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Michaels Liebe zur klassischen Musik

David Michael Frank und François Glorieux berichten über ihre Projekte mit Michael, in denen sie mit ihm, oder für ihn, an klassischer Musik arbeiteten. David M. Frank arbeitete 2009 mit Michael an einem klassischen instrumental Album, mit Stücken, die Michael komponiert hatte und die er arrangieren/orchesrtieren sollte. Francois Gloriuex arbeitete 1989 im Auftrag von Michael an der Orchestrierung seiner Hits, wie Beat it, Bad oder Liberian Girl.

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David Michael Frank über sein Treffen mit Michael 2009:

Link zum Text in englisch:  http://weblogs.baltimoresun.com/entertai…rumental_a.html

Vor vier oder fünf Monaten erhielt ich einen Anruf von Michael Jacksons langjährigem Aufnahmeleiter Michael Prince, der mir erklärte, dass Michael jemanden suchte, der die Arrangements für Orchestermusik schreiben könnte. Ich wusste, dass er vor hatte auf Tour zu gehen. Den drauffolgenden Monat und auch den nächsten rief er mich an, um mir zu sagen „Michael Jackson lässt Ihnen sagen, dass er Sie anrufen wird.“

Ende April rief mich ein anderer Michael an, Michael Jacksons persönlicher Assistent, und fragte mich, ob ich am nächsten Tag 10 Uhr kommen könne und fragte mich nach der Bauart und marke meines Wagens. Ich fuhr nach Holmby Hills. Ich fuhr am Eingangstor vor und traf dort auf einen Assistenten, der mich hereinbat. Dort traf ich eine Frau, gekleidet wie eine Hausdame und mit einem weißen Turban auf dem Kopf. Sie sagte: „Michael Jackson wird in Kürze bei Ihnen sein.“ Ungefähr zwei Minuten später kam er die Treppe runter.

Ich zögerte seine Hand zu schütteln, da ich gehört hatte, dass er wegen Keimen besorgt sei, aber er strecke sofort seine Hand aus und begrüßte mich einen sehr festen Händedruck. Er war ziemlich dünn, aber dennoch nicht zerbrechlich. Er trug einen Anzug und Hut. Er hatte vor, später noch an den Proben für die Tour teilzunehmen. Er sagte: „Sie kommen mir bekannt vor.“  Ich erzählte ihm, dass wir vor langer Zeit an einem Sammy Davis Jr. TV Tribute im Shrine Auditorium zusammengearbeitet hatten. Ich sagte ihm, dass ich ihn dort kurz getroffen hätte. Er sagte: „Ich vergesse nie ein Gesicht.“

Er erzählte mir, „Ich habe drei Projekte gleichzeitig laufen“. Das eine war die Tour, von der die ganze Welt erfahren hatte. Von den anderen beiden wusste niemand was. Eines würde ein Album mit Pop Songs werden. Dann sagte er, „Das andere, was ich aufnehmen möchte, ist ein Album mit klassischer Musik.“

Er sagte er höre immer klassische Musik, es sei seine absolute Lieblingsmusik. Ich war beeindruckt von den Stücken, die er erwähnte. Aaron Coplands, Fanfare for the Common Man und Lincoln Portrait, Westside Story von Leonard Bernstein. Ich erwähnte On the Waterfront von Bernstein. Michael erwiderte, dass er Elmer Bernsteins Filmmusik liebe und erwähnte besonders ‘To Kill a Mockingbird’ (nach dem Roman von Harper Lee – „Wer die Nachtigall stört“)

Mir fiel auf, dass die meisten klassischen Stücke, die er erwähnte, kindlich, sehr einfach und bezaubernd waren, wie Prokofievs Peter und der Wolf und Tschaikovskys Nussknacker Suite. Auch von Debussy sprach er mehrmals, besonders von Arabesque No1 und Claire de Lune. Er sprach sehr sanft, wenn er über Musik sprach, aber wenn er durch etwas sehr angeregt wurde, war er wie ausgewechselt. Er erwähnte, wie er Elmer Bernstein liebte, und als ich sagte, dass ich ‚The Magnificent Seven’ (‚Die glorreichen Sieben’) orchestriere, begann Michael das Thema sehr laut zu singen, er schmetterte es.

Er sagte: „Ich spiele Ihnen eine CD vor.“ Dann kam sein Sohn Prince Michael rein und Michael bat ihn einen CD Player zu bringen. Paris fand einen und brachte ihn mit zusammen mit Prince. Michael spielte die CD. Es war ganz zauberhafte Musik. Er sagte, „Ein Abschnitt fehlt.’ Er spielte das zweite Stück.  Und er sagte: „Aber hier fehlt auch ein Stück. Aber ich kann es für Sie summen. „Ich fragte, ob es im Haus einen Flügel gäbe und er erwiderte, dass es im Poolhaus einen gäbe. Wir machten uns auf den Weg, aber Michael ging nicht weiter, als er sah, dass der Hund draußen war, klatschnass, weil er im Pool gewesen war. Er wollte nicht, dass wir nass gespritzt wurden. Das war ziemlich witzig. Michael bat einen anderen Assistenten, den Hund solange fest zu halten, während wir zum Poolhaus gingen.

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Ich setzte mich an den Flügel und Michael summte den fehlenden Teil von einem der Stücke. Ich hatte ein kleines digitales Aufnahmegerät dabei, und fragte ihn, ob ich ihn aufnehmen könne. Er traf die perfekte Tonlage. Und ich versuchte, die richtigen Akkorde dazu zu finden, um sein Summen zu begleiten. Er sagte, „Sie haben ein sehr gutes Gespür für die Akkorde.“

Wir sprachen über noch mehr klassische Musik. Ich spielte einige Stücke von Debussy. Michael schien sehr glücklich darüber und war sehr ungezwungen. Er erwähnte wieder Leonard Bernstein und ich spielte was aus der ‘West Side Story’. Er erzählte mir, dass er Bernstein mal getroffen hätte und dass dieser ein großer Fan von ihm sei.

Wir waren wieder zurück im Haus und als wir von Zimmer zu Zimmer gingen hören wir jedesmal ‘Ich liebe dich, Daddy!’ -  ‘Ich liebe dich, Paris!’ Sie waren alle ziemlich normal und fröhlich.

Michael war sehr gespannt, die Stücke zu arrangieren und die Musik mit einem großen Orchester aufzunehmen. Ich schlug vor, dass wir bei Fox, Sony oder Warner Brothers aufnehmen könnten. Ich bat ihn, dass mich jemand anrufen und das Budget aushandeln solle und er sagte, er würde sich darum kümmern. Als ich ging, waren einige Fans vor dem Tor.

Einige Zeit später telefonierte ich mit Michael. Er fragte mich, wie weit das Projekt sei, und ich erwiderte, dass ich darauf warte, jemanden zu sprechen um den Deal festzumachen. Ich schlug vor, dass wir die Musik in London aufnehmen könnten, wo er die Show machen würde. Die Idee sagte ihm zu. Und er spielte wieder ‚Arabesque’.

Ich habe keine Vorstellung, was damit passieren wird und ich hoffe, die Familie wird helfen das zu vollenden. Ich werde das nicht eher angehen, bis ich das Gefühl habe, das die Zeit reif dafür ist.

Meine Vorstellung geht dahin, dass die Stücke sieben bis zehn Minuten lang sein werden. Jedes einzelne ist bedeutender als ein Song. Es ist ganz wunderbare Musik. Ein Stück hat einen irischen Charakter. Ich schlug vor, dass wir eine keltische Harfe einsetzen könnten. Das Stück klingt wie wunderschöne Filmmusik in sehr traditionellen Akkorden und sehr klangvollen Melodien. Eines der Stücke hörte sich ein bisschen wie eines von John Barry an, wie ‚Out of Africa’ – wie eine John Barry Partitur. Ich konnte mit meinem ‚inneren Ohr’ dramatische Streicher und Waldhörner im Gleichklang hören.

Ich erzählte Michael, dass ich vorhabe, wenn wir die Aufnahmen machen würden,  einen von Leonhard Bernsteins Taktstöcken zu benützen, die ich bei einer Auktion gekauft hatte. Ich wusste, dass würde ihm einen ziemlichen Kick geben. Ich denke, ich werde diesen Taktstock nehmen, wenn ich je diese Musik dirigieren werde.

(Übersetzung R.I.P. Michael -  mjnet)

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François Glorieux – arbeitete für Michael an klassische Arrangements von Michaels größten Hits

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http://www.michaeljacksontributeportrait…?article_id=246

“The five hours I spent with Michael Jackson in Los Angeles will certainly be the most emotional of my musical career. It was fantastic to discover so many common points: passion for music (without limits), for peace and freedom, love for animals and nature. In one word: for humanity!”

„Die fünf Stunden, die ich mit Michael Jackson in Los Angeles verbringen durfte, waren sicher die emotionalsten meiner musikalischen  Karriere. Es war fantastisch, so viele Gemeinsamkeiten zu entdecken: Die grenzenlose Leidenschaft für Musik, für Frieden und Freiheit, die Liebe für Tiere und die Natur. In einem Wort: Menschlichkeit.“

Francois Glorieux traf Michael am 2. Mai 1989, weil Michael ihn privat treffen wollte, um über klassische Musik zu sprechen. Michael fragte Francois danach, klassische Arrangements seiner größten Hits zu machen. (Aus dem Video: Michael hatte Glorieux‘ Arrangements der Beatles Songs gehört, die ihm sehr gut gefielen, und er hatte dann Branca beauftragt, mit Glorieux Kontakt auf zunehmen.) Ein Jahr später trafen sie sich wieder, und Michael war “hin und weg” von den 3 Stücken die Francois schon fertig hatte. (Bad, Liberian Girl, Smooth Criminal) sie hatten einen Plan, ein großes Klassik-Event in London zusammen zu gestalten, als Charity Veranstaltung, wenn alle Kompositionen fertig gestellt wären. Mit den Jahren änderten sich diese Planungen, aber sie blieben Freunde. Seit Michaels Tod führte Francois die klassischen Hits von Michael, die er schon fertig hatte weiter, mit dem National Symphony Orchestra (life for BBC), und als Michael starb spielte er sie in Prag, wo er zu der Zeit Konzerte gab.
Francois ist jetzt 78. Michaels Tod ist immer noch sehr emotional für ihn. Francois veröffentlichte kürzlich eine CD In Memoriam Of Michael Jackson, wo einige MJ Hits, arrangiert für Piano, und einige eigene Arbeiten, als Tribute für Michael, enthalten sind.

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Hier ein Video, in dem Francois über sein Treffen mit Michael berichtet… er ist immer noch sehr berührt davon, das versteht man auch, ohne das Holländische Interview wortwörtlich zu verstehen…  Er spielt da auch „She‘s out of my Life“ am Klavier … (was er während ihrem Treffen auch mal für Michael spielte..)

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Die Fotos von Glorieux und Michael entstanden bei dem Treffen 1989 – Michael hörte sich dort auch Glorieuxs Arrangement „Tribute to Michael Jackson“, an und sagte:

‘Francois’ orchestra is wonderful, he is an exceptional musician and I am fascinated by his work on my compositions. I have asked him to proceed with the arrangements of a large number of my successes.’

„Francois Orchester ist wundervoll, er ist ein außergewöhnlicher Musiker und ich bin fasziniert von seiner Arbeit und seinen Kompositionen. Ich habe ihn gefragt, ob er für mich einige meiner Erfolge bearbeiten möchte.“

http://www.francoisglorieux.com/friends/michael_jackson.shtml

“Music & Michael” – Interview mit Chris Apostle und Cory Rooney

Original Interview (7/2009) und Audio:

http://www.cyinterview.com/2009/07/industry-bigs-music-michael/

Chris Yandek (CY) interviewt Cory Rooney (CR) und Chris Apostle (CA) zwei Insider der Musikindustrie (Epic/ Sony) die mit Michael viele Jahre zusammen im Studio arbeiteten.

(Übersetzung in Auszügen)

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Chris Yandek: Cory, du hattest die Chance, mit Michael zusammen zu arbeiten, du hast mit ihm zusammen Songs geschrieben und produziert. Wie war euer Verhältnis zueinander?

Cory Rooney: Das hat mich schon einmal jemand gefragt, und ich sagte:“ Ich habe mein ganzes Leben und meine ganze Karriere lang darauf gewartet – und schließlich hatte ich die Chance, mit Michael zu arbeiten, ich hatte die Chance, dass Michael meine Fähigkeiten erkannte.“ Als wir dann schließlich zusammen im Studio waren, haben wir fast einen ganzen Monat damit verbracht, nur zu reden und er hat mir so viele verschiedene Dinge beigebracht. Wir haben erstmal nicht sehr viel Musik gemacht. Es war ganz anders, als ich es erwartet hätte.

Chris Yandek: Also alle möglichen Ablenkungen, aber nicht viel gearbeitet und über alles Mögliche geredet?

Cory Rooney: Ja, und es das Verhältnis änderte sich so, dass ich eher eine Art temporärer Manager war. Ich glaube, meine Stärken zu dieser Zeit lagen nicht darin, für ihn zu schreiben oder zu produzieren, sondern ein Insider für ihn zu sein, weil diese Zeit war sehr chaotisch. Er fühlte sich zu der Zeit bei Sony so, als hätte er nicht viele Verbündete oder Leute, die auf seiner Seite waren. Ich wurde zu seinem besten Vertrauten in dieser Firma.

Chris Yandek: Was hast du gelernt in der Zeit als sein Verbündeter? Wie er war? Es sieht so aus, als seien da immer Leute gewesen die ihn “aussaugen” wollten und ihm sagten, tu dieses oder jenes. Es sah so aus, als hätte er manchmal nicht die Kontrolle über ein Leben.

Cory Rooney: Ja, da triffst du es genau. Das war der Punkt. Das erste was ich über ihn lernte war, dass er immer unbedingt gefallen wollte. Er wollte unbedingt jedem alles Recht machen, dass er sich manchmal zu viele Gedanken über zu viele Dinge machte. So zum Beispiel,  wenn er ein Album fertig hatte und du seiner Musik lauschen würdest und sagst: „Michael, das ist unglaublich..“  und er: „ja, aber ich denke es ist noch nicht fertig“ – weil er immer noch 1Million Leute im Ohr hat, die ihm verschiedene Dinge aus verschiedenen Richtungen sagten.

Chris Yandek: Chris (Apostle), du warst für mehr als ein Jahrzehnt eine wichtige Person bei Sony Music Entertainment. Was hattest du mit Michael zu tun, und was hast du über ihn gelernt, in der Zeit bei Sony?

Chris Apostle: Ich hatte – anders als Cory – nicht so viel mit ihm direkt zu tun. Die Zeit die ich wirklich mit ihm verbrachte, beschränkte sich nur auf wenige Tage. Er arbeitete an einem Mix mit Jay Z, und Jay Z  hatte zu der Zeit auch schon einen Namen in dem Business. Ich erinnere mich, dass ich ins Studio kam bevor Michael da war und Jay Z schon drin war und an den Lyrics arbeitete, und ich sah ihn nie so bescheiden, wie dort. Er war regelrecht etwas aufgeregt darüber, dass er mit Michael Jackson zusammenarbeiten sollte. Das hat mich beeindruckt.

Ich bin älter als Cory, und ich bin mit Michael aufgewachsen. Was ich lernte als Innenansicht von Sony war, dass es dort viele Leute gab, Manager etc., die ihm eine Richtung vorgeben wollten, sie hatten immer Vorschläge, was er tun und lassen solle. Eine Sache, die oft bei Michael und allem was er tat vergessen wird ist, dass er IMMER an Musik arbeitete. Du hörst alles Mögliche, was so vor sich geht, aber es ist lustig, wenn du ein Interview…dieses Martin Baschir Ding – hörst und der sagt: “Ja, es ist schön, dass du wieder an Musik arbeitest” und es war äußerst rührend, als Michael antwortete: “Ich habe IMMER an Musik gearbeitet”

C.Y.: Die Kommentare, die er über Mottola machte, einige Jahre zurück. Die Kommentare, dass er nicht mit dem 2001 veröffentlichten Album zufrieden sei. Es steckten 30 Millionen Dollar darin, aber warst du überrascht als er diese sehr direkten Bemerkungen machte, als er Mottola eine Bande von allem Möglichen nannte?

C.R.: Es überraschte mich nicht. Wie ich schon sagte, es war nicht so, dass er viele Leute in dieser Firma auf seiner Seite hatte. Größtenteils denke ich, dass die Leute in dieser Firma ihm nicht die Liebe und den Respekt entgegenbrachten wie sie es hätten sollen. Sicher, sie haben 30 Mio. Dollar darein gesteckt aber zur selben Zeit waren die Angelegenheiten mit dieser Platte so gesetzt, dass Michael garnicht mehr gewinnen konnte…Verstehst du?

Sie setzten so hohe Erwartungen hinein, und er seinen ganzen Aufwand – es war wie eine „Lose-lose“ Situation, auf jeder Seite. Und sie dachten, sie könnten ihn antreiben, wie einen Esel mit einer Karotte, und sie sagten,  ‘Ok, wir wollen das Gesamtpaket von dir, du musst Platten verkaufen, du musst auf Tour gehen’. Und sie dachten, er würde „dieser Karotte“ hinterherlaufen und sagen „Oh ja, super, ich mach das alles, damit ich meinen Einsatz wieder reinhole“.

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C.A.: Ein so einflussreicher Künstler wie Michael ist nicht der erste, der seine Meinung gesagt hat, wenn er sich in  seiner „Firma“ nicht mehr wohlfühlt. Wenn Künstler auf diesem Level nicht mehr zufrieden sind, sagen sie das. Jemand wie er, der immer nur mit den Besten zu tun hat…ich denke, seine Frustrationsgrenze war überschritten. Es gibt viele Umstände, die ihn zu diesem Punkt gebracht haben.

Worüber ich sehr entsetzt bin – aber es ist nur ein Gerücht – aber ich glaube es trotzdem, ich glaube er wurde in diesem ganzen Skandal erpresst. Ich denke, irgendwann wird die Wahrheit herauskommen. Dieser Mann gab viele Millionen an andere Menschen, für Wohltätige Zwecke. Es wird nie alles bekannt werden, was er tat. Ich denke, er hat nur natürlich reagiert und ich denke, er wurde da hinein gedrängt. Wenn du die Qualität seiner Arbeit ansiehst, bis zurück zu Off The Wall…jede einzelne Platte, egal ob Dangerous oder was auch immer – all diese Platten sind perfekt, alles voller Hits.

Was ich gerne mitteilen möchte ist, dass er nicht genug Anerkennung bekommt für das, was er der Welt gegeben hat, musikalisch. Er ist sicher der größte Musiker, den wir für lange Zeit gesehen haben. Jemand wie ihn wirst du sicher nicht wieder sehen. Darüber sollte gesprochen werden, das sollte erwähnt werden.

C.Y.: In wieweit wird die Musikindustrie in ihrer Entwicklung davon betroffen sein?

C.R.: Ich glaube die Musikindustrie hat noch nicht genau genug hingesehen, um die Bedeutung Michael Jacksons auf jeden – auf uns Künstler, Produzenten und Darsteller, auf die gesamte Unterhaltungsbranche – zu erkennen. Ich denke, sie haben noch nicht genau hingesehen, da sie noch zu sehr mit ihrem eigenen Arsch beschäftigt sind. Als Michael seine Verhandlung hatte, hat niemand…..wirklich niemand innegehalten, um ihn zu unterstützen.

CR: Er ist in 10 Punkten angeklagt und niemand sagte:  “Das tut uns so leid, Michael” niemand sagte: ”Michael, wir wissen du bist unschuldig”.  Niemand veranstaltete einTribute für ihn, keiner spielte seine Musik, niemand rief zu einem Konzert für ihn auf.

(…)

C.Y: Nach ‘93, hätte er es nicht besser wissen sollen mit der Bashir Dokumentation, wo er sagte, es sei OK mit einem Kind im Bett zu übernachten? Denkst du nicht, die meisten Leute sagen es in dem Sinn richtig, dass er sich damit selbst reingeritten hat?

C.R: Lass mich dir erklären, was Michael mir dazu gesagt hat. Michael und ich sprachen darüber und er sagte: „Cory, als ich ein Kind war, wurde mir nicht allein die Kindheit vorenthalten, sondern auch Liebe. Wenn ich meinen Vater umarmen wollte, umarmte er mich nicht zurück. Wenn ich im Flugzeug Angst hatte, legte er nicht den Arm um mich und sagte, dass alles gut sei. Wenn ich Angst hatte, auf die Bühne zu gehen sagte er ”Bring deinen Arsch auf diese Bühne.” Nicht nur er, auch jeder andere Erwachsene um ihn herum…
Michael sagte zu mir: “Cory, ich werde niemals einem Kind Liebe vorenthalten und wenn es bedeuten würde dafür gekreuzigt zu werden oder ins Gefängnis zu gehen, dann ist es halt das, was sie tun müssen”.
Als er zum ersten Mal vor Gericht sollte, sagten seine Berater, es sei nicht gut und er solle das Kind ausbezahlen, und einfach weitermachen. Beim zweiten Mal sagte er: “Weißt du, das alles hat mich schuldig aussehen lassen, als hätte ich etwas zu verbergen. Diesmal wird es keine Zahlungen geben. Ich werde vor Gericht kämpfen und du wirst sehen, dass ich unschuldig bin“.

Genau an dem Tag dann, als das Urteil kam, sprach ich mit seiner Familie. Ich sah die Nachrichten, und dort sagten sie, Michael habe 45 Minuten, um zum Gericht zu kommen. Ich telefonierte mit Mitgliedern seiner Familie, in seinem Haus, und fragte „Was macht er jetzt gerade?“ Er ist oben und macht sich fertig. Dann kam er nach unten. Er sprach mit seiner Familie ein Gebet und sagte zu jedem: „Ich möchte nicht, dass ihr euch um mich sorgt, es wird alles ok. sein mit mir.“ Und dann fuhr er dorthin, er war sicher nervös und  klopfte mit den Füssen und sang ein Lied…. Aber er war nicht beunruhigt. Ich sag dir eins – ich wäre ein Wrack gewesen. Ich glaube, ich hätte im Gericht nicht einmal mehr aufstehen können.

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(…)

C.A.: Ich denke, er hat sich für diese Comeback Tour entschieden, und hätte eine Menge Geld damit gemacht, was ihm auch wirklich zugestanden hätte. Aber ich denke trotzdem, dass er an die Grenze getrieben wurde, von sehr mächtigen Leuten und dass er nicht fair behandelt wurde. Dieses Geschäft ist nichts ohne den Künstler. Ohne den Künstler kannst du nichts tun. Und es scheint mir, dass einige derer, die jetzt das breiteste Lächeln zeigen, das bei ihm an irgendeinem Punkt vergessen haben.

C.R.: Etwas, was schon ein paar Jahre zurückliegt, etwa 8 Jahre vielleicht. Michael sagte damals zu mir: „Cory, ich kann nicht mehr auf  Tour gehen.”  Ich fragte, warum. Er sagte: „Es wird mich umbringen.“ Das sagte er zu mir. Er sagte: „ Es wird mich umbringen. Erinnerst du dich daran, als ich mich auf mein Konzert vorbereitete und ich brach hier im Sony Studio zusammen? Das passierte – weil wenn ich mich auf eine Tour vorbereite, dehydriere ich.  Ich esse nicht, ich trinke nicht, ich schlafe nicht, ich stecke alles von mir in die Tour-Vorbereitung.“ Er sagte: „ Ich mache das nicht absichtlich. Es passiert einfach. Verstehst du? Ich bin so in die Sache vertieft, dass ich an solche Dinge garnicht mehr denke. Das letzte Mal hingen sie mir schon Infusionen an. Ich habe also beschlossen – und meine Ärzte auch- dass ich so etwas nicht mehr tun sollte.“ Er sagte, er möchte sein Invincible Album fertig machen, und fertig. Keine Tour mehr. Er wollte aber noch Alben machen. Er sagte: „Ich werde noch ewig Alben machen, ich kann nur nicht mehr touren.“

(…)
C. R.: Es gibt Zeiten, da saß ich im Studio und sage, ich kann es nicht glauben, dass ich  mit diesem Mensch zusammenarbeitete. Und so viele andere haben die Dreistigkeit, sich aufzuspielen. Und dann arbeitest du mit einem Kerl wie Michael Jackson… Er kam zu spät, er sollte um 12 Uhr im Studio sein und er erschien um viertel nach eins. Er fühlte sich so elend für das Zuspätkommen, dass er sich die ganze Session hindurch entschuldigte. Am nächsten Tag schickte er einen großen, gigantischen Korb, weil wir uns über Filme unterhalten haben und darüber wie sehr ich Filme liebe. Also schickte er mir diesen gigantischen Korb.

C. Y.: Mit all diesen verschiedenen Filmen darin?

C:.R.:  Ach du meine Güte, er enthielt wahrscheinlich 100 DVDs. Da war auch Popcorn, Süßigkeiten, alle Arten von Büchern und Filmtrivialitäten, alles Mögliche. Auf der Karte stand nochmals „Es tut mir sehr leid, deine Zeit nicht respektiert zu haben.“

C. Y.: Es ist der Gedanke der zählt. Auf jeden Fall!

C. R.: Richtig! Ich sagte Mike, um wie viel Uhr möchtest du Morgen anfangen? Er sagte: „ Cory du bist der Boss. Du sagst mir um welche Zeit. Wenn du mich um 7 Uhr morgens hier haben möchtest, werde ich um 7 Uhr morgens hier sein.“ Er sagte: „Du bist der Boss. Was auch immer du (mir) sagst.“

C. Y.: Was ich interessant an all diesen Äußerungen (über MJ) finde ist die Art, wie es die Mainstream Medien so darstellen, dass er wollte, dass die Dinge immer nach seinem Willen geschehen.

C. R.: Ganz und gar nicht. Ganz und gar nicht.

(…)
C.R.: Es sind so viele Geschichten. Es sind so viele Dinge. Michael – er liebte es dazu sitzen und Geschichten zu erzählen. Er liebte zu reden… reden… reden über Alles. Jedesmal wenn er in eine Stadt oder so kam… ich erinnere mich, wollte er in eine Buchhandlung gehen. Sie schlossen die Buchhandlung. Er ging hin, um Bücher zu kaufen. Er las sie. Und dann unterrichtete er mich über Afrika und wie wunderschön Afrika ist. Er sagte: „Weißt du, die Menschen möchten nicht das du weißt, wie schön Afrika ist, weil sie dort drüben sind, um all seine Reichtümer zu stehlen.“ Aber er sagte: „Es ist der schönste Ort, den ich je in meinem Leben gesehen habe.“ Er zeigte mir ein Bild. Es ist einfach erstaunlich.

Erinnerst du dich, Chris, an David Blaine der sich lebendig begraben hat?

C.A.: Ja. Sicher. Er pflegte auf unserem Stockwerk bei Sony rum zu hängen. Du erinnerst dich vielleicht nicht mehr, aber er hing oft da oben rum, zur der gleichen Zeit, als dein Freund “50 Cent” noch herum rannte, um uns Kaffee zu besorgen.

C.Y.: Das ist eine sehr beiläufige Geschichte, aber mach weiter.

C.R.: Also David Blaine begrub sich lebendig in der Stadt, drüben an dem Trump-Gebäude.

CY: Dem Trump National Hochhaus

C.R.: Richtig. Sobald ich Michael erzählte, was da passiert war, sagte er: „Du machst Witze?“ Ich sagte: „ Nein, wenn ich’s dir sage.“ Er wusste überhaupt nicht wer David Blaine war. Ich begann, uns Videomaterial zuschicken zu lassen und alles Mögliche, weil wir damals kein YouTube hatten. Ich fing an uns Filmmaterial schicken zu lassen, um ihm zu erklären, wer David Blaine war. Er war so fasziniert. In dieser Nacht stieg er in einen Lieferwagen und wir fuhren spät abends los, um David Blaine zu sehen. Wir gingen dorthin.
Wir sprangen aus dem Lieferwagen, er in einer Art „Teilverkleidung“ und es ahnte wirklich keiner, dass er es war. Er sprang heraus und er lief direkt da rüber und wir saßen da und er war fasziniert davon. Es war lustig. Dann lachten wir, weil er manchmal sagte: „Weißt du was? Die Hälfte der Zeit  wird sowieso geglaubt, es ist ein Double und nicht ich. Manchmal kann ich einfach herumlaufen.“

C.Y.: Du scheinst eine Menge persönlicher Gespräche mit ihm gehabt zu haben, aber hast du jemals mit ihm über Plastische Chirurgie gesprochen?

C.R.: Ja.

C.Y.: Und was erzählte er dir?

C.R.: Er sagte: „Was ist der Unterschied zwischen mir und Sylvester Stallone oder jemand anderem in Hollywood?“ Er sagte: „Meine Hautkrankheit… ich möchte nicht weiß sein. Das ist nicht, was ich versuche zu tun.“ Er sagte: „Aber ich kann nichts für meine Hautkrankheit. Ich versuchte eine Operation, um alles auszugleichen und tat Dinge wie diese. Es fiel nicht so aus, wie ich es mir wünschte, aber das ist nicht der Grund, warum ich mich in einen hellhäutigen schwarzen Mann verwandelte.“ Was seine Nase anbelangt, sagte er „Ich hasste meine Nase, genauso wie Sylvester Stallone seine hasste.“

C.A.: Was er auch schon sagte, dass sein Vater ihm das so einredete.

