht nur aus der Distanz, sondern du zeigst ihnen, dass du dich wirklich sorgst. Weißt du, nimm den ganzen Weg auf dich und sei für sie da. Das ist, was ich und viele andere, die sich kümmerten und halfen, getan haben. Und es ist eine wichtige Sache.

Anthony: Wir haben hier jetzt eine Frage von Chili Boy. „Ich wollte schon immer wissen, wie kommst du auf einen Tanzschritt und wie lange dauert es, die Choreographie für einen Song zusammen zu stellen?“

Michael: Eigentlich gehe ich meistens in einen Raum und fange an zu tanzen, und… ich erschaffe den Tanz nicht, der Tanz erschafft sich selbst, wirklich. Wenn ich etwas mache und dann schaue ich mir das später an auf Band an und ich denke: „Wow, ich habe garnicht realisiert, das ich das getan habe.“ Es entstand durch die Trommeln. Du wirst zu… Beim Tanzen geht es um Interpretation. Du wirst… du wirst der Begleiter der Musik. Wenn du zum Bass in Billie Jean wirst, da konnte ich einfach nicht anders, als die Schritte zu machen, die ich mache wenn der Song beginnt, denn das ist, was er mir sagte. Weißt du, wenn ich mich umdrehe, eine Drehung mache, stoppe, meine Beine zur Seite bewege und dann den Kragen meines Hemdes aufstelle, dann ist das die Begleitung für diesen Augenblick.

billie jean

Anthony: Ich erinnere mich, diesen Moment im Fernsehen gesehen zu haben und es hat mich vom Stuhl gehauen. Es war so besonders.

Michael: Vielen Dank.

Anthony: Das war einer dieser wirklich großartigen, großartigen Momente.

Michael: Und das ist alles spontane Bewegung. Nichts in diesem Stück, in Billie Jean, war geplant, bis auf den Moonwalk. Alles andere war einfach improvisiert, wirklich.

Anthony: Wir haben eine Frage von SJChams: „Denkst du, du wirst noch ein Duett mit Janet machen?“

Michael: Ich würde es gerne! Es hängt von dem Song ab, von der Zeit. Denn sie in der einen Ecke der Welt ist, bin ich in einer anderen. Es ist ziemlich selten, dass sich unsere Wege kreuzen. Deshalb ist das nicht einfach, weil wir beide sehr beschäftigt sind. Aber es wäre sehr nett. Ich liebe es, mit ihr zu arbeiten. Sie ist wirklich sehr professionell und eine wunderbare Schwester.

Anthony: Ausgezeichnet. Hier haben wir Shik 33, der fragt: „Wer war dein Idol als du ein Kind warst?“

Michael: Ich war immer völlig verrückt nach… ich meine… in Indiana, als ich 5 Jahre alt war, ich habe geschlafen und es konnte spät in der Nacht sein, um 1 Uhr morgens, und ich erinnere mich, dass meine Mutter in mein Zimmer rannte und rief: „Wach auf, wach auf! James Brown ist im Fernsehen! James Brown ist im Fernsehen!“ Oder: „Sammy Davis Jr. spielt gerade“ oder „Fred Astaire! Sie zeigen gerade einen guten Fred Astaire-Film.“ „Gene Kelly läuft gerade!“ Und ich saß dann da, mit großen Augen war einfach… ich war völlig ehrfürchtig, und schaute nur zu. Und als die Videos herauskamen, hatte ich eine Sammlung. [kichert]

Anthony: Yeah, ich verstehe, du hattest eine aussergewöhnliche Sammlung alter Filme von all diesen Künstlern, die du mochtest und der musikalischen Performances der Künstler, die du bewundert hast. Erzähl uns was ein bisschen davon und von all dem Zeug was du hast, und das du dir gerne anschaust.

Michael: Oh, ich mag es, also bevor ich irgendetwas mache, egal in welcher Situation, liebe ich es zunächst einmal die gesamte Geschichte davon zu studieren, bevor ich den ersten Schritt in Richtung einer Neuerung mache. Ich liebe es all diese Vaudevillians zu studieren, die aus dieser Ära stammen, auch wenn sie noch gar kein Fernsehen hatten… aber sie sind dann später ins Fernsehen (in Fernsehproduktionen) übergegangen. Ich liebe Leute wie Jackie Gleason, Red Skelton, ich bin verrückt nach den 3 Stooges, alles von Walt Disney… Und was Performer betrifft, da liebe ich Anthony Newley, und – wie ich scghon sagte – Jackie Wilson, James Brown. Sie sind unbeschreiblich! Ich meine, als James Brown noch bei „James Brown and the Famous Flames“ war, da war er so unbeschreiblich, ich habe ihm zugesehen und geweint. Ich weinte während ich ihm zu sah. Ich habe niemals wieder eine Person so performen sehen, nie wieder.

Anthony: Es muss für dich außergewöhnlich gewesen sein, als du jung warst und Platten aufgenommen hast und einige deiner Idole treffen konntest, das muss eine sehr beeindruckende Erfahrung gewesen sein.

Michael: Oh, ja… das war es wirklich. Und sie sagen zu hören, dass sie mich unglaublich fanden, wo ich mein Leben lang gedacht hatte, sie wären die Besten. Das war das beste Kompliment, was ich bekommen konnte und mir könnte kein Award verliehen werden, der das übertreffen würde. Wenn Fred Astaire oder Gene Kelly, die ich sehr gut kenne, oder Frank Sinatra, mir erzählten, dass ich… dass sie dachten, ich sei erstaunlich und ich hätte eine erstanliche Karriere vor mir… Das sagten sie zu mir, als ich ein Kind war, denn sie waren meine Nachbarn. Sie lebten in meiner Nähe. Und ich fühlte mich sehr geehrt und glücklich, solche Worte von diesen Legenden zu hören.

Anthony: Das muss sehr ermutigend gewesen sein.

Michael: Ja, sehr.

VIDEO 5:

Anthony: Jetzt haben wir M.Agrice, die in Wirklichkeit Margaret aus den Niederlanden ist, eine 26 J. alte Frau, die fragt: „Stimmt es, dass du bei Men in Black II mitspielst, und wirst du einen Soundtrack für diesen Film aufnehmen?“

Michael: Ich denke nicht, dass wir einen Soundtrack machen werden, aber ich habe einen Gastauftritt, ein Kurzauftritt, in Men in Black II, und wir warten auch auf Teil III. Und es machte eine viel Spaß und war aufregend. Und es ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme… ich bin ein großer Men in Black-Fan. Ich liebe es sehr.

Mj Men In Black II

Anthony: Und wolltest du nicht auch… Also, soweit ich es verstanden habe, wirst du außerdem The Nightmare of Edgar Allen Poe machen. Kannst du uns ein bisschen davon erzählen?

Michael: Ja, das kommt jetzt. Es geht um den großartigen amerikanischen Autor Edgar Allen Poe.

Anthony: Ein eher furchteinflössender Typ…

Michael: Er ist sehr diabolisch, und sehr düster… Aber er war ein Genie und sein persönliches Leben war sehr interessant, und darum geht es, weißt du. Wie er war, weißt du… Was er durchmachen musste, um dieses geniale Werk zu erschaffen. Es ist eine großartige Geschichte. Und wo wir gerade dabei sind, ich möchte, dass die Fans wissen, dass alle Boulevardblätter verbannt werden sollten. Glaubt nichts, was ihr in einer Boulevardzeitung gelesen habt. Es ist Müll und es ist Schrott. Wir sollten die Tabloids verbrennen, einen großen Berg daraus machen und ihn anzünden.

Anthony: Das habt ihr hier aus erster Hand von Michael Jackson gehört.

Michael: Verschwendet eure Zeit nicht damit. Es ist dumm.

Anthony: Nun haben wir hier Rapmaster JA, der eigentlich Jason aus Illinois ist. Er schreibt: „Michael, du bist zweifellos der großartigste Künstler der Weltgeschichte. Wie machst du den Moonwalk. Das ist der coolste Tanzschritt, den ich je gesehen habe.“

Michael: Gee, das ist am Telefon schwer zu erklären. Ich liebe Bewegungen und Tanzen. Es ist wie gleichzeitig vorwärts und rückwärts zu laufen, aber laufen, sondern es ist, als wäre man auf einem Fließband. Und es ist schwer zu erklären. Wenn er hier bei mir wäre, dann könnte ich es ihm mit meinen Fingern oder meinen Füßen vormachen, aber so… Vielleicht kann er es am Ende des Jam-Videos sehen, wo ich versuche Michael Jordan Schritt für Schritt zu zeigen, wie es geht. Ich glaube, es ist das einzige Mal, dass ich das gezeigt habe.

Anthony: Jetzt haben wir hier Mark the Shark der fragt: „Wie machst du diesen Lean im Video zu Smooth Criminal ?“

Michael: Oh, der Smooth Criminal-Lean… Das passierte… es war mitten in den Dreharbeiten und es war nicht… ich habe es in genau diesem Augenblick choreographiert. Wir brauchten eine Stunde, um es auszuarbeiten. Es ist ein Special Effect, wir lehnen uns soweit vor wie wir können und den Rest macht das Fließband.

Anthony: Nun fragt Glenn aus Toronto, Kanada: „Fühlst du eine besondere, spirituelle Energie, wenn du auftrittst, fühlst du dich dann mit einer höheren Kraft verbunden? Denn das ist, was viele spüren, wenn sie dich live sehen.“

Michael: Genau das ist es, du bist mit einer höheren Quelle verbunden und du gehst einfach mit dem Moment und wirst eins mit dem Spirit. Ich will nicht religiös oder so klingen, aber es ist sehr spirituell… schon etwas religiöses, und es ist ein Geschenk Gottes und du gehst einfach mit. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass ich es bekommen habe. Und es ist eine Freude, Eins mit dem Publikum zu werden. Es ist dieses Einssein, weißt du?

Anthony: Ich habe mich daran erinnert, als du davon gesprochen hast, wie du deine Bewegungen ausarbeitest… zuzuhören wie… einfach der Musik zuzuhören und irgendwie damit zu verschmelzen. Weißt du, das hat so etwas wie ein wirklich mystisches Gefühl.

Michael: Danke.

Anthony: Jetzt hat uns Charlie eine Frage geschickt: „Auf welche Errungenschaft in deinem Leben bist du am meisten stolz?“

Michael: Oh Boy! Einer meiner größten Träume seit ich noch wirklich sehr klein war… Ich denke ich war etwa 7 Jahre alt – und ich kaufte mir immer das Guinness Buch der Weltrekorde. [kichert]. Du weißt schon, wie die Antwort lauten wird? Ich sagte: „Hmm, ich liebe es zu tanzen und zu singen. Und ich hoffe, eines Tages kann ich in diesem Buch sein.“ Und ich glaubte daran, dass es möglich ist. Und als dann Thriller das meistverkaufte Album aller Zeiten wurde und in das Guinness Buch der Weltrekorde aufgenommen worden ist, und… da gibt es noch weitere Auflistungen… sie haben mich jetzt in insgesamt 7 unterschiedlichen Kategorien verzeichnet. Das war die glücklichste Zeit meines Lebens. Ich war so glücklich.

Anthony: Auf was führst du diese Ambitionen und Möglichkeiten zurück, die du als Kind empfunden hast? Weißt du, ich denke, es ist manchmal schwierig für die Leute nachzuempfinden, wie du… also, du warst als Kind offensichtlich nicht sehr reich oder kamst aus ausgefallenen Verhältnissen, aber trotzdem warst du in der Lage dir ein erfolgreiches Leben auszumalen. Auf was führst du das zurück?

Michael: Ich schreibe das meinen Eltern zu, die uns immer beigebracht haben, ausdauernd zu sein und an dich selbst zu glauben, Vertrauen zu haben, bei was auch immer du tust. Auch wenn du den Boden wischst oder Wände streichst, mach es besser als jeder andere auf der Welt, egal, was du tust. Sei der Beste darin, und habe Respekt anderen gegenüber, und sei stolz auf dich… und anerkennend, sei anerkennend, weißt du…

Anthony: Absolut. Nun, du machst schon seit langer Zeit Alben, du bist in der Musikszene seit vielen Jahren eine Macht. Was denkst du, sind deiner Meinung nach die größten Veränderungen in der Musik, die du wahrgenommen hast?

Michael: Die größten Veränderungen?

Anthony: Ja, was hat sich in der Musikindustrie geändert oder… an der momentan aktuellen Musik selbst. Was ist anders?

Michael: Nun, ich glaube… ich glaube nicht, dass die Leute gedacht haben, dass sich Rap-Musik so lange halten würde. Und sie hat Entwicklungen durchmacht – sie ist jetzt melodischer, akzeptabeler, denn Melodien werden niemals sterben. Und der Rhythmus… die Dinge sind jetzt ein bisschen rhythmischer. Denn die Leute wollen tanzen. Das ist Teil der menschlichen Beschaffenheit; Teil unseres biologischen Seins. Unsere Zellen tanzen, wenn wir Rhythmen hören. Du kanst das sehen… ein einjähriges Kind wird anfangen sich zu bewegen, wenn es Musik hört. Woher wissen sie, wie man sich so bewegt? Weil das biologisch ist. Es ist nicht nur ein Hören durch die Ohren, es ist Fühlen, weißt du. Und wenn man Musik spielt; das Gras und die Bäume und die Blumen… sie werden alle von Musik beeinflusst. Sie werden schöner und viel lebendiger in ihrem Wachstum. Musik ist ein sehr wichtiger und mächtiger Stoff, und alle Planeten des Universums machen Musik. Man nennt das Musik der Sphären. Sie erzeugen alle einen unterschiedlichen Ton; sie erzeugen Harmonien. Sogar jetzt, wo wir sprechen gibt es Harmonieen im Universum.

Anthony: Jetzt haben wir eine Frage aus Holland, Famke aus Holland schreibt: „Ich liebe die Special Editions von Off The Wall, Thriller, Bad und Dangerous“…sie liebt dich… und fragt: „Warum ist Invincible… Warum wird Invincible in verschiedenen Farben erscheinen?“

Michael: Weil wir wollten, dass die Fans Spaß damit haben, sie zu sammeln, und… Es ist eine limitierte Auflage, denke ich. Und diese Alben, die liebe die würde ich auch fünf Mal kaufen, selbst wenn sie das gleiche Cover hätten… ich würde es fünf Mal kaufen, nur weil ich das Album so liebe. Also, jetzt stell dir mal vor, sie würden eine andere Farbe haben oder die Farbe wechseln, dann würde ich es noch fünf Mal kaufen. Wir wollen einfach, dass die Fans Spaß haben mit den Farben und den Bildern… einfach um etwas anderes auszuprobieren. Deswegen haben wir das gemacht.

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Anthony: Jetzt haben wir hier TJ, 17 und von Australien und er möchte dir sagen: „Du bist immer noch mein Held“, und fragt: „Wie erklärst du deine Fähigkeit, so viele Menschen überall auf der Welt zu inspirieren?“

Michael: Ich tue einfach, was ich tue und ich liebe es, das zu tun. Und ich liebe Kunst. Ich liebe alles, jede Form von Kunst. Und wenn sie dadurch inspiriert sind, dann fühle ich, dass ich… ich bete, dass ich meinen Job mache, wofür ich hier auf der Erde bin. (Denn ich liebe die Fans, ich liebe die Kinder, ich liebe die Babys, und das gibt mir meine Inspiration, die Kinder, die Babys, die Fans. Ich liebe sie sehr.)

Anthony: Michaela aus Pennsylvania, 14 Jahre alt, schreibt: „Michael, ich bin erst 14, aber ich ein Fan, seit ich 10 war. Du hast so viel mehr erreicht als jeder andere Künstler. Ich frage mich nur, wenn du eine Sache in deinem Leben ändern könntest, was würdest du ändern?“

Michael: Ich wünschte, ich wäre in der Lage, in die Öffentlichkeit zu gehen und manchmal einfach nur normal sein zu können, ohne dass die Leute erkennen wer ich bin, und ein bisschen von dem Gefühl zu bekommen, wie es ist, du weißt schon, Teil des ganz Normalen zu sein. Zu sehen, wie Dinge gemacht werden; zu erfahren worüber Leute reden, wenn sie sich einfach nur normal unterhalten. Sobald sie erkennen, es ist Michael Jackson, ändert sich die Art der Unterhaltung; dann geht es nur noch um mich und nicht mehr um die eigentliche Situation, den Moment, um das, was in dem Moment passiert. Davon würde ich viel lernen. Ich kann soetws nicht erfahren, solange ich mich nicht verkleide und mir eine Menge Sachen anziehe, und dann starren sie mich an, denn auch dann ist es anders, es ist auch dann nicht das selbe. Deshalb ist das sehr schwierig. Sag ihm, dass das eine großartige Frage war, die er gestellt hat.

Anthony: Das ist wirklich eine interessante Frage. Wir haben aber auch eine genauso interessante Antwort. Jetzt haben wir Greg aus Glasgow, Schottland, der wissen will: „Wann hast du geplant, den Charity-Song What More Can I Give zu veröffentlichen?“

Michael: Nun … wir nehmen gerade die letzten Stimmen auf und er wird sehr, sehr bald erscheinen. Wir stellen ihn gerade zusammen; die letzten Feinarbeiten. Es ist ein sehr wichtiger Song für die Welt. Etwas Heilsames zu geben, etwas Liebe und etwas Fürsorge für die Menschen, die plötzlich zu Waisen wurden, …. oder die innerhalb von Sekunden ihre Eltern und geliebten Menschen verloren haben. Verstehst du?

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Anthony: Absolut. Auf welche Dinge freust du dich? Was sind deine Hoffnungen für das neue Jahr. Wir nähern uns dem Ende des Jahres, du hast ein Album, was herauskommt, wir hatten eine Menge Tragödien und Krisen, die wir alle mit ansehen mussten. Jeder versucht, weiter guten Mutes zu sein. Wenn du über 2002 nachdenkst, welche Dinge gehen dir durch den Kopf?

Michael: Ähm, Film. Ich liebe Filme. Mehr Filme zu machen, um die Songs mit den Filmen zu verflechten. Tanzen. Und mehr Frieden für die Welt. Ich bete ständig für Frieden. Und das Allerwichtigste wofür ich bete, ist Schutz für Kinder und Babys. Das ist die Sache, die mich am meisten besorgt, ich möchte, dass sie beschützt werden und dass wir mehr Rechte für Kinder auf der Welt haben, …dass es einen Tag für Kinder gibt; einen Feiertag für Kinder. Gebt ihnen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Liebe.

Anthony: Jetzt schreibt uns Sergei aus Russland: „Michael, sing a-capella für uns.“

Michael [lacht]: Weißt du was, ich würde es wirklich gerne tun. Aber ob du es glaubst, oder nicht, ich habe seit diesem Interview hier Schnupfen; ich bin mit einer Kehlkopfentzündung aufgewacht, ich habe mir am Tag zuvor von den Kindern eine Erkältung eingefangen. Meine Kinder waren krank und ich habe mir ihre Erkältun eingefangen. Also, sag ihr, ich würde es sehr gerne tun, wenn ich ihre Stadt besuche, für ein Konzert. Und Speechless beginnt mit einem a-capella Intro, auf dem Album, der Song Speechless. Es ist einer meiner Lieblingssongs.

Anthony: Der beginnt mit einem a-capella Teil?

Michael: Er beginnt und endet a-capella.

Anthony: Jetzt haben wir hier eine Frage von Karen, die sagt, dass du ihr geholfen hättest, seit sie ein kleines Kind war. Du bist immer jemand gewesen, der sich um andere Menschen sorgt; der sich um die Kinder auf der ganzen Welt zu kümmert. „Was können wir für dich tun?“, fragt sie sich. „Wir geben dir all unsere Liebe, aber was können wir dir noch geben?“ Offensichtlich einer deiner großartigen Fans.

Michael: Wenn ich in die Stadt komme, würde ich es sehr lieben, ein Kinderfest zu sehen, Kinderchöre zu hören, ähm… dass sie, wenn ich in verschiedene Länder komme, ihre Lieblingssongs von mir singen. Wir sollten nachdrücklich daran arbeiten, einen Kindertag zu kreieren, ein internationales Fest, zu Ehren der Kinder. An dem Eltern ihre Kinder ins Kino mitnehmen oder in ein Spielzeuggeschäft oder in den Park. Und das alleine wird eine Verbindung schaffen. Denn die Familienzusammengehörigkeit ist zerbrochen. Sie essen nicht mehr mit ihren Kindern, und sprechen nicht mehr viel mit ihren Kindern, oder bemuttern ihre Kinder. Und ich würde es lieben, einen Feiertag für Kinder zu sehen. Ein Kindertag, ein Feiertag. Wir haben Muttertag, Vatertag – keinen Kindertag. Und ich würde es lieben, sie singen zu hören, wenn ich eine Stadt käme, oder eine Parade machen oder so etwas. Das würde ich wirklich lieben.