C.R.: Ja. Er sagte „ Ich hasste mein Kinn. Ich hasste meine Nase.“ Er sagte „ Und wenn schon?“ Warum bin es nur ich?“ Er sagte „Warum bin es nur ich ?  Ich kann dir 20 Leute in Hollywood zeigen, die eine Nasenkorrektur gemacht haben, Lippen, Botox, alle möglichen Dinge.“

C.Y.: Gibt es noch etwas, was du (mit-) teilen möchtest?

C.A.: … Ich hoffe einfach, dass der „Erdrutsch“ (hier i.S. von Triumph oder Sieg) in den nächsten Wochen herauskommen wird. Ich hoffe, dass einige Leute beginnen, über all das Gute was er tat, zu sprechen, weil… wenn du das Gute gegen das Schlechte aufwiegst… Er ist die berühmteste Person der Welt. Er ist rund um die Uhr, 6 Tage lang im TV zu sehen gewesen. Das ist einfach meine Hoffnung. Gott segne ihn und lasse ihn in Frieden ruhen und… wir werden ihn alle eines Tagen in unserem späterem Leben wieder sehen und ich bin mir sicher er tanzt und singt sich die Seele aus dem Leib.

(…)

C.R.: … Michael Jackson war für uns wie eine Christus ähnliche Figur. Zu wissen, dass dieser Mann über die letzten 15 Jahre diskreditiert, gekreuzigt, verleumdet und beschimpft worden ist. Jeder möchte lieber über etwas Negatives sprechen, z.B. dass er die Knochen des Elefantenmenschen kaufen wollte. Und wenn schon? Wissen Sie was? Ich würde sie auch kaufen.

C.A.: Ich auch.

C.R.: Ich denke das ist cool. Ich würde es auch tun. Aber weil er es war, hatten sie stets etwas Negatives anstatt Positives. Mein Herz ist gänzlich gebrochen. Meine Inspiration, das Licht der Inspiration, dass ich einmal als Kind hatte ist jetzt für mich völlig verdunkelt…. Ich weiß es nicht, weil ich nicht einer dieser Jünger oder was auch immer war, die Christus folgten und die zusehen mussten als er gekreuzigt wurde und am Kreuze hing. Aber ich bin mir sicher, auch deren Herzen waren genauso gebrochen… Und mein Herz ist gebrochen. Und weiter zu machen mit dem (Musik-) Geschäft… alles was ich sagen kann ist, dass ich glücklich bin, dass es eine Zeit im Leben gibt, in denen wir Dinge ziemlich unabhängig tun können und wir uns nicht so viel mit den Heuchlern auseinandersetzen müssen… aber wir sind umgeben von Heuchlern in diesem Geschäft. Es ist (einfach) eine Tragödie. Ich fragte mich immer, wie es sein würde wenn … Gott behüte!  Michael etwas zustößt. Ich glaube nicht, dass ich es jemals wirklich fühlen wollte. Ich fragte mich nur immer irgendwie „Du meine Güte, was würde geschehen?“ Nun, jetzt sind wir an dem Punkt. Und alles, was bisher geschah, ist so ziemlich genau so, wie ich dachte, dass es sein würde.

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C.A.: Als das geschah (Todesnachricht)… sendete ich Cory eine E-mail und einmal hatte ich seine Frau am Telefon… und das war’s. Ich hörte drei Tage nichts von Corey. Keine E-mails, keine Telefonanrufe, keine Antwort. Ich wusste, dass er trauert und ich war bestürzt darüber.

C.R.: Weil ich drei Tage weinte.

C.A.: Er rief mich am Montagmorgen an und ich denke es ist eine sehr zutreffendes Zitat: „Ok, es ist Montag. Wir müssen zurück an die Arbeit, weil Michael wieder zurück an die Arbeit gegangen wäre .“

C.R.: Und das ist die Wahrheit. Michael wäre wieder zurück an die Arbeit gegangen. Er stand es durch. Wie ich sagte, er steckte seine Beulen weg, er steckte seine Schläge weg. Er war einer der zähesten Männer, die ich jemals traf… und das ist die Wahrheit. Er war ein unverwüstlicher, zäher Bursche. Da gab es nichts zaghaftes an Michael Jackson.

C.Y.: Nun, es scheint so… dass die Medien ihr Augenmerk nicht ganz darauf richteten, wie wichtig dieser Mann insgesamt wirklich war.

C.R.: Nö.

C.A.: Nö. Nicht einmal annähernd.

C.R.: Sie kratzen noch nicht einmal an der Oberfläche.

C.Y.: Vielleicht, weil sie nicht informiert sind. Wie ihr wisst, stecken sie in diesen 24 Stunden Nachrichtenzyklus… Es kümmert sie nicht mehr. Es geht darum wie man Nachrichten veröffentlicht, wie schnell man sie veröffentlicht und wer zuhört.

C.R.: Ich denke, sie werden sich immer für diesen billigen Journalismus entscheiden anstatt zu sagen, lass uns nach Köpfen abzählen und sehen, wie vielen Kindern Michael Jackson das Leben verändert hat oder irgendetwas wohltätiges getan hat.

(..)

“Stranger In Moscow” – Wie fühlt es sich an?

How does It feel? – Wie fühlt es sich an?

Auch wenn du eine sehr bekannte Persönlichkeit bist, wenn du erfolgreich bist und überall auf der Welt bekannt, gibt es Zeiten, in denen du dich sehr einsam fühlst. Innerlich ganz kalt. Dein Geist und deine Seele frieren. Ich weine viel. Besonders, wenn du weißt, dass es so viel Liebe in der Welt gibt, aber es Momente gibt, in denen du sie nicht erreichen kannst. Du bist einsam und stehst alleine im Abseits. 1994 schrieb ich Stranger In Moscow – einen Song über eine sehr schwere Zeit in meinem Leben. Es war nicht nur wegen der tatsächlichen Ereignisse schwer, ich war auch sehr lange Zeit einsam. Ich fror.

~ Michael, Official Photobook My World

Although you are a very popular person, you have success and you are known around the world, there are times in which you feel very lonely. Very cold inside. Your mind and your soul is freezing. I am crying a lot. Especially when you know that there is so much love in the world, and there are moments in which you just can´t reach out. You are lonely and left outside alone. In 1994 I wrote “Stranger In Moscow” – a song about a very difficult period in my life. It was difficult not only because of what was going on actually, but I was very lonely for a very long time. I was freezing.

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„Ich glaube nicht, dass du es wirklich begreifen kannst … ich habe die ganze Welt gegen mich, die denkt, dass ich ein Kindesbelästiger bin. Du weißt nicht, wie es sich anfühlt, falsch angeklagt zu sein und ‚Wacko Jacko‘ genannt zu werden. Tagein tagaus muss ich auf diese Bühne gehen und auftreten, muss so tun, als sei alles perfekt. Ich gebe alles, was ich habe, ich gebe die Performance, die jeder sehen will. In der Zwischenzeit sind mein Charakter und mein Ruf ständigen Angriffen ausgesetzt. Wenn ich von der Bühne herunterkomme, sehen die Leute mich an, als wäre ich ein Krimineller.“

Frank Cascio zitiert Michael (aus My Friend Michael)

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Joe Vogel über Stranger In Moscow

Obwohl es nie auf einer seiner Greatest Hits Alben zu finden war, ist Stranger In Moscow eine der eindrucksvollsten künstlerischen Leistungen Michael Jacksons und wird in der Zukunft ohne Zweifel auch als solche anerkannt werden.

Poetisch und atmosphärisch enthüllt Stranger In Moscow das, was sich hinter der Wut der zwei vorherigen Songs verbirgt (Scream / The Don’t Care About Us, [HIStory Album] ) es ist Jacksons Version vom Song  A Day In The Life der Beatles: Ein eindringlicher Ausdruck von Isolation, Ernüchterung und Entfremdung. Musikkritiker Tom Molley beschreibt ihn als eine „ätherische und aufwühlende Beschreibung eines Mannes, verwundet durch den ‚rasanten, plötzlichen Absturz‘ (swift and sudden fall from grace), der im Schatten des Kremls wandert. Der langjährige Toningenieur Bruce Swedin empfindet ihn als einer der besten Songs, die der Sänger je geschaffen hat. Armond White stimmt dem zu und nennt ihn „Jacksons beste Aufnahme seit Billie Jean“. Seine Geschichte des aus dem Takt geratenen und tiefgehenden Schmerz‘ ist ausreichend eloquent, um mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Popmusik mythifiziert zu werden und ruft eine Erinnerung an die Ängste der Zeit des Kalten Kriegs und der Bürgerrechts -Ära hervor.

Jackson schrieb den Song 1993, während er in Moskau auf Tour war und in einer besonders schweren und einsamen Zeit seines Lebens. „Er fiel mir in den Schoß“,  erinnert er sich, „denn so fühlte ich mich zu der Zeit. Ich war alleine in meinem Hotel, es regnete und ich begann einfach mit dem Schreiben.“ Und wirklich, an dem Morgen, als die Inspiration für den Song kam, rief Jackson seinen musikalischen Direktor und Keyboarder Brad Buxer zu sich, der im selben Hotel wohnte. Es war 10.30 Uhr am Morgen und auf Jacksons Anfrage hin kam Buxer sofort zu ihm. „Ich klopfte an, und sagte: ’O.K. Michael, ich denke, du hast mich gerufen, weil du die Sachen für SEGA hören willst [Jackson hatte zugestimmt, eine Melodie für das Video-Spiel Sonic The Hedgehog3 zu schreiben] Er sagte: „Nein, nein, ich möchte einfach etwas arbeiten.“ Es gab dort ein Piano, und ich begann irgendwas zu spielen, und er sagte ‚spiel einfach, spiel einfach nur‘.“ Buxer, der eine klassische Ausbildung hat und verschiedene Instrumente beherrscht, arbeitete seit  vier Jahren eng mit Jackson zusammen. Stranger In Moscow war jedoch ihre bis dato bedeutsamste Zusammenarbeit. Während der Session im Hotel gab Jackson manchmal Anweisungen, manchmal hörte er einfach nur zu, bis er etwas hörte, was ihm gefiel. „Ich spielte ihm einen Abschnitt vor, und es gefiel ihm“, erinnert sich Buxer, „dann sagte er, spiel mir noch etwas anderes“, und es entwickelte sich genau zu diesen Akkorden. Es ist eine einfache Sequenz, aber mit einer eigenartigen Modulation. Terzen und Septimen sind in der Musik das A&O. Nimmst du von einem Dreiklang den Grundton und die fünfte Note– so wie das As und Es eines As-Dreiklangs und diese Noten dann als Dritte und Siebte eines neuen Akkords (in dem Fall E maj7) kannst du die Stimmung etwas verändern und es hat eine psychologische Wirkung. Du erhältst eine kraftvolle und doch fast unsichtbare Modulation, welche die Psyche beeinflusst nur dadurch, dass du eine Note verändert hast. Deshalb tat ich das. Und dann gibt es einen neuen Abschnitt mit Emaj7 zu A und Dmaj7 zum G, nur einen Schritt tiefer, gleiche Sequenz. Das sind die beiden Sequenzen und das war Stranger In Moscow“.

Als die Basissequenzen da waren, entwickelte Jackson die Melodie, die über den Noten der Akkorde schwebt. In nur eineinhalb Stunden hatten Jackson und Buxer im Wesentlichen den ganzen Song erschaffen. (Jackson vollendete später noch die bemerkenswerten Lyrics und fügte noch andere Elemente hinzu.)

Nicht lange, nachdem er diesen Song geschrieben und aufgenommen hatte, entschied Jackson, ein ganzes Album aus neuem Material zu schreiben, anstatt nur ein paar Aufnahmen zu einem Greatest Hits Album hinzuzufügen. Beide – Jackson und Buxer – wussten, dass sie etwas Außergewöhnliches erschaffen hatten. Indes fängt die anscheinend simple Moll-Ton-Ballade Stranger In Moscow , mit ihrem sparsamen Arrangement perfekt das Gefühl von der Leere ein, die ein Mann empfindet, der sich von der Welt um ihn herum entfremdet fühlt. Die Aufnahme beginnt mit dem Geräusch von Regen, dann kommt ein langsamer, mechanischer Beat dazu, (der sich auf Jacksons Beat-Boxing aufbaut) und der weiche Klang einer Gitarre. In den Strophen singt Jackson exquisite Call & Response Zeilen, deren Echo perfekt sein Gefühl der Isolation wiederspiegeln. „I Was Wandering In The Rain“ singt er, „Mask Of Life, Feelin‘ Insane“. (Ich wanderte durch den Regen/ Maske des Lebens, ich verliere den Verstand ) Es beginnt mit den wohl beeindruckendsten Zeilen in Jacksons Karriere, und erinnert an die Gedichte von T.S. Elliot oder Rainer Maria Rilke. Die fragmentierte Geschichte, die er präsentiert, handelt von kognitiver Dissonanz: Entweder die Welt verliert den Verstand, oder er selbst. Oder vielleicht sind es auch beide. Im Refrain fragt er wiederholt: „How Does It Feel?/How Does It Feel?/ When You’re Alone And You’re Cold Inside?” (Wie fühlt es sich an/Wenn du einsam bist/ Und innerlich kalt) Die Frage bleibt jedoch durch den ganzen Song hindurch unbeantwortet in der Luft hängen. Später singt Jackson davon „seinem Ruhm ausgeliefert“ zu sein. Er empfindet so etwas wie Betrug, Einsamkeit und Verzweiflung, was – wie es im Rolling Stone geschrieben wurde „dem Schmerz jedes Rockers von Seattle Konkurrenz macht.“ Er ist ein tragischer Charakter, ähnlich wie Jay Gatsby („es ist was ihn quälte, der stinkende Staub, der sich in seine Träume einschlich“) Jackson beschreibt seinen Geisteszustand als „Armageddon Of The Brain“ die Wortgebilde, die er mit den Versen malt, sind so lebendig“, stellt der Musikkritiker Jonathan Conda fest, „…er setzt ein Leben in Schmerz in Kontext mit Gedankenbildern und dem Gefühl von Russland während des kalten Krieges.“ Gegen Ende des Songs hat Jackson eine Aufnahme eines KGB Agenten integriert, der fragt: „Warum bist du vom Westen hergekommen? Gestehe! Um die großartigen Errungenschaften der Menschen, die Erfolge der Arbeiter zu stehlen.“

Für Michael Jackson, einer Ikone der westlichen Welt, repräsentiert der Song ein faszinierendes Paradox: als ehemaliges schwarzes Kind der heruntergekommenen Straßen von Gary, Indiana, wurde er zum berühmtesten pop-Star der Welt, er war ein wahrgewordenes Symbol des amerikanischen Traums. Zu Hochzeiten von Thriller erlaubte die damalige Sowjetunion nicht, dass dort seine Musik gehört werden durfte, sie musste als Bootleg eingeschleust werden. Jetzt, zehn Jahre danach, performte Jackson von hunderten und tausenden von Fans an solchen Orten wie  Prag oder Moskau, während er im Grunde aus Amerika verbannt wurde. In dem Song steht er deshalb als Heimatloser, als Vagabund da. Er wurde von seinem eigenen Land und System  benutzt und ausgespuckt. (ein „rasanter, plötzlicher Absturz“) Aber er ist auch ein „Fremder“ in Moskau. – gefangen in einem Hotel, wo „Stalins Tomb won’t let him be“ (Stalins Grab lässt ihn nicht sein) Er ist ein Ausgestoßener, ein unsichtbarer Mann, der sich deprimiert, heimatlos und einsam fühlt.

Durch das Musikvideo kommt jedoch ein wenig Erlösung. (was genau wie der Song selbst, oft zu wenig beachtet wird) Der Musikkritiker Owen Hatherly nennt es eine „impressionistische, semi-noir, Le Carré ähnliche Geschichte … Bettler und beeindruckende Gebäude einer Stadtlandschaft, die zum Einen an Tim Burton, aber auch an Andrei Tarkovsky erinnern.

Unter der Regie von Nicholas Brandt verzichtet man auf theatralische Showelemente und Tanzchoreografien, wie in vielen Kurzfilmen Jacksons zu sehen, zu Gunsten von mehr Subtilem und Düsterem: eine visuelle Erzählung, in der die Leben von sechs isolierten Fremden dargestellt werden, während die Welt sich in Zeitlupe um sie herum dreht. Jackson identifiziert sich mit diesen „normalen Leuten“: Er ist ebenfalls alleine und wandert in einem schwarzen Regenmantel, wie ein Geist, unerkannt durch die Straßen. Etwa in der Mitte des Videos treten er und die anderen Charaktere jedoch hinaus in den strömenden Regen. Als ob jeder von ihnen durch das Wasser getauft würde, verändert sich etwas: es ist, als ob diese schmerzhafte Entfremdung, die jeder von ihnen fühlte, vorübergehend weggewaschen würde, sie werden gereinigt und durch eine gemeinsame Erfahrung verbunden: ihrem Leiden. Das Paradox des Videos ist, dass sie nur miteinander in Verbindung treten können, indem sie sich gegenseitig ihre ihnen gemeinsame Einsamkeit und den Schmerz ausdrücken und sich dem öffnen.

(aus Joe Vogel – Man in the Music: The Creative Life and Work of Michael Jackson: http://www.amazon.de/Man-Music-Creative-Michael-Jackson/dp/1402779380/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1359581588&sr=8-1 )

Übersetzung: M.v.d.L.

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Stranger In moscow2

Und hier ein sehr schöner Beitrag über Stranger In Moscow, aus dem Blog “Dancing With The Elephant”

(Übersetzt von Lilly & Biba..Danke!)

http://dancingwiththeelephant.wordpress.com/

Wandering in the Rain – Im Regen wandernd

Willa: Also Joie, wann immer ich mit jemandem über Michael Jacksons Videos rede, weiß ich, dass sie mir schließlich die gefürchtete Frage stellen werden – welches ist dein liebstes? Und das ist so schwer für mich zu beantworten. Es ist so, als würdest du eine Großmutter fragen, welches Enkelkind ihr am liebsten ist. Wie jede Großmutter dir erzählen wird, liebt sie sie alle gleich! Und wenn du dich manchen nicht so verbunden fühlst wie anderen, so ist es vielleicht deswegen, weil du sie einfach nicht alle gleich gut kennst.

You Rock My World zum Beispiel gab mir lange Zeit ein unbehagliches Gefühl – es war ein schwieriges Kind für mich, mit dem ich warm werden musste. Aber nachdem wir einige Male darüber gesprochen haben – im November und Dezember 2011 – erkannte ich, dass darin so viele faszinierende Dinge zu finden sind, die ich zuvor nie gesehen hatte, und ich verstand es immer besser, und nun liebe ich es wirklich und genieße es, es mir anzusehen.

All dies drückt auf Umwegen aus, dass ich kein Michael Jackson Lieblingsvideo habe – ich liebe sie wirklich alle – aber ich muss zugeben, dass Stranger In Moscow einen ganz besonderen Platz dabei einnimmt. Zum einen ist es so wunderschön: das Konzept, die Bilder, seine erstaunliche Stimme. Ich liebe alles daran.

Joie: Ich liebe dieses Video auch. Für mich ist es visuell einfach überwältigend. Ich mag es einfach, dazusitzen und darin wirklich die Spezialeffekte zu betrachten; ich sitze immer wie hypnotisiert da, wenn es läuft. Es ist sehr hypnotisierend auf gewisse Art. Weißt du, meine Cousine sagte einmal zu mir: ‚Sieh dir dieses Video nicht an, es ist so deprimierend!‘ Und ich verstehe, was sie damit sagen will, aber ich konnte einfach nicht glauben, dass sie das gesagt hat, denn für mich ist dieses Video wunderschön. Ein wahrer Augenschmaus.

Willa: Das ist es wirklich, obwohl ich auch nachvollziehen kann, was deine Cousine gesagt hat. Es scheint mir, als würde er versuchen, seinen emotionalen Zustand zu jener Zeit zu vermitteln, in den Monaten sofort nach den Anschuldigungen 1993, und das war eine schreckliche Zeit für ihn. Wie er uns in den Lyrics erzählt, „fühlte er sich, als würde er wahnsinnig werden“ (feeling insane), so als würde er einen „Weltuntergang des Verstandes“ (Armageddon of the brain) erleben. Es scheint mir, als würde er uns auffordern, uns vorzustellen, was er durchmachen musste, um zu verstehen, wie diese Situation für ihn ist – um mit den Anderen zu empfinden, wie er es so oft in seinen Werken macht. Also wiederholt der Refrain in erster Linie ständig die Zeile „Wie fühlt es sich an“ (How does it feel):

Wie fühlt es sich an?
(Wie fühlt es sich an?)
Wie fühlt es sich an?
Wie fühlt es sich an?
Wie fühlt es sich an?
Wie fühlt es sich an?
(Wie fühlt es sich jetzt an?)
Wie fühlt es sich an?
Wie fühlt es sich an?

Wenn du einsam bist und innerlich kalt
Wie ein Fremder in Moskau?

Es scheint ziemlich klar zu sein, dass er uns dazu bringen will, uns in diese Lage zu versetzen – wie in die von jemandem, der fälschlicherweise eines schrecklichen Verbrechens angeklagt und dafür in der ganzen Welt verurteilt wird, ohne daraus entkommen zu können. Wie fühlt sich das an? Wie würde es sein, sich in einer solchen Situation zu befinden?

Frank Cascio spricht darüber in seinem Buch My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man und er zitiert ihn so:

„Ich glaube nicht, dass du es wirklich begreifen kannst … ich habe die ganze Welt gegen mich, die denkt, dass ich ein Kindesbelästiger bin. Du weißt nicht, wie es sich anfühlt, falsch angeklagt zu sein und ‚Wacko Jacko‘ genannt zu werden. Tagein tagaus muss ich auf diese Bühne gehen und auftreten, muss so tun, als sei alles perfekt. Ich gebe alles, was ich habe, ich gebe die Performance, die jeder sehen will. In der Zwischenzeit sind mein Charakter und mein Ruf ständigen Angriffen ausgesetzt. Wenn ich von der Bühne herunterkomme, sehen die Leute mich an, als wäre ich ein Krimineller.“

Ich denke nicht, dass wir überhaupt anfangen können uns vorzustellen, wie das für ihn war, Tag für Tag, Jahr für Jahr, ohne Unterlass. Wir können versuchen es zu verstehen, aber ich denke nicht, dass wir es jemals wirklich können. Aber in Stranger In Moscow versucht er, uns einen kleinen Einblick in das zu geben, was diese Erfahrung für ihn bedeutet hat.
Und das ist bedeutsam auf einer ganz persönlichen Ebene – einfach wie ein Mensch versucht einen anderen Menschen zu verstehen – aber es ist auch wichtig auf einer kulturellen Ebene, denn im Laufe seiner Karriere wurde er zur menschlichen Verkörperung des Abweichenden, des Andersseins. In gewisser Weise also stellt dieses Video genau dieselbe Frage, die Ben 40 Jahre zuvor gestellt hat: Haben wir die emotionale Fähigkeit mit jemandem zu empfinden, der ausgeschlossen ist, verlacht wird und gefürchtet ist, weil er als anders gekennzeichnet ist? Können wir diese Situation vom Standpunkt des Außenseiters sehen? Und „wie fühlt sich das an“, wenn wir das tun?

Joie: Das ist eine sehr fesselnde Frage, Willa. Können wir uns selbst in die Schuhe eines anderen stellen und uns ihre Welt aus seiner Perspektive betrachten? Wir können es sicherlich versuchen, wenn wir unser Herz und unsere Gedanken an der richtigen Stelle haben, aber weißt du, es ist nicht immer eine leichte Sache für manche Menschen, dies zu tun. Es war fast so, als hätte Michael verstanden, dass dies eine schwierige Aufgabe für die meisten Menschen war und so versuchte er immer wieder, uns durch verschiedene Songs zu zeigen, was diese Erfahrung für ihn bedeutete. Im Grunde haben wir beide dies im Herbst 2011 bereits in der Tiefe diskutiert, als wir über Is It Scary  gesprochen haben. Und ich sagte am Schluss dieses Posts, dass ich das Gefühl hätte, er sei einer der tapfersten Menschen jemals gewesen, dass er den Mut hatte, seinen Kopf in dieser Situation Tag für Tag hochzuhalten und dabei immer noch fähig zu sein, die schönste, tiefgründigste Kunst zu erschaffen und sie der Welt zu präsentieren, die sich gegen ihn gewendet hatte. Es ist einfach unglaublich für mich.

Willa: Oh, ich kann dir nur aus ganzem Herzen zustimmen. Es braucht enormen Mut und großes Selbstvertrauen – und ebenso Selbsterkenntnis. Er wusste, wer er war, und er besaß die innere Stärke an sich selbst zu glauben, sogar nachdem sich die Welt gegen ihn gewendet hatte. Aber es musste trotzdem unglaublich schmerzhaft für ihn gewesen sein, und ich denke, er untersucht dies in den Eröffnungsszenen in Stranger In Moscow.

Stranger in moscow3

Joie: Weißt du Willa, ich denke genauso. Dieser Kurzfilm versetzt einen wirklich in eine gewisse Stimmung, direkt in den Eröffnungsszenen. Aber der Song selbst gibt auch eine gewisse Stimmung vor, und ich glaube, dies ist eins der seltenen Videos, in denen die Bilder auf der Leinwand den Song perfekt porträtieren. Wie Dirty Diana.

Willa: Das ist ein interessanter Punkt, Joie. Einige seiner Videos gehen wirklich in eine ganz andere Richtung – ich denke nicht, dass irgendjemand das Leave Me Alone  Video hätte voraussagen können nur durch das Anhören des Songs. Aber manche sind viel näher dran, und bei Stranger In Moscow  gibt es wirklich einige direkte Korrelationen zwischen dem, was im Song gesagt wird und dem, was auf der Leinwand passiert. Zum Beispiel singt er „ein Betteljunge rief meinen Namen“ und plötzlich verändert sich die Szenerie hin zu einigen Straßenkindern, die Baseball spielen. Dann hören wir im nächsten Zwischenspiel einen Jungen, der „Michael!“ ruft und sehen einige Kinder vorbeilaufen. Also gibt das Video auf vielerlei Weise die Lyrics des Songs wieder.

Aber ich denke, dieses Video verdeutlicht den Song auf wichtige Art und Weise. Zum Beispiel nannten einige Kritiker diesen Song „paranoid“, weil er den Kreml und Stalin erwähnt und sagt, der „KGB verfolgte mich“. Aber wie das Video klarstellt, spricht er auf metaphorische Weise. Er fühlt sich wie ein „Fremder in Moskau“, aber das Video spielt ganz eindeutig in den Vereinigten Staaten: die Autos, der Coffeeshop, die Straßenschilder, die Telefonzelle sind alle amerikanisch, und als der Passant einen Quarter zu dem obdachlosen Mann auf der Straße schnippt, ist es ein amerikanischer Quarter. Also befindet er sich in den Vereinigten Staaten, seinem Geburtsland, aber es ist ihm so fremd geworden, dass er sich emotional so fühlt, als würde er in einem fremden Land leben. Das ist es, was es für mich bedeutet, wenn er sagt „Ich lebe einsam, Baby / Wie ein Fremder in Moskau“. Es erinnert mich an diese Zeile in They Don’t Care About Us, in der er sagt „Ich kann nicht glauben, dass dies das Land ist, aus dem ich komme“. Sein Heimatland ist ihm so fremd und nicht wiedererkennbar geworden, es fühlt sich nicht länger wie sein Zuhause an.
Und es ist sehr wichtig zu realisieren, dass er nicht die einzige Person in diesem Video ist, die „einsam lebt“. Wir sehen auch andere Menschen im Schmerz, die irgendwie aus dem Lebensfluss ausgeschlossen sind. Dies wird visuell dadurch dargestellt, dass einige der leidenden Menschen hinter Glas gezeigt werden – wie die traurige Frau in dem Coffeeshop, die man durch eine Glasscheibe sieht und den einsamen Mann in seinem Apartment, den man durch sein Apartmentfenster sehen kann. Es ist daher symbolisch gesehen wesentlich, als das Glas zerbricht, und es ist wesentlich, dass es spielende Kinder sind, die es zerbrechen lassen.

In meinen Augen ist das Vorhandensein der Kinder ein subtiles Mittel in diesem Video, aber eines von entscheidender Bedeutsamkeit, zum Teil weil sie eine Wende herbeiführen in dem, was passiert. Im Grunde sehe ich Straßenkinder, die Baseball spielen und als Höhepunkt des Films das Fenster zerbrechen. Weißt du, es gibt da dieses allgemeine Missverständnis, dass der Höhepunkt eines Filmes oder einer Geschichte auch der aufregendste Teil sein müsste, aber technisch ist es nicht das, was das Wort „Höhepunkt“ bedeutet, wenn du Literatur oder Filme analysierst. Stattdessen bezeichnet der Höhepunkt den Wendepunkt, den Moment, der den Ausgang der Geschichte bestimmt. Manchmal ist es aufregend, aber oft ist es das nicht – oft ist es ein ruhiger Augenblick, in dem der Held oder die Heldin eine schicksalhafte Entscheidung treffen, die bestimmt, welchen Weg er oder sie einschlagen wird und wie die Geschichte schließlich endet. Zum Beispiel ist der Höhepunkt von Star Wars nicht die große Kampfszene am Schluss, als Luke Skywalker den Death Star zerstört. Es ist die viel frühere traurige Szene, als er entdeckt, dass seine Tante und sein Onkel getötet wurden und er sich entschließt mit Ben zu gehen und die dunkle Seite zu bekämpfen. Das ist der Wendepunkt von Star Wars. Und für mich ist der Wendepunkt oder der Höhepunkt von Stranger In Moscow, als die Straßenkinder das Glas zerbrechen.

Joie: Das ist sehr interessant, Willa. Und ich mag, was du gesagt hast über den Höhepunkt einer Geschichte oder eines Films, dass es oft ein stiller Moment ist, in dem eine Entscheidung getroffen wird.

Aber ich möchte darüber sprechen, was du über die Menschen im Schmerz in diesem Video gesagt hast. Du sagtest, sie sind alle irgendwie vom Fluss des Lebens ausgeschlossen, und das ist wirklich wahr. Aber ich glaube, all diese Aufnahmen von ihnen, die man durch die Glasscheiben oder Fenster sieht, sind auch dazu bestimmt, ein Gefühl der Isolation und Verzweiflung hervorzurufen. Das ist wirklich das Gefühl, das Michael Jackson in diesem Song zu erfassen versucht, denke ich.

Wie fühlt es sich an?
(Wie fühlt es sich jetzt an?)
Wie fühlt es sich an?
Wie fühlt es sich an?
Wenn du einsam bist und innerlich kalt

Jeder dieser Menschen – der einsame Mann in seinem Apartment, die traurige Frau im Coffeeshop, sogar der obdachlose Mann, der auf der Straße liegt und der Teenagerjunge, der die anderen Kinder beim Ballspiel beobachtet – sie sind alle sehr isoliert und in einem Zustand der Verzweiflung. Und jedes Mal, wenn ich dieses Video ansehe, möchte ich noch mehr von dieser Geschichte wissen, weißt du? Warum spielt der Teenagerjunge nicht Ball mit den anderen Kindern? Was hat die Frau im Coffeeshop so mitgenommen? Warum ist dieser Mann in seinem Apartment ganz allein eingesperrt, und wie ist die Geschichte des obdachlosen Mannes? Wir wissen, warum Michael sich wie ein Fremder in Moskau fühlt, aber was ist mit den anderen?

Willa: Das ist ein wirklich guter Punkt, Joie, und ich denke, unsere Unfähigkeit wirklich zu wissen was sie durchmachen, wie sie sich fühlen und warum sie auf diese Art reagieren, verstärkt das Gefühl der Isolation. Wir wissen nicht, was sie gerade erleben, wir kennen nicht ihren Schmerz und diese Unfähigkeit das Leiden der anderen wirklich zu verstehen, ist ein bedeutendes Element dieses Videos, denke ich. Sie „leben auch einsam“, genau wie er, und diese Isolation verstärkt den Schmerz noch. Also kommen wir wieder einmal zurück zu der zentralen Frage: „Wie fühlt es sich an?“

Joie: Und das ist solch ein wichtiger Punkt, Willa. Sie „leben einsam“, genau wie er. Und das lässt uns auf gewisse Weise über uns selbst nachdenken. Bis wir uns nicht aktiv selbst nach anderen ausstrecken und unsere Last teilen, leben wir alle genauso einsam wie jene Menschen in diesem Kurzfilm. Und dieses Gefühl der Isolation verstärkt den Schmerz und das emotionale Leiden. Und sogar wenn wir manchmal von Menschen umgeben sind, die sich um uns sorgen, ist es doch noch möglich, das Gefühl zu haben, als würde man „einsam leben“.

Willa: Das stimmt, Joie, und es ist auch eine bedeutende Feststellung. Und manchmal, wenn wir verletzt sind, dann isolieren wir uns selbst. Es ist, als würden wir Zeit für uns allein benötigen, um uns zu erholen und unser Gleichgewicht zurückzuerlangen, aber uns selbst auf diese Art zurückzuziehen, kann genauso auch Probleme hervorrufen.

Joie: Weißt du, Willa, der Schluss dieses Videos verwirrt mich irgendwie. Das hat es bisher nicht getan, aber nun, da du und ich darüber reden, beginne ich darüber nachzudenken, wie ich es nie zuvor getan habe. Am Schluss sehen all diese einsamen, gepeinigten Menschen, den Regen herunterkommen, und sie gehen hinaus und begrüßen ihn. Sie lassen ihre Gefühle von Isolation für einen kurzen Moment los und stehen unter dem fließenden Wasser und lassen sich vom Regen abspülen. Nichts ist geklärt. Aber trotzdem, jeder von ihnen scheint durch dieses Vorgehen in gewisser Weise beruhigt zu werden.
Das ist nicht genau das, was ich als Ende davon erwartet hätte. Man könnte doch bei dem Thema dieses Filmes denken, dass wir am Ende all diese isolierten Menschen sehen würden, wie sie zueinander finden und zusammenkommen. Oder sich vielleicht Familie und Freunden anschließen, so dass sie nicht länger so isoliert sind. Aber das ist nicht das, was hier passiert. Was schließt du daraus?

Willa: Das ist solch eine schwere Frage. Dies ist ein wirklich uneindeutiges Video – eines seiner unklarsten überhaupt, denke ich. (Das mag ein weiterer Grund dafür sein, warum ich es so sehr mag!) Also ist es möglich, das Ende auf viele verschiedene Arten zu interpretieren, aber er bietet uns einige wichtige Hinweise an. Bevor zum Beispiel diese leidenden Menschen in den Regen hinausgehen, sehen und hören wir Kinder, die im Regen herumrennen. Der Mann in seinem Apartment hört ihre aufgeregten Rufe, sieht nach unten durch sein Fenster, verlässt schließlich sein Apartment und steht im Regen. Die Art, wie diese Sequenz strukturiert ist, deutet an, dass es die Kinder sind, die ihn dazu inspirieren.

Wir sehen ebenso, wie Michael Jackson durch die Kinder inspiriert wird. Er sucht gerade unter einem Dach Unterschlupf, als die Kinder an ihm vorbeilaufen, durch die Pfützen rennen, und dann tritt er hinaus in den Regen. Dies ist eine wirklich lange Sequenz, die Szenen der Kinder, die ständig durch den Regen rennen unterbrochen von den Szenen, in denen Michael Jackson sie beobachtet, wie sie vorbeilaufen und denen der anderen traurigen Erwachsenen ebenfalls. Es gibt eine Aufnahme der Kinder aus der Entfernung, dann von Michael Jackson, wie er sie beobachtet und dabei singt „How does it feel? Wie fühlt es sich an?“, dann einen langen Abschnitt der Kinder von Nahem, eine schnelle Einblendung von Michael Jackson, der wieder singt „Wie fühlt es sich an?“, ein weiterer Abschnitt der Kinder von Nahem in Zeitlupe, dann der Mann in seinem Apartment, der seine Hand über das Glas des Fensters gleiten lässt, während wir hören „Wie fühlt es sich an?“, der obdachlose Mann, der seine Hand zum Regen ausstreckt, Michael Jackson im Hintergrund, während die Kinder vor ihm vorbeirennen, der obdachlose Mann regendurchtränkt mit erhobenem Gesicht, Michael Jackson und die Kinder sind alle zusammen auf der Bildfläche zu sehen, eine Rückansicht der Kinder, wie sie durch den Regen spritzen, der Geschäftsmann im Regen, eine Rückansicht von Michael Jackson, der in den Regen tritt, der obdachlose Mann, der Geschäftsmann, Michael Jackson, so geht es reihum …
Ich liebe diese Sequenz und die Art, in der diese Bilder miteinander verwoben werden. Es ist sehr geschickt gemacht und es verstärkt wieder die Vorstellung, dass Kinder ein subtiler, aber äußerst wichtiger Bestandteil dieser Geschichte sind. Und Joie, dies wirst du mögen – in der letzten Aufnahme der Kinder halten sie sich an den Händen.

Stranger in moscow4

Aber dies wirft eine weitere komplizierte Frage auf: Was repräsentiert der Regen?

Joie: Nun, das ist wirklich eine interessante Frage, Willa! Was stellt der Regen dar? Weißt du, da gibt es im Grunde viele, viele mögliche Antworten auf diese Frage. Regen stellt eine Quelle des Lebens dar; er ist äußerst wichtig für das Leben. Er nährt Menschen, Tiere und Pflanzen. Ohne ihn könnten wir nicht überleben. Und in Regionen, in denen es nicht viel Niederschlag gibt, gilt er als Symbol von Leben und Neugeburt.
Regen kann auch für Segnungen stehen, die vom Himmel herabfließen, aber ebenso auch für Flüche. Im Grunde baute Noah, gemäß der Bibel, die Arche aus einem bestimmten Grund, richtig? Und es hatte niemals vorher auf der Erde geregnet, also kein Wunder, dass alle Menschen dachten, Noah sei vollkommen verrückt. Wasser, das vom Himmel fällt? Yeah, genau!
Aber ich denke, in der modernen heutigen Welt symbolisiert Regen oft Tränen und Traurigkeit und Depression. Aber er ist auch, sehr oft, symbolisch zu sehen für eine emotionale Reinigung oder Heilung. Und manchmal impliziert er auch einen Hauch von Romantik! Also sind die Möglichkeiten wahrlich endlos, Willa.

Willa: Wow, das ist eine wunderbare Aufzählung, Joie! Und du hast Recht, der Regen kann viele verschiedene Dinge bedeuten. Eigentlich denke ich, dass sich die Bedeutung des Regens im Verlauf des Videos verändert, was wahrscheinlich der Hauptgrund dafür ist, dass dieses Video so eindrucksvoll für mich ist. Am Anfang scheint der Regen „Tränen und Traurigkeit und Depression“ zu repräsentieren, wie du erwähnt hast, Joie. So wie er in der Eröffnungsstrophe singt:

Ich wanderte im Regen
Maske des Lebens, ich verliere den Verstand
Rasant und plötzlich in Ungnade gefallen
Die sonnigen Tage scheinen weit weg
Der Schatten des Kremls verkleinert mich
Stalins Grab lässt mich nicht sein
Immer weiter und weiter geht es
Ich wünschte, der Regen würde mich einfach in Ruhe lassen

Er scheint also eindeutig den Sonnenschein mit Glück gleichzusetzen („Die sonnigen Tage scheinen weit weg“) und den Regen mit der emotionalen Qual, durch die er gehen muss („Immer weiter und weiter geht es / Ich wünschte, der Regen würde mich einfach in Ruhe lassen“).

Aber dann sieht er die Kinder durch den Regen laufen, und er beginnt, anders darüber zu denken. Diese Kinder inspirieren ihn dazu aus seinem Unterstand herauszutreten und aufzuhören den Regen zu meiden, und er taucht im Grunde darin ein – er erlebt den Regen vollständig. Er streckt seine Arme aus, wirft seinen Kopf nach hinten und steht da mit offenem Mund, um ihn zu trinken. Diese Schlussszene, in der er sein Gesicht nach oben dreht und seinen Mund öffnet, um Regentropfen einzufangen, erinnert mich immer an jemanden, dem die Kommunion erteilt wird. Aber der Regen fließt auch an seinem gesamten Körper entlang, wie bei einer Taufe, und so scheint er dies auch zu erfahren. Es fühlt sich also für mich so an, dass der Regen für ihn zu etwas physisch und spirituell Nährendem geworden ist, „zu einer emotionalen Reinigung und Heilung“, wie du es so wunderschön gesagt hast, Joie.

Joie: Ich stimme dir zu, Willa. Ich denke, die Bedeutung des Regens verändert sich im Verlauf des Kurzfilms und wir sehen das nicht nur an Michael Jacksons Verhalten, sondern auch am Verhalten der anderen. Die Frau in dem Coffeeshop, der alte Mann in seinem Apartment, der Teenager, der den anderen Kindern beim Ballspielen zusieht. Selbst der obdachlose Mann auf der Straße. Sie alle entscheiden sich dafür, unter dem Guss des Regens zu stehen und diese emotionale Reinigung und Heilung über sich ergehen zu lassen.

Willa: Das ist wahr, die Bedeutung des Regens hat sich für sie alle verändert – sie alle scheinen eine spirituelle Erneuerung durch den Regen zu erlangen – und das ist ein entscheidend wichtiger Punkt. Ich bin so froh, dass du das angesprochen hast, Joie. Sie alle erfahren etwas und profitieren von dieser Verschiebung in der Bedeutung des Regens und das ist emotional so bewegend für mich und thematisch so faszinierend.

Weißt du, Regen ist nichts als Wassertropfen vom Himmel. Er „bedeutet“ nichts, eigentlich, aber wir Menschen haben ihn mit gewaltiger Bedeutung ausgestattet und das haben wir seit Jahrhunderten. So wie die Farbe unserer Haut, für sich selbst gesehen, nichts bedeutet oder die Form unserer Augen oder ein Fluss zwischen zwei Regionen, die als getrennte Länder ausgewiesen werden, oder ein mehrfarbiger Stoff, der an einer Fahnenstange weht, oder ein schwarzes Stück Stoff, das auf dem Kopf getragen wird, oder die Länge unserer Haare oder der Stil unserer Kleidung oder der Akzent unserer Sprache oder tausend andere Merkmale. Aber wir haben diesen beliebigen Zeichen Bedeutung auferlegt und lassen sie Bedeutungen transportieren – Bedeutungen eingeschlossen, die sehr schmerzhaft für uns sein können.
Was wichtig ist, wir haben die Macht diese Bedeutungen zu verändern – und Michael Jackson wusste wie man es macht. Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig das ist. Ich denke, dass Michael Jackson seine gesamte Karriere hindurch sehr fokussiert darauf war, die konnotative Bedeutung, oft negative Bedeutung, die von bestimmten Merkmalen transportiert wird, in Frage zu stellen und zu verändern – ganz so wie er die Bedeutung des Regens in diesem Video verändert.
In der Tat stellt Stranger In Moscow für mich im Mikrokosmos das zentrale Projekt seiner ganzen Karriere dar: Zu verändern, wie wir beliebige körperliche Zeichen interpretieren und emotional darauf reagieren, ganz so wie er verändert, wie die leidenden Menschen in Stranger In Moscow den Regen interpretieren und wie sie emotional auf ihn reagieren – von etwas Negativem, das sie außerdem isoliert und bedrückt, zu etwas Positivem, das sie nährt und belebt. Also für mich ist Stranger In Moscow  zu einer Metapher für sein Lebenswerk geworden. Das ist es, was Michael Jacksons Werk für mich bedeutet und das ist der Grund, warum es für mich so wichtig und so mächtig ist.

Tatsächlich gehe ich hier noch einen Schritt weiter. Dies ist nicht nur eine Metapher dafür, wie ich Michael Jacksons Kunst sehe, sondern wie ich Kunst mittlerweile generell sehe. Kunst hat die Macht, entscheidend zu verändern, wie wir unsere Welt wahrnehmen, erfahren und verstehen – zum Beispiel die Bedeutung des Regens zu verändern oder die Bedeutung unserer Hautfarbe oder unseres Geschlechts oder unserer Nationalität oder des Akzents unserer Stimmen oder einer Menge anderer Zeichen – und ich sehe dies jetzt als den höchsten Zweck von Kunst. Und Joie, zu dieser Vorstellung gelangte ich durch Michael Jackson. Er hat meine Vorstellungen revolutioniert, nicht nur über Kunst, sondern auch darüber, wie wir als Individuen unsere Welt erfahren. Diese Ideen werden für mich alle durch Stranger In Moscow  repräsentiert und dadurch, wie er die Bedeutung des Regens verändert.

Joie: Das ist eine sehr interessante Idee, Willa. Sie gibt uns sicher eine Menge zum Nachdenken. Aber was auch immer die Bedeutung des Regens oder die Bedeutsamkeit all dieser Merkmale sein mag, die du gerade erwähnt hast… Stranger In Moscow  ist einer von Michael Jacksons tiefgründigsten Kurzfilmen. Ich denke, wir können uns beide in diesem Punkt einig sein.

Link zum Video:
Stranger In moscow 5
How Does It feel now? – Wie fühlt es sich jetzt an?

Interview mit Debbie Rowe – “The Missing Tapes”

Interview mit Debbie Rowe. Debbie spricht über ihre Beziehung und Ehe mit Michael, über die Probleme mit den Medien, über die Geburt von Prince und Paris…

Frage: Es gibt Berichte darüber, dass Michael Schmerzmittel missbrauchte und dass seine eigene Familie erfolglos versuchte, zu intervenieren. Hast du etwas vom Medikamentenmissbrauch gemerkt, als ihr verheiratet wart?

Debbie: Nein. Wenn es so wäre, wären die Kinder nicht da. Ich weiß, ihr seht mich als eine Mutter, die raus aus allem ist…aber das ist nicht so.

Frage: Ok, du warst also Debbi Rowe, Debbie aus dem Wohnblock… Und dann war da plötzlich die ganze Medienaufmerksamkeit, nachdem du geheiratet hattest, es geschah allesmögliche, und seitdem lebst du damit… Kannst du mir sagen, wie das so ist, im Alltag, und wie du mit dieser Aufmerksamkeit umgehst?

Debbie: Es ist die letzten Jahre leichter geworden, aber am Anfang war es… wirklich unbeschreiblich. Ich hatte das wirklich nicht erwartet. Ich dachte, es wird so schlimm nicht werden.

F: Erzähl mir, wie es dir ergangen ist. Wie hat man dich behandelt?

D: Am Anfang war es, als ob du verfolgt würdest, und du denkst dir, dass sie ja nur ein Foto wollen. Aber das ist ein Eindringen. Also eigentlich weißt du, dass die Kamera dich nicht verletzt, es ist nur ein Foto. Aber es ist ein Foto von mir, und wenn ich von mir ein Foto veröffentlicht haben wollte, dann hätte ich das selbst getan. Ich hätte gesagt: „Seht, das bin ich, schwanger“ – und es wäre gut. Aber weißt du… Schwangerschaft ist etwas sehr privates, persönliches, es ist etwas, was nur mich und Michael angeht. Nicht mich und den Rest der Welt. Michael auf der Bühne ist Michael auf der Bühne, für die ganze Welt…Das ist ihr Michael, das ist nicht mein Michael. Das ist nicht der Mann, den ich geheiratet habe, der Mann mit dem ich Kinder habe. Sie kennen nicht den Michael, den ich kenne. Es ist eine Schande, es ist einfach übel. Denn er ist so ein wunderbarer [Debbie weint]… er ist wirklich wundervoll, fürsorglich, und er wird nicht so dargestellt, wie er wirklich ist. Und das stinkt mir wirklich. Es könnte niemand ein besserer Vater sein. Und ich widerspreche jedem, der Vorwürfe anbringt, dass er kein richtiger Vater sei. Niemand hat jemals mehr über Erziehung und Elternschaft gelesen. Niemand hat je geprobt, Eltern zu sein. Eltern zu sein ist eine Kunst. Man muss sich den Titel „Eltern“ verdienen.  Nur weil du Kinder auf die Welt bringst, jemand schwanger machst, bekommst du nicht automatisch den Titel „Mutter“ oder „Vater“, diesen Titel musst du dir verdienen. Meine Kinder nennen mich nicht Mutter, weil ich es nicht möchte. Sie sind Michaels Kinder. Nicht, dass es nicht meine Kinder wären, aber ich habe sie bekommen, weil ich wollte, dass er Vater wird. Ich glaube, dass es Menschen gibt, die Eltern sein sollten. Und er ist einer davon. Wir haben eine ungewöhnliche Familie, und wenn Leute das komisch finden, ist es eine Schande, dass sie nicht offener sind. Wir sind eine Familie. Michael und ich sind immer über die Kinder verbunden. Ich werde immer für ihn da sein, ich werde immer für die Kinder da sein. Und die Leute machen Bemerkungen wie: „Oh, ich kann nicht glauben, dass sie ihre Familie verlassen hat.“ Verlassen? Ich habe meine Kinder verlassen? Ich habe meine Kinder nicht verlassen, sie sind bei ihrem Vater. Da, wo sie sein sollten. Ich sage dir, er ist der beste Vater, so fürsorglich… Noch bevor das Baby etwas brauchte, wusste er schon, was es ist.

Debbie Rowe MJ

F: Wolltest du Kinder haben, bevor du Michael kennen gelernt hast?

D: Nein.

F: Es war also nicht das, was du immer wolltest?

D: Nein. Aber das sind wirklich Kinder der Liebe. Ich erinnere mich an das Gespräch und ich sagte: „Lass mich das für dich tun.“ Und er sagte: „Du tust das für mich?“ Ich sagte: „Ja, bitte lass mich das für dich tun.“ Und fragte: „Warum?“  „Weil ich dich liebe, warum sonst.“

F: Was denkst du, ist an der Sache so faszinierend? Warum lässt es nicht nach?

D: Soweit es mich betrifft – keine Ahnung. Keine Ahnung. Ich denke, es geht niemanden etwas an. Und ich denke, die Leute lieben Klatschgeschichten.

F: Hat Michael dich bezüglich dieser Medienaufmerksamkeit vorgewarnt?

D: Ja.

F: Was hat er gesagt?

D: Er sagte: „Du weißt nicht, was sie alles tun.“ Und ich sagte: „Ach Michael. Wir bekommen einfach nur ein Baby, was sollte daran besonderes sein? Wir werden ein Kind haben. Wenn es überhaupt etwas ist, dann ist es einfach etwas Schönes, etwas Wunderbares, Großartiges.“ War das etwa nicht so? Aber anscheinend war es das nicht.

F: Und wie wurde das Ganze dann in deinen Augen dargestellt?

D: Ich erinnere mich… am Anfang, als es niemand wusste. Es war wie ein kleines Geheimnis. Und ich wurde dicker und dicker… Und dann fand ich heraus, dass ein Foto von mir, schwanger, eine halbe Million Dollar wert ist. Für wen? Und warum? Hat man vorher noch nie jemand schwangeres gesehen? Denkt man, dass ich anders aussehe, weil es Michaels Baby ist? Schwanger ist schwanger. Also, das Ganze wurde sehr stressig. Es wurde so schlimm, dass ich mir eine Woche von der Arbeit frei nahm, und auf die Ranch ging (Neverland) um wieder zur Ruhe zu kommen. Und dann rief Michael an und sagte „komm nach Australien“. Und das tat ich dann.

F: Es gab Gerüchte, dass du einen Schrein für Michael hattest, dass du, bevor du ihn kennenlerntest, ein besessener Fan warst. Ist davon etwas wahr?

D: [lacht] Ich gestehe, als kleines Mädchen hatte ich sein Bild an der Wand hängen, neben Bobby Sherman und Jack Wild und Donny Osmond. Was mein Appartement betrifft, da gab es ein großes Bild, in einem Magazin abgedruckt, ohne meine Erlaubnis. Und der Kaminsims…  am Kaminsims hatte ich Kerzen. Ja, ich hatte dort Kerzen und ein Bild von Michael und mir, ich hatte ein Bild von einem meiner Hunde, eins von meiner Nichte und meinem Neffen. Das war also der „Schrein“… nein, leider kein Schrein, sorry.

F: Was habt ihr zusammen gemacht? Warst du oft auf der Ranch? Hat er mit dir geflirtet – entwickelte sich eine Romanze? … So etwas, wie dass er versuchte dich zu küssen…

D: OK… Darüber werde ich nicht sprechen. Ich denke, wir haben vieles gemeinsam, eine ähnliche Persönlichkeit, bisschen flirten, miteinander reden und herumblödeln… aber ich denke, dass ich dir nichts Besonderes nennen kann…

F: Hattet ihr Sex?

D: Warum interessiert euch Typen das? Ok, ich sag‘ dir was. Wenn sich diese Tür schließt, ist das allein meine Angelegenheit, nicht eure. Und das ist eine extrem unangebrachte Frage. Das ist meine Antwort: diese Frage ist unangemessen.

F: Ok. Es gibt Berichte darüber, dass du bezahlt wurdest, um seine Kinder zu bekommen, so wie bei einer Samenspende – also, wenn du ein Mann wärst.

D: Wirklich?

F: Stimmt es?

D: Ich denke, ich wäre ziemlich unbezahlbar. Nein, nein!

F: Warum habt ihr geheiratet?

D: Um eine Art Tabu zu vermeiden. Du weißt, wenn man ein uneheliches Kind hat – die Kinder würden es, so wie es war, schwer genug haben. Sie brauchten nicht auch noch diesen Stempel, so wie ihr Vater, der so viele Stempel aufgedrückt bekommt. Es war ein Weg das zu tun, von dem die Leute denken, dass es „normal“ ist… Ich denke, dass Heirat etwas Gutes ist, wenn Kinder beteiligt sind. Ich persönlich halte es nicht für notwendig, wenn du keine Kinder hast. Es ist eine Option. Manche Menschen brauchen dieses Stück Papier – andere nicht.

F: Wann wusstest du, dass du mit Prince schwanger bist?

D: Oh, du möchtest schon wieder Daten wissen. Ich glaube, ich fragte schon meinen Arzt, als ich zwei Tage drüber war. Ich hatte eine Fehlgeburt, bevor wir Prince bekamen… es war… ich war am Boden zerstört. Ich dachte, ich würde nie wieder ein Baby haben können und es war einfach furchtbar, ich war 38, und wollte es nicht glauben, ich wollte das wirklich tun und es hat sich so entwickelt, es passierte einfach. Und wer war die ganze Zeit da, und hat mich unterstützt? Michael.

F: Und dann habt ihr es wieder versucht.

D: Oh ja.

F: Also war Prince wirklich geplant, gewünscht…

D: Natürlich, beide Kinder. Sonst wären sie jetzt nicht da.

Debbie Michael Paris Prince

F: Wie hat Michael um deine Hand angehalten, wie war die Hochzeit? Hat er dir einen Ring gegeben, auf Knien?

D: Als ich in Neverland war, und immerzu weinte, sagte er: „Würdest du nach Australien kommen?“ Und ich sagte „ok“.

F: Warum hast du geweint?

D: Die Leute jagten mich, ich dachte, mein Leben sei vorbei, ich wusste nicht, was da passierte und warum.

F: Das war, nachdem alle Welt Bescheid wusste?

D: Ja. Ich hab’s nicht verstanden. Wir sprachen schon vorher darüber (über Heirat), es war ein Hin und Her.

F: Gab er dir einen Ring?

D: Ja, und ich zeige ihn nicht, denn das ist sehr persönlich. Ich glaube aber, ihr würdet irgendwo ein Bild davon finden. Ich hebe ihn an einer bestimmten Stelle zu Hause auf, kein Schrein, nur ein besonderer Platz. Wir heirateten, ich war für eine Woche in Australien, und er war auf Tour, und als ich zurückkam, hatte er schon Babysitter engagiert, Bodyguards… die Dinge spitzten sich zu. Er sagte: „Dein Appartement ist nicht sicher, ich möchte nicht, dass du da bist.“ Ich wohnte dann bei guten Freunden in Moorepark.

F: Gab es Flitterwochen?

D: Er war am Arbeiten, was denkst du? Wir waren in Australien, ein sehr schönes Land…

F: Die Hochzeit ging ziemlich schnell von statten dort…

D: Ja.

F: Gab es einen Pfarrer?

D: Nur ein Friedensrichter und Freunde von uns, es ging schnell, ich war erschöpft, denn ich war gerade erst angekommen, und er hatte gerade vorher eine Show, und war sehr aufgedreht.

F: Hast du deine Hochzeitsnacht mit Michael verbracht?

D: Nein, haben wir nicht. Ich war sehr müde und erschöpft, weil ich gerade erst angekommen bin, und er hatte gerade ein Konzert gegeben. Wir waren in derselben Suite, ich sagte, ich muss mich erholen, ich bin schwanger, ich muss in einen anderen Gebäudeteil. In der Suite waren immerzu Leute, es gab Partys und all so etwas. Ich ging also in einen anderen Teil, um etwas Ruhe zu haben.

F: War es eine richtige Hochzeit? Ihr habt nie ein Schlafzimmer geteilt, ihr habt nie im gleichen Bett geschlafen, wurde die Ehe vollzogen?