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Anthony: Michael, wir haben noch eine letzte Frage. Es war eine großes Vergnügen, mit dir zu sprechen. Wir haben hier Emanuel, 16 Jahre, aus den USA.: „Mr. Jackson, was würden sie zu all ihren Fans sagen, die Träume und Ziele haben ein Star zu werden, so wie sie selbst?“

Michael: Egal was kommt, die machtvollste Sache der Welt ist das menschliche Bewusstsein und Gebete, und glaube an dich selbst und habe Vertrauen und Beharrlichkeit. Egal, wie oft du es tun musst, tu es solange, bis es richtig ist. Und glaube immer an dich selbst. Und egal was oder wer um dich herum negativ ist oder dich mit negativer Energie bedrängt, du musst das völlig abblocken. Denn an was auch immer du glaubst, du wirst es werden.

Anthony: Es wird gesagt, dass die Sache, die die Leute am meisten beeinflusst, oder wie du wirklich sagen kannst, dass jemand ein erfolgreiches Leben hatte, die Art und Weise ist, wie sie mit Erfolg umgehen oder die Art wie sie mit Fehlern und Herausforderungen umgehen. Das klingt sehr wie das, was du sagst.

Michael: Ja, und bei all dem ist das Allerwichtigste – wirklich Allerwichtigste: Bleib bescheiden. Die Bescheidenheit, die ein Kind, die ein neugeborenes Baby hat. Selbst wenn du mächtig wirst oder Macht über Menschen hast mit deinem Talent… so wie es Michelangelo mit der Bildhauerei tat, weißt du, trotz allem, sei so bescheiden wie ein Kind, wie ein Baby, und sei genauso nett und gebend und liebend. Werde nie eingebildet vor Stolz.

Anthony: Ich denke, wir können noch eine letzte Frage bringen, von jemandem, der sich Invincible103 nennt: „Halloween steht vor der Tür. Hast du Pläne, dich zu verkleiden? Planst du eine Halloween-Party?“

Michael: Oh.. nein. Ich möchte eigentlich nur zum „Trick or Treat“ gehen. An in paar Türen klopfen und etwas Süßes bekommen. Ich liebe „Trick or Treat“. Das ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich liebe es, mich als Monster oder so etwas zu verkleiden und an die Türen zu klopfen. Niemand weiß, dass ich es bin und ich bekomme Süßigkeiten.

Anthony: Also, wenn Michael Jackson vor eurer Tür auftaucht, Leute, stellt sicher, dass ihr ein paar schöne Sachen für ihn da habt.

Michael: [lacht]

Anthony: Michael, es war eine große, große Freude mit dir zu reden. Eine Menge Spaß, und jeder wünscht dir das Beste mit deiner neuen Platte. Wir freuen uns alle darauf.

Michael: Ich danke dir vielmals und Gott segne dich. Vielen Dank.

Anthony: Ich danke dir.

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Quellen: engl. Script: http://www.allmichaeljackson.com/interviews/onlineaudiochat.html  

–  http://www.mjjackson-forever.com/index.php?page=Thread&threadID=383 

– http://www.jackson.ch/online.htm

Michael Jackson – Musste er sterben?

Übersetzung eines Artikels aus dem „Healthy Living Magazine“ November 2013 

WHO’S BAD? (by Aida Poulsen)  http://www.mymagstore.com/773184/products/Healthy-Living.html  

Wir begannen damit, einen Artikel über die medizinischen Belange des Prozess von AEG Live, verklagt von Michael Jacksons Familie, zu schreiben (der abgeschlossen war, als diese Ausgabe zum Druck ging) fanden aber dann den Prozess zu bedeutungslos, da das ganze Leben des Superstars ein bedeutungsvolles Thema hinsichtlich körperlicher und psychischer Gesundheit ist. So intensiv wie sein Tanz, brannte auch Michael Jacksons Leben an beiden Enden, sowohl zum Rhythmus seines Anti-Gang – Songs Beat It als auch durch den medialen Wahnsinn.

Healthy Living Magazine

Vier Jahre nachdem er die Welt mit seinem letzten „move“ erschüttert hat – einem spektakulären (so zynisch es klingen mag) Tod, haben anscheinend sowohl die Presse als auch wir, als ihre fügsame Horde, damit begonnen, den Geruch des Zweifels einzugestehen..

Der niagaraartige Wasserfall von Spott und Schmutz, unter dem das Musikgenie seinen kurzen Aufenthalt bei uns verbrachte, offenbart die allgemein anerkannte Wahrheit: Damit wir an ihn glaubten, musste er sterben. Er wird nicht auf unsere Kosten über den Fakt triumphieren, dass seine Kunst uns alle überleben wird, was nicht länger nur eine Vermutung ist, weil sein künstlerisches Erbe bewiesen hat, dass es wohl keine andere moderne Kunst gibt, mit der gleichen Konsequenz, Umfang und Größe menschlicher Essenz.

Verletzlichkeit, erhöhte Sensibilität der Menschlichen Natur, Naivität, Agitation, Schwäche, Schmerz, Hoffnung, Verzweiflung und die Suche nach Stärke, das alles zu ertragen, wurden zu seinem künstlerischen Domizil, nachdem das ungesehene Ausmass an Popularität, die unerbittliche kindgleiche Spontanität und die Unkenntnis über die vorverurteilende Natur der Medien einen 24 Jährigen Michael Jackson für den Rest seines Lebens zu einem Gefangenen einer beispielslosen Grausamkeit der Medien-Schikane und öffentlicher Verachtung machte, mit dem zuerstgenannten tödlich verbunden.

Hier stellt sich die Frage: Welche Musik, Perfomance, Texte, Filme, Wohltätigkeiten, Krankenhäuser, Parks und was sonst noch alles hätten wir besitzen können, wenn die Welt geneigt gewesen wäre, mehr für die wohlverdiente Berichterstattung über Michael Jacksons Kunst zu bezahlen, als für seine Darstellung als Freak und Spektakel?

Und noch eine Frage: Wessen Karriere hätte sonst die fanatische Hetzjagd über 26 Jahre überlebt, mit der er so unbedarft umging, darin vertrauend, dass seine Vision der Welt – egal wie einzigartig, war sie doch freundlicher Natur – mitgeteilt durch seine denutativen (entblößt) Texte oder Bekentnisse im TV, gehört werden würde.

Wie einer der Paparazzi, Ben Evenstad, es ausdrückt: „Er war der einzige Prominente, der, wenn du anhänglich genug warst, dich in sein Haus gelassen hätte. Denkst du, jemand könnte zu Bruce Willis Haus gehen und sagen: „Ich liebe dich, ich liebe dich“, und dann kämst du hinein? Er würde die Polizei rufen. Das würden sie alle tun. Alle, bis auf Michael. Wenn du „ich liebe dich“ zu Michael Jackson sagtest, hat er angenommen, du meinst auch, dass du ihn liebst, und er hätte dich herein gelassen.“

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Wenn dein Leben vor 100 Millionen Menschen stattfindet,seit dem Alter von 5 Jahren, bist du automatisch anders.“ – Und er war anders. Aber die Leute um ihn herum waren es nicht.

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Warum ist es erst jetzt so, wenn wir wieder das Barbara Walters’ Interview ansehen, dass es nicht Michael Jackson ist, sondern die Gastgeberin, die unangemessen aussieht, im nachdrücklich formalen Aufzug – grauer Anzug, Kurzhaarschnitt, scheinbar um die Verdrehtheit ihres Subjekts hervorzuheben – wenn sie fragt, vielmehr behauptet, ob es nicht seine “extreme” Erscheinung ist, die den Spott der Presse provoziert? Möchte sie, dass er sich kleidet wie sie, sich so verhält wie sie, so denkt wie sie? Grauer Anzug, Kurzhaarschnitt? Wen würde sie dann interviewen, und für solch eine Quote? Sich selbst?

Lady Gaga, eine talentierte und vielversprechende Performerin, scheint die “Technik” die Aufmerksamkeit der Medien anzuziehen anzunehmen, nur mit einem Sicherheitsgurt: Sie erscheint vor der Presse und auf der Bühne – ok, jeder weiß worin – um ihr Ding zu machen, und kehrt dann zur Normalität zurück, und ist sehr zweckmässig, berechnend und vorsichtig darin, wo, wie und was sie sagt, tut und trägt, managed ihre Karriere bewundernswert, mit kühlem Kopf, konsequent und gekonnt – was genau das ist, was Michael Jackson undenkbar gefunden hätte – ein Heuchler auf der Bühne zu sein, oder umgekehrt.

Michael Jackson war die Verkörperung seiner Kunst: Das war genau das, was ihm seine immense Power gab und die mangelnde Bereitschaft, abseits der Bühne unaufrichtig zu sein, ist wahrscheinlich das was ihn umgebracht hat. Würde er jetzt zurück auf die Schmerzen schauen, die er durchgemacht hat und hätte er eine Chance, sein Leben nocheinmal zu leben, ist es unwahrscheinlich, dass er sich dann dem fügen würde, was die Öffentlichkeit erwartete und was er verachtete. Er war exzentrisch auf der Bühne und im Leben, und wäre er im Leben ein Grauer Anzug gewesen, wäre er auch auf der Bühne ein Grauer Anzug gewesen. Vor allem glaubte er, dass es nichts zu verbergen gab, wegen seiner arglosen Natur und solche, eher seltenen Charaktere, neigen dazu an spiegelbildliche Reaktionen zu glauben, egal wie viele Verletzungen das üblichere Ergebnis hervorruft. Denn etwas anderes zu glauben hätte ihn zerstört.

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Vielleicht ist das traurigste von allem, was Michael Jackson passierte, dass die Welt immer noch an der Frage hängt: War er ein höflicher, gefühlvoller und sensibler Humanitär, mit einer ruhigen, fast kindlichen Stimme, einem riesigen Herz und, wie nicht viele von uns – offenen Augen für die Benachteiligten der Welt; oder war er ein mächtiger Schurke, dessen wahre Leidenschaft so schmutzig ist, wie das Geheimnis der berüchtigten Priester?

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Eigenartiger Weise hat sein Tod das Leben einiger Paparazzi ruiniert, die gewohnt waren, lukrativen Plünderungen rund um das Leben des Großartigen zu frönen, egal wie fragil oder untätig der König war. Ben Evenstad sagt: „Das ist, was mich mitten in der Nacht (von Michael Jacksons Tod) schlagartig traf: Was soll ich denn jetzt tun? Hinter dem verfi***en Zac Efron herjagen?“ Im letzten Stadium von körperlichem und psychischem Schmerz und Verzweiflung, unüberwindbar verschuldet, ausgelaugt, und eigentlich schon vor 10 Jahren vergessen, nur noch menschliche Hülle, war der King das Juwel der Medien, eine völlig andere Klasse, als die modernen Stars selbst wenn sie „hip“ sind. Unter sovielen Verraten durch die, die auf seine Kosten lebten, hat ein weiterer, der letzte, wenigstens nicht Michael Jacksons Herz erneut bluten lassen.

Paparazzi waren darüber verwundert, als sie die Ambulanz umzingelten, die den leblosen Körper ihres „Heilsbringers“ von seinem Haus wegbrachte, dass die Bodyguards, die normalerweise jeden Schritt abwehren, dem schrägen, knipsenden Pack nur zu murmelten: „Bitte Leute, macht das nicht,“ und ihnen erlaubten, durch das Fenster der Ambulanz dieses berüchtigte Foto des sterbenden Königs zu schiessen, was 1 Million$ einbrachte. 

So unfassbar es auch klingen mag, wir haben eine Matrix vom Leben Michael Jacksons „in action“ zusammengestellt: Seine Taten gegenüber den Machenschaften, die die Welt ihm antat. (MJ Matrix – in den nächsten Ausgaben)

Der König des Pop und der Papst des Pop – Michael Jackson und Andy Warhol

Übersetzung eines Beitrags über Andy Warhol und Michael Jackson aus dem Blog:

Dancing With The Elephant – “The King of Pop and the Pope of Pop”

http://dancingwiththeelephant.wordpress.com

Michael Jackson & Andy Warhol, 1981

– Michael Jackson & Andy Warhol, 1981 –

Der König des Pop und der Papst des Pop

Willa: Vor ein paar Wochen schickte uns unsere Freundin Lisha McDuff einen Link zu einer Dokumentation über den grössten Pop Star seiner Zeit und sie faszinierte mich sehr – besonders die Art, auf die er Kunst neu definierte, in dem er Bereiche mit einbezog, die wir nicht typischer Weise als Kunst betrachten, wie seinen Ruhm, seine öffentliche Person, seine Sprechstimme und sogar sein Gesicht. 

Obwohl er, wie die Dokumentation zeigte, in gewisser Weise dazu gezwungen war, sein Gesicht zum Teil seiner Kunst zu machen, weil er an einer Auto-Immun Krankheit litt, welche die Pigmenttierung seiner Haut betraf. In der Dokumentation gibt es Fotos, die große, weisse Flecken auf seinen Wangen und seinem Hals zeigen, wo die Pigmentation zerstört wurde. Menschen, die ihn später in seinem Leben kannten sagten, seine Haut war unnatürlich weiß und er hätte teilweise Makeup benutzt, die sie noch weisser machte. Er war auch sehr befangen wegen seiner Nase – er dachte, sie sei zu „knollig“ – und er hatte sicherlich plastische Operationen, um sie kleiner und dünner zu machen. Er war auch dafür bekannt, unmögliche Perücken zu tragen, die er absichtlich selbst verunstaltete, in dem er sie vorne mit Scheren bearbeitete und das Unterhaar in dunklem braun färbte, während er das Deckhaar in einem silber-blond beließ.

Natürlich spreche ich vom Papst des Pop, Andy Warhol – einem Künstler, den Michael Jackson mehrmals traf und dem er in seinem Video Scream die Ehre erweist. Lisha, ich danke dir, für das Teilen dieser Dokumentation „Andy Warhol: The Complete Picture“ und dafür, dass du mit mir darüber sprichst.

Lisha: Es ist ein Privileg wieder mit dir zu sprechen, Willa, besonders über die Verbindungen zwischen Andy Warhol und Michael Jackson. Seitdem ich dein Buch gelesen habe und deine brillante Analyse zu dem Selbstportrait Andy Warhols in Scream *, faszinierte mich die Verbindung der beiden und die Art, wie beide Künstler die Grenzen der Kunst herausforderten und neu definierten. In deinem Buch schriebst du:

“Während Warhol uns zwang, Campbell-Suppendosen anzusehen und unser Verhältnis mit der Konsum-Kultur neu zu überdenken, zwang uns Jackson, ihn anzusehen – den kleinen Jungen, den wir seit der Kindheit liebten und der zu etwas unerwartetem heranwuchs – und unsere Annahmen bezüglich Identität und Rasse, Geschlecht und Sexualität zu überdenken.”

(*mehr dazu am Ende dieses Posts…)

Besonders interessant ist das, wenn man mit einbezieht, wie Michael Jackson sich selbst schon früh in seinem Leben als ein „Markenprodukt“ verstanden haben muss; er entwickelte eine Star-Persönlichkeit schon in sehr jungen Jahren.

Willa: Das ist ein gutes Argument, Lisha. Motown produzierte nicht nur Musik sondern präperierte seine Künstler sorgfältig, sie unterrichteten sie im Sprechen, Etikette, Mode, Verhalten – wie man in der Öffentlichkeit isst und trinkt, wie man geht und spricht, wie man Interviews gibt, auf eine Art, die einem Crossover-Publikum eine ansprechende Persönlichkeit präsentierte. Und für Michael Jackson begannen diese Lehrstunden in einem jungen Alter, als er gerade 10 Jahre alt war.

Lisha: Ich habe mich oft gefragt, wie das sein musste – zu lernen, eine öffentliche Person zu erschaffen, die sogar jünger war, wie sein wirkliches Alter. Und wie war es für ihn, diese Star-Persönlichkeit jeden Sonntag im Fernsehen als Cartooncharakter anzusehen? Es gibt nur wenige Menschen auf der Welt, die das nachempfinden können – ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln, während man zur gleichen Zeit lernt, eine öffentliche Person zu gestalten.

Ich habe nie bemerkt, wieviele auffallende Ähnlichkeiten es im Leben von Andy Warhol und Michael Jackson gibt, bis ich diese Dokumentation sah. Ich erkannte, dass beide Männer in Stahl-Städten aufwuchsen, Pittsburgh und Gary, weil ihre Väter Stahlarbeiter waren. Sie wurden als Heranwachsende wegen ihrer Nase gehänselt und sie litten an einer Krankheit, die die Pigmentation ihrer Haut zerstörte und frühzeitigen Haarausfall verursachte. Sie wurden scheu und zurückhaltend. Und als Erwachsene reagierten beide Männer auf eine so unerwartete und unbändig einfallsreiche Art, die die Aufmerksamkeit des Publikums seitdem gefesselt hat – durch das Erschaffen einer Überlebensgroßen-Star-Persönlichkeit – durch Brillen, Perücken, heller Haut und einer neugeformten Nase. Man kann problemlos behaupten, dass die größten Kunstwerke von Andy Warhol und Michael Jackson Andy Warhol und Michael Jackson sind.

Willa: Ich stimme zu, Lisha. Wenn wir an Kunst denken, dann denken wir normalerweise an Musik, Tanz, Malerei, Dichtung/Romane, Dramen, Poesie, Bildhauerei, Film und all die anderen leicht erkennbaren Genres des künstlerischen Ausdrucks. Aber Andy Warhol und Michael Jackson haben nicht nur unbeschreibliche Kunstwerke geschaffen – sie haben auch unsere Definition von Kunst in Frage gestellt. Und vielleicht wurde ihr wichtigstes und experimentellstes Werk noch nicht einmal als Kunst erkannt, und das ist ihre innovative Arbeit mit der Kunst des Prominenten und den Massenmedien, worin auch die Erschaffung einer öffentlichen Person enthalten ist, die, wie du sagst, die allgemeinen Vorstellungen hinterfragt und neu definiert.

Und das Interesse an Ruhm/Prominenz scheint bei beiden in jungem Alter begonnen zu haben. Warhol wurde besessen von Prominenten und begann ein Album mit Photos und Autogrammen zu gestalten, als er noch in der Grundschule war. Einer seiner wertvollen Schätze war ein signiertes Foto von Shirley Temple, gezeichnet mit: „An Andrew Warhola“. Und Michael Jackson war später ebenfalls von Shirley Temple fasziniert, obwohl es bei ihm nicht nur Bewunderung war. Weil sie ein Kinderstar war und unter einigen der Erfahrungen gelitten hatte, die auch er kannte, identifizierte er sich mit ihr und schien mit ihr eine tiefe Verbindung zu spüren. Später wurden sie Freunde und er beschreibt ihre erste Begegnung sehr emotional – wie zwei Überlebende, die sich nach einer Tragödie wiederfinden.

In der Warhol Dokumentation geht es etwa in der achten Minute um das Prominenten Album mit dem Shirley Temple Foto. Hier ist ein link zu der Dokumentation. An manchen Stellen ist sie etwas „pikant“ – weshalb Leute mit Kindern sie vielleicht nicht ansehen sollten, wenn sie im Zimmer sind:

Die Diskussion über Warhols Gesicht und sein öffentliches Image – besonders sein visuelles Image – beginnt etwa nach 12 Minuten, und dann wird das Thema nach etwa einer Stunde noch einmal aufgegriffen. Ein kleiner Leckerbissen: Es gibt ein Bild von Michael Jackson von Warhols Interview Magazine bei 1:13:20

Interview Magazine

Lisha: Shirley Temples Einfluss auf diese beiden Künstler ist für mich erstaunlich. In Victor Bokris Biografie von Andy Warhol beschreibt er, wie sehr Warhol Shirley Temple vergötterte. Sie inspirierte seine grundsätzliche Lebensphilosophie: „Arbeite ständig, mach’ es zu einem Spiel, und behalte deinen Sinn für Humor.“ Warhol nahm sogar Tanzunterricht um ihr nachzueifern, und es war eine Referenz an Shirley Temple als er bekannterweise sagte: „Ich wollte nie ein Maler sein; Ich wollte ein Stepptänzer sein.“

Willa: Das ist sehr interessant, Lisha. Ich kannte das Zitat schon, aber ich dachte, er macht Witze!

Lisha: Laut seinem Neffen, James Warhola, behielt Warhol im privaten diesen kindlichen Spirit sein ganzes Leben lang. Warhola schrieb ein Kinderbuch mit dem Namen „Uncle Andy’s“, in dem Warhols Zuhause als ein gigantischer Freizeitpark voller Karussell-Pferde, Antiquitäten und allen möglichen hübschen Kunstwerken beschrieben wird. Für mich hört sich das sehr nach Neverland an!