D: Eine sehr unverschämte Frage. Was hinter den Türen zwischen mir und meinem Ehemann passiert, ist alleine unsere Sache. Und ich weiß nicht, ob ich es noch deutlicher sagen muss. Es geht nur mich und Michael an… Wenn da noch andere Leute gewesen wären… dann würden die Tabloids wohl schreiben: Da ist eine Orgie. Wenn wir da noch andere Leute im Bett hätten, dann könnten wir darüber diskutieren.  Ich verbrachte eine Nacht dort. Und wir waren im Bett und sahen fern. Ich sage dir eines der besten Dinge, die man tun kann:  Wenn du jemanden liebst, bist du dann noch nie mitten in der Nacht aufgewacht und hast ihn einfach nur angesehen? Und siehst all das Schöne… es ist friedlich, still, du siehst genau, wie der Mensch ist. Du siehst nicht den ganzen Stresss, wie tagsüber.. Und ich konnte dort sitzen, und ihn stundenlang betrachten. Denn es war so friedlich und still.

F: Erzähle mir etwas von der Geburt. Wie war die Geburt deines ersten Kindes?

D: Da gibt es viele Kontroversen. Es ist viel Arbeit. Und, noch einmal: du musst verstehen, dass ich es nicht deshalb tat, weil ich Mutter werden wollte. Wenn man Mutter werden will, freut man sich darauf…voll freudiger Erwartung. Oh Gott, wir waren sehr aufgeregt. Michael war definitiv aufgeregter als ich. Er war so aufgeregt, als die Wehen einsetzten. Und… Er war dabei! Wir hatten Videos, Musik…und es dauerte lange, 23 Stunden … Ich habe eine sehr direkte Sprache, und immer, wenn ich etwas sagte, machte Michael „schschht..“

F: Er mag nicht, wenn man flucht?

D: Er dachte, es sei nicht nötig, wenn man auch andere Worte gebrauchen könnte… Aber er war die ganze Zeit da. Er hielt meine Hand, streichelte meinen Kopf. Einmal musste ich mich übergeben, und es war mir peinlich und er sagte: „Es ist ok, alles ist wunderbar…“ Ich sagte: „Ich glaube, ich sterbe!“ „Nein, du wirst nicht sterben, du machst es großartig.“ Wir machten auch das Ding mit der Atemtechnik….Dann wurde Michael [Prince Michael] geboren… Michael sagte „Er ist da, es ist alles so wunderbar.“ Ich mit meinem medizinischen Hintergrund dachte, das kann nicht schön sein, mit dem ganzen Blut und Zeug, sorry, unmöglich. „Michael, so schön kann es gar nicht sein.“ Er weinte, und dann war sein Sohn geboren. Und ich sah in sein [Michaels] Gesicht… (Debbi weint) Ich habe ihn nie so glücklich gesehen. Und das machte das alles für mich so wunderschön. Diesen Ausdruck auf seinem Gesicht zu sehen. Er durchschnitt die Nabelschnur. Er ging mit, das Baby wiegen und alles.. Michael kam zu mir “Bist du ok, geht es dir gut?“ „Ja, mir geht es gut.“. Und ich weiß nicht mehr, wie wir alle dort herauskamen. Michael war nicht ansprechbar…er war ganz bei seinem Sohn… es ging allen gut. Man fragt normalerweise „Wie geht es Mutter und Kind?“ Mutter und Kind geht es gut!“ Und hier war es: „Vater und Sohn geht es gut“. Das war schön…

F: Hattest du irgendwelche Bedenken, dass dein Kind mit Michael auf der Ranch aufwuchs?

D: Nein, warum sollte ich? Soll das sarkastisch gemeint sein? Warum sollte ich? Wir reden vom Himmel auf Erden – hast du die Ranch gesehen?

F: Nein, habe ich nicht.

D: Es ist so nah am Himmel, wie du nur sein kannst…wo sonst, außer im Himmel, hast du so viel Liebe, wo sonst bekommst du so viel liebeswürdige Aufmerksamkeit? Sei dir sicher, es war alles ok. Es war ruhig und friedlich. Wenn man irgendetwas brauchst…es wird alles für dich getan…

F: Wolltest du als Familie dort leben? Ihr drei zusammen? … weil du wohntest ja nicht dort. Wolltest du nicht Teil davon sein?

D: Ich muss dir meine Philosophie zur Mutterschaft erklären. Ich glaube, ich habe es schon erklärt, wahrscheinlich wiederhole ich mich, aber ich versuche zu erklären, wie ich es wirklich sehe. ..dass man sich den Titel „Eltern“ verdienen kann. Wir sind eine Familie. Wir sind keine konventionelle Familie. Ozzy Osburne – jeder denkt über ihn, was er für eine dysfunktionale Familie hat. Dabei ist er wohl einer der liebevollsten Väter, so wie Michael, ihre Familie kommt immer an erster Stelle. Die Leute können das nur schwer glauben und ich weiß nicht warum. Nur weil man nicht am gleichen Ort lebt, das gleiche Essen isst, am gleichen Tisch sitzt, ist man keine Familie? Es ist keine traditionelle Familie. Die meisten Menschen der Welt leben nicht in dem, was man als perfekte Familie beschreibt. Es gibt solche Leute, schön für sie. Es ist schwierig. Ich habe große Achtung und Respekt für Eltern. Ich denke, es ist das Schwerste, was man tun kann. Wenn ich es tun müsste, wäre es das. Ich habe die Wahl, und meine Wahl ist es, die Kinder mit ihrem Vater aufwachsen zu sehen. Wenn sie sein Gesicht sehen könnten, ihre Gesichter, es ist… Ich würde niemals meine Einstellung ändern. Es gibt nichts, was ich anders machen würde. Für mich ist es ok, es ist richtig.

Michael and Prince

F: Und dann die Entscheidung, Paris zu bekommen – ich meine, so kurz nach Prince…warst du bereit dafür?

D: Ja. Uns wurde gesagt, wir sollten warten –aber ich flog nach Paris, und daher hat sie ihren Namen, von dem Ort, an dem sie gezeugt wurde. Wir sprachen über Namen. Jemand schlug vor, sie Michael zu nennen. „Du kannst sie nicht Michael nennen, sie ist ein Mädchen“. Mir gefiel es. „Michael“ wäre schön. Er sagte nein, er sagte “Paris Michael”, und ich sagte, „ich hätte gerne, dass sie den Namen deiner Mutter trägt“. Also: Paris Michael Katherine. Und wir riefen sie „Little Princess“.

F: Und Prince heißt nach Michaels Großvater?

D: Ja.

F: Es war wohl aufregend, ein Mädchen zu bekommen. Wann hast du herausgefunden, dass es ein Mädchen wird?

D: Ich wollte einfach nur schwanger sein.

F: Wolltest du einen Jungen, oder ein Mädchen?

D: Nein, einfach nur schwanger sein (lacht). Ja, einen Jungen und ein Mädchen, das ist von jedem etwas, es könnten noch 11Jungs danach kommen. Ich hätte noch 11Kinder bekommen, aber die Dinge entwickelten sich nicht gut.

F: Mit jedem Kind gab es mehr Rummel…

D: Ja, mehr Aufmerksamkeit, und es war so…“Ich liebe dich wirklich sehr, aber ich kann das nicht..“ Es lag nicht an den Babys… es waren die Medien. Weißt du, egal was passierte… es käme in den 4 Uhr Nachrichten. Für mich wäre das ein Unding. Auch wenn nichts passierte, dann hätte man getan, als ob es etwas gäbe, es war so sehr stressig. Ich würde nicht sagen, dass ich weggehen wollte…ich wollte nur nicht im Zentrum dessen sein. Ich wollte außen vor sein, in der Peripherie.

F: War die Geburt von Paris leichter, als die von Prince?

D: Er [Michael] war von Princes Geburt so überwältigt, von dieser ganzen Erfahrung. Als Paris geboren wurde, verkraftete er es besser. Er sagte „Oh mein Gott, sie ist wunderschön.“ Wir berührten sie am Kopf, als sie herauskam, und er konnte mehr dabei tun, es gab dort nicht so viele Ärzte, die sagten „Oh Gott, das ist Michals Kind, und wir müssen alles richtig machen.“ Es war eine viel normalere Geburt. Und er sagte nur „Oh mein Gott, das ist so wunderbar.“ Ich werde das nie vergessen… und wie er es sagte.

F: Bei Paris Geburt schrieben die Klatschblätter… sie sagten: „Michael schnappte sich die neugeborene Paris aus dem Kreissaal, noch mit der Plazenta, und kidnappte sie und rannte mit ihr davon.“

D: Wie kann man sein eigenes Kind entführen? Er hinterließ keine Lösegeldforderung, also bezweifele ich, dass es eine Entführung war…

F: (lacht)…er rannte weg, und lies dich dort. Ist das richtig?

D: Ich war nicht in der Lage, zu laufen. Ich war von der Taille abwärts mit Epidrol betäubt, man fühlt sich bewegungsunfähig. Was tat er also? Natürlich nahm er sein Baby.

F: Du wolltest also nicht nach der Geburt bei deiner Tochter sein?

D: Diese Zeit gehörte ihnen. Weißt du…Bonding Time. Es war sehr wichtig für mich, bei beiden Geburten, dass Michaels Kinder seine Stimme kannten, dass sie von ihm wussten. Er machte Kassetten. Ich weiß nicht, was darauf war, es war etwas  nur zwischen ihm und den Kindern. Und nachts, wenn ich ins Bett ging – ich hatte solche weiten Kopfhörer, die hatte ich um meinen Bauch gelegt. Ich las noch eine halbe Stunde, oder 45 Minuten, und Michaels Tape lief in dieser Zeit. Wenn es zu Ende war, legte ich es auf den Nachttisch und schlief. Und sie erkannten seine Stimme von der ersten Sekunde an. Und die ersten Augenblicke, die ersten Tage nach der Geburt, das sind die Wichtigsten. Aber nicht für jeden, sondern es ist Bonding Zeit für die Eltern. Jeder will dann vorbei kommen, und die Kinder sehen. „Wir möchten das neue Baby sehen.“ Das ist wie eine Invasion. Dieser Moment ist sehr besonders, für die Eltern und das Kind.

F: Ich weiß, dass Michael noch mehr Kinder wollte, denn jetzt hat er noch ein weiteres. War er verärgert, dass du mit ihm keine mehr wolltest? Wollte er noch welche mit dir?

D: Falls er es war, dann war er rücksichtsvoll genug, keinen Druck auf mich auszuüben. Er wollte nie das, was ich dir erzählte [über 11 Jungs] Es war sehr emotional für uns beide. Unsere Freundschaft veränderte sich an dem Punkt etwas. Es fühlte sich an, als würde ich einen Freund verlassen. Aber er lies mich nicht so fühlen, er verstand es. Und er wusste, dass er mich rufen kann, wenn er mich braucht.

F: Du wolltest zurück zu einem normalen Leben?

D: Das kann gut sein.

F: Hast du dich mit anderen Männern verabredet?

D: Er ist sehr schwer, zu überbieten. Weißt du, wenn jemand sich um dich kümmert, auch auf einer freundschaftlichen Basis, ist es schwer zu überbieten, sehr schwer. Ich liebe ihn immer noch, verstehst du… Ich habe kein Verlangen, mich anderweitig umzusehen. Niemand wird je seinen Platz einnehmen können.

F: Wie oft siehst du Michael und die Kinder jetzt?

D: Ich habe eine knappe Antwort dafür. Nie. Denn wenn ich „Ja“ sage, dann kommt „wie oft?“, “was tut ihr zusammen?” Es wird immer weiter vorgedrungen. Deshalb musst du dich mit meiner Antwort zufrieden geben: „Nie“

F: Du siehst sie nicht?

D: Weil ich diese nachforschenden Fragen nicht möchte. Tut mir leid.

F: Ok.

D: Ich weiß, dass du mich alles fragen kannst, aber manchmal muss ich eine Grenze ziehen, denn das ist meine Angelegenheit. Es ist meine Familie, und da bin ich sehr eigensinnig.

Prince and Paris

F: Kann ich dann fragen, ob du immer noch Teil ihres Lebens bist?

D: Das müsstest du sie fragen, es ist wieder etwas, was meine Familie betrifft. Aber anscheinend habe ich aber noch Einfluss, da ihre Gesichter immer noch verhüllt sind. Das war meine Forderung, nicht seine. Michael ist sehr stolz auf seine Kinder. Ich bin diejenige, die Angst hat. Ich habe die Zettel gesehen, dass jemand seine Kinder entführen könnte. Sie wurden es nicht…. Es gibt nichts schlimmeres, als einen Zettel zu finden, auf dem steht: „Ich kriege sie“.  Und ich sagte: „Wenn ich einen Schal trage, ist es nichts Besonderes. Tu so, als sei Halloween.“ Ich denke, Michael wird ihnen das Richtige sagen, damit sie damit umgehen können. Und ich bin sicher, er wird die Kinder irgendwann fragen: „Wollt ihr das [einen Schal] tragen?“ Ich würde einen Herzanfall bekommen, aber er würde nie etwas tun, was sie nicht wirklich wollten. Er ist so ein Vater. Nie würde er das erzwingen. Und ich verstehe wirklich nicht, warum sich jeder darauf stürzt. Ist es ein Fashion-Statement? Sind die Schals farblich unpassend? Irgendwer machte eine Bemerkung darüber, dass er sein Baby unter einem Schal fütterte. Aber was ist der Unterschied, zwischen einer Mutter, die ihr Baby an der Brust beim Stillen mit einem Tuch verhüllt? Besteht da ein Unterschied? Wird das Kind dadurch traumatisiert? Ich habe solche Berichte noch nicht gelesen, dass das Verhüllen eines Kindes während dem Füttern traumatisch wäre.

F: Wie siehst du die Zukunft deiner Kinder?

D: Glücklich.

F: Denkst du, sie können die Welt richtig einschätzen, wenn sie so ungewöhnlich aufwachsen, nicht wegen Michael, sondern wegen den ganzen Sicherheitsvorkehrungen um ihn herum. Machst du dir darüber Gedanken?

D: Ich denke, wenn die Zeit reif ist, werden sie verstehen, was vor sich geht. Sie kennen ihren Vater. Sie wissen, warum sie hier sind, und auf diese Welt kamen. Er führt kein traditionelles Leben, wie kann man erwarten, dass er eine traditionelle Familie hat? Weißt du, wir haben unsere eigene Familie, und sie funktioniert. Und ich verübele es den Menschen, wenn sie etwas anderes behaupten.

F: Vermisst du es, verheiratet zu sein?

D: Michael kümmert sich sehr gut um mich…es war keine traditionelle Heirat. Ich vermisse die Nähe… die engere Verbindung. Aber wenn du einmal Kinder hast… Weißt du, wäre es nicht wegen den Medien so gekommen, wäre ich für immer mit ihm verheiratet geblieben, bis er mich vielleicht irgendwann über hätte.

F: Es war also wirklich deine Idee, es zu beenden?

D: Es war meine Idee. Und es war nicht „beenden“, ich hasse es, es so zu nennen, denn viele Leute denken „Scheidung“ – und das war‘s dann. Es war aber eher so: „Bitte, ich möchte das…bitte, lass mich das tun, bitte…“ Sie haben eine fabelhafte Nanny. Ein wunderbares Mädchen. Sie haben also eine Mutterfigur dort, den weiblichen Teil… Es gibt viele Mütter, die sich Mütter nennen, aber sich lieber nicht so nennen sollten. Und die Leute, die mich angreifen, weil ich diesen Part nicht übernehmen will, sollten sich lieber einmal die Leute ansehen, die sich die Rolle angeeignet haben, aber gar nicht in der Lage sind, diese Rolle zu erfüllen. Michael erfüllt beide Rollen hervorragend. Diesen Kindern fehlt es an nichts. Sie könnten gar nicht mehr geliebt werden, wie er sie liebt. Unmöglich.

F: Während seiner ganzen Kariere hatte er Jungen als Freunde, oder?

D: Ja, Jungs hängen mit Jungs herum.

F: Hast du ihm dazu mal etwas gesagt, weil es für den Rest der Welt nicht so gut aussehen würde?

D: Ich bin nicht seine Mutter. Ich habe daran auch nichts Unangemessenes erkennen können. Wie hätten die Leute es gesehen, wenn ich es wäre, oder du? Ist das nicht unpassend? So was tut man nicht? Ich bin sehr verwirrt darüber, dass die Leute so ein Blanko-Statement abgeben, darüber, dass es unangebracht sei. Es ist, weil sie vorgefasste Meinungen haben, die absolut nicht korrekt sind. Punkt.

F: Du fühlst dich wohl, wenn er mit deinen Kindern zusammen ist, trotz all dieser Gerüchte immerzu?

D: Er ist ihr Vater und kein Pädophiler!

F: Du weißt, er würde ihnen nie etwas tun…

D: Absolut nicht! Nicht seinen Kindern und auch nicht den Kindern von anderen. Außer ihnen zu helfen, wenn sie es brauchen. Wenn er irgendetwas tun kann, damit ihr Leben schöner wird, damit jemand weniger Schmerzen hat, damit das Leben angenehmer wird, wenn auch nur für eine einzige Minute, dann würde er das tun. Aber er würde nie etwas tun, was ein Kind verletzt. Ich habe es satt, das zu hören. Ich kann die Lügen nicht mehr länger ertragen, ich hab das Limit erreicht. Und deshalb tue ich das hier. Ich habe die Lügen so satt. Ich habe diesen ganzen Mist satt.

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Debbie Rowe, Holly Terrace, 3/2010 – Foto by Lisa Burks – read more:

http://lisaburks.typepad.com/gravehunting/2010/03/debbie-rowe-mj-fans-share-grief-at-forest-lawn.html

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Übersetzung: M.v.d.L.

Transcript in english: http://www.michaelfan.fora.pl/rodzice-zony-dzieci,25/wywiad-z-debbie-rowe-niepublikowany-fragment-z-take-2,830.html  

Über Kinder, Neverland und Magie….”Honoring A Childs Spirit”

Gottes Wunder ist in einem Kind festgehalten

Durch meine Kinder erkenne ich Gott. Ich spreche mit Gott durch meine Kinder. Ich danke ihm jeden Tag dafür, dass er mich mit meinen Kindern gesegnet hat. Gottes Wunder ist in einem Kind festgehalten. In meiner Familie lieben wir Kinder. Wenn ein Baby oder ein Kind hereinkommt, wollen wir alle das Kind umarmen oder auf den Arm nehmen. So sind meine Brüder und Schwestern. Ich verstehe nicht, warum Menschen Kinder nicht anerkennen, warum sie auf die Seite gestoßen werden, als wären sie nichts. Sie sind das, was morgen sein wird. Kindern muss ein wenig Anerkennung gezeigt werden, dafür, dass sie das Richtige tun. Freundlich und liebevoll zu jemanden zu sein, der gebend ist, auf dem Schoß von jemand zu sitzen. Kinder zeigen ständig diese Verliebtheit. Aber sie haben Angst.

Wenn z.B. jemand einem Kind etwas gibt, und es springt vor Freude herum. Wenn diese Person das nächste Mal kommt, läuft das Kind wieder vor Freude zu ihm hin. Ist das Ok? Natürlich ist das Ok. Kinder brauchen unser Lächeln als Anerkennung in vielerlei Hinsicht, und wir geben es ihnen nicht…  unsere Kinder genießen alles nur einfach ganz natürlich.

…ich denke, Erwachsene und Eltern sind zu beschäftigt damit, sie so zu machen, wie wir denken, dass sie sein sollten, anstatt sie so anzunehmen wie sie sind und als was sie auf diese Welt gekommen sind. Es gibt so viele talentierte Menschen, die für ihre Talente und Fähigkeiten nicht die Anerkennung ihrer Eltern gewinnen konnten, und das finde ich einfach schlimm.

Wenn ich weiß, dass Kinder leiden, das schmerzt mich am meisten. Das schmerzt mehr wie alles andere. Ich kann nicht so tun, als würde ich das nicht spüren, ich fühle es einfach so stark.

Ich dachte, ich wäre darauf vorbereitet, Vater zu sein, aber ich war es nicht. Mein ganzes Leben lang habe ich darüber gelesen, wie wunderbar Kinder sind. Die Leute sagten: “Wie ist das, mit dir und Babys?” Ich lese immer Bücher über Kinderpsychologie. Aber es macht noch viel mehr Freude. Prince und Paris haben mein Leben in so vieler Weise verändert. Ich lerne soviel von ihnen, wie sie von mir lernen. Du lernst, ein gutes Herz zu haben und ein gutmütiger Mensch zu sein. Und so wie ich bin, versuche ich sie zu imitieren. Die Leute sagen immer: “(Handele) Benimm dich deinem Alter entsprechend”. Aber ich versuche mehr wie die Kinder zu sein, und mich so zu verhalten, denn sie sind so unschuldig, so gottgleich, sie sind rein. Ich versuche so demütig und süß zu sein, wie sie.

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Kinder sind wie eine Erinnerung daran, wie wir bleiben sollen, woran wir uns erinnern sollten

Es ist schwer, das zu erklären. Ich bin einfach ehrlich mit mir selbst. Ich glaube nicht, dass die meisten Leute mit sich selbst ehrlich sind. Ich lasse einfach los und wenn ich völlig loslasse, dann ist das die reinste Form von mir selbst, die Unschuld. Aber ich habe es nie verloren, kindgleich zu sein, denn das ist es, wo mein Herz ist. Es ist einfach nie mit mir erwachsen geworden. Ich weiß nicht warum. Ich wollte es nicht absichtlich, aber ich denke, ich habe das Herz eines unschuldigen Kindes, und ich klopfe mir nicht selbst dafür auf die Schulter, oder so was. Aber ich empfinde das Leben, genau wie Kinder es tun. Was sie fühlen, fühle ich auch.

Die Welt zwingt uns, erwachsen zu werden. Es ist überall um uns, und es beginnt mit den Kindern, mit dem Einfluss von anderen, älteren Kindern. Wenn die Eltern ihre Kinder vor der Schule absetzen und sie zum Abschied küssen, was sagt ein Kind dann? “Nicht jetzt, Mama, meine Kumpel gucken schon.” Können wir nicht unseren eigenen Kindern unsere Liebe zeigen? Weißt du, weil diese anderen Kinder schon von der Welt beeinflusst sind. Sie sticheln: “Das ist nicht cool.. Ich muss jetzt cool sein.” Diese Botschaft hat jemand in ihr Hirn eingeträufelt.

Ich glaube an Kinder – daran, wieder kindgleich zu werden. Wenn wir jeden lehren können, an die Kinder zu glauben, dann ist das das Geheimnis. Das glaube ich wirklich.

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Neverland – Peter Pan ist eine alte, alte Seele…

Wenn ich nicht allen möglichen Dingen der Erwachsenen-Welt schon als Kind ausgesetzt gewesen wäre, dann würde ich sie jetzt tun, denn ich würde denken, es fehlt mir etwas. Die Leute wollen aus Neugierde die Welt kennen lernen, die sie nie erfahren haben. Aber ich habe es gesehen, bin durch damit. Aber ich bin der Typ der sagt: “Schau, dein Leben ist jetzt die schönste, magischste Erfahrung. Versuche nicht dich selbst zu zwingen, erwachsen zu werden. Versuche nicht, dich selbst zu zwingen so zu werden wie jemand anders. Du hast noch den ganzen Rest deins Lebens, um ein Erwachsener zu sein. Das Magische ist hier. J.M. Barrie, der Peter Pan schrieb, drückte es am besten aus. Als sein jüngerer Bruder mit 12 Jahren starb, war er immer neidisch, denn er sagte, sein Bruder musste nie erwachsen werden. Er blieb für immer ein Junge, und das ist Gold wert. Das inspirierte Peter Pan. Es ist wahr. Peter Pan entstand daraus. Er fühlte, dass sein Bruder für immer ein Junge bleiben würde, und so war es. Weil er die Unschuld für immer behalten wollte und er wusste worum es bei der magisch-goldenen Kindheit geht. Er wollte, dass wir alle immer so blieben, und es für immer bei uns behalten. Denn wenn du einmal erwachsen bist, ist es alles vorbei, und deshalb ist Peter Pan eine alte, alte Seele. Er ist wie E.T. Er war schon seit Millionen von Jahren da, aber er wurde nie älter und er findet diese Familie und er nimmt die Kinder mit nach Neverland, wo sie für immer jung bleiben können.

….ich kann dort [auf Neverland] herumlaufen und weiß, ich werde nicht beobachtet und ich werde eins mit der Natur und klettere auf einen Baum und mache jede Menge Dinge, die ich als Kind nie tat. Und ich liebe es. Wenn ich oben in dem Baum sitze und von dieser Welt aus Ästen und Blättern umgeben bin und ich höre das Plätschern des Wassers von unten, dann bin ich im Himmel. Ich bin im perfekten Paradies und ich fühle, dass ich alles tun könnte. Das ist das gleiche, wie wenn ich mit Kindern zusammen bin. Ich könnte alles tun. Es gibt kein Limit für das was ich tun könnte.

Um die Wahrheit zu sagen, ich habe dort einfach die Welt so erschaffen, wie ich sie gerne sehen würde, und ich erschuf Dinge die ich als Kind nie tun konnte, wie Karussells und Kinos. Ich wollte einfach alles was ich tun möchte hinter diesen Toren haben, denn ich kann dazu  nicht einfach raus in die Welt gehen und ich wollte, dass es ein Ort wird, wo kranke und unterprivilegierte Kinder aus aller Welt hinkommen können, als ein Platz für sie, an dem sie sich sicher fühlen und Eskapismus erleben können. Oder für Kinder aus den Innenstädten, die nie solche Sachen zu sehen bekommen, damit sie die frische Luft atmen können und die Berge und das alles sehen können. Ich stelle mir Neverland mit noch viel mehr Wasser vor. So sehe ich es in der Zukunft. Ich denke, Wasser ist heilsam und Tiere sind die beste Therapie…Natur.

…ich denke, wenn die Menschen dort hinkommen, fühlen sie sich hinterher viel besser. Sie fühlen sich verjüngt, sie fühlen sich geheilt… und das habe ich sehen können. Es verändert Menschen. Es ist Natur und es ist Liebe. Die Musik geht durch die Wiesen und läst die Bäume besser wachsen, und die Vögel kommen hinzu. Ich halte diese Synergien die ganze Zeit am laufen. Wenn du Kinder dorthin bringst, kannst du es fühlen, du kannst die Unschuld fühlen. Die Rehe kommen und ich liebe all das. Das ist die Welt in der ich zuhause bin.

Was mich am glücklichsten macht ist, wenn ich einen Haufen Kinder sehe, die in einer schönen Umgebung Spaß haben, wo es Wasser gibt und Bäume. Ich mag Seen, wegen dem ruhigen Wasser (Ich bin ein bisschen eingeschüchtert vom Ozean), und alle spielen, und es gibt Wiesen, sanfte Hügel und Bäume. Es gibt nichts magischeres als das.

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 Alle Kreativität entsteht von dieser Ebene der kindlichen Unschuld…

[Prince, Paris und Blanket ] Sie stehen an erster Stelle in meinem Leben. Die Arbeit, die ich jetzt mache, scheint die höchste Form meiner kreativen Fähigkeiten zu sein, denn sie inspirieren das in mir….sie inspirieren mich. …und ich kann ganz ich selbst sein und Teil ihrer magischen Welt werden. Das ist die Welt, in der ich immer gelebt habe, mein ganzes Leben lang. Das ist die Ebene und das Bewusstsein, wo  alle Kreativität entsteht, jegliche Begabung, ob es ein Bildhauer ist, ein Künstler, ein Maler – es ist diese Ebene der kindlichen Unschuld. daher kommt es. Es ist diese Reinheit Gottes, und ich denke, dass wir nicht einmal an der Oberfläche dessen gekratzt haben, zu verstehen, was Kinder sind.

Kinder werden geprägt/konditioniert von dem System /der Gesellschaft, von dem, was die Leute Gruppenzwang nennen, und sie passen sich dem an, wovon wir denken, wie wir zu sein hätten – benimm dich deinem Alter entsprechend, ich will ein Mann sein – und sie verlieren diese goldene Magie, die bedeutet nicht kindisch sondern kindgleich zu werden. Jede Kreativität, von dem Werk Michaelangelos bis hin zu Spielberg und George Lukas…die kreativsten Menschen handeln meistens wie Kinder.

Sie spielen kleine Spiele, wie Nintendo oder lesen Comics, und die meisten Menschen wären schockiert, wenn sie das wüssten. Aber ich bin mit diesen Leuten zusammen und ich sehe es und weiß es. Ich tue es. Ich habe Comics und ich liebe das. Unsere Kinder sind das wertvollste was wir haben und um zu verstehen was vor sich geht, ich erkenne dadurch die Probleme die wir auf dieser Welt mit unseren Kindern haben, und ich verstehe ganz gut, warum. Das ist die wichtigste Botschaft in einem Wort, für alle Zeiten, es ist LIEBE. Und Kinder zeigen dir, wie man liebt.

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Ich höre Musik und wundere mich, dass sich sonst keiner bewegt

Ich habe gehört, dass sich die Zellen deines Körpers zu der Musik, die wir hören bewegen. Und man zeigte, dass sie verschieden reagieren, auf eine Oboe, eine Flöte oder ein Fagott. Und Kinder werden körperlich von Rhythmus bewegt. Sie fühlen es in ihrem Körper.