Warhol Uncle Andy's

Willa: Wirklich, nicht wahr?

Lisha: Ich denke, man kann wohl sagen, dass Shirley Temple und dieser kindgleiche-Spirit Einfluss darauf hatten, wie diese beiden Künstler Ruhm/Prominenz auch sahen. Wie Crispin Glover in der Dokumentation sagt: „Es gibt ein paar wenige Menschen in der Geschichte, für die du nur ein paar Dinge zusammenfügen musst, und du erkennst die Person, wie Abraham Lincoln, Teddy Roosevelt oder Groucho Marx.“ Man weiß schnell, was er damit meint. Zylinder und Bart = Lincoln. Nasenzwicker-Brille und Schnurrbart = Roosevelt. Schnurrbart, Nickelbrille und Zigarre = Groucho. Bei Andy Warhol und Michael Jackson funktioniert es definitiv genauso.

Bei Andy Warhol denkst du sofort an die helle Haut und die silbrigen Perücken. Matt Wribican, ein Kurator des Andy Warhol Museums in Pittsburgh, sagte, dass die Perücken etwas waren, was Warhol ausdrücklich als Kunst betrachtete, und er rahmte aus dem Grund tatsächlich einige davon ein. Ultra Violet, ein Warhol “Superstar“ aus der The Factory-Zeit, beschreibt, wie Warhol durch seine Kunst eine neue Mythologie erschuf – die Mythologie von Hollywood und dem Amerikanischen Traum. Wohlstand, Glamour und Prominenz sind ein grosser Teil der Kunst Warhols, und seine eigene Prominenten-Rolle kann als Erweiterung davon definiert werden.

Bei Michael Jackson denken wir an die beispiellose Bekanntheit, die Haare und Sonnenbrillen; den Glitzerhandschuh und die Fedora, die bezeichnenden Tanzschritte, das „hee-hee“ und „aeow“! Das ist jedenfalls das klischeehafte Popstar-Image von Michael Jackson.

Willa: Das stimmt und es ist interessant darüber nachzudenken, wie diese Symbole funktionieren, und wie kraftvoll sie sind. Zum Beispiel wollte mein Sohn sich vor 5 Jahren für Halloween als Michael Jackson verkleiden. Er zog also einen schwarzen Fedora an, eine schwarze Jacke und Hose und weiße Socken. Ich schlug vor, er solle auch seine Haare schwarz machen, aber er sagte nein, das sei nicht nötig – und er hatte Recht. Mein Sohn lief durchs Viertel als ein blonder, blauäugiger Michael Jackson, und jeder wusste sofort, wer er war. Er musste nicht wie Michael Jackson aussehen – er musste nur in diese Ikonografie schlüpfen, die Michael Jackson für sich erschaffen hatte. Diese Symbole blendeten alles andere völlig aus, meine Nachbarn sahen einen kleinen, blonden Jungen an und dachten sofort „Michael Jackson“. Und mein Sohn verstand das mit seinen 12 Jahren wohl tatsächlich besser als ich.

Lisha: Ist es nicht interessant, dass das bei allen Altersklassen, Rassen und Ethnien, als auch bei Jungen und Mädchen gleichermassen funktioniert? Solange du eine Kombination diese Symbole benutzt, wird es sofort erkennbar. Und bedenke auch, es gibt ja nicht nur eine Gruppierung von Symbolen, die Michael Jackson identifiziert. Ein Retro-1980-Club in meiner Nachbarschaft lud Leute ein, als Michael Jackson verkleidet zu kommen. Stell dir die vielen Möglichkeiten vor!

Willa: Das ist fantastisch! Und du hast Recht – es gibt für die verschiedenen Dekaden eine unterschiedliche Symbologie. Eine rote Lederjacke erweckt eine andere Ära, als ein weißes T-Shirt und schwarze Hosen.

Lisha: Ja, das gilt für unterschiedliche Ären und auch für unterschiedliche Charaktere und Lieder. Es gibt einfach so viele davon: die Armbinde, die Operationsmaske, die ins Gesicht fallenden Haare, die glitzernden Military-Jacken, die Armschiene, die Glitzersocken und die schwarzen Loafers… Symbole die auf Michael Jackson und die gesamte „Michael Jackson“ Mythologie verweisen. Z.B. die rote Lederjacke in Thriller oder Beat It und der weiße Anzug und Hut in Smooth Criminal, sind Symbole, die nur für diesen besonderen Film oder Song gedacht waren, aber sie wurden so untrennbar mit der Musik verbunden, dass es nötig war, sie auch in den Live-Auftritten zu verwenden. Diese Symbole helfen dabei, die Charaktere zu formen, die die gesamte „Michael Jackson“ Mythologie ausmachen.

Ich erinnere mich an ein Interview mit David Nordahl, einem der Portraitmaler Michael Jacksons, der über den Gegensatz von Michael Jackson und „Michael Jackson“, dem Prominenten sprach. Jackson mochte es nicht, für Portraits zu sitzen, also malte Nordahl nach Fotografien. Ob du es glaubst oder nicht, er sagte, es war schwierig ein gutes Foto von Michael Jackson zu bekommen, es sei denn er „war Michael“. Aus Sicht eines Künstlers waren Michael Jackson und „Michael Jackson“ also sogar unterschiedlich zu fotografieren.

Willa: Wow, Lisha, das ist faszinierend! Und ich glaube genau zu wissen, worüber Nordahl spricht. Ich habe tausende Fotos von Michael angesehen, darunter viele ungestellte, und es stimmt – du kannst wirklich sagen, wann er „Michael“ ist, und wann nicht. Es ist, als ob er eine Pose einnimmt, ein Licht einschaltet und transformiert. Es ist schwer, exakt zu sagen, was genau es ist, was Michael Jackson von „Michael Jackson“ unterscheidet, aber ganz sicher fühlst du es, wenn du es siehst.

Lisha: Zum Großteil ist es so, dass alle Stars eine sorgfältig konstruierte Persönlichkeit und Masken benutzen, um ein öffentliches Image zu erschaffen. Die Musik- und- Filmindustrie studiert diese Images sehr sorgfältig, weil das Star-System entscheidend für die Vermarktung ihrer Produkte ist. Aber im Fall von Michael Jackson denke ich, dass noch viel mehr dahinter steckt. Gab es jemals eine Star-Persönlichkeit, die so komplex war und sich so radikal veränderte, wie die von Michael Jackson? Ich denke, hier ist ein sehr enstzunehmender Künstler am Werk, der wie Warhol, nicht mit Ruhm/Berühmtheit, den Massenmedien oder Kommerz auf Kriegsfuß steht. Vielmehr glaube ich, dass er es sowohl als Kunst, wie auch als System ansah, die Kunst zu verbreiten.

Willa: Ich weiß nicht, Lisha. Ich verstehe, was du sagst, und stimme dir voll und ganz zu, dass er ein sehr raffinierter Choreograf von Berühmtheit/Ruhm und den Medien war, sowohl als Mittel, seine Kunst zu verbreiten, als auch als Element seiner Kunst. Auf gewisse Weise wurden die Massenmedien Teil der Palette zur Erschaffung seiner Kunst, und das halte ich für wichtig und revolutionär. Auf diese Idee möchte ich gerne heute während unseres Gesprächs noch näher eingehen.

Aber gleichzeitig denke ich, dass es Zeiten gab, wo er mit den Massenmedien auf Kriegsfuß stand. Du weißt, dass Warhol dachte, jede Art von Publicity sei gut. Egal, ob die Medien dich loben oder kritisieren, alles war gut, solange sie nur überhaupt von dir sprachen. Er sagte es so: „Achte nicht darauf, WAS sie über dich schreiben. Messe es einfach nur in Zentimetern.“

Aber ich denke, bei Michael Jackson war das komplizierter, teils wegen seinen Erfahrungen mit rassistischen Vorurteilen oder anderen vorgefassten Meinungen, teils wegen den Belästigungs-Skandalen, und teils wegen einigen beängstigenden Erfahrungen mit unkontrollierbaren Menschenmengen als Kind. Ich denke, diese Erfahrungen verschafften ihm ein tiefes Bewusstsein – vielleicht sogar eine Furcht – für Massenhysterie und dieser Mob-Mentalität, die manchmal überhand nimmt. Und wenn die Medien dich auf eine Art portraitieren, die völlig konträr ist zu deinen tiefsten Überzeugungen, und auf eine Art, die einer auf Ignoranz und Vorurteilen basierenden Massenhysterie Nahrung gibt, dann wird er Warhol stark widersprechen.

Lisha: Ich muss sagen, da sprichst du ein paar wichtige Punkte an. Und es besteht kein Zweifel daran, dass es eine sehr komplizierte Situation ist, ein gefeierter und einflussreicher junger Schwarzer zu sein, der die Entertainment Industrie dominiert; das bringt alle Arten von Ignoranz und Vorurteilen hervor.

Willa: Genau, und das sind Komplikationen mit denen Warhol nie konfrontiert wurde, die er nicht einmal in Betracht ziehen musste.

Lisha: Aber war Warhol nicht auch in seinem Leben vielen Vorurteilen ausgesetzt? Zu der Zeit, als die weiße, männliche, heterosexuelle Kunstwelt sein Aussehen, seine Sexualität und seinen Erfolg als kommerzieller Künstler missbilligte?

Willa: Ja, das ist ein guter Punkt, Lisha. Warhol war dem Widerstand und den Vorurteilen der „weissen, männlichen, heterosexuellen Kunstwelt“ ausgesetzt – und diese Welt war ganz schön macho und homophob, besonders in den 1950ern, als er anfing. Ich meine, ich dachte an ihre öffentliche Person, besonders an ihre Gesichter als provokative Form von Kunst. Warhol veränderte die Form seiner Nase, hellte seine Haut auf (zum Teil, um seine Hautton wegen dem Pigmentverlust auszugleichen), trug Perücken – und dieses öffentliche Gesicht stellte gesellschaftliche Normen in Frage und wurde ein wichtiger Teil seiner Kunst, wie wir schon zuvor sagten. Aber es löste nicht einen solchen Feuersturm aus, der losbrach, als Michael Jackson genau das gleiche tat.

Die Farbe deiner Haut, die Form deiner Nase und die Farbe und Beschaffenheit deiner Haare, dienen alle als Zeichen deiner Rasse, als Michael sich traute, diese Zeichen zu verändern, betrat er damit ein kulturelles Niemandsland. Das war bei Warhol einfach kein Thema – und das meinte ich mit „Komplikationen mit denen Warhol nie konfrontiert wurde, die er nicht einmal in Betracht ziehen musste.“ Das sich verändernde Aussehen Warhols wurde bemerkt und kommentiert, aber es setzte keine Welle von Anfeindungen in Gang, wie sie das veränderte Aussehen Michael Jacksons auslöste, mit Beschuldigungen, er hasse oder verrate seine Rasse, oder würde unverschämter Weise versuchen „weiß“ zu sein.

Lisha: Ich denke, genau so ist es. Die Reaktionen auf das Aussehen Jacksons unterschieden sich sehr von denen, die je über die gleichen Veränderungen bei Warhol gemacht wurden, und sie erzeugten sehr viel Anfeindungen in Richtung Jackson. Und trotzdem frage ich mich, ob Michael Jackson wirklich mit Ruhm/Berühmtheit und den Medien ganz allgemein auf Kriegsfuß stand, oder versuchte er, Fehler in diesem System zu korrigieren?

Willa: Exzellente Frage…

Lisha: Ich denke, Michael Jackson war, wie auch Warhol, an Kontroversen im Stil von P.T.Barnum interessiert, aber dabei gibt es ein Element, was sich der Kontrolle des Prominenten entzieht. Eine falsche Beschuldigung, ein fiktiver Skandal oder unfaires Vorurteil kann alles ruinieren, wofür der Künstler sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, ohne dass es ihr Fehler ist. Wir wissen, dass die Mob-Mentalität etwas sehr reales ist. Persönlich bin ich sehr stolz auf die Fans von Michael Jackson, die die Medien immer weiter herausfordern und einige der verheerenden Konsequenzen ans Licht bringen, die durch das Zusammenwirken von Profit, News, und Unterhaltung entstanden. Ich denke, Michael Jackson wollte mit dem Star-System kooperieren und es nutzen, um gute Dinge zu tun, aber er zögerte nicht zu zeigen, wo die Dinge gefährlich falsch laufen, was wiederum zum Teil seiner Kunst wurde.

Willa: Ich erkenne, was du sagen willst, Lisha, und ich denke, das ist eine ausgezeichnete Art, es zu umrahmen: dass er die Promi-Medien auf der einen Seite genutzt, sie aber auf andere Art kritisiert hat und sie im Grunde nutzte, um sie selbst zu kritisieren. Und ich stimme zu, dass Andy Warhol und Michael Jackson beide ihre Berühmtheit auf neue und faszinierende Art besetzten und choreografierten – auf eine Art, die andeutete, dass ihre Berühmtheit selbst ein wichtiger Teil ihrer Kunst war – und ich möchte noch mal auf das zurückkommen, was du vorher gesagt hast über David Nordahl und die Unterscheidung, die er gemacht hat und die andere genauso gemacht haben zwischen Michael Jackson und „Michael Jackson“.

Zum Beispiel werde ich dadurch an etwas erinnert, das Bruce Swedien in seinem Buch In the Studio with Michael Jackson erwähnt. Er arbeitete 30 Jahre lang mit Michael Jackson und er und seine Frau Bea kannten ihn wirklich sehr gut – also die Seite des “sanftmütigen Studioarbeiters”. Aber dann betrat er die Bühne, verwandelte sich in “Michael Jackson” und haute sie einfach um. Swedien sagt: “Bea und ich sind mit Michael zu seinen Konzerten gereist, um die ganze Welt, (und) oft haben wir gedacht, dass wir ihn gar nicht kennen, Michael Jackson, den Performer, diese erstaunliche Person auf der Bühne.” Sie waren wie zwei vollkommen verschiedene Wesen.

Lisha: Die Leute, die das sahen, sagen, dass es wahrlich erstaunlich war. In My Friend Michael erinnert sich Frank Cascio liebevoll daran, wie er zu seinem ersten Michael Jackson Konzert ging, wie er tatsächlich seinen Vater fragen musste: “Ist das derselbe Michael Jackson, der zu uns nach Hause kommt?” Die Verwandlung auf der Bühne war so vollkommen.

Willa: Oh, ich stelle mir vor, wie frappierend es gewesen sein muss! Und dann, natürlich, gibt es noch den “Michael Jackson”, der in den Medien existierte, und das ist wiederum eine vollkommen andere Person. Und auf gewisse Art ist es die Interessanteste von allen, weil es solch eine bewusste Erschaffung ist. Wie du schon vorher erwähnt hast, Lisha, ist es weit mehr als der Öffentlichkeit ein positives Image zu präsentieren. Stattdessen scheint er die Engstirnigkeit gegenüber Identität zu untersuchen und damit die Art und Weise zu hinterfragen, wie wir Identität “lesen”, basierend auf physischen Merkmalen, ganz besonders Merkmalen bezüglich der Rasse und Geschlechterzuordnung. Das ist etwas, was wir in einem gewissen Maß ebenso bei Andy Warhol erkennen können, wie auf den Fotos in der Dokumentation, in denen er Lippenstift und Lidschatten trägt und so Kennzeichen für sich annimmt, die normalerweise mit Frauen assoziiert werden, obwohl er immer noch eindeutig ein Mann ist. Hier ist ein

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Lisa: Das hinterfragt ganz sicher die Vorstellungen der weißen, männlichen, heterosexuellen Kunstwelt hinsichtlich der Tatsache, wer als ein großer Künstler verehrt werden kann, nicht wahr?

Willa: Das tut es. Was aber vielleicht unsere Identität am meisten von allem definiert ist unsere Stimme, und Warhol hatte sogar eine separate öffentliche und eine private Sprechstimme – etwas, das auch über Michael Jackson regelmäßig gesagt wurde. Ich war sehr überrascht Warhols Stimme zu hören, mit der er am Telefon zu seinem Bruder sprach (etwa bei 1 1/2 Std. in der Doku), weil sie sich so sehr von der langsamen, banalen öffentlichen Stimme unterscheidet, die wir zu hören gewohnt sind.

Wir wissen nicht viel über Warhol, den Menschen hinter der öffentlichen Person – er ist eine geheimnisvolle Figur, die wir, die Öffentlichkeit, selten zu sehen bekamen. Er war ein gläubiger Katholik, der jede Woche die Messe besuchte, ein schüchterner Workaholic und ein innovativer Künstler, der sich vollkommen seiner Kunst verschrieben hatte. Aber sein Image in der Öffentlichkeit ist ganz anders: grob materialistisch, oberflächlich, ironisch, keine Gefühle zeigend, gleichgültig – ein Beobachter, der durch das Studio schlenderte und andere dabei beobachtete, wie sie für ihn arbeiteten. In einigen Interviews sagte er, dass er nicht mehr daran beteiligt sei, seine Kunst zu erschaffen und dass er nicht sicher sei, wer das tue – vielleicht seine Mutter, vielleicht die Putzfrau. Das ist eine erfundene Geschichte, natürlich, aber das ist das Image, das Warhol ganz bewusst für sich selbst erschuf.

Und dann brachte Michael Jackson dies auf eine gänzlich neue Ebene …

Lisha: Sorry, aber ich brauche eine Minute, um mich von der Vorstellung zu erholen, wie Andy Warhol der Presse erzählt, dass er nicht sicher sei, wer all diese Kunstwerke erschaffe, vielleicht seine Mutter oder die Putzfrau. Das ist das absolut Lustigste, das ich je gehört habe!

Willa: Ist das nicht saukomisch? Er war wirklich sehr lustig …

Lisha: Obwohl ich gehört habe, dass Mrs. Warhola wirklich einige von Andy Warhols Kunstwerken für ihn signiert habe – er liebte einfach ihre Handschrift. Im Grunde wird es ihr zugerechnet dieses Albumcover von 1957 für The Story of Moondog von Louis Hardin mit ihrem Sohn kreiert zu haben. Es erinnert mich an Michael Jacksons Zusammenarbeit mit seiner Mutter Katherine Jackson, die den Shuffle Rhythmus für The Way You Make Me Feel beisteuerte.

Willa: Oh, wirklich? Das hatte ich noch nicht gehört, über keinen von ihnen. Wenn es also stimmt, dass Andy Warhols Mutter an dem Albumcover mitgearbeitet hat, dann hat sie wirklich eine wundervolle Handschrift.

Und ich schätze, wir sollten nicht zu laut lachen, wenn Warhol andeutet, dass er seine Kunst nicht selbst herstellt, weil da ein Fünkchen Wahrheit dran ist. Ich meine, dass Warhol nicht alle seine Drucke mit seinen eigenen Händen hergestellt hat. Er war sehr in den gesamten Prozess eingebunden – entwarf sie, bestimmte die Produktionsdetails, unterzog sie alle einer kritischen Überprüfung – aber er stellte sie nicht alle selbst her. Wir erwarten auch nicht, dass Calvin Klein zum Beispiel jeden Stoff, der seinen Namen trägt, selbst bestickt – wenn er ihn entwirft, dann reicht es, seinen Namen zu Recht darunter zu setzen. Jedoch gibt es diese Erwartung, dass ein Künstler all seine Kunstwerke eigenhändig fertigt. Warhol hinterfragte das, nannte sein Studio sogar The Factory – Die Fabrik, und dies ist ein weiterer Bereich, in dem er kommerzielle Kunst mit hoher Kunst verband und auf diese Weise nicht nur ganz neue Werke, sondern ein ganz neues ästhetisches Empfinden erschuf. Und diese neue Ästhetik spiegelt sich in seiner öffentlichen Rolle ebenso wider.

Lisha: Ganz genau. Dies ist ein exzellenter Punkt, den Dennis Hopper in der Dokumentation eingebracht hat, und er hat absolut Recht. Wir neigen dazu, zu vergessen, dass all die großartigen europäischen Meister in ihren Studios andere Künstler unter ihrer Anleitung für sich arbeiten ließen. Es ist nicht so, dass ein einzelner Künstler das Gerüst aufgebaut hat, um die Sixtinische Kapelle auszumalen. Aber da sind so einflussreiche kulturelle Mythen im Umlauf – die des gequälten einsamen Künstlers in seiner Dachkammer, der an einem großen Meisterwerk vor sich hinarbeitet, während er sich weigert sich für seine Kunst “zu verkaufen” – wie in Puccinis berühmter Oper La Boheme. Ich glaube, in Wirklichkeit ist das eher eine Auffassung der Romantik des 19. Jahrhunderts als eine genaue Wiedergabe des kreativen Prozesses. Aber wenn du erst einmal auf diese Sichtweise eingestellt bist, kannst du erkennen, wie verbreitet sie ist.

Willa: Das ist ein interessanter Punkt, Lisa, und wir erkennen diese Voreingenommenheit bezüglich des “einsamen Genies” sogar jetzt in kritischen Reaktionen auf Prince und Michael Jackson zum Beispiel. Prince wird als das einsame Genie gesehen, das allein in seinem Studio hockt und die meisten der Instrumente auf seinen Alben selbst spielt, während Michael Jackson eher der gemeinschaftlich Arbeitende war und auch eher als kommerzieller Künstler wahrgenommen wurde. Seine Einstellung schien zu sein, dass wenn ein Musiker, der sich seinem Instrument widmet, es besser spielen konnte als er: Warum sollte er dann nicht den Besten dazu holen?

Lisha: Da ich Musikerin bin stimme ich dem ganz sicher zu! Aber der Mythos des einsamen, verrückten Genies ist solch ein geschätztes, kulturelles Symbol, dass ich auf viele Arten denke, wir haben immer noch Beethoven-Mania!

Wie Warhol trieb Michael Jackson die Vorstellung der Zusammenarbeit zum Äußersten. Auf Dangerous zum Beispiel, dem ersten Album, für das Jackson als selbst ausführender Produzent arbeitete, lies er über 18 Monate lang drei Produktionsteams gleichzeitig arbeiten, um das Endprodukt zu erstellen. Ich weiß nicht, ob wir jemals wieder diese Art von Produktionswert sehen werden. Die Leute, die an den Aufnahmen arbeiteten, sprechen über die unglaubliche Aufmerksamkeit gegenüber den Details, in die sie verfielen und den Willen eines jeden Beteiligten den ganzen Weg mitzugehen, um am Ende das beste, menschenmögliche Ergebnis zu erhalten.

Und obwohl Jackson berüchtigt für seine Detailbesessenheit war, so war er doch auch sehr flexibel darin, dem kreativen Input, der innerhalb dieses Systems entstand, Raum zu geben. Bruce Swedien zum Beispiel, ein Aufnahmeingenieur, bekam Credits für das Schreiben an Jam. Bill Bottrell, ein Produzent / Techniker, kreierte den Rap und viele der Rock-Country-Instrumentals auf Black or White.

Also war Michael Jackson aufgeschlossen gegenüber den Ideen und dem Talent um sich herum, und er nutzte dies wahrlich zu seinem Vorteil. Warhol scheint diese Fähigkeit ebenso gehabt zu haben – Hilfe, Ideen und Inspiration aus vielen verschiedenen Quellen anzunehmen. Offenbar war es ein Kunsthändler, Muriel Latow, der den Vorschlag machte, er solle doch erwägen, so etwas Alltägliches und Gewöhnliches wie eine Suppendose zu malen – der Rest ist Geschichte.

Und ich war überrascht zu erfahren, dass Andy Warhol tatsächlich jeden Tag seines Lebens Campbell’s Suppe aß; es ging also nicht nur um postmoderne Ironie und um Kritik an der Konsumkultur, wie ich gedacht hatte. Seine Mutter hatte immer Campbell’s Suppe für ihn, als er ein Kind war, und es schien ihm wirklich eine Menge bedeutet zu haben – Wärme, Versorgtsein, Mutterliebe. Er malte seine Realität, und ich sehe diese Gemälde anders, seit ich das über ihn verstanden habe und wie das im Gegensatz zu seinem kühlen, gleichgültigen Image steht.

Willa: Oh, ich sehe das genauso – es hat mich immer getroffen, welch tröstliches Gefühl von seinen Campbell’s Suppen-Bildern ausgeht. Sie werden oft als ironisches Statement gedeutet, wie du sagst, und ich kann das in intellektueller Hinsicht erkennen, aber das ist nicht das, wie sich das auf emotionaler Ebene für mich anfühlt. Da ist ein wirkliches Gefühl der Wärme und Beruhigung. Es ist so, als wollte er sagen, dass die Leute den Trost, den sie einst in den bekannten Symbolen der katholischen Kirche fanden – den Bildern von der Jungfrau Maria zum Beispiel – heute durch die vertrauten Symbole der Konsumkultur wie den Campbell’s Suppendosen erhalten. Während also die Künstler der vergangenen Jahrhunderte religiöse Symbole malten und formten, richtete er seinen Fokus auf die neue Bilddeutung der Konsumenten. Es ist ein brillanter Einblick.

Lisha: Es ist wahrlich ein brillanter Einblick, die Vermählung des Kostbaren mit dem Alltäglichen. Das ist etwas, was wir in jedem Aspekt in Michael Jacksons Werk erkennen, von den hochwertigen Produktionen, die er in das abgewertete Genre des Pop einbringt bis zu den handbestickten Couturejacken, die er mit T-Shirts und Levi’s 501 Jeans trug. Kunst und Mythos durch sein berühmtes Image zu erschaffen ist nur ein weiteres Beispiel.

Und wie du schon vorher gesagt hast, Willa, brachte Michael Jackson die Vorstellung vom Image einer Berühmtheit auf ein völlig neues Level. Ich kann nicht einmal ansatzweise erkennen, wie man dagegen einen Einwand erheben könnte. Ich bin sicher, du hast das Interview 60 Minutes mit Karen Langford, Michaels Archivarin, gesehen, in dem sie einige seiner früheren Notizen zeigt, die nun das „MJ Manifest“ genannt werden. Es war Michael Jacksons erklärtes Ziel, dass „MJ“ eine komplett andere Person, eine gänzlich neue Rolle sein sollte, für die er große, ehrgeizige Pläne hatte.

Willa: Das ist komisch, Lisha – ich habe auch an das Manifest gedacht. Hier ist das, was er schrieb:

MJ wird mein neuer Name sein. Nicht länger Michael Jackson. Ich möchte in eine völlig neue Rolle schlüpfen, möchte einen völlig neuen Look. Ich werde eine vollkommen andere Person sein. Die Leute sollen nie mehr von mir als dem Kind denken, das ABC und I Want You Back gesungen hat. Ich werde ein neuer, unglaublicher Schauspieler/Sänger/Tänzer sein, der die Welt erschüttern wird. Ich werde keine Interviews geben. Ich werde magisch sein. Ich werde ein Perfektionist sein, ein Forscher, ein Ausbilder, mehr als ein Meister. Ich werde besser sein als jeder große Schauspieler, der seine ganze Kraft einsetzt.

Und du hast Recht. Es zeigt wirklich, wie bewusst er seine neue Rolle erschuf und wie er darüber dachte, über diese “gänzlich neue Rolle” von MJ, nicht wahr?

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Lisha: Jedes Album hatte eine neue. Ich werde nie den Schreck vergessen, als ich 1984 im Supermarkt in der Warteschlange an der Kasse stand und nach einem Foto von Michael Jackson suchte, weil es das war, worüber in jenen Tagen jeder redete, und als ich einfach keins finden konnte, musste ich mir von jemandem erklären lassen, dass ich bereits auf ein Foto von Michael Jackson blickte. Es haute mich völlig um, als ich versuchte mein früheres Thriller/ Victory Tour-Bild von Michael Jackson gegenüber dem, was ich jetzt sah, in Einklang zu bringen. Natürlich konnte sich niemand auch nur vorstellen, was noch kommen sollte. Er veränderte sich immer wieder, erst in den auf die Rasse bezogenen nicht eindeutigen Protagonisten in Bad, dann in den grenzüberschreitenden Charakter in Black or White auf Dangerous bis hin zu dem farblosen fremdartigen “Anderen” in Scream für das HIStory-Album.

Willa: Was einen wichtigen Punkt berührt – dass die Rollen, die Warhol und Michael Jackson erschufen nicht notwendigerweise beabsichtigten anziehend zu sein. Sie waren weitaus komplizierter und provokativer als das. Der Erzähler fragt fast am Beginn der Dokumentation:

Aber wer war Andy Warhol? Auf seiner Reise von Andrew Warhols änderte er nicht nur seinen Namen, sondern schneiderte seine Persönlichkeit nach Maß, um einen mechanischen, fabrikproduzierten Markennamen zu erzeugen, der die Celebrity- und Konsumkultur jener Zeit verkörpern würde.

Dieser “mechanische, fabrikproduzierte” Aspekt seiner “Marke” war nicht besonders attraktiv, wenigstens nicht im traditionellen Sinn. Und das waren auch nicht seine Perücken oder seine rüde materialistische öffentliche Rolle. Aber seine Perücken, seine Rolle und sein Markenname wurden nicht nach traditionellen Schönheits- oder Wirkungsstandards beurteilt, weil es verstanden wurde, dass sie Teil seiner Kunst sind, und so müssen sie auf komplexere Art, eben wie Kunst, interpretiert werden.

Und ich denke, dies ist eine Vorstellung, die sehr viele Kritiker im Hinblick auf Michael Jackson wirklich missverstanden haben. Es wird im Allgemeinen angenommen, dass er in seiner späteren Karriere versuchte etwas Attraktives zu zeigen, etwas Anziehendes für ein Massenpublikum und dass er dabei scheiterte. Aber wenn wir uns zum Beispiel die Lyrics zu Is It Scary ansehen, dann erkennen wir, dass er etwas sehr viel Komplizierteres und Interessanteres als das tat. Neben anderen Dingen zwang er uns zur Konfrontation mit unseren Vorurteilen – Vorurteile, die die Presse und die Öffentlichkeit versuchten seinem Gesicht und seinem Körper aufzuerlegen, weil er für “schwarz” stand, für “männlich”, für einen “Popstar” oder “nur einen Popstar” – und später, schrecklicherweise, für einen “Freak” und ein “Monster”.

Wie ändert sich also unsere Wahrnehmung, wenn wir beginnen, Michael Jacksons öffentliche Rolle als eine künstlerische Kreation zu sehen, so wie wir es auch bei Andy Warhol machen? Und wie deuten wir es, wenn wir uns auf diese Weise annähern?

Lisha: Nun, ich denke, es wäre ein sehr viel einfacherer Weg für Michael Jackson gewesen, wenn er von Anfang an seine privaten gesundheitlichen Beschwerden öffentlich gemacht hätte, mit dem Mythos gebrochen und die Veränderungen seiner Erscheinung erklärt hätte. Er hätte ein Fürsprecher für jene wie ihn werden können, die an Vitiligo und Lupus leiden und so das Bewusstsein für diese Krankheiten schärfen können. Ich glaube nicht, dass er die erbarmungslosen Medienprügel und die Verfolgung hätte ertragen müssen, wenn das sein Ziel gewesen wäre.

Aber statt einige Wenige zu begünstigen, denke ich, sah Jackson eine weit größere Möglichkeit, die heute immer noch enorme, kulturelle Resonanz findet.

Willa: Ich stimme dir vollkommen zu. Ich glaube nicht, dass wir auch nur begonnen haben, die Bedeutung seines sich verändernden Gesichtes – als einem Kunstwerk – zu ermessen und die es auf uns in psychologischer Hinsicht als Individuen und in kultureller Hinsicht als globale Gesellschaft hat.

Lisha: Das stimmt. Dr. Sherrow Binder, ein Professor für multikulturelle und Geschlechter-Studien an der California State University in Chico hat behauptet, dass, als Jackson das Denkbild der “natürlichen Körper und feststehenden Identitäten als vorherbestimmt und kontrolliert” in Frage gestellt hat, ihm dafür “kulturell Widerstand geleistet werden musste, er in seine Schranken gewiesen oder schlimmer noch bestraft und erniedrigt wurde, damit der Gesellschaft weiterhin ihr gewohntes Umfeld der Normalität gewährleistet werden konnte.”

Willa: Absolut, und die Intensität dieser Zurückweisung ist ein bedeutender Indikator dafür, wie grundlegend und bedrohlich dies war – seine Überschreitung einer “festgelegten Identität”, wie Pinder es nennt, basierend auf traditionellen Vorstellungen von Rasse, Geschlechterkategorien und Sexualität. Michael Jackson stellte dies alles in Frage, indem er seinen Körper “umschrieb”, woraus sich ergab, wie sich die Art änderte, auf die Identität durch seinen Körper dokumentiert war.

Lisha: Medien in aller Welt fahren damit fort, zu spekulieren und Geschichten über “Michael Jackson” zu fabrizieren, wobei sie oft Fakten missachten, die seit einiger Zeit abrufbar sind. Die Erfindungen der Medien folgen fast immer einigen Variationen des “Wacko”, “Freak” oder der Erzählung der “Monsterfigur” und reflektieren so mehr das Bedürfnis der Gesellschaft ihn zu “normalisieren”, als es jemals über Michael Jackson getan wurde. Und Jackson wurde sich so intensiv seiner Funktion als Spiegel des allgemeinen Denkens bewusst, dass er anfing, dies für seine künstlerischen Zwecke zu nutzen, wie in Is It Scary (“Ich werde genau das sein, was du sehen willst / Du bist es, der mich jagt, denn du willst, dass ich der Fremde in der Nacht bin“) und in Threatened (“Ich bin der lebende Tote, der dunkle Gedanke in deinem Kopf / Ich hab gerade gehört, was du gesagt hast, genau deshalb solltest du dich durch mich bedroht fühlen“).

Willa: Und wir sehen, wie dieser Gedanke in Ghosts buchstäblich umgesetzt wird, als der Maestro in den Körper des Bürgermeisters steigt, ihm einen Spiegel vor das Gesicht hält und ihn zwingt Zeuge seines eigenen inneren “Freaktums” zu sein. Dieses Freaktum, das der Bürgermeister so verabscheut ist nicht im Maestro – es ist in ihm selbst.

Lisha: Das ist solch eine brillante Szene – sie zeigt seine wahre Beherrschung dieses Phänomens.

Und noch eine weitere mythische, künstlerische Kreation von “Michael Jackson” war bereit die “Welt zu heilen”, die Vorstellung der Entstehung einer neuen emphatischen Zivilisation. Eines seiner eindrucksvollsten Kunststücke war, sich auf magische Weise der Farbe seiner Haut zu entledigen, um ein für alle Mal körperlich zu demonstrieren, dass “es keine Rolle spielt, ob du schwarz oder weiß bist“. Als es eindeutig wurde, haben einige die Botschaft nicht verstanden, da ging er noch einen Schritt weiter und wurde farblos – buchstäblich farblos. Scream und Stranger In Moscow zeigen dies so eindeutig.

Willa: Und es ist ziemlich klar, dass das eine bewusste Entscheidung war. Beide Videos wurden in Schwarz-Weiß mit übermäßig heller Beleuchtung auf seinem Gesicht aufgenommen, um die Farbe auszuwaschen, sogar Abstufungen von Farbe.

Lisha: Absolut. Für mich ist es offensichtlich, dass dies das Werk eines brillanten und bahnbrechenden Künstlers ist. Ich hasse es zugeben zu müssen, dass es erst nach dem Tod Michael Jackson war, als ich mir endlich sein Werk angesehen und festgestellt habe, welch neue Art von Kunst dies gewesen ist – einfallsreiche und exquisit hergestellte Musik voller klanglicher Innovationen und sogenannter „hochkünstlerischer“ wahrnehmbarer Schönheit, in Einklang gebracht mit Symbolik und Mythen, der Masse dargebracht durch das unterschätzte Popgenre und das Celebrity Starsystem. Aber es war noch so viel mehr – es explodierte von der Bühne herunter und aus der Leinwand heraus in unsere sozialen Diskussionen und in unser Alltagsleben, um uns dazu zu ermuntern über unsere verwirrende und gewalttätige Vergangenheit hinauszugehen.

Und obwohl ich dem seinerzeit keine Aufmerksamkeit geschenkt habe, bin ich zu der Feststellung gekommen, wie gewaltig Michael Jackson mich beeindruckt hatte, ohne dass ich es überhaupt wusste. Von 1969 bis 2009 war Michael Jackson eine konstante Präsenz, und ich glaube, du kannst den Einfluss, den er hatte, gar nicht hoch genug einschätzen. Wenn man von der intensiven Medienberichterstattung nach seinem Tod aus urteilt, dann bin ich nicht die einzige, die sich plötzlich fragte, wie es sein würde in einer Welt ohne Michael Jackson weiterzuleben.

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– Time Magazine -Cover, Michael Jackson by Andy Warhol, 1984 –

Willa: Oh ja, so ist es. Ich glaube, Michael Jackson veränderte grundlegend unsere Wahrnehmung, unsere Emotionen und unsere gefühlsbedingten Reaktionen auf Unterschiede bei Rasse, Geschlechterzuordnung, Sexualität, Religion, familiären Beziehungen – bei Stereotypen aller Art – auch wenn wir es noch nicht realisieren. Wie du sagtest, wir waren „gewaltig beeindruckt, ohne es überhaupt zu wissen“. Und ich glaube, er revolutionierte auch unsere Vorstellung über Kunst, obwohl er seiner Zeit so weit voraus war, dass wir dies auch noch nicht realisieren. Manches davon erkennen wir noch nicht einmal als Kunst! Wir befanden uns mitten in einer ergreifenden künstlerischen Erfahrung, ohne es überhaupt zu wissen.  Es wird noch eine lange Zeit für Kunstkritiker und deren Interpretationen in Anspruch nehmen bis zu ihm aufzuschließen, denke ich, und bis man anfangen kann sich den enormen Einfluss, den er hatte, vorstellen zu können, sowohl bezüglich der Kunst und wie wir Kunst begrifflich erfassen, als auch im Hinblick auf die tiefgreifenden kulturellen Veränderungen, die er ausgelöst hat. Und das ist ein weiterer Weg den Wert eines Künstlers zu ermessen – an seiner Tiefe und der Reichweite seines Einflusses.

Fast am Ende der Dokumentation beschreibt der Erzähler, wie konstant Warhols Einfluss präsent ist in jedermanns alltäglichem Leben und fragt dann: „Wie können wir dich vermissen, wenn du nicht gehen wirst?“ Dieselbe Frage kannst du über Michael Jackson stellen. Sein Vermächtnis ist überall – vom direkten künstlerischen Einfluss auf Musik, Tanz, Film, Mode bis hin zu mehr subtilen, aber vielleicht umso bedeutenderen kulturellen Einflüssen, etwa solchen, wie wir Geschlechterzuordnungen und Rassenunterschiede lesen und interpretieren.

Lisha: Weißt du, das ist genau die Sache. Michael Jackson ist überall, wohin man auch sieht. Und verstehen wir wirklich, warum er weiterhin solch einen Einfluss hat? Die Entertainment-Industrie ist voll von verrückten Ticks, plastische OP’s, Make-up tragenden Glamrockern, Geschlechtsveränderungen usw. Rita Hayworth ist ein gutes Beispiel einer Darstellerin, die ihre spanische Herkunft „weißer gemacht“ hat, um auf der Leinwand die glamouröse Gilda zu werden. Warum also stolpert jeder über Michael Jackson? Ich denke, es wird noch eine Weile dauern all dies zu verstehen. Bis dahin werden wir weiter „mit dem Elefanten tanzen“.

(Übersetzung: Lilly, M.vd.L.)

Warhol Scream Video Michael Jackson

Zu den Bildern, die Michael in seinem Scream-Shortfilm zeigt, schreibt Willa Sitillwater in M-Poetica (Auszug aus dem Kapitel „Scream“):

Er und Janet werden die Betrachter von Kunst, das Publikum. Sie sehen sich Kunstwerke an quer durch die Geschichte, Werke, in die Bildhauer und Maler ihr Herz und ihre Seele hineingesteckt haben, aber die Weltraumreisenden verstehen sie nicht. Es ist sogar so, dass sie gelangweilt sind: Janet (in ihrer Rolle) faulenzt auf den Möbeln, Michael zappt sich mit einer Fernbedienung durch Kanäle. Es gibt keine einfache Antwort dazu, wie man die Interpretation des Publikum bezogen auf das Werk lenken kann – anders als ein selbst-reflektierendes Video wie Scream zu drehen, das die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenkt.

Interessanterweise ist das erste Kunstwerk, das Jackson in dieser Rolle betrachtet eine Fotografie von Andy Warhol. (Warhol erschuf vier Porträts von Jackson für das Cover des Time Magazine, welches am 19. März 1984 erschien, so revanchiert sich Jackson in gewisser Weise. Eines dieser Bilder hängt in der National Portrait Gallery, zwei andere wurden kurz nach Jacksons Tod auf einer Auktion verkauft.) Auf den ersten Blick kann man sich kaum zwei unterschiedlichere Künstler vorstellen: Warhol war so ironisch, gleichgültig, keine Gefühle zeigend wie Jackson leidenschaftlich, engagiert und einfühlsam war. Dennoch, Warhol und Jackson waren beide Pioniere in einer neuen, hoch angesehenen Kunstform. Beide wurden nicht nur Künstler, sondern kulturelle Ikonen und zwei der einflussreichsten Former der Popkultur des mittleren bis späten 20. Jahrhunderts. 