Ich höre Musik und wundere mich, dass sich sonst keiner bewegt. Mein Körper tut das einfach. Ein echter Tänzer ist ein Mensch, der die Geräusche, die er hört interpretiert/umsetzt. Du wirst zum Bass, du wirst zur Trommel, du wirst zur Violine, zur Oboe. Alles geschieht in deinem Innern, nicht von außen. Es geht nicht um Denken. Wenn ein Tänzer anfängt zu zählen – eins und zwei und drei – dann denkt er und alles ist vorbei. Du kannst es in ihren Gesichtern sehen, wenn sie zählen. Dein Ausdruck muss Eins sein mit dem, was dein Körper fühlt. Wenn ich es tue, weiß ich nicht einmal, was genau ich tue. Es ist Improvisation. Es schafft sich von selbst. Aber dein Körper muss trotzdem durch die Hölle gehen, um dich selbst auszudrücken. Du musst diese Hingabe haben.

Es ist ein Geschenk des Himmels, wirklich. Wenn mir ein Lied oder ein Tanz geschenkt wird und einfach in meinen Schoß fallen, wie eine jungfräuliche Geburt, dann falle ich wirklich auf meine Knie und ich sage Danke.

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Je mehr ich herausfinde, desto unwissender fühle ich mich

Ich finde alles interessant, besonders, wenn man anfängt sich mit dem Universum und all diesen Dingen zu beschäftigen…Je mehr ich herausfinde, desto unwissender fühle ich mich….Das ist, was ich an Kindern liebe…sie sind so neugierig. …Ich bin einfach an Allem interessiert, auch an den einfachsten Dingen. Was befindet sich in einem Wassertropfen? Ich wollte einmal etwas über Augenwimpern lesen und fand heraus, dass sich da eine ganze Kolonie Leben in unseren Wimpern befindet. Für mich war das erstaunlich. Ich finde alles interessant, besonders, wenn man anfängt sich mit dem Universum und all diesen Dingen zu beschäftigen. Es ist eine riesige Menge an Information und es erstaunt mich einfach. Es macht, dass ich mich wegen all dem, was ich nicht weiß so unwissend fühle. Je mehr ich herausfinde, desto unwissender fühle ich mich. Wirklich. Ich realisiere, dass es so viel zu lernen gibt. Deshalb faszinieren mich Bücherläden so. Ich kann dort Stunden verbringen und Bücher mitnehmen und komme heraus mit Kisten voller Bücher. das ist etwas, was ich an meiner Mutter liebe. Wir gingen immer in Bücherläden und verbrachten dort Stunden und sie ließ uns alles kaufen, was wir wollten. Wir durften es haben, sie sagte niemals nein. Wir lasen und lasen. Ich liebe das. Es ist wunderbar, oder? Ich bin sehr an allem interessiert. Es gibt nichts, woran ich kein Interesse habe.

Ich hebe Dinge [vom Boden] auf und die Leute sagen: “Was gibt es denn da zu sehen?” Und da liegt vielleicht Blatt am Boden und ich hebe es auf und betrachte es. Ich bin fasziniert davon. Oder du siehst dir einen Käfer ganz genau an, und denkst über alles Mögliche nach, darüber, wie klein sein Herz ist und sein Gehirn und ob sie auf die gleiche Art denken wie wir. Ich möchte das alles wissen. Ich wünschte, ich könnte noch mehr Dinge verstehen. Ich wünschte, ich hätte die Zeit für mehr Nachforschungen und könnte noch mehr lernen und fragen, ich möchte einfach alles wissen über das Universum. Es verblüfft mich einfach mit vielen Dingen und Tieren und dann findest du Dinge heraus, wie z.B. ein Seepferdchen Junge bekommt, das Männchen gebiert die Jungen. Oder wie bestimmte Südamerikanische Frösche ihr Geschlecht ändern können, erst ist es ein Männchen und dann wird er zu einem Weibchen. Ich finde das irgendwie verrückt und unglaublich. Ich liebe solche Dinge.

Viele [Erwachsene] verlieren es. Ich kann nichts beobachten, ohne Fragen zu stellen. “Warum passiert das?” Hast du je Vögel gesehen, wenn sie sich auf Wanderschaft begeben, Hunderte zur gleichen Zeit? Woher wissen sie, wie sie fliegen sollen, alle zur gleichen Zeit? Was ist das? Ist das Telepathie? Warum können wir Menschen das nicht? So etwas beeindruckt mich.

Ich denke, manche Menschen sind wissbegieriger als andere. Ich denke, als Kinder ist es bei allen gleich. Das glaube ich wirklich. Aber bei manchen Menschen geht das im Laufe der Zeit verloren. Das ist, was ich an Kindern liebe. Sie sind von allem fasziniert. Deshalb nehmen sie viele Dinge auseinander, sie zerbrechen es, weil sie wissen wollen, wie es funktioniert, und man kann es nur heraus finden, wenn man es auseinander nimmt. Sie realisieren das nicht, sie nehmen etwas auseinander um es zu studieren und wir sagen zu ihnen: “Mach das nicht, fass das nicht an.” Wir sollten sie lassen. Sie sind neugierig. Sie wollen sehen, was im Innern ist.

Ich brachte Prince heute, am Weg hierhin dazu, mit dem Fernsehen aufhören, um aus dem Fenster zu schauen. Er sah aus dem Fenster und fing an, alles zu benennen. “Was transportieren sie mit dem Truck?” “Ich denke, sie transportieren Obst und Gemüse.” “Warum?” “Wahrscheinlich bringen sie es zum Markt. Jemand hat es geerntet…” Er kam mit all diesen großartigen Fragen über alles, was draußen vor dem Fenster passierte und ich fand das klasse. Er stellte viele gute Fragen. Aber er macht auch Dinge, die mir unheimlich/nicht zu erklären sind. Er sitzt da, und sieht fern und benennt jede Einstellung und alles, was der Kameramann tut und alle Entscheidungen des Regisseurs. Er sitzt da und sagt: “Die Kamera bewegt sich nach vorne für ein Close Up. Jetzt fährt sie wieder zurück. Jetzt geht sie…” Er beschreibt jede Einstellung. Ich habe ihm das nicht beigebracht. Er sitzt da und sagt es laut. Er stellt wirklich einen ganzen Film zusammen. Ich denke, das ist erstaunlich. Ich weiß nicht wie er das gelernt hat, aber er ist sehr an Film und Kameras interessiert.

Ich kaufte ihm eine eigene Kamera und er dreht seine eigenen Filme und gibt Paris Regie-Anweisungen. Er sagt, “Du stehst hier und ich möchte, dass du dort entlang gehst.” Ich habe Filmmaterial von ihm, wo er Regie führt. Ich finde das wirklich süß. Ich liebe es. Meine Mutter sagte, dass ich das auch machte, als ich klein war, dass ich choreographierte und den Brüdern sagte, wie sie sich bewegen sollten. Sie beobachtete mich und war erstaunt und wusste nicht, woher ich das habe, aber ich machte die ganze Choreographie, die ganzen Harmonien, und sie sagte, sie war verblüfft, weil sie nicht wusste, dass ich all das weiß. Wenn Menschen mich fragen, woher kommt das, sage ich, “Es kommt von oben und es arbeitet einfach durch mich.” Ich kann das nicht kreieren. Es muss ein Channel sein. So ist es wirklich.

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Aus: Honoring A Childs Spirit, S. Boteach im Gespräch mit Michael Jackson

Übersetzung: M.v.d.L.

Jennifer Batten – Interview mit Charles Thomson

Michael Jacksons Lead-Gitarristin Jennifer Batten gibt SAWF News einen exklusiven und seltenen Einblick – März 2010 , (SAWF News)
Charles Thomson hat sich mit Jacksons langjähriger Gitarristin Jennifer Batten zusammengesetzt, die erzählte, wie es wirklich hinter den Kulissen auf einer Tour mit Michael Jackson war.
Batten war  für ein Jahrzehnt Jacksons Lead-Gitarristin und begleitete den Star auf allen drei Welttourneen. Mit 29 Jahren wurde sie vom King of Pop entdeckt.

Link to original Article:  http://www.sawfnews.com/Entertainment/62954.aspx

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Vorspielen für die Bad Tour
Inspiriert von Blues- Legenden wie BB King und Brownie McGee, begann Batten im Alter von 8 Jahren Gitarre zu spielen. Als junge Frau besuchte sie das Musicians Institute in Los Angeles. …und es war dort – an einem schicksalhaften Tag im Jahr 1987, dass ein Vertreter Michael Jackson‘s die Musikern zum Vorspielen für die Tour eingeladen hat.
“Sie haben über hundert Menschen angehört, was schon ziemlich heftig war“, erinnert sie sich. „Als ich dran war, gab es nur eine Videokamera, keine Band. Das einzige, was ich als Orientierungshilfe bekam, war, dass ich etwas Funk-Rythmus spielen sollte – und das tat ich. Ich beendete es mit dem Beat It-Solo, das ich seit Jahren in Coverbands spielte. Ich glaube, dass war letztlich das, was mich zu der Tour brachte“
Die Teilnahme an Jacksons Bad Tour im Jahr 1987 habe ihr Leben verändert, sagt sie. Es war wie ein bezahlter Urlaub. Bis dahin hatte ich Unterricht und Gigs so ziemlich sieben Nächte in der Woche und ganz plötzlich bin ich mit dabei, die größte Tour in der Welt zu machen zehnmal so viel Geld zu verdienen aber nur zwei oder drei Tage pro Woche zu arbeiten!

Bad Tour Proben
Die Proben begannen fast sofort, und sie waren hart, sieben Tage die Woche für zwei ganze Monate. Im ersten Monat probten die Band, Sänger und Tänzer getrennt. Den 2. Monat probten sie in einem Produktions-Studio, wo alle Elemente der Show zusammengefügt wurden. Es war hier, wo Batten Michael Jackson kennenlernte.
“Wir hörten, dass er anfangen würde zu tanzen, wenn er die Musik mag – und er tat es, sobald er durch die Tür kam. Wir stoppten und Menschen, die ihn nicht kannten wurden ihm vorgestellt. Ich erinnere mich an seinen Manager Frank DiLeo mit dem Pferdeschwanz und der Zigarre. Es war surreal die beiden zusammen zusehen.
Ich erinnere mich nur, dass Michael herrlich aussah, aus nächster Nähe. Er war einfach schön.
“Er war sehr konzentriert und er war ein extrem harter Arbeiter. Bis zum Ende der Proben machten wir täglich mindestens einen Durchlauf der Show, manchmal auch zwei. Ich würde sagen, das ist das Wichtigste, was ich von ihm gelernt habe: den Wert von vielen und intensiven Proben, sodass man, wenn man schließlich auf die Bühne geht entspannt sein kann.

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Die Bad Tour
Die Premiere in Tokio, sagt sie, war „sehr, sehr aufregend. „Ich hatte nie vorher vor so vielen Menschen gespielt. „On the road“ legte Michael, noch eins drauf. Ich meine, er war ziemlich voll dabei, bei den letzten Proben aber zu wissen, dass da Menschen sind, die verrückt danach sind, dich zu sehen… Es gibt den zusätzlichen Kick den man auf der Bühne bei jedem spüren kann, sodass jeder versucht 110% zu geben.“
Doch bald nach Beginn der Tour entdeckte Batten eine unschöne Seite an der Arbeit mit Michael Jackson. „Ich wurde angesprochen von jemandem, der sagte, ich könne eine Menge Geld durch „Gespräche“ mit den „National Enquirer“ machen“, verrät sie . „Ich war entsetzt. Ich dachte, das ist einfach krank, wissen Sie ? Ich habe diesen großen Auftritt. Warum sollte ich Sabotage betreiben? Es schien mir wirklich Böse, so etwas zu tun“

Michael Jacksons Isolation
Batten bemitleidete Jackson, sie sagt, er wurde durch seine Berühmtheit gefangen.
“Wenn er irgendwohin hin gehen wollte, musste er die Security rufen und alles im Voraus planen. Wenn er zu einem Geschäft gehen wollte, mussten sie es extra vorher schließen für ihn. Er war ein Gefangener seines Hotelzimmers, wirklich.“
Jackson sorgte für Ausgleich, sagt sie, indem er sich selbst und seiner Umgebung speziellen Ausflügen gönnte. Manchmal hatte er Themenparks für die Öffentlichkeit geschlossen, so dass er und sein Team sie besuchen konnten ohne gehetzt zu werden.
“Er tat es zunächst in Tokyo im Disneyland. Das war einfach unglaublich. Wir fuhren auf der Achterbahn und als wir fertig waren fragten Sie uns einfach: „Wollen Sie nochmal los?“ „Wir waren sehr, sehr verwöhnt.“

Nach der Bad Tour
Die Bad Tour endete im Januar 1989 und die Gruppe wurde aufgelöst. In späteren Jahren machte Sheryl Crow, Background-Sängerin auf der Tour, mehrere abfällige Bemerkungen über Jackson. Sie sagte, er sei eine „Diva“, der sich nie die Mühe machte die Namen von Leuten zu lernen.
Batten widerlegt dies. „Ich denke, Sängerinnen im Allgemeinen sind etwas verrückt und besonders empfindlich“. Eines Nachts nannte Michael Sheryl „Jennifer“, „ kichert sie, „und ich weiß, dass sie deshalb sauer war. Aber es ist wie, na und? Ich meine, du machst den größten Gig der Welt und es ist nicht so, dass Michael nicht wusste, wer mit ihm auf der Bühne war. Wir waren dort mit ihm für verdammte 1 ½ Jahre.“
Als die Bad Tour endete, zog sich Jackson ins Studio zurück, um mit dem Dangerous Album zu beginnen. Batten nutzte diese Zeit für die Arbeit an ihrem Debütalbum.

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Die Dangerous Tour
Batten wurde für die Dangerous Tour erneut gerufen.
Trotz der damaligen Debatte über sein Aussehen und sein Wohlbefinden, schien Jackson immer noch „derselbe Michael zu sein“, wenn auch etwas ermüdet.
“Ich merkte, dass er beschäftigter war und ich erinnere mich, dass er einmal zu den Proben kam und sich entschuldigte, dass er in den letzten Tagen nicht dort gewesen sei. Er sagte: „Ich war mit Meetings überhäuft“, und er wiederholte es mit viel Emotion: „ Meeting nach Meeting nach Meeting.“

Jacksons enger Zeitplan diktierte, dass er „in seiner Probenzeit begrenzt war“, was bedeutet, dass viel von der Set-Liste einfach von der Bad Tour übernommen wurde. „Das war etwas enttäuschend“, sagt Batten, weil wir alle wollten das „neue Zeug“ spielen. Einer der wenigen neuen Songs – „Remember The Time“ – wurde von der Show nach einer „Kostüm-Fehlfunktion“ wieder gestrichen.
“Sie hatten ägyptische Kostüme und die Tänzer hatten diese Art von Röcken. Das erste Mal, als wir es mit den Tänzern mit Kostümen probten, fielen die Teile ab“, sagte sie. „Das war ein wenig verstörend für Michael.“
Die „Kostüm-Störungen“ blieben nicht auf die Proben beschränkt. Auf der Bühne musste Batten jede Nacht einen enormen Leucht-Kopfschmuck tragen. „Am Ende von Beat It rannte jeder auf der Bühne herum“, erinnert sie sich. „Unweigerlich rannte auch ich mit voller Kraft und jemand trat auf meine Glasfaserkabel – der Ruck riss mir fast meinem Kopf ab.“
Am Ende jeder Show verließ Jackson die Bühne mit einem Jet-Pack, und flog über die Köpfe des Publikums.
“Er wollte die größte Show auf Erden”, sagt Batten. „Er wollte, dass es wie Weihnachten für die Menschen sei. Seine Phantasie war kreativ wie ein Tornado. Er kam mit seinen wildesten Träumen und stellte dann Leute ein, die sie erfüllten. Es war wirklich großartig, ein Teil davon sein.“

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Super Bowl Performance
Im Januar 1993 spielte Batten mit Jackson bei seiner legendären Super-Bowl- Performance, die von 1,5 Mio. Menschen gesehen wurde.
“Ich sage ihnen, es war das einzige Mal, dass ich Michael jemals nervös sah. Es ist live, und es gibt nur die Zeit, wo Werbung für ein paar Kartoffel Chips läuft um die Bühne fertig zu machen. Es gibt eine Szene, wo ich in einer Ecke der Bühne mit Michael stehe und es kommt so viel Nebel, dass wir beide uns kurz verloren, aber das ist das Schöne an Live-Gigs. Man weiß nie, was passieren wird. Das war einer meiner Lieblings-Momente, weil es einmalig war, etwas was sich nie wiederholen wird.“

Die Missbrauchsvorwürfe
Nach dem Super Bowl gab es eine lange Pause, bevor die zweite Etappe der Dangerous Tour begann. Batten verfolgte ihre persönlichen Projekte. Es war während der zweiten Etappe, als die Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs aufkamen.
“Ich dachte, es war ein Fall von Erpressung, und ich glaube das immer noch“, sagt sie sachlich-nüchtern. „Jeder war besorgt um ihn. Ich denke, es schmerzt uns alle, dass er so angegriffen wurde und so ungerecht behandelt wurde. Die meisten Künstler sind sensibel, und er war zehnmal so talentiert, so besonders sensibel und dann so angegriffen zu werden, mit solchen Sachen … Ich meine, man kann es in seinen Texten hören. Es ist wirklich tragisch, denn man fragt sich, welche Art Musik er gemacht hätte, wenn er nicht mit solchen Dingen attackiert worden wäre.“
Die Medien, sagt Batten, haben eine Menge richtig zustellen über die Berichterstattung der Anschuldigungen von 1993 .
“Ehrlich gesagt, ich glaube, es galt bei der Presse als uncool auf Michaels Seite zu stehen. Ich denke, es hätte Mut erfordert, das zu tun, das ist wirklich traurig. Wirklich erbärmlich. Auch bei dem Fall von 2005… Ich kenne Leute die innerhalb des Gerichtssaals waren und dann die Nachrichten in der Nacht verfolgten und feststellten, es war alles komplett gelogen.“

HIStory Tour
Der Fall wurde im Januar 1994 geregelt und Jackson begann die Arbeit an seinem History Album. Im Jahr 1996 wurde Batten zurück an Bord geholt um die HIStory Tour zu begleiten, „ in letzter Minute“ sagt sie: “Ich bekam eine Woche vor den Proben Bescheid, es war ein ziemliches Durcheinander, ich musste einiges an Jobs kündigen.“
Die Tour brachte für Batten noch mehr Kostümprobleme mit sich, sie beschreibt ihr schwarzes Latex Outfit nur als „einfach schrecklich.“
“Das ich eine Maske zu tragen hatte, war einfach grässlich … ugh. Jemand hatte Michael eine Art S & M Kunstbuch gezeigt und alle Gemälde darin sahen wirklich schön aus. So etwas hatte er im Sinn, aber als es zum wirklichen Leben kam es war nicht mehr allzu schön“, lacht sie. „Ich musste mich daran erinnern, dass es auch um Show ging, weißt du? Es geht nicht nur um die Musik.“
Tatsächlich provoziert die Tour Kritik von einigen Fans, weil zu viel Gewicht auf die Show und nicht genug auf die Musik gelegt wurde, wo in jedem Konzert viel Playback erschien. Obwohl er sich jede Nacht mit seinem Vocal Coach einsang: “Man hörte ihn Arpeggien üben, aus seiner Garderobe.“
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Michaels Auftritte auf der Bühne mit Kindern
Batten sagt, dass sie zunächst von Jacksons Entscheidung verwirrt war, jedes Konzert zu beenden, von beiden Seiten flankiert von kleinen Kindern.
“Am Ende der Show verschwand er nach unten kam mit einem Aufzug auf die Bühne zurück, mit einem kleinen Jungen und einem kleinen Mädchen. Anfangs dachte ich: „Oh Gott, wegen den Vorwürfen dachte ich, dass er das nicht tun würde“. Aber dann dachte ich: “Weißt du was, er hat nichts Falsches getan, also warum zum Teufel sollte er sein Leben ändern? Ich denke, das war ein Fingerzeig an seine Kritiker.“
Die HIStory Tour dauerte bis in den Sommer 1997 und war das Ende der Arbeitsbeziehung der beiden, aber Batten sagt sie war nie enttäuscht, dass er sie nicht zurück geholt hat.
“Ich habe an meiner eigenen Karriere weitergearbeitet. Wenn er ruft, großartig, und wenn nicht, auch gut. Es war trotzdem eine riesen Sache mit ihm.“

Michaels Tod
Batten sagt, am 25. Juni 2009 war sie gerade unterwegs, als eine Bekannte ihr über Gerüchte von Jacksons Tod berichtete.
“Ich habe es nicht wirklich geglaubt, als sie es mir erzählte, weil ich im Laufe der Jahre so viele Gerüchte über Michael gehört hatte, Fehlalarme über alles Mögliche. Ich dachte, „Ja, ja“. Ich sah, dass es die Wahrheit war, als ich nach Hause kam und ich hatte gemischte Gefühle. Ich war traurig, aber dachte auch, dass er jetzt seinen Frieden hat auf der anderen Seite. Ich kann mir nicht vorstellen, mit all dem Leben zu müssen.“
In den Wochen nach Jacksons Tod sagt Batten, konnte sie die Berichterstattung in den Medien nicht sehen, weil sie wusste, dass vieles falsch war.
“Sie waren für etwa zwei oder drei Stunden respektvoll und dann machten sie weiter mit ihrem Boulevardzeitung Festival“, klagt sie.
“Ich konnte einfach nicht zusehen. Es gab eine Menge Specials zu über ihn und manchmal habe ich rein geschaut und es war einfach sh**t. Ich denke, es ist einfach mit Negativem Geld zu machen und Kontroverse zu schüren aber es ist erbärmlich, und ich kann einfach nicht dabei zusehen. Es geht nur um Geld, nicht um die Wahrheit…das ist eiskalt.“

Der This Is It Film
Aber im Gegensatz zu einigen von Jacksons Freunden, sagt Batten, konnte sie sich durchringen This Is It anzusehen. Selbst wenn sie es mit gemischten Gefühlen tat.
“Ich hatte seit Jahren kein Video mehr von ihm gesehen und nur sein Talent zu sehen, auch wenn er nicht voll aufdrehte, wie er Human Nature sang..es war einfach nur „Gänsehautgefühl“. Die Art und Weise wie er seinen Körper bewegt – es gibt keinen anderen Tänzer in der Welt, der das so kann. Insofern habe ich es genossen. „
Doch dank einer engen Freundschaft mit Jacksons Make-up Artistin Karen Faye, die mit dem Star während der This Is It Proben arbeitete, sagt Batten sie könne auch die andere Seite der Medaille sehen. Seit Jacksons Tod hat Faye auf ihrer Facebook-Seite geschrieben, dass Jackson gebrechlich war, ständig fror und rapide an Gewicht verlor.
“Sie war näher an Michael als jeder sonst“, sagt Batten „sie warnte sie die Leute, dass es ihm nicht gut geht, aber jeder ignorierte sie. Man sah es nicht so auf dem Bildschirm, weil sie die besten Stücke von jedem Tag zusammengefügt hatten. Sie sehen nicht, wenn er zu damit zu kämpfen hatte eine Rampe hinauf zu kommen, weil er keine Energie mehr hatte, weil er zwei Tage lang nicht gegessen hatte. Sie haben das in dem Film nicht gezeigt. Ich meine, für ein Lied trug er vier unterschiedliche Kostüme. Das sagt mir nur, dass er nie das Lied voll durch sang.“

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Übersetzung: M.v.d.Linden

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Von Jennifer Battens Homepage:

I’ve added this Michael Jackson page not only for MJ fans, (which is essentially “preaching to the choir), but more for his skeptics. I present this in the hopes of making some folks a bit more aware of what passes for “news” in this world, but what is in fact nothing more than unchecked rumors, and fabrications. This goes for ALL news, not just regarding MJ.

My having had the opportunity to work with Michael for ten years gave me a very privileged insight. I will forever have a deep respect and awe for his many groundbreaking talents and his selfless commitment to humanity and the earth.

He was and will forever be loved by millions but was also ignorantly and unfairly judged, ridiculed, and viciously attacked by those with ill intent. I hope you can all glean some wisdom from this content and move forward with a little deeper thought as to what information you are fed.

Sincerely, Jennifer Batten

“Diese Michael Jackson Seite habe ich nicht nur für MJ-Fans eingerichtet, (Das wäre sowieso, wie zum Chor zu predigen..) sondern für seine Skeptiker. Ich mache es in der Hoffnung, bei einigen etwas das Bewußtsein zu vergrössern, für das, was in uns dieser Welt als “Neuigkeiten” präsentiert wird, was aber in Wirklichkeit nichts anderes als haltlose Gerüchte und Erfindungen sind. Das gilt nicht nur für “News” über MJ.

Ich hatte die Möglichkeit, 10 Jahre mit Michael Jackson zusammen zu arbeiten, und einen priviligierten Einblick hinter die Kulissen. Ich werde für alle Zeiten tiefen Respekt und Bewunderung für seine zahlreichen überragenden Talente, seine selbstlose Hingabe an die Menschheit und die Erde haben.

Er wurde und wird für immer von Millionen geliebt, aber er wurde im gleichen Mass unfair und ignorant behandelt, verlacht und von Menschen mit bösen Absichten angegriffen. Ich hoffe, sie alle können etwas Wissen aus dem Inhalt dieser Seite ziehen und von nun an überlegter mit Informationen umgehen, die ihnen serviert werden.”

http://www.batten.com/Michael-Jackson.html

Michael: Aura – Licht – Liebe

AreYouListening

♥ Danke an alle, die meinen blog besucht haben – Danke für’s Lesen und Teilen. Danke dafür, dass ihr Michaels Liebe und Träume weitergebt und weiterlebt… Ich wünsche Euch einen guten Start ins Neue Jahr

♥ Thank you for visiting my blog. Thank you for reading. Thank you for sharing, and for pass on Michaels Love and Dreams…I wish you a Happy New Year

♥ See You in 2013 ♥

“Keep on Michaeling” 

Martina

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Quotes about Michael’s  Aura – Light – Love

♥ In every generation, there are a handful of people who come into this world equipped with the ability to change it for the better because of their heightened sense of awareness about the power of love. Those people understand love, not as a feeling, but as a state of being, a way of relating to the world. They have a certain light about them; a way of living that encompasses being kind, caring, compassionate and empathic. Through their ability to connect to love, they have the potential to heal the world. Michael Jackson was one of them.

~ Linda Higgins

In jeder Generation gibt es eine Handvoll Menschen, die auf diese Welt kommen, mit der Fähigkeit, sie zu verbessern, durch ihren geschärften Sinn über das Bewusstseins über die Kraft der Liebe. Für diese Menschen ist Liebe nicht nur ein Gefühl, sondern ein Zustand, ein Weg, dieser Welt zu begegnen. Sie erstrahlen in einem Licht; haben einen Lebensstil, der Freundlichkeit, Fürsorglichkeit, Mitgefühl und Empathie beinhaltet. Durch ihre Fähigkeit sich mit der Liebe zu verbinden, haben sie das Potential, die Welt zu heilen. Michael Jackson war einer dieser Menschen.

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♥ Have you ever met an angel? I have. He has a mesmerizing presence, a dazzling aura and a heart of gold. (…) Stepping into Michael’s world was like stepping though a secret doorway to Narnia or sliding down a rabbit hole to Wonderland. Whenever I was with him, I felt like I was inside a fairytale, being swept up in a cloud of magic and joy and love. I will never forget the silvery quality of his voice and the light of his presence, floating me to heaven again and again. Everything Michael did, he did for all of us, for children, for animals, and for the future of the planet. He is a true angel.

~Talitha Fluttrby

Bist du je einem Engel begegnet? Ich bin. Er hat eine faszinierende Präsenz, eine umwerfende Aura und ein Herz aus Gold. (…) Michaels Welt zu betreten ist wie durch die geheimen Tore von Narnia zu gehen, oder durch eine Kaninchenhöle ins Wunderland. Immer wenn ich mit ihm zusammen war, fühle ich mich wie in einem Märchen, umgeben von einer Wolke aus Magie, Freude und Liebe. Ich werde nie seine silberklare Stimme und das Licht seiner Präsenz vergessen, die mich immer wieder im Himmel schweben lies. Alles, was Michael tat, tat er für uns, für die Kinder, für die Tiere, für die Zukunft des Planeten.

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♥ When I first met him it was really love at first sight. When you get to know Michael, you understand his nature of charisma. … He looks at the world with the innocent eyes of a child.

~ Sophia Loren

Als ich ihn zum erstenmal traf, war es wirklich Liebe auf den ersten Blick. Wenn du Michael kennst, verstehst du das Wesen seines Charisma. Er blickt auf die Welt, mit den unschuldigen Augen eines Kindes.