Sie trafen sich das erste Mal Anfang 1977, als Jackson 18 Jahre alt war. Die Andy Warhol Diaries enthalten eine kurze Beschreibung dieses Treffens:

Catherine und ich gingen hinüber zu Regine, um Michael Jackson von den Jackson 5 zu interviewen. Er ist jetzt sehr hochgewachsen, hat aber eine wirklich hohe Stimme … Die ganze Situation war lustig, weil Catherine und ich nichts über Michael Jackson wussten, wirklich, und er wusste nichts über mich – er dachte, ich wäre ein Dichter oder so etwas. Also fragte er Fragen, die niemand, der mich kennt, je fragen würde – ob ich verheiratet wäre, ob ich Kinder habe, ob meine Mutter noch lebt … Ich erzählte ihm „Sie lebt in einem Heim.“

Studio 54 1977

– Michael Jackson & Andy Warhol, Studio 54 – 1977 –

Ein Grund für „Fragen, die niemand, der mich kennt, je fragen würde“ ist, dass Warhol selten eine ehrliche Antwort gab. (Tatsächlich war seine Mutter schon Jahre vorher gestorben.) Teil von Warhols Kunst war die Erschaffung eines rätselhaften öffentlichen Images. Damit Kunst einen Eindruck hinterlässt, muss sie wahrgenommen und diskutiert werden; sie muss Teil eines ständigen kulturellen Dialogs werden. In Warhols Kunst, wie in seinen Gemälden von Marilyn Monroe, vollzieht er eine ernsthafte Analyse unserer Verehrung von Berühmtheiten. Er nutzte sogar den Klatsch unter Berühmten, um sich selbst und seine Werke zu fördern, und er wusste besser, wie er den Klatsch anheizen konnte, als jeder Künstler vor ihm.

Warhol und Jackson definierten den Geltungsbereich des Künstlers neu, indem sie ihr öffentliches Image zu einem bedeutsamen Teil ihrer Werke machten. Für Warhol beinhaltete dies die Kultivierung eines exzentrischen öffentlichen Gesichtes: extrem blasse Haut, pechschwarze Augenbrauen und eine Reihe von zotteligen weißen Perücken. (Warhol litt als Kind an einer Autoimmunschwäche, einer Störung, die die Pigmente seiner Haut angriff.) Das Ziel seines aufsehenerregenden Aussehens war nicht ein attraktives Äußeres, genauso wenig wie es das Ziel seiner Kunst war, hübsche Bilder zu malen. Stattdessen formte er sein Äußeres sorgfältig, um für jedermann sichtbar seine Definition des Künstlers auszudrücken, der Art des experimentellen Künstlers, der er sein wollte.

Welches eine wichtige Frage aufwirft: Wie sollen wir Michael Jacksons sich entwickelnde Erscheinung sehen, besonders die sich verändernde Farbe seiner Haut? Es begann mit einer Krankheit, die fortschreitend die Pigmente seiner Zellen zerstörte, aber es wurde wesentlich mehr als ein medizinisch bedingter Zustand. War es das Ergebnis eines tief sitzenden Unbehagens gegenüber seiner Rasse, wie gemeinhin angenommen? Oder war es etwas anderes? War es vielleicht Kunst, wie Jackson selbst sagte?

Dr. Arnold Klein, Jacksons Dermatologe, hat bestätigt, dass Jackson an Vitiligo litt, trotzdem sagte er in Interviews, dass Jackson immer auch sein Gesicht als Kunstwerk diskutierte. Jackson suggeriert dies in Scream ebenfalls, durch die Einbeziehung des Warhol Porträts und René Magrittes The Son of Man, das bald danach auftaucht. Das Gemälde von Magritte, welches in Scream abgeschnitten erscheint, um die Aufmerksamkeit auf das Gesicht des Subjektes zu lenken, oder wo das Gesicht sein sollte, zeigt einen Mann mit einem Bowler Hat mit einem Apfel vor dem Gesicht, der seinen Mund, die Nase und die Wangen verdeckt und die Stirn freilässt. Nur seine Augen sind zu sehen. Sein Gesicht wurde faktisch durch ein Stillleben ersetzt, ein Kunstwerk. Wir sehen Kunst, wo wir erwarten, ein Gesicht zu sehen.

Das Warhol Porträt und das Gemälde von Magritte verbindet ein drittes Bild – ein abstraktes von Jackson Pollock, dessen Vorname Bedeutung erlangt in diesem Zusammenhang. Es funktioniert wie ein Pfeil, sagt uns, in welche Richtung wir schauen sollen, während wir die beiden benachbarten Bilder interpretieren. Jackson betont diesen Punkt, indem er sein eigenes Bild abschneidet genau bevor er zu dem Jackson Pollock Gemälde zurückkehrt. Durch die sorgfältige Auswahl und Platzierung dieser Bilder benutzt Jackson die Sprache der Kunst, um zu erklären, dass, wie bei Warhol, sein sich änderndes Äußeres als medizinischer Zustand begann, aber nun zu einer bewussten künstlerischen Entscheidung geworden ist.

(Übersetzung: Lilly)

Willa Stillwater , M-Poetica: http://www.amazon.com/Poetica-Michael-Jacksons-Connection-Defiance-ebook/dp/B004WDRVP8

Interview mit Michael (1982), befragt von Bob Colacello, Andy Warhol (Interview Magazine)

Original Version:

http://www.interviewmagazine.com/music/michael-jackson/#_

 

Im August 1982 interviewte Bob Colacello vom Interview Magazin den damals 23 -jährigen Michael Jackson, in der Wohnung im San Fernando Valley, die der Sänger mit seiner Familie gemietet hatte, während ihr Haus nebenan renoviert wurde. (Andy Warhol rief aus New York während des Interviews an) Jackson war natürlich schon bekannt, zusammen mit seinen Brüdern, als Jackson 5, aber sein erstes Solo Album, Off The Wall, welches 3 Jahre zuvor veröffentlicht worden war, hatte ihn selbst zu seinem Star gemacht. Als dieses Interview statt fand, arbeitete er mit Steven Spielberg am E.T. Storybook, und hatte auch eine Menge Angebote für Filmrollen. Er war auch gerade dabei sein Album Thriller fertig zu stellen, welches das meistverkaufte Album aller Zeiten werden sollte.

Das folgende ist ein Auszug des Interviews, was in der Titelstory des Interview Magazins im Oktober 1982 erschien.

Interview Magazine

Bob Colacello: Hast du es als Kind schon gemocht, zu performen? Hast du es schon immer gemocht?

Michael: Immer. Ich habe das Gefühl, auf der Bühne zu sein immer genossen – die Magie, die entsteht. Wenn ich auf die Bühne trete entsteht plötzlich diese Magie von irgendwoher, und der Spirit trifft dich und du verlierst die Kontrolle über dich. Ich kam auf die Bühne bei Quincys (Jones) Konzert im Rose Bowl und wollte eigentlich garnicht auf die Bühne. Ich duckte und versteckte mich und hoffte, man würde mich hinter den Leuten nicht sehen als sie mich riefen. Dann ging ich nach oben und es packte mich sofort. Ich kletterte auf das Gerüst, auf die Lautsprecher und die Beleuchtungs-Masten. Das Publikum ging mit und ich begann zu tanzen und zu singen, so passiert das.

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(Michael Jackson – spontaner Auftritt, Rose Bowl, Budweiser Superfest, 1982)

C: Wie vergleichst du Schauspielerei mit der Bühnen-Performance?

M: Ich liebe beides. Schauspielerei ist die Sahnehaube des ganzen. Ich liebe es zu performen. Es ist wie eine phänomenale Flucht. Wenn du wirklich alles herauslassen willst, was du fühlst, dann ist dort der richtige Zeitpunkt, es zu tun. Bei der Schauspielerei ist es, als würde man eine andere Person. Ich finde das sehr schön, besonders, wenn du dich völlig dabei vergisst. Wenn du dich völlig vergisst, und das liebe ich, dann ist es magisch. Ich liebe es, Magie zu erschaffen – etwas zusammenzufügen, was so ungewöhnlich ist, so unerwartet, dass es die Leute umhaut. Irgendetwas, was der Zeit voraus ist. Fünf Schritte weiter, wie die Leute denken. Dann sehen die Leute es und sagen “Woah… damit habe ich garnicht gerechnet”. Ich liebe es, Menschen mit einem Geschenk zu überraschen, oder mit einer Bühnen Performance oder mit irgendetwas. Ich liebe John Travolta, der aus dieser „Kotter Show“ kam. Niemand wusste, das er tanzen kann und all das. Es ist wie –Boooom. Bevor er es richtig realisieren konnte, war er schon im nächsten großen Ding.

C: Er hat die letzte Zeit nicht so viel gemacht.

M: Ich weiß. Ich denke, er wählt Scripts aus und so was. Es ist für jeden immer schwer, gegen die eigenen Verdienste der Vergangenheit anzutreten.

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C: Es sieht so aus, als ob dein Verlangen, Menschen zu unterhalten, dich wirklich motiviert, Menschen zu erfreuen. Was ist mit Ruhm und Geld? Kannst du dir vorstellen, nicht berühmt zu sein? Oder ist Berühmtheit für dich ein Umstand?

M: Es hat mich nie gestört, außer wenn du mal deinen Frieden haben willst. So wie wenn du ins Kino möchtest und du sagst dir “Heute wird mich niemand belästigen, ich ziehe Hut und Brille an und ich werde diesen Film genießen und das ist alles was ich will.” Du kommst dahin, und jeder beobachtet dich und starrt dich an und im spannendsten Teil des Films tippt dir jemand auf die Schulter und fragt nach einem Autogramm. Du fühlst dich, als könntest du nicht entkommen…

C: Du bist/wohnst sehr dicht bei deinen Eltern. Sind sie jetzt auch hier, in LA?

M: Ja, Mutter ist oben, mein Vater ist im Büro.

C: Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?

M: Viel Tagträumereien. Ich stehe früh auf und mache mich fertig, für was auch immer ich vor habe, Songs schreiben oder was auch immer. Etwas für die Zukunft planen und solche Dinge.

C: Bist du optimistisch für die Zukunft?

M: Ja. Ich plane immer im voraus und folge dann dem Plan/Ziel.

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C: Achtest du viel auf Mode?

M: Nein, ich achte darauf, was ich auf der Bühne trage. Also das, was ich liebe. Ich achte nicht auf die Alltagskleidung. Ich mag es, ein Outfit oder ein Kostüm anzuziehen und mich im Spiegel anzusehen. Baggy Pants oder wirklich abgefahrene Schuhe und einfach den Charakter dieser Dinge zu spüren. Das macht mir Spaß.

C: Liebst du es, auch im normalen Leben zu schauspielern?

M: Ich mag es sehr. Es ist wie eine Flucht. Es macht Spaß. Es ist, wie wenn man etwas anderes wird, eine andere Person. Besonders, wenn du wirklich daran glaubst und dann ist es nicht wie schauspielern. Ich mag das Wort “schauspielern” nicht. Zu sagen “Ich bin Schauspieler”. Es sollte mehr sein als das. Es sollte mehr sein wie einer der es “glaubt” (zu sein).

C: Aber ist das nicht ein wenig beängstigend, wenn du total daran glaubst?

M: Nein, das ist, was ich daran so liebe. Ich liebe es, mich wirklich darin zu verlieren. (Ganz in etwas aufzugehen)

C: Warum möchtest du dich so gerne darin verlieren? Denkst du, dass das Leben so hart ist?

M: Nein, vielleicht ist es, weil ich es mag, in das Leben eines anderen zu “springen” und es zu erforschen. Wie Charlie Chaplin. Ich liebe ihn abgöttisch. “The Little Tramp”, die ganze Sache, und sein Herz – alles was er auf dem Bildschirm erschuf war Truismus. Es war sein ganzes Leben. Er wurde in London geboren, sein Vater starb an Alkohol als er 6 war. Er zog durch die Strassen in England, bettelnd, arm und hungrig. All das reflektiert er am Bildschirm und das ist, was ich auch tun möchte, ich möchte alle Wahrheiten herausbringen…

C: Fühlst du dich manchmal, als ob du die Kindheit verpasst hättest, weil du immer in der Erwachsenen-Welt auftreten musstest?

M: Manchmal.

C: Aber du magst Menschen, die älter sind als du, Menschen mit Lebenserfahrung.

M: Ich liebe Menschen mit Erfahrungen. Ich liebe Menschen die phänomenal talentiert sind. Ich liebe Menschen, die so hart gearbeitet haben und soviel Mut hatten und die jetzt ihr Gebiet beherrschen. Für mich ist es magisch, jemand solchen zu treffen, von ihm zu lernen, mit ihm zu reden. Zusammen zu arbeiten. Ich bin verrückt nach Steven Spielberg. Eine andere Inspiration für mich sind Kinder. Ich weiß nicht, woher das kommt. Wenn ich down bin, nehme ich ein Buch mit Fotos von Kindern und wenn ich sie ansehe, bringt mich das wieder hoch. Mit Kindern zusammen zu sein ist magisch….

C: Interessierst du dich für Kunst?

M: Ich zeichne gerne – mit Bleistift, Tusche – ich liebe Kunst. Wenn ich auf Tour gehe, und die Museen besuche, in Holland, Deutschland oder England – weißt du, diese riesigen Gemälde. – Ich bin einfach beeindruckt. Du denkst, ein Maler könne so etwas garnicht vollbringen. Ich kann eine Skulptur oder ein Bild ansehen und mich total darin verlieren. Ich stehe da, sehe es an und werde ein Teil der Szenerie. Es kann dich zum weinen bringen, es kann dich so sehr berühren. Sieh, das ist es, was der Schauspieler oder der Darsteller tun sollte – die Wahrheit in einem Menschen berühren. Ihrer Wahrheit so nahe kommen, dass sie Teil dessen werden was du tust und du sie überall hin führen kannst, wo du willst. Du bist glücklich – sie sind glücklich. Wie immer die menschlichen Emotionen sind, sie gehen genau mit dir mit. Ich liebe Realismus. Ich mag nicht das Künstliche. Tief in unserm Innern sind wir alle gleich. Wir haben alle die gleichen Emotionen und deshalb berührt ein Film wie E.T. jedermann. Wer möchte nicht fliegen können, wie Peter Pan? Wer möchte nicht mit einem außerirdischen magischen Wesen mitfliegen und sich mit ihm befreunden? Steven trifft genau ins Herz – wenn du zweifelst, versuche das Herz zu erreichen…

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Andy Warhol ruft aus New York an

Andy Warhol: Hallo?

Michael: Hi.

AW: Mein Gott, ist das aufregend. Weißt du, jedesmal, wenn ich meinen Walkman benutze, spiele ich deine Kassette darin ab…Was machst du so?

M: Ich war im Studio, habe Texte geschrieben und an Songs gearbeitet.

AW: Ich werde mir heute Abend eine englische Rockgruppe ansehen, im Ritz, Duran Duran. Kennst du sie?

M: Nein.

AW: Letzte Woche habe ich Blondie angesehen.

M: Wie war Blondie?

AW: Großartig. Sie ist fantastisch. Kennst du Blondie?

M: Nein, ich habe sie nie getroffen.

AW: OK, wenn du nach New York kommst, werde ich dich ihr vorstellen. Auf Tour gehen ist wohl das härteste, was man tun kann auf der Welt.

M: Touren ist etwas, wo man durch muss. Auf der Bühne zu sein ist das magischste daran..

AW: Hast du je gedacht, das du wenn du erwachsen bist ein Sänger sein würdest?

M: Ich kann mich nicht erinnern, jemals nicht gesungen zu haben, deshalb habe ich nie vom Singen geträumt.

AW: Gehst du viel weg, oder bleibst du zuhause?

M: Ich bleibe zuhause.

AW: Warum bleibst du zuhause? Es gibt soviel Spaß draußen. Wenn du nach New York kommst, dann gehen wir aus.

M: Ich möchte immer nur dann ausgehen, wenn ich in New York bin.

AW: Gehst du ins Kino?

M: Oh ja. Wir arbeiten am E.T. Album. Ich hatte eine Foto Session mit E.T., es war wundervoll… Er hat mich umarmt und alles.

AW: Ich mag Tron. Es ist, als würde man ein Video Spiel spielen. Hast du es gesehen?

M: Ja. Es hat mich nicht sehr angesprochen.

AW: Ok, dann bis bald, Danke.

M: Ja, hoffentlich…

……………………..

Übersetzung M.v.d.L. – Link zur Englischen Version:

http://www.interviewmagazine.com/music/michael-jackson/#_

Interview Mit Tom Mesereau – nach dem AEG Urteil

Tom Mesereau spricht mit Beth Karas über das Urteil im AEG Prozess. 3.10.2013

(Auszugsweise Übersetzung/Transcript) 


Beth Karas: Waren sie überrascht, dass AEG für nicht schuldig befunden wurde?


Tom: Ich bin sehr überrascht, sehr, sehr überrascht. Ich dachte, der eigentliche Streitpunkt wäre, ob AEG Conrad Murray einstellte, oder nicht. AEG behauptete, sie stellten ihn nicht ein. Die Kläger behaupteten, sie hätten ihn eingestellt. Es gab ein paar sehr triftige Hinweise, dass sie ihn angestellt hatten, inclusive dem Statement eines ihrer Chef-Angestellten, dass sie ihn eingestellt haben – er benutzte das Wort „eingestellt“ (hired). Es gab E-mails, die sehr deutlich machten, dass AEG das Risiko Conrad Murray übernommen hatten, und ich dachte, das wäre der Punkt, über den hier gekämpft werden würde. Ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass sie finden könnten,  Conrad Murray sei kompetent oder fit gewesen, das zu tun, was er getan hat. 
Und natürlich habe ich dieses Urteils-Formblatt vor mir, in der die Jury angewiesen wurde, Frage nach Frage vorzugehen. Und die erste Frage: „Hat AEG Conrad Murray eingestellt?“ – dazu sagten sie natürlich Ja. Das bedeutet, sie kamen zur zweiten Frage: „War Dr. Conrad Murray unfit oder inkompetent, die Arbeit auszuführen, für die er eingestellt wurde?“ – und das beantworteten sie anscheinend mit Nein. Und dass sie das mit Nein beantworteten, war dann das Ende der Geschichte.
Ich bin sehr überrascht. Du weißt nie, was eine Jury tun wird, besonders nicht in einem Zivilprozess, wo es um Geld geht, um Besitz – es ist nicht wie in einem Straffall, wo es darum geht, ob jemand seine Freiheit oder seine Reputation verlieren soll. Aber ich dachte nie daran, dass sie finden könnten,  Dr. Murray sei nicht inkompetent gewesen – aber anscheinend haben sie das.



Beth Karas: Ich war auch überrascht, weil ich auch dachte, AEG sei sehr unvorsichtig. Besonders auch Paul Gongaware, den sie gerade zitierten, als er sagte „erinnert Conrad Murray daran, wer ihn zahlt, nicht Michael Jackson, wir sind es“. Was sicher einen Interessenkonflikt verursachte „Stell sicher, dass Michael in der Lage ist, zu performen, egal was dazu nötig ist, oder du bekommst nicht deine 150.000 $ pro Monat.” Ich dachte, AEG sollte verantwortlich sein, wenigstens zu einem kleinen Teil. Und bei Frage 2: „War CM kompetent, die Arbeit auszuführen, für die er eingestellt wurde?“, sicher wurde er nicht eingestellt, um Propfol zu geben – und ich schätze, dass es das ist, was sie (die Jury) gedacht haben könnten. Oder? Das war ein Geheimnis, zwischen Michael und Murray.


Tom: Ich weiß nicht, was die Jury gedacht hat, das wissen nur sie. Und vorraussichtlich werden einige von ihnen schon ein paar Statements dazu abgegeben. Aber vielleicht haben sie es in der Bedeutung gelesen, „War er diszipliniert?“ die Antwort war offensichtlich „nein“. „War er dazu lizensiert“? Die Antwort war offensichtlich „nein“. Sie könnten vorausgesetzt haben, dass er der Hausarzt der Familie war, für allgemeine Dinge. Ich muss davon ausgehen, dass das ihr Gedankengang war. Aus meiner Sicht war dieser Mann komplett inkompetent, eine Schlafstörung zu behandeln, die Michael Jackson ganz klar hatte, und durch diese Inkompetenz und wegen den inkompetenten Handlungsweisen, ist Michael Jackson gestorben. Mein Gedankengang war, dass AEG ihn eingestellt hatten und dieVerantwortung für ihn übernommen hatten, als Angestellter, und er war offensichtlich sehr inkompetent in der Art, wie er medizinische Behandlungen an Michael Jackson vornahm, und ich dachte, sie würden AEG dafür verantworten. Ich bin nur sehr überrascht.