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♥ It’s a great loss for us and I just hope and pray that the creator, whatever you believe in, still holds us in favor to send us another angel like that. Because if not, we may have lost more than just a man. It must be something very special to send a man like that down. He influenced so many different people, so many different industries, politics, science, music, art … and then to be taken away? Maybe we didn’t take good care of him. ~ Wesley Snipes

Es ist ein großer Verlust für uns und ich hoffe und bete, dass der Schöpfer, an wen immer du glaubst, uns immernoch gut gesinnt ist und uns nocheinmal einen solchen Engel senden wird. Denn wenn nicht, werden wie mehr als nur einen Menschen verloren haben. Es muss etwas ganz besonderes bedeuten, einen solchen Menschen hierher zu schicken. Er beeinflusste so viele unterschiedliche Menschen, so viele Bereiche, Politik, Wissenschaft, Musik, Kunst… um uns dann einfach genommen zu werden. Vielleicht haben wir nicht gut auf ihn geachtet.

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♥ No one comes close to having the power of this man’s essence. Michael’s beauty radiates with a glow that touches the soul. It comes from knowing Michael’s heart – knowing…and loving the man  from the inside out.

~ Michaeline James

Keiner kommt auch nur in die Nähe der Power des Wesens dieses Menschen. Michaels Schönheit erstrahlt mit einem Leuchten, was die Seele berührt. Es kommt daher, dass man Michaels Herz erkennt – man liebt ihn und kennt ihn in- und auswendig.

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♥ He was a human being, but don’t get me wrong, he was just definitely touched by God. He had something a little more than the average person. Yes, he was a human being and he had his faults, but he was different—he was almost like an angel living on earth. He would walk in a room and captivate everyone. We would go out in disguise, shopping or to have dinner, and he’d be all wrapped up, nobody could see his face, but he had this aura about him and people knew it was him. Just his aura and presence was so strong and captivating.

~ Frank Cascio

Er war ein Mensch, aber, versteh mich nicht falsch, er war definitiv von Gott berührt. Er hatte das gewisse Etwas mehr, als ein durchschnittlicher Mensch. Ja, er war ein menschliches Wesen und hatte seine Fehler, aber er war anders – er war fast wie ein Engel, der auf der Erde lebte. Er kam in einen Raum und bezauberte alle. Wir gingen in Verkleidung einkaufen, oder zum Essen, und er war völlig verhüllt, so dass keiner sein Gesicht sehen konnte, aber er hatte diese Aura um sich und die Leute wussten, dass er es war. Diese Aura und diese Präsenz waren so stark und faszinierend.

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♥ He is the most humble, caring, sensitive, caring man you could ever imagine. What you hear about him from much of the media is either speculation or fabrication, but what you hear from those who have met him is absolutely the truth. Most will tell you, he has an aura that radiates warmth, love and tenderness, and most never ever forget such meetings. When meeting or even around Michael, there was certainly an aura. It was quite incredible. And it wasn’t just when meeting him, it often continued afterwards too.

~ Dee Pfeiffer

Er ist der bescheidenste, fürsorglichste, einfühlsamste Mensch, den man sich nur vorstellen kann. Was du über ihn aus den Medien hörst, ist entweder Spekulation oder Erfindung, aber was du von denen hörst, die ihn getroffen haben, ist die Wahrheit. Die Meisten werden dir sagen, dass er eine Aura hat von Wärme, Liebe und Zärtlichkeit, und die Meisten werden diese Treffen nie mehr vergessen. Wenn man Michael traf, oder in seiner Nähe war, gab es ganz sicher diese Aura. Sie war unbeschreiblich. Und sie war nicht nur da, während des Treffens, oft blieb sie auch danach noch bestehen.

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♥ Above all, Michael was a very caring person. He had a lot of love in his heart. He cared about everybody, especially the people on the street. He wasn’t stuck up – he had no ego, and he tried to make time for everybody because he didn’t want to hurt anyone’s feelings. If he thought he did something wrong, it would really bother him. He had more love than anyone I know. (…) Above all, Michael was about love.

~ Miko Brando

Vor allem anderen war Michael ein fürsorglicher Mensch. Er hatte soviel Liebe in seinem Herzen. Er kümmerte sich um jeden, besonders um die Menschen auf der Strasse. Er war nicht eingebildet – er hatte kein Ego, und er versuchte für jeden Zeit zu haben, denn er wollte nicht die Gefühle von irgendwem verletzen. Wenn er dachte, er hätte etwas falsch gemacht, hat es ihn wirklich gequält. Er hatte mehr Liebe, als jeder andere, den ich kenne. Vor allem anderen, war Michael Liebe.

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♥ Michael was magic, pure and simple. He was a man who believed in the goodness of mankind and embodied pure unncondicional love for the world.

~ Kellie Parker – Katie from “Moonwalker”

Michael war Magie, schlicht und einfach. Er war ein Mensch, der an das Gute der Menschen glaubte und reine, bedingungslose Liebe für die ganze Welt verkörperte.

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♥ It is only once in a lifetime where you meet a true Angel sent from the Heavens above. I count my blessings each day for I have experienced Heaven on Earth. The wisdom, guidance, and knowledge will always be  remembered and put into action.

~ Dr. Heat Cascio and the family

Es passiert nur einmal im Leben, dass du einem Engel begegnest, der vom Himmel gesandt wurde. Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich den Himmel auf Erden erleben durfte. Die Lebenserfahrung, die Handlungen und das Wissen werden immer in Erinnerung bleiben und in die Tat umgesetzt.

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♥ History books will never capture the essence of your humble soul and the lives you litearally saved. Video archives will never accurately depict the excitement you caused EVERY time you set foot in public or on stage. The best mankind can do is observe your genius and pay it forward as an example of how a true Angel walked amongst us.

~ Jodi Gomes

Geschichtsbücher werden niemals die Essenz deiner gütigen Seele erfassen, und die Leben, die du wirklich gerettet hast. Video Archive werden niemals die Aufregung zeigen können, die du JEDESMAL verursacht hast, wenn du einen Fuß in die Öffentlichkeit oder auf die Bühne gesetzt hast. Das Beste, was die Menschheit tun kann ist, sich an deinem Genius zu orientieren und es als Beispiel für einen Engel, der unter uns weilte, weiterzugeben.

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♥ I felt Jackson before I saw him. You feel such a presence/aura within a human being only a few times in life. His music hit me like a hammer, his voice hit me like light. The man is a carnal experience, such as pain or overwhelming joy.

~ Christian Marks

Ich spürte Jackson, bevor ich ihn sehen konnte. So eine Präsenz/Aura eines Menschen kannst du nur wenige Male in deinem Leben fühlen. Seine Musik traf mich wie ein Hammer, seine Stimme traf mich wie ein Licht. Dieser Mann ist eine sinnliche Erfahrung, wie Schmerz oder überschäumende Freude.

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♥ When he came to the podium, was full of love. The love you can see, even though you are standing 100 meters away from him. In some moments, had tears in his eyes and could not sing. We cried and we were thus moved. It was amazing.

~ T. Marierose about her experience of the World Music Awards, November 15th 2006

Als er auf die Bühne kam, war alles voller Liebe. Diese Liebe kannst du sehen, auch wenn du 100 m von ihm entfernt stehst. In manchen Momenten hatte er Tränen in den Augen und konnte nicht singen. Wir weinten und waren so bewegt. Es war erstaunlich.

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♥ This Love Is Forever ♥

“Break Of Dawn”….Interview mit Dr. Freeze (Elliott Straits)

Original interview in French at MJFrance.com

Interview mit Dr. Freeze (Elliott Straits) vom Januar 2011

http://mjfrance.com/actu/index.php?p…-album…/3233

Quagmire: Ich bin gespannt zu hören, wie du begonnen hast mit Michael Jackson zu arbeiten und wie er dich kontaktiert hat.

Dr. Freeze: Ich kannte seinen Manager, John McClain, und ich arbeitete an einem Album mit meinen Partnern Spydermann. Nach Abschluss des Albums, lief es nicht so, wie geplant und wir mussten das Projekt stornieren. Es regte mich auf. Und dann sagte John McClain: “Mach dir keine Sorgen, Freeze. Ich habe ein anderes Projekt für dich. Du wirst mit Michael im Geschäft sein.” “Michael … wer?” und er sagte: “Michael Jackson “Ich wollte es zuerst nicht glauben und ich dachte, es sei verrückt! Und dann, eines Tages, als ich mit meinem Vater am Telefon war, rief jemand mich auf der anderen Leitung an… und es war Michael! So begann alles. Ich hatte einige Songs, die ich für Michael gemacht hatte. Er liebte sie! Denn Michael und ich, wir haben beide dieses Gefühl für Melodien. Und jedesmal, wenn ich etwas vorgeschlagen habe, war es leicht für ihn den Song zu lernen, weil es war, als ob er ihn schon kannte. Ich gab ihm einige Songs, die er liebte. Und er schätzte sie. So kamen wir zusammen.

Q: Sprechen wir von Break Of Dawn, ein großartiger Song. Ich denke, es ist eines der sinnlichsten Lieder, die er je gemacht hat und es ist das, was ich von Michael hören wollte. Weist du, dass es das erste mal ist, dass er in einem Song über Liebe-machen spricht. Ich weiß nicht, ob du mit ihm darüber gesprochen hast?

F: (lacht) Ja, danke. Das war sein Lieblingslied, sein “Baby”.

Q: Erinnerst du dich an die genaue Anzahl der Songs, die du ihm präsentiert hast?

F: Ich stellte ihm viele Lieder vor. Die wichtigsten Songs, an denen wir gearbeitet haben, Break Of Dawn  und Blue Gangster, A Place With No name. Diese drei Lieder waren unsere Prioritäten. Break Of Dawn ist einer der Songs, der schon fertig gestellt wurde. Andere sollten später veröffentlicht werden. Sie werden in Reserve gehalten.

Q: Du hast Michael also Songs vorgeschlagen. Wie ich es verstehe, liebte er jedes Detail an Break Of Dawn, und deshalb entschied er, sich auf dieses Lied zu konzentrieren. Was passierte also dann?

F: Wir gingen zum Aufnehmen ins Studio, und nahmen mehrere Songs auf. A Place With No Name und Blue Gangsta wurden zur gleichen Zeit aufgenommen. Es gibt auch noch einige andere, über die ich im Moment nicht sprechen kann. Aber auch andere Songs wurden aufgenommen. Wir bewahrten vieles für später auf, aber diese drei Songs waren die wichtigsten.

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Q: Wie war der erste Tag mit ihm im Studio? Wie fühltest du dich?

F: Es war ziemlich beängstigend für mich! Ich fühlte mich wieder wie in der Grundschule, als ob ich nichts über die Produktion wüsste. Michael lehrt einen alles neu. Die anderen Produzenten und ich waren wie Studenten und schauten dem Lehrer zu. Mit Michael war es, als wenn wir nichts über unser Geschäft wüssten: Wir mussten von vorn beginnen und wieder alles lernen. Er brachte uns bei, alles so gut wie möglich zu tun: Michael war ein Perfektionist, und wir mussten bei Null anfangen, um die Musik bestmöglich zu produzieren. Ich war sehr nervös, sehr nervös, aber auch sehr geehrt! Aber Michael war wegen mir noch nervöser, als ich wegen ihm. Er war einfach der wunderbarste Mensche, mit dem man nur zusammen arbeiten kann. Es war großartig! Er wusste alles über die Musikindustrie, alles, wirklich alles, nichts war ihm fremd, und er hat mir viel beigebracht. Und war er sehr bescheiden und kreativ. Es war wirklich großartig, mit ihm zu arbeiten.

Q: Du hast ihm also Break Of Dawn vorgeschlagen, und dann musste man den Song nach seinen Ratschlägen neu bearbeiten?

F: Nein, er musste nur den Gesang aufnehmen … und seine Magie hinzufügen! Es war wie wenn in dem Song Blumen blühen würden! Er berührte ihn, und er wurde magisch! Ich war absolut erstaunt!

Q: Also alle musikalischen Teile und die Texte wurden im Vorfeld gemacht?

F: Ja, er liebte den Song. Er wollte ihn genau lassen wie er ist. Alles, was an diesem Stück schon fertig war, durfte niemand mehr ändern. Denn es klang wie ein Traum, eine Vision, als er es das erste Mal gehört hatte, und er wollte diesen Traum in dem Song bis ins letzte Detail erhalten. Er wollte nichts verändern, wollte die Magie des Songs absolut intakt halten. Was man auf Invincible hört,  ist genau die Version, die ich ihm gegeben habe, bevor er seine Stimme dort zugefügt hat.

Q: Wie lange hat es gedauert, mit ihm zu dem Song aufnehmen?

F: Es dauerte eine Zeit, weil er viel Dynamik in seine Stimme legen wollte, vor allem in die Harmonien, die man im Chor hören kann. Es brauchte Zeit. Der ganze Prozess im Studio dauert so lange, als wenn wie einen Film drehen würden.

Q: Zu dieser Zeit arbeitete er auch an anderen Songs für Invincible?

F: Ja.

Q: Also nahm er seinen Gesang auf, hörte ihn noch einmal an, veränderte ihn, arbeitete an anderen Songs, und kam ein paar Tage später wieder darauf zurück, und fügte noch kleine Feinheiten hinzu…oder?

F: Ja, es war eine unglaubliche Arbeit. Manchmal nahm er die Lead Vocals auf, manchmal war es nur der Chor oder Adlibs… Er hörte sich auch die verschiedenen Mixe an und verändert einige Details hier und da. Er hatte ganz und gar die kreative Kontrolle. Wir wollten den Song perfekt machen, und um auf meine Analogie über den Film zurückzukommen, er war ein bisschen wie ein Regisseur, der seinen Film verbessern wollte, indem er das Skript oder die Schauspieler veränderte. Auf diese Art arbeitete er, um diesen Song zu erstellen, und das Album Invincible insgesamt.

Q: Also im Grunde, änderte er eine Strophe, arbeitete an einem anderen Lied, und ein paar Tage später kam er zurück, um den Song noch einmal ändern?

F: Ja. Wenn wiederkam, wurden Änderungen vorgenommen und Ideen vorgeschlagen und er hörte aufmerksam zu. Es entstanden auch mehrere Songs gleichzeitig und er arrangierte zwei oder drei Dinge zugleich. Letztendlich waren es alles seine Entscheidungen. Es war der Chef. Er war offen für jede Kritik oder Anregung, die sich positiv auf das Lied auswirken würden, wenn seine Wirksamkeit beibehalten würde. Alles, was er wollte, war großartige Songs zu erschaffen.

Q: Wer hatte die Idee, A Horse With No Name von Amerika neu zu bearbeiten?

F: Das war ich. Wieder hatte ich die ganze Musik fertig, und er musste nur die Texte dazu machen. Es war zur gleichen Zeit wie Break Of Dawn, aber wir arbeiteten es nicht sofort aus, wir taten das später. Es wurde nach und nach verbessert.

>> A place Without No Name –  hier zu hören:  https://soundcloud.com/smooth-gangsta/a-place-with-no-name

Q: War es für das Invincible Album oder ein anderes Projekt geplant?

F: Anfangs war es für Invincible geplant, ja. Aber es s ist nicht auf diesem Album und wurde deshalb in Reserve gehalten wie Blue Gangsta.

Q: Im Vergleich zu den im Internet durchgesickerten Leak, können wir bei dem Mix etwas unterschiedliches erwarten?

F: Ja, was du gehört hast ist ein alter Mix. Die Version, die man bald hören wird, ist völlig neu.

Q: Du hast gesagt, “bald”? Ich bin bereit, mehr zu erfahren…

F: A Place With No Name und Blue Gangsta werden wohl auf dem nächsten Album von Michael sein. A Place With No Name wird anders sein, wie der Leak im Internet. Für Blue Gangsta habe ich das Instrumental aufgenommen. Also sind auch dort Veränderungen zu erwarten.

Q: Haben Sie diesen Song mit Michael abgeschlossen, als er noch lebte?

F: Auf jeden Fall war er abgeschlossen.

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Q: Was dachtest du über Michael, nachdem du ihn im Studio besser kennengelernt hattest?

F: Er hat mich nicht nur gelehrt, einen Song richtig zu erschaffen, sondern er gab mir auch Ratschläge über die Musikindustrie als Ganzes. Ich fühle, dass er ein absolutes Genie war. Ich hatte das Glück, von einem der Größten zu lernen. Ich versuche, seine Ratschläge in meinen Projekten von heute umzusetzen. Ich versuche, den künstlerischen Geist von Michael Jackson lebendig zu halten. Es ist, wie wenn ich einen Collegeabschluss in “Michael Jackson” hätte. Zurück zu Ihrer Frage: das Wort “Gefühl” zu wenig. Es gibt kein Wort,  was stark genug ist, um zu beschreiben, was ich mit dem King of Pop gelernt und erlebt habe.

Q: Hast du irgendwelche Anekdoten über die Studio-Sessions?

F: Nicht wirklich. Ich hatte viel Spaß mit ihm zu arbeiten. Michael war jemand, der lustige Witze geliebt hat. Er sprach über viele Themen, über Videospiele, usw… Dann nahm er seine Arbeit wieder auf. Wir waren über diese Arbeitsart/Performance verblüfft, aber so geschah es.

Q: Hat er für den Song seine Stimme aufgewärmt?

F: Du musst dich aufwärmen, egal ob im Sport oder beim Singen. Wir sahen ihn nie seine Stimmübungen machen, aber wenn er ins Studio kam, um aufzunehmen, stand er vor dem Mikrofon und “hat es in Brand gesteckt”. Wenn er ging, lag das Studio in Schutt und Asche und deine Kinnlade klappte auf den Boden. Es war absolut beeindruckend zu sehen.

Q: Wie ich bereits sagte, Break Of Dawn enthält sehr besondere Wörter. Es ist sehr sinnlich und es ist das erste Mal das er über Liebe-machen spricht. Wie hat er sich gefühlt, als ihr  diese Aufnahmen gemacht habt, in welcher Gemütsverfassung war er? Gab es irgendwelche besonderen Wünsche während dieser Sessions?

F: Nein, er hat mir nur gesagt, dass er den Song liebte. Ich musste ihm keine Anweisungen geben was zu tun ist, er wusste genau, was er tun musste. Er übernahm die Kontrolle über das Flugzeug, während ich noch mit dem Start beschäftigt war.

Q: Also sagte er: “Können wir dise Strophe nocheinmal machen, Ell …” Achso, nannte er dich eigentlich Elliot?

F: Nein, er hat mich immer “Freeze” gerufen.

Q: Und du sprachst ihn mit seinem Vornamen an?

F: Natürlich! Wir arbeiteten wirklich eng zusammen. Um genau zu sein, nannte ich ihn mit seinem Spitznamen “Mike”, statt Michael.

Q: Du sprachst von Videospielen. Erinnern du dich, welche Video Spiele du mit ihm gespielt hast?

F: In seinem Haus gab es eine Menge Videospiele. Street Fighter, Mortal Kombat und auch Flight Simulator. Wir verbrachten viel Zeit damit, zu spielen.

Q: Warst du im Studio auf Neverland?

F: Ja, ich ging nach Neverland, zur Entspannung und zum Arbeiten. Wir arbeiteten viel dort. Er hatte ein Studio auf der Ranch. Ich arbeitete also dort, und manchmal sagte er: “Komm, mach eine Pause, Freeze, lass uns ein wenig Spaß haben. Sieh dir einen Film an, oder geh zum Zoo.” Neverland war ein wenig wie ein zweites Zuhause für mich.

Q: Ich wusste nicht, dass du auf Neverland gearbeitet hast. Es ist interessant, weil wir nicht viele Details über das Studio von Neverland wissen. War es ein professionelles Studio?

F: Ja, absolut, es ist eine Menge professioneller Ausrüstung da, Pro Tools und all sowas.

Q: Arbeitete er dort alleine?

F: Auf jeden Fall war Michael unschlagbar, wenn es um die Arbeit in dem Studio geht.

Q: Eigentlich konnte er nicht wirklich ein Instrument spielen, daher wird immer gefragt, ob er in der Lage ist, etwas alleine, ohne die Hilfe eines Toningenieurs oder Produzenten aufzunehmen.

F: Er konnte alles selbst tun. Weißt du, Michael war wirklich ein “lebendes Instrument”. Er konnte Akkorde auf der Tastatur spielen, darin war er ziemlich gut. Er wusste auch Beats zu programmieren.

Q: Kommen wir zurück zu Break Of Dawn. Kannst du uns sagen,  warum Michael Jackson den Refrain dieses Liedes nicht selbst singt?

F: Nun, weil ihm meine Version des Refrains gefiel. Er fand es sehr schön, und er wollte alles so belassen. Er mochte meinen Gesang. Er wollte nichts von dem verändern, was er liebte. Mein Markenzeichen ist es, den refrain zu jedem Lied, das ich mache, selbst zu produzieren (“Poison”, “I Wanna Sex You Up”). Und Michael liebte meinen Gesang auf Break Of Dawn.

Q: Woher kommt deine Inspiration für die Songs Break Of Dawn, Blue Gangsta  und A Place With No Name? Wie sieht der kreative Prozess aus?

F:  Break Of Dawn ist einfach eine romantische Ballade, die ich eines Tages schrieb. Bei Blue Gangsta wollte ich eine neues Smooth Criminal machen. Etwas moderner und an die 2000er Jahre angepasst. Das war die Idee. A Place With No Name ist selbst eine Art von Flucht, ein Lied, wo man einfach die Augen schließt und dich in einer wundervollen Welt wiederfindest. Dieses Lied ist von “A Horse With No Name” von der Gruppe Amerika inspiriert. Der Text dieses Liedes ist sehr tiefsinnig. Ich wollte es erneuern, um eine Version für das Jahr 2000 zu machen.

Q: Hast du die Rechte von der Band problemlos erhalten? Haben Sie um Erlaubnis gefragt?

F: Oh absolut, die Gruppe Amerika hat die Idee geliebt. Sie fanden dieses “update” absolut grandios. Sie waren wirklich begeistert von diesem Projekt. Im Vergleich zu dem im Internet durchgesickerten Auszug, wurden viele schöne Sachen zu dem Song von Michael beigefügt. Es ist viel verdichteter.

Q: Du hast es also nicht mehr angerührt, und es wird so erscheinen, wie du es mit ihm fertig gestellt hast?

F: Der Song wird als die letzte Version, an der wir gearbeitet hatten freigegeben. Es wird völlig anders sein als der Auszug/Leak (Juli 2009). Dieses Lied ist sehr cineastisch in seiner Form. Es wäre ein perfekter Song für einen Film wie Avatar gewesen, weil es uns eine wunderbare Welt zeigt, in der die Menschen verschieden sind, aber glücklich. Dieser Song ist wie eine Flucht aus dem Alltag, es ist ein Lied, von dem man wirklich “entführt” wird.

Q: Wurde Blue Gangsta von Tempamental zum Remeix No Friend Of Mine?

F: Das ist nicht der Name des Songs, es ist nur der Refrain, der diese Worte enthält. Der eigentliche Titel lautet Blue Gangsta. Als ich diesen Remix hörte,  konnte ich es nicht glauben. Viele Menschen riefen mich deshalb an, und ich verstand nicht, was geschehen war. Das Problem ist, dass ich gar nicht weiß, wer diesen Song veröffentlicht hat. Es bleibt ein Rätsel. Warum taten sie das? Woher kam dieser Rap? Wir wussten nichts über diese Geschichte. Wir verstehen wirklich nicht, wo dieser Leak herkam …

Q: Auch nach ein paar Wochen weiß niemand, was der tatsächlichen Ursprung dieses Liedes war, und wie Michael Jackson an diesem Projekt beteiligt war.

F: Ja, ich weiß es ist verrückt. Der Name des Songs war nicht einmal gut! [Dr. Freeze summt den Refrain des Songs auf dem Handy: Your no friend of mine, what you put me through, now I'm the blue gangsta nah..."] das war nur der Refrain. Dies verdeutlicht die Unwissenheit der Menschen, die diese Leaks ins Internet stellen: Sie nehmen den Song und stellen ihn online ohne etwas über seine Herkunft zu wissen.

Q: Die Fans wussten auch nicht, was sie denken sollten. Es war seltsam. Wir vermuteten, dass etwas nicht stimmte, aber wir wussten nicht genau was…

F: Ja, das Lied wurde nicht der Öffentlichkeit präsentiert, wie es hätte sein sollen. Jemand hat den Song gestohlen, einen Rap gemacht und ihn ins Netz gestellt. Ich war nicht einmal creditiert, genauso wenig wie Michael!

Q: Hast du noch andere Songs mit Michael Jackson aufgenommen?

F: Wir haben an einigen anderen Songs gearbeitet aber wir haben sie nicht abgeschlossen. Mehr kann ich dir dazu nicht sagen.

Q: Wie viele Songs hast du insgesamt für Michael geschrieben?

F: Oh, ungefähr dreißig, und wir haben fünf oder sechs genommen.

Q: Und du besitzt heute diese Songs?

F: Die meisten sind in einem Safe. Wir haben keine Kontrolle darüber. Sie behalten alles in ihrem Tresor.

Q: Also der Estate kümmert sich darum?

F: Ja, absolut. John McClain ist dafür verantwortlich.

Q: Ist er der Boss?

F: Ja, der Chef!

Q: Konntest du neue Songs hören?

F: Ja, ich konnte die meisten von ihnen hören. Aber ich kann nichts sagen, sorry. Ich bin mir nicht berechtigt, irgendetwas preiszugeben.

Q: Wir können stattdessen ein kleines Spiel spielen. Ich gebe dir die Namen von Songs, und du sagst mir, ob du sie gehört hast. Escape?

F: “Escape”? Das sagt mir nichts.

Q: “Fear”, “Face”, sagt dir das etwas?

F: Nein, gar nichts

Q: Hast du “Do You Know Where the childreen are” gehört?

F: Das hörte ich in den Studios.

Q: “Crack Kills”?

F: Nie davon gehört.

Q: “The Gloved One”?

F: Nein.

Q: Eigentlich wäre es einfacher, wenn du uns einige Namen nennst …Kannst du uns den Namen eines unveröffentlichten Tracks nennen, den du besonders bedeutsam findest und ein wenig darüber erzählen?

F: Es gibt einen Song den wir zusammen aufgenonmmen haben, aber ich weiß nicht, ob er seine Vocal-Parts abgeschlossen hat. Es heißt Rise Above It All. Es ist ein Lied, das ich schrieb und an dem wir arbeiteten.

Q: Was war es für ein Lied?

F: Es ist ein upbeat-Song. Wenn du dich schlecht fühlst über Dinge, die in der Welt falsch laufen, versuche trotzdem eine positive Einstellung zu haben, und so glücklich wie möglich zu sein, denk einfach nicht an die negativen Dinge. Überwinde das Negative, die Leiden der Welt, alle Kriege, die hungernden Kinder, und wirke all diesen schlechten Dingen entgegen. Versammelt Euch, haltet eure Hände, hebt die Hände zum Himmel. Es ist thematischer Song. Ich kann nicht sagen, ob er den Song fertig aufgenommen hat, aber auf jeden Fall arbeiteten wir daran. Es gibt noch andere Lieder, an denen wir zusammenarbeiteten. Die meisten dieser Songs sind mid-tempo, aber ich kann nicht mehr sagen.

Quagmire: Hast du mit John McClain gesprochen, wegen den Songs, die du mit Michael aufgenommen hast und gedenkt er damit zu tun?

Dr. Freeze: Nein, es ist schwer, direkt in Kontakt mit John McClain zu treten, er ist sehr beschäftigt. Das Thema wurde noch nicht angesprochen.

Q: Wie kannst du wissen, ob Blue Gangsta und A Place with no Name auf dem nächsten Album sein wird?

F: Das weiß ich. Es ist bestätigt.

Q: Großartig, wir freuen uns darauf! Beabsichtigst du, den Song Blue Gangsta neu zu bearbeiten?

F: Eigentlich ist Blue Gangsta fertig. Ich habe ihn “aufgefrischt”, der Song ist fertig, bereit zur Veröffentlichung. Es wird ganz anders sein als die Version, die im Netz durchgesickert ist. Es ist perfekt kalibriert, um eine Diskothek in Brand zu setzen. Es klingt sehr europäisch im Stil.

Q: Wird die Basis des Song erhalten? [Quagmire singt einen Auszug]

F: Ja, es ist alles das gleiche, aber es klingt moderner.

Q: Du hast das Tempo beschleunigt?

F: Nein, nein. Alles ist genau das gleiche.

Q: [verwirrt] Okay. Um es zusammenzufassen, Du hast nur ein paar zusätzliche Sounds hinzugefügt und ein paar Veränderungen?

F: Genau. Um eine Analogie zu nennen, es ist wie wenn du einen Film gedreht hast und dann nimmst du ihn nochmal in 3D auf.

Q: Hast du die Aufnahme-Sessions gefilmt?

F: Nein, es waren keine Kameras erlaubt. Weißt du, er wurde ungern im Studio gefilmt und fotografiert. Daher war es verboten.

Q: Am Anfang des Interviews sagtest du, er hat Beats programmiert und spielte Keyboard. Kannst du uns mehr dazu sagen?