Beth Karas: Michael Jacksons Fans, die sicher die loyalsten Fans der Welt sind, waren sich nicht einig darin. Einige von ihnen – ich sprach mit einem davon – sagten,  sie glauben, AEG sollte nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Aber nicht alle Fans glauben das. Ist es dann falsch von Michael Jacksons loyalen Fans, AEG mit der Sache durchkommen zu lassen?


Tom: Nein. Das ist ein freies Land und die Leute haben ein Recht, auf ihre Meinung, und die Gründe unterschiedlicher Meinung zu sein, hängt von vielen Dingen ab. Vielleicht denken diese Fans, dass es andere Ärzte gibt, die auch Verantwortlich sind – und so wie ich die Beweise verstehe, ist es so, dass andere Ärzte gab, in Deutschland, die ihm Propofol gaben, dass andere Ärzte ihn in Abhängigkeiten von unterschiedlichen Schmerzmitteln brachten, vielleicht denken diese Personen ganz aufrichtig und begründet, dass… (versteh ich leider nicht..) Ich weiß die Antwort darauf nicht, aber von meinem Standpunkt aus, übernahmen AEG das Risiko Dr. Murrays, sie stellten ihn ein, weil sie hofften, große Profite zu machen, und sie sollten dafür verantwortlich gemacht werden. Aber das ist nur meine Meinung. Anscheinend ist die Jury nicht meiner Meinung.


Beth Karas: (Frage zusammengefasst) Es scheint, dass AEG nicht viel über Murrays Hintergründe checkten, dass sie nicht wirklich viel über ihn wussten, aber sie hätten es tun sollen, oder?


Tom Mesereau: Sie schickten eine Email, mit Worten, die besagten, dass sie ihn überprüft hätten. Und ich verstehe es so, dass sie in eidesstattlichen Aussagen sagten, ihn nicht überprüft zu haben. Ich dachte, dadurch entsteht.. (ich würde sagen “ein Widerspruch” – aber ich verstehe das entspr. Wort nicht genau..)
Die Juroren waren angewiesen, nach den Fragen vorzugehen, eine Frage nach der anderen zu beantworten, und je nachdem was ihr Beschluss war, machten sie weiter, oder es war vorbei. 
Und anscheinend war es vorbei, als sie zu zweiten Frage kamen, und deshalb hatten wir auch nur eine sehr kurze Deliberation. Ich möchte noch etwas hinzufügen. Mir wurde gesagt,  in der Jury sei ein Arzt. Und ich vermute, dass die Meinung dieses Arztes sicher bei der Jury sehr beachtet wurde. Und vielleicht sagte dieser Arzt. ‘Seht, als sie ihn einstellten, war er nicht vorbestraft, er war in 3 Staaten lizensiert, er war fit dafür, die Dinge zu tun, die Michael Jackson von ihm wollte, er handelte dann inkompetent und verantwortungslos, aber er war nicht zu der Zeit (wo er eingestellt wurde) unfit.’ Ich muss wohl davon ausgehen, dass vielleicht dieser Dr. – wenn er denn Teil der Jury war – mir wurde das von einer sehr verlässlichen Quelle gesagt – vielleicht hatte dieser Dr. einen großen Einfluss. Ich weiß es aber nicht.

Beth Karas: Ich bekam viele Kommentare auf FB und Twitter zu einer Frage, die ich vor ein paar Tagen stellte: ‘Sollte AEG wenigstens teilweise verantwortlich gemacht werden?’ Und viele Antworten lauteten: ‘Nein, das ist eine geldgierige Familie, und Michael ist einfach nur ein Abhängiger, und AEG hat mit all dem nichts zutun’. Was sagen sie dazu?


Tom: Ich glaube nicht, dass das ein fairer Schluss daraus ist. Ich glaube, Michael setzte sein Vertrauen in Ärzte, er setzte immer voraus, dass sie mehr über Gesundheit und Medizin und richtiges Praktizieren verstanden, als er. Er legte sein Vertrauen und sein Leben in ihre Hände. Und so wie es scheint, haben viele Ärzte ihn betrogen. Der letzte davon war C. Murray, dessen inkompetente Handlung ihm das Leben nahm. Es ist keine Frage, dass das, was C. Murray in seinem Schlafzimmer tat, völlig inkompetent, rücksichtslos – es war einfach völlig inakzeptabel. Er hatte dieses gefährliche Anästhetikum Propofol, welches sicher ist, wenn es angemessen angewendet wird, – es wird täglich in jeder Minute in OP-Sälen benutzt, wenn du einen Anästhesisten hast, der weiß, was er tut, dann ist es wirklich sicher – wenn du Überwachungsausrüstung hast, das ganze zusätzliche Equipment, falls etwas schief geht, dann ist es wirklich sicher. 
Er hatte keine Übung im Umgang mit Propofol, er hatte nicht das nötige Equipment, er hatte kein Personal, was ihn unterstützte und was er tat war so ausgesprochen inkompetent, dass das nicht einmal zur Debatte steht.
Aber Michael, wie Debbie Rowe aussagte, hatte Vertrauen in seine Ärzte, für ihn waren sie gut ausgebildet, erfahren und sollten wissen, was sie tun. Ich glaube nicht, dass er sich je erträumt hätte,  in der Art, wie es passierte, behandelt zu werden. Aber wie es aussieht, haben Celebrities immer dieses Problem. (Er zählt die Fälle von Elvis, Marilyn Monroe auf) Aber ich denke, es besteht immer das Risiko, dass Ärzte – wie auch andere Personen, wie auch Anwälte, evt. alles tun, nur um in deiner Nähe zu sein – und es kann einem Celebritiy das Leben kosten, wenn ein Arzt die Gesetze verbiegt, nur um mit diesem Prominenten zusammen zu sein. Und das ist, was bei Michael Jackson passierte.


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Beth Karas: Viele Leute missverstehen Michael Jackson…“er hatte jede Menge plastische OPs, …etc“.. es gibt viele Beurteilungen über ihn – sogar AEG nannte ihn einen Freak…“er ist nur ein Abhängiger und er bekam einfach das, was ihm zustand“ und „die Familie hätte mehr tun sollen, hätten intervenieren sollen..“ aber stimmt das?



Tom: Es gab ein paar Familienmitglieder, die ihre Bedenken ausdrückten, und wie Michael genau auf diese Bedenken reagierte,… ich war aber nicht in diese Dinge einbezogen. Was ich weiß ist nur, dass ich wirklich erschaudere bei solchen negativen Kommentaren über Michael. Er war der Welt größtes Genie in der Entertainment Arena, er war Sänger, Choreograf, Tänzer – unvergleichlich. Fred Astaire sagte, er war der großartigste Tänzer, den er je sah, und Michael nahm nichtmal eine Tanzstunde. Du kannst seine Choreografien mit nichts vergleichen, die Risiken, die er einging, die Vorstellungskraft, die er hatte, die Dinge, die er umsetzte – alles was er in den kreativen Dingen tat, war gigantisch und unvergleichlich. Und wenn die Leute ein Genie vor sich haben, jemand, der Dinge sieht, die wir nicht erkennen, Dinge hört, die wir nicht hören, und Dinge tut, die wir nicht tun können, – und dieses Genie dann dafür kritisieren, exzentrisch zu sein, oder anders, finde ich nicht sonderlich akzeptabel. Natürlich leben wir in einer freien Gesellschaft, man kann seine Meinung sagen, aber ich mag nicht diese kleinliche Art, auf die er über Jahre behandelt wurde, weil er exzentrisch und anders war. Er war anders, er war exzentrisch, er war eines der größten Genies der Geschichte und er hatte jedes Recht, exzentrisch und anders zu sein.
Er war kein Freak, er war ein Mensch, der eine sehr ungewöhnliche Kindheit hatte, und in vieler Hinsicht eine schwierige. Er war ein 5-Jähriges Genie, er ging als 5-Jähriger Verträge ein, probte morgens um 3.00 Uhr, wenn andere Kinder schlafen, er unterstütze als 5-Jähriger eine Familie, und wer weiß, welcher Druck auf ihm lag, den dieses kleine Kind nicht einmal verstehen konnte. Er wurde immer von dem Umstand verfolgt, dass diese besondere Kindheit, ihm die Spontanität und die Dinge raubte, die Kinder erleben sollten, aber sein Genie mitentwickelte.


Was die plastische Chirurgie betrifft: Er hatte weit weniger OPs als Hunderte, Tausende Leute in Beverly Hills. Ich kenne Leute, die eine Vielzahl plastischer Ops haben, über die niemand spricht. Michael hatte ein paar OPs, und jeder reitet darauf herum. Er zahlte einen furchtbaren Preis für seinen Ruhm und seine Genialität, er wurde überall kritisiert, weil er anders war und die Leute neidisch sind, und etwas von ihm wollten. Er war definitiv einer der freundlichsten und nettesten Menschen, denen ich je begegnete und ich werde immer sehr liebevoll an Michael Jackson denken. Er war einer der angenehmsten Klienten, die ich je hatte, ein bescheidener, respektvoller Mensch, der immer zuhörte – ich hatte nie einen netteren Klienten. Und man könnte denken, jemand in seiner Position, wäre der schwierigste gewesen. Ich hatte weniger berühmte Leute, die in meine Kanzlei kamen, und versuchten grob, fordernd und schwierig zu sein. Und dieser Mann war der größte Entertainer der Welt, der berühmteste Mensch, und er war einer der freundlichsten und nettesten Menschen, die ich je traf. Ich mag diese negativen Kommentare wirklich überhaupt nicht – aber leider wurde sein Leben von diesen Kommentaren begleitet, und im Tod wird er immer noch auf diese Art attakiert. Das ist sehr traurig.

Beth Karas erzählt dann eine kleine Geschichte von einem Bekannten von ihr, der Michael einmal auf einem Lunch mit E. Taylor traf. Michael kam zu diesem Lunch und brachte dafür Elizabeth ein wertvolles Geschenk (ich glaube Schmuck) mit – und sie nimmt das als Beispiel dafür, wie großzügig und freigibig Michael war. 
Tom Mez erzählt dann nochmal, wie er vor dem 2005 Prozess im St. Barbara County versuchte, mit den Leuten in Kontakt zu kommen, um daraus zu entnehmen, was die Leute da über MJ dachten, was wichtig für die Juryauswahl war…etc..

Ab 21.00 geht es dann wieder um Murray.


Beth Karas: Conrad Murray wird wohl noch diesen Monat entlassen, um den 20 herum..


Tom: Sie werden von mir keine positiven Dinge über Murray hören.


Beth Karas: Ich hörte ein Interview mit einer Anwältin von Murray, und sie hofft, dass er seine Lizenz wieder bekommen wird. Sollte er je wieder praktizieren?


Tom: Das denke ich nicht, er sollte seine Lizenz nie zurückbekommen. Was er tat war absolut erbärmlich, selbstsüchtig, inkompetent und er bekam, was er verdient hat. Er ist verurteilt und ihm wurde seine Lizenz entzogen, in wenigstens 2 Staaten, und ich hoffe, er bekommt sie nicht zurück. Ich bin ein vergebender Mensch, und ich glaube, dass Menschen wieder was gutmachen können. Aber ich spüre bei dieser Person keine Reue, keine Verantwortungsübernahme, er scheint MJ für alles zu beschuldigen, was mit ihm passierte. Realität ist, dass Michael Jackson ihm die größte Chance seiner Karriere gab. Michael beschäftigte ihn und ging zu AEG, damit sie ihn als seinen Arzt einstellten, was die Jury heute bestätigte, und er hätte einen hohen Lohn dafür bekommen, mehr, als er je zuvor verdiente. Er wäre Teil des größten Comebacks der Entertainment-Welt geworden, er wäre mit nach London gereist – er bekam durch Michael eine Chance, von der er nie geträumt hätte. Und anstatt diese Chance gut zu nutzen, wie es ein kompetenter Arzt getan hätte, war er eingenommen von seinen Freundinnen, seiner Position, von dem Geld, was er verdienen würde und verletzte seine ethischen Pflichten als Arzt. Und er scheint niemals eine Verantwortung zu übernehmen, er beschuldigt immer Michael Jackson für seine inkompetente medizinische Behandlung. Und ich denke wirklich nichts gutes über ihn.



Beth Karas: ..aber es gibt Menschen, die sagen, er hätte als Mörder verurteilt werden müssen, und vielleicht hätte er dann mehr als 4 Jahre bekommen.


Tom: Ich wurde schon vor Murrays Prozess gefragt, was ich über eine Anklage für Mord halte. Ich weiß, dass Familienmitglieder und Fans ihn deshalb belangt haben wollten und dass eine entsprechende Strafe verhängt werden würde, ich denke, so wie Mord zweiten Grades im kalifornischen Gesetz definiert ist, hätte er deswegen verurteilt werden können, aber das Problem damit war – und ich weiß das als Verteidigungsanwalt – in dem ich oft Fälle ausnutze, die zu hoch angesetzt (overcharged) sind. Was ich oft mache, wenn jemand mit vorsätzlichem Mord beschuldigt wird, wenn es nur Körperverletzung (o.ä) war, dann versuche ich der Jury zu erklären, dass die Staatsanwaltschaft ihre Macht missbraucht und greife ihre Glaubwürdigkeit an.
Und ich hatte Bedenken, dass wenn man CM für Mord anklagen würde, man damit einige Jurymitglieder auf seine Seite bringen könnte, dass man dadurch Sympathien für ihn erreichen könnte. Ich dachte nie, dass C. Murray je beabsichtigte, Michael Jackson zu ermorden. Es macht keinen Sinn, dass er beabsichtigte, MJ umzubringen. Weil wie ich sagte, war das die größte Chance seiner Karriere. Teil dieses Comebacks zu sein, nach London zu gehen und bei Michael zu sein. Ich glaube nicht, dass er es mit Absicht tat. Ich glaube er war ein Stümper, einfach ein selbstsüchtiger, narzistischer Mensch, der sich amüsierte Teil von diesem Event zu sein, und seine Verantwortung als Arzt vergass. Und diese Pflichtvergessenheit verursachte Michael Jacksons Tod.
Er hat seine Lizenz verloren und ist ins CountyJail gekommen, dem übelsten Gefängnis – ich bin nicht froh, dass er entlassen wird, aber ich denke, er wurde angemessen bestraft – egal, wo er hinkommt, werden die Leute wissen, wer er ist „Das ist der Mann, der den Tod von Michael Jackson verursachte“. Bis er Verantwortung übernimmt, und versucht, sein Verhalten zu verändern habe ich nur Verachtung für ihn. Für einen gut ausgebildeten Arzt, für einen von Patienten und Leuten, die wußten, dass er mit Michael Jackson in Verbindung stand, angesehenen Menschen so tief zu fallen, ist schon ein Absturz. Ich hoffe, dass er seine Attitüde verändert, wenn er aus dem Gefängnis kommt, ich hoffe, er gesteht seine Verantwortung ein und seine Pflichtvergessenheit ein, und ich hoffe, er fängt an, sich menschlich zu verändern – aber ich bezweifele das.



Beth Karas: Was kommt jetzt in diesem Fall als nächstes? Ich hörte von Rechtsanalytiker, dass es eine Berufung geben würde. Wenn sie dort beraten sollten, würden sie empfehlen, in Berufung zu gehen?


Tom: Ich habe mit einigen der Anwälten der Kläger gesprochen, ich weiß was sie tun werden – sie gehen in Berufung. Man muss bedenken, dass, bevor die Sache zur Verhandlung kam, bestimmte Punkte rausgeworfen wurden, ..Punkte von denen der Richter sagte, es gäbe nicht genügend Beweise, sie an eine Jury zu geben. Und solche Punkte werden sehr oft in einer Berufung neu betrachtet. Deshalb habe ich keinen Zweifel daran, dass die Klägeranwälte – die sehr kompetent sind, -in dem Fall gab es tatsächlich auf beiden Seiten kompetente Anwälte – ich denke sie werden definitiv Berufung einlegen, wegen vielen der Entscheidungen des Richters, und werden versuchen, diese Dinge doch vor eine Jury zu bringen.


Beth Karas: Dann ist es nicht vorbei, dann gibt es einen weiteren Prozess.


Tom: Korrekt.



Beth Karas: Denken sie, es gibt da wirklich eine Chance?


Tom erklärt, dass er bis auf das Abschlussplädoyer nicht selbst im Gericht anwesend war, weil er auf der Zeugenliste stand…



Beth Karas: Wer zahlt Brian Panish?


Tom: Ich kenne nicht die Absprachen dort, aber normaler Weise arbeiten Klageanwälte wie Panish auf „Erflogsbasis“ – sie werden nur entschädigt, wenn sie für ihren Klienten etwas erreichen. Ich weiß nicht, was hier vereinbart wurde, weil ich in dem Fall kein Anwalt war. Aber für einen solchen Fall wäre das eine typische Vereinbarung. Sie übernehmen die Kosten, und werden nicht bezahlt, bis sie etwas erreichen.



Beth Karas: Haben sie Kontakt zu Katherine Jackson und der Jackson Familie?



Tom: Ich sprach mit Katherine beim Abschlussplädoyer letzte Woche. Ich sah sie dort und umarmte sie und danach gingen wir in einen privaten Raum im Gerichtsgebäude. Susan Yu war auch mit dabei, wir hatten ein angenehmes Gespräch mit Katherine und ihrer Tochter Rebbie, sie sind wunderbare Menschen, und ich halte viel von beiden und wünsche ihnen das Beste, und es tut mir Leid, dass sie gestern diese Enttäuschung erfuhren. Aber das Leben hat Hochs und Tiefs, und sie können in Berufung gehen und es noch einmal versuchen.





D for daddy

Beth Karas: Was ist mit Michaels Kindern? Wie geht es ihnen?


Tom: Ich habe sie seit einiger Zeit nicht persönlich gesehen, ich gab ein Interview für einen Film über Michael, etwa vor einem Jahr, wo ich sie sah und danach lud Katherine mich zu einem Kinderkrankenhaus ein, wo einige Zeichnungen von Michael gespendet wurde, und ich traf sie da, und sie sahen wunderbar aus, es sind einfach wunderbare Kinder, sehr gut erzogen, einfach sehr liebenswerte Menschen. Aber jetzt habe ich keinen persönlichen Kontakt mit ihnen. Ich hörte, es geht ihnen gut, anscheinend hatte Paris einen sehr traurigen Rückfall, aber anscheinend – so wie mir gesagt wurde – geht es ihr wieder viel besser – es sind wundervolle Kinder.

Ihren Vater zu verlieren war ein Schlag – er war einer der wundervollsten Väter, die je diesen Planeten beehrt haben. Ich sah, wie er mit seinen Kindern umging und ich weiß, wie liebevoll und fürsorglich und beschützend er war. Ich weiß, dass sie für ihn das Licht seines Lebens bedeuteten, sie waren das Wichtigste in seinem Leben. Und ich glaube, einer der Hauptgründe für ihn, ein Comeback zu machen war auch, die Kinder abzusichern. Er tat das zum Großteil für seine Kinder und seine Familie. Michael war ein sehr großzügiger, gebender, liebevoller Mensch. Liebe war Teil von sovielen Aspekten seines Lebens, besonders wenn es um seine Kinder ging, die er einfach verehrte.
Ich hoffe, sie werden es in ihrem Leben gut machen. Es muss so ein Schlag für sie gewesen sein, diese geschützen Raum zu verlassen, den Michael ihnen gab, und ihn plötzlich zu verlieren und unter einem Mikroskop zu sein, egal wo sie hinkamen, das war alles andere als einfach. Ich hoffe, es geht ihnen gut, es sind wunderbare Kinder – und mit Katherine und Rebbie zu sprechen war wunderbar.

Übersetzung: MvdL

Seth Riggs (Vocal Coach) spricht über Michaels Stimme und seine Zeit mit Michael

Seth Riggs – Zitate und Geschichten aus verschiedenen Interviews:

Text and video in english: http://www.mjjcommunity.com/forum/threads/123296-Seth-Riggs-touching-memory-about-MICHAEL

Ich war 22 Jahre mit Michael zusammen. Er war eine sehr sanfte Seele. Er war wirklich ein Genie, soweit es die Bewegungen seines Körpers betrifft. Und was seine Stimme angeht: er hatte einen Stimmumfang von 3,5 Oktaven. Zusammenhängend. Er konnte Falsetto benutzen, oder auch nicht, er war ein so talentierter Mensch. Als wir Thriller machten, wollte Quincy Jones, dass wir zwei Stunden täglich, 6 Tage die Woche arbeiteten. Und ich sagte: “Q, das ist zu viel, zwei Stunden (einsingen) und dann fängt er mit dem Gesang an.“ Er sagte: “Du wirst wissen, wie ihr das hinbekommt.” Ich sagte: “Ich hoffe es.” Wir mussten also sehr vorsichtig mit seiner Stimme umgehen, damit seine Bruststimme und Kopfstimme in Verbindung blieben, und ihn nicht zu sehr fordern, denn er würde nach zwei Stunden Einsingen erst richtig anfangen, die Lieder zu singen. Michael war sehr schlank, aber er war sehr stark. Seine Muskeln waren wie „Sprungfedern“. Obwohl er Vegetarier war – gelegentlich aß er mal Fleisch, aber überwiegend war er Vegetarier – hatte er einen wunderbaren Körperbau (physische Vorraussetzungen..) zum Tanzen. Und immer wenn er tanzte, dann setzte er seinen ganzen Körper ein. Der Moonwalk… er sagte, jeder gibt mir Credits dafür, aber ich habe ihn nicht erfunden, ich mache es nur länger, als die Leute, die ihn erfunden haben.

Studio

Er war Peter Pan. Deshalb nannte er seine Ranch Neverland-Ranch. Und als ich mit Michael das “Speech Level Singing Childrens Camp” anfing… wir machten das zusammen, und es kam jeden Sommer ein großer Bus, mit Eltern und Kindern, 150 – 200 Leute. Er hatte Boxautos, ein Riesenrad, ein Zug, der um sein Grundstück fuhr. Wenn Essenszeit war, saßen wir unter den Bäumen, und 8 -10 Köche servierten für jeden das Essen. Er hatte ein Kino, und davor, in der Lobby, gab es alle Arten von Süßigkeiten, Eis, Schokolade, alles was es gibt. Und er sagte zu den Eltern: “Bringt kein Geld mit. Wir haben hier keine Verwendung für euer Geld. Das alles steht den Kindern zur Verfügung. Ihr könnt soviel von allem haben, wie ihr wollt, aber passt auf, dass ihr euch nicht krank esst.” Die Eltern kamen dann, weil ich da saß und das oft beobachtete, und sagten: “Wo sind wir hier? Was ist das für ein Ort? Ich antwortete: “Das ist eure Kindheit. Das ist das, was eure Kinder gerade erfahren, und das, was ihr auch erleben könnt. Deshalb ist es anders hier.” So war die Neverland-Ranch, das Zuhause von Peter Pan.

Ich unterrichte schon 53 Jahre, aber ich traf nie jemanden wie ihn. Er war einfach anders. Wir waren in der obersten Etage eines Hotels in Liverpool und er sagte: “Komm schnell her!” Und ich rannte hin “Was ist, was ist los?” “Sieh dir diese Wolke an! Ist das nicht die schönste Wolke, die du je gesehen hast?” Wir sehen immer zu Wolken, aber wir achten nie darauf. Er war ein so erstaunlicher Mensch! Wann immer jemand Probleme hatte – er würde ihnen versuchen zu helfen. Ein Verrückter steckte seinen Sohn in ein Motelzimmer, und zündete den Raum an. Der Mann war verrückt. Der Junge hatte schlimme Verbrennungen. Der Vater wurde festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Als Michael darüber in der Zeitung las, stieg er sofort in ein Flugzeug und ging in das Krankenhaus, in dem der Junge war. Er war völlig mit Verband umwickelt, da war nur noch ein kleines Loch frei, wo der Mund war, damit er sprechen konnte. Und es gelang ihm, zu Michael zu sagen – der an seinem Bett saß – “Ich weiß nicht, was ich tun soll, was soll ich jetzt bloß machen.” Und Michael sagte zu ihm: “Hab keine Angst. Ich werde mich um dich kümmern, dein ganzes Leben lang.” Und das tat er…

 

(Auszüge aus diesem Interview – übersetzt von Achildsbliss)

Michael ist, wie jeder weiß, ein phänomenaler Performer. Diese ganze Tanzerei 20, 22 Stücke hindurch, dazwischen vielleicht ein paar Balladen, also habe ich mit ihm in der Regel seine Stimme 3x täglich trainiert, bevor er auf die Bühne ging, wenn wir es dann am Nachmittag übten, sagte ich ihm, was er besser machen könnte und zeigte ihm seine Fehler, und dann übte er es so lange bis es Bingo machte und dann klappte es.

…das erste Treffen war so: Ich kam zum Haus, ging zur Haustür, aber ein Schreiner, der gerade am Arbeiten war, sagte zu mir: “Nein, wir bauen gerade eine neue Treppe, wir müssen übers Dach.“ „Was?“ „Wir müssen übers Dach!“ Und er nahm eine Leiter, ich krabbelte die Leiter hoch, lief über einen Teil des Daches und da gab es eine Tür. Ich klopfte an und eine Stimme rief: “Hallo“. Ich fragte:“Bist du das, Michael?“ „Ja, komm herein.“ Also ging ich rein und sah ihn wie er einen Schimpansen an den Hinterbeinen hochhielt, der einen Pyjama trug und dem er gerade eine Windel anzog. Das war das erste, was ich von Michael sah.

Michael and Bubbles

Und ab da traf Ich ihn immer in seinem Schlafzimmer, denn da fühlte er sich sehr wohl und da hatte er auch viele Spielsachen und solche Dinge um sich. Er hatte 2 Zimmer, dort hatte er lebensgroße Puppen und so was, ein Mädchen und ein Junge , sie saßen auf dem Schrank und sahen zu ihm runter. Pinocchio hing an der Treppe des Balkons und wenn man ihn berührte, bewegte er Arme und Beine. Wenn ich mit Michael dann am Piano saß, um zu proben, kam der Schimpanse, tippte ihm auf die Schulter und schubste Pinocchio an, der sich dann auf und ab bewegte, dann tippte der Schimpanse mich an der Schulter, Michael fand das immer alles sehr lustig und so wurden unsere Übungen von Tieren, die ständig rein und raus liefen, immer wieder unterbrochen.

Da gibt es so viele (Erinnerungen). Die meisten haben mit seinem Herzen zu tun. Er hatte ein großes Herz. Er ging überall hin, wo jemand in Not war. Er ging hin und gab Geld, um das zu kaufen, was sie brauchten, um ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.

Es gibt so viele Dinge über Michael, die die Menschen nicht verstehen. Er würde niemals einem Kind wehtun, niemals. Vielleicht würde er ihnen zu viel Popcorn geben oder zu viel Eis, auf der Ranch gab es überall diese Riesentöpfe Häagen Dazs –Eis, das gab es da schon zum Frühstück. All die Jahre nahm er so viele Kinder mit ihren Eltern auf Neverland auf. Und viele Eltern fragten mit Tränen in den Augen:“Wo habt ihr uns hingebracht?“ Und wir sagten: “Wir brachten euch zu eurer Kindheit, wir brachten euch nach Neverland! Das ist wo Peter Pan lebt!“

Bambin Gesu children Hospital rome 88

Am 22. Mai 1988 besucht Michael die Krebsstation des Bambin Geso-Kinfderkrankenhaus in Rom

Bei nahezu jeder Station seiner Bad-Welttournee besuchte er Waisenhäuser und Krankenhäuser. Gerade ein paar Tage zuvor in Rom besuchte er das Kinderkrankenhaus Bambin Gesu, verteilte dort Geschenke, machte Fotos und signierte Autogramme. Bevor er ging, sagte er eine Spende von über 100.000 $ zu.

Vor und nach seinen Konzerten ließ er benachteiligte und kranke Kinder zu sich hinter die Bühne bringen. „Jeden Abend kamen Kinder auf Tragen. Sie waren so krank, dass sie kaum ihre Köpfe halten konnten, Michael kniete sich vor die Tragen und legte seinen Kopf ganz dicht an den der Kinder, sodass er ein Foto mit ihnen machen konnte und schenkte ihnen dann einen Abzug davon, damit sie sich an diesen Augenblick später erinnern konnten. Ich konnte damitnicht umgehen. Ich ging ins Badezimmer und weinte. Die Kinder lebten in seiner Gegenwart auf. Wenn er ihnen damit ein paar Tage Energie schenkte, war es Michael das wert.

(Seth Riggs, zitiert von Joe Vogel in „Earth Song-Inside Michael Jacksons Magnum Opus“)

Noch mehr Zitate

(aus versch. Quellen, von Seth Riggs über Michael)

Er bewunderte die Jugend. Niemals sah ich ihn ein Kind schlecht behandeln. Niemals! Aber nachdem sie Neverland überfallartig durchsucht hatten, sagte Michael zu mir: „Sie haben mein Heim ruiniert, sie sind darüber hergefallen und haben alles aufgeschlitzt, um etwas zu finden, was sie niemals finden können, weil es nicht existiert. Ich glaube nicht, dass ich jemals zurückkehren möchte.“ Sie marschierten mitten in seinen Traum. Aber sein Traum war real.“ (Quelle: A Life For Love)

Wissen Sie, da war so ein Moment. Ich spielte am Klavier und er stand direkt neben mir. Plötzlich streckte er seine Hände aus und blickte nach oben. Es schien mir, als sei dies sehr wichtig für ihn. Deshalb verließ ich den Raum und drehte das Licht aus. Nach einer halben Stunde kam ich zurück in das Zimmer. Er flüsterte: „Danke, für meine Begabung. Danke für alles, was ich bekam. Danke für all die Menschen, die mich lieben. Sag mir, was ich tun soll und ich werde es tun.“ Es erschien mir wie ein Moment, in dem er sich mit Gott austauschte.“

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Über Michaels Stimme:

(Auszüge aus: The Voice – Interview M. Danzer mit Seth Riggs)

Vor allem muss man wissen, dass Michael einen unglaublich großen Stimmumfang hat. Er kann über rund drei Oktaven singen und zwar durch alle Register, ohne dabei ins Falsett zu verfallen. Die meisten Gesanglehrer singen ab einer gewissen Tonhöhe im Falsett, aber ich habe eine Technik entwickelt, mit der man bis zum F”’ und zum G”’ gelangen kann – Michael macht das, und sogar sehr gut. Ich lasse ihn sich einsingen und dann schafft er es von der Stimmlage eines Baritons zum G”’. D.h. Er singt höher als die Königin der Nacht in der Zauberflöte. Michael schafft das und er tanzt sogar dabei. Für seine Aufnahmen braucht er nicht so hoch zu singen, aber es ist sehr wertvoll für ihn, dass er all diese Noten mühelos erreicht, denn so kann er seinen Gesang an die Energie anpassen, die er ins Tanzen steckt.

Wer gut singen will, muss richtig singen und man muss den Künstler davor schützen, sich gefährlichen Einflüssen auszusetzen und seine Muskeln stärker zu beanspruchen, als eigentlich erforderlich ist. Daran arbeite ich mit Michael. So kann er seine Lieder besser interpretieren und das Publikum kann die Texte besser verstehen, denn die Wörter enthalten mehr reine als deformierte Vokale. Wenn man beim Singen mehr Muskeln einsetzt als nötig, werden die Vokale verzerrt und niemand versteht, was man singt. Michael weiß das alles genau. Ich wünschte mir, dass Michael ein Klassik-Album macht. Ich weiß nicht, ob seine Fans das akzeptieren würden. Aber was für Möglichkeiten sich da auftun!

Diese kleinen „Yeeps“, „Ow“ und sein berühmtes „aaAAOOoww“ -dafür muss man ausgehend von der Bruststimme ein hohes Register erreichen, aber ohne Bruch. Es handelt sich nicht um einen Schrei und man kann es machen, ohne seiner Stimme zu schaden. Michael verwendet seine Stimme wie ein Schlaginstrument. Wenn man mit Leuten arbeitet, die Besonderheiten hinsichtlich ihrer Stimme oder ihrer Tanztechnik aufweisen, muss man ihnen helfen mit geringstmöglicher Anstrengung den bestmöglichen Klang zu erzielen, und dabei dafür sorgen, dass die persönliche Note erhalten bleibt. Wenn man das nicht tut, klingen letztlich alle gleich.

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Man muss eine gut trainierte Stimme haben, um die verschiedenen Gefühle, Nuancen und Klangfarben hineinlegen zu können. Wenn die Stimme nicht frei und ausgewogen ist, kann man sie nicht an die verschiedenen Songs, die man interpretiert, anpassen. Darum singt Michael Bariton und das sogar sehr hoch, er kann auch Tenor und sogar Sopran singen, er hat eine fantastische Stimme, die er geschickt einsetzt. Er hat seine Stimme nie verloren. Er wird älter, aber das hat keinen Einfluss auf seine Stimme.

Worüber die Medien nicht (oft) berichten: Michael Jackson, der Mensch und Humanitär.

Sensation erlangt Aufmerksamkeit. Worte wie „bizarr“ und „Freak“ stammen aus zirkusähnlichen Shows, in denen man sich über Missgeschicke lustig macht. Wiederhole etwas oft genug, und die Leute fangen an, es zu glauben. In dem man solche und ähnliche Tricks anwendete, benutzten die Medien Jackson zu ihren eigenen Gunsten. Und während sie sich über seine Hautfarbe, sein Gesicht oder über seine Vaterschaft ausliessen, blieb die wirkliche Geschichte – über Michael Jackson, den Humanitär – unerzählt. (The Man Behind The Myth *1)

Happy

Brad Sundberg über Neverland: “Michael Jackson baute Neverland wirklich für Kinder, die Kinder der Welt. Leider ist es nur nicht möglich, dass alle Kinder der Welt Neverland erleben konnten, aber ich möchte sagen – und das ist etwas, was ich mit großer Leidenschaft tue – denn ich habe es mit eigenen Augen gesehen-, wenn Michael Kinder dort hatte, kranke Kinder, Kinder von Make A Wish, sprach Neverland für sich selbst, weil es so ein erstaunlicher Ort war, aber zusätzlich gab Michael noch seine Zeit, er war dort und machte eine Führung. Er fuhr das Golf Cart und erzählte den Kindern Witze. Er war mitten drin beim Wasserballon-Kampf. Er war mit auf den Karussells, sagte dem Bediener, er solle es schneller und schneller laufen lassen. Es ist eine Sache, etwas zu bauen und dann zu sagen: „Ok, kommt alle her und geniesst es. Ich bin zu beschäftigt.“ Und es ist eine andere Sache, die Ärmel hoch zu krempeln, und bei allem mit dabei zu sein, und das ist, was ich sah. „Also, ich war dort, und ich habe 4 Töchter, 4 wunderbare, gesunde Töchter. Ich kann mir nicht das Leid vorstellen, was Eltern spüren, wenn ihr Kind krank ist und es nichts gibt, was daran noch etwas ändern könnte. Aber Michael…ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, es ist ein schwieriges Thema. Es ist so leicht für uns, uns zurückzulehnen und zu denken: „ja, zu traurig, da sind kranke Kinder im Krankenhaus aber ich bin hier und kümmere mich um meine Sachen.“ – Aber Michael ging zu diesen Kindern hin. Michael öffnete sein Zuhause und es war herzerweichend, ich sah kleine Mädchen und kleine Jungs in Rollstühlen, die von ihren Eltern oder von Michael in die Karussells gehoben wurden. Er hatte ein Karussell – Michael hatte eine Kutsche in ein Karussell einbauen lassen, für Kinder, die nicht kräftig genug waren, um auf einem Pferd oder einem der anderen Tiere zu sitzen, du konntest sie auf eine Bank setzen und sie konnten damit fahren, und es war nicht so schwer, wie wenn man sich auf einem Pferd festhalten muss. Das sind diese Dinge… das ist das wirkliche Leben. Das kleine Mädchen, was am Karussell vor mir sitzt, wird in 3 oder 4 Wochen wahrscheinlich nicht mehr bei uns sein und das ist ihr letzter Wunsch – auf Neverland bei Michael zu sein. Das ist eine (emotionale..)Last, die man mit sich trägt und das sind diese Dinge — und ich arbeitete mit vielen Leuten zusammen, die viel Geld gemacht haben und es verpulvern, es für Parties verpulvern – Neverland so zu erleben, wozu es wirklich geschaffen war und seinen Traum lebendig werden zu sehen und zu sehen, welchen Einfluß es auf Kinder und Familien hatte… Ich werde immer den größten Respekt für Michael haben und ich bin sehr stolz, Teil des Teams gewesen zu sein, das Neverland Wirklichkeit werden lies. Es war wie kein anderer Ort auf der Erde.” (-Brad Sundberg “A Place in Your Heart” BlogTalkRadio, September 2, 2013 – via Marcela Torres)

Al Scanlan -Angestellter auf Neverland: “Was ein Tag auf Neverland an Eindrücken bei den kränklichen Kindern aus den Stadtzentren hinterlies, ist unbeschreiblich. Um Mr.Jackson zu helfen seinen Traum für diese Kinder wahr werden zu lassen, Teil dieser Magie und den bleibenden Erinnerungen dieser Kinder zu sein, war ein Segen. Ich muss leider sagen, dass trotz der vielen Bilder und Geschichten von Neverland, die man im Internet findet, keiner wirklich vermitteln kann wie ein Tag auf Neverland wirklich war. Das ist etwas was man selbst erleben muss….Ich liebte meinen Job auf Neverland. Es war mein Job, den grössten Entertainer der Welt zu unterhalten. Wieviele Leute können das sagen?  Michael Jackson, der Mensch: Liebevoll, mitfühlend, ungekünstelt, ein Witze-macher und ein unbeschreiblicher, liebevoller Vater. Während meiner 15 Jahre auf Neverland, hatte ich viele lange Gespräche mit Mr. Jackson über Neverland, oft saßen wir an einem Tisch unter einer großen Eiche. Wenn man in seine Augen sah, seine Stimme hörte, blieb kein Zweifel daran, dass diese wohltätige Arbeit eines der wichtigsten Dinge seines Lebens war. Mit der Zeit, denke ich, dass die Bedeutung dieser magischen Tage mit den kranken Kindern wieder den Weg in Michaels Herz gefunden hätte. Die Briefe von Ärzten und Schwestern der Kinderkrankenhäuser, die Briefe der Eltern über die Erinnerungen ihrer Kinder an den Neverland-Trip, machen sehr deutlich, wie wichtig diese wohltätige Arbeit Mr. Jacksons durch Neverland war.”