F: Manchmal erschuf er einfach so Lieder, und wenn ich ihm zuhörte, war ich fassungslos. Im Grunde waren es nur Ideen, hier und da eingeworfen, abhängig von seiner momentanen Emotion. Es war der kreative Prozess und er liebte es. Er erschuf Klänge, Melodien, Harmonien, von morgens bis abends. Es war schon ein Erlebnis für mich, das mit zubekommen. Ich habe viel gelernt von ihm.

Q: In welchen Studios wart ihr zu der Zeit?

F: Wir nahmen in mehreren Studios auf. Manchmal in New York, manchmal in Kalifornien. Wir verbrachten viel Zeit auf der Ranch. In der Tat hing die Wahl des Studio davon ab wo es geographisch gelegen war. Wir waren in der Hit Factory in New York, und im “Record One” in Los Angeles. Wir verwendeten auch das Studio von John McClain und wir waren auf Neverland.

Q: Gibt es irgendwelche Aufnahmen, die auf Neverland aufgezeichnet wurden, und die im finalen Mix des Songs verwendet wurden?

F: Was meine Aufzeichnungen betrifft, war alles aus den großen Studios. Aber er hat Songs mit anderen Produzenten auf Neverland aufgezeichnet. Leider kann ich nicht genau sagen, welche Songs. Ach ja, ich erinnere mich an ein Lied, das gegenwärtig auf seinem aktuellen Album ist. Es heißt “Hollywood” Ich glaube und ich erinnere mich daran, dass er auf Neverland daran arbeitete.

Q: Also arbeitete er auch an anderen Projekten, wenn du dort warst?

F: Ja, er war auch mit anderen Songs beschäftigt. Er fragte mich manchmal nach meiner Meinung. Manchmal arbeite ich ein bisschen mit ihm. Aber hey, ich war nicht allein. Es gab einige andere Produzenten, die mit ihm dort waren.

Q: Wann hast du die Sessions mit ihm beendet, wusstest du, dass sie fertig waren oder hast du erwartet, dass er sich noch an die anderen Songs begibt

F: Sobald wir zusammen angefangen hatten aufzunehmen, wusste ich, dass ich mich völlig dem zu widmen hatte. Ich wollte nur für Michael arbeiten. Ich hatte versprochen, mit niemand anderem zu arbeiten. Es war ein Vollzeit-Job: Ich habe mit ihm über Jahre zusammengearbeitet. Ich war mit ihm bis kurz vor seinem Tod im Studio.

Q: Du warst im Studio mit ihm, kurz vor seinem Tod?

F: Eigentlich sprachen wir viel und wir wollten ins Studio. Um genau zu sein, ich erinnere mich, dass ich in seinem Haus in Las Vegas war und es gab dort ein Studio. Es war kurz bevor er starb.

Q: Zeichneten Sie etwas auf?

F: Nein, nichts wurde aufgezeichnet, wir haben nur ein Brainstorming gemacht. Wir waren dabei die Aufnahme-Sessions zu starten: eine war bereit, und wir bereiteten die Ausrüstung für das Studio vor. Ich bot ihm ein paar neue Songs an, die ich speziell für ihn geschrieben hatte. Er liebte sie sehr, er, er wollte sie haben, aber dann starb er.

Q: Hatte er über sein kommendes Album gesprochen? Hat er gesagt, wann er es veröffentlichen wollte?

F: Nein, über dieses Thema haben wir nicht diskutiert.

Q: Zurück zu Blue Gangsta, hast du die Idee mit dem Akkordeon und dem Pfeifen?

F: Ja. Ich hatte die Idee, es kommt aus dem Film “The Good, the Bad, the Ugly” [Er pfeift die Melodie am Telefon]. Wie ich schon sagte, ich wollte eine neues Smooth Criminal machen. Es war unser Ziel: Das neue Smooth Criminal.

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Q: Erinnerst du sich an deinen ersten Eindruck, als ihr euch zum ersten Mal traft? Warst du überrascht oder enttäuscht von seinem Charakter?

F: Ich wusste schon, dass Michael der bescheidenste Mensch war, den man treffen könnte. Er war mein bester Freund, die schönste Begegnung meines Lebens. Es ist wie ein Treffen mit Captain Kirk, wer mag nicht Captain Kirk treffen? Diese Romanfigur war cool, freundlich und es war ein netter Kerl. Und auch Michael war ein bisschen so. Wie man sich vorstellen kann, bin ich ein echter Fan von Star Trek, und deshalb habe ich von Captain Kirk gesprochen Michael Jackson zu treffen, war ein bisschen so,  als ob ich Captain Kirk getroffen hätte, es war einfach unglaublich. Heute gibt es keine Stars mehr, mit der gleichen Aura. Ich war wirklich erstaunt, als ich ihn traf und meine Eltern sind sehr stolz auf mich. Nicht nur weil ich es geschafft habe, mit dem King of Pop zu arbeiten, sondern auch, weil es nicht nur auf eine bloße berufliche Beziehung beschränkt war. Ich wurde sein Freund, sein bester Freund. Ich liebe ihn sehr, auch heute noch. Wir waren wie Brüder, waren uns sehr nahe.  Also  zusammenfassend: mein Treffen mit Michael war, als hätte ich mich mit Captain Kirk getroffen!

Q: Michael wird allgemein als der größte Künstler anerkannt. Du hast ihn getroffen, und wurdest zu einem seiner Freunde. Hast du Anekdoten über ihn, die wir kennen sollten?

F: Er war unbeschreiblich, ein Genie. Er war ein Engel, auch darum war sein Name Michael. Ja, er war wirklich ein Engel.

Q: Hat er spezielle Anfragen an die Studio-Ausrüstung für Aufzeichnungen, wie Mikrofone oder Instrumente? Gab es besondere Anforderungen?

F: Nein, er hatte darüber keine Sorge, solange es gut klang. Er konnte etwas in sein Notebook singen und dort speichern, es störte ihn nicht, solange es eine gute Melodie war.

Q: Erinnerst du dich, welches Mikrofon für Break Of Dawn benutzt wurde?

F: Nein, wir waren in so vielen Studios … Es ist eine Frage, die sie den Toningenieuren stellen sollten: sie hatten jeweils ihre eigene Ausrüstung und ich erinnere mich nicht genau, was sie hatten.

Q: Welche Toningenieure waren an den Aufnahmesessions beteiligt?

F: Aus dem Gedächtnis war es Michael Prince, Brad und Mike Dean Buxer. Auch Bruce Swedien natürlich. Ich habe nicht direkt mit ihm gearbeitet, aber ich kenne ihn sehr gut, er ist sehr cool. Ein weiteres Genie.

Q: Hat er einige deiner Songs abgeschlossen oder hast du es alles alleine getan,  inklusive mischen?

F: Es gibt Ingenieure, die einige der Songs überarbeitet haben. Ich weiß nicht, wer die letztlichen Mixe gemacht hat. Ich müsste John McClain fragen … Ich weiß nicht, wer an diesen Liedern mit Michael arbeitete, ich war physisch nicht anwesend.

Q: Was hat dich in künstlerischer Hinsicht an Michael am meisten beeindruckt?

F: Michael liebte seine Fans, er liebte seine Musik und er liebte es, Musik zu machen für seine Fans. Er liebte es, den Menschen Liebe und Freude zu geben. Es war seine Mission. Er war sehr hingebungsvoll und loyal. Es war etwas, was er tun wollte, oder tun mußte. Er liebte die Menschen aus der Tiefe seiner Seele. Und als er diese Musik gemacht hat, hat er sie für uns gemacht.

Q: Was ist dein Lieblings-Album von Michael?

F: Ich liebe sie alle. Bei Michael Jackson ist es unmöglich, einen Lieblingssong oder Album zu haben. Allerdings als ich ein Kind war, war mein Lieblings-Song Rock With You. Ich fand es wirklich erstaunlich, … Ja, das war definitiv einer meiner Favoriten.

Q: Erinnerst du dich an dein letztes Gespräch mit Michael?

F: Wir waren gerade dabei, das neue Album aufzunehmen, und als er meine Songs gehört hat, sagte er mir, ich solle sie so schnell wie möglich ins Ausland senden. Er mochte meine neuen Produktionen. Dies war unser letztes Gespräch. Er sagte: “Ich liebe dich” und voila, es war vorbei.

Q: Was bedeutet “ins Ausland”?

F: Ich habe Michaels Anweisungen befolgt. Er erzählte mir ich solle dieses Album ins Ausland verkaufen und das habe ich getan. Du weißt, er wusste wirklich etwas über das Geschäft, so folgte ich seinem Rat. So, und hier ist eine Info, die ich exklusiv verrate: mein neues Album kommt bald!

Q: Wann wird es sein?

F: Wir bringen die Single-Auskopplung im Frühjahr 2011. Es heißt “We are The Robots”.

Q: Das ist toll! Vielen Dank für deine Großzügigkeit und dass du so lange mit uns gesprochen hast. Alles Gute für deine zukünftigen Projekte.

F: Vielen Dank.

Michael in Irland – 2006

Verschiedene Berichte über Michaels Aufenthalt in Irland, 2006

Eugene Lambert, Puppenspieler aus Sligo:

Ein Mann aus Sligo, der ungewöhnlicherweise Freund der Pop-Ikone, Michael Jackson wurde, beschrieb ihn als ein “bodenständigen,  liebevollen Vater”, der in Dublin mit einem “Knaller” von einem Auto ankam um seinen 48th Geburtstag zu feiern. Puppenspieler Meister, Eugene Lambert, erzählte der der SLIGO CHAMPION wie seine berühmte Marionette, ‘Judge ‘vom ‘Wanderly Wagon’ happy Birthday’ für den Superstar sang, als er vor 18 Mon. bei der Familie Lambert in  Monkstown wohnte

“Michael kamen in einem “Knaller” von einem Auto, mit seinen drei Kindern. Es gab keine großen Entourage, nur einen Security Mann und ein Kindermädchen. Sie verbrachten mehr als zwei Stunden mit uns, genossen eine Show, die wir für spielten, und saßen dann mit uns bei Tee und Scones zusammen. Als wir entdeckten, dass es Michaels Geburtstag hatte, sang ihm Judge den “Happy Birthday” Song und Michael sang glücklich mit. Es war ein großer Tag, eine schöne Erinnerung,” sagt Eugen. Eine weitere Erinnerung Eugenes von diesem besonderen Besuch ist, wie Michael sich vergnügt seine Taschen mit Süßigkeiten aus einem kleinen Laden des Lambert-Puppentheaters füllte.

“Wir haben einen kleinen Süßigkeiten Shop im Theater, und bevor wir mit der Show für Michael und seine Kinder anfingen, fragte eines der Kinder ob Sie Bonbons haben könnten. Ich sagte sie sollten sich selbst bedienen und der erste, der im Shop war um  seine Taschen zu füllen, war Michael. Er war ganz wörtlich das glückliche Kind das sich im Süßigkeiten-Shop verlor, und er liebte es,” sagte Eugene.

Trotz der Vorwürfe, die über des Sängers eigenartige Beziehungen mit kleinen Kindern zu hören waren, sagte der in Sligo geborene Großvater, sah er nur Beweise für einen liebevollen Vater, der seine Kinder liebte. “Er liebte eindeutig seine Kinder, und Sie liebten ihn gleichermaßen. Sie hatte eine wunderbare, normale Beziehung. Er zeigte sich  als eine sehr nette, sanfte Person. Die Kinder benahmen sich perfekt, hatten einwandfreie Umgangsformen und Sie haben nicht alles ohne Erlaubnis angefasst. «Es war eine ganz normale Familien Szene, und ich konnte nicht wirklich die Person, die ich traf mit den Mann, der in den Medien dargestellt wird in Einklang bringen. Für mich war er ein normaler, netter Mann, und wir kamen wirklich gut zusammen aus. Ich war wirklich begeistert von ihm,” sagte Eugene.

Der Geburtstag-Besuch war die zweite Gelegenheit, die Michael Jackson im Lambert-Theaters zugebracht hat. Die erste war im Jahr 1992, als die Familie eine halbe Stunde vorher die bevorstehende Ankunft von einem der berühmtesten Männer der Welt erfuhr, und er  ordnungsgemäß mit einer Entourage und  zwei Stretch-Limousinen, einem riesigen Van und etwa einem Dutzend  Leuten ankam.

Eugene erinnert sich: “Er hatte ein großes Interesse an Kindertheater und hatte darum gebeten, uns zu besuchen. Wir waren etwas in Panik, als wir erfuhren er wäre in einer halben  Stunde da, aber wir hatten alles bereit und es funktionierte sehr gut “

Zunächst erlebte Eugene ihn als chronisch schüchternen Mann, aber als sie Gemeinsamkeiten in Ihrer Bewunderung für den Pantomimen  Marcel Marceau gefunden hatten, war der Star bald ganz entspannt. “Er war sehr beeindruckt von einem Plakat, das wir von Marcel Marceau haben, und als ich ihm einige Radierungen zeigte, die wir von diesem großartigen Mann hatten, war er ganz aufgeregt. Wir unterhielten uns für etwa zwei Stunden. Er hatte eine große Leidenschaft für Kinder Literatur und russischen Folklore, und wir haben ein kleines Puppenspiel für ihn vorgespielt, welches er wirklich genossen hat. Sobald das Eis gebrochen war, war er sehr entspannt und sagte, er würde gerne länger bei uns bleiben”.

Während er ein wertvolles Autogramm als Zeugnis seiner Freundschaft mit dem Sänger hat, hat der Man aus Sligo leider keine Photos der Besuche. “Er war sehr um die Sicherheit besorgt. Wir waren zur Verschwiegenheit über die Besuche verpflichtet, und er wollte keine Fotos. Die Sicherheits-Leute entfernten sogar das Band aus der CCTV-Kamera außerhalb unserer Räumlichkeiten als sie uns verließen.”

http://www.sligochampion.ie/temp/jackson-was-a-down-to-earth-doting-father-recalls-sligo-puppeteer-1803566.html

Irland

Patrick Nordstrum vom Blackwater Castle in Cork wo Michael zwei Wochen wohnte:

Neben seinen öffentlichen Auftritten in Irland hatte Michael auch persönliches Interesse daran als er im Sommer 2006 für ca 18 Mon. zurück kam um den Medien zu entkommen und etwas Frieden und ein wenig normales Leben für sich und seine Kinder zu finden – nach dem scheußlichen Prozess den er 2005 ausgehalten hatte und nachdem er für einige Zeit in Bahrain lebte. Während dieser Zeit mietete Michael mehrere Anwesen in Irland. Es schien, als hätte er beides gefunden: Frieden und die Flucht vor der Öffentlichkeit und den Medien, dass er sogar daran dachte es zu seiner dauerhaften Heimat zu machen.

Meine Frau Sheila ist sehr beschäftigt in Sachen gesundem Essen und sie hat jeden morgen eine Schüssel mit Porridge und gab Michael auch eine. Er liebte es und wollte von da an jeden morgen eine….Seine Kinder verehrten ihn, er war ein sehr guter, liebevoller Vater. Er brachte sie hierhin nachdem sie im DisneyLand Paris gejagt worden waren und sie einen Platz suchten, dem zu entkommen. Er zog sie so auf, dass sie sehr gute Manieren hatten und höflich/freundlich waren, all seine Entscheidungen beruhten auf den Interessen seiner Kinder.

Liam Sheehan, ein Zauberer , der eine Vorführung für die Kinder machte während ihrem Aufenthalt in Blackwater Castle:

Der Mann den ich kennen lernte war nett und ein Gentleman. Es ist tragisch, dass er sein Leben damit verbrachte, gejagt zu werden. Ich hoffe er hat im Himmel jetzt etwas Frieden gefunden. Seine Kinder liebten ihn sehr. Sie fragten mich, ob ich mit ihm um die Wette rennen wollte und sagten mir stolz, dass er gewinnen würde weil er so groß und schnell sei. Man kann sagten, sie bewunderten ihn wirklich. Sogar am Ende ihres Aufenthalts, als sie wieder nach hause gingen, sprangen die Kinder ins Auto und Michael sagte ihnen, sie sollen noch einmal rauskommen, um allen für die Gastfreundschaft zu danken. Seine wirkliche Persönlichkeit kam nur in der Einsamkeit der Wälder zum Vorschein. Die Scheu verschwand und ich sah einen viel wilderen und lauteren Geist der es liebte mit seinen Kindern zu spielen. der leise/sanft sprechende Michael den du sonst in der Öffentlichkeit sehen konntest verschwand. Er liebte Apfelkuchen und Eiscreme und er genoss wirklich die Abgeschiedenheit des Schlosses und der Umgebung und ich weiß, dass er die Freundlichkeit der Iren liebte.

Paddy Dunning, Besitzer des Grouse Lodge Recording Studio in dem Michael mit Will.I.Am im October 2006 arbeitete:

Jackson, eines der bekanntesten Gesichter der Welt unternahm manchmal Ausflüge zu anderen Teilen Irlands, meistens in der Begleitung von Paddy Dunning. Wie kam es, dass ihn anscheinend niemand in Irland erkannte?

“Manchmal erkannten sie ihn”, sagte Dunning. “Manchmal fuhren wir nach Dublin, und wenn wir an einer roten Ampel anhalten mussten, sah Michael aus dem Fenster – weil er vorne bei mir saß – und die Menschen trauten ihren Augen nicht. Sie fielen in eine Art Shock und konnten nicht glauben was sie sahen – ‘ist das Michael Jackson der da neben mir anhält in der Damestreet…?’ Obwohl die Angestellten, die Geschäftsinhaber von Rosemount und Dunnings kleine Kinder darüber schwiegen, dass Michael Jackson im Haus war, deckte am Ende ein US Reporter seinen Aufenthaltsort auf. Billy Bush, der Neffe von George Bush senior…. ein Repräsentant von AccessHollywood, der zu einem Interviwe in Westmeath ankam ging gleich nach dem Filmen raus ins nahegelegene Moate und erzählte dann Männern, Frauen Kindern und Hunden auf der Straße, wo Jackson zu finden ist. “Blödmann” sagte Dunning, aber konnte man wirklich was anderes erwarten?

Michael wollte eigentlich nur einen Monat in Westmeath bleiben, aber letztlich blieb er dann 5 Monate. Michael war ein erstaunlicher Gittarist, unbeschreiblich an der Trommel und er erstaunte jeden, wenn er sich hinters Piano setzte, aber das beste ist seine Singstimme – sie ist nicht zu überbieten

Paddy Dunning: Michael Jackson’s Versteck in Irland:

Michael Jackson’s geheimer Rückzugsort in Irland County Westmeath öffnet seine Türen für Gäste am Wochenende. Aber ist es ein Thriller?(…)

Im Sommer 2006, ein Jahr nach seinem Freispruch im Gerichtsprozess, nachdem er Neverland verlassen hat und einige Zeit in Bahrain verbrachte, kam der King of Pop heimlich in die Grafschaft Westmeath mit seinen Kindern. Erleichtert hatte er eine Oase abseits der Paparazzi gefunden und war verzaubert durch ein Gebiet so reich an Geschichte, Mythen und Folklore. Jackson blieb den Rest des Jahres.

Grouse Lodge ist ein abgelegenes Anwesen erreichbar über einen sich windenden mit Schlaglöchern versehenen Kiesweg in der Nähe des Dorfes Rosemount. Es ist in einem Wohngebiet und wurde in 2002 von den Eigentümern Paddy und Claire Dunning erworben und in Aufnahmestudio verwandelt und jeder von REM bis hin zu Muse zu Ms Dynamite, Snow Patrol zu Shirley Bassey nutzte es. Paddy ist ein moderner Renaissance-Mann von Mitte 40, dessen Leben in manchen Zeiten nur geringfügig weniger phantastisch als Jackson’s Leben erscheint. Er begann als Müllmann in Dublin und wurde einer der Gründerväter der Wiederauferstehung des Temple Bar Viertels der Hauptstadt. Zu seinem Unternehmen gehören Dublin Temple Lane Studios, der Sound Training Centre, das Button-Factory Disco und The National Wax Museum Plus.

Im Jahr 2006 kam eine Frau namens Grace Rwaramba raus zu ihm, um zu überprüfen ob das Grouse Lodge Studio für einen ungenannten A-Liste Popstar geeignet ist. Ihr gefiel, was sie sah und buchte das Studio und ein Drei-Betten-Häuschen auf dem Gelände, das aus einem Stall umgebaut worden war. Aber sie hatte noch nicht verraten, wer der Künstler war. Paddy und Claire entdeckten die Identität ihrer neuen Mieters, als ein Bus auftauchte aus denen Prince Michael, Paris und Blanket zusammen mit ihrem Vater Michael Jackson, dem Kindermädchen Grace und dem Privatlehrer stiegen.

Grouse Lodge ist rund um einen alten Bauernhof gesetzt ist, und es gibt eine Sammlung von umgebauten Nebengebäuden, dass einen zweiten, begrünten Innenhof bildet, von denen keines von der Straße sichtbar ist, so dass es schwer einzusehen ist. Darum fühlte sich Jackson hier sicher und unbeobachtet. Er begann mit der Arbeit an neuem Material im Grouse Lodge Studio, mit Will.I.Am und Rodney Jerkins, die aus Amerika einflogen.

Jackson verliebte sich in Westmeath-County, und nach einem Monat in dem umgebauten Kuhstall, zog er um auf das ebenso einsame benachbarte Anwesen Coolatore, welches auch in Dunnings Besitz ist. Da Jackson keinen eigenen Fahrer in Irland hatte, engagierte Paddy einen lokalen Taxifahrer, der Jackson und die Kinder in einer gemieteten Großraumlimousine mit verdunkelten Fenstern in der Gegend herumfuhre.

Die Dunnings schafften es irgendwie, dass der King of Pop seine Residenz für mehrere Monate geheim halten konnte. Selbst wenn Jackson begann, sich nach draußen zu wagen und er in nah gelegenen Dörfern Moate und Killbeggan gesehen wurde, verneinten die Dunnings jegliche Kenntnis über seinen Aufenthalt. “Wenn jemand zu mir gesagt hat, ‘ich habe gehört, Michael Jackson ist hier’, antwortete ich:  ‘Ja, und Elvis Presley auch!” sagt Paddy

Irland

Die einzige Sicherheit, die für Grouse Lodge arrangiert wurde waren drei Wachen um unwillkommene Besucher abzufangen. Die Einheimischen, die Kenntnis hatten stellten sich schützend vor Jackson, schickten Reporter den falschen Weg, und ein Bauer hat sogar gedroht, seinen Gülle Anhänger über das Auto von einem Paparazzo zu leeren.

Die irischen Midlands werden oft von gehetzten Menschen, die von Dublin unterwegs nach Galway oder zu anderenTeilen der Westküste sind, übersehen, aber es ist ein magisches Land mit Ringforts und mittelalterlichen Burgen übersät. Innerhalb von ein paar Meilen entfernung von Coolatore sind die beiden historischen Hügel von Cnoc Aiste und Uisneach, es gibt Lough Ennell und Lilliput, wo Jonathan Swift Gulliver’s Reisen konzipierte.Es gibt auch ein paar Pubs, die sich seit Jahrzehnten nicht verändert haben, wie William Fox in Loughnavalley und Gunnings in Rathconrath, die als Laden, Kiosk, Garage und Gemeindehaus fungieren.

Traditionell ist der Hügel von Uisneach der geographischen Mittelpunkt von Irland. Er ist nur 600ft hoch, aber von oben kann man  an einem klaren Tag 20 Länder sehen. Es war der alte Sitz der Könige von Meath, dem heiligsten Ort der Welt in heidnischen Zeiten, und die Heimat der antiken Feste. (…) Es ist auch die Heimat der Cat Stone, der Grabstätte der Göttin Ériu ( hat ihren Namen nach Irland ) und wo die alten Provinzen von Irland unterteilt waren.

Uisneach ist jetzt Teil des Betriebs von David Clarke, und am 1. Mai dieses Jahres organisierte Paddy Clarke das erste Festival der Fires. Seit mehr als 1.000 Jahren zieht eine abwechslungsreiche Mischung aus Einheimischen, Bauern, Hellsehern, Hexen, Zauberern und Gurus aus nah und fern durch den Ort. Leuchtfeuer werden angezündet am Uisneach, wie Funken einer Kette von Waldbränden auf die 73 verschiedenen Hügeln über dem Land, von Dingle nach Donegal. “Michael interessierte sich für Geschichte”, sagt Paddy “und war begeistert von den Feinheiten der irischen Musik.”

Die Dunnings haben eine Fülle von Geschichten aus der Zeit, die sie mit Jackson verbrachten. “Eines Nachts waren wir schließlich im Studio”, erinnert sich Paddy. “Michael war am Schlagzeug, ich spielte Gitarre und Nephew war an den Keyboards und als wir gerade erst begonnen hatten bekamen wir einen Rhythmus zusammen, und langsam aber sicher lenkte Nephew es zu Billie Jean. Es war einfach verrückt. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals Billie Jean zusammen mit Michael Jackson spielen würde.”

Paddy ist ein guter Erzähler. Er erzählt mir, wie er das Wax Museum Plus kaufte – Dublins Antwort auf Madame Tussauds – und er auf der Suche nach einem Wohnsitz für die Wachsfigur Elvis war. Er setzte ihn in den Wald von Coolatore. Er hatte ihn eigentlich schon vergessen, bis Michael Jackson von einem Spaziergang aus den Wäldern kam. “Paddy”, sagte er, “Ich glaube, ich traf gerade meinen Schwiegervater im Wald!”


“I just met my father-in-law in the woods!”

Gegen Ende seines Aufenthalts in Westmeath, begann Jackson nach interessanten Häusern zum Kauf zu schauen. Als die Dunnings eine weitere Errungenschaft, das Bishopstown House, einem heruntergekommenes Anwesen eine Meile entfernt, gekauft hatten, besuchte ihn Jackson und diskutierte die Renovierung mit Paddy. Also, obwohl es ein wenig unaufrichtig ist zu Bishopstown zu sagen, dass es nach Jacksons Ideen gebaut wurde, ist es sicherlich das Haus, dass mit Jacksons im Auge gebaut wurde. Jackson hatte einen Stützpunkt in London, für seine geplante Konzertserie in London, aber laut Paddy auch einen Fluchtort in Irland eingeplant um dort Zeit  zu verbringen und den Medien der englischen Hauptstadt zu entfliehen. Beide, Coolatore und das neu renovierten Bishopstown, sind nun zu mieten. Coolatore ist das größere der beiden Anwesen – ein schöner, 1866 erbauter viktorianischer Landsitz mit langen Sälen und Gewölbe, großem Wohn-und Esszimmer, einer Bibliothek und einer versteckten Treppe, die hinunter führt zu einer Bar im Keller. Bishopstown, das seit Jahren verfallen war bis es von den Dunnings übernommen wurde, ist in einem viel zeitgenössischen Stil umgebaut, mit einer mit Holz verkleideten Erweiterung, die hinzugefügt wurde.

Das original georgianische Haus  hat im vierten Stock einen Dachgarten, so gestaltet, dass Jackson einen Panoramablick über die Landschaft hatte, ohne selbst gesehen zu werden. Beide Häuser verfügen über sechs Schlafzimmer und fünf Bäder.

Die Häuser sind in erster Linie an Selbstversorger vermietet. Es ist auch möglich, Mahlzeiten in der Nähe von Grouse Lodge (auch alles von Massagen bis zu Tontaubenschießen kann organisiert werden) zu haben, mit Menüs mit Schwerpunkt auf regionale Produkte und Gemüse, die in ihren eigenen Garten angebaut sind. Claire und die Mitarbeiter von Grouse Lodge kochten für Jackson, der eine einfache, gesunde Ernährung von Porridge zum Frühstück und Hauptmahlzeiten von Fisch oder Huhn mit Gemüse bevorzugte. “Der Kerl war fit – er wurde immer stärker” sagt Paddy, “und ich glaube, wenn er hier lebte und hier geblieben wäre, wäre er nicht gestorben.”

Coolatore House und House Bishopstown können gemietet werden. Die Preise beginnen bei 1.200 € für ein Wochenende, die den Zugang zum Schwimmbad, Sauna und Jacuzzi Whirlpool-Badewanne oder am Grouse Lodge beinhalten. In beide Häuser können 12 Personen schlafen. Besuchen Sie coolatorehouse.ie und grouselodge.com

http://poloconghaile.com/michael-jacksons-irish-home/

Übersetzungen: M.v.d.Linden, Lena

Audio: https://soundcloud.com/doc-on-one/michael-jacksons-irish-driver   This is an 40 minutes audio about Michaels stay in Ireland 2006. Michaels Driver in Ireland, Ray O’Hara and Paddy Dunning (owner of Grouse Lodge and Coolatore House, where Michael stayed for nearly 6 months) are talking about their experiences with Michael and his 3 kids. 

 

 

Ebony Interview, 2007 – Michael Jackson In Seinen Eigenen Worten

Am 25. Sept. 2007:

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Rekord-Album Thriller gewährt der King of Pop einen seltenen Einblick in seine Kreativität. Anlässlich des 25 Geburtstags des Thriller-Albums gab es ein Fotoshooting und ein Interview mit Ebony.