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Michael: “Weißt du, du musst handeln und ich denke, es ist wichtig, soviel zu tun, wie du kannst. Wenn ein Mensch nur einem Kind hilft … nur einem einzigen Kind hilft… wäre schon so viel getan. Weißt du, wenn du das tun würdest, das wäre wunderbar, nur einem einzigen Menschen zu helfen, wäre wunderbar. Es ist ein großer Schritt vorwärts, denn … es gibt viel zu tun, und Kinder auf der ganzen Welt sind in solcher Not. Ich fühle mich so rein, wenn ich das tun kann. Ich fühle, dass Gott applaudiert, das fühle ich wirklich. Ich fühle, dass ich das getan habe, wozu ich auf dieser Erde bin. Ich bin verpflichtet, diese Dinge zu tun, das fühle ich.” (-Michael Jackson, Signature series)

Frank Dileo (Michaels Manager während der Bad Tour): „Als wir in Europa während der Bad Tour waren, gingen wir in jeder Stadt, in der wir waren, in ein Kinderkrankenhaus und kauften ihnen neues Equipment. Nicht nur in ein Krankenhaus,während der ganzen Tour, sondern in jeder Stadt! Da gab es einmal einen kleinen Jungen, der im Sterben lag und dieser Junge wollte Michael kennenlernen. Und Michael ging hin. Das Kind strahlte, es war erstaunlich. Ich stellte mich in eine Ecke, ich weinte, ich konnte das nicht ertragen und Michael kam zu mir, legte seinen Arm um mich und sagte: „Du musst wissen, Frank, das ist unser Job außerhalb der Bühne. Es ist unser Job, jemandem ein gutes Gefühl zu geben.“ Daran glaubte er, daran glaubte er absolut.“ (The Man Behind The Myth *2)

David Nordahl (Maler und 20 Jahre mit Michael befreundet): “Ich erzähle dir etwas über die erste Nacht, in der ich bei einem Konzert in Denver dabei war. Wir hatten zuerst diese haarsträubende Fahrt in drei Vans zum Stadion. Als wir dort ankamen gab es einen Bereich, backstage, der abgetrennt war. Es gab dort solche Metallrohre mit blauen Vorhängen daran. Und ein großes Schild sagte „Absolut kein Zutritt“. Und dann war dort eine Reihe Kinder in Rollstühlen und mit Beatmungsgeräten und all solchen Dingen. Das waren Kinder der Make A Wish Foundation. Michael ging schnurstracks in diesen Bereich und blieb dort während der gesamten Zeit, bis er auf die Bühne musste, bei diesen zum größten Teil sterbenskranken Kindern. Und in dieser ersten Nacht ging backstage etwas vor sich, und ich fragte Chuck, und er sagte, einer dieser Jungen sei gestorben. Und Michael ging von dort zu allen, die mit ihm performten, um ein Gebet zu sprechen, und danach ging er raus auf die Bühne. Nach dem Konzert fragte ich Michael. Ich fragte: „Wie kannst du das aushalten?“ Wie kannst du diese armen Kinder sehen und dann von dort auf die Bühne raus gehen, und auftreten?“ Und er sagte: „Wie könnte ich es nicht tun? Wenn ich das Leben eines Kindes nur für eine Stunde, einen Tag, eine Woche oder einen Monat verlängern kann, warum sollte ich das nicht tun?“ Das war die ganz einfache Antwort. Weißt du, er hatte soviel Mitgefühl für kranke Kinder, und todkranke Kinder – diese ganze Ranch war darauf ausgerichtet. Er hatte einfach so viel Mitgefühl. Wenn eine Mutter anrief und sagte, sie habe ein sterbenskrankes Kind – Michael lies alles fallen und ging dorthin. Und er lies etwas dort bei dem Kind, einen Handschuh, oder etwas anderes. Und er sagte dem Kind: „Ich komme in zwei Wochen wieder.“ Und ich denke, es war absolut beeindruckend, wie er das Leben einiger Kinder nur dadurch verlängerte, indem sie darauf warteten, dass er wieder kam. Und er sagte zu mir – er sagte: „Ich bin nur ein Mensch – aber Michael Jackson, der Entertainer, bedeutet diesen Kindern sehr viel.“

(über „healing-power”): “Er hat das Leben von Kindern verlängert, und er tat alles, was er mit dieser Kraft tun konnte. Und all die Operationen, die er zahlte, all die Krankenhausrechnungen – und er half auch den Eltern. Michael sprach nie über diese Dinge. Du musstest es von jemand anderem erfahren. Denn Michael glaubte, wenn du eine gute Tat vollbringst, und dann darüber sprichst, verliert die Tat an der Bedeutung die sie hatte, weil es von deinem Herzen kam. Deshalb schwieg er immer über diese Dinge – über diese guten Taten, die er vollbrachte.” (-David Nordahl, „A Place In Your Heart“ BlogTalkRadio, September 2013)

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Kenny Ortega: „Ich war mit Michael in Osteuropa und als wir aus dem Flugzeug stiegen fragte er mich, ob ich lieber ins Hotel oder mit ihm ein Kinderheim besuchen möchte. Bevor er ins Hotel ging, ging er in ein Kinderheim. Ich erinnere mich daran, wie er hineinging und wie er sich umschaute. Er war sehr still. Die Konzertveranstalter waren dabei und die Situation in dem Heim war sehr trostlos. Und ich sah ihn mit jemandem flüstern, dann mit einem anderen und er ging zu den Kindern und befasste sich mit ihnen und später fand ich heraus, dass er jemandem zugeflüstert hatte: „Dieses Heim wird umgebaut werden, es wird neue Betten und saubere Laken bekommen, es werden mehr Leute hier eingestellt, die sich um die Kinder kümmern, oder ich werde nicht auftreten!“ (The Man Behind The Myth *3)

Seth Riggs (Michaels Vocal-Coach): Jede Nacht (vor einem Konzert) kamen Kinder auf Tragen, so krank, dass sie fast nicht den Kopf heben konnten. Michael kniete neben sie hin und hielt sein Gesicht neben ihres, damit ein Foto von ihnen zusammen aufgenommen werden konnte, was er ihnen als Erinnerung an diesen Augenblick gab. Ich bin ein 60-Jähriger Mann, und habe das nicht verkraftet. Ich musste ins Badezimmer und weinen. Aber Michael konnte das tun, kurz bevor er raus auf die Bühne ging. Die Kinder blühten auf in seiner Anwesenheit. Wenn es ihnen ein paar Tage mehr Energie gab, war es das für Michael wert. Während der Tour, in den Nächten in denen es kein Konzert gab, ging er in Spielzeuggeschäfte, und kaufte 10 von diesem und 10 von jenem. Dann blieb er die ganze Nacht auf, und setzte die Batterien in die Spielsachen ein und versicherte sich, dass sie funktionierten, damit er sie am nächsten Tag hinter der Bühne den Kindern geben konnte.

Howard Bloom: Schauen Sie, ich bin ein Atheist, aber Michael war es nicht. Er glaubte, er war ein Geschenk Gottes. Er glaubte, ihm seien Talente und seltene wunderbare Eigenschaften gegeben, die bei uns zerbrechlichen menschlichen Wesen nur selten vorkommen. Er glaubte, weil Gott ihm dieses große Geschenk gemacht hatte, diese Wunder, dieses Erstaunen und die Ehrfurcht mit seinen Mitmenschen teilen zu müssen. Aber im Gegensatz zu anderen großzügigen Menschen – Bill und Melinda Gates zum Beispiel – war diese Sache bei Michael nicht nur ein “Teilzeit- Ding”. Das Bedürfnis, anderen zu geben war in jedem Atemzug Leben, an jedem einzelnen Tag, in ihm lebendig. Michael Jacksons ganzes Leben war das Empfangen und Geben, und der ganze Zweck des Empfangen war, das er geben konnte. Er arbeitete mit jeder Zelle seines Körpers, um dieses erstaunliche Geschenk an seine Mitmenschen weiterzugeben. Die Anerkennung des Publikums wurde Michael’s Verbindung zu anderen, seine tiefste Verbindung, sehr viel tiefer als Familie und Freunde (auch wenn diese unerlässlich sind) und viel heilsamer.“

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Michael über Bella Farkas, ein Junge aus Ungarn, der eine Lebertransplantation brauchte: “Das bin ich mit Lisa Marie in einem Krankenhaus in Budapest. Ich sah diesen kleinen Jungen, er hieß Farkas und ich fragte die Schwester, was dem Kind fehlt. Sie sagte, dass er eine Leber braucht. Was es auch dazu braucht, ich werde eine Leber für ihn finden! Also wandte ich mich an meine weltweite Organisation. Ich sagte, ich werde nicht aufgeben, ich werde dieses Kind nicht sterben lassen! Ich war so glücklich, als ich den Anruf bekam und sie mir sagten, dass sie eine Leber gefunden haben und er sein Leben bekam!“ (The Man Behind The Myth *4)

David Nordahl: “Er war ein großartiger Kerl. Ausserhalb der Bühne war er einfach ein ganz normaler Typ. Die Leute nennen ihn „verrückt“ und all solche Sachen – Ich weiß nicht, aber mir kam es so vor, als ob er normaler war, als 99% der Leute da draussen.  Wenn er tagsüber draussen war, hatte er einen Hut auf, manchmal hatte er eine Maske an, oder einen Sonnenschirm und die Leute dachten, das sei seltsam. Aber seine Vitiligo – er konnte es sich nicht leisten, dass die Sonne an seine Haut kam , sie durfte sie nicht mal berühren. Die meiste Zeit, wenn ich mit Michael zusammen war, waren wir nachts draussen. Er liebte das, denn er liebte es, draussen zu sein, aber es war wirklich schwer für ihn, tagsüber draussen zu sein, wenn die Sonne schien.” (-David Nordahl, „A Place In Your Heart“ BlogTalkRadio, September 2013)

Teddy Lakis: “Bei seinen Konzerten widmete Michael immer einen Teil den Kindern. Während er Heal The World sang, lud er Kinder jeden Alters und jeder Nationalität zu sich auf die Bühne ein. Kranke Kinder, Kinder mit Behinderungen oder gesunde Kinder – alle waren willkommen. Obwohl er seine kleinen Gäste meist nicht kannte, weil sie vom örtlichen Promoter ausgesucht wurden, war es immer schön zu sehen, wie er mit ihnen umging. Und es war beeindruckend zu sehen, wie die Kinder danach aufblühten.” (-Teddy Lakis, A Life for Love)

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Ron Magill, Miami Zoo, über einen Besuch Michaels 2005: Ich hatte nie einen netteren Gentleman, eine dankbarere Person, mit Kindern die sich so gut benahmen, zu Besuch in meinem Zoo. Es war nicht, was ich erwartet hatte. Ich hatte hier viele Celebrities, und ganz ehrlich, das sind keine Leute mit denen es angenehm ist, zusammen zu sein: Oft sind sie von Body Guards umringt, sie haben diese Attitüde von Selbstgefälligkeit, sie denken, du rollst ihnen einen Roten Teppich aus oder küsst ihnen den Hintern… Er war das komplette Gegenteil. Ich sah ihn an und sagte: „Michael, ich muss ehrlich sagen, wenn mehr Menschen diese Seite von dir sehen könnten, dann glaube ich, dass du nicht annähernd so vielen Kontroversen ausgesetzt wärst, wie du es jetzt die ganze Zeit bist.“ Und etwas, was in meinem Gedächtnis bleibt solange ich lebe ist, dass er mit beiden Händen meine Hand nahm, sie feste schüttelte und sagte: „Niemand wird je wissen, wie es ist, ich sein zu müssen.“ Und ich dachte, er fängt an zu weinen, er hatte diesen Ausdruck im Gesicht. Und das war wirklich eine Lektion für mich: Urteile nie über jemanden auf Grund dessen, was du in den Medien hörst. (The Man Behind The Myth *5)

Dr Patrick Treacy: “Zu denken, dass jemand Stories erfindet, nur um sein Blatt besser zu verkaufen, besonders über jemanden, der so gut zu den Menschen war, wissen sie, das verblüfft mich einfach und es entsetzt mich. Und die traurige Tatsache ist, du musstest nur höchstens 5 Minuten in seiner Gesellschaft verbringen und er vermittelte dir sein totales Ausmaß an Güte. (…)  Was für ein Verlust, und ich denke, es wird lange, lange dauern, bis dieser Planet wieder jemanden auf diesem Niveau bekommen wird, diesem Niveau von Rechtschaffenheit, Spiritualität, Kreativität. Er hatte das alles im Gesamtpaket, wirklich. Da war etwas universelles an ihm. Er war ein Christ im exakten Sinn dieses Begriffs, wenn du weißt, was ich meine. Er war Christ und er handelte sicherlich immer nach christlichen Werten. Und jetzt, das gilt auch für andere sehr religiöse Menschen dieses Planeten, aber viele Leute vergleichen ihn jetzt mit Jesus, und mit der Liebe, die er für die Menschen hatte. Er lebte seinen Glauben, daran gibt es keinen Zweifel. Alles Schlechte, was mit ihm in Zusammenhang gebracht wird, sind nur diese Sachen, die über ihn in den Medien gesagt oder erfunden werden. Und er war wohl so gut, dass es seine Verwundbarkeit war, dass er dazu tendierte, jedem zu vertrauen…”

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Eine Geschichte – von unzählig vielen nie erzählten (zum Foto oben):

Michael mit Daniele Parisi, einem Jungen aus Latina, Italien, bei dem im Alter von 8 Jahren AIDS diagnostiziert wurde. Der Virus wurde ihm von seiner biologischen Mutter übertragen, die HIV positiv war. Daniele war großer Fan von Michael und 1997, als er 14 war, hatte er die Möglichkeit ein Konzert der History World Tour in Mailand, am 18.Juni, anzusehen. An diesem Tag besuchten er und seine Mutter auch Michael in seinem Umkleideraum, wo der Star ihn küsste und umarmte und ihnen für die mitgebrachten Geschenke dankte. Daniele und seine Adoptivmutter sahen das Konzert vom seitlichen Bühnenrand aus an, zusammen mit Debbie Rowe und Luciano Pavarotti.

Während dem Konzert brachte ein Teammitglied Daniele eine große Tasche mit Geschenken und dem Tour Programm. Gegen Ende des Konzerts, während dem Lied Heal The World, ging Michael zu Daniele, der in einem Stuhl sass und nicht selbst laufen konnte, weil er durch seine Krankheit dafür zu schwach war, kniete sich vor ihn hin und überdeckte seine Hände mit Küssen. Dann nahm er ihn auf die Arme und ging mit ihm in die Mitte der Bühne, um ein paar Fotos zu machen.

Nach diesem Erlebnis verbesserte sich Danieles Gesundheitszustand so merklich und schnell, dass die Ärzte von einem Wunder sprachen. Es war so, als hätte Michael ihm ein paar Lebensjahre geschenkt. Daniele begann wieder zu laufen – manchmal rannte er sogar – er ass besser, nahm zu, aber das wichtigste war, dass er wieder Selbstvertrauen hatte und weiter kämpfen konnte.

Leider starb Daniele zwei Jahre später an einer Hirninfektion, verursacht durch eine Grippe. Die wunderbaren Erinnerungen an Michael zusammen mit der liebevollen Betreuung durch seine Mutter, gaben ihm die Stärke, bis zum Ende zu kämpfen.

Hier der Brief, den Antonietta Parisi, die Adoptivmutter Danieles, nach dem Ausgang des Prozess von 2003/05 schrieb:

Liebster Michael,

Ich werde niemals vergessen, was du für meinen Sohn, Daniele, getan hast. Nachdem er dich traf, nannten die Ärzte es ein Wunder, denn für ein paar Monate war es so, als hätte er niemals AIDS gehabt. Nun, da Gerechtigkeit siegte, möchte ich einfach nur meinen Dank und mein Glück ausdrücken. Bitte, lass die Menschen dich nie wieder so behandeln. Ich weiß, du bist ein gutherziger Mensch und willst jedem helfen, aber nicht alle Menschen haben soviel Aufmerksamkeit verdient. Mein Kind ist nicht mehr hier bei uns, aber ich weiß, das er von da oben immer zu dir schaut. Er hat niemals vergessen, was du für ihn getan hast.  Gott schütze dich, Antonietta

Quelle: http://mjthekingofpop.wordpress.com/2008/12/29/la-storia-di-daniele/

Sydney 1987

Ein weiterer Bericht (zum Foto oben), von Natasha Lang, Sydney Australien:

Machs Gut und auf Wiedersehen Michael, ich danke Amerika, dass es einen hervorragenden Abschied für einen Mann organisierte, der alles gab, was er hatte, physisch, emotional, und wie ich heute gelernt habe, durch seinen Beitrag an so viele, viele Wohltätigkeitsorganisationen, auch finanziell. Hier in meinem Haus in Sydney, Australien, gab es heute keine trockenen Augen und ohne Zweifel brechen in der ganzen Welt dre Herzen denn sie sind voller Trauer. Das Abschiedstribute begann in Sydney um 2.50 Uhr, und als ich es mit bitteren/süßen Gefühlen ansah, erkannte ich, dass es wirklich eine wunderbare Hommage an ein Mann war, der der Welt nicht weniger gab als seine ganze Seele.

Was kann man über einen Mann schreiben, der soviel und von ganzem Herzen gab, und zum Glück von Millionen von Menschen in der ganzen Welt beitrug, durch seine Musik, und ganz zu schweigen von den vielen kranken Kindern, die er in Krankenhäusern vieler Länder der Welt besuchte, wo er großzügig, von Herzen Geschenke und Eintrittskarten zu seinen Shows verschenkte, und sie damit aufmunterte, was ohne Zweifel ihre Genesung unterstützt hat.

Ich bin die Mutter eines solchen Kindes. Mein Sohn und ich hatten Gelegenheit, Michael im Sydney Childrens Hospital in Randwick zu treffen, als er am 18 November 1987 Sydney besuchte. Ich werde diesen Tag nie vergessen, solange ich lebe, als Michael mit einer Menge Stofftiere ins Krankenhaus kam und sie großzügig an die Kinder der Kinderstation verteilte. Er ging herum und besuchte jedes Kind persönlich und sprach ganz ruhig ein paar unterstützende Worte mit ihnen, und ich werde die Freude der Kinder, des medizinischen Personals und der Eltern nie vergessen, die er an diesem Tag besuchte.

Mein Sohn ist jetzt ein erwachsener Mann und ich möchte dieses Foto mit der ganzen Welt teilen, weil es Michaels selbstlose und großzügige Natur zeigt. Mein Sohn hattte unglücklicher Weise in dieser Woche bei einem Schul-Unfall sein Auge verloren und wie Sie sich vorstellen können, war es eine wirkliche Tragödie für die ganze Familie, aber an diesem Tag brachte er uns Freude, großes Vergnügen und eine Fülle von Glück.

Michael, ich weiß, dass du bei den Engeln bist und Gott möge deine Seele segnen, ruhe in Frieden, du wirst für immer in unseren Herzen sein. Danke für die Musik. Natasha Lang

http://authspot.com/thoughts/michael-jackson-king-of-hearts/

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Quotes *1 – *5 taken from the documentary „Man Behind The Myth“ – scripted by vindicatemj – http://vindicatemj.wordpress.com/2013/09/06/time-to-know-the-real-michael-man-behind-the-myth/  (im link auch das Video  “Man Behind The Myth”)

Übersetzungen der Zitate *1 -*5 aus „Man Behind The Myth“ teils von achildsbliss, aus „Der Mensch hinter dem Mythos“ http://www.mjjackson-forever.com/index.php?page=Thread&postID=165782&highlight=%22das+ist+unser+Job%22#post165782

*1 (2:51) Sensation gets attention. Words like “bizarre” and “freak” come right out of circus side-shows where they made fun of misfortune. Repeat something enough times and people begin to believe it. Using those tricks and others allowed the media to use Jackson for profit. And while they were focused on the color of his skin, his face and obsessing about the paternity of his children the real story – Michael Jackson, the humanitarian – went untold.

*2 (12:35) Frank Dileo, Michael’s manager during the Bad era: “We were in Europe and we were doing the Bad tour. Every city we went to we went to a children’s hospital and bought them a piece of equipment. Not one hospital for the whole tour – every city. There was a boy that was dying and wanted to meet Michael. And Michael would talk to him and the kid perked up and he was like amazing and I went off into the corner and I cried. I really couldn’t take it. Michael came over and put his arm around me and said: “You have to understand, Frank – this is our job. Not on the stage – this is our job. To make somebody feel good. He believed that. He absolutely believed that. “

*3 (13:36) Kenny Ortega: “I was with Michael in Eastern Europe and we got off of the plane and he said “Do you want to go to the hotel and do you come to an orphanage with me?” Rather than going to a hotel he went to the orphanage. And he walked into this orphanage and I remember him looking and he was walking around and he was very calm. The promoters were there and they were looking around. And the conditions were pretty grim and I saw him whisper to someone and whisper to someone else and he was, you know, moving through and interacting with the children… And later I found out  what he’d whispered was: “This orphanage will be turned around – there will be new beds in here, there will be clean sheets in here, there will be more people here taking care of these children by tomorrow or I am not going to go on stage”.

*4 (15:42) Michael about Bella Fracas, a Hungarian child needing a liver transplant: This is Lisa Marie and myself at a hospital in Budapest. I saw this little kid. His name was Farkas. I asked this nurse “What’s wrong with this kid?” She said that he needs the liver. No matter what it takes I’m going to find a liver for him, so I said [about my] organization around the world and I said “I’m not giving up. I’m not going to have the child die. I was so happy when I get a phone call. They told me “We found the liver”. And he has his life…“

*5 (19:32) Ron Magill, Miami Zoo “I’ve never had a nicer gentleman, a more appreciative person, with more well behaved kids, come to (my) zoo. Not what I expected. I’ve hosted a lot of celebrities and, quite frankly, they’re not pleasant people to be around: they’re (often) surrounded by bodyguards, they have a “holier than thou” attitude. They think you roll up a red carpet, you’re ganna kiss their butts…He was the COMPLETE opposite…I looked at him and I said, “Michael, I’ve got to be honest with you, if more people saw this side of you, I don’t think you’d have nearly the types of controversies that you face all the time,” and, the one thing that will stick with me as long as I live is, he took my hand with both hands, shook it hard and said,”No one will ever know what’s it’s like to have to be me,” and I thought he’s gonna cry, he really had this look on his face. And it really taught me a lesson: don’t prejudge somebody by what you always hear in the media.”

Zitate von David Nordahl und Brad Sundberg aus: A Place In Your Heart -BlogTalkRadio Catherine M. Gross http://www.blogtalkradio.com/a-place-in-your-heart/2013/08/29/an-unforgettable-journey-michael-and-me-david-nordahl

Al Scanlan: http://all4michael.com/2012/05/09/big-al-scanlan-michael-jackson-und-neverland/

Sonstige Übersetzungen + script Nordahl/BlogTalkRadio: MvdL

Sehr empfehlenswert auch das Buch „A Life For Love“, in dem viele pesönliche Begegnungen mit Michael zusammengefasst sind, und Freunde und Menschen, denen er half, über seine aussergewöhnlchen humanitären Leistungen schreiben. http://www.amazon.com/gp/product/3849551962/ref=s9_simh_gw_p14_d1_i1?pf_rd_m=ATVPDKIKX0DER&pf_rd_s=center-3&pf_rd_r=0MKY16M27DTPJHBQ05Q1&pf_rd_t=101&pf_rd_p=470938811&pf_rd_i=507846

Ein weiterer Artikel über Michael Jacksons humanitäre Leistungen: http://all4michael.com/2011/05/21/triumpf-und-tragodie-ein-uberblick-uber-die-humanitaren-leistungen-michael-jacksons/

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