Art meets Beauty

Sitzt man auf dem Sofa neben Michael Jackson, blickt man schnell hinter das Licht der rätselhaften Ikone; fast durchscheinende Haut, und man erkennt, dass diese afro-amerikanische Legende mehr ist als nur oberflächlich. Mehr als ein Entertainer, mehr als ein Sänger oder ein Tänzer; der erwachsen gewordene Vater dreier Kinder offenbart einen selbstbewußten, kontrollierten und reifen Mann, der sich in seinem Inneren eine Menge Kreativität bewahrt hat.
Michael Joseph Jackson rockte im Dezember 1982 die Musikwelt, als er mit Thriller auf der Pop-Szene detonierte, dem satten, rhythmischen, ansteckenden Album, das viele Weiße mit einem Talent bekannt machte, welches die meisten Schwarzen bereits seit Jahrzehnten kannten, und das beinahe jeden Branchen-Rekord auf dem Planeten brach. Das historische Projekt war ein weiterer, wenngleich gigantischer Schritt in eine musikalische Karriere, die achtzehn Jahre zuvor im Alter von sechs Jahren begann, mit seinen Brüdern als die Jackson 5.
In seinem ersten Interview mit einem US-Magazin seit einem Jahrzehnt und zum 25. Jahrestag von Thriller setzte sich Jackson mit dem EBONY-Magazin zu einem seltenen, intimen und exklusiven Gespräch über die Erschaffung von Thriller, die historische Motown 25-Performance, seine Vaterschaft, den Zustand der Musikindustrie und die treibende Kraft hinter seiner Kreativität zusammen.

♥ ♥ ♥ Aufnahme von Audio-Ausschnitten aus dem Interview:

>> script english: http://mjjjusticeproject.wordpress.com/2012/07/10/michael-jackson-speaks-to-ebony-2007/

Hier ist Michael Jackson, in seinen eigenen Worten …

F (Bryan Monroe): Wie hat alles begonnen?

A (Michael Jackson): Motown schickte sich an, diesen Film, The Wiz, zu machen … und Quincy Jones sollte der Mann sein, der die Musik machen würde. Nun, ich hatte bereits zuvor von Quincy gehört. Als ich ein Kind in Indiana war, pflegte mein Vater Jazz-Alben zu kaufen, so kannte ich ihn als Jazzmusiker.
Nachdem wir diesen Film gemacht hatten – wir wurden uns ziemlich vertraut während des Films, er half mir, bestimmte Worte zu verstehen, er war wirklich wie ein Vater – ich rief ihn nach dem Film an, aus voller Aufrichtigkeit – ich bin ein schüchterner Mensch, vor allem damals, ich habe die Leute nicht einmal angesehen, wenn sie mit mir sprachen, ich scherze nicht – und ich sagte: ‘Ich bin bereit, ein Album zu machen. Glauben Sie, dass … könnten Sie mir jemanden empfehlen, der daran interessiert wäre, es mit mir zu produzieren oder mit mir zu arbeiten?’ Er hielt inne und sagte: ‘Warum läßt du es nicht mich tun?’’ Ich sagte: ‘Ich weiß nicht, warum, aber daran habe ich garnicht gedacht.’ Wahrscheinlich, weil ich dachte, er sei eher wie ein Vater, und ziemlich jazzig. Also, nachdem er das sagte, sagte ich: ‘Wow, das wäre toll.’ Das Tolle an der Arbeit mit Quincy ist, er läßt dich dein Ding machen. Er steht dir nicht im Weg.
Das erste, womit ich zu ihm kam, war von Off The Wall, unserem ersten Album, und Rod Temperton kam im Studio, und er kam mit diesem Killer – das ist dieser kleine deutsche Kerl aus Worms, Deutschland – er kommt mit dieser … ’doop, dakka dakka doop, dakka dakka dakka doop’, der kompletten Melodie und dem Refrain, Rock With You. Und ich, WOW! Also, als ich das hörte, sagte ich: ‘Okay, ich muss jetzt wirklich arbeiten.’ Und jedes Mal, wenn Rod etwas präsentierte, präsentierte ich auch etwas, und wir veranstalteten einen freundschaftlichen kleinen Wettstreit. Ich liebe es, so zu arbeiten. Ich habe darüber gelesen, wie Walt Disney zu arbeiten pflegte, als sie an Bambi arbeiteten oder an einer animierten Show; sie stellten ein Reh mitten in den Raum und ließen die Animateure, gewissermaßen wetteifernd, verschiedene Stile zeichnen. Wer den am meisten stilisierten Effekt erzielte, der Walt gefiel, den pickte er sich heraus Sie rivalisierten irgendwie; es schien freundschaftlich, doch es war ein Konkurrenzkampf, denn es erforderte immer höheren Einsatz. Daher, immer wenn Rod etwas brachte, brachte ich etwas, dann brachte er etwas, dann brachte ich etwas anderes. Wir erschufen dieses wunderbare Gebilde.
F: Also, nach Off The Wall, im Frühjahr ’82, gingst du erneut ins Studio, um an Thriller zu arbeiten.

A: Nach Off The Wall hatten wir all diese Nr.1 Hits daraus – Don’t Stop ‘Til You Get Enough, Rock With You, She’s Out of My Life, Workin’ Day and Night – und wir waren für den Grammy Award nominiert. Aber ich war einfach nicht glücklich damit, wie das Ganze lief, weil ich noch viel mehr machen wollte, viel mehr präsentieren wollte, noch viel mehr von meiner Seele und meinem Herzen hineinlegen wollte.

F: War es ein Übergang für dich?

A: Ein absoluter Übergang. Seit ich ein kleiner Junge war, studierte ich Arrangement und Komposition. Und es war Tschaikowsky, der mich am meisten beeinflusste. Auf einem Album wie der Nußknacker-Suite ist jedes Lied ein Killer, jedes. Also sagte ich mir: ‘Warum kann es nicht ein Pop-Album geben, wo jedes …’ – Die Leute machten Alben, wo man einen guten Song kriegte, und der Rest war wie B-Seiten. Sie nannten sie “Album Songs” – und ich sagte mir: ‘Warum kann nicht jeder Song ein Hit werden? Warum kann nicht jeder Song so großartig sein, dass die Leute ihn kaufen würden, wenn man ihn als Single-Auskopplung veröffentlichen könnte?’ Also habe ich immer versucht, danach zu streben. Das war mein Ziel für das nächste Album. Das war das ganze Konzept. Ich wollte einfach nur alles, was wir mochten, rausbringen. Ich arbeitete hart dafür.

F: Der kreative Prozess – war er wohl durchdacht oder passierte es nur irgendwie?

A: Nein, er war schon sehr durchdacht. Auch wenn sich alles auf irgendeine Weise zusammenfügte, ich war mir bewusst, es wurde in diesem Universum erschaffen, aber wenn die Chemie im Raum stimmt, muss etwas Magisches geschehen. Es muß. Es ist, als würde man bestimmte Elemente einer Gehirnhälfte nehmen und das erzeugt diese Magie in der anderen. Das ist Naturwissenschaft. Und dorthin zu gelangen, mit einigen dieser großartigen Menschen, ist einfach wunderbar.
Quincy hatte einen Spitznamen für mich, ‘Smelly’. Smelly kam von … und Steven Spielberg nennt mich auch so … damals, vor allem damals – ich sage jetzt manchmal ein paar Schimpfwörter – aber vor allem damals konnte man mich nicht dazu bringen, zu fluchen. Also sagte ich: ‘Das ist ein ‘smelly’-Song.’ Das bedeutete ‘Der ist so toll’, dass er dich völlig gefangen nimmt. Deshalb nannte er mich ‘Smelly’.
Und ja, die Arbeit mit Quincy war so wunderbar. Er lässt dich experimentieren, dein Ding machen, und er ist Genie genug, um ungewöhnliche Wege in der Musik zu gehen, und wenn ein Element hinzugefügt werden muss, fügt er es hinzu. Und er hört diese kleinen Dinge. Wie zum Beispiel in Billie Jean, ich sollte diesen Teil des Bass Licks entwickeln, und die Melodie, und die ganze Komposition. Aber beim Anhören fügte er ein hübsches Riff hinzu …
Wir arbeiteten an einem Track und dann trafen wir uns bei ihm zu Hause, spielten, woran wir gearbeitet hatten, und er sagte: “Smelly, lass ihn zu dir sprechen.” Und ich: “Okay”. Er sagte: “Wenn der Song etwas braucht, sagt er es dir. Lass ihn zu dir sprechen.” Ich habe gelernt, das zu tun. Der Schlüssel, ein großartiger Songschreiber zu sein, liegt nicht darin, zu schreiben. Du mußt nur aus dem Weg gehen. Tritt beiseite, damit Gott hereinkommen kann. Und wenn ich etwas schreibe, von dem ich weiß, es ist richtig, knie ich nieder und sage Danke. Danke, Jehova!

F: Wann war das letzte Mal, dass du dieses Gefühl hattest?

A: Nun, vor kurzem. Ich schreibe ständig. Wenn du weißt, es ist richtig, dann spürst du manchmal, wie etwas kommt, wie etwas heranreift, beinahe wie eine Schwangerschaft oder so etwas. Es bewegt dich, und du fühlst etwas erblühen, und die Magie, sie ist da! Es ist die Eruption von etwas, das so schön ist, dass du denkst: WOW! Da ist es. So funktioniert es, durch dich. Es ist wunderschön. Es ist ein Universum, in das du eintauchen kannst, mit diesen zwölf Noten …
[Er hört nun eine frühe Aufzeichnung von Billie Jean auf einem iPhone]
Was ich mache, wenn ich schreibe, ist, dass ich eine knappe, raue Version mache, nur um den Refrain zu hören, nur um zu sehen, ob mir der Refrain gefällt. Wenn es so für mich stimmt, so spartanisch, dann weiß ich, es wird funktionieren … Hör dir das an, das ist zu Hause. Janet, Randy, ich … Janet und ich machen “Whoo, Whoo…Whoo, Whoo…” Ich mache das, den gleichen Vorgang, mit jedem Song. Es ist die Melodie, die Melodie ist das Wichtigste. Wenn die Melodie mich fesselt, wenn mir dieses Ungeschliffene gefällt, dann mache ich den nächsten Schritt. Wenn es in meinem Kopf gut klingt, ist es meist auch gut, wenn ich es mache. Die Idee ist, das, was in deinem Kopf ist, auf ein Tonband zu übertragen.
Nimm einen Song wie Billie Jean, wo die Bassline der markante, dominante Teil ist, wo der wichtigste Protagonist des Songs das treibende Riff ist, das du hörst – den Charakter dieses Riffs genau so hinzukriegen, wie du es haben willst, braucht viel Zeit. Hör zu, man hört dort vier Bässe, die vier unterschiedliche Persönlichkeiten haben, und das ist es, was ihm den Charakter gibt. Aber es bedeutet viel Arbeit.

F: Ein weiterer großer Moment war die Motown 25 Performance …

A: Ich war im Studio, um Beat It zu bearbeiten, und aus irgendeinem Grund war ich zufällig in den Motown Studios, um das zu tun – ich hatte das Unternehmen bereits lange zuvor verlassen. Sie waren gerade dabei, etwas im Zusammenhang mit dem Motown-Jubiläum zu machen, und Berry Gordy kam vorbei und fragte mich, ob ich in der Show auftreten würde, und ich sagte: “NEIN!” Ich sagte Nein. Ich sagte Nein wegen der Thriller-Sache, an der ich gerade arbeitete und ich war dabei, etwas zu schaffen, das ich geplant hatte, und er sagte: “Aber es ist das Jubiläum …” Also, hier ist, was ich zu ihm gesagt habe. Ich sagte: “Ich werde es tun, aber ich werde es nur dann tun, wenn du mich einen Song singen lässt, der kein Motown-Song ist.” Er sagte: “Was ist es?” Ich sagte: “Billie Jean.” Er sagte: “Okay, fein.” Ich fragte: “Du wirst mich wirklich Billie Jean singen lassen?” Er sagte: “Ja.”
Also habe ich geprobt und choreographiert und meine Brüder vorbereitet und die Songs und das Medley ausgewählt. Und nicht nur das, es mussten auch alle Kameraeinstellungen ausgearbeitet werden.
Ich inszeniere und bearbeite alles, was ich mache. Jede Einstellung, die du siehst, ist meine Einstellung. Laß mich erklären, warum ich es so machen muss. Ich habe fünf, nein, sechs Kameras. Wenn du performst – ganz gleich, welche Art von Performance es ist – und wenn du es nicht ordentlich aufnimmst, werden die Leute es niemals sehen. Es ist das egoistischste Medium der Welt. Du filmst, was die Leute sehen sollen, wann sie es sehen sollen, wie sie es sehen sollen und welche Einstellungen sie sehen sollen. Du lenkst mit deinen Einstellungen und Aufnahmen den Gesamteindruck der präsentierten Sendung absolut in die von dir gewollte Richtung. Weil ich weiß, was ich sehen will. Ich weiß, was ich dem Publikum geben will. Ich weiß, was ich wieder zurückbekommen will. Ich erinnere mich an das Gefühl, das ich hatte, als ich performte, und ich versuche, genau dieses Gefühl wieder einzufangen, wenn ich schneide und bearbeite und Regie führe.

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F: Wie lange machst du all diese Dinge schon?

A: Seit ich ein kleiner Junge war, mit meinen Brüdern. Mein Vater sagte immer: “Zeig’s ihnen, Michael, zeig’s ihnen.”

F: Waren sie jemals eifersüchtig deswegen?

A: Sie haben es damals nie gezeigt, aber es muss hart gewesen sein, weil ich während der Proben oder des Trainings nie verhauen wurde [lacht]. Aber anschließend bekam ich Schwierigkeiten [lacht]. Es stimmt, da bekam ich sie. Mein Vater probte mit einem Gürtel in der Hand. Du durftest nichts vermasseln. Mein Vater war ein Genie, wenn es darum ging, uns beizubringen, wie man etwas inszeniert, wie man das Publikum mitreißt, wie man vorausdenkt, was als Nächstes zu tun ist, oder das Publikum niemals merken zu lassen, wenn man leidet oder wenn etwas falsch läuft. Er war erstaunlich gut darin.

F: Denkst du deshalb, dass du nicht nur einen guten Geschäftssinn hast, sondern auch die Kontrolle über das ganze Paket haben willst?

A: Absolut. Mein Vater; Erfahrung; aber ich habe viel von meinem Vater gelernt. Er hatte eine Gruppe namens The Falcons, als er jung war. Sie kamen zu uns und sie spielten Musik, die ganze Zeit, wir hatten immer Musik und Tanz. Es ist diese kulturelle Sache, die Schwarze machen. Sie räumen alle Möbel beiseite, drehen die Musik auf … wenn Besuch kommt, ist jeder auf den Füßen, alle machen irgendwas. Ich liebte das.

F: Tun deine Kinder das jetzt auch?

A: Sie tun es, aber sie sind schüchtern. Doch sie tun es für mich, manchmal.

F: Reden wir über Selbstdarstellung: MTV, sie spielten keine Black Folkmusik. Wie hart war das für dich?

A: Sie sagten, sie spielen keine schwarzen Künstler. Es brach mir das Herz, aber gleichzeitig entzündete es etwas. Ich sagte mir: “Ich muss etwas machen, was sie … ich lehne es schlicht ab, ignoriert zu werden.” Yeah, Billie Jean; sie sagten: “Wir werden es nicht spielen.”
Doch als sie es dann spielten, stellte es einen bislang unerreichten Rekord auf. Und dann baten sie mich um alles, was wir hatten. Sie rannten uns die Türen ein. Dann kam Prince, es öffnete die Tür für Prince und all die anderen schwarzen Künstler. Es war 24-Stunden Heavy Metal, ein Potpourri verrückter Bilder …
Sie kamen in der Vergangenheit so viele Male zu mir und sagten: “Michael, wenn du nicht gewesen wärst, gäbe es kein MTV.” Sie sagten mir das höchstpersönlich, immer und immer wieder. Ich vermute, damals verstanden sie es nicht … doch ich bin sicher, sie meinten es nicht böse [lacht].

F: Das war in der Tat die Geburtsstunde des modernen Video-Zeitalters …

A: Ich schaute immer MTV. Mein Bruder Jackie, das werde ich nie vergessen, er sagte: “Michael, du mußt diesen Kanal sehen. Oh, mein Gott, das ist eine Super-Idee. Sie zeigen vierundzwanzig Stunden am Tag Musik … vierundzwanzig Stunden am Tag!” Also sagte ich: “Laß mich sehen.” Und ich schaute es mir an und sah all diese Sachen da und sagte: “Wenn sie diesem ganzen Zeug bloß etwas mehr Unterhaltungswert geben würden, mehr Inhalt, ein bisschen mehr Tanz, ich bin sicher, die Leute würden es noch mehr lieben.” Und ich sagte, wenn ich etwas mache, muss es doch eine Geschichte haben – einen Anfang, eine Mitte und ein Ende – so kann man einem klaren Faden folgen, es muss sich ein Faden hindurchziehen. Wenn du dir also dessen Unterhaltungswert ansiehst, fragst du dich, was da passiert. Das war der Moment, als ich mit Thriller, The Way You Make Me Feel und Bad und Smooth Criminal zu experimentieren begann und mit Regieführung und Schreiben.

F: Was denkst du über den Zustand der heutigen Musikvideos und Musik?

A: Die Branche ist an einem Scheideweg. Es ist ein Wandel im Gang. Die Leute sind verwirrt und wissen nicht, was passieren wird, wie man Musik vertreiben und verkaufen soll. Ich denke, das Internet bringt irgendwie alle aus dem Konzept. Weil es so mächtig ist, die Kids lieben es so sehr. Die ganze Welt liegt auf Knopfdruck vor ihnen. Alles, was sie wissen wollen, jeder, mit dem sie kommunizieren wollen, jede Art von Musik, jede Art von Film … Diese Sache bringt einfach jeden aus dem Konzept. Gerade jetzt, all diese Starbucks- und Wal Mart-Angebote, direkt an Künstler gerichtet, ich weiß nicht, ob das die Lösung ist. Ich denke, die Lösung ist einfach phänomenale, tolle Musik. Die Massen erreichen. Ich glaube, die Leute sind noch immer auf der Suche. Es ist im Moment auch noch keine wirkliche musikalische Revolution im Gange. Aber wenn sie da ist, werden die Menschen Mauern niederreißen, um sie zu bekommen. Ich meine, weil es vor Thriller genauso war. Die Leute haben keine Musik gekauft

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F: Wer beeindruckt dich?

A: Soweit es Künstler betrifft, denke ich, Ne-Yo macht es wunderbar. Aber er hat eben auch dieses Michael Jackson-Feeling. Das mag ich an ihm. Ich kann sagen, dass er jemand ist, der schreiben kann.

F: Arbeitest du mit diesen jungen Künstlern?

A: Sicher. Ich war immer jemand, mir ist egal, ob es der Briefträger ist oder der Typ, der den Fußboden wischt. Ein toller Song ist ein toller Song. Einige der genialsten Ideen kommen von ganz alltäglichen Menschen, die nur sagen: “Warum versuchst du nicht dies oder tust das?” Wenn es eine tolle Idee ist, sollte man es versuchen. Chris Brown ist wundervoll. Akon, er ist ein wunderbarer Künstler.
Ich will Musik machen, die eine andere Generation inspiriert oder beeinflusst. Du willst, dass das, was du erschaffst, lebt, sei es eine Skulptur oder Malerei oder Musik. Wie Michelangelo, er sagte: ‘Ich weiß, der Schöpfer wird gehen, doch sein Werk wird fortbestehen. Das ist der Grund, warum wir dem Tod entkommen. Darum versuche ich, meine Seele in meine Arbeit zu legen.’ Und das ist es, was ich fühle. Ich gebe alles für meine Arbeit, denn ich will, dass sie lebt.

F: Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass du die Geschichte verändert hast? Denkst du oft darüber nach?

A: Ja, da tue ich, das tue ich wirklich. Es macht mich sehr stolz, dass wir Türen geöffnet haben, dass wir geholfen haben, so viel niederzureißen. Rund um die Welt, auf den Touren, in den Stadien sieht man den Einfluss der Musik. Wenn du über die Bühne schaust, so weit du mit bloßem Auge sehen kannst, siehst du Menschen. Und es ist ein wunderbares Gefühl, aber es brachte eine Menge Schmerz mit sich, eine Menge Schmerz.

F: Wie das?

A: Wenn du an der Spitze bist, wenn du ein Pionier bist, fallen die Leute über dich her. Es ist so, wenn jemand ganz oben ist, will man an ihn herankommen.
Aber ich bin so dankbar, angefangen mit all diesen Rekorden über die größten Alben bis zu den Nr. 1 Hits, ich bin noch immer sehr dankbar dafür. Ich war ein Junge, der in seinem Wohnzimmer saß und seinem Vater zuhörte, wie er Ray Charles spielte. Meine Mutter weckte mich um drei Uhr morgens: “Michael, er ist im Fernsehen, er ist im Fernsehen!” Ich rannte zum Fernseher und James Brown war im TV. Ich sagte: “”Das ist es, was ich machen will.”

Michael+Jackson+Ebony+^

F: Können wir mehr von Michael Jackson erwarten?

A: Ich schreibe eine Menge Sachen im Moment. Ich bin fast jeden Tag im Studio. Ich denke, diese Rap-Sachen momentan, als das rauskam, hatte ich immer das Gefühl, es bräuchte mehr melodische Struktur, um es universeller zu machen, denn nicht jeder spricht Englisch [lacht]. Und man ist auf sein Land beschränkt. Aber wenn man eine Melodie hat, und jeder kann eine Melodie summen, dann kommt sie nach Frankreich, in den Nahen Osten, überall hin! Um die ganzen Welt, weil dieser melodische, lineare Faden darin ist. Man muss es summen können, von dem Bauern in Irland über die Frau, die Toiletten in Harlem scheuert und jeden, der pfeifen kann bis hin zu einem Kind, das mit den Fingern schnipst. Man muss es summen können.

F: Du bist jetzt fast fünfzig. Glaubst du, du wirst dies noch mit achtzig machen?

A: Die Wahrheit ist, äh, nein. Nicht so, wie es James Brown tat oder Jackie Wilson. Sie machten einfach weiter, arbeiteten, zerstörten sich selbst. Ich wünschte, Brown hätte sich bremsen und entspannen und seine harte Arbeit genießen können.

F: Wirst du wieder auf Tour gehen?

A: Lange Touren sind mir nicht wichtig. Aber was ich am Touren liebe, ist, daß es das Handwerk wunderbar schärft. Das ist es, was ich am Broadway liebe, deshalb gehen Schauspieler zum Broadway, um ihre Fertigkeiten zu schärfen. Das tut es. Denn es dauert Jahre, ein großer Entertainer zu werden. Jahre. Man kann nicht einfach irgendeinen Kerl aus dem Dunkel rausgreifen und ihn da hinauswerfen und voraussetzen, dass diese Person mit jener Person konkurrieren kann. Das wird niemals funktionieren. Und das Publikum weiß es, sie können es sehen. Die Art, wie sie [die Künstler] mit den Händen gestikulieren, wie sie ihren Körper bewegen, die Art, wie sie alles Mögliche mit dem Mikrofon machen oder wie sie sich verbeugen. Das Publikum kann es sofort sehen.
Stevie Wonder, er ist ein musikalischer Prophet. Er ist noch jemand, dem ich etwas verdanke. Ich sagte mir immer: ‘Ich will mehr schreiben.’ Ich sah [den Produzenten] Gamble und Huff zu, und Hal Davis und die Corporation schrieben all diese Hits für die Jackson 5, und ich wollte wirklich die Anatomie studieren. Was sie zu tun pflegten, sie ließen uns reinkommen und singen, nachdem sie den Track fertig hatten. Das hat mich aufgeregt, denn ich wollte zusehen, wie sie das Stück machen. Sie gaben mir ABC, nachdem der Track fertig war oder I Want You Back oder The Love You Save. Ich wollte das alles miterleben.
Stevie Wonder ließ mich buchstäblich da sitzen wie eine Fliege an der Wand. Ich bekam zu sehen, wie Songs entstehen, einige der goldenen Dinge. Ich saß da mit Marvin Gaye und … und das waren die Leute, die einfach zu uns nach Hause kamen und rumhingen und am Wochenende mit meinen Brüdern Basketball spielten. Diese Leute waren immer um uns herum. Und wenn du tatsächlich die Wissenschaft, die Anatomie und die Struktur sehen kannst, und wie alles funktioniert, das ist einfach so wunderbar.

F: Du spielst auf der Weltbühne. Wie siehst du die Verfassung der Welt, wie sie heute ist?

A: Ich bin sehr besorgt über das schlimme Phänomen der globalen Erwärmung. Ich wußte, dass es kommen wird, aber ich wünschte, sie hätten im Interesse der Menschen früher gehandelt. Doch es ist nie zu spät. Es wurde als ein außer Kontrolle geratener Zug beschrieben; wenn wir ihn nicht stoppen, werden wir ihn nie wieder zurück bekommen. Deshalb müssen wir das Problem beheben, jetzt. Das ist es, was ich mit Earth Song, Heal the World, We Are the World versucht habe zu tun, ich habe diese Songs geschrieben, um das Bewusstsein der Menschen zu öffnen. Ich wünschte, die Menschen würden auf jedes einzelne Wort hören.

F: Was denkst du über das nächste Präsidentschafts-Rennen? Hillary, Barack?

A: Um die Wahrheit zu sagen, ich verfolge das alles nicht. Wir wurden dazu erzogen, nicht … wir verlassen uns nicht darauf, daß die Menschheit die Probleme der Welt lösen kann, das tun wir nicht. Sie können es nicht. So sehe ich das. Es ist nicht an uns. Schau, wir haben keine Kontrolle über die Erde, sie kann beben. Wir haben keine Kontrolle über die Meere, sie können Tsunamis hervorbringen. Wir haben keine Kontrolle über den Himmel, es gibt Stürme. Wir sind alle in Gottes Hand. Ich denke, der Menschen sollten das bedenken. Ich wünschte nur, sie würden mehr für die Babys und Kinder tun, ihnen mehr helfen. Das wäre großartig, nicht wahr?

F: Apropos Babys – als Vater, spule fünfundzwanzig Jahre zurück. Was ist der Unterschied zwischen jenem Michael und dem Michael heute?

A: Jener Michael ist vermutlich der gleiche wie dieser Michael hier. Ich wollte nur bestimmte Dinge zuerst erreichen. Aber ich hatte immer dieses Ziehen in meinem Hinterkopf; was ich wollte, war, Kinder großzuziehen, Kinder zu haben. Ich genieße das sehr.

33

F: Was denkst du über all das Zeug, das da draußen über dich kursiert, all die Sachen, die du liest? Wie fühlst du dich dabei?

A: Ich schenke dem keine Beachtung. Meiner Meinung nach ist es Unwissenheit. Es basiert gewöhnlich nicht auf Tatsachen. Es basiert, weißt du, auf Mythen. Der Typ, den man nicht zu sehen kriegt. In jeder Nachbarschaft gibt es diesen Kerl, den man nicht zu sehen kriegt, also klatscht man über ihn. Man hört diese Geschichten über ihn, es kursieren Mythen, daß er dieses tat oder jenes. Die Menschen sind verrückt!
Ich will nur großartige Musik machen.
Aber zurück zu Motown 25 – eines der Dinge, die mich am tiefsten berührten, geschah, nachdem ich die Performance beendet hatte – ich werde es nie vergessen. Da war Marvin Gaye in den Kulissen, und die Temptations und Smokey Robinson und meine Brüder, sie umarmten mich und küssten mich und hielten mich fest. Richard Pryor kam zu mir herüber und sagte mit leiser Stimme: “Das war die beste Performance, die ich jemals gesehen habe.” Das war meine Belohnung. Dies waren Menschen, denen ich zuhörte, als ich ein kleiner Junge in Indiana war, Marvin Gaye, die Temptations, und als sie mir diese Anerkennung schenkten, fühlte ich mich einfach geehrt. Dann am nächsten Tag rief Fred Astaire an und sagte: “Ich sah es letzte Nacht, und ich habe es aufgezeichnet, und heute Morgen habe ich es wieder gesehen. Du bist ein höllisch guter Tänzer. Du hattest sie alle in der Hand letzte Nacht!” Später, als ich Fred Astaire sah, machte er dies mit seinen Fingern [macht eine kleine Moonwalk-Geste mit zwei Fingern auf seiner ausgestreckten Handfläche].

Ich erinnere mich so deutlich an diese Performance, und ich erinnere mich, dass ich so verärgert über mich selbst war, denn es war nicht das, was ich gewollt hatte. Ich wollte, daß es mehr wäre. Allerdings erst, als ich fertig war. Da war ein kleines Kind, ein kleines jüdisches Kind hinter der Bühne, mit einem kleinen Smoking bekleidet; er sah mich an, und er sagte [mit einer fassungslosen Stimme]: “Wer hat dir beigebracht, dich so zu bewegen?” [lacht] Und ich sagte:
“Ich schätze, Gott … und üben.”

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Übersetzung: Pearl, mj-net

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